{"id":2882,"date":"2011-08-11T23:23:38","date_gmt":"2011-08-11T22:23:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/look-at-it\/?p=2882"},"modified":"2021-08-17T11:28:51","modified_gmt":"2021-08-17T09:28:51","slug":"ibm-pc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2011\/08\/11\/ibm-pc\/","title":{"rendered":"30 Jahre IBM Personal Computer &#8211; der Beginn der PC-\u00c4ra"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im August 1981 pr\u00e4sentiert der amerikanische IT-Gigant den ersten Personal Computer &#8211; damals als Antwort auf Empork\u00f6mmlinge wie Apple, Commodore oder Atari gedacht.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr IBM war es fast eine Revolution: Nur ein Dutzend Ingenieure &#8211; intern &#8222;Project Chess&#8220; genannt &#8211; t\u00fcfteln seit Mitte 1980 daran, f\u00fcr den damals als b\u00fcrokratisch geltenden Gro\u00dfrechnerriesen einen kosteng\u00fcnstigen Computer zu bauen, der zu Hause wie auch im B\u00fcro eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Dieser Rechner mit dem Codenamen &#8222;Acorn&#8220; &#8211; zu Deutsch Eichel &#8211; soll eine Antwort der etablierten IBM auf \u00e4hnliche Computer damals junger Anbieter wie Apple, Commodore oder Atari sein. Rund ein Jahr sp\u00e4ter, am 12. August 1981 &#8211; heute vor genau 30 Jahren &#8211; ist es schlie\u00dflich soweit: Der erste <a href=\"https:\/\/www-03.ibm.com\/ibm\/history\/exhibits\/pc25\/pc25_birth.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IBM Personal Computer kommt unter der Modellbezeichnung 5150<\/a> auf den Markt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-51068\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/IBMPC.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/IBMPC.jpg 600w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/IBMPC-300x209.jpg 300w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/IBMPC-432x300.jpg 432w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>IBM Personal Computer 5150 (<a href=\"https:\/\/www-03.ibm.com\/ibm\/history\/exhibits\/pc25\/pc25_PH02.html\">Quelle: IBM<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Die Basisversion &#8211; ein schlichter grauer Kasten mit Tastatur &#8211; kostet ohne Monitor und Diskettenlaufwerk 1565 Dollar; zwei 5\u00bc-Zoll-Laufwerke, Farbmonitor und Drucker gibt&#8217;s als Zubeh\u00f6r. Angetrieben wird der IBM-PC von einem Intel-Prozessor 8088 bei einer Takrate von 4,77 MHz. Standardm\u00e4\u00dfig verf\u00fcgt der Computer gerade mal <a href=\"https:\/\/www-03.ibm.com\/ibm\/history\/exhibits\/pc25\/pc25_fact.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber 16 Kilobyte (KB) freien Speicher, der sich \u00fcber Zusatzmodule auf insgesamt 256 KB<\/a> erweitern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Als Betriebssystem verwendet der Rechner MS DOS von einem kleinen, unbekannten Softwarehaus namens Microsoft &#8211; aber das ist der <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/blogs\/look-at-it\/2010\/11\/19\/windows-microsoft-grafisches-zeitalter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Startpunkt f\u00fcr eine ganz andere Geschichte<\/a>. MS DOS hat \u00fcbrigens <a href=\"https:\/\/www.techfieber.de\/2011\/07\/27\/msdos-ist-heute-30-jahre-alt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ende Juli sein drei\u00dfigstes Jubil\u00e4um<\/a> begangen. &#8222;Das ist der Computer f\u00fcr praktisch jederman&#8220;, l\u00e4sst sich IBM-Manager C.B. Rogers in der originalen Pressemitteilung vom 12.8.1981 zitieren (<a href=\"https:\/\/www-03.ibm.com\/ibm\/history\/exhibits\/pc25\/pc25_press.