{"id":644455,"date":"2012-06-21T22:59:24","date_gmt":"2012-06-21T20:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=644455"},"modified":"2012-06-21T23:00:44","modified_gmt":"2012-06-21T21:00:44","slug":"wenn-working-mom-sich-taglich-vierteilt-ein-gastbeitrag-von-management-coach-johannes-schmeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/06\/21\/wenn-working-mom-sich-taglich-vierteilt-ein-gastbeitrag-von-management-coach-johannes-schmeer\/","title":{"rendered":"Wenn Working Mom sich t\u00e4glich vierteilt. Ein Gastbeitrag von Management-Coach Johannes Schmeer"},"content":{"rendered":"<div id=\"divBdy\">\n<div>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\"><strong>Frauen in F\u00fchrungspositionen wollen es allen recht machen &#8211; nur sich selbst nicht<br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Mehr Frauen sollen in F\u00fchrungspositionen kommen, konzediert \u2013 aber wie geht&#8217;s denn denen, die schon drin sind? Den Frauen, denen jeden Tag droht, gevierteilt zu werden. Zwischen den Anforderungen und W\u00fcnschen des Unternehmens, des Partners, der Kids und vielleicht auch noch &#8211; wie verwegen &#8211; den eigenen? <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Im Alltag k\u00e4mpfen diese Frauen jeden Tag aufs neue: Heldenhaft, mit meist gro\u00dfem Gewinn \u2013 aber sie merken eben auch, wie hoch der Preis ist, den sie dabei zahlen. Und weil sie diesen Preis auf Dauer nicht zahlen wollen, kommen sie zu mir ins Coaching mit der Standardfrage: \u201eWie schaffe ich es, meine verschiedenen Lebensbereiche besser unter einen Hut zu bekommen? Ohne dass es mir an die Substanz geht und ich mich auf k\u00f6rperlicher, mentaler und emotionaler Ebene so ersch\u00f6pfe?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_644528\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/Johannes_Schmeer2-Kopie-.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-644528\" class=\"size-medium wp-image-644528\" title=\"Johannes_Schmeer2 Kopie\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/Johannes_Schmeer2-Kopie--200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/Johannes_Schmeer2-Kopie--200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/06\/Johannes_Schmeer2-Kopie-.jpg 427w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-644528\" class=\"wp-caption-text\">Management-Coach Johannes Schmeer aus M\u00fcnchen<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Vier Hebel haben sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert, die f\u00fcr diese Frauen die effektivsten und nachhaltigsten Verbesserungen gebracht haben. <\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Auf den ersten Blick mag verbl\u00fcffend sein, dass alle vier Hebel an derselben Stelle ansetzen: n\u00e4mlich ganz innen, an der eigenen Einstellung, den Haltungen und Glaubenss\u00e4tzen. Auf den zweiten Blick aber ist das wenig \u00fcberraschend \u2013 sind doch gerade diese Multitasking-Frauen ohnehin schon Weltmeister in Sachen Organisation und halten locker zehn B\u00e4lle gleichzeitig in der Luft. Im \u201eAu\u00dfen\u201c gibt es da selten noch etwas zu optimieren. Der Nutzen im \u201eInnen\u201c ist ungleich h\u00f6her.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hebel Nummer 1: Setzen Sie sich selbst an die erste Stelle, nicht die anderen<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hinter jeder Vorstandsfrau, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin oder Bereichsleiterin steht eben zuallererst eine Frau, mit aller sozialer Pr\u00e4gung und Erziehung, die sie so mitbekommen hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Meine Erfahrung: auch im 21. Jahrhundert hei\u00dft das noch bei vielen Frauen, es zuerst immer den anderen recht machen zu m\u00fcssen, f\u00fcr sie da sein zu m\u00fcssen und nicht das Recht zu haben, an die eigenen Bed\u00fcrfnisse und Belange zu denken. Die Firma, die Kinder, der Partner \u2013 sie alle kommen als erste dran. Und weil dann halt keine Zeit mehr \u00fcbrig bleibt vom langen Arbeitstag, bleibt f\u00fcr die ausgepowerte Powerfrau selbst eben nur noch \u00fcbrig: nichts.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Das Dauer-Schlechte-Gewissen<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Der Kopf meiner Klientinnen wei\u00df genau, wie unzeitgem\u00e4\u00df diese Einstellung ist, aber das Programm will einfach nicht aus dem Kopf. Die Folge: sie werden zwar allen anderen mehr oder weniger gerecht, haben aber trotzdem immer ein schlechtes Gewissen, weil es bei jedem ja auch noch mehr an Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hilfreich ist f\u00fcr viele, sich hier eine Logik bewusst zu machen und zu verinnerlichen, die die meisten von ihrer regelm\u00e4\u00dfigen Fliegerei im Grunde in- und auswendig kennen: Wie sagt die Stewardess so sch\u00f6n bei den obligatorischen Sicherheitseinweisungen vor dem Flug? \u201eIm unwahrscheinlichen Fall eines Druckverlustes fallen Sauerstoffmasken aus der Decke. Ziehen Sie diese zu Mund und Nase und&#8230;\u201c &#8211; jetzt kommt&#8217;s! &#8211; \u201ehelfen dann mitreisenden Kindern!