Schade drum

Rückschau und kein Fortschritt: die Rede Angela Merkels beim Parteitag als Bankrotterklärung gegenüber der politischen Ambition.

Das war eine großartige Rede – ein wirtschaftspolitischer Befreiungsschlag. Auf dem Bundesparteitag der CDU hat Angela Merkel ihre Ideen für die Zukunft Deutschlands vorgestellt: ein vereinfachtes Steuersystem, die Reform der Krankenversicherung, die Rente mit 67. Die Rede hat nur einen Fehler: Sie wurde 2003 auf dem Parteitag der CDU in Leipzig gehalten und nicht 2014 in Köln. Danach war alles anders.

Auf diesem Bundesparteitag in Köln präsentierte sich eine Parteivorsitzende und Regierungschefin, die Risiko- und Konfliktvermeidung zum politischen Führungsprinzip gemacht hat. Das kann sie, weil viele Deutsche alles andere als veränderungswillig sind. In der Ruhe der Deutschen liegt die Kraft der Angela Merkel.

Über 70 Minuten lieferte die Parteivorsitzende eine ermüdende Bestandsaufnahme des Erreichten, eine Rede, in der alles angesprochen, aber nichts gesagt wird. Ein bisschen Digitalisierung, ein bisschen Energiewirtschaft, eine Prise Mütterrente, Investitionen in Straßen und junge Menschen, und, ja, der demografische Wandel ist eine Herausforderung. So windet sich diese Rede durch die Furchen der zurückliegenden Regierungsjahre. Eine Bankrotterklärung gegenüber der politischen Ambition und entlarvend zugleich: Angela Merkel hat nur ein Ziel, und das heißt Machterhalt.

Im Video: Chefredakteurin Miriam Meckel stellt die Ausgabe 51/2014 vor.

So ist das in der Logik des politischen Systems: Wer den Wählern weh tut, muss selbst bluten. Das hat die SPD mit Gerhard Schröder am Beispiel der Sozialreformen der Agenda 2010 leidvoll erfahren und sich bis heute nicht recht davon erholt. Auch Angela Merkel hat ihre Lektion gelernt. Nach ihrer Reformrede auf dem Leipziger Parteitag 2003 wurde die CDU bei der Bundestagswahl 2005 abgestraft. Es reichte nicht für die absolute Mehrheit, ja nicht einmal für Schwarz-Gelb, sondern nur für eine große Koalition.

In der fühlte sich Angela Merkel bislang ganz wohl. Wo es immer ums große Ganze geht, mahlen die politischen Mühlen langsam. Das stabilisiert die eigene Macht und hält selten böse Überraschungen bereit. Außer einer: Am Ende zahlt Deutschland die Rechnung für Jahre der Bestandspflege und Trägheit. Eine große Koalition heißt immer auch geschwächte Opposition. Die Folgen können wir täglich beobachten: Selbst über strittige Themen wie die Energiewende, mangelnde Investitionen und Deutschlands Rückstand in der digitalen Wirtschaft wird nur lau lamentiert.

Angela Merkel wird wohl zur Bundestagswahl 2017 wieder antreten. Sie lobt die FDP wieder als Traumpartner, weil man über Leblose ja nichts Schlechtes mehr sagt. Sie wird mit den Grünen vielleicht neu versuchen, was die im ersten Anlauf vergeigt haben („schade drum“). In jedem Fall kann sie sich auf ihre CDU als Kanzlerwahlverein verlassen. In ihrem Umfeld hat sie inzwischen alle weggebissen, die ihr für den eigenen Machtanspruch gefährlich werden könnten.

Aus der Unternehmenswelt wissen wir: Manager bleiben lange an der Spitze, wenn sie starke Mitstreiter um sich scharen, Widerspruch dulden und frühzeitig potenzielle Nachfolger fördern. Das ist gut für Person und Organisation. In der Politik herrscht eine andere Logik. Deshalb sollten zwei Amtsperioden reichen. Wer die nicht nutzt, um Schub zu geben, wird es in der dritten auch nicht tun.

