Endspiel

Griechenland ist pleite. Höchste Zeit, das endlich anzuerkennen. Die Verschleppungsstrategie ruiniert ein vereintes Europa.

Das Gezerre um die Zukunft Griechenlands ist beispielhaft – für die Widersprüchlichkeit und Inkonsequenz innerhalb der Europäischen Union. Die Alternativen sind klar: Entweder die EU-Staaten schieben immer mehr Hilfsmittel nach Griechenland; damit bessern sie schlicht immer nur wieder neue Macken im europäischen Integrationsfirnis aus, unter dem eine Staatspleite Griechenlands längst unübersehbar durchscheint. Oder sie lassen Griechenland pleitegehen.

In diesem nervtötenden Spiel haben wir nun das finale Stadium erreicht. Griechenland und die EU erinnern langsam, aber sicher an Clov und Hamm, die beiden in Aussichtslosigkeit vereinten Protagonisten aus Samuel Becketts Bühnenstück „Endspiel“. In gegenseitiger Abneigung sind sie doch aneinandergekettet ohne Aussicht auf Veränderung. „Etwas nimmt seinen Lauf“, sagt einer der beiden, als die Vorräte zu Ende gehen.

Auch zwischen Griechenland und der EU nimmt etwas seinen Lauf. Schon 2010 musste eine ehrliche Analyse zum Ergebnis kommen, dass Griechenland unter normalen Vorgaben nicht zu retten ist. Inzwischen belaufen sich seine Schulden auf 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zwei Drittel davon liegen bei den europäischen Steuerzahlern. Nach fünf Jahren Verhandlung sind wir also jetzt an dem Punkt angekommen, an dem es wirklich schlimm ist – für beide Seiten.

In einem beispiellosen Gezerre schieben IWF, EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten mit immer neuen Zeitschienen, Drohungen und Beschwichtigungen, je nach Stimmungslage, die Entscheidung vor sich her. Man möchte nicht ausrechnen, was die fünf Jahre ergebnislosen Verhandelns auf dem Stundenlohnniveau von Staatschefs Europa gekostet haben. Dafür hätte man vermutlich ganz Südeuropa retten können.

Griechenland wird teuer, ob innerhalb oder außerhalb der Währungsunion. Niemand in der EU wird zusehen wollen, wie das Land, das zur EU gehört, zum Armenhaus Europas wird. Wir werden zahlen müssen, so oder so. Hören wir also auf, uns etwas vorzumachen. Die griechische Regierung will nicht reformieren. Sie geht den Kampf gegen Steuerflucht und Korruption sowie die Reform der Sozialsysteme schlicht nicht an. Stattdessen produziert sie immer neue Listen und spielt mit der EU ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Maus die Katze jagt. Das kann sie tun, aber bitte außerhalb des Regelwerks der Währungsunion, das schon großen Schaden genommen hat. Die EU wird nicht implodieren, wenn die Griechen aus der Währungsunion ausscheiden. Rekapitalisierung der Banken, eine gemeinsame Bankenaufsicht bei der EZB und erfolgreiche Reformen in Spanien und Portugal haben die EU in sich stabiler gemacht seit 2010.

Klarheit wäre nun angebracht: Griechenland ist pleite. Lieber verbrennen die Verhandlungsführer weiter Geld als sich die Zunge an dieser klaren Aussage. Es ist höchste Zeit, zu retten, was noch zu retten ist. Nicht in Sachen Geld. Das ist weg. Aber einen Rest an Respekt vor den ökonomischen und politischen Spielregeln der Europäischen Union, den könnte man noch bewahren. Der Schaden für Europa ist sonst weit größer als die 240 Milliarden Euro Kredite für Griechenland. Der Schaden wären dann die Trümmer der Idee, ein vereintes Europa könne verlässlich funktionieren. „Nichts am Horizont?“, fragt Hamm in Becketts „Endspiel“, als er wieder mit dem Fernglas in die Welt schaut. „Alles ist…“. Aus.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Miriam Meckel. Permanenter Link des Eintrags.

Über Miriam Meckel

Dr. Miriam Meckel ist Chefredakteurin. Die studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin sowie Sinologin startete als Fernsehjournalistin bei WDR, RTL und Vox, bevor sie eine Professur für Journalistik an der Universität Münster übernahm. Meckel war danach fünf Jahre Regierungssprecherin und Staatsekretärin für Medien, Europa und Internationales beim Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen und wechselte dann zurück in die Wissenschaft. Sie ist Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, und Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher.

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Alle Kommentare [258]

  1. Nochwas „Lächerliches“.
    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/umfrage-unter-journalisten-diese-politiker-haben-ahnung-von-geld-und-finanzen/11061872.html?slp=false&p=8&a=false#image
    „Überraschend“ nennt der Autor des Beitrags wenigstens die Ergebnisse.
    Gysi zwei Plätze vor Lucke.
    Alles klar!!!
    Und nur EIN Beispiel!
    Eine Umfrage unter Journalisten!
    AUSGESPROCHENE Experten also die diese Sachkenntnis beurteilen können!!!
    Diese linke Kanaille!

