{"id":643239,"date":"2012-02-26T21:20:08","date_gmt":"2012-02-26T20:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=643239"},"modified":"2012-02-26T21:20:08","modified_gmt":"2012-02-26T20:20:08","slug":"warum-langjahrige-mitarbeiter-plotzlich-kriminell-werden-und-woran-vorgesetzte-es-erkennen-konnen-gastbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/02\/26\/warum-langjahrige-mitarbeiter-plotzlich-kriminell-werden-und-woran-vorgesetzte-es-erkennen-konnen-gastbeitrag\/","title":{"rendered":"Warum langj\u00e4hrige Mitarbeiter pl\u00f6tzlich kriminell werden &#8211; und woran Vorgesetzte es erkennen k\u00f6nnen (Gastbeitrag)"},"content":{"rendered":"<p>Peter Birner *, ist Leiter Ermittlungen bei der Sicherheits-Unternehmensberatung Corporate Trust in M\u00fcnchen <a href=\"http:\/\/corporate-trust.de\/index.php\/de\/unternehmen\/management\/peter-birner\">http:\/\/corporate-trust.de\/index.php\/de\/unternehmen\/management\/peter-birner<\/a>\u00a0 und erkl\u00e4rt, welche fr\u00fchzeitige Warnsignale &#8211; wenn man sie erkennt &#8211; vor Mitarbeiterkriminalit\u00e4t sch\u00fctzen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beinahe t\u00e4glich erscheinen in den Medien Berichte \u00fcber kriminelle Mitarbeiter, die ihre Arbeitgeber gesch\u00e4digt haben. Die Schadenssummen gehen oft in die Millionen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eKassenleiter der Stadt Hauzenberg unterschl\u00e4gt 2.1 Mio. \u20ac innerhalb von 10 Jahren\u201c (Februar 2012)\u00a0 Motiv: Spielsucht<\/p>\n<p>\u201ePensionierter L\u00fcbecker Kassenleiter gesteht Veruntreuung von 500.000,- \u20ac w\u00e4hrend seiner Amtszeit\u201c (Dezember 2011)\u00a0 Motiv: Spielsucht<\/p>\n<p>\u201eBerliner Amtsrat stiehlt in 4 Jahren \u00fcber 264.000,- \u20ac aus dem Tresor der Dienststelle\u201c (Februar 2012)\u00a0 Motiv: exzessiver Lebensstil<\/p>\n<p>\u201eADAC-Mitarbeiter betr\u00fcgt mit Komplizen seinen Arbeitgeber durch Scheinbuchungen um 590.000,- \u20ac\u201c (Oktober 2011)\u00a0 Motiv: \u00dcberschuldung<\/p>\n<p>\u201eSchichtleiter bei Ford vergibt \u00fcber Jahre \u00fcberh\u00f6hte Bauauftr\u00e4ge \u2013 8 Mio. \u20ac Schaden\u201c (Februar 2012)\u00a0 Motiv: unbekannt<\/p>\n<p>\u201eVorstands-Sekret\u00e4rin \u00fcberweist \u00fcber Jahrzehnte hinweg insgesamt ca. 400.000,- \u20ac auf ihr Privatkonto\u201c (Januar 2012) Motiv: Spielsucht<\/p>\n<p>\u201eLagerleiter betreibt schwunghaften Handel mit gestohlenen Waren\u201c (August 2011) Motiv: exzessiver Lebensstil<\/p>\n<p>\u201ePrivatkundenbetreuer r\u00e4umt Konten dutzender Kunden leer und verspekuliert die Gelder bei riskanten B\u00f6rsengesch\u00e4ften\u201c (Januar 2011)\u00a0 Motiv: \u00fcberzogene Zinsversprechen an Kunden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass die T\u00e4ter<strong> fast alle langj\u00e4hrige Mitarbeiter<\/strong> sind. Sie haben profunde Kenntnis der Prozesse, weitreichende Befugnisse und sie geniessen das Vertrauen ihres Arbeitgebers &#8211; und mi\u00dfbrauchen es. Ihre Vorgesetzten stehen vor immer demselben R\u00e4tsel: Wie kommt es dazu, dass vertrauensw\u00fcrdige Mitarbeiter pl\u00f6tzlich kriminell werden und ihre Position ausnutzen, um sich zu bereichern?