„Innovationsökonomen sagen uns, dass wir in Deutschland eine relativ stabile Phase hatten, geprägt von einer starken und sich immer weiterentwickelnden Industrie“, sagte Angela Merkel in Köln. „In solchen Phasen muss der, der einmal die Weltspitze erobert hat, schon sehr viele Fehler machen, damit er davon verdrängt wird.“

Das ist ein Irrtum. Gerade Innovationsökonomen wissen: Es reicht ein einziger Fehler, um von der Spitze verdrängt zu werden. Wirtschaftspolitik ist nicht Mikado. Hier gilt: Wer sich nicht bewegt, verliert.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Miriam Meckel. Permanenter Link des Eintrags.

Über Miriam Meckel

Dr. Miriam Meckel ist Chefredakteurin. Die studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin sowie Sinologin startete als Fernsehjournalistin bei WDR, RTL und Vox, bevor sie eine Professur für Journalistik an der Universität Münster übernahm. Meckel war danach fünf Jahre Regierungssprecherin und Staatsekretärin für Medien, Europa und Internationales beim Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen und wechselte dann zurück in die Wissenschaft. Sie ist Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, und Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher.

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Alle Kommentare [286]

  1. Was könnten wir aus alledem lernen, wenn wir es
    nur wollen,
    das komplette Edathy-geplätscher und -gezwitscher
    lässt ein eher schwaches bild auf die hauptdarsteller
    in der gesamten parteienlandschaft zurück.
    Bei exact wissenschaftlicher grundlagenforschung und
    einem kritsichen herangehen, an alle dimensionen
    des parteipolitischen gezänks, wird klar, hier ist die
    entfernung zum kindergartengeschrei und -gezeter
    nicht sehr weit.
    Die bedingungen unter denen die demokratisch gewählten
    parteien ihren spökes betreiben, ohne wesentliche
    störungen, lassen es zu solchen geradezu jämmerlichen
    auswüchsen kommen.
    Untersuchungs-ausschüsse sind bei alledem eher h(k)inderlich
    und versuchen jegliche aufklärungen im keime zu ersticken.

    Wobei die schuld nicht bei den einzelpersonen und ihren
    handlungsmustern zu suchen ist.
    Das komplette system, mit allen „feinheiten“ und gemeinheiten
    ist stickig, miefig, hausbacken, unbeweglich, auf kleinsten
    machterhalt ausgerichtet und wahnwitzig perfide.
    Soviel frischluft gibt es garnicht, die hier benötigt
    werden würde.
    Es ist der gesamte aufbau, die strukturen, die innereien,
    die nur eines kennen: klein-klein auf engstem raum und
    immer rauf auf’s schlimme, ob mit oder ohne mundschutz
    und schienbeinschützer.
    Mann und Frau, hat sich sooho eingerichtet, unkontrolliert,
    erhaben und fernab von der basis, die weit unten mitten
    im volke ihre eigenen wege geht und längst alle
    hoffungen auf besserung und fortschrittliches
    denken und handeln aufgegeben hat, soo iss ess.

    Schönen Gruss von der politischen Beschwerung, ZAmir

  2. bei näherem Betrachten:
    kein schlauer Standpunkt, sondern
    Rechtfertigung des selber gemachten

    Hauptsache Beton!
    denn: Hier kocht die Chefin persönlich!

  3. Der Plattenbau, einst hoch gepriesen,
    brachte den Sozialismus in die „Miesen“.
    Die „Platte“ wird heut abgerissen,
    die Zeit war wohl doch be-lämmert.
    Die Kanzlerin kennt den „Geruch“.
    Die „Pöbelei“, alles nur „Bluff“.

    Das Klinkerhaus dagegen schafft,
    Jahrhunderte….. da biste „baff“.
    Medienwelt, vielfach nur „Taff“,
    benutze die Verstandeskraft.

    Glückauf

  4. Klinkerhaus
    Maus aus!
    und

    Der Plattenbau
    vom Politbüro
    beschlossen
    und in Stein gegossen
    solid, unverdrossen,
    beschafft,
    den Zeitgeist gerafft

    und das mit der Energie
    mit Schirm Charme und Melone
    unsere Angela, macht das, und zwar Wie!

    wohl bedacht,
    Solides einfach
    nur belacht.

