{"id":641712,"date":"2011-08-19T02:11:56","date_gmt":"2011-08-19T00:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/management\/?p=641712"},"modified":"2011-08-19T02:11:56","modified_gmt":"2011-08-19T00:11:56","slug":"markenfalschungen-fur-eine-billion-euro-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/08\/19\/markenfalschungen-fur-eine-billion-euro-2\/","title":{"rendered":"Markenf\u00e4lschungen f\u00fcr eine Billion Euro"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Merkw\u00fcrdigerweise ist es gesellschaftsf\u00e4hig, mit Fakes herum zu  laufen,&#8220; wundert sich Martin Ruppmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des  VKE-Kosmetikverbands, der \u00fcber 200 Marken f\u00fcr Kosmetikprodukte und D\u00fcfte  mit fast 1,8 Milliarden Euro Umsatz\u00a0 repr\u00e4sentiert. Wer sich aus dem  Asien-Urlaub eine Yves-Saint-Laurent-Handtasche oder eine  Rolex-Armbanduhr-Imitation mitbringt, der tr\u00e4gt sie stolz herum und  erz\u00e4hlt ganz ungeniert, dass es sich um ein Plagiat handelt und wo man  es her hat.<\/p>\n<p><strong>Doppelt so viele Plagiate wie 2009<\/strong><\/p>\n<p>Die Industrie investiert viel Geld in die Bek\u00e4mpfung der  Markenpiraterie, die st\u00e4ndig steigt, und verfolgt die T\u00e4ter und auch die  Internet-Portale wie Ebay als Mittler. Manchmal sogar bis in die letzte  Instanz vor den Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) mit hochbezahlten  Markenrechtsanw\u00e4lten <a href=\"..\/..\/..\/finanzen\/top-kanzleien-fuer-markenrecht-474406\/\">http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/top-kanzleien-fuer-markenrecht-474406\/ <\/a>:  103 Millionen gef\u00e4lschte Produkte in rund 80.000 F\u00e4llen fingen die  Z\u00f6llner an den EU-Au\u00dfengrenzen im vergangenen Jahr ab, listete die  EU-Kommission in diesen Tagen auf. Im Vergleich zum Jahr 2009 hat sich  die Zahl fast verdoppelt.Der Gegenwert dieser beschlagnahmten Dinge als  Originalprodukte ist horrend: Die EU sch\u00e4tzt diesen Wert der  gleichwertigen echte Produkte erstmals auf \u00fcber eine Billion Euro.<\/p>\n<p>Dabei: Die Dunkelziffer d\u00fcrfte viel h\u00f6her sein, zumal  Kosmetikprodukte etwa so kleinteilig sind und der Zoll auch nicht  unendlich viel Personal f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung hat.<\/p>\n<p><strong>Arzneimittel werden am h\u00e4ufigsten gef\u00e4lscht<\/strong><\/p>\n<p>Auch der Online-Versandhandel ist mit schuld, wenn diese Zahl derart  in die H\u00f6he geschnellt ist. Was wurde sicher gestellt? An erster Stelle  Arzneimittel gefolgt von Zigaretten, B\u00fcromaterial, Tabakprodukten,  Etiketten, Kleidung und Spielzeug. Auch Sonnebrillen, Brillen,  Portemonnais, Handtaschen oder Uhren sind ebenso dabei wie Armbanduhren,  Mobiltelefone oder USB-Sticks. Hinzu kamen Gebrauchsgegenst\u00e4nde wie  Seife oder Haushaltsger\u00e4te, laut EU. VKE-Chef Martin Ruppmann best\u00e4tigt:  &#8222;Gef\u00e4lscht werden inzwischen nicht nur Luxusprodukte, sondern auch  Allt\u00e4gliches wie Sonnenschutzmittel.&#8220; Und das mit gef\u00e4hrlichen Folgen  wie zum Beispiel behandlungsbed\u00fcrftigen Hautverbrennungen.<\/p>\n<p><strong>China ist\u00a0 f\u00fchrend<\/strong><\/p>\n<p>80 Prozent der F\u00e4lschungen stammen aus China, zehn Prozent kommen aus  der T\u00fcrkei und f\u00fcnf Prozent aus Rum\u00e4nien, schildert der VKE.<\/p>\n<p>Vor allem:\u00a0 Soziale Haltung hin oder her: &#8222;Bei gef\u00e4lschten Produkten  guckt erst recht niemand hin, ob die Arbeiter menschenw\u00fcrdig behandelt  oder Kinder ausgebeutet werden&#8220;, moniert Ruppmann. So wie gerade der  spanische, h\u00f6chste rfolgreiche Modelieferant Zara: &#8222;Zwangsarbeiter bei  Zara?&#8220;\u00a0 fragte pl\u00f6tzlich sie Presse, die ansonsten meist begeistert war  von der jungen, schnell drehenden Mode. <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Zara-soll-Zwangsarbeiter-beschaeftigen-article4079181.html\">http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Zara-soll-Zwangsarbeiter-beschaeftigen-article4079181.html<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_641742\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-641742\" class=\"size-medium wp-image-641742\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2011\/08\/fotoblogjoopfaelschung-300x225.jpg\" alt=\"Original und F\u00e4lschung\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2011\/08\/fotoblogjoopfaelschung-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2011\/08\/fotoblogjoopfaelschung.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-641742\" class=\"wp-caption-text\">Original und F\u00e4lschung<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Z\u00f6llner haben im vergangenen Jahr doppelt so viele Fakes, Imitate oder F\u00e4lschungen von Markenartikeln beschlagnahmt wie noch im Jahre 2009. Vier von f\u00fcnf Artikeln kamen dabei aus China &#8211; das alles sehr zum \u00c4rger der Luxushersteller. H\u00e4tten sie diese Produkte legal verkaufen k\u00f6nne, h\u00e4tten sie f\u00fcr sich &#8211; laut neusten Berechnungen der EU-Kommission, die wiwo.de exklusiv vorliegen &#8211; eine Billion Euro Umsatz verbuchen k\u00f6nnen.  <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2011\/08\/19\/markenfalschungen-fur-eine-billion-euro-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[341,745,858,928,1196],"class_list":["post-641712","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","tag-eu","tag-markenfalschungen","tag-plagiate","tag-rolex","tag-yves-saint-laurent"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/641712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=641712"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/641712\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=641712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=641712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=641712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}