<\/p>\n<p>Internationale Studien diverser Institutionen wie die Association of Certified Frau Examiners (ACFE)\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.fraudweek.com\/profile-of-a-fraudster.pptx\">http:\/\/www.fraudweek.com\/profile-of-a-fraudster.pptx<\/a>\u00a0 oder der Louisiana State University\u00a0 <a href=\"www.bus.Isu.edu\/accounting\/faculty\/lcrumbley\/fraudster.html \">www.bus.Isu.edu\/accounting\/faculty\/lcrumbley\/fraudster.html <\/a>\u00a0\u00a0 \u00fcber Mitarbeiterkriminalit\u00e4t best\u00e4tigen dieses Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Die Sch\u00e4den steigen jedenfalls rasant: Die Kommission Kreditversicherung im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnete 2011 vor, dass der durchschnittliche Schaden je kriminellen Mitarbeiter, der von einer Vertrauensschadenversicherung abgedeckt war,\u00a0 zwischen 2006 und 2011 von 10.000,- Euro auf 27.600,- Euro im Jahr gestiegen ist. Die Gesamtschadenssumme: 62 Millionen Euro.<br \/>\nDer Vergleich mit der Kriminalstatistik des BKA in Sachen Wirtschaftskriminalit\u00e4t zeigt, dass die Vertrauensschaden-Delikte nur einen kleinen Teil des gro\u00dfen Komplexes Wirtschaftskriminalit\u00e4t mit seinen massiven Auswirkungen auf deutsche Unternehmen ausmachen. Lediglich 35 Prozent der deutschen Unternehmen sind durch eine Vertrauensschaden Police gegen kriminelle Handlungen ihrer Mitarbeiter versichert (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2010, Bundeskriminalamt).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/02\/Birner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-643242\" title=\"Peter Birner, Leiter Investigations bei Corporate Trust\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/02\/Birner-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/02\/Birner-205x300.jpg 205w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/02\/Birner-699x1024.jpg 699w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2012\/02\/Birner.jpg 442w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das Prinzip Fraud Triangle<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Der Wirtschaftskriminologe Donald R. Cressey nannte das Ph\u00e4nomen Fraud Triangle (auf deutsch: Kriminalit\u00e4ts-Risikomodell). Nach Interviews mit \u00fcber 200 Fraud-Straft\u00e4tern entwickelte er die Theorie, unter welchen Voraussetzungen Menschen wirtschaftskriminelle Handlungen begehen:<\/p>\n<p><strong>\u00a01. Gelegenheit<\/strong><\/p>\n<p>Die Gelegenheit beschreibt den Moment, in dem der Mitarbeiter realisiert, dass er eine kriminelle Handlung ohne das Risiko der Entdeckung begehen kann.\u00a0 Hierbei kristallisieren sich die Elemente Prozesskenntniss und Kompetenz heraus.<\/p>\n<p>Profunde Prozesskenntnisse zeigen dem T\u00e4ter Schw\u00e4chen im System auf, welche er f\u00fcr sich selbst nutzen kann. Art und Umfang der Kompetenzen des Mitarbeiters bestimmen, auf welchem Weg erkannte Schw\u00e4chen ausgenutzt werden und in welchem Umfang dies m\u00f6glich ist. Somit sind die m\u00f6glichen Delikte relativ an die individuelle Arbeitsumgebung und Stellung des T\u00e4ters gebunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Folgende Gelegenheits-Situationen sind exemplarisch:<\/p>\n<p>&#8211; Eindeutige und massive Angebote von Dritten (zum Beispiel Incentives und Bestechungsgelder von Lieferanten)<br \/>\n&#8211; Wissen \u00fcber Schw\u00e4chen im internen Kontrollsystem (zum Beispiel fehlendes Vier-Augen-Prinzip, Anh\u00e4ufung von