{"id":646997,"date":"2013-01-11T12:47:26","date_gmt":"2013-01-11T11:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=646997"},"modified":"2013-01-11T12:47:26","modified_gmt":"2013-01-11T11:47:26","slug":"ein-teller-gemuse-hahnchen-aus-dem-wok-mit-gabriele-schlegel-der-job-alltag-ist-brutal-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/01\/11\/ein-teller-gemuse-hahnchen-aus-dem-wok-mit-gabriele-schlegel-der-job-alltag-ist-brutal-geworden\/","title":{"rendered":"Ein Teller Gem\u00fcse-H\u00e4hnchen aus dem Wok mit Gabriele Schlegel: &#8222;Der Job-Alltag ist brutal geworden&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_646998\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.lunch_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-646998\" class=\"size-medium wp-image-646998\" title=\"schlegel.lunch\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.lunch_-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.lunch_-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.lunch_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-646998\" class=\"wp-caption-text\">Business-Behaviour-Expertin Gabriele Schlegel<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Man darf andere nie instrumentalisieren f\u00fcr seine egoistischen Interessen oder Karriereziele&#8220;, fordert Gabriele Schlegel. Die Expertin f\u00fcr Business-Behaviour aus Bonn meint damit den Vorfall aus London kurz vor Weihnachten, bei dem zwei australische Rundfunk-Moderatoren mit ihrem Gag eine Krankenschwester in den Tod getrieben hatten. Wir sind mitten im Thema, noch bevor sich Gabriele Schlegel ihren Romana-Salat und einen Teller Wok-Gem\u00fcse mit H\u00e4hnchen auf der Business-Lunch-Karte des Monkeys East aussucht. Und, weil es die internationale Etikette so will, gibt\u00b4s auch ein Glas Wein dazu. Darin kennt sich die Rheinl\u00e4nderin bestens aus. Stammen doch aus ihrer Feder die offiziellen Benimm-Richtlinien f\u00fcrs Ausw\u00e4rtige Amt. Auch begleitete sie als Diplomaten-Ehefrau ihren Mann jahrzehntelang um die Welt, etwa in die USA und nach Singapur.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu der britischen Trag\u00f6die: Es sollte nur ein Scherz sein, den sich die zwei Moderatoren des australischen Radiosenders da erlaubt hatten &#8211; doch der ging t\u00f6dlich aus. Sie hatten bei der Londoner Klinik, in der die schwangere Herzogin Kate lag, angerufen und sich als Queen Elisabeth II. und Prinz Charles ausgegeben. Sie wollten erfahren, wie es um Kates Gesundheit stehe und das gelang ihnen sogar. Nur: Die 46-j\u00e4hrige Krankenschwester, die ihnen so ehrf\u00fcrchtig Auskunft gab, beging Selbstmord, als sich herausstellte, auf welchen \u00fcblen Scherz sie hereingefallen war. Die Nachricht ging um die Welt, inzwischen ermittelt Scotland Yard. Die Moderatoren, die so die Quoten in die H\u00f6he treiben und ihre Karriere bef\u00f6rdern wollten, wurden erst mal aus dem Verkehr gezogen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatten die beiden Moderatoren nicht mit dieser Folge gerechnet, sagt sie. Doch solche Scherze im beruflichem Umfeld seien unkalkulierbar: &#8222;Man kann nur volles Risiko fahren und so aggressiv erfolgsorientiert handeln, wenn man selbst den Kopf hinh\u00e4lt.&#8220;\u00a0 Derjenige, der die Lorbeeren erntet, muss auch der einzige sein, der etwas riskiert. Immerhin h\u00e4tte die Klinik die Krankenschwester mit einer Abmahnung oder ihrer K\u00fcndigung abstrafen k\u00f6nnen. Fremden am Telefon zu verraten, was sie h\u00e4tte geheimhalten m\u00fcssen, war ein klarer Pflichtversto\u00df. Zu dem hatten die Scherzbolde sie verleitet. Und w\u00e4re es auch nicht diese Anruferin &#8211; vermeintlich die Queen &#8211; gewesen, h\u00e4tte die Krankenschwester sicher auch couragierter reagiert und die Anrufer abgewiesen. Doch indem sich die Moderatorin als K\u00f6nigin ausgab, stellte sie sich in der Hierarchie so viele Stufen \u00fcber die Krankenschwester, dass diese vor lauter Ehrfurcht kopflos reagierte und gehorchte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_647000\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.salat_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-647000\" class=\"size-medium