{"id":642860,"date":"2012-01-05T00:49:54","date_gmt":"2012-01-04T23:49:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=642860"},"modified":"2012-01-09T18:52:24","modified_gmt":"2012-01-09T17:52:24","slug":"mein-facebook-freund-der-cheffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2012\/01\/05\/mein-facebook-freund-der-cheffe\/","title":{"rendered":"Mein Facebook-Freund, der Cheffe"},"content":{"rendered":"<p>H\u00e4tten Sie es gerne, wenn Ihnen Ihr Chef auch noch am Feierabend via Facebook im Nacken sitzt? Und als Freund akzeptiert werden will? Lehnen Sie ab oder lassen ihn unbeachtet, kommt\u00b4s ganz schlecht an. Unh\u00f6flich ist es obendrein. Nehmen Sie ihn an, sind Sie dagegen fortan wie ein offenes Buch f\u00fcr ihn &#8211; wom\u00f6glich rund um die Uhr. Es soll ja auch schon Angestellte gegeben haben die sich morgens vom Arzt krank schreiben liessen und nachmittags auf Facebook verk\u00fcndeten, sie seien jetzt auf Shopping-Tour. Die solltens freilich lieber ganz lassen, solche Vergehen, die im Handumdrehen mit einer fristlosen K\u00fcndigung enden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fest steht eins: Mit turbulenten Party-Fotos ist es dann, wenn der Vorgesetzte mit zuguckt,\u00a0 sp\u00e4testens vorbei.<\/p>\n<p>Und was auch noch passieren kann: Kollegen machen den gemeinsamen Chef auf einer Freundesliste aus &#8211; und wittern quasi einen staatsfeindlichen Akt. Und rechnen dem Betreffenden wom\u00f6glich vor, wie wenige aus dem Kollegenkreis als Chef-Freunden registriert sind. Und dass er dazu geh\u00f6rt. Ganz so, als sei er ein Hochverr\u00e4ter &#8211; und vermutlich verbl\u00fcfft er ihn damit ordentlich.<\/p>\n<p>Doch vor der Unh\u00f6flichkeit einer Facebook-Ausladung schrecken 56 Prozent der Deutschen, die online sind, nicht mal zur\u00fcck, erforschte das Meinungsforschungsinstitut Forsa f\u00fcr den IT-Verband Bitkom bei einer Umfrage unter gut 1000 Internetnutzern. 19 Prozent der Befragten sagten, sie w\u00fcrden den Chef ganz sicher als Freund annehmen. Weitere 19 Prozent tippten, sie t\u00e4ten es wahrscheinlich. Und nur ganze zwei Prozent w\u00fcrden ihrerseits in die Offensive gehen und sich dem Chef via Freundschaftsanfrage offerieren.<\/p>\n<p>Zwischen M\u00e4nnern und Frauen gibts \u00fcbrigens Unterschiede: Beim Ablehnen sind die Frauen mit 63 Prozent deutlich rigoroser als M\u00e4nner mit 50 Prozent.<\/p>\n<p>Tobias Arns, Bitkom-Experte f\u00fcr soziale Netzwerke, urteilt: &#8222;Die meisten Mitarbeiter empfinden Freundschaftsanfragen ihrer Vorgesetzten offenkundig eher als N\u00f6tigung, weniger als besondere Auszeichnung.&#8220; Arbeitgeber sollten die Privatsph\u00e4re ihre Mitarbeiter respektieren.<\/p>\n<p><a href=\" www.bitkom.de\">\u00a0www.bitkom.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1866\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/hankes-boersen-bibliothek\/files\/2011\/10\/twitter.jpg\" alt=\"\" width=\"25\" height=\"30\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4tten Sie es gerne, wenn Ihnen Ihr Chef auch noch am Feierabend via Facebook im Nacken sitzt? 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