Berechtigungen)<br \/>\n&#8211; Kenntnis oder Ger\u00fcchte \u00fcber kriminelle Handlungen anderer<br \/>\n&#8211; Zuf\u00e4llig erkannte L\u00fccken im System: zum Beispiel durch einen Irrtum erkannt, dem keine Konsequenzen folgten\u00a0 und es droht vors\u00e4tzliche Wiederholung der Tat<\/p>\n<p><strong>2. Druck<\/strong><\/p>\n<p>Meist hat der T\u00e4ter Finanzsorgen, die er unbedingt vor der Allgemeinheit verbergen will. Er sieht in der akuten Situation keine andere M\u00f6glichkeit der L\u00f6sung als die kriminelle Tat.<\/p>\n<p>Besonders anf\u00e4llig f\u00fcr eine solche verborgene Drucksituation sind sogenannte Suchtpers\u00f6nlichkeiten. Viele S\u00fcchte &#8211; Alkohol, Drogen, Prostitution oder Gl\u00fccksspiel etwa, manchmal auch in Kombination\u00a0 &#8211; w\u00fcrden f\u00fcr den Betroffenen bei Bekanntwerden das gesellschaftliche und berufliche Aus bedeuten. Sehr h\u00e4ufig verschweigen Mitarbeiter aus Scham massive Geldprobleme, die aus Trennung, Scheidung, chronischer Krankheit eines Familienmitglieds, Immobilienhypotheken, \u00dcberschuldung durch Konsumverhalten oder Wegfall einer famili\u00e4ren Einkommensquelle entstehen.<\/p>\n<p>Meist glauben die T\u00e4ter, dass sie ihr Problem geheim halten m\u00fcssen, um eine Verschlechterung ihrer Position oder ihrer Status zu vermeiden.<br \/>\nNeben diesen &#8211; stark notgetriebenen &#8211; T\u00e4tern gibt es eine weitere T\u00e4tergruppe, deren Motiv in der Beziehung Mitarbeiter versus Unternehmen zu suchen ist. Ungerecht empfundene Entlohnung, nicht erf\u00fcllte Aufstiegsw\u00fcnsche, \u00dcberarbeitung, fehlende pers\u00f6nliche Anerkennung und Mobbing f\u00f6rdern die Unzufriedenheit und somit die Illoyalit\u00e4t des potentiellen T\u00e4ters.<br \/>\nBei der dritten T\u00e4tergruppe ist das Motiv \u00fcbersteigertes Karrierestreben und somit gesellschaftliche Anerkennung. Die Triebfeder dieses kriminellen Handelns ist dann oft besonders extrovertiertes Verhalten mit gro\u00dfem Wert auf Statussymbole und herausragende berufliche Erfolge.<\/p>\n<p><strong>3. Innere Rechtfertigung<\/strong><br \/>\nDie T\u00e4ter rechtfertigen vor sich selbst ihre Tat vor der Begehung wegen ihrer moralischen Werte in der Erziehung und den zugrunde liegenden sozialen und kulturellen Normen. Untersuchungen zeigen, dass selbst schwere Kapitalverbrechen mit einer inneren Rechtfertigung des T\u00e4ters einhergehen. Hinzukommt: Erstt\u00e4ter wollen sich typischerweise nicht als Kriminelle betrachten, so dass sie eine innere Rechtfertigung in die Lage versetzt, ihr Selbstbild als rechtschaffenes Mitglied der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.<br \/>\nWirtschaftskriminelle m\u00fcssen also eine innere moralische H\u00fcrde \u00fcberwinden. Sie reden ihr eigenes Handeln sch\u00f6n, indem sie die Auswirkungen relativieren und den eigenen Tatbeitrag herunter spielen.