Geschlossene Gesellschaft

Frankfurt als Kampfplatz der Euro-Rettungsgegner: Falsche Mittel führen nie zum richtigen Ziel.

Der 18. März ist der neue 1. Mai. Und Frankfurt-Ostend das neue Berlin-Kreuzberg. Mit der Einweihung ihrer neuen Zentrale ist der Europäischen Zentralbank (EZB) vergangenen Mittwoch etwas Nachhaltiges gelungen. Sie hat einen Feiertag geschaffen. Für Krawallmacher, gewalttätige Demonstranten und alle, die Kapitalismus, Banken und zu viel Geld schon immer ätzend fanden. Dafür sind jetzt auch Symbole geprägt: brennende Autos auf den Straßen und die Frankfurter Bankenskyline in schwarzen Rauch gehüllt.

Der 18. März wird zum Feiertag für gewaltbereite Randalierer, die jede Gelegenheit nutzen, sich auszutoben, und bei ihren jeweiligen Hassobjekten nicht wählerisch sind. Er wird nicht zum Feiertag einer neuen Bewegung für ein verändertes demokratisches Europa.

Es war wie vorauseilender Gehorsam zur Vermeidung von zu viel Realitätskontakt, dass die Feierlichkeiten der EZB im kleinen Kreis hinter verschlossenen Türen stattfanden. 100 geladene Gäste, Häppchen zum biologischen und akustischen Verdauen. Und dann weiter wie gehabt. Der Sitz der EZB ist eben nicht „Symbol für das Beste, was Europa gemeinsam erreichen kann“, wie EZB-Chef Mario Draghi es in seiner Rede formulierte. Er ist Symbol für ein Europa, das den Menschen zunehmend aus dem Blick gerät. „Heute leider geschlossene Gesellschaft.“

Zugestanden: Die EZB hat geballt abbekommen, was als Protest und Widerstand den Regierungen der Euro-Länder gebührt. Sie sind in der Verantwortung, endlich die Reformen umzusetzen, die eine endlose Hängepartie, wie im Falle Griechenlands, künftig unmöglich machen.

Im Video: Chefredakteurin Miriam Meckel stellt die Ausgabe 13/2015 vor.

Aber die Demonstranten hätten einen Punkt gehabt: Auf welcher demokratischen Legitimation beruhen eigentlich die Interventionen der EZB? Seit der zweiten Märzwoche kauft sie jeden Monat Anleihen im Wert von 60 Milliarden Euro. Mantraartig beschwören die Beteiligten, die gigantische Geldflutungsmaschinerie sei Bestandteil der Geldpolitik zugunsten von Preisstabilität. Als solche hat sie drastische Wirkungen: Der Euro wertet ab, der Dax schießt zwischenzeitlich über 12 000 Punkte, die deutsche Exportwirtschaft boomt. Aber das ist nicht alles.

Derzeit entscheidet der EZB-Rat von Woche zu Woche über neue Notkredite für Griechenland. Das Überleben des Landes als Teil der Euro-Zone liegt auch in den Händen von 25 Menschen im Entscheidungsgremium der inzwischen mächtigsten europäischen Institution. Demokratische Legitimation? Keine.

Als drittes Mitglied im Bunde neben Internationalem Währungsfonds und Europäischer Kommission ist sie Mitglied der Troika, die nun in Griechenland nicht mehr Troika heißen darf, aber das Gleiche macht wie vorher. Demokratische Legitimation? Keine.

EZB-Präsident Mario Draghi sitzt regelmäßig mit am Tisch, wenn die Staatschefs sich zum EU-Gipfel oder im Rahmen der G20 treffen. Gut, auch die Regierungschefs von China, Saudi-Arabien oder der Türkei können prima ohne freie demokratische Wahlen leben. Aber hier geht es um Europa. Begründung für mangelnde demokratische Legitimation der größten und mächtigsten supranationalen Institution? Keine.

