{"id":638671,"date":"2010-05-23T23:39:33","date_gmt":"2010-05-23T21:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638671"},"modified":"2010-05-23T23:39:33","modified_gmt":"2010-05-23T21:39:33","slug":"die-steigerung-frauenquote-mutterquote-ein-alptraum-fur-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/05\/23\/die-steigerung-frauenquote-mutterquote-ein-alptraum-fur-unternehmen\/","title":{"rendered":"Die Steigerung: Frauenquote, M\u00fctterquote &#8211; ein Alptraum f\u00fcr Unternehmen"},"content":{"rendered":"<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>M\u00fctterquote? Das Wort hat das Potenzial, der Schrecken \u00fcberhaupt f\u00fcr Unternehmen zu werden. Bevorzugung von M\u00fcttern im Arbeitsleben? Sollte die CSU-Politikerin Christine Haderthauer mit dieser Idee Geh\u00f6r finden und sie am Ende gar etablieren k\u00f6nnen? Die Privilegierung von M\u00fcttern?<!--more-->Doch von Anfang an: Haben fehlende Babys etwas mit dem unerbittlichen Arbeitsleben in Deutschland zu tun? Mit der Sorge, dass weibliche Karrieren in dem Augenblick, in dem eine Frau Nachwuchs zur Welt gebracht hat, beendet sind? Zumindest, wenn frau in der freien Wirtschaft arbeitet? In der Politik und bei Vater Staat sieht es anders aus. Da ist man frauenfreundlicher.Jedenfalls ging 2009 die Geburtenzahl laut &#8222;WamS&#8220; in Deutschland drastisch zur\u00fcck. Und von der Hand zu weisen ist es nicht, was Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer den Unternehmen da vorwirft: \u201eM\u00fctter erleiden nach der Geburt einen Ansehensverlust in der Arbeitswelt wie nirgendwo sonst auf der Welt\u201c, monierte die CSU-Frau heute in der &#8222;Welt am Sonntag&#8220;.<\/p>\n<p>Der Satz hat es in sich. Dahinter verbirgt sich zum Beispiel die traurige Realit\u00e4t, dass Schwangere oft &#8222;signalisiert&#8220; bekommen, sie br\u00e4uchten nach der Niederkunft gar nicht erst wieder anzutreten. Das trifft auf mittelst\u00e4ndische Unternehmen ebenso zu wie auf Konzerne.<!--more--><\/p>\n<p>Und wenn die Signale nicht reichen, werden viele Personalabteilungen auch gerne mal deutlich und zitieren die junge Mutter kurz vor ihrem R\u00fcck-Eintritt in die Firma, um sie einzusch\u00fcchtern &#8211; bis sie unterschreiben, dass sie ausscheiden.<\/p>\n<p>Und dann gibt es die Unternehmen, die die Frauen zwar zur\u00fcckkehren lassen, aber dann zur Strafe keinen Zentimeter mehr weiter kommen lassen. Karriere- wie gehaltstechnisch. Weil jene angeblich &#8222;nicht mehr verf\u00fcgbar&#8220; seien http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/2010\/01\/04\/der-vermeintliche-makel-der-verfugbarkeit\/. Was immer damit gemeint ist. Denn so gesehen sind V\u00e4ter eigentlich auch nicht verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>So belegte schon eine Studie, die sich mit Banken und deren Frauen-F\u00f6rderung oder besser Nicht-F\u00f6rderung befasste: Selbst wenn eine Frau l\u00e4ngst \u00fcber das geb\u00e4rf\u00e4hige Alter hinaus ist und auch keine Kinder hat &#8211; bef\u00f6rdert wird sie trotzdem nicht. Die Fiktion reicht vollkommen.<\/p>\n<p>Oder sehen Sie in einem Vorstand einer Gro\u00dfbank eine Frau?<\/p>\n<p>Stattdessen jammern die Unternehmenslenker landauf landab pl\u00f6tzlich \u00fcber die fehlenden Managerinnen. Dass die Frauen &#8211; b\u00f6seb\u00f6se &#8211; angeblich gar nicht im Unternehmensalltag Karriere mache wollen. Sich ihm hinterlistig entziehen. Und mit ihnen die Headhunter, die traurig sind, dass sie keine entsprechenden Frauen finden, die sie nur noch mal eben abwerben m\u00fcssen. Solche, die schon kurz unterm Vorstand angekommen sind und die von ihnen nur noch wie reife Fr\u00fcchte vom Baum gepfl\u00fcckt werden brauchen. Dabei \u00fcbersehen sie alle geflissentlich, dass die Unternehmen seit Jahrzehnten die Chance hatten, weiblichen Managementnachwuchs heranzuz\u00fcchten. Abiturientinnen gab es schon vor\u00a0 30 Jahren gen\u00fcgend. Und Uni-Absolventinnen auch.<\/p>\n<p>Der Artikel in der &#8222;Welt am Sonntag&#8220;: <a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article7747024\/Politiker-fordern-Muetterquote-fuer-mehr-Kinder.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article7747024\/Politiker-fordern-Muetterquote-fuer-mehr-Kinder.html<\/a><\/p>\n<p>Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatts, warum er f\u00fcr die Frauenquote ist: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-politik\/wirtschaft-warum-wir-jetzt-doch-eine-frauenquote-brauchen;2600206\">http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-politik\/wirtschaft-warum-wir-jetzt-doch-eine-frauenquote-brauchen;2600206<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fctterquote? Das Wort hat das Potenzial, der Schrecken \u00fcberhaupt f\u00fcr Unternehmen zu werden. Bevorzugung von M\u00fcttern im Arbeitsleben? 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