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Typische Aussagen, mit denen sich der T\u00e4ter als Opfer stilisiert:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; \u201eDer Konzern macht Millionen und ich muss um jeden Euro Gehaltserh\u00f6hung betteln\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eMein Chef verdient ein Vielfaches von mir und schm\u00fcckt sich mit den Fr\u00fcchten meiner Arbeit\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eDas bisschen tut doch der Firma nicht weh\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eDie anderen machen es doch auch\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eIhr habt mich jahrelang ausgesaugt, jetzt tu ich der Firma mal richtig weh\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eJetzt wo ich sowieso k\u00fcndige, lass ich es nochmal knallen\u201c<br \/>\n&#8211; \u201eDie haben mir so hohe Ziele gesetzt, ich kann sie doch normal gar nicht erreichen\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warnsignale<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Ermittlung von F\u00e4llen der Mitarbeiterkriminalit\u00e4t kristallisieren sich typischerweise Warnsignale heraus, die vor, w\u00e4hrend und nach der Tat Misstrauen erregen sollten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Klassische Warnsignale f\u00fcr das Risiko Mitarbeiterkriminalit\u00e4t sind:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; \u00dcberschuldung des Mitarbeiters (erkennbar an Lohnpf\u00e4ndung)<br \/>\n&#8211; Missverh\u00e4ltnis zwischen Lebensstil und Einkommen bei stark extrovertierter Pers\u00f6nlichkeit<br \/>\n&#8211; Schwere private Krisen des Mitarbeiters, die mit Verlust von sozialen Kontakten einhergehen wie Scheidung, Tod des Partners, schwere Erkrankung undsoweiter.<br \/>\n&#8211; Starker Leistungsabfall mit Symptomen der inneren K\u00fcndigung<br \/>\n&#8211; Desinteresse an Unternehmenszielen, Abwendung von den gelebten Idealen des Unternehmens, Loyalit\u00e4tsverlust<br \/>\n&#8211; Aussagen \u00fcber massive Unzufriedenheit beim Gehalt, Bef\u00f6rderungen, Strukturen in der Abteilung<br \/>\n&#8211; Mitarbeiter ist nie krank, vermeidet Urlaub, \u201el\u00e4sst sich nicht in die Karten sehen\u201c<br \/>\n&#8211; Verweigerung der Einarbeitung von Vertretern, Assistenten etc.<br \/>\n&#8211; Sehr enges, intransparentes Verh\u00e4ltnis zwischen Eink\u00e4ufer und Lieferant\/Kunde<br \/>\n&#8211; Bestehen auf exklusivem Kontakt zu Lieferanten\/Kunden<br \/>\n&#8211; H\u00fcten von \u201eHerrschaftswissen\u201c hinsichtlich Preisabsprachen etc.<br \/>\n&#8211; Konzentration von Macht und Kompetenzen in einer Person<br \/>\n&#8211; Verzicht auf eine Bef\u00f6rderung , die einen Bereichswechsel bedeuten w\u00fcrde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr sich genommen k\u00f6nnen einzelne Warnsignale harmlos und in vielen F\u00e4llen sogar ein Anzeichen f\u00fcr sogenannte High-Performer sein. Im Kontext jedoch mit Elementen aus dem Fraud-Triangle (Gelegenheit, Druck, Rechtfertigung) k\u00f6nnen sie dann pl\u00f6tzlich kritisch werden. In der Regel, so zeigt die Erfahrung, kommen mehrere der beschriebenen Faktoren zusammen, bevor ein Mitarbeiter kriminelle Handlungen begeht. Die Warnsignale m\u00fcssen stets unter Ber\u00fccksichtigung der betrieblichen Realit\u00e4ten und der Pers\u00f6nlichkeit des einzelnen Mitarbeiters beurteilt werden.<br \/>\nDie Beachtung solcher Hinweise ist bereits in der Pr\u00e4vention von strafbaren Handlungen der Mitarbeiter essentiell.