{"id":642283,"date":"2011-10-26T00:09:23","date_gmt":"2011-10-25T22:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/management\/?p=642279"},"modified":"2011-10-26T00:09:23","modified_gmt":"2011-10-25T22:09:23","slug":"wenn-mitarbeiterumfragen-die-fluktuationsquote-senken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/10\/26\/wenn-mitarbeiterumfragen-die-fluktuationsquote-senken\/","title":{"rendered":"Wenn Mitarbeiterumfragen die Fluktuationsquote senken"},"content":{"rendered":"<p>Mitarbeiterbefragungen? Welch ein Unfug. Und teuer obendrein. Wirklich? So mancher Unternehmenslenker mag so denken &#8211; und in den vergangenen zehn Entlassungsjahren mag diese Devise auch G\u00fcltigkeit gehabt haben. So wenn sich das Blatt wendet und qualifizierte Mitarbeiter ganz pl\u00f6tzlich wieder erw\u00fcnscht sind und nicht mehr nur noch in Abfindungsverhandlungen gezwungen und aus der Company gedr\u00fcckt werden, sieht das anders aus.<\/p>\n<p>Wenn ganz pl\u00f6tzlich Unternehmen nicht mehr wissen, wie sie ihre Liefervertr\u00e4ge erf\u00fcllen sollen, wo doch das Personal fehlt. Wenn Vertragsstrafen f\u00e4llig werden oder Auftr\u00e4ge durch die Lappen gehen und abgelehnt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dann, ja dann sind Mitarbeiterbefragungen nun doch ein Instrument, das n\u00fctzlich ist &#8211; auch aus Sicht der Unternehmenslenker. Damit sich die Belegschaft ernst genommen f\u00fchlt und die Unternehmenslenker wissen, ob ihre Angestellten diesen Arbeitgeber ihren Verwandten und Freunden empfehlen &#8211; oder eben nicht: Die Managementberatung Kienbaum befragte 160 Personalchefs hierzulande. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Studie: \u00a0In fast allen Betrieben, wo Mitarbeiterbefragungen stattfanden, \u201ewurden auf Basis solcher Mitarbeiterbefragungen Ver\u00e4nderungen angesto\u00dfen, die von den Mitarbeitern im Nachgang auch \u00fcberwiegend positiv bewertet wurden.&#8220;<\/p>\n<p>Des weiteren: 58 Prozent der befragten Personalchefs verzeichneten nach Mitarbeiterbefragungen sinkende Fluktuationsquoten &#8211; weil nach der Umfrage entsprechende Ma\u00dfnahmen ergriffen worden waren. In 56 Prozent der F\u00e4lle besserten sich Arbeitszufriedenheit und Unternehmenskultur.<\/p>\n<p>Mitarbeiter wollen ernst genommen werden. Kienbaum-Berater Jan-Marek Pfau&#8217;s Fazit: \u201eMitarbeiterbefragungen sind ein wirksames Instrument, um organisationale Ver\u00e4nderungen nachhaltiger umzusetzen, denn Ver\u00e4nderungen werden von den Betroffenen relativ h\u00e4ufiger als positiv wahrgenommen, wenn sie sich auf den von der Mitarbeiterschaft artikulierten Wunsch nach Ver\u00e4nderung zur\u00fcckf\u00fchren lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Immerhin f\u00fchren 27 Prozent der befragten 160 Unternehmen alle zwei Jahre eine Mitarbeiterbefragung durch. Jedes dritte h\u00f6rt die Belegschaft sogar j\u00e4hrlich an.<\/p>\n<p>Warum manche Firmen ihre Mitarbeiter nicht befragen? In 34 Prozent dieser F\u00e4lle liegt es an Ressourcenknappheit beziehungsweise daran, dass die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Mitarbeiterbefragungen unwichtig findet (32 Prozent).<\/p>\n<p>Dass die Unternehmensleitung der Dreh- und Angelpunkt ist, empfinden auch diejenigen Personalchefs, wo j\u00e4hrlich eine Mitarbeiterbefragung l\u00e4uft. Kienbaum-Experte Pfau: \u201eDie Entscheidung f\u00fcr eine Mitarbeiterbefragung steht und f\u00e4llt mit der Initiative der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Sie ist h\u00e4ufig Initiator, kann aber auch Grund f\u00fcr ein Scheitern sein.&#8220;<\/p>\n<p>Worum es den Unternehmen geht, wenn sie ihre Leute befragen? 81 Prozent geht es um das Betriebsklima, 67 Prozent geht es um den Grade der Verbundenheit mit ihrem Unternehmen, dem Commitment. An dritter Stelle geht es um das Engagement der Mitarbeiter (44 Prozent), also wie man zu seinem Arbeitgeber steht. Ob die Mitarbeiter gut \u00fcber ihre Firma reden, ob sie ihr \u201emittel- und langfristig verbunden bleiben wollen&#8220; und \u201ebereit sind, sich in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr das Unternehmen einzusetzen&#8220;, so Pfau.