{"id":643516,"date":"2012-03-21T02:03:16","date_gmt":"2012-03-21T01:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=643516"},"modified":"2012-03-21T02:04:06","modified_gmt":"2012-03-21T01:04:06","slug":"manager-im-dornroschenschlaf-war-das-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/03\/21\/manager-im-dornroschenschlaf-war-das-was\/","title":{"rendered":"Manager im Dornr\u00f6schenschlaf: &#8222;War das was?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: &#8222;Auch im Jahre 2011 ist es den F\u00fchrungskr\u00e4ften in Deutschland nicht gelungen, ihre Mitarbeiter mitzunehmen&#8220; Ins Stammbuch schreibt den deutschen Managern diese Bankrotterkl\u00e4rung das Beratungsunternehmen Gallup in seinem allj\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlichenten Engagement Index 2011.<\/p>\n<p>Was um Himmels willen denken die F\u00fchrungs-Kr\u00e4fte, was ihre Aufgabe ist? Warum nehmen sie diese Jobs an, wenn ihnen die Leute, die sie f\u00fchren sollen, wurschtegal sind? Und umgekehrt, mit wieviel Nichtbeachtung, Missachtung, Respektlosigkeit, Unh\u00f6flichkeit oder gar Grobheit m\u00fcssen sie zu Werke gehen, wenn Gallup auf ein ersch\u00fctterndes Resultat wie dieses kommt: &#8222;Einzig 14 Prozent der Angestellten verf\u00fcgen \u00fcber eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und sind bereit, sich freiwillig f\u00fcr dessen Ziele einzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Branche entscheidet \u00fcber den Verdienst<\/strong><\/p>\n<p>23 Prozent der Besch\u00e4ftigten haben innerlich gek\u00fcndigt, 63 Prozent machen Dienst nach Vorschrift und spulen nur das Pflichtprogramm ab. Dabei: Zwar f\u00fchlen sich 42 Prozent unterbezahlt, doch immerhin 58 Prozent meinen das nicht. Gemessen daran, dass man je nach Branche f\u00fcr ein und denselben Job das einfache oder dreifache am Monatsende auf seinem Konto findet, ist auch diese Aussage verstehbar. Manche bekommen seit zehn Jahren keinen Schnaps drauf und m\u00fcssen sich obendrein Weihnachtsgeldk\u00fcrzungen gefallen lassen &#8211; sie verdienen also angesichts der Inflation definitiv weniger als noch vor zehn Jahren und -, andere dagegen haben da mehr Gl\u00fcck mit ihrer Branche.\u00a0 <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/10\/17\/139000-euro-verdienen-leitende-angestellte-der-ersten-ebene-im-schnitt\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/10\/17\/139000-euro-verdienen-leitende-angestellte-der-ersten-ebene-im-schnitt\/<\/a>f\u00fcr leitende Angestellte der ersten Ebene sowie <a href=\"http:\/\/https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/09\/25\/arme-oder-reiche-gmbh-chefs-je-nach-branche\/\">https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/09\/25\/arme-oder-reiche-gmbh-chefs-je-nach-branche\/<\/a>\u00a0 f\u00fcr GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sind das f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte, die nicht erkenne, dass sie es sind, die das Arbeitsumfeld pr\u00e4gen und gestalten<\/strong><\/p>\n<p>Doch der messerscharfe Schluss des Gallup-Beraters Marco Nink ist: &#8222;F\u00fchrungskr\u00e4fte sind diejenigen, die in der Verantwortung stehen, da sie es sind, die das Arbeitsumfeld durch ihr F\u00fchrungsverhalten pr\u00e4gen und gestalten.&#8220; Denen scheint nicht klar zu sein, das es auf ihr Konto geht, wenn Mitarbeiter &#8222;weniger Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft&#8220; an den Tag legen. Oder diese Eigenschaften lieber in ihren Clubs und Vereinen zum Tragen kommen lassen als bei ihrer Company. Doch so lange solche Sch\u00e4den auch nur f\u00fcr die deutsche Gesamtwirtschaft ausgerechnet werden und sich in Milliarden ausdr\u00fccken, f\u00fchlt sich der einzelne Manager noch lange nicht angesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was die Gallup-Ergebnisse untermauert: Befragte man die sehr loyalen Arbeitnehmer, ob sie in den letzten sieben Tagen f\u00fcr gute Arbeit Anerkennung und Lob bekommen h\u00e4tten, stimmten 79 Prozent zu &#8211; gegen\u00fcber nur vier Prozent derjenigen, die innerlich gek\u00fcndigt haben. Noch Fragen?