{"id":641739,"date":"2011-08-30T23:39:36","date_gmt":"2011-08-30T21:39:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/management\/?p=641739"},"modified":"2011-08-30T23:39:36","modified_gmt":"2011-08-30T21:39:36","slug":"familienunternehmen-hui-konzerne-pfui","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/08\/30\/familienunternehmen-hui-konzerne-pfui\/","title":{"rendered":"Familienunternehmen hui, Konzerne pfui"},"content":{"rendered":"<p>Die Konzerne in Deutschland haben noch einige Hausaufgaben zu machen in den n\u00e4chsten Jahren. Oder sollte man besser sagen: Ihre verloren gegangenen Seelen suchen gehen. Zwar haben sich die Konzerne total verschlankt und f\u00fchlen sich super &#8222;aufgestellt&#8220;. Dumm nur, dass ihr Image als Arbeitgeber so stark gelitten hat, dass sich gerade die jungen Absolventen sie meiden wollen. &#8222;Trotz hoher Verg\u00fctung, guten Aufstiegsm\u00f6glichkeiten und internationalem Arbeitsumfeld&#8220;, wie eine Studie von Franz Haniel &amp; Cie. \u00fcber Arbeitgeberattraktivit\u00e4t betont. Denn, die Kehrseite der Medaille bei den Konzernen ist in den Augen der Studenten: &#8222;<strong>Anonymit\u00e4t, schlechte Work-Life-Balance und lange Entscheidungswege<\/strong>&#8222;.<\/p>\n<p>Will man das f\u00fcr seine Zukunft? 62 Prozent der Studenten wollen es jedenfalls nicht, sondern sehen ihre Karriere und ihr Leben eher in Familienunternehmen. Mit denen verbinden sie &#8222;<strong>gutes Betriebsklima, kurze Kommunikationswege und bessere M\u00f6glichkeiten der Familienplanung<\/strong>&#8222;. Auch wenn der &#8222;enge Kontakt zur oft familien-dominierten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Konfliktpotenzial birgt und die Aufstiegschancen begrenzt&#8220; sind.<\/p>\n<p>So berichtete k\u00fcrzlich ein Banker im Vorstand einer Gro\u00dfbank, dass sich sein Haus in puncto Familienfreundlichkeit dringend umstellen m\u00fcsse. Er habe k\u00fcrzlich eine Frau mit Kindern bef\u00f6rdert und k\u00f6nne nun nicht mehr den Beginn von Konferenzen auf 18 Uhr legen. Ein erster Schritt &#8211; f\u00fcr Norweger ohnehin selbstverst\u00e4ndlich, weil dort auch V\u00e4ter p\u00fcnktlich selbst aus Vorstandssitzungen aufbrechen, um ihre Kiddies einzusammeln.<\/p>\n<p>Haniel-Personaldirektor Michael Prochaska ordnet ein: &#8222;Die starke Rolle der Familienunternehmen ist im internationalen Vergleich au\u00dfergew\u00f6hnlich.&#8220; Denn oft seien die Mittelst\u00e4ndler auf ihrem Spezialgebiet Weltmarktf\u00fchrer und das sei f\u00fcr Absolventen &#8222;<strong>wichtiger als B\u00f6rsenrenommee&#8220;<\/strong>. Deren Vorteile: Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur, schnell Verantwortung und hohe Indentifikation und Motivation der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Die beliebtesten Familienunternehmen sind: <strong>Robert Bosch an erster Stelle<\/strong>, gefolgt von Beiersdorf und Dr.Oetker. Zur\u00fcckgefallen sind laut Haniel-Studie dagegen Henkel und Bertelsmann.<\/p>\n<p>Klar ist aber auch, dass nicht jedes Familienunternehmen automatisch beliebt ist. Deshalb geh\u00f6ren Aldi und Lidl auch zu den schlecht-Platzierten.<\/p>\n<p>Bemerkenswert sind die nationalen Unterschiede. Stehen f\u00fcr Deutsche, Franzosen und D\u00e4nen vor allem die Karriere ganz vorne bei der Wahl ihres Arbeitgebers, so <strong>darf f\u00fcr Ungarn nicht das Leben zu kurz kommen<\/strong>, die sogenannte Work-Life-Balance.<\/p>\n<p>In allen vier Nationen spielen dagegen die Organisationsstruktur und die Tradition eines Unternehmens nur eine sehr geringe Rolle &#8211; nur zwei bis f\u00fcnf Prozent der Befragten finden dies relevant. Vermutlich, weil sie gemerkt haben, wie diese Faktoren im Handumdrehen verschwinden k\u00f6nnen. So rasch, wie Unternehmen \u00fcbernommen werden, fusionieren, einen neuen Unternehmenslenker erhalten oder Vorstands-Launen wechseln. Bei Bayer sollte vor gut drei Jahren auf dem Leverkusener Werk das legend\u00e4re Bayer-Kreuz &#8211; das Wahrzeichen &#8211; abmontiert werden. Sollte. Der Belegschaft gelang es damals nur mit M\u00fche, das zu verhindern. <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/bergisches-land\/leverkusen\/nachrichten\/bayerkreuz-bleibt-doch-erhalten-1.403527\">http:\/\/www.rp-online.de\/bergisches-land\/leverkusen\/nachrichten\/bayerkreuz-bleibt-doch-erhalten-1.403527<\/a><\/p>\n<p><strong>Lesehinweise:<\/strong><\/p>\n<p>Warum Mitarbeiter von Konzernen ein h\u00f6heres Risiko eingehen als Angestellte von Mittelst\u00e4ndlern, wenn sie f\u00fcr die Firma ins Ausland entsandt werden: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/management\/2011\/08\/12\/ex-pats-gehen-ein-hohes-risiko-ein-gastbeitrag\/\">http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/management\/2011\/08\/12\/ex-pats-gehen-ein-hohes-risiko-ein-gastbeitrag\/<\/a><\/p>\n<p>Wie der Mittelstand heute f\u00fchrt, eine Commerzbank-Studie liefert Erhellendes: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/so-fuehrt-der-mittelstand-469908\/\">http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/so-fuehrt-der-mittelstand-469908\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ene meene mu und raus bist du: Konzerne stehen beileibe nicht mehr auf der Hitliste der Top-Arbeitgeber bei Uni-Absolventen. Die Mehrzahl steuert einen Job in einem Familienunternehmen an, nicht nur wegen der Karriere, sondern weil ihnen eine Familie wichtig ist &#8211; eine eigene. Eine Studie des Traditionsunternehmens Haniel best\u00e4tigt es.  <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/08\/30\/familienunternehmen-hui-konzerne-pfui\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[21,72,143,369,404,637],"class_list":["post-641739","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","tag-absolventen","tag-arbeitgeberattraktivitat","tag-beliebte-arbeitgeber","tag-familienunternehmen","tag-franz-haniel-cie","tag-konzerne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/641739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=641739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/641739\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=641739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=641739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=641739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}