{"id":638909,"date":"2010-07-28T19:05:13","date_gmt":"2010-07-28T17:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638909"},"modified":"2011-12-31T01:40:37","modified_gmt":"2011-12-31T00:40:37","slug":"aderhold-anwalte-verlassen-rolfspartner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/07\/28\/aderhold-anwalte-verlassen-rolfspartner\/","title":{"rendered":"Aderhold-Anw\u00e4lte verlassen R\u00f6lfsPartner"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem gerade ein 30-Mann-Team der Unternehmensberatungssparte R\u00f6lfsPartner verliess, spaltet sich jetzt auch der Anw\u00e4lte-Zweig Aderhold mit seinen 90 Mitarbeitern ab. Die Juristen z\u00e4hlen zu den Top-50-Kanzleien in Deutschland und machten zuletzt 15 Millionen Euro Umsatz. Prominente Mandanten sind etwa der Heitkamp Konzern, Tengelmann, Woolworth, Signal Iduna oder Kik. <!--more-->Ein starkes Standbein haben die Aderhold-Juristen im Bankenbereich insbesondere bei den Hypothekenbanken und Sparkassen, wo sie als Spezialisten f\u00fcr schwierige F\u00e4lle gelten. Ihre Standorte sind Dortmung, D\u00fcsseldorf, Leipzig und M\u00fcnchen. Das fr\u00fchere K\u00f6lner B\u00fcro verliess die R\u00f6lfs-Gruppe bereits im vergangenen Jahr. Signifikante Abg\u00e4nge von Juristen gab es auch aus dem M\u00fcnchner und dem D\u00fcsseldorfer Standort.<\/p>\n<p>Gestartet war Aderhold unter der Dachmarke R\u00f6lfs mit ihren vier Sparten &#8211; den Wirtschaftspr\u00fcfer, den Steuer-, den Unternehmensberatern und den Anw\u00e4lten &#8211; vor zehn Jahren mit rund 15 Anw\u00e4lten.R\u00f6lfsPartner ist mit rund 700 Mitarbeitern laut L\u00fcnendonk-Liste die Nummer Neun am deutschen WP-Gesellschaften-Markt und machte im vergangenen Jahr rund 88 Millionen Euro Umsatz. Bei Aderhold arbeiten 20 Partner und 20 angestellte Anw\u00e4lte. Traditionell spielen Wirtschaftsanw\u00e4lte h\u00f6here Stundenhonorare als Wirtschaftspr\u00fcfer ein. Die Trennung erfolgt &#8211; ebenso wie die Abspaltung\u00a0 der Unternehmesberater &#8211; wegen &#8222;unterschiedlicher Auffassungen \u00fcber die k\u00fcnftige Strategie&#8220; kommentierte heute Lutz Aderhold, seines Zeichens Professor und Namensgeber der Kanzlei. Er liess keinen Zweifel daran, dass die vergangenen Jahre gute Jahre waren, in denen sie Jahr f\u00fcr Jahr an Umsatz und Gewinn zulegten und sich das Gesch\u00e4ftsmodell bew\u00e4hrt hatte. <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2010\/07\/10\/berater-team-wechselt-von-rolfs-zu-ebner\/#more-638812\">http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2010\/07\/10\/berater-team-wechselt-von-rolfs-zu-ebner\/#more-638812<\/a><\/p>\n<p>Ob sich die abtr\u00fcnnigen Anw\u00e4lte nunmehr einer anderen Kanzlei anschliessen oder alleine bleiben, ist derzeit noch unklar laut Aderhold. Gro\u00dfen Wert legen die Juristen auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit entsprechenden pers\u00f6nlichen Freiheiten.<\/p>\n<p>&#8222;R\u00f6lfsPartner will k\u00fcnftig \u00fcber die neu gegr\u00fcndete R\u00f6lfs RP Rechtsanwaltsgesellschaft Rechtsberatung, Wirtschaftspr\u00fcfung, Steuer- und Unternehmensberatung unter einem Dach und an allen Standorten anbieten&#8220;, berichtet die Fachredaktion &#8222;Juve&#8220;. Jochen R\u00f6lfs plane, ein neues Team an den Frankfurter Standort zu holen und das M\u00fcnchner B\u00fcro zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<h3><strong>Straffere F\u00fchrungsstruktur bei Soziet\u00e4t Graf Westphalen &#8211; nein danke<\/strong><\/h3>\n<p>So \u00e4hnlich mutet eine andere Abpaltung an, die zu Monatsbeginn verk\u00fcndet wurde: Die Standorte K\u00f6ln und Freiburg von der Soziet\u00e4t Graf von Westphalen (GvW) &#8211; der gr\u00f6\u00dften deutschen unabh\u00e4ngigen Mittelstandskanzlei &#8211; wollen ab Januar 2011 &#8222;k\u00fcnftig gemeinsam ihren eigenen Weg zu gehen und sich zu einer neuen Partnerschaft zusammenschlie\u00dfen&#8220;. Mit von der Partie: Namensgeber\u00a0 ist Professor Friedrich Graf von Westphalen. Da hiess es: &#8222;In der neuen Konstellation werden mehr als 50 Anw\u00e4lte, darunter 25 Partner, zusammenarbeiten. Sie verbindet ein unternehmerischer Ansatz,\u00a0der Fokus auf das Mid-Market-Gesch\u00e4ft\u00a0und eine ausgepr\u00e4gte internationale Ausrichtung.&#8220; Was das genau bedeutet, erkl\u00e4rte dann die mit-weggehende Partnerin Barbara Mayer: Es sei &#8222;nicht nur eine Frage der Gr\u00f6\u00dfe, sondern auch der \u00dcberzeugung&#8220;. Die bisherige GvW-Struktur mit 150 Anw\u00e4lten stellte eine gute Balance zwischen Organisation und unternehmerischer Freiheit dar. Aber die Tendenz ging dahin, die organisatorischen Strukturen zu verst\u00e4rken und die Freiheit zu beschneiden. Das ist eine Tendenz, die wir nicht mitmachen m\u00f6chten. Wir glauben, dass wir mit unserer unternehmerischen Freiheit erfolgreicher sind &#8211; und uns die Arbeit mehr Spa\u00df macht &#8211; wobei das eine das andere bedingt.&#8220;<a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2010\/07\/Mayer_Dr_Barbara_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-642845\" title=\"Mayer_Dr_Barbara_2\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2010\/07\/Mayer_Dr_Barbara_2-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2010\/07\/Mayer_Dr_Barbara_2-202x300.jpg 202w, https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/files\/2010\/07\/Mayer_Dr_Barbara_2.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und Barbara Mayer weiter: &#8222;\u00dcbrigens ist bei uns erkennbar, dass es eine Korrelation zwischen dem unternehmerischen Approach und dem wirtschaftlichen Erfolg gibt. Das spricht aus unserer Sicht daf\u00fcr, den unternehmerischen Approach eher beizubehalten als einzuschr\u00e4nken. Logisch, oder?&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem gerade ein 30-Mann-Team der Unternehmensberatungssparte R\u00f6lfsPartner verliess, spaltet sich jetzt auch der Anw\u00e4lte-Zweig Aderhold mit seinen 90 Mitarbeitern ab. Die Juristen z\u00e4hlen zu den Top-50-Kanzleien in Deutschland und machten zuletzt 15 Millionen Euro Umsatz. 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