\u201c Zuerst ich! Danach Du! Es muss so sein, alles andere w\u00e4re schlichtweg t\u00f6richt <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Meinen Coachees wird klar: sie haben nicht nur das Recht f\u00fcr sich an erster Stelle zu sorgen, sondern sogar die Pflicht. \u00a0F\u00fcr viele eine echte Erleichterung, das zu erkennen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hebel Nummer 2: Was auch immer du tust, tue es so, dass es Dir gut tut<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Dieser Satz ist f\u00fcr die einen unerh\u00f6rt, f\u00fcr die anderen unverst\u00e4ndlich. \u201eMir gut tun, bei dem was ich tue? Wie soll das gehen?\u201c Erstmal ist diese Leitlinie die zwangsl\u00e4ufige und schlichte Konsequenz aus der Tatsache, dass im normalen Alltag einer Unternehmens- und Familienmanagerin meist kaum Zeit bleibt f\u00fcr viel Sport, Wellness oder B\u00fccher lesen. Kurz: die Zeit f\u00fcr Regeneration fehlt oder ist \u00e4u\u00dferst knapp bemessen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Gerade deswegen hei\u00dft es f\u00fcr diese Frauen, 18 Stunden am Tag, bei allem was sie leisten, zu pr\u00fcfen, ob sie das, was sie gerade tun, auch so machen, wie es sich f\u00fcr sie gut, stimmig und hilfreich anf\u00fchlt. Etwas blumig ausgedr\u00fcckt, lohnt sich die fortlaufende Frage: \u201eN\u00e4hrt es mich, wie ich handle, oder zehrt es mich aus?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">\u00a0<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\"><strong>Beispiel<\/strong>: Working Mom spielt mit ihren Kids ein halbes St\u00fcndchen am Abend \u2013 ist in Gedanken aber noch beim Meeting des Nachmittags oder schon bei der Pr\u00e4sentation des Folgetages. Das zehrt aus. Je besser Frau lernt, mit ihrer Aufmerksamkeit bei dem zu sein, was sie tut, wird sie feststellen, dass es ihr gut tut und sie n\u00e4hrt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\"><strong>Beispiel<\/strong>: Sie b\u00fcffelt alleine \u00fcber einer Ausarbeitung f\u00fcr den Aufsichtsrat, die Ideen gehen aus, immer mehr r\u00fchren sich Druck und innerer Zwang, es aber jetzt unbedingt noch fertig bringen zu m\u00fcssen. Das zehrt aus. Besser w\u00e4re es vermutlich, sich auf 20 Minuten mit einem Kollegen oder einer Kollegin zum Brainstorming zu treffen und mit frischem Wind die neuen Impulse dann einzuarbeiten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\"><strong>Beispiel<\/strong> &#8211; scheinbar zu banal, wahrscheinlich aber das beste \u00fcberhaupt: Frau sitzt an Vorgang X, ist gestresst, zwingt sich einmal mehr zur Weiterarbeit und bemerkt nicht, wie sie seit einer halben Stunde die Luft anh\u00e4lt (typisch f\u00fcr solche Situationen) und ihre Haltung sie peu a peu am ganzen K\u00f6rper verspannen l\u00e4sst. Das zehrt aus. Nahrhaft ist hier w\u00e4hrend des Arbeitens: Bewusst atmen und eine wohltuende K\u00f6rperhaltung einzunehmen, zum Beispiel \u00f6fter auch mal am Stehpult.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Weshalb ist dieser Hebel auch eher dem \u201eInnen\u201c zuzurechnen, als dem \u201eAu\u00dfen\u201c, wo es hier doch scheinbar um konkrete Verhaltenstipps geht? Tats\u00e4chlich steht das Verhalten erst an zweiter Stelle; es ist die Folge von Schritt Eins. Der Bewusstheit f\u00fcr sich selbst. Daf\u00fcr braucht es Aufmerksamkeit und Zugang zu den eigenen Gedanken, Emotionen und K\u00f6rperempfindungen. Ist diese Verbindung nach innen nicht gegeben, sind alle Verhaltenstipps obsolet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hebel 3: Lernen Sie als erstes, was Sie in allen Lebensbereichen f\u00fcr sich nutzen k\u00f6nnen<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Soll sich Working Mom eine noch effektivere Priorisierung der to do&#8217;s aneignen? Sicher nicht schlecht, kommt aber fast ausschlie\u00dflich dem Unternehmen zugute. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Soll sie sich von Freundinnen weitere 30 Rezepte f\u00fcr die schnelle K\u00fcche besorgen? Auch gut \u2013 nutzt aber ausschlie\u00dflich der Familie. Vielleicht einen Ratgeber f\u00fcr Paarbeziehungen von Doppelverdienern lesen? Wer&#8217;s mag. Hilft aber h\u00f6chstens der Paarbeziehung \u2013 wenn \u00fcberhaupt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">In all den Jahren ist mir beim Coaching dieser Mangerinnen aber eins immer wieder begegnet, was viele von ihnen lernen wollten \u2013 und was sie in allen Lebensbereichen bestens gebrauchen konnten. Die F\u00e4higkeit n\u00e4mlich, mit gutem Gef\u00fchl \u201eNein!