Gleiche und Ungleiche

Soziale Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb. Auch im sozialen Aufstieg. Dazu braucht es Chancengerechtigkeit, nicht Gleichheit.

Ungleichheit war früher eine Frage des Traurings. Gleich fünf Töchter muss das Ehepaar Bennet in Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ unter die Haube bringen. Dass sich Tochter Elizabeth gegenüber den Anträgen wohlsituierter Herren störrisch ablehnend zeigt, ist nicht nur gegen die gesellschaftliche Moral. Es bedeutet auch, eine Chance des gesellschaftlichen Aufstiegs auszuschlagen. Die einzige, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts garantiert funktioniert hat.

Heute gibt es andere Wege. In der sozialen Marktwirtschaft soll niemand warten, bis er oder sie die soziale Leiter rauf verheiratet wird. Persönlicher Lebenserfolg lässt sich individuell gestalten.

Ungleichheit schadet dabei nicht – im Gegenteil. Unterschiede in Einkommen, sozialem Status und Lebenssituation sorgen für Wettbewerb um Ziele und Positionen. Wir brauchen Unterschiede, die für uns einen Unterschied machen, so hat es der britische Soziologe Gregory Bateson verwirrend, aber klug beschrieben. Nur das Signal, es geht auch anders, setzt den Anreiz, etwas zu verändern. Wo alles gleich ist, wird auch jede Bemühung egal.

Falsch! Stopp!, ruft manch ein Ökonom, wenn Unterschiede als Voraussetzung von Wettbewerb und Wettbewerb als Weg zu Verbesserung genannt werden. Der Franzose Thomas Piketty hat die These wachsender Vermögens- und Einkommensungleichheit mit seinem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ besonders lautstark und erfolgreich ins Gespräch gebracht.

Im Video: Chefredakteurin Miriam Meckel stellt die Ausgabe 10/2015 vor.

Die Verteilung von Einkommen und Vermögen in einer Gesellschaft werden mit dem Gini-Koeffizienten gemessen. Er kann zwischen 0 (vollkommene Gleichverteilung) und 1 (einer hat alles) liegen. In Deutschland lag er 2012 nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Vermögen bei 0,78. Die schlechte Nachricht: Kein anderes Land in der Euro-Zone hat eine höhere Spreizung bei Einkommen und Vermögen.

Die gute Nachricht: Der Wert hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht groß verändert. Deutschland wird also – entgegen manch alarmistischer These – nicht immer ungleicher.

So weit die Statistik. Aber was will sie uns sagen? Dass Wirtschaftswachstum, internationaler Handel und technologischer Fortschritt eine Gesellschaft nicht gleicher, sondern ungleicher machen? So einfach ist es nicht.

Vielleicht muss daher die Frage anders gestellt werden: Hilft es den armen Menschen in einem Land, wenn die Reichen weniger reich sind? Nein. Hilft es den Armen, wenn die Reichen ihren Reichtum mit ihnen teilen? Kurzfristig ja.

Eine Gesellschaft, die sich dauerhaft auf Umverteilung stützt, hat perspektivisch nichts zu bieten. Abhängig zu sein von den Almosen anderer ist, zugespitzt formuliert, die Wiedereinführung der Ständegesellschaft. Wer einmal einer sozialen Gruppe angehört, bleibt da, wo er ist. Der andere wird für ihn sorgen. Genau wie bei Jane Austen und dem Aufstieg über Heirat.

In der sozialen Marktwirtschaft ist der Gegensatz von Ungleichheit nicht Gleichheit, sondern Gerechtigkeit. Es geht nicht um gleiche Ergebnisse, sondern um gleiche Voraussetzungen. Jeder muss die Chance haben, seine Position in der Gesellschaft, sein Einkommen und seinen Aufstieg zu gestalten. Das ist gerecht.

Das aber ist in Deutschland so nicht der Fall. Zwei Drittel der Deutschen mit kleinen Einkommen schaffen es nicht mehr, in eine höhere Einkommensgruppe aufzusteigen. Das Elternhaus bestimmt über die Bildungschancen, und die bestimmen über Aufstieg und Einkommen. Das Ticket für die Lebensreise wird bei der Geburt gelöst: Holzklasse oder Businessclass.