  5. Pampa

    Wasser auf die Mühlen „meines Playmates“?

    Irren ist ja Menschen-Macht.
    Denn, läge es in ihrer Kraft,
    hätt´ sie „Daty“ zur Wahl gebracht.
    Deshalb wirkt das Ganze so „schwach“.

    Den Wulff hat man “ top vorgeführt“,
    den Niedersachsen-Landtag „umgerührt“.
    Die „Profis“ sitzen halt annerswo.
    War immer so. 😉

    Helau

    Gruß
    karel

  6. Ein Klinkerhaus zeigt Kraft
    durch Zuversicht beschafft.
    Wer Solides laut belacht,
    hat´s einfach nicht gerafft.
    In einem „Cowboy-Kaff“
    hätt Potemkin laut gelacht.

    Biste nun aufgewacht?
    Wenn nicht, alles nur „schwach“.

    Gute Nacht.

  7. „Wo es immer ums große Ganze geht, mahlen die politischen Mühlen langsam. Das stabilisiert die eigene Macht und hält selten böse Überraschungen bereit. Außer einer: Am Ende zahlt Deutschland die Rechnung für Jahre der Bestandspflege und Trägheit.“

    Werte Frau Meckel,
    gibt es da nicht auch eine andere „Wirklichkeit“?

    Der intolerant-autoritäre Wahrheitsanspruch des Guten nach 1968 lähmt wie Blei unsere Gesellschaft bis heute.
    Und dieses Heute pflegt, besonders medial, leidenschaftlich die geliebten Zerrbilder einer „angenehmen Wirklichkeit“.

    Kinder können wir uns nicht leisten. Den Reichtum sicherlich.
    Renten können wir uns leisten, Zukunft dagegen nicht.
    Pensionen können wir uns leisten, bezahlt vom „kleinen Wicht“.
    Wohlfahrt können wir uns leisten, von Euro´s aus dem „Nichts“.
    Bildung können wir uns leisten, mit der Zukunft zerbricht.
    Die Ansprüche beweisen, Wohlfahrt genügt heut nicht.
    Solarstrom ist uns wichtig, selbst ohne Sonnenlicht.
    Auch Stillstand der Windräder bezahlen wir… gewiß.

    Die Kanzlerin? Gottlob, da ist sie, als lieber „Bösewicht“.
    Da spielen wir mit Leidenschaft das „gute“ Hoch-Gericht.
    Und merken all den Unsinn beileibe nicht.
    Was der 68-er Verblendung durchaus entspricht.

    Der Krug geht solang zu Brunnen, bis das er still zerbricht.
    Der „kleine Mann“ ist dann mal wieder der große „Bösewicht“.

    Glückauf

  8. Der Archivar
    schreibt, wie es war.
    Nur, was das da,
    wie er das sah,
    auch wirklich wahr?
    War vermittelbar,
    was da mal war?
    Eines ist klar,
    daß selten wahr,
    was einst mal war.

    Alles klar?
    Wunderbar.

  9. Wann, verehrtester Tragischsterer,
    hättest du dich eigentlich zuletzt mit ANDEREM zu Wort gemeldet
    als mit einem mehr oder weniger deftigen, meist aber heftig misslingenden Versuch Eysel in irgendeiner Weise was anzuhängen???
    Vielleicht kann ZZ der Archivar das beantworten …
    Irgedwas wird er ja können … 😉

  10. Geheimwissenshuberey, das ist es was diese welt seit tausenden von jahren abgeht, einfach magisch.

  11. Pampa,
    wir beide könnten uns die ganze welt „unterjochen“ und
    gefügig machen,
    Du mit Deiner multidisziplinären intelligenz und
    grosszügigkeit und ich mit meinem geheimwissen
    und der dazu passenden erfahrung.

    …wenn Duuhuu nur nicht ab und an sooho sprunghaft
    flatterich wärest, es hätte schön und unvergleichlich,
    sowie einmalig sein können, weisst Duu!?

