Kriegsökonomie

Geschäftsberichte, Markenkommunikation und Terror als Produkt. Der „Islamische Staat“ agiert wie ein globaler Konzern.

Die Geschäfte der radikalen Terrororganisation „Islamischer Staat“ („IS“) laufen blendend. Das klingt schrecklich, ist aber wahr. Der Kampf um Kobane in Nordsyrien ist nur eine weitere martialische Transaktion. Sie ist ausgerichtet auf eine geopolitische Übernahme – so steigert der „IS“ seinen Macht- und Marktanteil gegenüber der internationalen Anti-Terror-Allianz. Mit bedrückender strategischer und operativer Präzision arbeiten sich die Dschihadisten im Mittleren Osten vor. Der „IS“ ist der reichste und bestorganisierte Terrorkonzern der Welt. Sein Produkt ist der Terror, seine Währung die Angst.

Seit 2011 wurde konsequente Arbeit geleistet. Der „IS“ agiert nicht nur auf schreckliche Weise kompromisslos. Er legt über sein Vorgehen in Geschäftsberichten („al-Naba“, die Nachricht) Rechenschaft ab – in Optik und Anmutung ausgerichtet an Konzernen der Weltwirtschaft und angereichert mit professionellen Infografiken. Ihre KPIs (Key Performance Indicators) heißen: Mordanschläge, Sprengstoffattacken, Enthauptungen.

Das Institute for the Study of War in Washington hat die Berichte systematisch ausgewertet. Allein für das Jahr 2013 verzeichnet das Portfolio der Terroristen 1083 Morde, 607 Granatenangriffe, 4465 Sprengstoffanschläge. Der Bericht liefert die Zahlen nach Bedarf auch noch differenzierter, auf einzelne Regionen der umkämpften Gebiete heruntergebrochen.

Die Geschäfte des „Islamischen Staats“ laufen auch finanziell blendend. Um die 425 Millionen Dollar soll die Terrormiliz allein durch die Plünderung der Zentralbank von Mossul erbeutet haben. Laufende Einnahmen stammen aus Schutzsteuern der Bevölkerung und dem Schwarzhandel mit Öl aus Quellen in den kontrollierten Gebieten. Für uns alle ist der Preis hoch: Menschen werden zu Hunderten brutal abgeschlachtet. Eine Milliarde Dollar hat der Kampf gegen den „IS“ die USA bereits gekostet. Es wird noch viel teurer werden – Kosten der Konjunktureinbrüche, Destabilisierung und des Vertrauensverlusts. In einer Ökonomie der Aufmerksamkeit ist Angst für Terroristen die härteste Währung.

Im Video: Chefredakteurin Miriam Meckel stellt die Ausgabe 42/2014 vor.

Uneinigkeit und Partialinteressen bei den Stakeholdern im arabischen Raum treiben die Preise hoch. Saudi-Arabien unterstützt offiziell die US-geführte Allianz im Kampf gegen den „IS“. Doch auf versteckten Wegen fließt das Geld von Großfinanziers im Land in die Kassen der Terroristen. Die Türkei dagegen, Nato-Partner, wir erinnern uns dunkel, hat für ihre Panzer an der Grenze zu Syrien Dauerparkplätze eingerichtet. Da stehen sie nun rum. Präsident Erdogan will vor allem eines nicht: die Kurden in Syrien unterstützen – und liefert ein Beispiel für politischen „moral hazard“. Die Türkei will den Nato-Bündnisfall provozieren, um dann vom politischen „Bail-out“ zu profitieren. Diese Uneinigkeit der Staaten in der Region lässt sich durch den „IS“ wunderbar hedgen: als Absicherung seiner Strategie geopolitischer und ideologischer Anteilsübernahme.

Alles, was der „Islamische Staat“ tut, ist durch eine professionelle Kommunikation des Grauens unterlegt. Videos von Enthauptungen und Autobombenexplosionen sind überall im Internet zu finden und verbreiten sich viral. Im Umgang mit Twitter und YouTube schlägt der „IS“ manchen US-Großkonzern. Eine eigene App („Die Morgendämmerung der Freudenbotschaft“), die das Telefon der Nutzer hackt und „IS“-Botschaften am laufenden Bit sendet, wurde durch Google gestoppt. Aber: Ein Twitter-Konto wird abgeschaltet, zehn neue entstehen. Das Internet ist eine große Marketingplattform – auch für Terroristen.

Die Terrormiliz hat eine starke Marke. Sie lässt sich auch für die Rekrutierung von Nachwuchskämpfern effizient nutzen: „Employer Branding“ für potenzielle Selbstmordattentäter und Söldner des grausamen Tötens. Wie weit die Zuversicht in ein gelungenes Leben und eine hoffnungsvolle Zukunft bei denen heruntergewirtschaftet sein muss, die sich davon blenden lassen, will man sich kaum vorstellen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Miriam Meckel. Permanenter Link des Eintrags.

Über Miriam Meckel

Dr. Miriam Meckel ist Chefredakteurin. Die studierte Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin sowie Sinologin startete als Fernsehjournalistin bei WDR, RTL und Vox, bevor sie eine Professur für Journalistik an der Universität Münster übernahm. Meckel war danach fünf Jahre Regierungssprecherin und Staatsekretärin für Medien, Europa und Internationales beim Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen und wechselte dann zurück in die Wissenschaft. Sie ist Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz, und Autorin zahlreicher Wissenschafts- und Sachbücher.

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Alle Kommentare [226]

  1. stan & olli,
    ist das heute abend euer bewerbungs-testlauf
    vor der neuen chefredaktion?
    Man wird doch mal fragen dürfen, aproportz
    bisher mehr als dürftig euer auftritt, da konnte
    ich früher mehr und besser über euch lachen,
    hohohoho,
    naha vielleicht wird’s ja noch.

