{"id":644787,"date":"2012-07-17T15:28:35","date_gmt":"2012-07-17T13:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=644787"},"modified":"2012-07-17T23:39:42","modified_gmt":"2012-07-17T21:39:42","slug":"schwanger-und-trotzdem-zum-ceo-befordert-die-neue-yahoo-chefin-marissa-mayer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/07\/17\/schwanger-und-trotzdem-zum-ceo-befordert-die-neue-yahoo-chefin-marissa-mayer\/","title":{"rendered":"Schwanger &#8211; und zum CEO bef\u00f6rdert: die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer"},"content":{"rendered":"<p>Ich muss ja doch nochmal auf die Idee zur\u00fcck kommen, die ausgerechnet aus der CSU vor knapp zwei Jahren kam: die Forderung nach einer Einf\u00fchrung einer <strong><a title=\"M\u00fctterquote gefordert aus CSU\" href=\"http:\/\/https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/05\/23\/die-steigerung-frauenquote-mutterquote-ein-alptraum-fur-unternehmen\/#more-638671\" target=\"_blank\">M\u00fctterquote<\/a>.<\/strong> Denn ganz offensichtlich ist die das deutsche Problem und nicht allein die Frauenquote. Denn fast alle Ladies, die es in Dax-Vorst\u00e4nde oder vergleichbare Top-Positionen geschafft haben, sind kinderlos. Sie sind es ja auch, die keineswegs andere Frauen oder gar M\u00fctter gef\u00f6rdert wissen wollen. Eigentlich ist mir kein Name unter\u00a0den Damen gel\u00e4ufig, der f\u00fcr eine Frauenquote ist. Das ist nur konsequent von ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Denkweise der Top-Frauen, die\u00b4s geschafft haben<\/strong><\/p>\n<p>Das sind diejenigen, die sich wie die M\u00e4nner allein auf ihre Karriere konzentrieren k\u00f6nnen. Sie brauchen in der Tat weniger Unterst\u00fctzung als andere Frauen &#8211; die ja auch nicht mehr unbedingt die Mehrheit sind &#8211; , die so nebenbei noch ein oder mehrere Kiddies gro\u00df ziehen. Das sind die Frauen, die Feierabend haben, wenn sie nach Hause kommen und nicht <strong>mit der zweiten Schicht loslegen<\/strong> m\u00fcssen. Die Frauen, die dann <strong>preiswerten Urlaub<\/strong> au\u00dferhalb der Hauptsaison buchen k\u00f6nnen, wogegen\u00a0andere V\u00e4ter wie M\u00fctter\u00a0&#8211; die sich\u00a0nach den Schulfeiren richten m\u00fcssen &#8211; die teuren Urlaubszeiten buchen m\u00fcssen. Und mitten im Gew\u00fchl sich zu entspannen versuchen m\u00fcssen. Oder diejenigen, f\u00fcr die <strong>Wochenende Wochenende heisst<\/strong>. Und nicht backen f\u00fcr den Hockeyclub und Turnierbegleitung f\u00fcr die Kiddies. Diejenigen, die nie entscheiden m\u00fcssen, <strong>welchem Zwang sie nun nachgeben<\/strong> oder nicht: Mit dem Kind zum Arzt oder doch noch die Konferenz abwarten? Oder p\u00fcnktlich abends die Konferenz verlassen, weil die Kinderg\u00e4rtnerin sonst mit Blicken t\u00f6tet\u00a0oder &#8211; wie ein Kindergarten in Langenfeld, eine\u00a0Gemeinde im Rheinland, j\u00fcngst plante &#8211; Strafgeld von versp\u00e4teten Eltern zu verlangen. Egal ob berufst\u00e4tig oder nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das alles ist hier in Deutschland so &#8211; und wer\u00b4s ge\u00e4ndert wissen will und es wagt, die Frauenquote zu bef\u00fcrworten, wird schnell in einer Revoluzzer-Schublade gepackt. \u00dcbrigens sehen das auch gerade die Frauen so, die bislang einen anderen Weg eingeschlagen haben und sich f\u00fcr den Hausfrauen-Job entschieden haben.<\/p>\n<p>In diese schon peinliche Diskussion &#8211; Frauenquote ja oder nein &#8211; platzt letzte Nacht eine Meldung, wie ich sie noch nicht gesehen habe in der deutschen Wirtschaft &#8211; ich rede nicht von Politikerinnen, betone ich. Auch nicht von j\u00fcngen M\u00fcttern, die werden sogar manchmal in der Wirtschaft abgeheuert &#8211; aber nur wenn die <strong>Personalnot gro\u00df<\/strong> ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im siebten Monat zum CEO\u00a0aufsteigen<\/strong><\/p>\n<p>Das amerikanische Internet-Unternehmen Yahoo wirbt die Managerin <strong>Marissa Mayer<\/strong> von Google ab, als neue Chefin. Mit einer ganz besonderen Eigenheit: Die 37-J\u00e4hrige ist <strong>schwanger<\/strong>, und zwar im siebten Monat. Jeder kann\u00b4s sehen und bald ist es auch schon soweit mit der Niederkunft. Im Oktober soll sie einen kleinen Jungen zur Welt bringen. Die Frau mit der Google-Personalnummer 20 &#8211; wie turi2 &#8211; zu berichten wei\u00df, hat einen Ingenieursabschlu\u00df und war lange f\u00fcr die Google-Suchmaschine verantwortlich und wird nun bei Yahoo die <strong>f\u00fcnfte Chefin in f\u00fcnf Jahren<\/strong> sein. <a href=\"http:\/\/www.turi2.de\/2012\/07\/17\/heute2-google-managerin-marissa-mayer-neue-yahoo-chefin-14127297\/\">http:\/\/www.turi2.de\/2012\/07\/17\/heute2-google-managerin-marissa-mayer-neue-yahoo-chefin-14127297\/<\/a><\/p>\n<p>Das w\u00e4re in Deutschland nach allem, was ich gesehen und berichtet bekam, undenkbar. Im Gegenteil, nicht mal auf niedrigeren Hierarchieebenen wird Schwangerschaft verziehen: Frauen, die in Banken schwanger werden, bekommen schon mal ihre Bef\u00f6rderung r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht.\u00a0Ansonsten haben sie sich damit selbst auf die Nicht-Bef\u00f6rderbaren-Liste katapultiert &#8211; und \u00fcberlassen die Karriereleiter den Frauen, die sich nicht reproduzieren und das ist &#8211; nach Lesart mancher Demografen &#8211; ohnehin jede zweite Frau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frauen behindern gerne andere Frauen in ihrer Karriere<\/strong><\/p>\n<p>Und, was es da noch zu erg\u00e4nzen gibt: im Berufsalltag sind es nicht mal unbedingt die M\u00e4nner, sondern gerade die Frauen, die es Schwangeren und M\u00fcttern schwer machen. <strong>Aus welchen niedrigen Motiven auch immer<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss ja doch nochmal auf die Idee zur\u00fcck kommen, die ausgerechnet aus der CSU vor knapp zwei Jahren kam: die Forderung nach einer Einf\u00fchrung einer M\u00fctterquote. 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