<\/p>\n<p><strong>Wie kalt kann es noch werden?<\/strong><\/p>\n<p>Und dann wird es auch noch regelrecht menschenverachtend. Nur f\u00fcnf Prozent der Arbeitnehmer ohne Loyalit\u00e4t zu ihrer Firma denken, dass sich bei der Arbeit jemand f\u00fcr sie als Mensch interessiert. Bei denjenigen, die mit ganzem Herzen dabei sind, sind es 93 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das deckt sich mit den Erz\u00e4hlungen, die inzwischen \u00fcber die Arbeitgeber herauskommen, die jahrzehntelang als wahnsinnig gro\u00dfz\u00fcgig galten und wo man sein Leben lang blieb. Da berichten Angestellte, die dort seit \u00fcber 20 Jahren erfolgreich t\u00e4tig sind, wie sie step by step immer weiter ver\u00e4rgert werden, fast planm\u00e4ssig &#8211; und wo am Ende das Wort Teamgeist oder Kollege reine Worth\u00fclsen f\u00fcr die Reklamebrosch\u00fcren und Stellenanzeigen sind. Aber nicht gelebt werden. Wo ein Mitarbeiter, der wegen einer Operation sechs Wochen ausf\u00e4llt, kein einziges Mal gefargt werden, wie\u00b4s denn so geht &#8211; weder von der personalabteilung noch unter Kollegen -, sondern nur daf\u00fcr gehasst werden, dass sie fehlen. Daf\u00fcr dass die anderen deren Arbeit miterledigen m\u00fcssen. Diejenigen, die selbst seit Jahren immer arbeitsverdichteter sind und deren Gesundheit auch l\u00e4ngst leidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder umgekehrt. Macht sich ein Unternehmenslenker die M\u00fche, eine Mitarbeiterbefragung zu veranstalten und verk\u00fcndet denn nach einigen Monaten der Belegschaft die &#8211; zugegebenermassen \u00fcblen &#8211; Ergebnisse, so sprich eins B\u00e4nde: Wenn bei dieser Verk\u00fcndung zwar der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in die B\u00fctt geht, aber weit und breit kein einziger Abteilungsleiter oder Mittelmanager sich blicken l\u00e4sst und sich der Sache stellt. Raten Sie mal, was das f\u00fcr ein Signal an die Mitarbbeiter ist?<\/p>\n<p>Richtig: Erstens sind sie den direkten Vorgesetzen egal und zweitens f\u00fchlt er sich nicht im Geringsten verantwortlich oder sieht sich in der Pflicht gegen\u00fcber den Angestellten, die er f\u00fchren soll. Und wenn dieser Missstand der obersten Heeresleitung nicht mal auff\u00e4llt und sie sich demzufolge auch keine Gedanken macht \u00fcber das Warum &#8211; dann besteht wenig Hoffnung auf Besserung.<\/p>\n<p>Dann sollte sich die oberste Heeresleitung mal fragen, ob sie den Mittelmanagern denn tats\u00e4chlich irgendwelche Instrumente zum F\u00fchren an die Hand gegeben hat. Nur wer tats\u00e4chlich gar keine angemessenen wie n\u00f6tigen Handlungsm\u00f6glichkeiten hat, wagt solch eine Demonstration. Egal ob unbewusst oder bewusst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vcGx1c29uZS5nb29nbGUuY29tL18vKzEvZmFzdGJ1dHRvbj91cmw9aHR0cCUzQSUyRiUyRnd3dy53ZWx0LmRlJTJGd2lydHNjaGFmdCUyRmFydGljbGUxMzkzMjUyMSUyRkplZGVyLXZpZXJ0ZS1BcmJlaXRuZWhtZXItaGF0LWlubmVybGljaC1nZWt1ZW5kaWd0Lmh0bWwmYW1wO3NpemU9bWVkaXVtJmFtcDtjb3VudD10cnVlJmFtcDtobD1kZSZhbXA7anNoPW0lM0IlMkZfJTJGYXBwcy1zdGF0aWMlMkZfJTJGanMlMkZnYXBpJTJGX19mZWF0dXJlc19fJTJGcnQlM0RqJTJGdmVyJTNEOWpmMUdhZ01PNzAuZGUuJTJGc3YlM0QxJTJGYW0lM0QhYnJONlg3NS1adS1JRFJZUGVBJTJGZCUzRDEjaWQ9STFfMTMzMjI3MTIwODgzMiZhbXA7cGFyZW50PWh0dHAlM0ElMkYlMkZ3d3cud2VsdC5kZSZhbXA7cnBjdG9rZW49OTA2MjQyMjk1JmFtcDtfbWV0aG9kcz1vblBsdXNPbmUlMkNfcmVhZHklMkNfY2xvc2UlMkNfb3BlbiUyQ19yZXNpemVNZSUyQ19yZW5kZXJzdGFydCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIG1hcmdpbndpZHRoPSIwIiBtYXJnaW5oZWlnaHQ9IjAiIHNjcm9sbGluZz0ibm8iIHdpZHRoPSIxMDAlIiBoZWlnaHQ9IjI0MCI+PC9pZnJhbWU+\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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