\u201c sagen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">&#8222;80 Prozent gen\u00fcgen&#8220;<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Auch hier ist zuerst die innere Arbeit angesagt. Denn der ber\u00fchmte Antreiber \u201eMach&#8217;s mir recht!\u201c blockiert die meisten beim klaren Nein und l\u00e4sst eher ein \u201eGeht&#8217;s vielleicht auch ein wenig sp\u00e4ter?\u201c daraus werden \u2013 und damit eben doch ein Ja. Auch der Antreiber \u201eSei perfekt!\u201c (und das allem und allen gegen\u00fcber) steht klaren Neins regelm\u00e4\u00dfig im Weg. Wie meine Coachees diese hinderlichen S\u00e4tze in neue und wohltuende umformulieren, muss immer jede selbst herausfinden. Beispielweise hei\u00dfen die Erlaubnisse, die dann anstelle der alten Programme treten: \u201eIch darf es mir selbst recht machen!\u201c \u201eIch darf an mich denken!\u201c oder \u201eIch erlaube mir, Fehler zu machen!\u201c und \u201e80 Prozent gen\u00fcgen!\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Hebel Nummer 4: Lernen Sie, sich selbst zu lieben..<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Nein, wir sind hier nicht im Esoterikseminar oder im Sonntagsgottesdienst. Ich rede hier von dem Kerndefizit meiner Coachees \u2013 und in diesem Fall ganz sicher nicht nur der weiblichen. Aber wer in der Coachingpraxis gelernt hat, hinter die Kulissen seiner Klientinnen zu sehen und Zwischent\u00f6ne heraus zuh\u00f6ren, der wei\u00df, dass mit diesem Thema der Kern von allem getroffen wird, womit Frau sich im Wege steht. Die allermeisten zumindest.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Der Psychologe Alfred Adler hat schon vor Jahrzehnten uns Menschen mit Druckfedern verglichen: In jungen Jahren als Kids, werden wir gedr\u00fcckt, bekommen tausende abwertender, negativer Botschaften zu h\u00f6ren, die allesamt bestens geeignet sind, unser Selbstwertgef\u00fchl klein und kleiner werden zu lassen. Die einen laufen ihr Leben lang mit einem gebrochenen Gef\u00fchl von Minderwert durch&#8217;s Leben, bringen es beruflich nur selten weit. Die Power-Managerinnen, die mir aber in den Coachings regelm\u00e4\u00dfig gegen\u00fcber sitzen, haben unbewusst die Alternative gew\u00e4hlt, wie sie auf diese Abwertungen reagieren: durch Geltungsdrang. Je mehr sie gedr\u00fcckt wurden, umso gr\u00f6\u00dfer ist der Antrieb, es jetzt allen zeigen und beweisen zu wollen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Wie sich Frauen selbst im Weg stehen<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Da m\u00f6gen Papa und Mama, die vor -zig Jahren dem kleinen M\u00e4dchen solche S\u00e4tze gesagt haben, l\u00e4ngst tot sein, die Wirkung ihrer Botschaften ist ungebrochen. Frauen sind schlie\u00dflich im Kern nichts anderes als alt gewordene M\u00e4dchen. Und wenn es das erwachsene Hirn auch 100 mal nicht einsehen mag: Das Bed\u00fcrfnis nach Liebe und Best\u00e4tigung des Selbstwertes ist ungebrochen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Woher aber nehmen und nicht stehlen? Egal, wie viel Frau leistet, es ist ihr immer zu wenig. \u201eMehr vom selben\u201c kann deshalb nicht die L\u00f6sung sein. Und damit ist der Kern erreicht, der Punkt, wo alle (wie gesagt: M\u00e4nner nicht weniger als Frauen) am besten dazu lernen sollten: Eine uneingeschr\u00e4nkt positiven Haltung sich selbst gegen\u00fcber. Ein klares und unzweideutiges \u201eJa!\u201c zu sich. Ohne Wenn und Aber. Vor allem aber: ohne Leistung. Einfach so. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;font-size: small\"><span style=\"color: #1f497d;font-family: Calibri,sans-serif;font-size: medium\">Welche Working Mom wieder neu lernt \u2013 und erfahrungsgem\u00e4\u00df dauert dieser Lernprozess Jahre \u2013 sich selbst gegen\u00fcber das gleiche Gef\u00fchl zu entwickeln, wie sie es etwa ihren eigenen Kindern entgegen bringt, die hat gewonnen. Sie wird n\u00e4mlich frei von vielen, vielen Antreibern und Blockaden. Frei im Denken, im Entscheiden und im Handeln.<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen in F\u00fchrungspositionen wollen es allen recht machen &#8211; nur sich selbst nicht \u00a0 Mehr Frauen sollen in F\u00fchrungspositionen kommen, konzediert \u2013 aber wie geht&#8217;s denn denen, die schon drin sind? 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