Bücher sind ein Spiegel der sozialen Ordnung. Die Jane Austen von heute heißt – mit erheblichen Qualitätsabstrichen – E L James. In ihrem Werk „50 Shades of Grey“ wird gezüchtigt statt geheiratet. Wenn man die Elite nicht im übertragenen Sinne schlagen kann, dann wenigstens ganz konkret.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Miriam Meckel. Permanenter Link des Eintrags.

Über Miriam Meckel

Dr. Miriam Meckel ist Chefredakteurin. Die studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin sowie Sinologin startete als Fernsehjournalistin bei WDR, RTL und Vox, bevor sie eine Professur für Journalistik an der Universität Münster übernahm. Meckel war danach fünf Jahre Regierungssprecherin und Staatsekretärin für Medien, Europa und Internationales beim Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen und wechselte dann zurück in die Wissenschaft. Sie ist Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, und Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher.

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Alle Kommentare [223]

  1. Pampa 1401 uhr,
    wass iss, hat Deine liebe frau Dir vabott mehr zu kommentieren,
    wegen der Quote ewta?
    Tjahaha, dieses ewige Zuckerbrot und Peitsche Prinzip,
    wurde vermutlich schon von den Höhlenmenschen
    angewandt, um etwas ordnung und übersicht in die
    damaligen haushalts-strukturen zu bringen, bis zum zehnten,
    maximal zwölften lebensalter lassen sich die jungen frauen
    ja noch sehr wohldosiert und mit viel anmut anleiten, aber
    dann wird es irgendwie komplett ungemütlich und wirr
    durcheinander, da muss der mann oder auch opa sehr viel
    geduld und überredungsgekünstle hinein-investieren, um
    die karre am laufen zu halten, hooach.

    Viele Grüsse vom Pubertier (gibt es auch als Buch), Zamir

  2. Korrektur; „Es geht in den obersten Bereichen um völlig
    andere Strategien, Hobbys, Absichten, Pläne, Erfolge etc.“.

    Wir kleinen piesepampels können uns das auch
    in unseren kühnsten träumen kaum vorstellen, von daher …`?

  3. Pampa,
    da bin ich total bei Dir und Deinen gedanken, wer etwas
    anderes sagt, ist ein scheusal.
    Doch die wahren konstellationen, ganz weit da oben denken
    und handeln nicht in diesem kategorienbereich.

    Jetzt stellen wir uns mal vor, ein junger mensch wächst
    in einem umfeld auf, wo es nur um vermögen, macht und
    das totale ausspielen von beziehungen auf „allerhöchstem
    Niveau“ geht; in diesen gefilden herrschen völlig andere
    gesetze, stratgien, hobbs und spielvorschriften.

    Ich möchte nicht von vorneherein den mächtigen und reichen
    dieser welt böses unterstellen, aber sie können vermutlich
    nicht anders, ab einer bestimmten menge von reichtum,
    einem gewissen einflussbereich an macht und grösse,
    gelten andere moralvorstellungen und absichten, als
    alles was wir kloanen Pimpfe uns jemals vorstellen können,
    davon bin ich felsen fest überzeugt.
    Was wir unter skrupellos einordnen würden, ist in diesen
    kreisen vermutlich kinderkram und weibergewäsch, ooh jetzt
    geht der Gickl wieder mit mir ab, haste es gemerkt.

    Pampa,
    unsere „vier kinderaugen“, die garantiert niemals über leichen
    gehen könnten, wären froh und glücklich, dazu bedarf es aber
    einer gerechteren und freieren welt, sowohl im handeln
    als auch im denken.

    Wieviel muss noch geschehen, als in den letzten einhundert
    jahren, als beispiel genommen, passiert ist, reicht das
    etwa nicht zum lernen, durchkämmen, analysieren,
    Blatt für Blatt, Buchstabe für Buchstabe und Gedanken
    für Gedanken.

    Warm tut sich der mensch so schwer, an all seinen missetaten
    zu laborieren, sie auf einen prüfstand zu stellen und die
    wahren hintergründe zu untersuchen, warum ist das alles
    so gekommen und welche motivationen spielten dabei
    eine ganz bestimmte rolle?