    Viele Grüsse vom verschenkten Imperium, Zamir

  12. Zamir (9.20 UhR),

    eigentlich gebe ich Dir ja recht. Wenn ich ergänzen darf, zum Lernen gehört auch manches zu Verlernen, das man vorher irriger Weise annahm. Etwas zu verlernen ist noch schwieriger als etwas zu erlernen, gelle? 😉

    Letztlich handeln in verantwortlichen Positionen keine Götter, sondern auch nur Menschen. Menschen wie Du und ich, die auch Fehler begehen. Aber dass gerade Politiker zu verantwortungsbewussten Menschen gehören sollten, so pauschal alle, wage ich stark zu bezweifeln. Natürlich bestätigen da auch Ausnahmen die Regel.

    Sie haben sich sowas von verfranzt in ihren eigenen Regelwerken, dass man nur noch mit dem Kopf angewidert schütteln kann.

    Es geht immer um Macht und Geld. Aber Macht korrumpiert leider auch. Das ist in der Politik nicht anders als in der Wirtschaft. Und alle suchen sie, wenn etwas schief läuft, nach Beschuldbaren, denn selber will das nie jemand gewesen sein.

    Na, was machen meine Töchter und Enkelinchen, kommen sie Opa auch wieder besuchen? Nun fresse und saufe nicht wieder so viel, denke an Deine Leber und Dein Übergewicht. 😉

    Jetzt ist der Ölpreis schon so gefallen, und es ist noch nicht mal ordentlich kalt, ganz zu schweigen von weißer Weihnacht. Die Erderwärmung hat auch etwas gutes, wenn der Meeresspiegel ordentlich steigt, fahren wir nächstens ohne Holland zur EM oder WM. Vielleicht liegt München ja dann auch nicht nur an den Bergen, sondern auch am Meer. Ich wäre ja eher für das Berner Oberland als fürs Unterengadin, wenn wir uns mal zurück ziehen, aber eigentlich gefällt mir in der Schweiz Genf am besten.

    Gruß
    Pampa

  13. Kein systemelement schwebt im luftleeren raum, ohne moos nix los, gilt auch fuer medien von cicero ueber mainstreamweltfazspiegel bis freytag.
    Is doch nix neues, alter z. Was also willst du uns sagen….kippt das system?
    Hm, was waere deine alternative? Sprich..abba keine wolkenkuckucksheime, davon gibt’s genug. Was praktizierbares, wenn ich bitten darf.
    Die mainstreampresse berichtet gerade darueber wie sich lucke&co Als oooberhauslehrer im europaeischen parlament aufspielen…und in irgendwelchen sackgassen des systems landen. Warum nur erinnert mich das nur so fatal an eysel und dblech…so ein pech, schade drum*;*

  14. Wenn wir etwas dazugelernt haben in den letzten
    jahren, dann dieses: Alle entscheidungen in gesellschafts-
    politischen, wirtschaftlichen, sozialen und finanztechnischen
    sachfragen unterlagen stets den inneren zwängen des
    systems.
    Die personen in den höchsten positionen und ämtern
    dafür einhundertprozentig zur verantwortung ziehen
    zu wollen, ist geradezu lachhaft auch ihre jeweiligen
    handlungen waren den bedingungen, den jeweiligen
    gesellschaftlichen umständen und den herrschenden
    kapitalstrukturen unterworfen.
    Jede gesellschaftliche entwicklung folgt den rahmen-
    bedingungen, die in den „oberen etagen“ vorab
    entschieden wurden und demnach gelingen manche
    dieser experimente, während andere von vorneherein
    zum scheitern verurteilt sind.
    Demnach sind die meisten medien eben nur begleitmusiker,
    mit lange vorher eingeübten versatz-stücken.

