{"id":635524,"date":"2009-09-11T00:43:04","date_gmt":"2009-09-10T22:43:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/angstliche-prasentisten"},"modified":"2009-09-11T00:43:04","modified_gmt":"2009-09-10T22:43:04","slug":"angstliche-prasentisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2009\/09\/11\/angstliche-prasentisten\/","title":{"rendered":"\u00c4ngstliche Pr\u00e4sentisten"},"content":{"rendered":"<p>Sind Sie Helden oder haben Sie einfach Angst? Diejenigen, die sich trotz Erkrankung in die Firma schleppen. 42 Prozent aller Arbeitnehmer sind in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten zweimal oder \u00f6fter trotz Krankheit zur Arbeit gegangen, hat die Bertelsmann Stiftung jetzt erforscht. <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-F2C10950-EB8B28FF\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_97657.htm\">www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-F2C10950-EB8B28FF\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_97657.htm<\/a> Und dass es mehr Singles als Paare oder Familienmitglieder waren. Wom\u00f6glich weil Singles sich zuhause alleine mopsen vor Langeweile?<!--more-->Die Umfrage benennt als Motiv dieser Menschen, die so hart gegen sich selbst sind, vor allem das Pflichtgef\u00fchl. Weil sie wissen und f\u00fcrchten, dass sonst die Arbeit liegen bleibt.<br \/>\nUnd schwupps gibt es auch schon einen Ausdruck f\u00fcr diese Pflichtbewussten, der schon selbst wie ein eigenes Krankheitstbild klingt: Pr\u00e4sentismus heisst das Ph\u00e4nomen und Pr\u00e4sentisten nennen die Wissenschaftler diese Leute, die so hart im Nehmen sind und so unerbittlich gegen sich selbst.<br \/>\nOder ist dies nur der Schein, der tr\u00fcgt? Sind die Krank-Arbeiter tats\u00e4chlich nur derart \u00e4ngstlich, dass sie sich nur nicht trauen, sich zuhause auszukurieren und der Arbeit fern zu bleiben?<br \/>\nEs gibt einen Hinweis daf\u00fcr: Und zwar dass Selbst\u00e4ndige \u2013 diejenigen, die keinen Chef f\u00fcrchten m\u00fcssen und auch sicher vor Entlassung sind \u2013 nur in 52 Prozent der F\u00e4lle krank zur Arbeit gehen. Bei den Arbeitnehmern sind es mit immerhin 74 Prozent signifikant mehr, zeigt die Bertelsmann-Stiftung-Untersuchung.<br \/>\nUnd noch ein Indiz gibt f\u00fcr diese Angst-These: 65 Prozent der Befragten berichteten \u00fcber positive Erfahrungen. Und dass sie auf Hilfe und Unterst\u00fctzung bei Kollegen sowie auf Verst\u00e4ndnis bei Vorgesetzten hoffen konnten. Diejenigen, die mit besonderer Arbeitsfreude gesegnet sind und sich \u00fcber ein gutes Betriebsklima freuen k\u00f6nnen, bleiben im Krankheitsfall umso eher auch zuhause.<br \/>\nEin Ergebnis der Studie: Die Pr\u00e4sentismus-Kosten liegen f\u00fcr die Unternehmen h\u00f6her als die Kosten, die infolge von Krankmeldungen anfallen. Der versteckte Rat der Bertelsmann-Stiftung lautet: Ambitionierte Chefs sollten f\u00fcr ein gutes Betriebsklima und angenehme Atmosph\u00e4re sorgen, damit Kranke sich auch trauen, krank zu sein. Und so ihrer Firma Kosten sparen helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind Sie Helden oder haben Sie einfach Angst? Diejenigen, die sich trotz Erkrankung in die Firma schleppen. 42 Prozent aller Arbeitnehmer sind in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten zweimal oder \u00f6fter trotz Krankheit zur Arbeit gegangen, hat die Bertelsmann Stiftung jetzt erforscht. <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-F2C10950-EB8B28FF\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_97657.htm\">www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-F2C10950-EB8B28FF\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_97657.htm<\/a> Und dass es mehr Singles als Paare oder Familienmitglieder waren. 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