    EIn für sich genommen, eigener Bildungszweig, der nur
    den versuch unternimmt, das leid, das elend, den krieg
    und den hunger auf unserem klitzekleinen Planeten ein
    für allemal zu beseitigen, diese welt „gehört“ jedem
    menschen, der das lichtder welt erblickt und nicht nur
    einem kleinen häufchen von paranoiden Strauchdieben,
    der „wahre Mensch“ ist noch tief drinnen, in uns versteckt
    und traut sich nicht heraus, solange die dummheit und
    der wahnsinn regieren.
    vahasch …

    Schönen Gruss von den unendlichen Möglichkeiten, Zamir

  4. Zamir,

    es reduziert sich immer wieder auf sich selber. Dass ich schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte mit Garry Kasparov Schach spielen zu müssen, schrieb ich ja schon. Er brachte mich am Brett zwar erwartungsgemäß erbarmunngslos um, aber ich gebe etwas anderes zu bedenken, wir spielten 4 vs. 4 in Pula, damals war ich 13 Jahre alt oder sowas und da saßen schon in meiner Altersklsse vier russische Großmeister. Wir hatten realistisch betrachtet keinerlei Chance gegen sie, aussichtslos. Sie waren aber extrem fair.

    Russland wird immer verteufelt, mit dieser Kriegsrethorik kann ich jedenfalls gar nichts anfangen, denn Russen sind meiner Erfahrung nach keineswegs so, ein absolut liebenswürdiges Volk. Keine andere Nation musste derart mit dem Blut seiner Kinder leiden wie die Töchter und Söhne Russlands.

    Meine Überzeugung ist jedenfalls, dass es nicht ohne Russland geht, aber MIT IHM! Sanktionen sind der vollkommen falsche Weg.

    Mein Vorschlag wäre, sagte ich ja schon mal, Amerika und Russland ZUSAMMEN!

    Welcher Präsident kann verantworten, dass Kinder und Frauen in seinem Land sterben? Das will doch kein Man of Honor!

    Also Obama und Putin, geht zusammen mal einen saufen, meinetwegen tauscht ihr auch noch die Frauen, und dann treffen wir eine extrem männliche Entscheidung: Frieden!

    Play it to the beat of my heart! Jedes Kind, jeder Frau und jedem Mann schreibe ich Euch auf die Fahnen, wenn sie fallen. Wer bereit ist über Leichen zu gehen, bitte, dann tut das. So wird man aber nicht berühmt, sondern nur berüchtigt.

    Mir sind zwei Kinderaugen mehr Wert, die mich anlächlen, als die von irgendwelchen Politikern egal welcher Partei.
    Pampa

  5. Empfehle jedem Leser, dem der Frieden und die Freiheit am Herzen liegen, diesen neunzigminütigen Vortrag von Daniele Ganser, Friedensforscher, kürzlich gehalten an der UNI Tübingen vor einem vollen Auditorium.
    Es kostet nur 1 ½ Stunde ihrer Zeit, doch die Denkanstöße bringen uns alle den weltweiten Frieden ein Stück näher.

