Problem im M-Commerce: 55 Prozent nutzen Shopping-Seiten mobil – nur 17 Prozent kaufen

Die Nutzerfreundlichkeit mobiler Webseiten lässt oft noch zu wünschen übrig. “Unterwegs gesucht, aber zuhause gekauft“ – lautet daher meist die Devise.

Mobile Commerce, also der Einkauf im Internet via Smartphone und Tablets, boomt – das habe ich auch bereits desöfteren hier im Blog thematisiert. So soll sich der Umsatz im mobilen Online-Handel in Deutschland allein in diesem Jahr auf 6,6 Milliarden Euro verdoppeln.

Dabei könnte die Summe wohlmöglich sogar noch deutlich größer sein, glaubt man den Zahlen von Userlutions, einer auf die Usability von Webseiten spezialisierten Agentur aus Berlin. Demnach verbringen die Nutzer bereits 55 Prozent der insgesamt auf Shopping-Seiten verbrachten Zeit an Mobilgeräten.

Vier von fünf Mobilnutzern brechen den Bestellvorgang ab

Und 93 Prozent ebenjener Mobil-User hat laut eigenen Angaben eine Kaufabsicht – doch nur 17 Prozent kaufen tatsächlich mobil am Smartphone oder Tablet ein. Anders ausgedrückt: 83 Prozent brechen trotz Kaufabsicht ihren Bestellvorgang ab.

Offenbar lässt die Nutzerfreundlichkeit vieler mobiler Webseiten immer noch zu wünschen übrig, so Userlutions in einem Fazit. Daher handelt das Gros der Shopper beim E-Commerce getreu der Devise: “Unterwegs gesucht, aber zuhause gekauft“.

Oder sie geben ihr Geld gleich woanders aus: Immerhin 61 Prozent der Nutzer gaben an, ihren Bestellvorgang bei schlechten mobilen Webseiten abzubrechen und zur Konkurrenz zu wechseln. Wie es scheint, gibt’s im M-Commerce noch viel Potenzial für Optimierungen, um die Konversionsrate nach oben zu schrauben.

Quelle: Userlutions

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