    Viele Grüsse vom Berliner Polit-Abklatsch, Zamir

  15. Der „schlaeger“ in diesem blog heisst eysel. Warum kannst du es eigentlich so schwer ertragen, dass es zeitgenossen gibt, die anderer meinung sind als du, ueber kurz oder lang ueberfaellst du die betreffenden immer wieder mit agressiven attacken. Hier im blog: mad, nasowas, gregor, klaus, zamir, karel, selbst ghost, die beisshemmung faellt bei dir, eysel, immer dann spaetestens, wenn die betreffenden besonders treffend argumentieren und du knallcharge offenbar um deine massgeblichkeit zu fuerchten scheinst.
    Tja, bist und bleibst ein kleiner geisterfahrer mit grosser ambition und fresse*¿*

  16. Bitte entschuldige Tragic, dich vergaß ich ganz.
    Nicht heiraten muss es heißen, sondern selbstverständlich Menage a trois.
    Als Entsorgungsspezialist erschlägst du dies Thema dann wenigstens auchgleich.

  17. Aber Karel, Wasser auf die Mühlen Deines Playmates, die SPD beschäftigt sich gerade in der vorweihnachtlichen Zeit mit Kinderpornographie und Edathy. Dafür hat sicherlich größtes Verständnis dafür.

    Erwähnte ich schon, dass ich Steine verkaufe?

    So gewinnt man richtig in der Wählergunst, doch. Genau daran denkt die Wählerschaft gerade vorweihnachtlich gerne über Kinder und Edathy nach.

    Juristisch will ich es nicht bewerten, kann ich auch nicht, aber wie kann man politisch nur so dermaßen blöd sein. Genau dieses Thema hätte ich zu genau dieser Zeit auch gesetzt, wenn ich meinen Feinden, Todfeinden und Parteifreunden noch mal so richtig in den Arsch treten wollte. Perfect Timing.

    Gruß
    Pampa

  18. Wann öffnet eigentlich die Zentralfriedhosverwaltung, ich dachte die Kundschaft schlafe fest und tief? Ich frühstücke jetzt erst mal, so wie die Würmer Deiner Kundschaft, die Geier des Erdreichs.

    Gruß
    Pampa

  19. Soso, eysel, du hast also „den bezug zu jeglicher aeusseren realitaet verloren“
    Kein wunder, wenn du deine tropfen nicht nimmst, mainstream-eysel!
    ?..
    Ach so nicht du sondern den streithansel-gegenueber war’s gewesen…
    Da sagt der onkel doctor nach ueber 6 jahren beobachtung des patienten ey: es spricht sehr viel dafuer, dass du dich und dein streithansel-gegenueber vertauschst..du schreibst permanent den mit dir streitenden die negativen eigenschaften zu, die du kurz zuvor selbst an den tag gelegt hast…und… merkst es nicht, das nennt man krankhafte selbstwahrnehmung, realitaetsverlust…
    Kooommm, alter beisser, nimm deine tropfen;-))))

  20. Lieber karel 19:04, ff.
    dein zweiter Vorname ist Durchblick und ich keines klaren Gedankens fähig. Dein Titel ist Protest und ich bin Mainstream. Deine Schreibe ist konsistent und meine sdfghjkl. Geh zu Zahmir, heirate ihn und werdet glücklich.
    PS:
    Warum erinnerst mich deine Schreibe nur an einen langjährigen Freund der mir erst die Freundschaft kündigte, dann den logischen Bezug zu JEGLICHER „äusserer Realität“ verlor.

  21. „Liebesbeziehungen“ der verschiedenen Parteien untereinander
    sind das Salz in der Meinungssuppe einer Demokratie.
    Darüber lässt sich im Laufe der vielen Koalitionen in
    der Bundesrepublik, die es seither gegeben hat gar
    trefflich spekulieren, wie es wirklich war wissen
    im besten Falle nur die Beteiligten.
    Und es muss auch kein Politiker irgendetwas von
    Wirtschaft verstehen, davon haben wir genug und
    nöcher an Kandidaten, ebenso wir etwa Finanzexperten
    oder solche, die sich dafür halten.
    Es sind Dienste die sich kaufen und engagieren lassen,
    um zu bestimmten Situationen und Problemen,
    ihr besonderes Scherflein beizutragen haben, mehr nicht.