    https://www.youtube.com/watch?v=cgkQXJ3mugY

  6. @…
    Russland ist eine große Macht und eine sehr große Atommacht im Osten Europas mit der man sich arrangieren muss wenn man nicht Selbstmordgedanken nachhängt. Das bedeutet nicht, dass man alles akzeptieren muss, es bedeutet aber, dass man sich nicht einfach über die „legitimen“ Interessen einer solchen Macht hinwegsetzen kann. Tut man auch nicht gegenüber China oder den USA!! Oder?
    Es tut niemand die innenpolitischen Verhältnisse in der großen Kontinentalkolonnie loben. Vielen ist auch klar, dass dieses Kolonialreich nicht in den aktuellen Grenzen überleben wird und dass die Zerfalssprodukte weiter zerfallen werden und sich teilweise auch wieder neu arrangieren werden. Denkende Menschen hoffen allerdings, so wie zu Zeiten des Zusammenbruch der Sowjetunion, dass diese Prozesse nicht in eine große Katastrophe führen. Und es macht deshalb überhaupt keinen Sinn eine derartige Katastrophe provozieren zu wollen. Und deshalb ist mir Putin viel lieber als eine rechtsextreme nationalistische Diktatur die das alte Zarenreich wieder haben will. Und das droht ganz konkret bei einem Sturz von Putin.
    Und leider ist auch der Westen nicht auf einem guten Weg. In den USA wird die Demokratie wegen angeblichen Sicherheitsanforderungen immer weiter zurück gedrängt. Gegenüber dem Ausland wird noch schneller wie früher nur noch militärisch argumentiert. Das Wohlstandsgefälle wird immer größer und es bildet sich erneut ein Oligarchensystem heraus. Und diese Entwicklungen beeinflussen uns groß. Es soll auch hier zu vergleichbaren Entwicklungen wie in den USA kommen. Deshalb auch CETA und TTIP, welche die soziale Entwicklung stoppen und den Rechtsstaat untergraben sollen. Und die Tätigkeiten von NSA in Zusammenarbeit mit unseren Geheimdiensten sind nicht demokratiefördernd und verletzen unser Grundgesetz täglich. Dies alles und vieles mehr gilt es zu bekämpfen und sich nicht durch einen „Stellvertreterkrieg“ in der Ukraine den Mund verbieten zu lassen oder noch schlimmer „man soll nicht denken!“ Nicht zu vergessen der äußere Feind diente immer schon dazu die interne Entwicklung zu steuern und das nicht nur in Russland.

    https://www.mehr-demokratie.de/stoppttip.html

    Salve

  7. @Apropo Boris Nemzow:
    Wie verbort muss man sein,bei jedem Mord und Anschlag sofort zu wissen, wer dahinter steht. Wozu bedarf es Kriminalpolizei und eine transparente Öffentlichkeit? Und wenn sich die nicht wenigen Mafiabanden in Russland bekämpfen war es immer Putin und in den USA dann wohl immer Obama. Sind immer auf allen Seiten tätig?
    Und wenn ich den Lebensweg dieses Mafioso betrachte, bleibt er in allen seinen Aussagen unglaubwürdig. Wenn man allerdings Poroschenko für die leibgewordene Demokratie hält und die Beteiligung von Faschisten an der Macht gut findet, erklärt das vieles.
    Mit Nemzow ist ist ein Mitglied des mafiösen Jelzin-Clans ermordet worden, der aus sehr durchsichtigen Gründen kaum Anhang in der russischen Bevölkerung hat. Im Jelzin-Clan gehörte er auch nicht zu den wirklich bestimmenden Personen – eher zweites Glied. Richtig ist, dass der Putin-Clan, nachdem der die Macht errungen hatte, sukzessive den Jelzin-Clan zurück gedrängt hat ohne ihm wirklich weh zu tun. Man könnte auch sagen der Putin-Clan ist die natürliche Folge des Jelzin-Clans. Deshalb hatte er ja auch bei der Machtübergabe versprochen die Jelzin-Mafiösen straffrei zu stellen, was auch erfolgt ist (Amnestie).
    In sogenannten Scheindemokratien haben selbstverständlich alle Oligarchen ein politisches Programm. Und wenn sie an die Macht wollen, koalieren sie auch gerne mit dem Ausland. Und sie können sehr flexibel die Seite wechseln. Erleben wir auch gerade in der Ukraine und in Griechenland.
    Wenn also Nemzow eine wichtige politische Stimme ist, steht es verdammt schlecht um die Opposition in Russland bestellt. Aber er ist so wenig politisch wie Poroschenko oder manch anderer Potentat. Er hat nur im Vergleich mit anderen Potentaten überhaupt keinen Anhang. Putin hätte ihn sicherlich gerne als Gegenkandidat im „Wahlkampf“. Nachdem er nicht mehr an der Macht beteiligt war, war er so wie die aktuelle Regierung Griechenlands auch gegen Korruption. Sein eigener Lebensweg lässt diese Forderung allerdings als unglaubhaft erscheinen. Und dass er auch noch angeblich gegen die Einmischung Russlands in Ukrainekrieg ist, verwundert nicht. Was hat er sonst noch um nicht in der absoluten Bedeutungslosigkeit zu verharren. Er braucht schon Hilfe aus dem Ausland um etwas zu erreichen. Aber die Stimmung in der russischen Bevölkerung entwickelt sich in eine andere Richtung. Er war deshalb auf einem absteigenden Ast. So ist er nur noch geeignet für wenige Tage als Schlagzeile zu dienen.
    Salve

