Blaumachen? Die meisten lehnen´s ab

Da kommt eine Pressemeldung, die sich bei den Amwürfen der Krankenkassen gegen angeblich eingebildete Kranke oder Blaumacher – papperlapapp, wer depressiv ist soll arbeiten gehen, das hilft oder so ähnlich – fast seltsam ausnimmt: Für 85 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande käme Blaumachen gar nicht in die Tüte, es sei gradezu ein Tabu für sie. Erforscht hat dies der Recruiting-Spezialist CareerBuilder über sein Portal jobscout24 und zwar durchs Befragen von rund 2000 Mitarbeitern.

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Kollegialität ist doch noch ein Wert

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Interessant sind auch die Gründe: 68 Prozent wollen dies einfach ihren Kollegen nicht antun. Wer hätte gedacht dass der einst hochgehaltene wert der Kollegialität in den Köpfen der Leute doch noch so eine große Rolle spielt. Wo heute doch jeder täglich für sich selbst und seinen Job kämpft. Ich frage mich, ob die Mehrheit der Antwortgeber aus kleinen Unternehmen kann, wo der Einzelne noch heute wichtig ist?

Und weiter: 14 Prozent reicht ihr Jahresurlaub aus. Die sehnen sich gar nicht weg und finden vermutlich Befriedigung in ihrer Arbeit. Was ja leider auch in den vergangenen 25 Jahren unpopulär war, zuzugeben. Leider, denn dass Arbeit durchaus sinnstiftend ist,  ist ja eigentlich nichts Weltfremdes.

Erfreulich ist die Erkenntnis für Unternehmen, die sich fragen sollten, ob wirklich der Aufstand lohnt, wenn man Mitarbeiter vom ersten Krankheitstag routinemässig verfolgt und ihnen Lügen unterstellt.

Nur vier Prozent sind ohne wenn und aber und ohne Gewissensbisse bereit, ihre Company zu betrügen und blauzumachen. Und weiter fünf wären nur unter irgendwelchen besonderen Umständen dazu bereit.

Wenn man jetzt noch die Zahl der unbezahlten Überstunden hierzulande dagegen hält, sollten sich deutsche Arbeitgeber endgültig glücklich schätzen, wie treu und zuverlässig hre Angestellten sind. Grundsätzlich.

http://www.careerbuilder.de/blog/2013/08/29/umfrage-grosteil-der-deutschen-findet-blaumachen-unkollegial//

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