    Heutzutage gibt es praktisch für Alles hervorragende
    Anwender-Software zu annehmlichen Preisen, gelle.

    Viele Grüsse vom heiteren Berufe-Er-Raten, Zamir

  22. Frau Merkel vertritt ein komplettes system, zu dem
    am ende der fahnenstange auch jeder von uns zählt,
    das muss man erst mal begreifen, dann geht es weiter
    in die ausschüsse und detailfragen.
    Wir können uns von daher auch an der eigenen nase
    packen und fragen, wo sind in den letzten jahren die
    entscheidenden fehler und zugeständnisse erlaubt
    worden, die uns alle in diese lage gebracht haben.

    Viele Grüsse vom real-existierenden Minimalismus, ZAmir

  23. Karel,

    der natürliche CDU-Partner regierte aber bis 1982 mit der SPD. Die Regierung mit Merkel hat sie die Existenz gekostet. In Bayern war die FDP der natürliche Feind der CSU. Der ehemalige Vorsitzende der bayrischen FDP war ein sehr guter Freund von mir, ein exzellenter Mann und Oberlandesrichter. Natürlich ist rein gar nicht, dass die CDU Anspruch auf die FDP und ihre Wähler hätte. Auch die Wähler der AfD sind keineswegs natürliche Wähler der CDU, schon gar nicht unter dieser Frau. Paul Kirchhof, Friedrich Merz oder meinetwegen Roland Koch sind auch keine Politiker, die natürlich auf Mutti hören. Das was sie macht hat auch rein gar nichts mit Ludwig und auch nicht mit Heinz Erhardt zu tun. An Murks as Merkel can ist auch nichts konservativ-liberales erkennbar.

    Das kann man auch kaum so verkaufen, das meinst Du vielleicht. Lese mal, was RTY gerade wieder schrieb. Das teile ich jedenfalls wesentlich eher als das, was Du oder Magic hier suggerieren wollt. Dir wird ja auch aufgefallen sein, dass die ständigen Diskutanten hier rot-grüne seien, ganz im Gegenteil, auch keine Links- oder Rechtsradikalen, das ist doch Nonensens. Da ist keiner dabei, der weniger als Merkel von Wirtschaft verstünde.

    Darum geht es uns ja hier, siehe nach oben, Wirtschaft, nicht politischer November-Rain. Drehe ihnen den Steuersaft ab, dann sind sie sehr schnell am Ende mit ihrem politischen Latein. Ganz zu schweigen von den Risiken, welche die gesamte Rasselbande zeichnet. Unverantwortlich.

    Gruß
    Pampa

  24. Ach ja, dann eggsdra nur für Dich:

    „Vahaschdähäschdd“, je nach lage der Dinge
    einmal mit frage- und einmal mit ausrufezeichen.

  25. karel,
    verzeih, es ging mir das gäulchen einfach so durch,
    du kannst doch nachempfinden, dass man auch
    mal „ein wenich öl nachkippen kann“, odda?
    Du hast es mir sachlich, gut und weis erklärt,
    dafür meinen Dank.
    Mir war grad sooho, wenn Du weisst wie ich es mein(t)e …
    Du darfst mich immer gerne anstossen, wenn Dir
    etwas missfällt, Du darfst es.
    Schönen Gruss vom Versöhnungs-Gespräch, Zamir

  26. Zamir !!
    Nu halt mal die Luft an…….
    Ich bin hier zum Streiten, Diskutieren, sich austauschen,
    sich verstehen, auch mißverstehen, auch mal lästern……
    abba net als „Schläger“…..
    Vahschdääschd?
    (so richtig geschrieben?) 😉

    Gruß
    karel

  27. Pampa,
    wieso sollte ich etwas haben gegen eliten und banker,
    so lange sie die von ihnen selbst aufgestellten regeln
    auch beachten und befolgen läuft alles gut, doch in
    den meisten fällen, haben sie nicht den geringsten
    schimmer von ihren verwirrten tätigkeiten, sonst hätten
    wir nicht jede woche eine neue krise, die dann ganz
    genau auf diesem supraleiter-leichtsinn basiert, Du
    bist doch sonst nicht sooho dünnhäutig, wo brennt’s?