Der französische Integrationsforscher Antoine Vauchez hat soeben ein Buch vorgelegt, das schon im Titel fordert: „Démocratiser l’Europe“. Sein Argument: Politik gestalten in Europa inzwischen vor allem die supranationalen Institutionen, allen voran die EZB. Die gewählten Regierungen folgen ihnen, weil sie selbst keine Wahl haben. Dass sich die Proteste nun gegen die EZB gewendet haben, kann ihnen nur recht sein. Wenn gegen die Zentralbanken gefeuert wird, sind die reformunfähigen Regierungen erst einmal raus aus der Schusslinie.

Am 18. März wurde aus einem berechtigten Anliegen Krawall zum Selbstzweck. Unverhältnismäßig, so wie die Machtfülle der EZB, gemessen an ihrer demokratischen Legitimation. Kein Grund zum Feiern.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Miriam Meckel. Permanenter Link des Eintrags.

Über Miriam Meckel

Dr. Miriam Meckel ist Chefredakteurin. Die studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin sowie Sinologin startete als Fernsehjournalistin bei WDR, RTL und Vox, bevor sie eine Professur für Journalistik an der Universität Münster übernahm. Meckel war danach fünf Jahre Regierungssprecherin und Staatsekretärin für Medien, Europa und Internationales beim Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen und wechselte dann zurück in die Wissenschaft. Sie ist Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, und Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher.

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Alle Kommentare [132]

  1. Nein, sie ist nicht meine Maitresse; in dieser Hinsicht bin ich gut bedient – auf französisch 🙂
    Stimmt, die Tischmanieren sind wichtig. Wenn ich in einem angelsächsischen Land speise ist das für mich eine entspannende Abwechslung. Bei uns ist alles ritualisiert, von der Anordnung des Besteckes bis zum Folge der Gänge. Ich nehme das nicht mehr wahr, weil ich seit meiner Kindheit daran gewöhnt bin. Aber einen Prolo würde man sofort erkennen. Wohl auch daran, wie der das Besteck benutzt.
    Es grüsst der adelige Lackel

  2. … und die „bayrische“ stimmenverwirrung (2113 + 0207 Uhr)
    lässt darauf schliessen, dass die einwanderungs-
    bedingte kosovo-albanisch-ungarische umformatierung
    bereits in vollem gange ist und raumgreifend in den
    einheymer-hirnen die toodalen andockmeechlichkeiten
    gefunden hat,
    „ess iss noch suppe da“, ohohohoh.
    Isch fass es nischdd …

    Schönen Grunz von der Sammel-Unterkunft
    Sprentzlingen an der Schrunz, Zamir

  3. verschleusst, hääh?
    Wie geht dass denn, hmm?
    Könnt‘ ich daaha mitmachen, rein plutonisch?

  4. Nun ja, madame de Pompadour, sollte diese dame gemeint sein, war die matraze von Louis XV. Madame Pompidou, geb. Claude Cahour war die Gattin des Gaullisten Georges Pompidou, dem ersten französischen Staatspräsidenten nach Charles de Gaulle. Sie wurde 95 alt, an der Seite des Bauernbuben Georges, den sie 33 jahre überlebte.
    Letzteres kann und sollte einem pampageno nicht widerfahren, denn ersten geht er nicht in die politik un zweitens verschleusst er seine frauen und nicht sie ihn.;-)))

  5. Ghost,

    warum furzed und rülpset Ihr nicht, hat es Euch nicht geschmacket … geht eigentlich auf Martin Luther zurück.

    Also ohne Deine Sekretärin kannst Du nicht richtig Deutsch schreiben und außerdem darf sie nicht wissen, dass Du hier im Blog bist? 😉 Das klingt nach Szenen einer alten Ehe, Du Pantoffelheld. Oder ist die Sekretärin Deine Mätresse? Du nennst sie doch nicht etwa Madame Pompidou?