    Warum taucht Zamir in der Liste eigentlich nicht auf????;-)

  2. Eysszynchen,
    Ich weiss es, du strengst dich ja an,
    du kleiner racker, aber das reicht
    nicht, hat noch nie gereicht, bis heute
    nicht ………

  3. Pampus,
    wenn ich das jetzt doch alles durchlesen soll, Deine verschimmelten Schüttelpalmenreime,
    dann ist das die 17.Wiederholung von der 35.Kopie, iss dass etwa eine von Deinen vielgepriesenen DiggiDaggi-
    Doggda-Arbeiten?

    Mächdich-Gewolldich ich bin beeindruckt und beknifftert, abba dootaal, hooach, ZZ

  4. Pampa,
    brav, genau das wollte ich aus Dir herauströpfeln sehen, urkonservativ und erzkatholisch, vorverurteilungen schon an Mamas Zitzen abgenuckelt, bis zum ampelrot.
    Komm und sei ein einziges mal äährlisch im leben, bei solchen hungerlatten
    „Marke Uschi O.“ da reisste Dir nicht nur einen Splitter ein, in Dein Lieblingsjoystick, da überkommt Dich auch der kälteste Frost, wenn die sich vor dir entkleidet und an Deinem MacGregor herumzieht, chichichi ohohohoh,
    Pampa entschludrige Bitte, ich kann mich vor lauter lachen nur noch hinschmeißen, ähähähöhöhöhöh.

    Schönen Gruss von der IG-Sicherheitsnadel+Faden, Zamir

  5. Na ja, immerhin kannst Du Dich noch an Sex erinnern Zamir. Wundert mich aber nicht, dass Du eher auf das Modell Cindy aus Marzahn als Uschi Obermeier stehst.

    Hier: http://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fwindimhaar.files.wordpress.com%2F2011%2F07%2Fhalf-ton-mum.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fwindimhaar.wordpress.com%2F2011%2F07%2F04%2Fhalf-ton-mum-die-schwerste-frau-der-welt%2F&h=259&w=433&tbnid=vumsu4HmhN4WaM%3A&zoom=1&docid=2749W962yzfyZM&ei=MdqDVYmYNoeTsgHfgajACg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1239&page=1&start=0&ndsp=21&ved=0CEgQrQMwBg

    Nach dem Essen sollst Du rauchen,
    oder eine Frau gebrauchen.
    Hast Du keines von den beiden,
    musst Du an der Stange reiben.

    Ein sogenannter Stabreim.

    Du kannst ja mal nach dem Lunch einen Funktionstest durchführen, ob Dein kleiner Zamir überhaupt noch funktioniert. Hinter der Küchentür ist ein guter Platz zum Wichsen.

    Denk dran, dass alle Frauen ausnahmslos Schuhe, Handtaschen und Klamotten kaufen. Was meinst Du, wie viel da die armen, verhungernden Kinder in Bangladesch nähen müssen, nur damit Deine Frau Reizwäsche tragen kann, damit Du noch einmal kannst Zamir. Schäm Dich! 😉

    Typisch ZoZi, Willy Brandt und Helmut Schmidt haben ja auch wild rumgevögelt. Wie viele Ehen haben jetzt eigentlich Fischer und Schröder auf dem Buckel? Und wie viele leibliche Kinder? Typisch Sozen, Scheidungen sind ein probates Mittel das Vermögen zu halbieren, aber keine Tinte auf dem Füller. Sozis vermehren sich irgendwie anders, über Gewäsch. Sehen Deine Kinder eigentlich aus wie der Briefträger und der Schornsteinfeger ohne Brille?

    Aber rede nicht so viel mit Deiner Frau, nicht, dass die Dir auch noch weg läuft. Irgendjemand muss ja für Dich arbeiten. 😉

    Gruß
    Pampa

  6. The Pampa,
    Dein Thema, Rainer Langer Hans vor einem Tag im Welt Interview,
    „Jeden Tag Sex, das fand ich schröckloch,“ ohohohohoh.
    Der Schlaffschwanz.

    Kucke Dir mal die Uschi Obereimer
    auf den alten Bildern an, welch ein dürres
    Gerippe, haste Geschmäckerverwirrungen, hääh?

    Pamps, beim besten willen, da gab es nichts zu „grillen,“ was findeste daran guad?

    Bebebebebeb, so eine Bohnenstange, hooach …

  7. Hab grad mal nachhgedacht, gelingt mir selten, aber jetzt hat’s geklappt:
    „Unterirdisch dumm“, hm, wenn mich einer so titulieren würde, dann wäre das daneben, wenn ich abba jemand so beschimpfe, dann ist das völlig korrekt. Ich bin ja schließlich der könig aller stuzzverzapfer, nach mir kommt lange nichts, dann erst mal ein haufen windelkacker, dann die fiffis und dverse scheißhaufenn und dann der rest der welt, herrje, ist das denn so schwer zu kapieren, ochoho.