  8. Pampa 1106 Uhr,,
    wat welleste denn eischendlisch mit GG§1, haste nicht
    gehört, ich „sagte“ doch, dass das Ghoschdl ein netter und
    adretter kerl iss und eine bereicherung, reicht Dir das
    denn nicht, na dann iss ess Dein problem, mehr komplimente
    und das einem Mann zu machen, geht ja wohl wirklich nicht, möchtest Duuhu jetzt auch noch eine Unternehmer oder Adelsquote, auf die Weiberzote hinnedruff, häh?

    Dann musste mal mit unserer SPD-Küstenbarbie einen
    Capuccino trinken gehen, vielleicht kriegt sie jaa auch
    das noch durch, ohohohohoh.
    Komm und trau Dich, isch zähl auf Disch, obwohl Du dir
    mit Deinem P.S. um 1106 Uhr allerlei blödzinn zusammen-
    gekehrt hast.

    Viele Grüsse vom Manuelasche, Zamir

  9. dtesch, 16.52 Uhr brilliant. Weißt Du eigentlich wie sie sich finanzieren? Darauf wies RTY mal hin, das wusste ich auch nicht, Geld wird an Parteien nach Prozenten verteilt, nicht nach absoluten Stimmen. Denen ist also scheißegal, wie viele Bürger überhaupt noch wählen gehen, es geht nur um die Prozente, denn danach wird das Geld aus dem Staatssäckel verteilt, mit dem sie so munter herum spielen und durch die Welt fliegen. 🙁

    Gruß
    Pampa

  10. Na Ihr zwei Exil-Moselfranken, jetzt bringt Tillich Leipzig als Ausweichflughafen für BER ein, unterstützt von Dobrindt aus Bayern, also CSU. Mal ehrlich gesagt denke ich mir, so unrecht hatte Eddy the Stoiber doch gar nicht, warum bauen wir denn nicht selbst Transrapid-Strecken zwischen den diversen Flughäfen, die wir haben?

    Regling hat daneben gesagt, GR müsse seine Schulden gegenüber dem ESM bedienen, da stecken schon 142 Mrd. Euro drin. Ja bitte, was denn sonst? Wir brauchen imho einen Plan, wie man den Euro auflöst. Zumindest muss ein derartiges Bild ins Schaufenster.

    Wenn das jetzt noch nicht dem letzten politischem Blödling klar ist, dann …

    Gute Nacht!
    Pampa

    P.S.: Zamir, was ich mir eben denke ist, Ghost ist vor allem mal ein Mensch aus Fleisch und Blut. Er ist auch einer der klügeren Sorte der Gattung Mensch. Muss ich Dich an §1 GG erinnern, die Würde des Menschen ist unantastbar? Nur weil er adeliger Natur ist, ist das noch lange kein Grund, ihn zu köpfen und außerdem habe ich das „Bauchgefühl“, dass er ein extrem anständiger Kerl ist. Dass er zumindest beruflich zum Teil hart sein muss, steht doch außer Frage. Was meinst Du für wie viele Leute, Mitarbeiter und deren Familien, auch er Verantwortung trägt? Es wäre eine Katastrophe, könnte man mit ihm den Molly machen. Aber hier ist Ghost doch ganz privat, nur er, als Mensch und TiTone, so wie wir alle.