<\/p>\n<p>Dieser Punkt wird immer wichtiger, die steigende Zahl der Beste-Arbeitgeber-Rankings und der Arbeitgeber-Bewertungsportale wie <a href=\"http:\/\/www.kununu.com\/\">www.kununu.com<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.bizzwatch.de\/\">www.BizzWatch.de<\/a> belegen das (siehe auch Blog-Beitr\u00e4ge dazu in diesem Management-Blog mittels Blog-Suchfeld).<\/p>\n<p>F\u00fcr die entsprechenden Institute ist das ein gutes Gesch\u00e4ft: 58 Prozent der Personaler sagen, dass die Mitarbeiterbefragung ihrer Firma von einem externen Dienstleister durchgef\u00fchrt wird. Warum? 92 Prozent machen dies wegen der Anonymit\u00e4t, \u00a084 Prozent weil sie den Externen h\u00f6here Methodenkompetenz zusprechen und 62 Prozent wollen sich messen an anderen Unternehmen und kaufen gleichzeitig externer Benchmarks ein.<\/p>\n<p>42 Prozent der Unternehmen setzen auf interne Mitarbeiterumfragen. Dies zum einen, weil sie eine sich davon eine bessere unternehmensinterne Kommunikation versprechen (50 Prozent) und zum anderen, weil sie hoffen, so Kosten sparen zu k\u00f6nnen (45 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Das Fazit von Kienbaum: Mitarbeiterbefragungen helfen, um Ver\u00e4nderungen positiv zu managen<\/strong><\/p>\n<p>Pfau: \u201eJe eindeutiger Ver\u00e4nderungen auf die Mitarbeiterbefragung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, desto positiver f\u00e4llt auch deren Bewertung aus.&#8220; Ableiten l\u00e4sst sich eine \u201eeine eindeutige Handlungsempfehlung f\u00fcr das Management&#8220;. Denn: Wer Mitarbeiterbefragungen regelm\u00e4\u00dfig durchf\u00fchre und sie als Instrument der strategischen Organisationsentwicklung einsetze, sorge f\u00fcr eine positivere Wahrnehmung und erfolgreichere Umsetzung n\u00f6tiger Ver\u00e4nderungen. \u201eFaktoren wie\u00a0 Fluktuation,\u00a0 Mobbing, Absentismus und Pr\u00e4sentismus k\u00f6nnen gezielt verbessert werden und das steigert die organisatorische Leistungsf\u00e4higkeit&#8220;, so Pfau.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kienbaum.de\/go\/engagement_echo\" target=\"_blank\">www.kienbaum.de\/go\/engagement_echo<\/a>.<\/p>\n<p>Eins fragen die Mitarbeiterbefragungen regelm\u00e4\u00dfig nicht ab &#8211; und er\u00f6ffnen dem Management dadurch die M\u00f6glichkeit, sein Versagen umzum\u00fcnzen: Warum die Verweigerer der Umfrage nicht mitmachen: a) Weil sie meinen, es werde ohnehin nichts besser und etwaige vorherige Umfragen h\u00e4tten auch nichts gebessert oder b) weil sie so zufrieden sind, dass sie Mitarbeiterumfragen schlicht unn\u00f6tig finden oder c) weil sie ihrer Firma so wenig trauen, dass sie nicht an die zugesicherte Anonymit\u00e4t glauben.<\/p>\n<p>Mitarbeiterumfragen sollen die Unternehmenslenker jedenfalls aktiv unterst\u00fctzen: Zum Beispiel durch Pr\u00e4mienk\u00fcrzungen, wenn die F\u00fchrungskr\u00e4fte bei der Ergebnisverk\u00fcndung gegen\u00fcber der Belegschaft durch desinteressierte Abwesenheit gl\u00e4nzen. Oder wenn nicht unverz\u00fcglich positive Reaktionen des Managements folgen.<\/p>\n<p>Mitarbeiterumfragen, deren Ergebnisse nur im Sande verlaufen, sind zu teuer. F\u00fcr jedes Unternehmen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitarbeiterbefragungen sind keineswegs sinnlos, belegt eine Untersuchung der Managementberatung Kienbaum. <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/10\/26\/wenn-mitarbeiterumfragen-die-fluktuationsquote-senken\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,7],"tags":[621,1215],"class_list":["post-642283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-zeitungen","tag-kienbaum","tag-mitarbeiterbefragungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/642283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=642283"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/642283\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=642283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=642283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=642283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}