Wenn Devisenkontrollen Transfers behindern

Argentiniens Rekordmeister River Plate trägt seit Jahrzehnten den Spitznamen die „Millionäre“, doch nun bereitet dem Club schon eine Summe von weniger als einer Million Probleme. Für 600 000 bis 700 000 Dollar sicherte sich River im Sommer die Dienste des Stürmers Carlos „Chino“ Luna. Doch beim Vorbesitzer Liga de Quito aus Ecuador ist das Geld noch nicht angekommen, daher hat sich der Club nun bei der FIFA beschwert.

Nach argentinischen Medienberichten soll der Grund in den strengen Devisenkontrollen liegen: Die Zentralbank habe dem Club schlicht nicht erlaubt, die entsprechende Menge Dollar zu tauschen. Da die Kapitalflucht immer größere Ausmaße annimmt, hat die Regierung die Möglichkeiten Pesos zu tauschen extrem verschärft, in der Folge blüht der Schwarzmarkt.

Dem Finanzblatt „Cronista“ sagte ein argentinischer Clubfunktionär jedoch, derzeit sei das Devisenargument eine beliebte Ausrede generell klammer Vereine. Denn die könnten ja auf dem Schwarzmarkt tauschen. Doch während ein Dollar offiziell knapp fünf Peso kostet, müssen dort mehr als acht bezahlt werden.

Zudem müssen die Vereine im Zuge der strikteren Kapitalkontrollen auch ihre Transfergeschäfte transparenter handhaben. Daran sei die Zahlung laut Verein bislang auch gescheitert, erklärte Rivers Vizepräsident Diego Turnes nun gegenüber Fox Sports: Der Verein hätte das Geld erst auf ein Konto in Panama überweisen sollen, dann auf eines in Miami. Doch dafür habe die Zentralbank die notwendige Genehmigung nicht erteilt. Nun hätte er ein Konto in Ecuador und könne die Summe demnächst zahlen.

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