    Gib Pompi mal ein Küsschen von mir, wenn sie eine etwas Schlauere ist, weiß die, wo Du so rumsurfst. 😉

    Aber die korrekte bäuerliche Tisch-Etiquette ist natürlich, dass man die Schüsseln mit dem Futter in die Mitte vom Tisch stellt und dann langt jeder mit den Fingern zu. Bei festlichen Diners wie jetzt bald zu Ostern binden wir uns ein Schnäuztuch um den Hals und jeder bekommt auch Besteck, also einen Löffel. Den greift man mit der ganzen Faust und schaufelt dann von den Schüsseln aus der Tischmitte richtig Schlund. Außerdem stützt man dabei den Unterarm auf den Tisch und streckt den Kopf in Richtung Schüsseln, um auch satt zu werden. Damit Du auch mal Tischmanieren lernst, Du adeliger Lackel. Was? Nun sei doch nicht so kleinlich … 😉

    Na, was machen die Spanferkel noch? 😉

    Aber mal im Ernst, international ist es schon interessant, wenn man ihnen mal so zusieht, andere Länder, andere Sitten. Interessant finde ich ja, wie Kanadier und US-Amerikaner Steaks essen. Als ich das das erste Mal sah, saß ich als Jungspunt neben einem kanadischen Fonds-Manager. Gabel links, Messer rechts, soweit normal, Stückchen abschneiden, Messer weglegen, Gabel von links nach rechts, mit der Rechten zum Mund. Gabel wieder links rüber, Messer wieder aufnehmen, und das gleiche wieder. Ich dachte mir nur, was zur Hölle macht der da?

    Bei Japanern kannst Du auch an Essritualen sehen, wer eigentlich der Ranghöchste von ihnen ist. Der sagt normal zunächst mal gar nichts, aber beim Essen siehst Du dann, wie sie im Kollektiv spachteln und wer da den Takt vorgibt, ist die Numero Uno. Der sitzt auch anders da, als die anderen, etwas senkrechter, je tiefer gebeugt dass sie spachteln, umso niedriger sind sie in der Hierarchie. Die machen das unterbewusst Ghost, musst Du mal aufpassen, wenn Du wissen willst, mit wem Du gerade redest in der Hierarchie. Das ist nicht immer so, wie das Protokoll nach außen hin ausweist. Der Shogun selbst hält sich fast immer zunächst bedeckt. Das würde ich bei Verhandlungen mit Japanern an Deiner Stelle auch tun, denke dran, der Shogun und sein Personal beobachten Dich!

    Wem sage ich das, aber es ist ganz interessant, was man an Tischkultur an Kulturen heraus lesen kann und eigentlich freut sich jedes Mitglied einer Kultur, wenn man sich für sie interessiert, das geht uns nicht anders.

    Open up your mind, since where your mind goes, your body follows!

    Gruß
    Pampa

  6. „Aber mir diese kleinlichkeiten unter die nase zu reiben..“
    Pampa, bei sich selbst ist dieser ghost in kleinlichkeiten großzügig, sei es auch.

  7. „Die wären übrigens erstaunt, dass ich bei einem solchen etwas verrückten Blog mitmache…“

    Ghost,
    diese Gelassenheit gefällt mir.

    Nun denn…

    Gruß
    karel

  8. Pampa
    Also rülpsen und f—-, weiss ich nicht, darüber berichtete niemand. Aber im heutigen China habe ich das beobachtet – gehört anscheinend dazu. Die Tischsitten waren damals in allen sozialen Ständen gleich. Erst im ausgehenden 17. Jahrhundert benutzte man Messer und Gabel, vorher gab es nur Löffel und die Hände. In meiner Sippe waren sie aus Silber, mit gravierten Wappen drauf, das gemeine Volk musste sich mit Zinn, Messing oder gebrannter Erde zufrieden geben. Ging ja auch. Ich weiss nur, dass es im Schloss kein WC gab, sondern es ging direkt runter in den Burggraben. Das Leben damals war alles andere als komfortabel und auch keineswegs immer ökologisch.
    Um mich zu ärgern muss man schon dick auftragen. Das Leben ist zu kurz, um sich wegen Banalitäten aufzuregen. Aber mir diese kleinen Fehler unter die Nase zu reiben finde ich etwas kleinlich.
    Wenn ich hier schreibe, achte ich weniger auf die Orthografie. Vielleicht kommt es auch durch die Betreuung meiner Assistentin nebst Sekretärinnen, die mir viel abnehmen, das verführt zur Bequemlichkeit. Aber hier können sie mir keine Dienst leisten. Dei wären übrigens erstaunt, dass ich bei einem solchen etwas verrückten Blog mitmache 🙂

