{"id":638059,"date":"2010-01-08T23:41:20","date_gmt":"2010-01-08T22:41:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/?p=638059"},"modified":"2013-07-23T00:41:12","modified_gmt":"2013-07-22T22:41:12","slug":"kundenorieotnierung-lieber-ein-verbot-kreieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2010\/01\/08\/kundenorieotnierung-lieber-ein-verbot-kreieren\/","title":{"rendered":"Kundenorientierung? Lieber ein Verbot kreieren."},"content":{"rendered":"<p>Kennen Sie die deutsche L\u00f6sung f\u00fcr Gefahren, Risiken und \u00e4hnlichem? Man verbietet sie einfach. Ratzfatz. Den Menschen das Leben endlich mal erleichtern, statt immer neue Steine in den Weg zu werfen? Wozu denn? Kundenorientierung? Papperlapapp. Beispiel gef\u00e4llig? Die D\u00fcsseldorfer Rheinbahn \u2013 als w\u00e4ren ihre Fahrer nicht verhasst genug \u2013 verbietet jetzt M\u00fcttern mit Kinderwagen, die Rolltreppen zu benutzen. Jedenfalls die neuen. Die K\u00f6lner Kollegen haben es so schon mit 200 Rolltreppen getan. Weil es zu unfalltr\u00e4chtig sein soll, wenn M\u00fctter ihren Kinderwagen darauf schieben. Merkw\u00fcrdig: Ich habe zwar noch von keinem einzigen derartigen Unfall in der Lokalpresse gelesen. Miterlebt habe ich dagegen, wie ein Teenager mit einem seiner Vans \u2013 das ist ein Stoffschuh zum Reinschl\u00fcpfen ohne Schn\u00fcrsenkel oder Klettverschluss &#8211; in eine Rolltreppe bei Karstadt geriet. Binnen Sekunden wurde dieser Schuh an einem Samstagvormittag zerh\u00e4ckselt, der Junge konnte gerade noch blitzschnell seinen Fu\u00df rausziehen und durfte dann zum n\u00e4chsten Schuladen h\u00fcpfen. Sollte man jetzt also Turnschuhe wie Vans auf allen Rolltreppen verbieten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verbieten statt helfen<\/strong><\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum Ausgangsfall. Damit also M\u00fctter mit ihren Kinderwagen nicht st\u00fcrzen, verbietet man ihnen kurzerhand\u00a0 deren Benutzung. So einfach ist es, ein Risiko zu managen: Schnell verbieten. Getreu dem Vorschlag des T\u00dcVs und der EU-Norm115. Konsequenterweise m\u00fcsste man also das Fahren auf Autobahnen verbieten &#8211; weil ja Unf\u00e4lle passieren k\u00f6nnen. Und nicht etwa dar\u00fcber nachdenken, wie man den Betroffenen das Leben erleichtern k\u00f6nnte.<!--more--><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Hilfsbereitschaft per Dienstanweisung als Kundenorientierung<\/strong><\/p>\n<p>Welchen Gegenvorschlag es g\u00e4be? Ganz einfach: Gro\u00dfe Schilder an den Rolltreppen anzubringen mit der Aufforderung, mit anzupacken, wenn andere M\u00fctter\/V\u00e4ter mit Kinderwagen dieses Hindernis bew\u00e4ltigen m\u00fcssen, tatkr\u00e4ftig. Und eine entsprechende Dienstanweisung ans Rheinbahnpersonal. Hilfsbereitschaft per Dienstanweisung \u2013 das w\u00e4re echte Kundenorientierung. Warum kommt da kein Marketer drauf? Oder ein Vorstand?<\/p>\n<p>Jedenfalls ist jetzt die Stunde der Hersteller von Baby-Tragt\u00fcchern a la Dydimos angebrochen. Sie sollten die Gunst der Stunde f\u00fcr eine Werbekampagne nutzen, das Rolltreppenverbot thematisieren und ihre spezifischen Vorteile deutlich machen: Wie autark man mit Traget\u00fcchern ist. Dass sie nicht vor der T\u00fcr seines Supermarkts oder einer Arztpraxis geklaut werden \u2013 wie ein leerstehender Kinderwagen. Dass man mit denen nicht auf helfende H\u00e4nde beim Einsteigen in die Stra\u00dfenbahn oder beim Fahren mit einer Rolltreppe angewisen ist. Und billiger sind sie allemal. <a href=\"http:\/\/\">http:\/\/www.rp-online.de\/duesseldorf\/duesseldorf-stadt\/nachrichten\/Rolltreppen-Gefahr-unterschaetzt_aid_804216.html?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=duesseldorf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennen Sie die deutsche L\u00f6sung f\u00fcr Gefahren, Risiken und \u00e4hnlichem? 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