{"id":642481,"date":"2011-11-18T02:34:51","date_gmt":"2011-11-18T01:34:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/?p=642481"},"modified":"2011-11-18T02:35:25","modified_gmt":"2011-11-18T01:35:25","slug":"das-vernichtende-zeugnis-der-juristinnen-fur-75-ag%c2%b4s","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/11\/18\/das-vernichtende-zeugnis-der-juristinnen-fur-75-ag%c2%b4s\/","title":{"rendered":"Das vernichtende Zeugnis der Juristinnen \u00fcber die gr\u00f6\u00dften 75 AG\u00b4s"},"content":{"rendered":"<h5>Vor gut zehn Jahren haben sich die gro\u00dfen Unternehmen &#8211; freiwillig &#8211; verpflichtet, Frauen Eintritt zu gew\u00e4hren in die F\u00fchrungsetagen. Freiwillig, wie gesagt. Gebracht hat\u00b4s nichts.Frauen haben\u00b4s nie auf mehr als f\u00fcnf Prozent an den Spitzen der Macht gebracht in Deutschland. Das ist nicht viel &#8211; gemessen daran, dass es sich nicht etwa um eine Minderheit &#8211; sei es Behinderte oder Angeh\u00f6rige einer Glaubensgemeinschaft &#8211; handelt, sondern um ein Geschlecht. Eins von zweien. Also ungef\u00e4hr die halbe Menschheit. Dass man dar\u00fcber im 21.Jahrhundert in Europa noch diskutieren muss, ist alleine schon krdue. Jetzt hat sich der Deutsche Juristinnenbund aus der Deckung gewagt und die 75 wichtigsten b\u00f6rsennoierten AG\u00b4s (Dax 30 sowie 45 Unternehmen aus MDax und TecDax) zur Rechenschaft gezogen via Umfrage auf den Hauptversammlungen.<\/h5>\n<h5>Wie Sie\u00b4s denn so mit Top-Chefinnen halten &#8211; danach haben die Juristinnen ihnen ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Bislang stagniert die Frauenquote in den Vorst\u00e4nden bei drei Prozent. Jetzt ist das Jahr 2011 fast vorbei und obwohl die Frauenquotendiskussion seit Monaten tobt, Frankreich schon die Frauenquote vor Monaten gefixt und EU-Komissarin Viviane Reding das Damokles Schwert l\u00e4ngst gut sichtbar f\u00fcr die Unternehmen aufgeh\u00e4ngt hat, ist innerhalb dieses Jahres fast nichts passiert an der Spitze. Und es kommt noch dicker: Nach der Untersuchung der Juristinnen tendiert auch der Wille zur Besserung gegen Null. Oft wissen die Unternehmen nicht mal, wieviele Frauen sie gerne im Vorstand h\u00e4tten. Nur ein Fernziel gibt es: von 30 Prozent Damenanteil im Vorstand.<\/h5>\n<p>Das alte Vorurteil, Frauen h\u00e4tten in M\u00e4nnerdom\u00e4nen nichts verloren, f\u00fcr m\u00e4nnertypische Berufe fehle ihnen die Qualifikation, lassen die Damen nicht gelten: Auch Juristinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen k\u00f6nnen Unternehmen lenken. Daf\u00fcr fallen mir auf Anhieb zwei Beispiele aus der Praxis ein: Die gro\u00dfe Untersuchung der Commerzbank 2011 \u00fcber F\u00fchrungsverhalten im Mittelstand\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/managementstudie-so-fuehrt-der-mittelstand\/5289686.html\">http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/managementstudie-so-fuehrt-der-mittelstand\/5289686.html\u00a0 <\/a>r\u00e4umt mit dem Vorurteil auf, dass Frauen allenfalls in der Personalabteilung einsetzbar sind.Das andere ist eine lebendige Frau: Die Headhunterin Barbara Hartmann von Heads ist seit Ewigkeiten auf die Branche Automotive, sprich Automobilindustrie abonniert &#8211; und das durchaus sehr erfolgreich.<\/p>\n<p>Das griffige Argument von Juristinnen-Chefin Ramona Pisal: &#8222;Man muss keinen Bart haben, um Rasierklingen verkaufen zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor gut zehn Jahren haben sich die gro\u00dfen Unternehmen &#8211; freiwillig &#8211; verpflichtet, Frauen Eintritt zu gew\u00e4hren in die F\u00fchrungsetagen. 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