{"id":647229,"date":"2013-02-26T15:23:03","date_gmt":"2013-02-26T14:23:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=647229"},"modified":"2013-02-26T15:23:03","modified_gmt":"2013-02-26T14:23:03","slug":"anwalte-pr-woran-kanzleien-erkennen-ob-sie-eine-gute-pressestelle-haben-gastbeitrag-kommunikationsexperte-jorg-forthmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/02\/26\/anwalte-pr-woran-kanzleien-erkennen-ob-sie-eine-gute-pressestelle-haben-gastbeitrag-kommunikationsexperte-jorg-forthmann\/","title":{"rendered":"Anw\u00e4lte-PR: Woran Kanzleien erkennen, ob sie eine gute Pressestelle haben &#8211; Gastbeitrag Kommunikationsexperte J\u00f6rg Forthmann"},"content":{"rendered":"<p><strong>J\u00f6rg Forthmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Kommunikationsberatung Faktenkontor: Woran Rechtsanwaltskanzleien erkennen, ob sie eine gute Pressestelle haben<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Pressearbeit von Rechtsanwaltskanzleien ist sehr unterschiedlich: Es gibt die leuchtenden Beispiele, die den Unternehmenserfolg strategisch klug mit Kommunikation unterst\u00fctzen. Und es gibt die jungen PR-Fr\u00e4uleins, die als Sachbearbeiterin dem Managing Partner zuarbeiten \u2013 aber in der Presse kaum etwas bewirken. Die Folgen sind deutlich zu sehen: Jede zweite der Top-50-Kanzleien ist noch nicht einmal bei der H\u00e4lfte der Entscheider in den gr\u00f6\u00dften Unternehmen bekannt. Das ergab eine Studie der &#8222;Wirtschaftswoche&#8220; zur Markenst\u00e4rke der Kanzleien, f\u00fcr die Auftraggeber f\u00fcr Juristen in den 1.500 gr\u00f6\u00dften Unternehmen und in den 100 gr\u00f60\u00dften Finanzdienstleistern befragt wurden. Das Dumme daran: Wer nicht einmal gekannt wird, kann auch nicht beauftragt werden.<\/p>\n<p>Die Kernfrage ist also: <strong>Woran erkennen Managing Partner, wie gut ihre Pressestelle arbeitet?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_647385\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/01\/Forthmann_MG_5308_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-647385\" class=\"size-medium wp-image-647385\" title=\"Forthmann_MG_5308_klein\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/01\/Forthmann_MG_5308_klein-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/01\/Forthmann_MG_5308_klein-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2013\/01\/Forthmann_MG_5308_klein.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-647385\" class=\"wp-caption-text\">J\u00f6rg Forthmann, Chef der Kommunikationsagentur Faktenkontor<\/p><\/div>\n<ol>\n<li><strong>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Die Unternehmensstrategie wird verstanden<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>F\u00fcr die Pressearbeit gibt es nur eine Daseinsberechtigung: Sie unterst\u00fctzt die Kanzlei dabei, erfolgreich zu sein. Deshalb sollten Pressesprecher die Unternehmensstrategie verstanden haben. Wo ist Wachstum geplant? Wo werden strategisch relevante M\u00e4rkte gesehen? Wer sind die wirklich wichtigen Entscheider? Erst wenn die Kommunikationsstrategie auf diesen Vorgaben aufbaut, ist sie brauchbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Die Pressearbeit ist sich nicht zu schade f\u00fcr die Vertriebsunterst\u00fctzung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gute Pressearbeit f\u00fchrt zu R\u00fcckmeldungen von Interessenten aus dem Markt, und sie er\u00f6ffnet den Partnern der Kanzlei Plattformen, wichtige Potenzialkunden zu treffen. Sehr gute Pressearbeit begleitet dann sogar noch die Partner, diese Kontakte \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum `warm` zu halten, da zumeist die Entscheider in den Unternehmen nicht sofort Bedarf nach einer neuen Kanzleiverbindung haben. Daf\u00fcr ist kontinuierliche Pr\u00e4senz n\u00f6tig. Allzu viele Pressestellen dr\u00fccken sich um die Vertriebsunterst\u00fctzung und bearbeiten strategisch wichtige Themen der Kanzlei zu kurzlebig, um \u00fcber l\u00e4ngere Zeit bei den Entscheidern zu wirken und Erfolge zu provozieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Erfolgsmessung ist weit mehr als ein Ordner mit gesammelten Pressever\u00f6ffentlichungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der dritte Punkt einer guten Pressestelle ist nun kein Geheimnis mehr: Der wahre Erfolg einer Pressestelle liegt darin, wie Kundenbindung verst\u00e4rkt, Neukundenkontakte hergestellt und letztlich Vertriebschancen er\u00f6ffnet werden konnten. Der Pressesprecher kann keinen neuen Vertrag herbeischaffen, das darf niemand erwarten. Aber er kann auf dem Weg zu neuen Ums\u00e4tzen sehr hilfreich sein. Anf\u00e4nger versuchen hingegen mit dicken Ordnern zu \u00fcberzeugen, in denen Ver\u00f6ffentlichungen aus Zeitungen und Zeitschriften abgeheftet sind. Die einfache Logik dabei ist, umso h\u00f6her der Stapel an Ver\u00f6ffentlichungen, desto n\u00fctzlicher ist die Pressearbeit f\u00fcr die Kanzlei.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Unsinn. Das w\u00e4re ungef\u00e4hr so als ob Anw\u00e4lte ihren Klienten klar machen wollten, dass die Erfolgsaussichten in einem Gerichtsprozess von der Dicke der Klageschrift abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Der Pressesprecher ist nicht h\u00f6rig, sondern akzeptiert<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Partner in Kanzleien sind sehr selbstbewusst. Von guter Pressearbeit verstehen sie in der Regel allerdings so wenig wie ein Wirtschaftspr\u00fcfer von der Medizin, und das ist gut so. Deshalb haben sie ja einen PR-Spezialisten im Unternehmen. Der sollte allerdings ein starkes R\u00fcckgrat haben und sich im n\u00f6tigen Ma\u00dfe gegen\u00fcber den Partnern durchsetzen k\u00f6nnen, um erfolgreiche Pressearbeit auch realisieren zu k\u00f6nnen. Wer sich nur PR-Profis sucht, die den Partnern nie widersprechen und sich zur Not auch gegen sie durchsetzen, braucht gar keine. Wer die PR-Experten nicht mal akzeptiert, braucht auch keine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><strong>5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Journalisten werden verstanden und nicht bek\u00e4mpft<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gelegentlich k\u00f6nnen Medienberichte \u00e4rgerlich sein. Das ist aber kein Grund, Journalisten zu bek\u00e4mpfen. Gerade wenn er nur der Bot einer Nachricht ist. Wesentlich aussichtsreicher ist es, eine vertrauensvolle Beziehung zu den meinungsbildenden Journalisten aufzubauen und sie vor allen Dingen kontinuierlich zu pflegen. So entsteht \u00fcber positive Artikel ein erhebliches Gegengewicht zu einer \u2013 aus Kanzleisicht \u2013 punktuellen, \u00e4rgerlichen Negativberichterstattung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00f6rg Forthmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Kommunikationsberatung Faktenkontor: Woran Rechtsanwaltskanzleien erkennen, ob sie eine gute Pressestelle haben &nbsp; Die Qualit\u00e4t der Pressearbeit von Rechtsanwaltskanzleien ist sehr unterschiedlich: Es gibt die leuchtenden Beispiele, die den Unternehmenserfolg strategisch klug mit Kommunikation unterst\u00fctzen. 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