{"id":522521,"date":"2009-04-02T16:41:24","date_gmt":"2009-04-02T14:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/management\/mit-dem-blackberry-an-der-langen-flexi-firmenleine"},"modified":"2009-04-02T16:41:24","modified_gmt":"2009-04-02T14:41:24","slug":"mit-dem-blackberry-an-der-langen-flexi-firmenleine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/management\/2009\/04\/02\/mit-dem-blackberry-an-der-langen-flexi-firmenleine\/","title":{"rendered":"Mit dem Blackberry an der langen Flexi-Firmenleine"},"content":{"rendered":"<p>Der Blackberry hat als Statussymbol ausgedient. Endg\u00fcltig. Nicht nur weil inzwischen auch Hausfrauen &#8211; ganz privat also &#8211; mit dem einst begehrten Ausweis ewiger Wichtigkeit herumlaufen. Nicht dass sie nicht wichtig w\u00e4ren, im Gegenteil. M\u00fctter m\u00fcssen immer und \u00fcberall f\u00fcr ihre Kiddies erreichbar sein \u2013 aber das l\u00e4uft eben meist nicht per Mail, sondern per Handy. Nein, der Blackberry ist kein Statussymbol mehr, seit er erschwinglich wurde und Angestellte durchschaut haben, dass sie so an der langen Flexi-Leine ihrer Firma gehalten werden.<!--more-->Rund um die Uhr und auch am Wochenende. Und seit kanadische Beamte eine Gehaltszulage f\u00fcr Blackberry-Sklaven fordern <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.de\/management\/eintrag.php?id=88\">http:\/\/blog.handelsblatt.de\/management\/eintrag.php?id=88<\/a>.<br \/>\nArbeitsrechtler Jan Tibor Lelley von der Gro\u00dfkanzlei Buse Heberer Fromm aus Essen wurde k\u00fcrzlich von einem Unternehmensmandanten aus der Automobilzulieferbranche zum Schlichten in Sachen schwarze Beere eingeschaltet. Denn eine seiner F\u00fchrungskr\u00e4fte auf dritter Ebene mit rund 15 Mitarbeitern wollte sich von seinem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer keinen Blackberry verordnen lassen und widersetzte sich. Lelley: \u201eEntscheidend ist, ob der Arbeitgeber erwartet, dass der Mitarbeiter den Blackberry dann Tag und Nacht eingeschaltet hat \u2013 und auch direkt reagiert.\u201c \u00c4hnlich wie beim Bereitschaftsdienst von Medizinern. Erwartet die Company genau das aber nicht, m\u00fcsse der Mitarbeiter den Blackberry akzeptieren.<br \/>\nLelley weiter: \u201eErreichbar muss derjenige dann aber in Notf\u00e4llen sein.\u201c Aber nur in echten Notf\u00e4llen. Zum Beispiel wenn ein wichtiger Kunde einer IT-Firma abzuspringen droht, weil der dritte IT-Fehler in zwei Tagen die gesamte Unternehmens-IT schon wieder lahm legt und er mit Schadenersatzklage und Vertragsk\u00fcndigung droht. Aber nicht, wenn ein Vorgesetzter nur hysterisch ist und andauernd die Welle macht.<br \/>\nDabei muss aber genau hingeschaut werden: \u201eDenn selbst wenn sich ein Notfall im Nachhinein als harmlos entpuppt, so kann\u00b4s f\u00fcrs Firmenimage unerl\u00e4sslich sein, dass der Lieferant auch am Wochenende reagiert.\u201c Schlie\u00dflich gilt es, das oft erst einmal zu kl\u00e4ren. Ob es ein Notfall oder eher ein Notf\u00e4llchen \u2013 Ferndiagnosen k\u00f6nnen da t\u00f6dlich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Blackberry hat als Statussymbol ausgedient. Endg\u00fcltig. Nicht nur weil inzwischen auch Hausfrauen &#8211; ganz privat also &#8211; mit dem einst begehrten Ausweis ewiger Wichtigkeit herumlaufen. Nicht dass sie nicht wichtig w\u00e4ren, im Gegenteil. M\u00fctter m\u00fcssen immer und \u00fcberall f\u00fcr ihre Kiddies erreichbar sein \u2013 aber das l\u00e4uft eben meist nicht per Mail, sondern per Handy. 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