    Ach soo, es sind schon lange nicht mehr die fetzen
    geflogen, das kannste gerne haben (*?*) _____(°!°)____

    Schönen Gruss aus der Kommando-Zentrale, Zamir

  28. … und Pampus,
    schau mal wie schön der karel Deinen Eyssbeissigen
    immer mehr in die ringecke drängt und ihm äusserst
    schmerzhafte nierenschläge versetzt, bin jaaha nicht
    schadenfroh abba das iss sehr interessant, woll.

    Wie? Du schnappst auch schon nach luft und
    kommst langsam ins straucheln?
    Dann öffene Den stall und lass frischluft einibloasen …

  29. Pampa,

    die FDP war schon immer eher der „natürliche“ CDU-Partner.

    Die sozialliberale Regierung damals war eher eine Folge
    der FDP-Finanznot.
    Da hat ein Willy Brandt einem Walter Scheel mit einem vermittelten Darlehen aus der Schweiz aus der „Patsche“ geholfen.
    Die Beiden waren sich ja am Wahlabend schon mitternachts einig. Ohne großes Koalitionspalaver…….

    Nun denn.

    Gruß
    karel

  30. Pampa,
    nun denn reiss Dich wieder mal zusammen, sonst
    hetze ich Dir den medienpolizischen sprecher
    irgendeiner partei Deiner wahl uff’n hals, dem
    kannste dann alle Deine Bangster- und sonstigen
    lümmelanten-besorgnisse anvertrauen, beichten.

    Am besten Duhuu kriegst dich wieder ein und
    gehst voorsischdisch zur tagesverordung über,
    es wird sonst hochalbern und niedrigst-fiffimässig.

    Wenn Du mir den druckspunkt beschreibst, kann
    ich Dich auch medikamentös aus der ferne verschandeln,
    weisst Du?!
    Es hat noch nie an den medien gelegen,
    es waren immer die ereignisse und die menschlichen
    unzulänglichkeiten, die mich interessierten, am aller-
    schönsten gefallen mir stets die ausreden, nachdem
    die „verbrechen“ passiert waren, hoast miiii?
    Haste denn heute Deine Medima-Unterwäsche
    schon zurechtgezupft, vielleicht sitzt die ja schief
    und zu eng, alles wird guuud.

    Viele Grüsse vom Schachtlhuber-Hof, Zamir

  31. Eysel – 14:43

    Was ich als „Windfall-profits“ registrierte,
    waren die TOP-Milliarden-Geschenke der Reformen 2002.

    Bei welchem Versuch?
    Es waren viele Versuche.
    Versuche, die das Ziel hatten, die Folgen der vorangegangenen „Schand-Politik“ (lt.Kohl) einzugrenzen, zu beheben.

    Es gibt viele Arten der Erfolge.
    Eine davon ist der Rückhalt, die Anerkennung bei den „Regierten“.

    Eysel,
    welche Kommunikation denn?
    Was zu kommunizieren ist, bestimmt der Koalitionsvertrag.

    Wohl wahr, die heutige Kommunikation findet im Gebabbel Abhängiger in den Talkshow, in den Mainstream-Medien statt.
    Weniger im Bundestag.
    Wer in diesem die öffentliche Meinung bestimmenden „Dunstkreis“ etwas sagen will, auch was zu sagen hat, wird gnadenlos zerredet. Alternativlos. 🙂
    Was Du „sich in den Dreck ziehen“ bezeichnest, wurde bislang als Erfolg der „asymmetrische Demobilisierung“ bewundert, gefeiert, beklagt, verrissen. Je nach „Bedarf“…. -).

    Eysel, ich würde Dich nie für einen „Vollidioten“ 🙂 halten…,
    eher als einen „deftigen“ Mitstreiter hier, das aber ernsthaft.

    Die „SAUSCHLECHTE“ Information läßt sich doch festmachen an den heute ungelösten Problemen. Was wurde da nicht alles diffamiert, diskriminiert, polemisiert. Aber nicht INFORMIERT.