  11. Richtig schade, Zampir, dass du dich weigerst pampas Bistumsbilanz de Colonia anzuschauen, tyischer Fall von Arroganz plus Ignoranz, prachtexemplare mit dieser merkmalskombination im Reiche Titonien: Zamir und Eysel..
    Zampus, du würdest bereits auf S. 13 der pampa-Postille de Colonia ein Artikelchen finden: Das Erzbistum Köln geht bei der Flüchtlingshilfe ungewohnte Wege.
    O.k. nicht gerade Papst Franziskus selbst, der da spricht (darunter tust du es ja nicht) abba, vielleicht doch das ein oder andere Interessante, was du deinem Schwiegasohn gegenüber als wertvolle Erkenntnis darbieten könntest.
    nun denn, penn, mach dir weiter keine Gedanken, du schwebst halt über den Dingen, da reichen schon die Apfelsinenpapierchen, Frucht ist für einen solch überlegenen Geist wie dich nur Zeitverschwendung;-)))

  12. und Pampa,
    ich untersuche nur zahlen und missstände, die ich eigenhändig
    verkorkst habe, woll.
    Bei der katholischen Kirche würde
    ich sowieso ganz woanders anfangen.

    Gruss Zamir

  13. Pampa,
    ich lese Ghost sehr gerne, aber „seine Texte“ kommen mir irgendwie steril und
    aus zweiter hand, wie bei einem Gebrauchtwagen vor, sooho gerne mir dies auch nicht unbedingt leid tuut.
    Aber ansonsten halte ich ihn durchaus
    für ein nettes, adrettes Kerlchen.
    Er ist unbedingt eine „reiche Bereicherung“, wenn Du wissen was ich meine …

    Gruß Zamir

  14. Zamir,

    was nützt es … nennt sich auch cui bono, lese mal Ghost. Dein Problem ist, dass Du alles, das Du nicht auf Anhieb verstehst, sofort als böse einstufst. Dem ist doch nicht so. Keiner der TiTonen hier ist böse oder bösartig, nur haben alle etwas unterschiedliche Fähigkeiten, diverse „Talente“.

    Es hilft meistens etwas gemeinsam zu machen, sagen wir mal Bilanzanalyse für Anfäger. Was fällt uns dabei auf:

    http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/finanzbericht2013.pdf

    Ich sagte ja schon, den Dom zu Köln hat der Generalvikar mit 27€ aktiviert, 26€ für jede Grundstücksparzelle und einen für die Aufbauten, weniger geht handelsrechtlich nicht.

    Grüße mir den Erzengel Luzifer
    Pampa

  15. Pampa,
    was nützt es, wenn zumindest wir beide, ähem-hüstel,
    unsere fächer verstehen, aber alle unsere anderen,
    millionen von „arbeitskollegInnen“ kaum einen schimmer
    haben und jeden tag sinnlos vor sich hin verwurschdeln?
    Nicht, dass ich auch nur den geringsten Hauch von
    grössenwahn an mich herankommen lassen täte,
    vahaschd …
    Immer cool und kontrolliert, woll.

    Tjaja, das liegt der Pfefferhase in der vergorenen Rahmsauce,
    mein Freund.

  16. Pampa,
    das iss jaaha alles ganz nett und pfiffich, was Duu
    uns ständig verkleckerst, ich bin übergezeugt, dass
    Du dein metier am beherrschen bist und nicht umge-
    kehrt.
    Nur da fehlen mir die gleichen rückschlüsse, die ich
    nicht gefunden habe, bei meiner erfahrung mit dem
    BER und einem sehr bunt durcheinander gewürfelten
    Top-Team, bei dem sich bis heute herausstellt, dass
    eben in den vordobersten Führungsspitzen sooho
    manches bewusst und mit starker, krimineller enegie,
    genau ins gegenteil verkehrt wird.

    Deine „wunderbaren schnökerödözkes Erklärbären“ sind
    von daher vollkommen unausgegoren und gehen
    an den realitäten von schattenbanken, währungs-
    kursmanipulationen und dem Liborskandälchen
    irgendwie völlig vorbei, nicht zu vergessen die inzwischen
    mehr als zehnfache menge an spekulations-gelderchen,
    die durch nichts als softwarespinnereien eine bestätigung
    finden und ohne rückendeckung umhergeistern.

    Wiehie iss dass meechlich?

