{"id":636806,"date":"2009-10-02T02:07:56","date_gmt":"2009-10-02T00:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/fettnapf-anrede"},"modified":"2009-10-02T02:07:56","modified_gmt":"2009-10-02T00:07:56","slug":"fettnapf-anrede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2009\/10\/02\/fettnapf-anrede\/","title":{"rendered":"Fettnapf Anrede"},"content":{"rendered":"<p>Das Start-up namens Simsa mag vielleicht fit darin sein, SMS an ganze Gruppe zu verschicken und das anderen Leuten als Dienstleistung anzubieten, aber in Sachen Briefe-Schreiben k\u00f6nnten sie noch ein bisschen \u00fcben. &#8222;Hallo Damen und Herren T\u00f6dtmann&#8220; redeten mich die Berliner in ihrer Mail in den letzten Tagen an.<!--more-->Bitte? Das ist schon ungew\u00f6hnlich, dass man sich nicht entscheiden kann, ob Claudia m\u00e4nnlich oder weiblich ist, na gut. Aber mehrere bin ich sicher nicht. Sprich, sehr pers\u00f6nlich kann die Mail nicht gemeint sein. Ergo: Ich bin nicht wirklich gemeint. Den Schluss muss man ziehen. Und kann getrost auf die L\u00f6sch-Taste dr\u00fccken. Da m\u00fcsste der Inhalt schon ein echter Kn\u00fcller sein, um so eine Anmoderation vergessen zu lassen.<br \/>\nDass tagt\u00e4glich Post ankommt f\u00fcr Herrn Claudia &#8211; geschenkt. Das passiert im Eifer des Gefechts, die Trefferquote ist ja auch verdammt hoch. Bei der Gala f\u00fcr den &#8222;Strategen des Jahres&#8220; vergangene Woche in Frankfurt von Bain &amp; Company und der &#8222;FTD&#8220; gab es je 8-er-oder 10er-Tisch eine Dame, maximal. Bei den Geehrten keine einzige. Nat\u00fcrlich.<br \/>\nHin wie her, viel schwieriger kann es heutzugtage werden, wenn man eine Mail beantworten will, aber partout nicht erkennen kann, ob der Absender M\u00e4nnlein oder Weiblein ist. Zum Beispiel: Meltem, Eloy, Rachael oder Aylen &#8211; das sind nur einige der Namen der letzten Tage, bei denen man genau das nicht auf Anhieb erkennt. Oder nur wenige Experten. Der Eiertanz wird super. Denn klar ist auch, dass die Betroffenen wenig begeistert sind, wenn die Anrede daneben geht.<br \/>\nManchmal braucht man sich nur verlesen und beim Antworten versehentlich die falsche Anrede erwischen, dann kommen ruckzuck b\u00e4rbeissige Ansagen zur\u00fcck &#8211; jedenfalls von Frauen &#8211; nach dem Motto, &#8222;k\u00f6nnen Sie sich vorstellen, dass auch eine Frau diesen und jenen Posten erreicht&#8220;. Danke, bin selbst eine Frau.<br \/>\nEine der charmantesten Antworten auf eine falsche Anrede kam aus der Pressestelle einer Top-Kanzlei im Vorfeld bei der Verabredung eines Termins: &#8222;Aber erschrecken Sie bitte nicht, wenn ich keine Frau bin&#8220;, schrieb der Absender ganz souver\u00e4n, nachdem ich ihn schon zweimal falsch tituliert hatte. Das sass.<br \/>\nBleibt die Frage, was zu tun ist mit Mails von nicht-identifizierbaren Absendern. &#8222;Hallo,&#8220; ist die neutralste Ansage. Aber was tun, wenn man sie doch mal richtig verwenden muss, die Anrede. Genaugenommen ist es an ihnen, die die r\u00e4tselhaften &#8211; aber vielleicht klangvollen &#8211; Namen haben, sich zu outen. Vielleicht, indem sie einen zweiten Vornamen einf\u00fcgen, der die Zuordnung erleichtert.<br \/>\nUnd wenn das auch nichts zur L\u00f6sung des R\u00e4tsels beitr\u00e4gt? Nicht mal Benimmexperten wissen auf die Frage derzeit eine Antwort. Wissen Sie eine?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Start-up namens Simsa mag vielleicht fit darin sein, SMS an ganze Gruppe zu verschicken und das anderen Leuten als Dienstleistung anzubieten, aber in Sachen Briefe-Schreiben k\u00f6nnten sie noch ein bisschen \u00fcben. &#8222;Hallo Damen und Herren T\u00f6dtmann&#8220; redeten mich die Berliner in ihrer Mail in den letzten Tagen an. <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2009\/10\/02\/fettnapf-anrede\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[5353],"class_list":["post-636806","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-standard","tag-standard"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=636806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/636806\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=636806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=636806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=636806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}