{"id":638389,"date":"2010-03-23T21:32:10","date_gmt":"2010-03-23T20:32:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638389"},"modified":"2010-03-23T21:32:10","modified_gmt":"2010-03-23T20:32:10","slug":"grosraumburos-losen-tinnitus-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/03\/23\/grosraumburos-losen-tinnitus-aus\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfraumb\u00fcros l\u00f6sen Tinnitus aus"},"content":{"rendered":"<p>Sie wollen die Krankenquote in Ihrem Unternehmen senken? Dann sollten Sie als erstes den Mitarbeitern Gro\u00dfraumb\u00fcros ersparen. Denn Ger\u00e4te und Gespr\u00e4che anderer Mitarbeiter sind in B\u00fcros die gr\u00f6\u00dften L\u00e4rmquellen &#8211; und stellen damit den Stress dar, der oft Tinnitus ausl\u00f6st. Vor allem: Chronischer Tinnitus kann sich zu einer &#8222;ernsthaften seelischen Belastung entwickeln und sogar zu Arbeitsunf\u00e4higkeit f\u00fchren&#8220;, vermeldet der T\u00dcV S\u00fcd, der Unternehmen beim Gesundheitsmanagement unterst\u00fctzt.<!--more--><\/p>\n<p>Und die Experten erkl\u00e4ren: &#8222;B\u00fcrot\u00e4tigkeiten erfordern meist gro\u00dfe Aufmerksamkeit und Konzentration. Ger\u00e4usche sind dabei sehr st\u00f6rend, da der Versuch, sie aus dem Bewusstsein zu verdr\u00e4ngen, die Leistungsf\u00e4higkeit deutlich senkt.&#8220;<\/p>\n<p>Immerhin hatte laut Deutscher Tinnitus-Liga\u00a0 jeder Vierte in Deutschland schon einmal Tinnitus. Zwar ist der bei den meisten nach kurzer Zeit von alleine verschwunden oder konnte mit \u00e4rztlicher Hilfe bek\u00e4mpft werden. In rund 70 Prozent der F\u00e4lle ist das Ger\u00e4usch im Ohr behandelbar.<\/p>\n<p>Der T\u00dcV S\u00fcd empfiehlt ger\u00e4uscharme Ger\u00e4te, schallabsorbierende Materialien. Laute Drucker oder Kopierer geh\u00f6ren in separaten R\u00e4ume.<\/p>\n<p>Mehr Infos: Studie \u201eBetriebliches Gesundheitsmanagement 2010\u201c und <strong>Corporate Health Award<\/strong>; Weitere Informationen zum Thema gibt es in der eben ver\u00f6ffentlichten Studie von EuPD Research, T\u00dcV S\u00dcD Life Service und Handelsblatt \u201eBetriebliches Gesundheitsmanagement 2010\u201c http:\/\/www.handelsblatt-shop.com\/83\/pid\/1179\/Gesundheitsmanagement_2010.htm und im Internet unter www.tuev-sued.de\/presse\/BGM.<\/p>\n<p><strong>Handelsblatt, T\u00dcV S\u00dcD Life Service und EuPD Research suchen das ges\u00fcndeste Unternehmen Deutschlands: Informationen und die Bewerbungsunterlagen zum Corporate Health Award 2010 k\u00f6nnen unter www.corporate-health-award.com angefordert werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Checkliste des T\u00dcV S\u00fcd<\/strong><\/p>\n<p>L\u00e4rm wird individuell unterschiedlich wahrgenommen. Was den einen st\u00f6rt, nimmt ein anderer kaum wahr. Doch anhand des Schalldruckpegels l\u00e4sst sich ein objektiver Wert einer Ger\u00e4uschkulisse ermitteln. Um die Leistungsf\u00e4higkeit an B\u00fcroarbeitspl\u00e4tzen nicht zu senken, sollten 55 Dezibel nicht \u00fcberschritten werden. Ideal w\u00e4ren jedoch 35 bis 45 Dezibel. Denn eine st\u00e4ndige L\u00e4rmbelastung ist ein Stressfaktor, der Tinnitus ausl\u00f6sen kann.<\/p>\n<p><strong>L\u00e4rmschutzma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ger\u00e4te<\/strong>: Laute Ger\u00e4te sollten in einem separaten Raum stehen. Ist dies nicht machbar, k\u00f6nnen Schallschutzhauben einen gro\u00dfen Teil des L\u00e4rms abhalten. Bei der Neuausstattung von B\u00fcros ist zu beachten, dass die Ger\u00e4te nach dem derzeitigen Stand der Technik eine maximale Ger\u00e4uschemission von nur 48 Dezibel erreichen.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dfenl\u00e4rm<\/strong>: Gegen L\u00e4rm von au\u00dfen helfen schallisolierte T\u00fcren, Fenster und Fassaden. Wenn das Raumklima dadurch nicht negativ beeinflusst wird, sollten die Fenster au\u00dferdem geschlossen bleiben \u2013 vor allem an gr\u00f6\u00dferen und stark befahrenen Stra\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Raumgestaltung<\/strong>: Damit die Ger\u00e4usche in einem Raum nicht verst\u00e4rkt werden, sind Decken und B\u00f6den sowie bei gr\u00f6\u00dferen B\u00fcros Stellw\u00e4nde aus schallabsorbierendem Material sinnvoll. N\u00fctzlich sind auch Gr\u00fcnpflanzen. Sie sind nicht nur gut f\u00fcr das Klima, sondern nehmen au\u00dferdem einen Teil des Schalls auf. Laute und leise Arbeitspl\u00e4tze sollten m\u00f6glichst getrennt sein. Zus\u00e4tzlich ist je nach Gr\u00f6\u00dfe des Unternehmens mindestens ein Raum f\u00fcr Besprechungen sinnvoll, damit andere Mitarbeiter nicht gest\u00f6rt werden. Wichtig ist es auch, auf die richtige Einstellung von Klima-, Heizungs- und Bel\u00fcftungsanlagen zu achten.