    Die größten Kritiker der Elche?????
    Und Du fühlst Dich da nicht angesprochen?
    Wie schön für Dich….. 😉 😉

    Gruß
    karel

  32. Und seit wann werre die FDP der natuerliche Junior der Rentner-Partei CDU?

    Mit der schwarzen Witwe zu koalieren war vernichtend.

  33. Eysel 17.32

    Was Du da zitierst, ist ja so neu nicht.
    Nicht für kritische Bürger.
    Das eigentliche Problem liegt doch eher darin,
    daß viele, ja, sehr viele sich für kritisch halten.

    Dein 17:20
    lebt eigentlich von selbstgestellten Fragen,
    die Du Dir selbst beantwortest……

    Wenn Pampa meint, es wäre ein Problem der Kanzlerin,
    daß die CDU in den Bundesländern, den Kommunen nicht die Führung stellt,
    liegt es an der fehlenden FDP.
    Deshalb mein Gleichnis:
    was wäre denn die SPD ohne die Grünen?

    So schwer zu verstehen?
    Offenbar ja.

    Was mich zu der Feststellung treibt,
    daß eben Pampa auch den Main-Stream liest, nur nicht das Ungeschriebene.
    Und deshalb hier mal meine Sicht auf das „Ungeschriebene“.

    Der der CDU fehlende FDP-Partner hatte einst folgende Zugewinne bzw. Verluste bei den Wahlergebnissen:
    27.09.2009 + 3,9 % in Brandenburg
    27.09.2009 + 4,8 % Bundestagswahl
    27.09.2009 + 8,3 % in Schleswig Holstein
    19.05.2010 + 0,5 % in Nordrhein-Westfalen
    20.02.2010 + 1,9 % in Hamburg
    17.03.2011 ?????
    20.03.2011 – 2,9 % in Sachsen Anhalt
    27.03.2011 – 3,8 % in Rheinland-Pfalz
    27.03.2011 – 5,4 % in Baden-Württemberg
    22.05.2011 – 3,6 % in Bremen
    usw.usw.
    Eine FDP auf einer Erfolgswelle stürzt plötzlich ab.
    Was alle wissen……. Hotelsteuer, „spätrömische Dekadenz“,
    die medialen „Verfolgungsjagden“ auf Westerwelle, dann auf Rösler von Landtagswahl zu Landtagswahl,
    bei Brüderle dann der „Busen-Grapscher“, der 1 Jahr nach der Tat publik gemacht wurde und somit die FDP aus dem Bundestag warf.

    Ich weiß auch, daß am 17.03.2011 Deutschland, durch Westerwelle vertreten, bei der „Hatz“ auf Lybien im UN-Sicherheitsrat sich der Stimme enthielt.
    Tags darauf titelte die ZEIT (online 18.3.2011) als Leib- und Magenblatt der Bilderberger den Westerwelle als „feige“ und „verantwortungslos“ . Das intellektuelle Zentralorgan des Springer-Konzerns, die WELT fragte „Wo sind die Deutschen?“ „Im Abseits“
    Und weiter: „Diese verantwortungslose Haltung wird Folgen haben, nicht nur beim Ansehen Deutschlands bei den Demonstranten der Freiheitsbewegungen…“

    Eysel,
    und damit landen wir wieder beim „Mainstream“ und deren Folgen.
    Folgen, die unmittelbar und unnachgiebig hart Politik prägen.
    Auch das Bewußtsein für politische Geschichte.
    Und offensichtlich auch Pampa.

    Gruß
    karel

  34. Du faselst Dir so einen unausgegorenen Quatsch zusammen Zamir, dass es der Sau graust. Gegen Eliten, gegen Banker, gegen alles und jedes, frisch informiert aus den Medien, offenbar rund um den Tag zugedröhnt von dem ganzen Quatsch von Leuten, die nichts außer irgendwas mit Medien gelernt haben, Dauerberieselung.

    Leise rieselt der Kalk, freue Dich, s‘ Christkind kommt bald.

    Gruß
    Pampa