Wie Twitter die Fußballgerüchteküche anheizt

Im Spekulationswirrwarr um Stürmerstar Robert Lewandowski schreibt Dortmund ein offizielles Tweet-Dementi. Schon vorher stiftete ein Twitterer Verwirrung.

Den Überraschungscoup der Saison erfuhren Twitternutzer schon vor den Lesern von Bild & Co. Auf dem Kurznachrichtendienst verbreitete sich am 14. Januar die Meldung, dass Pep Guardiola neuer Bayern-Trainer wird, die offizielle Bestätigung folgte zwei Tage später. Quelle dafür war allerdings Sky Italia und so ging es mir wie Jens1893, der schrieb:

Doch der italienische Pay-TV-Sender sollte Recht behalten. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass derzeit so heftig über einen Wechsel von BVB-Stürmer Robert Lewandowski zu den Bayern spekuliert wird. Bayern-Fan Oliver Schmidt hatte am Montag von einem entsprechenden Gerücht auf der spanischen Website todomercadoweb.es gelesen. Ironisch twitterte er:

Der Tweet entging auch Sky Italia nicht, die Italiener lasen in ihrer Sendung vor und prompt beriefen sich diverse Medien auf den Sender. Wenn die wieder eine Bayerngerücht verbreiten, müsse das ja stimmen. Und so wurde plötzlich aus dem ironischen Kommentar zu einem Gerücht ein Beleg für selbiges.
Urheber @breitnigge wurde mit Anfragen dazu überhäuft und schilderte unter anderem in einem Interview bei den 11 Freunden, wie sich die Geschichte entwickelt hat.

Allerdings wird auch diese Version wieder in Frage gestellt. „Ein Blogger ist zum falschen Schluss gekommen, dass die „Lewandowski-Lawine“ auf Breitnigges Tweet basieren würde und die Journalisten drauf reingefallen wären. Tatsächlich aber sind nun die Netzgemeinde und andere Journalisten auf die Geschichte reingefallen, dass die Journalisten drauf reingefallen wären“, schreibt ein Kommentator. Einen sehr guten Versuch, die Dinge zu sortieren gibt es hier im Bayernfanblog Miasanrot.

Doch auch damit hat die Twitteraufregung noch langte nicht ihr Ende gefunden. Denn heute vermeldete Sky – diesmal waren es allerdings die deutschen Kollegen – Dortmund hätte Lewandowski zumindest eine Genehmigung erteilt, mit anderen Vereinen zu verhandeln.

Doch auch das scheint so nicht zu stimmen. Zumindest sah Dortmund Veranlassung für ein offizielles Tweet-Dementi auf seiner Website:

 

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