  9. Nun Ghost,

    die größte Landwirtin in der EU ist eigentlich die englische Krone. Die haben auch diverse Gestüte. Siehst Du, mein großes Vorbild, zumal ich aber weniger adelig bin und wir diesbezüglich eine sehr liberale Gesetzgebung in D haben, tat ich es ihr nach und erweiterte das Angebot Urlaub auf dem Bauernhof auch um ein Gestüt, also einen Puff, was ja fast dasselbe ist. Mama und die Mädchen können dann ja Pony reiten und Papa … hey, Gleichberechtigung, der will ja auch reiten.

    Tja, früher rülpsten und furzten Deine Ahnen noch am Mahl und meine armen Ahnen mussten ihnen als Leibeigene nachher lesen und schreiben beibringen. Manche Dinge ändern sich nie … 😉

    Iss ja juut … 😉

    Gruß
    Pampa

  10. „Selbst ich bin nicht perfekt. Ausserdem …“ Klar Ghost, „außerdem“ schreibt sich übrigens nicht mit doppel s. 😉 Ein gewisses Manko nicht wahr, wenn man in der Schweiz im Internat war, die Schweizer kennen kein ß. Es reicht ja wenn einer von uns beiden perfekt ist. 😉 😉 😉

    Lass Dich nicht ärgern, obwohl … 😉

    Gruß
    Pampa

  11. Pampa
    Ungarn nicht, aber ’ne Menge Engländer und Leute aus dem Commonwealth. Na ja, ist ja auch eine Weile her, der Aufenthalt in der „Anstalt“. Selbst ich bin nicht perfekt. Ausserdem halte ich es wie Friedrich II: Ich spreche lieber französisch.

  12. Es muss euch nicht jedesmal die Sprache verschlagen, auch nichtwissen ist eine besondere Form des „wissens“.
    Ohohohohohohihihihihi.

    Schönen Gruss vom Campus Schlampus, Zamir

  13. Alles purer Quatsch, es gibt nur eine:

    „Amy Chua, Battle Hymn of the Tiger Mother“,
    aus 2011/12, Paperback Books.
    Die Mutter des Erfolgs, in germanischer sprache

    Nur das ist die richtige „Dröhnung“, alles andere
    eben himpelchen und pimpelchen.
    Steckt eure poesiealben wieder ein.

    Schönen Gruss von den Bildenden Zünften, Zamir

  14. Ghost 😉
    „dann können sie kein Latein lernen“

    War wohl ein Internat für verarmten Adel, wie wäre es mit „können sie nicht Latein lernen“. Da waren bestimmt Ungarn drin … 😉

    Gruß
    Pampa

  15. karel
    Das liegt aber auch an den Erziehern. Wenn die Bengel dauernd am PC sitzen und ihre Zeit mit Spielchen verbringen, dann können sie kein Latein lernen, oder sich in Mathe vertiefen. Und das Niveau an den Schulen sinkt, von Ausnahmen abgesehen. Das Abitur von 1960 ist nicht mehr das Gleiche wie heute. Tempi passati.

