Web 2.0 und die Wissenschaft

Oft geht es bei diesen Anfragen um „Erfolgsfaktoren von Web 2.0 Unternehmen“ oder darum, was Web-2.0-Unternehmer von ihren Vorgängern in der New Economy unterscheidet. Nun finde ich es ok, wenn aktuelle Entwicklungen wissenschaftlich untersucht werden. Aber ist es wirklich sinnvoll, Web-2.0-Unternehmen isoliert zu betrachten? Was soll das bringen? Ist es nicht ein Denkfehler?

Das einzige, was ich wirklich interessant finden würde bei so einer isolierten Betrachtung, wären Erhebungen von Geschäftsmodellen. Wie viele der Startups basieren auf werbefinanzierten Modellen, wie viele nicht und wie realistisch sind die Modelle, zum Beispiel bezogen auf den Online-Werbemarkt.  Aber wäre es ansonsten nicht sinnvoller einmal festzustellen, inwiefern sich Web-2.0-Gründer von Gründern anderer Branchen unterscheiden?

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Alle Kommentare [4]

  1. Ich habe meine These letztes Jahr zu einem ähnlichen Thema geschrieben. Es gibt sehr wenige verlässliche statistische Daten, noch weniger Leute, die fundiertes wissenschaftliches Wissen über dieses Thema haben und am allerwenigsten gibt es Literatur, die akademischen Standards genügt.
    Meiner Meinung nach ist die Isolierung beinahe unmöglich, da die einzige vorhandene Literatur (außer Blogs und dem O’Reilly-Paper) über klassische (installed base) Software schreibt. Zu Geschäftsmodellen fehlt leider eine statistische Basis, diese selbst aufzustellen ist mehr als problematisch.
    Daher bin ich deiner Meinung, ein Vergleich bzw. eine Herleitung wird mehr Erfolg und Fundament haben.

  2. Das sich an den Erfolgsfaktoren herzlich wenig geändert hat: Team, Ertragswahrscheinlichkeit, Produktqualität und Markteigenschaften.
    Und daß so manche gute Idee zur These eine Menge Arbeit mit sich bringt, die man sich sparen kann, wenn man ein langweiligeres Thema aussucht…