{"id":45161,"date":"2019-07-22T07:30:07","date_gmt":"2019-07-22T05:30:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/?p=45161"},"modified":"2019-07-15T15:50:36","modified_gmt":"2019-07-15T13:50:36","slug":"die-haelfte-der-it-security-teams-in-deutschland-ist-cyberkriminellen-nicht-gewachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/07\/22\/die-haelfte-der-it-security-teams-in-deutschland-ist-cyberkriminellen-nicht-gewachsen\/","title":{"rendered":"Die H\u00e4lfte der IT-Security-Teams in Deutschland ist Cyberkriminellen nicht gewachsen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Unternehmenssicherheit wird nicht nur durch fehlende oder mangelhafte IT-Security-Systeme bedroht, sondern es fehlt vor allem auch an Fachkr\u00e4ften.<\/strong><\/p>\n<p>Der vielbeschworene Fachkr\u00e4ftemangel in der IT schl\u00e4gt sich zunehmend auch auf die IT-Sicherheitsbem\u00fchungen der Unternehmen nieder. Demnach weisen viele Security-Experten signifikante Qualifikationsl\u00fccken auf &#8211; was wiederum die Unternehmenssicherheit bedroht.<\/p>\n<p>Zugleich f\u00fchlen sich immer mehr in der IT-Sicherheit t\u00e4tige Mitarbeiter \u00fcberlastet. Das sind die zentralen Ergebnisse einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie des amerikanischen IT-Sicherheitsanbieters Symantec, die ein d\u00fcsteres Bild hinsichtlich der Belastung und den F\u00e4higkeiten von Cybersecurity-Teams in Unternehmen zeichnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-45318\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefte1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefte1.jpg 560w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefte1-300x130.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefte1-500x217.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/p>\n<p>Demnach sind fast die H\u00e4lfte der Cybersecurity-Entscheider in Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien sind der Auffassung, dass ihre Teams und deren Kenntnisse denen von Cyberkriminellen oft nicht gewachsen sind (48 Prozent). Die Folge: Der Druck auf bereits \u00fcberlastete Mitarbeiter erh\u00f6ht sich zus\u00e4tzlich. So denken bereits jeweils knapp zwei Drittel der Cybersecurity-Experten dar\u00fcber nach, die Branche zu wechseln (63 Prozent) oder ihrem aktuellen Arbeitgeber zu k\u00fcndigen (64 Prozent).<\/p>\n<p>Knapp die H\u00e4lfte der IT-Sicherheitsexperten gab zudem zu, dass ihre Teams nicht \u00fcber die notwendigen pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen, um t\u00e4gliche Bedrohungen zu bek\u00e4mpfen, denen ihre Unternehmen ausgesetzt sind (45 Prozent in Deutschland). Bei fast genau so vielen Befragten sind die Teams nicht einmal in der Lage, die aktuelle Arbeitsbelastung zu bew\u00e4ltigen (44 Prozent in Deutschland).<\/p>\n<p>Weil der Arbeitsmarkt als leergefegt gilt, wenn es um erfahrene IT-Sicherheitsexperten geht, bleiben viele Stellen unbesetzt und die IT-Security-Teams dauerhaft gef\u00e4hrlich unterbesetzt. Schon allein dadurch werden die Abwehrmechanismen der Unternehmen kontinuierlich schw\u00e4cher.<\/p>\n<p>Die wichtigsten hiesigen Ergebnisse:<\/p>\n<ul>\n<li>Jeder zweite Security-Experten in Deutschland gibt an, dass seine Teams zu viele Tagesaufgaben \u00fcbernehmen m\u00fcssen, um wichtige Kompetenzen weiter auszubauen (51 Prozent)<\/li>\n<li>Knapp die H\u00e4lfte sehen in Deutschland den technologischen Wandel schneller voranschreiten, als sie und ihre Teams sich daran anpassen k\u00f6nnen (48 Prozent)<\/li>\n<li>Ebenso viele geben an, dass Angreifer \u00fcber extrem hohe Ressourcen und Unterst\u00fctzung von \u201ab\u00f6swilligen Akteuren\u2018 verf\u00fcgen \u2013 darunter zum Beispiel aus der organisierten Kriminalit\u00e4t und staatlich gef\u00f6rderte Hacker (49 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Sicherheit von Unternehmen ist unter anderem durch die schwindende Bedrohungsanalyse-F\u00e4higkeiten und M\u00f6glichkeiten und dem schwindenden Pool an Cybersecurity-Talenten stark gef\u00e4hrdet. In Deutschland sieht die Situation zudem bereits kritischer als im internationalen Umfeld aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Drei von vier Security-Experten untersch\u00e4tzen den Aufwand und die notwendigen Aktionen die erforderlich w\u00e4ren, um mit einer Bedrohung oder einem Vorfall richtig umzugehen (78 Prozent insgesamt und 83 Prozent in Deutschland)<\/li>\n<li>Rund acht von zehn IT-Sicherheits-Besch\u00e4ftigten entscheiden sich zu schnell und zu wenig fundiert bei der Beurteilung einer Bedrohung (77 Prozent insgesamt und 80 Prozent in Deutschland)<\/li>\n<li>Mehr als zwei Drittel der Security-Experten f\u00fchlen sich f\u00fcr einen bereits im eigenen Unternehmen stattgefundenen Sicherheitsvorfall verantwortlich, der sich h\u00e4tte vermeiden lassen (69 Prozent insgesamt und 75 Prozent in Deutschland)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Zahlen zeigen: Neueinstellungen allein sind nicht die L\u00f6sung, um den Fachkr\u00e4ftemangel zu bek\u00e4mpfen. Die Verteidigungsstrategien m\u00fcssen sich \u00e4ndern, etwa durch den Einsatz KI-optimierter Cybersecurity. Weitere Zahlen &amp; Fakten in der folgenden Infografik:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-45317\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefteIG.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"2336\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefteIG.jpg 560w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2019\/07\/SecurityFachkraefteIG-72x300.jpg 72w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Quelle: Symantec<\/p>\n<p><strong>Verwandte Artikel:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/07\/17\/immer-noch-ein-fuenftel-der-kmu-in-deutschland-nicht-ausreichend-auf-dsgvo-vorbereitet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Immer noch 1\/5 der KMU in Deutschland nicht ausreichend auf DSGVO vorbereitet<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/07\/11\/ausgaben-fuer-cybersecurity-steigen-zwischen-2010-und-2018-um-141-prozent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ausgaben f\u00fcr Cybersecurity steigen zwischen 2010 und 2018 um 141 Prozent<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/07\/03\/identitaetsbetrug-im-internet-drei-viertel-aller-betrugsversuche-mittels-social-engineering\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Identit\u00e4tsbetrug im Internet: 3\/4 aller Betrugsversuche mittels Social Engineering<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2019\/07\/02\/ein-viertel-der-menschen-in-europa-bevorzugt-cybersicherheit-durch-kuenstliche-intelligenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein Viertel der Europ\u00e4er bevorzugt Cybersicherheit durch k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unternehmenssicherheit wird nicht nur durch fehlende oder mangelhafte IT-Security-Systeme bedroht, sondern es fehlt vor allem auch an Fachkr\u00e4ften. 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