{"id":647712,"date":"2013-02-05T23:03:00","date_gmt":"2013-02-05T22:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=647712"},"modified":"2013-02-06T14:15:27","modified_gmt":"2013-02-06T13:15:27","slug":"wer-ist-der-groste-coffee-to-go-handler-im-lande-nicht-starbucks-co-sondern-aral-oder-dass-systeme-einzelne-menschen-eben-doch-nicht-austauschbar-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/02\/05\/wer-ist-der-groste-coffee-to-go-handler-im-lande-nicht-starbucks-co-sondern-aral-oder-dass-systeme-einzelne-menschen-eben-doch-nicht-austauschbar-machen\/","title":{"rendered":"Wer ist der gr\u00f6\u00dfte Coffee-to-Go-H\u00e4ndler im Lande? Nicht Starbucks &amp; Co., sondern Aral &#8211; oder: Systeme machen einzelne Menschen eben doch nicht austauschbar"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum Business Behave den Joballtag erleichtert<\/strong><\/p>\n<p>Was unterscheidet eine Pressekonferenz, zu der man gerne geht, von einer, die man nur als Pflichttermin abhakt? Es ist die, bei der man sich anst\u00e4ndig behandelt f\u00fchlt. Im Sinne von: mit Anstand. Und am besten noch etwas Herz, \u201eweil es ja auch im Business doch letztlich auf die Menschen ankommt und wie man sich versteht\u201c, wie eben der Aral-Vorstandschef Stefan Brok selbst am Rande seines \u201eAral Kamingespr\u00e4chs\u201c heute abend eingestand. Obwohl die Unternehmen heute glauben, aller Erfolg hinge nur von guten Systemen ab &#8211; und dass die Menschen sowieso alle austauschbar seien. Aber so ist es eben doch nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kamingespr\u00e4che ohne Kamin<\/strong><\/p>\n<p>Nebenbei bemerkt: Das Kamingespr\u00e4ch war nat\u00fcrlich ohne jeden Kamin und erst recht ohne ein Kaminfeuer &#8211; sondern eine ganz normale Pressekonferenz in h\u00f6chst n\u00fcchterner Atmosph\u00e4re im D\u00fcsseldorfer Industrieclub mit blasierten Garderoben-Angestellten und historischen Bildern an den W\u00e4nden &#8211; das Ganze nur eben abends nach Dienstschluss. Mit Kaffeekanne, Wasser und Saft auf dem Tisch, dem obligatorischen Bl\u00f6ckchen und Plastikkugelschreiber mit Aral-Logo. Schlie\u00dflich muss heute tunlichst jeder Anschein vermieden werden, man k\u00f6nne es zu gut mit den Journalisten meinen &#8211; und dann gibt\u2019s auch nicht mehr das kleinste firmeneigene Werbegeschenk wie ein kleines Spielzeugauto oder den ohnehin gesponserten Aral-Reisef\u00fchrer. Aber Werbemittel gibt\u00b4s ja ohnehin\u00a0vor lauter Political Correctness &#8211; oder auch Kostenspar-Drang &#8211; kaum mehr wo.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Firmenangh\u00f6rige haben Gastgeberpflichten<\/strong><\/p>\n<p>Und trotzdem kann ein Termin netter sein als ein anderer n\u00fcchterner Termin. Wenn n\u00e4mlich zum Beispiel die Firmenangeh\u00f6rigen durch die Bank keine Angst haben, mit den Besuchern anschlie\u00dfend zu sprechen &#8211; so wie es sich f\u00fcr gute Gastgeber geh\u00f6rt. Und auch mal von sich zu erz\u00e4hlen, dass man auch \u201ezwei gro\u00dfe S\u00f6hne hat, die immer hungrig sind\u201c. Oder wie man sich im neuen <a title=\"Nespresso-Shop K\u00f6nigsallee D\u00fcsseldorf\" href=\"http:\/\/https:\/\/plus.google.com\/105645395706661931131\/about?hl=de\" target=\"_blank\">Nespresso-Shop auf der K\u00f6 \u00fcber das System mit Schlange-Stehen-Zwang und M\u00e4rkchen-Ziehen-m\u00fcssen-wie-beim-Passamt<\/a> ge\u00e4rgert hat. Auf wie vielen anderen Firmenterminen spricht einen kein Mensch an und es f\u00e4llt auch gar niemandem auf, wenn die G\u00e4ste sich ruckzuck wieder verdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Aral hat nat\u00fcrlich Gl\u00fcck mit seinem Konzernlenker, der so charismatisch ist, dass er sich traut, zu menscheln. Und der einem sogar noch die Hand sch\u00fcttelt, wenn man ihm auf der Stra\u00dfe begegnet und sich bedankt f\u00fcrs Kommen. Der seine G\u00e4ste freundlich anlacht und auch schon mal auf dem Podium sagt: \u201eDa wei\u00df ich auch nicht, wie ich das meinen Nachbarn oder meiner Familie erkl\u00e4ren soll.