  16. Pampa 16:53
    Ich kann mich in die soziale Unterschicht nicht einfühlen. Wie schon einmal unser Waschzuber-Vespucci richtig erkannt hat, zähle ich zu den „Salonsozialisten“. Als Praktiker wäre ich eine totale Null. Das interessiert mich auch überhaupt nicht, ausgenommen das Projekt meines Freundes Götz.
    Mir ist aber bekannt, dass selbst italienische Einwandererkinder, die hier geboren sind, nur ziemlich unvollkommen die deutsche Sprache beherrschen und daher in der Schule Probleme mit dem Stoff haben. Vielleicht, weil sie in einer Art ethnischer Enklave leben. Deutsche oder Skandinavier leben sich relativ schnell in de USA ein, wogen die Russen damit Probleme haben, et cetera. Ich glaube es kommt darauf, wie stark und exklusiv eine ethnische Identität gelebt wird. Ist sie zu stark, so wird die Integration behindert. Das sieht man auch in den französischen Vorstädten.

  17. “ Ein zunehmender Teil der Schulabgänger bringt nicht mehr die Voraussetzungen mit, um eine Lehre zu machen. 256.000 junge Leute mussten 2014 ein „Bildungsprogramm im Übergangsbereich“ absolvieren……..
    ……..Angesichts der drohenden Fachkräfte-Lücke müssten sich also eigentlich alle Augen auf das Bildungswesen richten. Auch die zahlreichen Schulreformen, die hier veranlasst wurden, müssten noch einmal auf den Prüfstand. Doch nichts dergleichen geschieht. Stattdessen werden drei Gruppen als Lückenfüller ins Gespräch gebracht: Frauen, Migranten und ältere Arbeitnehmer sollen die Krise lösen – so als wäre die normale Nachfolgegeneration durch eine geheimnisvolle Krankheit dahingerafft und müsste nun von außen ersetzt werden. Den Bruch am Übergang zwischen Schule und Beruf nimmt die Politik hin, als wäre er ein höheres Schicksal.“
    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/fachkraefteluecke-das-raetselhafte-verschwinden-der-fachkraefte/#more-6669

    Bildungs-Politik ist bekanntlich Ländersache……
    Ein Grund mehr, die 16 Bundesländer auf nur noch 5 „einzudampfen“.

  18. Der mensch an sich wird nicht dumm gebohrt,
    pardon geboren muss es heissen.
    Es sind immer die umstände und die verhältnisse,
    aus denen er sich oftmals mühsam befreit,
    mit denen sich der junge erdenbürger „herumschlagen“
    muss und die ihn prägen.
    Ergo, nicht jeder, der unter „Affen“ gross wird ist
    automatisch auch Tarzan, woll.

    Und sooho manches Muttersöhnchen hat später selbst
    grösste mühe damit, sich in der eigenen Nase zu bohren.
    Wieviel wird vererbt, gegerbt und welche rolle spielt
    der vernunftbegabte umgang mit den zeitgenossen?

    Garantiert arbeiten die angesehensten Wissensverschachteler
    bereits an der Pille „Aus dumm mach schlau“ und umgkehrt,
    damit allzu grosse verfehlungen auf der stelle auch wieder
    rückgängig gemacht werden können.

    Das genie beherrscht das Chaos und der rest gibt sich
    mit allem zufrieden, setzt sich auf die banke hinterm
    Haus, liest die faz oder taz, raucht eine Pfeiffe und
    läppelt sich seinen doppelten Wacholder durch die
    genussknospen, sooho iss ess.

    Der Nächste bitte, darf auch ’ne Fruu sein, ZZ

  19. @Pampa
    „Könnten wir vielleicht mal etwas mehr differenzieren,…“

    Differenzieren, Ja!
    Aber das genau tut der WiWo-Artikel eben nicht.
    Er suggeriert das NUR der Staat zu wenig tut, bzw. zu wenig investiert.
    Er fordert nicht anderes, als das weitere Aufblähen der Sozialindustrie.
    Als hätten wir nicht schon genug davon.

    Gruß dtesch

  20. Dieses bildungsfernen Asylantan mit Migrationshintergrund aber auch, die lernen nie etwas. So einer wie er hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ranga_Yogeshwar

    Vielleicht sollte man mal anmerken, dass es nicht unbedingt am Migrationshintergrund liegen muss, wenn jemand bildungsschwach ist, auf Anhieb fallen mir da auch genügend Deutsche ein.