    Gruß Zamir

  17. Magic,

    ja, Max Brodt war schöner als Franz Kafka und Schwesig sieht meines Erachtens besser aus als Nahles. Bedenke aber, dumm fickt gut. 😉

    Warte mal, wir brauchen noch den Bezug. 13, irgendwas Uhr

    Gruß
    Pampa

  18. Zamir 9.42 Uhr,

    über 80% schlagen den Markt aktiv nicht, also wenn Du den Markt passiv handwertklich abbilden kannst, bist Du schon mal besser als 80%. Den Markt aktiv zu schlagen ist noch mal eine ganz andere Hausnummer, vor allem den Markt ziemlich sicher zu schlagen. Risiko kannst Du nämlich z.B. in Beta oder Sigma messbar, welche Du wiederum über Rho korrelieren kannst, entscheidend ist aber Alpha und der Tracking-Error auf dem Alpha, aus welchen beiden Du dann das Information-Ratio bilden kannst, was wiederum eine Gütemesszahl für aktive Fondsmanager ist, solange man Epsilon im Griff hat, die Elastizitäten einer Bank-Bilanz.

    Immer diese Griechen, nicht wahr? Aber Du hast Recht, vor Madagaskar lag ich schon mal. Das war das erste Mal in meinem Leben. Das erste Mal, dass ich mir die Nase verbrannt habe und zwar auf Mauritius. Merke Dir mal eines, es ist keine besonders gute Idee aus dem bayrischen Winter dorthin zu fliegen, eine Sonnenbrille mit silbernem Gestell anzuziehen und dort am ersten Tag gleich mal segeln zu gehen. Dann hast Du am nächsten Tag aua Näschen, was Dir auch recht geschieht, denn wie kann man nur so blöd sein. Das war noch viel schlimmer als mir in Obertauern beim Skifahren im April die Ohren zu verbrennen, als ich mal einen hyperaktiven Supersportler aus Braunschweig am Berg bei dem schönen Wetter in die Schranken weisen wollte und mir dachte, na warte Freundchen, heute fahre ich Dich tot. Das schon, ist ja keine große Kunst bei dem Flachlandtiroler, der flog dann mehr als dass er fuhr durch die Berge, aber ich hatte mir die Ohren verbrannt. Normal fuhren die „Diva“ (österreichischer A-Kader Slalom) und ich nur hinterher, um alle wieder einzusammeln, ansonsten nur Einkehrschwünge, aber an dem Tag war es so schön im Gebirge und der Braunschweiger bettelte uns förmlich darum an, dass wir mal nicht nur immer gemütlich hinterher fuhren, sondern auch mal selbst das Tempo machten.

    Tja Zamir, an dem Tag ging er abends nicht mehr in der Gegenstromanlage schwimmen, wie sonst so, fast hätte es ihn auch mal an um ein paar Bäume gewickelt, aber er hatte ja richtig gehend darum gebettelt und wir fuhren auch nur mit ihm, dabei habe ich mir dann aber die Ohren verbrannt. Ansonsten fuhren wir immer der Anfänger-Gruppe der Flachlandtiroler hinterher und sammelten halt so auf, was inder Gegen rumflog und wechselten uns auch auch etwas ab, Du verstehst schon, die schönste Technik ist noch immer Einkehrschwung. Der Supersportler ging ja noch, etwas arg optimistisch unterwegs, schwieriger war aber einen ganz lieben Kerl von Gymnasiallehrer vom Kitzsteinhorn wieder lebendig runter zu bringen, war eine andere Tour. Der hatte Skifahren in Bottrop in der Halle gelernt. Na herzlichen Glückwunsch, das Kitzsteinhorn ist jetzt nicht unbedingt der Baby-Hügel, aber so ähnlich fuhren wir ihn da runter. Einer vor im Schneepflug, er dahinter und dahinter dann noch einer zum wieder Aufsammeln. Um Gottes Willen Volker, wo fährst Du wieder hin, links rum, Du steuerst den Wald an. Na ja, am Ende des Tages war er zwar schwarz,rotgrün-blau, fix und fertig. Hungrig, durstig, aber das Kitzsteinhorn ist nun mal etwas anderes als die Skihalle in Bottrop. Sagen wir mal so, er hat es immerhin überlebt und konnte nachher etwas besser skifahren als vorher.