<\/p>\n<p><strong>Geh\u00f6rschutz<\/strong>: Ist der L\u00e4rm technisch unvermeidbar, weil man an Flugh\u00e4fen, Baustellen oder l\u00e4rmenden Maschinen arbeitet, ist auf sorgf\u00e4ltigen Geh\u00f6rschutz zu achten. Geh\u00f6rsch\u00fctzer sind pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstungen, die die sch\u00e4dliche Einwirkung des L\u00e4rms auf das Geh\u00f6r verringern \u2013 so verhindert man, dass eine L\u00e4rmschwerh\u00f6rigkeit entsteht oder bestehende H\u00f6rprobleme zunehmen. Laut Gesetzgeber ist ab einem Tages-L\u00e4rmexpositionspegel von 85 Dezibel die Verwendung von Geh\u00f6rschutz am L\u00e4rmarbeitsplatz vorgeschrieben, ab einem Tages-L\u00e4rmexpositionspegel von 80 Dezibel muss der Arbeitgeber Geh\u00f6rschutz zur Verf\u00fcgung stellen. Zur Reduzierung des L\u00e4rms gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten, von Kapselgeh\u00f6rschutz \u00fcber die bekannten Ohrst\u00f6psel bis hin zu individuell angefertigtem Geh\u00f6rschutz (Otoplastik), die der H\u00f6rger\u00e4teakustiker anfertigt. Bei der Auswahl des richtigen Geh\u00f6rschutzes m\u00fcssen neben der unterschiedlich starken D\u00e4mmwirkung auch der Tragekomfort und die Arbeitsbedingungen ber\u00fccksichtigt werden. Die Schalld\u00e4mmung eines Geh\u00f6rsch\u00fctzers darf auch nicht wesentlich h\u00f6her ausgew\u00e4hlt werden, als es zur Vermeidung einer L\u00e4rmschwerh\u00f6rigkeit notwendig ist, denn sonst ist die Sprachverst\u00e4ndigung und das Erkennen von Warnsignalen am Arbeitsplatz unn\u00f6tig erschwert.<\/p>\n<p><strong>Umgang mit Tinnitus<\/strong><\/p>\n<p><strong>Akuter Tinnitus<\/strong>: Bei Verdacht auf Tinnitus hilft es meist, Ruhe zu bewahren und f\u00fcr Entspannung zu sorgen. Ist das Pfeifen, Rauschen oder Summen auch am n\u00e4chsten Tag noch da, sollte m\u00f6glichst schnell ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Bei etwa 70 Prozent der Betroffenen kann laut der Deutschen Tinnitus Liga das Ohrger\u00e4usch in den ersten drei Monaten geheilt werden. Neben \u00e4rztlichen Ma\u00dfnahmen f\u00f6rdern Ruhe und eine positive Einstellung den Heilungsprozess.<\/p>\n<p><strong>Chronischer Tinnitus<\/strong>: Nach drei Monaten ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Ohrger\u00e4usch noch einmal verschwindet. Die Mehrzahl der Betroffenen lernt jedoch mit dauerhaftem Tinnitus umzugehen und f\u00fchlt sich dadurch kaum gest\u00f6rt. Dennoch kann es zu Folgeerscheinungen wie Einschlafst\u00f6rungen, \u00dcberempfindlichkeit und Depressionen kommen. Dann sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht und eventuell psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden. Wer von chronischem Tinnitus betroffen ist, sollte versuchen, ihn nicht zum Lebensmittelpunkt zu machen, sondern ihn durch Therapien und Lebensfreude in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen. Selbsthilfegruppen k\u00f6nnen dabei f\u00f6rderlich sein.<\/p>\n<p>T\u00dcV S\u00dcD ist ein international f\u00fchrender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Gesch\u00e4ftsfeldern INDUSTRIE, MOBILIT\u00c4T und MENSCH und rund 14000 Mitarbeitern an \u00fcber 600 Standorten weltweit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.journalmed.de\/newsview.php?id=29136\">http:\/\/www.journalmed.de\/newsview.php?id=29136<\/a>\u00a0Hier gibt`s Selbsthilfe via internet f\u00fcr Tinnitus-Betroffene.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie wollen die Krankenquote in Ihrem Unternehmen senken? Dann sollten Sie als erstes den Mitarbeitern Gro\u00dfraumb\u00fcros ersparen. 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