    Das A und O wäre, dass man zunächst mal als Kind die Sprache lernt. Rein anatomisch ist es auch nicht jedem gegeben Bildung zu erlangen, aus einem Esel macht man keinen Araber.

    Tu misch ma die Fanta … 😉

    Könnten wir vielleicht mal etwas mehr differenzieren, denn ich vermute schwer, dass hier viele dabei sind, die mit derart angesprochenen Schichten überhaupt jemals Kontakt hatten.

    Gruß
    Pampa

  21. Das ist neu:
    ZoZi antwortet mit einem einzigen Wort, statt … 😉
    Du liegst doch nicht etwa auf Intensiv 😉

  22. dtesch
    In der Presse wird vieles tendenziös dargestellt und sogar bewusst gelogen. Es kommt auch auf die persönliche Einstellung des Journalisten an, seiner eventuellen Parteizugehörigkeit oder Glaubensrichtung, auch auf die ideologische Linie, die ein Blatt vertritt. Man sieht es ja an der taz. Das beste mir bekannte Blatt auf internationalem Niveau ist die NYTimes, der vertraue ich.
    Bildung wünscht sich in der Tat jeder, aber der Weg dorthin ist nicht immer einfach, man muss eben wollen und sich anstrengen. Nicht alle Leute mit Migrationshintergrund sind dazu bereit oder fähig. Denn um sich dazu bilden braucht man zunächst sehr gute Deutschkenntnisse.

  23. … und wieder werden wir zeugen, wie die presse
    aus katastrophen ihre eigene suppe zu kochen
    scheint, trickst, täuscht, verschweigt, verneint,
    verheimlicht und verdrängt.

    Die politik noch einen draufsetzt und sogar spekulationen
    über die absturzursache gar zu verbieten droht, mit dem
    moralischen zeigefinger, so der deutsche innenminister
    vor 36 stunden, ein abscheuliches drama noch owwedruff.
    Wann wird das ein- und ausatmen zensiert und versteuert?

  24. Fassen wir zusammen;
    die deutschen, das volk, ist zu über 80% mehr als nur
    bereit, auf zuwanderer zuzugehen und sogar sich intensiv
    einzubringen, dies ist eine tatsachenbeschreibung, der
    sich fast jeder/jede von uns anschliessen kann.
    Dies ist auch aktuell wieder zu erleben, hier in Berlin
    sind es menschen aus allen altersgruppen, die den zuwanderern
    zugewandt sind und alle möglichen initiativen starten, sich
    beteiligen, helfen und nicht lange warten oder fackeln.

    Das grundübel ist leider nicht typisch deutsch, denn es
    fehlt zwischen den berhörden von Bund, Ländern und den
    Kommunen an fast allem.
    An informationen zur rechten zeit, an benötigten geldern,
    an organisatorisch wichtigen massnahmen und an einem
    klaren und durchführbaren konzept, einer linie, die es den
    vielen unterstützern auch ermöglicht, weiterhin mit elan,
    menschlichkeit und freude, ihre in den meisten fällen
    ehrenamtlichen tätigkeiten durchzuführen.

    Es fehlt an jeder ecke und in fast jedem augenblick,
    an koordination und zielgerichteten plänen, die beiden
    „betroffenengruppen“, sowohl den hinzukommenden,
    als auch den einheimischen, das normalste leben und
    erleben ermöglicht.
    Vor ort, ist dieser gravierende abstand zwischen Politiker-
    gesabbel und durchführbarkeit zu spüren, man fühlt sich
    gewissermassen im stich gelassen und mit der knallharten
    realität konfrontiert.
    Multikulti, Integration, Miteinander-Füreinander, Hilfsprojekte,
    Eigeninitiativen und vieles mehr wurde in den vergangenen
    Jahrzehnten überwiegend von den betroffenen Gruppierungen
    untereinander geleistet,
    die gross-spurige, sprachgewandte Politik hat stets mit
    grandiosen und kühnen reden geglänzt und sich ansonsten
    vornehm zurückgehalten.
    Das von alledem nur proftitierende und in eine luxuriöse
    Lage katapultierte Unten-Nehmer-tum, hat die gunst
    der stunde, wie könnte es auch anders sein genutzt,
    die konkurrierenden arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt
    und ist mit billiglöhnen und sklavenhalter ähnlichen zuständen,
    in gewinnmaximal-zonen gekommen, wie noch nie zuvor.

