{"id":638595,"date":"2010-05-06T01:16:08","date_gmt":"2010-05-05T23:16:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638595"},"modified":"2010-05-06T01:16:08","modified_gmt":"2010-05-05T23:16:08","slug":"sie-entscheiden-auch-durch-untatig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/05\/06\/sie-entscheiden-auch-durch-untatig-bleiben\/","title":{"rendered":"Sie entscheiden &#8211; auch durch Unt\u00e4tig-bleiben"},"content":{"rendered":"<p>Manche d\u00fcrfte das H\u00f6rbuch von Reinhard Sprenger\u00a0 &#8222;Die Entscheidung liegt bei Dir!&#8220; bitter entt\u00e4uschen. Diejenigen n\u00e4mlich, die am liebsten jammern, ohne wirklich handeln zu wollen. Und diejenigen, die sich in ihrer Opferrrolle gut gefallen &#8211; viel zu gut, um etwas daran zu \u00e4ndern. Es ist doch ganz bequem, immer anderen die Schuld in die Schuhe zuschieben, statt selbst Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<!--more--> Denen n\u00e4mlich h\u00e4lt der Managementautor und F\u00fchrungsprofi aus Essen &#8211; er lebt das halbe Jahr in den USA und ist inzwischen in die Schweiz ausgewandert &#8211; den Spiegel vor: Dass es keineswegs so ist, dass sie nicht anders k\u00f6nnen. Dass man immer auch anders kann &#8211; aber das einem eben nur der Preis zu hoch ist. Und das ist einer der Kernpunkte: Dem Betroffenen selbst ist nur der Preis zu hoch, den will er nicht bezahlen &#8211; und das ist auch seine Entscheidung. Die hat er getroffen und kein anderer, wie er vielleicht sich selbst und anderen vorgaukelt. Dass man zum Beispiel nicht bereit ist, einen ungebliebten Job &#8211; vielleicht einen Beamtenposten &#8211; aufzugeben, weil man eben gar nicht den Preis zahlen mag: nicht mehr am Monatsende sein sicheres Gehalt in immer gleicher H\u00f6he auf seinem Bankkonto vorzufinden. Dass dem\u00a0eine Entscheidung zugrunde liegt, die man l\u00e4ngst getroffen hat.<\/p>\n<p>Die man vielleicht getroffen hat, indem man nicht gegengesteuert hat. Aber auch das war eben eine Entscheidung. Und dass Gl\u00fcck keine Gl\u00fcckssache ist, sagt Sprenger, sondern das Ergebnis eigenverantwortlichen Handelns. Manchmal k\u00f6nnte er etwas menschenfreundlicher daherkommen, ein klein wenig warmherziger und nachsichtiger. Aber an Konsequenz, Entschlossenheit und Durchsetzungsfreude mangelte es ihm pers\u00f6nlich noch nie &#8211; jedenfalls nicht, seit ich ihn kenne. Und\u00a0 diese Kraft und so viel Mut bringt eben doch nicht jeder auf, egal wie sehr man sich anstrengt.<\/p>\n<p>Und noch ein Aspekt kommt bei ihm zu kurz: Dass man machnal R\u00fccksichten nehmen muss &#8211; und deshalb Kompromisse eingeht und nicht nur so handelt, wie es einem pers\u00f6nlich gerade passt.<\/p>\n<p>Wunderbar ist es aber vor allem, den Autor Reinhard Sprenger selbst zu h\u00f6ren, wie er aus seinem Buch vorliest. Seine unverwechselbare Stimme &#8211; mit dem leichten rheinischen Dialekt (&#8222;Die Entscheidung liegt bei dir! Wege aus der allt\u00e4glichen Unzufriedenheit&#8220; Campus H\u00f6rbuch 2010, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Die-Entscheidung-liegt-bei-Unzufriedenheit\/dp\/3593392194\/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1273100298&amp;sr=8-4\">http:\/\/www.amazon.de\/Die-Entscheidung-liegt-bei-Unzufriedenheit\/dp\/3593392194\/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1273100298&amp;sr=8-4<\/a><\/p>\n<p>Das Buch erschien damals in erster Auflage 1997. Doch Sprengers Ausf\u00fchrungen sind\u00a0 heute ebenso aktuell wie damals. Und kurzweilig allemal.<\/p>\n<p><strong><em><strong><em><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche d\u00fcrfte das H\u00f6rbuch von Reinhard Sprenger\u00a0 &#8222;Die Entscheidung liegt bei Dir!&#8220; bitter entt\u00e4uschen. Diejenigen n\u00e4mlich, die am liebsten jammern, ohne wirklich handeln zu wollen. 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