Das Geheimnis der deutschen Dominanz

Noch müssen Dortmund und Bayern das deutsch-deutsche Finale erst perfekt machen. Für die neue internationale Qualität der Bundesliga-Teams gibt es aber schon vorab eine überraschend simple Erklärung.

Viel wurde seit der vergangenen Woche geschrieben über die vermeintliche Wachablösung im Fußball. Zu überzeugend war ja auch die Vorstellung der deutschen Topclubs über die so lange dominierenden Spanier. Als wichtigste Ursache wurde dabei meist auf die veränderte Nachwuchsförderung und den so entstandenen großen und besser geschulten Talentpool verwiesen.

Das „Wall Street Journal“ hat nun aber noch einen weiteren, vermeintlichen entscheidenden Punkt ausgemacht: Das Nichtstun. Die ausgedehnte Winterpause sei der entscheidende Unterschied zwischen Bundesliga und Primera Division sowie Premier League, wo teils auch um die Weihnachtsfeiertage gespielt wird. Sie führe zu einer besseren Fitness, die „im Frühjahr zwischen zwei sonst gleichwertigen Teams den Unterschied machen kann.“

Vorsprung durch Fitness also. Als Beleg wird angebracht, dass sich unter den zehn Kickern mit der größten Laufleistung in der Champions League gleich acht Deutsche befinden. Und auch Trainerlegende Arsene Wenger erklärte nach der Niederlage seines FC Arsenal gegen die Bayern: „Wenn Du als englischer oder spanischer Club gegen sie im März oder April spielst, hast Du einen Nachteil.“

Doch wenn die Lösung so einfach ist bleibt die Frage, warum die Bundesligisten diesen Vorteil in den vergangenen Jahren nicht ausspielen konnten? Auch darauf haben die Kollegen eine Antwort: Bis 2010 betrug die Winterpause sechs Wochen. Die Auszeit war damit schon wieder zu lang. Nun mit vier Wochen, geteilt in zwei Wochen Erholung und zwei Wochen Vorbereitung hätten wir die goldene Mitte gefunden.

Klingt doch logisch, oder was meinen Sie?

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