    Diese kleine zusammenfassung macht die entscheidenden
    gewichtungen deutlich, welche deutschen den rahm
    von zuwanderungen, seit mehr als fünfzig jahren abschöpfen
    konnten; FORTSETZUNG folgt:

    Schönen Gruss aus den gelobten Ländern, ohne Bund, Zamir

  25. @Eysel
    „Wie mustergültig und repräsentativ!!!!“

    Es ist inzwischen schon peinlich, wenn solche Lobhudeleien in der WiWo Eingang finden.
    Eine in D geborene 1968 einer aus der Türkei eingewanderten Familie, spricht Deutsch und ihre Kinder offenbar auch. Wobei das nicht sicher ist, da wie berichtet, zu diesem Zweck noch DEUTSCHE Bücher am Abend vorgelesen werden müssen.

    So sieht also, lt. WiWo die Referenzfamilie der Migranten aus.

    Entlarvend sind dann solche Sätze wie:
    „So gut wie alle für die Studie befragten Eltern (96 Prozent) halten Bildung für den wichtigsten Schlüssel eines gelungenen Lebens.„

    Aus welchen Migrantenkreisen waren diese „befragten Eltern“?
    In welchen Sprachen wurde diese durchgeführt?

    Aus Berlin-Neuköln oder Duisburg können die wohl nicht gewesen sein, denn wie es weiter heißt:
    „Mehr als zwei Drittel der Eltern verbringen deshalb mehr als eine halbe Stunde täglich mit der Hilfe in allen Schulbelangen.„

    Wenn die Eltern selbst nicht mal ansatzweise die deutsche Sprache verstehen, können sie wohl kaum ihren Kindern „mehr als eine halbe Stunde täglich“ Hilfe bei Schulbelangen zukommen lassen.

    Dann weiter:
    „Über alle Milieus hinweg“, schreiben die Autoren, „wird der Wunsch geäußert, dass die Kinder es einmal besser haben sollen.“
    Das ist verständlich. Welche Eltern wollen das nicht.
    Nur, impliziert das nicht unbedingt, dass die Eltern sich TÄTIG für die Bildung ihrer Kinder einsetzen.

    Nach dieser Lektüre fragt man sich unwillkürlich, wer hier Märchen erzählt.

    Gruß dtesch

  26. „Wenn vorhandenes Wissen,
    verwendbare Technologie und
    erarbeitete Möglichkeiten bewusst
    nicht umgesetzt werden und nur
    für eine kleine Hosenscheisserbande
    zum Einsatz kommen, dann ist das ebenso
    einer grossen Dummheit gleich zu setzen,
    die einen noch grösseren Schaden anrichtet,
    als pure Unfähigkeit und Beschränktheit.“
    Entnommen der klaren und reinen Zamirschen.

    Viele Grüsse aus dem Bildungs-Schummel-Dummel, Zamir

  27. überischens,
    wissen erwerben,
    wissen sammeln,
    wissen verwerten
    und damit dem stand der technoligie und
    des erfahrungsschatzes der gesamten
    menschheit zum erfolg zu verhelfen,
    das wäre genau sinn und zweck unserer
    vordoberen, vermaledeiten grosswildschergen,
    Hunger, Krieg und Krankheit von der
    menschlichen Existenz ein für allemal
    zu verbannen. Dass sie andere ziele
    verfolgen, liegt an den vorhandenen
    „zwei zellen“ im obenliegenden kastendenken,
    viel lieber werden sie ihr schosshündchen beschenken …

    Schönen Gruss von den ZweiZellenHeinis, Zamir