{"id":4303,"date":"2011-12-12T06:50:47","date_gmt":"2011-12-12T05:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/?p=4303"},"modified":"2013-03-03T18:32:12","modified_gmt":"2013-03-03T17:32:12","slug":"nokia-siemens-networks-stellenabbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2011\/12\/12\/nokia-siemens-networks-stellenabbau\/","title":{"rendered":"Wie der Chef von Nokia Siemens Networks den Stellenabbau intern begr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Netzwerkausr\u00fcster plant einen gro\u00df angelegten Stellenabbau; allein 3200 Jobs in Deutschland k\u00f6nnte es treffen. &#8222;Barreserven verbrennen, negativer Cashflow, stets Verluste&#8220; &#8211; derart harsche Worte schreibt CEO Rajeev Suri seiner Mannschaft per E-Mail ins Stammbuch.<\/strong><\/p>\n<p>Ende November hat Rajeev Suri, Chef des defizit\u00e4ren Netzwerkherstellers Nokia Siemens Networks (NSN), einen drastischen Kahlschlag verk\u00fcndet: Bis Ende 2013 will er im Rahmen eines <a href=\"https:\/\/www.nokiasiemensnetworks.com\/news-events\/press-room\/press-releases\/nokia-siemens-networks-puts-mobile-broadband-and-services-at-the-heart-of-its-strategy\" target=\"_blank\">konzernweiten Umbauprogramms weltweit 17 000 Stellen abbauen \u2013 gut ein Viertel der insgesamt 74.000 Mitarbeiter<\/a>. Arbeitnehmervertreter des 2007 gegr\u00fcndeten Joint Ventures von Siemens und Nokia f\u00fcrchten, dass Deutschland sogar noch st\u00e4rker bluten muss: 3200 Jobs k\u00f6nnten hierzulande im schlimmsten Fall wegfallen, <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/it\/nokia-siemens-networks-3200-jobs-in-deutschland-gefaehrdet\/5939030.html\" target=\"_blank\">erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem Umfeld des Gesamtbetriebsrats in M\u00fcnchen<\/a>.<\/p>\n<p>Hintergrund der Bef\u00fcrchtungen: NSN besch\u00e4ftigt derzeit noch 8100 Mitarbeiter in Deutschland Rund 40 Prozent davon arbeiten in Einheiten, die ganz oder teilweise dem Gesch\u00e4ft mit Festnetz-Infrastruktur zuzurechnen sind &#8211; siehe dazu auch den <a href=\"https:\/\/dialog.igmetall.de\/fileadmin\/01_Redaktion\/Download\/Betriebszeitungen\/SIMAZ-70.pdf\" target=\"_blank\">Artikel &#8222;Fehlende Festnetzstrategie im NSN Management&#8220; in der Hamburger IG-Metall-Besch\u00e4ftigtenzeitung Simaz 70, Seite 6 (PDF)<\/a>. Genau das will CEO Suri im Rahmen einer Neuausrichtung und Fokussierung auf mobile Breitbandnetze jedoch loswerden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4304\" title=\"\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/12\/nsnhq.jpg\" alt=\"\" width=\"435\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/12\/nsnhq.jpg 435w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/12\/nsnhq-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/>Konzernzentrale in Espoo\/Finnland (Quelle: NSN)<\/p>\n<p>Konkrete Zahlen kennt Michael Leppek, Unternehmensbeauftragter der IG Metall f\u00fcr NSN, zwar noch nicht, konstatiert aber: \u201eWenn das Festnetzgesch\u00e4ft verkauft oder geschlossen wird, k\u00f6nnte die Zahl der in Deutschland wegfallenden Stellen deutlich \u00fcber den insgesamt 2000 liegen, die man erwarten m\u00fcsste, wenn hierzulande im weltweiten Durchschnitt abgebaut w\u00fcrde.\u201c NSN wollte die m\u00f6glichen Szenarien nicht kommentieren.\u00a0Angeblich sollen die NSN-Besch\u00e4ftigten erst in dieser Woche weitere Details erfahren, so Gesamtbetriebsratschef Georg Nassauer gegen\u00fcber der WirtschaftsWoche: \u201eDas l\u00e4uft sehr dilettantisch. Die Mitarbeiter sind total verunsichert.\u201c<\/p>\n<p>Dies vor allem dadurch, dass Suri seine Mannschaft per E-Mail quasi vor vollendete Tatsachen gestellt hat. \u201eNur allein durch diese Ma\u00dfnahmen wird es uns m\u00f6glich sein, eine Firma zu schaffen, die stark genug ist, eines Tages unabh\u00e4ngig zu sein\u201c, erl\u00e4utert er die <a href=\"https:\/\/michaelkroker.tumblr.com\/post\/44285455822\/nsn-23112011-rajeevs-letter-in-german\" target=\"_blank\">Notwendigkeit f\u00fcr den Stellenabbau in dem Schreiben, das der WirtschaftsWoche vorliegt<\/a>. Auch die Hoffnung, die Mutterkonzerne Nokia und Siemens \u2013 sie hatten zuletzt Ende September eine Milliarde Euro an die Konzernzentrale in Espoo\/Finnland \u00fcberwiesen \u2013 k\u00f6nnten noch einmal einspringen, macht Suri zunichte: \u201eUnsere Eigner haben zum letzten Mal Kapital zur Verf\u00fcgung gestellt &#8211; und sie erwarten, dass diese Investition einen Ertrag liefert.\u201c<\/p>\n<p>Auch am bisherigen Schaffen seiner Leute l\u00e4sst der NSN-Chef kein gr\u00fcnes Haar: So sei die Profitabilit\u00e4t mit enormen Nettoverlusten seit der Gr\u00fcndung des Unternehmens nach wie vor viel zu gering. &#8222;Wir verbrennen weiterhin Barreserven und haben kontinuierlich negativen Cashflow generiert. Wir haben zu viele Gesch\u00e4ftsfelder, die niemals ad\u00e4quate Ertr\u00e4ge geliefert haben, und Regionen, die stets Verluste einfahren&#8220;, <a href=\"https:\/\/michaelkroker.posterous.com\/nsn-23112011-rajeevs-letter-in-german\" target=\"_blank\">schreibt Suri seiner Mannschaft in harschen Worten ins Stammbuch<\/a>. Wobei er sich an jenen Kriterien dann konsequenterweise auch selber messen lassen m\u00fcsste: Suri ist seit mehr als zwei Jahren als Vorstandschef von NSN; <a href=\"https:\/\/www.nokiasiemensnetworks.com\/news-events\/press-room\/press-releases\/rajeev-suri-appointed-chief-executive-officer-of-nokia-siemens\" target=\"_blank\">er wurde am 1. September 2009 zum CEO berufen<\/a>\u00a0&#8211; und arbeitet <a href=\"https:\/\/www.nokiasiemensnetworks.com\/news-events\/press-room\/collateral\/executive-management-team\/chief-executive-officer\" target=\"_blank\">bereits seit 1995 bei Nokia und dann der Netzwerksparte Nokia Siemens Networks<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Netzwerkausr\u00fcster plant einen gro\u00df angelegten Stellenabbau; allein 3200 Jobs in Deutschland k\u00f6nnte es treffen. &#8222;Barreserven verbrennen, negativer Cashflow, stets Verluste&#8220; &#8211; derart harsche Worte schreibt CEO Rajeev Suri seiner Mannschaft per E-Mail ins Stammbuch. 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