    Wir müssen nicht darüber reden, dass es vollkommen unverantwortlich ist, jemandem auf dem Baby-Hügel Kitzsteinhorn versuchen ein bisschen Skifahren beizubringen und außerdem sollte ein Mann sich dabei die Ohren eincremen.

    Was mir auffällt Zamir, Du hast die Fähigkeit zu lernen. Das weiß ich aber seitdem Du mir eine einzige Zahl gesagt hast, 1866- Auch wenn ich Dich immer ein bisschen liebevoll mit auf den Arm nehme, kennst mich ja, weiß ich zu Deinem Elend, was dies bedeutet.

    Listen to me, where your mind goes, your body follows. Open up your mind!

    Gruß
    Pampa

  19. Der US-Kongress beschloss am 13.12.2014,
    im Ukraine-Freedom-Support-Act, die Ukraine
    militärisch zu unterstützen, würde bedeuten unsere
    übersee-provinz ist schon mittendrinnen im konflikt;
    etliche militärberater tummeln sich schon ziemlich
    ungeniert und fröhlich, im westlichen teil der ukraine,
    vielleicht warten sie nur auf die leichten und am ende
    auch schwereren gerätschaften, vermutlich brauchen
    einige US-Kapitaloberziegenhirten diesen konflikt sehr
    dringend und tun alles dafür, dass es bald sooho
    rischdisch zischt und kracht, kaahaawuumm …

    Schönen Gruss von der Ostfront, Zamir

  20. dtesch,
    Du hast ja alles hier um 17:49 Uhr wunderbar beschrieben,
    wie unsere medien im einklang mit der gemischten,
    politischen salatsauce, die aus rotschwarzgrünlinken
    zutaten und ebensolchen journalisten-gürkchen besteht,
    versuchen eine realität aus dem boden
    zu stampfen, die sie am ende selbst nicht mehr für
    wahr halten.

    Wer in der glücklichen lage ist, unter welchen umständen
    auch immer, die medien unserer nachbarländer polen,
    frankreich, dänemark, belgien etc. zu verfolgen, der ist
    den deutschen medienköchen um mehrere tage voraus.
    Sind wir wirklich auf dem besten wege uns zur DDR 2.0
    zurück zu bilden, die beiden spitzen würden ja schon
    haargenau passen, welch ein zufall, kicher-lach.

    Die anzeichen und abwärts-spiralen auf fast allen
    gebieten, sind nunmal mehr als bedenklich und
    vielleicht hilft am ende nur noch beten und feld-
    früchte anbauen, umbauen, zubauen.

    Schönen Gruss vom schwarzen Ümör am Aband, Zamir

  21. @Zamir
    Nemzow war politisch ein Niemand, ein Relikt aus Jelzins Zeiten, der seine beste Zeit (politisch) schon hinter sich hatte.
    Nun aber wird er medial aufgeblasen, als Retter und Erlöser.
    Die Politikern und Medien überbieten sich in peinlichen Geschwurbel.

    Gruß dtesch

  22. dtesch
    Habe gerade den Artikel von der Frau Beer gelesen. Die Frau deformiert die Realität. Sie stellt das Ganze so dar, als rebelliere das russische Volk gegen Putin, als wäre ein Bürgerkrieg nicht fern. Das ist natürlich grundfalsch. Der Nationalismus der Russen ist immens, und auch Putin ist als Russe ein beinharter Nationalist. Das Volk ist leidensfähig, was Sanktionen und politischer Druck angeht, es hat ja im Verlauf seiner Geschichte genug davon bekommen und kann sich darauf (dauerhaft) einstellen. Sie stehen zu Putin, zumal der Westen jetzt der böse Wolf ist – das eint die Nation.
    Die Frau hat keine Ahnung. Touristen sind eben nicht unbedingt scharfsinnige und kundige Analytiker.
    Putin hat den Mord nicht in Auftrag gegeben, davon bin ich überzeugt. Er würde so etwas in dieser aussen-und innenpolitischen sensiblen Phase nicht machen. Mord ist in Russland eben keine Seltenheit, man fackelt da nicht lange…….