{"id":47324,"date":"2020-04-29T07:30:43","date_gmt":"2020-04-29T05:30:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/?p=47324"},"modified":"2020-04-28T12:11:22","modified_gmt":"2020-04-28T10:11:22","slug":"bei-drei-viertel-aller-angriffe-vergehen-drei-tage-bis-zur-aktivierung-der-ransomware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2020\/04\/29\/bei-drei-viertel-aller-angriffe-vergehen-drei-tage-bis-zur-aktivierung-der-ransomware\/","title":{"rendered":"Bei drei Viertel aller Angriffe vergehen drei Tage bis zur Aktivierung der Ransomware"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ebenfalls drei Viertel aller Attacken mit Erpressersoftware erfolgen au\u00dferhalb der \u00fcblichen Arbeitszeiten, um so die Erfolgschancen zu maximieren.<\/strong><\/p>\n<p class=\"x_xxxmsonormal\">Ransomware &#8211; also ferngesteuerte, digitale Erpressung mittels spezieller Erpressersoftare &#8211; ist seit ein paar Jahren eine der gr\u00f6\u00dften Bedrohungen f\u00fcr die Cybersicherheit von Unternehmen und Organisationen weltweit.<\/p>\n<p>Mandiant, die Analyse-Tochter des kalifornischen IT-Sicherheitsanbieters FireEye, hat k\u00fcrzlich diverse Ransomware-Attacken aus den Jahren 2017 bis 2019 untersucht und dabei eine Reihe von gemeinsamen Merkmalen in Bezug auf Angriffstechnik, Verweildauer und Tageszeit identifiziert.<\/p>\n<p>&#8222;Kroker&#8217;s Look @ IT&#8220; ver\u00f6ffentlicht die Ergebnisse der Untersuchung heute exklusiv vorab.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-47580\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrends1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrends1.jpg 600w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrends1-300x160.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrends1-500x267.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p class=\"x_xxxmsonormal\">Die wichtigsten Befunde der Studie:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Die Zahl der Analysen rund um Ransomware-F\u00e4lle stieg von 2017 bis 2019 um 860 Prozent.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Die Vorf\u00e4lle betrafen\u00a0Organisationenweltweit in fast allen Branchen, darunter Finanzwesen, Chemie, Rechtswesen, Beh\u00f6rden und das Gesundheitswesen. Die Experten beobachteten Einbr\u00fcche, die\u00a0finanziell motivierten Cyber-Kriminellen zugeschrieben wurden, sowie Dutzende andere Aktivit\u00e4ten.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Bei zahlreichen Angriffen wurde die Ransomware sofort aktiviert, so beispielsweise bei Vorf\u00e4llen mit den Varianten &#8222;Gandcrab&#8220; und &#8222;Globeimposter&#8220;.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Die meisten Angriffe schienen jedoch komplexere \u201ePost-Compromise\u201c-Angriffe zu sein, bei denen die Akteure zun\u00e4chst m\u00f6gliche Zielnetzwerke sowie kritische Systeme erkunden, bevor sie die Ransomware gezielt einsetzen \u2013 vermutlich, um die\u00a0Wahrscheinlichkeit einer L\u00f6segeldzahlung\u00a0zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Bei drei Viertel aller Angriffe vergingen mindestens drei Tage vom ersten Anzeichen des Vorfalls bis zur Aktivierung der Ransomware (75 Prozent).<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Bei\u00a076 Prozent der Vorf\u00e4lle\u00a0wurde die Ransomware\u00a0au\u00dferhalb der \u00fcblichen Arbeits- und B\u00fcrozeiten, also vor 8.00 Uhr oder nach 18.00 Uhr an einem Wochentag oder am Wochenende ausgef\u00fchrt. Die Akteure wollen damit wahrscheinlich die Erfolgschancen maximieren und gehen davon aus, dass Gegenma\u00dfnahmen langsamer durchgef\u00fchrt werden als w\u00e4hrend der normalen Arbeitszeiten.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Angriffe \u00fcber das sogenannte Remote Desktop Protocol (RDP) &#8211; also \u00fcber den Fernzugriff auf Windows-PCs &#8211; werden seit 2017 beobachtet. Bei diesen Angriffen loggt sich ein Angreifer \u00fcber das RDP in ein System in einer Zielumgebung ein. In einigen F\u00e4llen testete der Angreifer damit die Zugangsdaten (viele fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche, gefolgt von einem erfolgreichen). In anderen F\u00e4llen war eine erfolgreiche RDP-Anmeldung der erste Nachweis f\u00fcr b\u00f6swillige Aktivit\u00e4ten, gefolgt von einer Ransomware-Infektion. Werden schwache Zugangsdaten verwendet, kann dies einen RDP-Angriff beg\u00fcnstigen. M\u00f6glich ist auch, dass die Akteure die g\u00fcltigen Zugangsdaten bereits \u00fcber andere Aktivit\u00e4ten ergattert oder von anderen Hackern erworben haben.<\/li>\n<li class=\"x_xxxmsolistparagraph\">Eine betr\u00e4chtliche Anzahl von Ransomware wurde durch Phishing-Kampagnen verbreitet, darunter einige der erfolgreichsten Malware-Familien, die f\u00fcr finanziell motivierte Operationen verwendet werden wie etwa Trickbot, <a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2020\/02\/17\/wie-der-trojaner-emotet-funktioniert-und-man-sich-vor-ihm-schuetzt\/\">Emotet<\/a> und Flawedammyyy. Im Januar 2019 beobachteten die Analysten TEMP.MixMaster TrickBot-Infektionen, die zu einem interaktiven Einsatz von\u00a0Ryuk\u00a0f\u00fchrten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und hier die wichtigsten Ransomware-Trends noch einmal grafisch im \u00dcberblick:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-47578\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrendsIG.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"1633\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrendsIG.jpg 560w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrendsIG-103x300.jpg 103w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2020\/04\/RansomwareTrendsIG-351x1024.jpg 351w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Quelle: FireEye<\/p>\n<p><strong>Verwandte Artikel:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2020\/02\/17\/wie-der-trojaner-emotet-funktioniert-und-man-sich-vor-ihm-schuetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie der Trojaner Emotet funktioniert \u2013 und man sich vor ihm sch\u00fctzt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2020\/01\/08\/it-sicherheit-die-wichtigsten-cybersecurity-trends-fuer-das-jahr-2020\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IT-Sicherheit: Die wichtigsten Cybersecurity-Trends f\u00fcr das Jahr 2020<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/11\/20\/kosten-fuer-ausfallzeiten-nach-ransomware-angriff-gegenueber-2018-verdreifacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kosten f\u00fcr Ausfallzeiten nach Ransomware-Angriff gegen\u00fcber 2018 verdreifacht<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/08\/08\/deutschland-in-europa-mit-abstand-top-ziel-von-ransomware-cloud-geraet-zunehmend-ins-visier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutschland in Europa mit Abstand Top-Ziel von Ransomware<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ebenfalls drei Viertel aller Attacken mit Erpressersoftware erfolgen au\u00dferhalb der \u00fcblichen Arbeitszeiten, um so die Erfolgschancen zu maximieren. 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