\u201c Die Preisgestaltungen an den Tankstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aral-P\u00e4chter als gr\u00f6\u00dfter Coffee-to-Go-H\u00e4ndler Deutschlands<\/strong><\/p>\n<p>Aber \u00dcberraschendes gab\u00b4s auch zu h\u00f6ren, abgesehen von den \u00fcblichen <a title=\"Aral\" href=\"http:\/\/http:\/\/www.aral.de\/aral\/articlelisting.do?categoryId=4001111&amp;contentId=51310\" target=\"_blank\">Unternehmenskennzahlen <\/a>und dass Aral weiterhin die Nummer Eins im Tankstellengesch\u00e4ft ist: Dass die Aral-Tankstellen der gr\u00f6\u00dfte Coffee-to-Go-H\u00e4ndler Deutschlands mit 50 Prozent Marktanteil sind. Und dass die Marge in dem Bereich sehr gut ist \u2013 <a title=\"Aral Crossinos ersetzen Supersnacks\" href=\"http:\/\/http:\/\/www.cafe-future.net\/gastro\/branchennews\/pages\/protected\/Aral-Crossinos-ersetzen-SuperSnacks_27332.html\" target=\"_blank\">ebenso wie bei \u00a0den \u201eCrossinos\u201c, den Nachfolgern der \u201eSupersnacks\u201c<\/a>. \u00a0Das sind wohl die belegten Baguette-St\u00fcckchen. Und die d\u00fcrfen nur zwei Stunden in der Auslage liegen \u2013 dann m\u00fcssen sie entsorgt werden. \u00a0Komme was wolle. Aber die Tankstellenp\u00e4chter h\u00e4tten da ihre Erfahrungswerte, wann sie welche Mengen dahaben m\u00fcssen. Und, so sagt Brok pl\u00f6tzlich unvermittelt \u00fcber die P\u00e4chter, die \u201esind unsere Helden da drau\u00dfen, die holen f\u00fcr uns die Kartoffeln aus dem Feuer\u201c. Da m\u00fcssten andere Top-Manager lange Medientrainigs besuchen, ehe sie so etwas sagen wie Vetriebsmann Brok.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mails am Wochenende bearbeiten &#8211; und alle auf einmal Montagsfr\u00fch abschicken<\/strong><\/p>\n<p>Und dann erz\u00e4hlt er sp\u00e4ter, dass selbst er genervt ist von den Mails derjenigen Gesch\u00e4ftsleute, die von ihm noch am Wochenende eine Antwort erwarten. Dass er dann auch schon mal stur sei und nicht reagiere. Und dass der <a title=\"Stress-Report Focus\" href=\"http:\/\/https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/psychologie\/news\/stress-und-leistungsdruck-jeder-fuenfte-deutsche-ist-im-job-voellig-ueberfordert_aid_908029.html\" target=\"_blank\">Stress-Report<\/a> damit richtig liegt, wie \u00fcberlastet die Angestellten heute seien. Eigentlich will auch Brok, dass seine Mitarbeiter am Wochenende Freizeit haben und nicht so nebenbei permanent weiter arbeiten. So, wie es heute eben selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr B\u00fcrobewohner ist. Weil es eben auch nicht weiter hilft, wenn man Montagsfr\u00fch stapelweise Mails zum Abarbeiten vorfindet und der Berg eben nicht weniger wird. Doch Brok f\u00fcrchtet, dass die Kollegen dann ihre Arbeit weiterhin am Wochenende machen \u2013 aber ihre Mail-Antworten eben nur verz\u00f6gert und alle auf einmal dann abschicken: Montagsfr\u00fch.<\/p>\n<p>Stress-Report: <a title=\"Stress-Report Focus\" href=\"http:\/\/https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/psychologie\/news\/stress-und-leistungsdruck-jeder-fuenfte-deutsche-ist-im-job-voellig-ueberfordert_aid_908029.html\" target=\"_blank\">https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/psychologie\/news\/stress-und-leistungsdruck-jeder-fuenfte-deutsche-ist-im-job-voellig-ueberfordert_aid_908029.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Business Behave den Joballtag erleichtert Was unterscheidet eine Pressekonferenz, zu der man gerne geht, von einer, die man nur als Pflichttermin abhakt? Es ist die, bei der man sich anst\u00e4ndig behandelt f\u00fchlt. Im Sinne von: mit Anstand. 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