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier der komplette Wortlaut<\/a>). Damit hat Rogers beinahe prophetische Gabe bewiesen. Denn der IBM-PC war der erste weitgehend auf offenen Standards basierende Computer: Nutzer konnten Hardware-Komponenten wechseln, unterschiedliche Programme installieren und sogar vergleichsweise einfach selber Software programmieren &#8211; der Beginn des PC-Zeitalters.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2887\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/ibm_pc2.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"741\" srcset=\"https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/ibm_pc2.jpg 649w, https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/files\/2011\/08\/ibm_pc2-226x300.jpg 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>IBM-Pressemitteilung vom 12.8.1981 (Quelle: IBM)<\/em><\/p>\n<p>Denn im Bugwasser des IBM-Rechners hat sich schnell eine ganze Industrie mit Anbietern wie etwa Compaq (heute HP) oder Dell entwickelt, die ihrerseits &#8222;IBM-kompatible PCs&#8220; anbieten. In den fr\u00fchen Achtzigerjahren dominiert IBM den selbst geschaffenen Markt. Die Vielzahl der Anbieter von IBM-Klonen befeuert aber einen Preiskampf, der im Laufe der Jahre zu einer gro\u00dfen \u00dcbernahmewelle f\u00fchrt. Auch der IBM-Marktanteil f\u00e4llt bis Anfang dieses Jahrtausends auf rund f\u00fcnf Prozent &#8211; als die Amerikaner Ende 2004 in einem Paukenschlag verk\u00fcnden, aus dem PC-Gesch\u00e4ft auszusteigen und <a href=\"https:\/\/www-03.ibm.com\/press\/us\/en\/pressrelease\/7450.wss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ihre Sparte f\u00fcr 1,75 Milliarden Dollar an den chinesischen Computerbauer Lenovo verkaufen<\/a> zu wollen.<\/p>\n<p>Inzwischen scheint die Branche ihren Zenit \u00fcberschritten zu haben. Zwar wuchs der globale PC-Markt im vergangenen Jahr <a href=\"https:\/\/www.gartner.com\/it\/page.jsp?id=1519417\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">noch um fast 14 Prozent auf 350.000 weltweit verkaufte Ger\u00e4te<\/a>. Wahr ist aber auch: Intelligente Handys, die so genannten Smartphones, boomen geradezu und haben PCs inzwischen bei den St\u00fcckzahlen \u00fcberholt &#8211; im <a href=\"https:\/\/www.idc.com\/getdoc.jsp?containerId=prUS22974611\">zweiten Quartal 2011 verkauften sich weltweit 106 Millionen Smartphones<\/a> (ein Plus von 65 Prozent), aber <a href=\"https:\/\/www.idc.com\/getdoc.jsp?containerId=prUS22974611\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nur noch 84 Millionen PCs<\/a> (plus 3 Prozent). Zudem explodiert aktuell das Gesch\u00e4ft mit Tablet-Rechnern: Vorreiter Apple hat in seinem <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/pr\/library\/2011\/07\/19Apple-Reports-Third-Quarter-Results.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00fcngst abgelaufenen Finanzquartal fast zehn Millionen seiner iPads unters Volk gebracht<\/a>, ein Wachstum um 183 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n<p>Passend zum heutigen Jubil\u00e4um noch ein visuelles Schmankerl: Hier der erste Werbespot f\u00fcr den neuen IBM Personal Computer aus dem Jahre 1981 mit einem Charlie-Chaplin-Doppelg\u00e4nger als Protagonisten &#8211; der Auftakt f\u00fcr eine ganze Reihe ber\u00fchmter Spots in \u00e4hnlicher &#8222;Tramp&#8220;-Machart in den Folgejahren:<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgaGVpZ2h0PSI0MjAiIHNyYz0iLy93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvTlBMR3ZJMDNWcms\/cmVsPTAiIHdpZHRoPSI1NjAiPjwvaWZyYW1lPg==\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/4\/yt_NPLGvI03Vrk_hqdefault.jpg')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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