{"id":643403,"date":"2012-03-13T01:00:43","date_gmt":"2012-03-13T00:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=643403"},"modified":"2012-03-13T09:31:05","modified_gmt":"2012-03-13T08:31:05","slug":"ein-teller-senfrostbraten-mit-manager-marken-agenturchef-frank-dopheide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/03\/13\/ein-teller-senfrostbraten-mit-manager-marken-agenturchef-frank-dopheide\/","title":{"rendered":"Ein Teller Senfrostbraten mit Manager-Marken-Agenturchef Frank Dopheide"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp mceIEcenter\"><strong>Warum die Autoindustrie wegen der drohenden Chefinnen-Invasion gleich doppelt verunsichert ist.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mceTemp mceIEcenter\">\n<div id=\"attachment_643406\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/dopheide1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-643406\" class=\"size-medium wp-image-643406\" title=\"dopheide\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/dopheide1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/dopheide1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/dopheide1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/dopheide1.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-643406\" class=\"wp-caption-text\">Frank Dopheide, Deutsche Markenarbeit<\/p><\/div>\n<p>Frank Dopheide ist Inhaber der Agentur Deutsche Markenarbeit, der aus Managern Marken macht. Und er ist Ex-Chef der Werbegagentur Grey, der urspr\u00fcnglich als Sportlehrer gestartet war, ehe er doch lieber Werbetexter wurde &#8211; und zum Gl\u00fcck offenbar auf wirklich flexible Menschen traf, die diesen eingesprungenen Rittberger zuliessen. Was sonst hierzulande eigentlich so gut wie unm\u00f6glich ist<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dopheide hatte als Location das &#8222;Zin Zin&#8220; an der K\u00f6nigsallee 59 in D\u00fcsseldorf vorgeschlagen, ich kannte es noch nicht und verlief mich prompt. Der relativ neue Design-Laden neben dem Interconti auf der stillen Seite der K\u00f6 war mir noch nicht aufgefallen und suchte ihn erst mal &#8211; vergeblich &#8211; zwischen den schnieken L\u00e4den gegen\u00fcber. Um Dopheide irgendwann entnervt anzurufen und nachzufragen.<\/p>\n<p><strong>Politisch korrektes Mineralwasser<\/strong><\/p>\n<p>Als Getr\u00e4nk gab\u00b4s &#8211; politisch und gesundheitstechnisch am korrektesten &#8211; Mineralwasser, zum Gl\u00fcck mit Bubbles. Und dann erz\u00e4hlte der patriotische D\u00fcsseldorfer: Dass er auch schon die ersten Karrierefrauen ber\u00e4t, wie sie mit seiner Hilfe zu Manager-Marken werden. Und dass er Frauen in mindestens einem Punkt nicht versteht: &#8222;M\u00e4nner haben kein Problem, ihre Waffen einzusetzen. Die Frauen aber schon und die machen sich damit selbst wehrlos.&#8220; Wenn\u00b4s denn so ist, hat er recht. Aber es gibt ja durchaus Frauen, die ganz kr\u00e4ftig Z\u00e4hne zeigen und das d\u00fcrften diejenigen sein, die heute als Feigenbl\u00e4tter der gro\u00dfen Unternehmen mit am Herren-Vorstandstisch sitzen d\u00fcrfen. Mit welchem Ressort? &#8222;Ganz einfach: Eins, mit dem sie nicht im Weg rumstehen.&#8220;\u00a0\u00a0 Am besten ein neu erfundenes. Kultur oder so. Ich hatte aufs Personalressort getippt, aber das m\u00fcsste man ja zumeist erst mal frei r\u00e4umen. Keine gute Idee aus M\u00e4nner-Sicht. Also streben die ersten wie Daimler oder BMW vorneweg die schmerzfreieste Methode an: und stocken die Vorst\u00e4nde einfach um neue Ressorts auf.<\/p>\n<p><strong>Frauen als Dienstwagen-Fahrerinnen<\/strong><\/p>\n<p>Und apropos Autobauer: &#8222;Die Automobilindustrie ist doppelt verunsichert&#8220; erz\u00e4hlt Dopheide, w\u00e4hrend er seinen D\u00fcsseldorfer Senfrostbraten von dem modischen wei\u00dfen Teller isst. Was \u00fcbrigens gar nicht so leicht ist: Das gestylte Besteck mag nett aussehen, ist in der Handhabung aber unpraktisch und die Gabel rast prompt zu Boden, als ich sie an den Tellerrand lege, um mir Notizen \u00fcber das Gespr\u00e4ch zu machen. Warum das Restaurant allerdings fast komplett leer ist, k\u00f6nnen wir uns nicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zur Verunsicherung der Autohersteller: &#8222;Sie wissen nicht, was die Frauen von den Autos wollen, die sie als Dienstwagen bekommen &#8211; wenn sie denn nun da ankommen, wo man diese Insignien der Macht braucht.&#8220; Welche Ausstattung des Autos sie haben wollen, welches Extras undsoweiter. Mein Verdacht: Das Hausfrauen-rot als Lieblingsfrabe wird es nicht sein. Und manche Frau wird vielleicht gar Understatement zur Schau stellen wollen und mit einem Smart vorfahren, was sicher keinem m\u00e4nnlichen Vorstand in den Sinn k\u00e4me.<\/p>\n<p><strong>Individualit\u00e4t? Nein, danke &#8211; nicht in Konzernen<\/strong><\/p>\n<p>Bei M\u00e4nnern scheint dieses Problem, nicht, oder fast nicht zu existieren. Dopheide erz\u00e4hlt von der Uniformit\u00e4tsregelung in einem Konzern, dessen Vorst\u00e4nde ausnahmslos schwarze Audis A8 fahren. Und fahren sollen. Nur einer wagte es k\u00fcrzlich, sich wegen dieser ehernen Regel auf die Hinterbeine zu stellen. Den Audi A8 wollte er partout nicht, weil die Kindersitze irgendwie nicht optimal darin zu installieren seien. Das gab einen Riesenknatsch, grinst Dopheide. Auch wenn sich der Familienvater am Ende gegen die Konzernregel durchsetzte. Jetzt kennt ihn die gesamte Belegschaft &#8211; als den mit dem Extrawunsch.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_643404\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/senfrostbranten.dopheide.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-643404\" class=\"size-medium wp-image-643404\" title=\"senfrostbranten.dopheide\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/senfrostbranten.dopheide-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/senfrostbranten.dopheide-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/senfrostbranten.dopheide-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/03\/senfrostbranten.dopheide.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-643404\" class=\"wp-caption-text\">D\u00fcsseldorfer Senfrostbraten<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum die Autoindustrie wegen der drohenden Chefinnen-Invasion gleich doppelt verunsichert ist. 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