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sensibilisierung und Pr\u00e4vention<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fchrungspersonal sollte auf die Erkennung von Warnsignalen geschult werden, um ad\u00e4quat reagieren zu k\u00f6nnen und auch aus F\u00fcrsorgegr\u00fcnden bereits in einem fr\u00fchen Stadium das Gespr\u00e4ch mit dem Mitarbeiter suchen. Hilfsangebote (Schuldnerberatung, Sucht-Ambulanzen, Mitarbeiter-Darlehen undsoweiter) f\u00fcr den betroffenen Mitarbeiter k\u00f6nnen hierbei nicht nur m\u00f6gliche Straftaten verhindern, sondern auch die Loyalit\u00e4t des Mitarbeiters zum Unternehmen st\u00e4rken.<br \/>\nDie Sensibilisierung von F\u00fchrungskr\u00e4ften soll dazu f\u00fchren, Hinweise aus der Belegschaft besser interpretieren zu k\u00f6nnen. Dies ist ein wichtiger Faktor, um Flurfunk und Mobbing von echten Tipps zu unterscheiden, die oft auch unterschwellig oder zwischen den Zeilen genannt werden.<br \/>\nDie enge Zusammenarbeit von Personalabteilung, F\u00fchrungspersonal, interner Revision und Compliance Abteilung bei Vernetzung und Austausch von Informationen sorgt f\u00fcr die fr\u00fchzeitige Erkennung von Warnsignalen.<br \/>\nOrganisatorische \u00c4nderungen und Anpassung von Prozesslinien k\u00f6nnen ebenfalls verhindern, dass Mitarbeiter den Faktor Gelegenheit ausnutzen k\u00f6nnen. Hierzu geh\u00f6rt Rotation auf kritischen Positionen im Finance-Bereich oder Einkauf. Key-Accounting-Positionen k\u00f6nnen redundant besetzt werden, um Geheimabsprachen und Herrschaftswissen zu verhindern. Dann w\u00fcrden bereits in der Einarbeitungsphase des Vertreters Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten auffallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* Peter Birner war bei der SOKO der Mordkommission M\u00fcnchen, leitete sp\u00e4ter die zivile Sicherheit beim Amerikanischen Generalkonsulat in M\u00fcnchen und war dort verantwortlich f\u00fcr Einstellung, Ausbildung und F\u00fchrung der zivilen Sicherheitskr\u00e4fte. Zuletzt leitete er als Prokurist das operative Gesch\u00e4ft eines mittelst\u00e4ndischen Sicherheitsunternehmens mit 500 Mitarbeitern und ist heute Leiter Investigations beim Sicherheits-Unternehmensberater Corporate Trust. http:\/\/www.corporate-trust.de\/index.php\/de\/unternehmen\/management\/peter-birner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Birner *, ist Leiter Ermittlungen bei der Sicherheits-Unternehmensberatung Corporate Trust in M\u00fcnchen http:\/\/corporate-trust.de\/index.php\/de\/unternehmen\/management\/peter-birner\u00a0 und erkl\u00e4rt, welche fr\u00fchzeitige Warnsignale &#8211; wenn man sie erkennt &#8211; vor Mitarbeiterkriminalit\u00e4t sch\u00fctzen k\u00f6nnen: &nbsp; Beinahe t\u00e4glich erscheinen in den Medien Berichte \u00fcber kriminelle Mitarbeiter, &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/02\/26\/warum-langjahrige-mitarbeiter-plotzlich-kriminell-werden-und-woran-vorgesetzte-es-erkennen-konnen-gastbeitrag\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[243,1430,1431,1432],"class_list":["post-643239","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-corporate-trust","tag-mitarbeiterkriminalitat","tag-peter-birner","tag-prinzip-fraud-triangle"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/643239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=643239"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/643239\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=643239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=643239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=643239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}