{"id":638404,"date":"2010-03-23T23:09:41","date_gmt":"2010-03-23T22:09:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638404"},"modified":"2010-03-23T23:09:41","modified_gmt":"2010-03-23T22:09:41","slug":"viel-arbeit-wenig-zeit-keine-anerkennung-das-macht-psychisch-krank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/03\/23\/viel-arbeit-wenig-zeit-keine-anerkennung-das-macht-psychisch-krank\/","title":{"rendered":"Viel Arbeit, wenig Zeit, keine Anerkennung &#8211;  das macht immer mehr Mitarbeiter psychisch krank"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitswelt heute macht immer mehr Menschen krank: Elf Prozent aller Fehltage von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern sind verursacht durch psychische Erkrankungen. Konkret: Zu viel Stress im Job, schlechte Bezahlung und wenig Anerkennung machen die Mitarbeiter krank, ergibt eine Analyse der Bundespsychotherapeutenkammer. Entsprechend hoch sind die Behandlungskosten: Sie schlagen mit vier Milliarden Euro Euro j\u00e4hrlich zu Buche.\u00a0 Wer depressiv ist, so die Kammer, fehlt 35 bis 50 Tage im Jahr. Meist sind Frauen betroffen. M\u00e4nner greifen dagegen eher zu Alkohol oder fl\u00fcchten sich in eine andere Sucht.<\/p>\n<p>Im Detail: <!--more-->Zu viel Stress im Job, schlechte Bezahlung und wenig Lob machen nach einer Analyse der Bundespsychotherapeutenkammer immer mehr Menschen in Deutschland psychisch krank. Bereits elf Prozent<br \/>\naller Fehltage gingen auf das Konto der steigenden psychischen Belastung in der modernen Arbeitswelt, teilte die Vereinigung mit. Damit habe sich die Zahl solcher Krankschreibungen seit Mitte der 90-er Jahre fast verdoppelt. F\u00fcr ihre Analyse hatte die Kammer Daten gro\u00dfer gesetzlicher Krankenkassen ausgewertet. Die Behandlungskosten f\u00fcr depressive St\u00f6rungen l\u00e4gen inzwischen bei mehr als vier Milliarden Euro im Jahr.<\/p>\n<p>Als eine Ursache f\u00fcr die langen Fehlzeiten sehen die  Psychotherapeuten wachsende Anforderungen im Job. Besonders oftig f\u00fchre  eine Vielzahl verantwortlicher Aufgaben unter Zeitdruck, aber mit  geringem Einfluss auf die Arbeit zu psychischer Belastung. Beschwerden  h\u00e4uften sich, wenn dazu noch schlechter Lohn, wenig Anerkennung f\u00fcr die  Arbeit, kaum pers\u00f6nliche Wertsch\u00e4tzung und minimale Aufstiegschancen  k\u00e4men. Solche Belastungen bringe vor allem der Dienstleistungssektor  inklusive Pflegejobs mit sich.<\/p>\n<p>Psychische Leiden k\u00f6nnten aber auch Menschen treffen, die in ihrem  Job mit vielen unkalkulierbaren und negativen Erlebnissen zu tun haben.  Als Beispiel nannte Richter eine Telefonistin, die sich im Minutentakt  mit unzufriedenen Kunden auseinandersetzt. Nicht weniger belastend f\u00fcr  die Seele ist es der Analyse nach, gar keinen Job zu haben &#8211; oder  st\u00e4ndig um den Arbeitsplatz f\u00fcrchten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Faktor f\u00fcr ein Erkrankungsrisiko bleibe bei allen  Jobs, welchen Stellenwert ein Mensch der Arbeit in seinem Leben  einr\u00e4ume, betonte Richter. Arbeitnehmer, die in ihrer Partnerschaft oder  einem Hobby gro\u00dfe Erf\u00fcllung f\u00e4nden, litten seltener unter Psycho-Stress, selbst wenn sie eine wenig geliebte  Arbeit verrichten. Und je mehr die Schere zwischen aufopferndem Einsatz f\u00fcr den Job und einem angemessenen Gehalt klafft, umso schlimmer. Ebenso wichtig wie das Gehalt sind daneben die Wertsch\u00e4tzung des einzelnen sowie seine Aufstiegschancen und die Sicherheit des Arbeitsplatzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitswelt heute macht immer mehr Menschen krank: Elf Prozent aller Fehltage von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern sind verursacht durch psychische Erkrankungen. 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