{"id":646810,"date":"2012-12-01T01:28:12","date_gmt":"2012-12-01T00:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=646810"},"modified":"2017-07-12T00:26:39","modified_gmt":"2017-07-11T22:26:39","slug":"zwei-tage-ohne-insulin-und-ich-ware-tot-wie-das-start-up-mysugr-com-diabetis-1-erkrankten-helfen-will-den-alltag-zu-uberstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/12\/01\/zwei-tage-ohne-insulin-und-ich-ware-tot-wie-das-start-up-mysugr-com-diabetis-1-erkrankten-helfen-will-den-alltag-zu-uberstehen\/","title":{"rendered":"&#8222;Zwei Tage ohne Insulin und ich w\u00e4re tot&#8220; &#8211; wie das Start-up Mysugr.com Diabetis-1-Erkrankten helfen will, den Alltag zu \u00fcberstehen"},"content":{"rendered":"<h3><\/h3>\n<h3>Firma\u00a0<a title=\"mysugr.com\" href=\"https:\/\/mysugr.com\/de\/website\/diabetes-aufessen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mysugar.com<\/a>: <strong>Mit Monstern Diabetis bek\u00e4mpfen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" title=\"Die Gr\u00fcnder Quelle: Presse\" src=\"http:\/\/www.wiwo.de\/images\/mysugr1\/7437748\/3-format23.gif\" alt=\"Die Gr\u00fcnder Quelle: Presse\" \/><\/div>\n<p>Es klingt nach einer App, aber\u00a0<a href=\"http:\/\/Mysugr.com\">Mysugr.com<\/a>\u00a0ist ein Medizinprodukt &#8211; weil es im Therapiealltag eingesetzt wird. Und deshalb verlangten die Wiener Beh\u00f6rden von Frank Westermann, 35, dass er eine eigene Pr\u00fcfung ablegte, um Mysugr.com f\u00fchren zu d\u00fcrfen. Das Statup gr\u00fcndete er zusammen im Februar diesen Jahres mit Fredrik Debong, 35, Gerald Stangel, 33, und Michael Forisch,36. Als Business Angel erwarb Johann Hansmann Anteile von ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit ihrer App f\u00fcr Diabetis-1-Patienten &#8211; aus der sp\u00e4ter ein Portal auch mit Communityfunktion sowie f\u00fcr die betreuende \u00c4rzte werden soll &#8211; will Mysugr.com Patienten helfen, ihr Leben als chronisch Kranke zu meistern. Ist doch gerade bei ihnen die Depressionen-Quote hoch, weil sie mit den vielen medizinischen Vorschriften, dem l\u00e4stigen Tagebuch-F\u00fchren, Broteinheiten ausrechnen und Dosieren des Insulins schnell \u00fcberfordert sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Strenge F\u00fchrung ist aber wichtig: Wer \u201eschlecht eingestellt ist\u201c, wie es der geborene Rheinl\u00e4nder Westermann nennt, riskiert, dass ihm irgendwann seine F\u00fc\u00dfe amputiert werden m\u00fcssen, die Nieren nicht mehr funktionieren oder dass er erblindet.<\/p>\n<p>Westermann wei\u00df, wovon er spricht, da er so wie sein Mitgr\u00fcnder Debong unter Diabetis leiden: \u201eZwei Tage ohne Insulin und ich w\u00e4re tot\u201c, sagt Westermann. Deshalb m\u00fcssen Diabetis-1-Patienten wie er auf ihre Blutzuckerwerte laufend acht geben und daf\u00fcr ihre Zuckerwerte und Aktivit\u00e4ten minuti\u00f6s in die App eingeben &#8211; um den n\u00f6tigen \u00dcberblick zur Berechnung der richtigen Insulin-Dosis zu bekommen. Damit die Patienten diese l\u00e4stigen Dinge gerne machen, bekommen sie Punkte von der App &#8211; mit 50 Punkten ist das Diabetis-Monster besiegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie App soll am Ende ein umfassendes System mit einem Portal mit Communityfunktion werden, auf das auch die betreuenden \u00c4rzte zugreifen\u201c, ist Westermanns Plan. Inzwischen hat das Start-up zw\u00f6lf Mitarbeiter, von denen vier ebenfalls selbst Diabetiker sind. Geld flie\u00dft von verschiedenen Stellen: Diabetiker kaufen die App f\u00fcr 39 Euro im Jahr, Pharmaunternehmen wie der\u00a0<a href=\"http:\/\/Mysugr.com\">Mysugr.com<\/a>-Partner Sanofi k\u00f6nnen die App im Marketing einsetzen und Krankenkassen buchen sie in gr\u00f6\u00dferen Kontingenten f\u00fcr ihre Mitglieder. Die Katheter, das Insulin und alles was Diabetiker brauchen ist sehr teuer und \u201eein riesengro\u00dfer Markt mit vielen verschiedenen Interessen\u201c, sagt Westermann. Acht Millionen Deutsche und 500 000 \u00d6sterreicher haben Diabetis, in arabischen L\u00e4ndern sind 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung betroffen und weltweit sogar 350 Millionen Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb ist\u00a0<a href=\"http:\/\/Mysugr.com\">Mysugr.com<\/a>\u00a0seit Oktober mit einem B\u00fcro in Berlin vertreten und wird im Feburar eine Niederlassung in San Francisco er\u00f6ffnen. In der ersten Finanzierungsrunde kam Geld von der AWS &#8211; das ist\u00a0 die \u00f6sterreichische KfW -, gab 125 000 beim Start. Jetzt gibt es vom Wiener Bundeswirtschaftsministerium 750 000 Euro als AWS Seedfinancing in Tranchen.\u00a0Das Umsatzziel von mysugr.com liegt bei einer Million Euro in 2013.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Firma\u00a0Mysugar.com: Mit Monstern Diabetis bek\u00e4mpfen &nbsp; Es klingt nach einer App, aber\u00a0Mysugr.com\u00a0ist ein Medizinprodukt &#8211; weil es im Therapiealltag eingesetzt wird. Und deshalb verlangten die Wiener Beh\u00f6rden von Frank Westermann, 35, dass er eine eigene Pr\u00fcfung ablegte, um Mysugr.com f\u00fchren &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/12\/01\/zwei-tage-ohne-insulin-und-ich-ware-tot-wie-das-start-up-mysugr-com-diabetis-1-erkrankten-helfen-will-den-alltag-zu-uberstehen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[6760,2058,6756,6757,6759,6758,2057,2635],"class_list":["post-646810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-diabetis","tag-frank-westermann","tag-fredrik-debong","tag-gerald-stangel","tag-johann-hansmann","tag-michael-forisch","tag-mysugr-com","tag-start-up"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=646810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/646810\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=646810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=646810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=646810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}