wp-image-647000\" title=\"schlegel.salat\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.salat_-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.salat_-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.salat_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-647000\" class=\"wp-caption-text\">Romana-Salat im Monkeys East<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4re so etwas im privaten Umfreld passiert, w\u00e4ren die Folgen nicht so gravierend. Es w\u00fcrde nicht gleich eine berufliche Existenz gef\u00e4hrdet. Wenn Passanten Schnittmuster vorgelegt bekommen und auf diesem &#8222;Stadtplan&#8220; bei der Sendung &#8222;Versteckte Kamera&#8220; mal eben den richtigen Weg zeigen sollen. Das waren harmlose Jokes, erinnert sich Schlegel, die aber keine ernsthaften Kr\u00e4nkungen oder Verletzungen nach sich zogen.<\/p>\n<p>Und Verletzungen bringt der Berufsalltag den Menschen schon so bei, so rau wie er geworden ist, <a title=\"Business-Behaviour-Coach Gabriele Schlegel\" href=\"http:\/\/http:\/\/www.business-behaviour.de\/home.htm\" target=\"_blank\">beobachtet Schlegel bei ihren Trainings<\/a> in\u00a0gro\u00dfen Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.business-behaviour.de\/home.htm\">http:\/\/www.business-behaviour.de\/home.htm<\/a> . &#8222;Der Job-Alltag ist so brutal geworden in den vergangenen zehn Jahren&#8220;, entr\u00fcstet sich die Business-Behaviour-Autorin*. Sie berichtet von einer Assistentin, deren Chefs sich seit Jahren nicht die geringste M\u00fche gibt, ihren Geburtstag zur Kenntnis zu nehmen &#8211; und sie so erniedrigt. Von der Mitarbeiterin in einem Hamburger Gro\u00dfunternehmen, die nach f\u00fcnf Jahren dem Vorgesetzen ihre Schwangerschaft kundtut und die als einzigen Kommentar darauf zu h\u00f6ren bekommt: &#8222;Dann k\u00f6nnen Sie ja gleich Ihre Stelle ausschreiben.&#8220; Selbst in ganz normalen Bankfilialen komme es vor, dass viele Angestellte derart unter Druck gesetzt w\u00fcrden, dass sie entweder Beruhigungstabletten, Alkohol oder Psychopharmaka brauchen, um den Tag zu \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.wok_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-647001\" title=\"Gebackenes H\u00e4hnchen aus dem Wok\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.wok_-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.wok_-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/12\/schlegel.wok_.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende erz\u00e4hlt Gabriele Schlegel noch einen Etikette-Gau, der ihr als Patientin widerfuhr. Als sie von ihrem Arzt untersucht wurde und w\u00e4hrenddessen ein weiterer Mediziner grusslos hineinkommt, der ihren Arzt in ein Gespr\u00e4ch \u00fcber eine geplante Verabredung am Wochenende verwickelt. &#8222;Nach einer Minute fragte ich dann, `Wer sind Sie denn?\u00b4 und bekam &#8211; ohne mich anzusehen &#8211; lapidar die Antwort \u00b4ich bin auch Arzt\u00b4.&#8220; Der hatte nicht mit Schlegel gerechnet, denn die parierte sofort: &#8222;Aber nicht meiner &#8211; und ich habe nicht die Angewohnheit, mich bei jedem gleich auszuziehen.&#8220; Das sass.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &#8222;Man darf andere nie instrumentalisieren f\u00fcr seine egoistischen Interessen oder Karriereziele&#8220;, fordert Gabriele Schlegel. Die Expertin f\u00fcr Business-Behaviour aus Bonn meint damit den Vorfall aus London kurz vor Weihnachten, bei dem zwei australische Rundfunk-Moderatoren mit ihrem Gag eine Krankenschwester &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2013\/01\/11\/ein-teller-gemuse-hahnchen-aus-dem-wok-mit-gabriele-schlegel-der-job-alltag-ist-brutal-geworden\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[202,426,2132],"class_list":["post-646997","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-business-behaviour","tag-gabriele-schlegel","tag-monkeys-east"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=646997"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646997\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=646997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=646997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=646997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}