    Viele Grüsse aus der Dummfilm-Zeit, Zamir

  2. Pampa,
    komm und mach noch einen oder kannst auch zwei
    machen,
    einen aus der aktuellen bolledigg und den anderen
    aus der grauen, deutschen vorzeit, darin biste
    unsch–lach–baar, isch freu misch drauf, chichichi.

  3. Pampa,
    jetzt weiss ich wieder, wieso ihr beiden salamibrote,
    du und der magische
    saxxenquaker in der anfangszeit hier immer als
    dick und doof aufgetreten seid, das ist eben die
    natürliche rauslese, kann man machen nixx, hehehe.

    Viele Grüsse aus der Bütt, Zamir

    und narhallamarsch …

  4. Entbehrlich Magic, warst wohl Du. Odda brauchten sie für Friedhofsverwaltung West-Know-How? Das glaube ich ja wohl kaum. Wie willst Du eigentlich aus dem Sumpf der Ost-Immos wieder heraus kommen? Der Bay. Hypo wie der Bay. vereinsabnak brach das das Genick.

    Was willst Du, ein Ende mit Schrecken, oder einen Schrecken ohne Ende?

    Gruß
    Pampa

  5. Magic,
    mein kleiner hosenmatz, mach dir nicht auf’n matrosenlatz.
    Ich bin immer wieder erstaunt über dein halbgares wissen
    und dein miefquirliges aufgebausche, du künstler ohne
    jegliche substanz und ohne publikum.
    Von daher kein wunder du reimlein-frieder, denn dir etwas
    aus den dreckerten doddschen saugen und dann einfach
    und stupide drauflos reimen, das iss genau dein metier,
    den einzigen nutzen, den duhuu noch zu bieten imstande
    bist, ist das schlechte benehmen oder soll ich sagen
    das schlööchde beispiel, armer tropf.
    Wenn damals der wind günstich gestanden hätte,
    wärst du heute ein laubfrosch, ohohohohoh.

  6. Zamir,

    Du und BW oder Leistung, da redet ja eine Jungfrau über Rudelbumsen.

    Du hast keine Ahnung, ein notorischer Schwätzer und Drückeberger vor Gotten Gnaden.

    Gruß
    Pmapa

  7. Du bist weder Ministerpraesident noch Buergermeister…und das ist gut so.
    Aber du lebst nicht im luftleeren raum. Hast zu mehr als allem ein auffaellige wuehlmaushaltung, ewig gestrig zwar, abba dafuer ueberambitioniert. Solche wie dich braucht kein gemeinwesen, klugscheissende kasper.
    Ich nenne das verantwortungsscheues gesindel, du scheinst dich in diesem degenerierten zustand ja sauwohl zu fuehlen. Nun denn, penn weiter und sprich im schlaf die stusslitanei.
    Gruesse von der panikmache im orchestergraben*¿*

  8. Pampa,
    vermutlich würde die BW heute wesentlich besser dastehen,
    wenn Du ihr damals nicht alle kräfte und energien ausgesaugt
    hättest, soviel zum thema drückeberger, ohohohoh.
    Kompagnie antreten zum toilettenschrubben, gefreiter Pampa
    nehmen sie haltung an und kämmen sie sich endlich,
    sie reden schon den ganzen taach soo strubbelich daher, woll!

    Viele Grüsse vom Dienst an der Bürschde, Zamir

  9. Pampa um 17:10 Uhr,
    wenn Du natürlich die ganze zeit vor Dich hinquasselst,
    dann fehlt Dir im entscheidenden moment die kraft,
    um einen klaren gedanken „zu wege und papier“
    zu bringen, meen jong.

    Magic 17:15 Uhr,
    bin ich in der regierungsverantwortung, bin ich
    ministerpräsident eines bundeslandes, bin ich
    bürgermeister einer kommune?
    Mal ernsthaft, leider werden wir uns in nicht allzu
    ferner gegenwart, wieder an gleicher stelle mit
    der eskalation des problöömchens befassen
    und erstaunt feststellen, dass die herren verantworter
    wie ein schwarm wilder hummeln durch die gegend schwirren,
    worauf Du dich verlassen kannst, abba sischa.
    Es wäre nicht das erste mal, gelle.

    Viele Grüsse aus dem Tal der Knallerbsensträucher, ZAmir

  10. „Blankfein und Dibelius“ ..du armer Wicht, warum nicht Hallervorden und Heinz Erhardt….oder Pampa und Eysel….ihr seid alle zusammen für die Zukunft des blauen Planeten so entbehrlich, wie eine Honigbiene in der Zuckerrohrplantage…“großes Latrinum“, ts,ts…und was hat es ihm genützt??

  11. Na sicher Zamir,

    irgendwann müssen sich Leute wie Dibelius un Blanfein bei Dir und Under dafür entschuldigen, dass sie nicht unfehlbar sind.

    Ich bin maßlos beeindruckt. 😉

    Gruß
    Pampa

  12. Magic,
    Ebola, Ukraine, IS, wer kommt zuerst zu uns?
    Am besten niemand mehr, wir haben ja schon fast
    alle hier, die es gibt und wenn man den medien
    auch nur halbwegs glauben schenken darf (heute
    bericht im tagesspiegel), dann fängt die katastrophe
    mit den faktoren: a) Unterbringung, b) Finanzen,
    c) Hilfsorganisationen, c) Zeitvertreib, d) Dauer des
    Aufenthalts und e) Weiterhin Zuspruch und Verständnis
    in der Bevölkerung, erst an.
    Die politik hat leider keinen plan und kein klares konzept,
    was widerum dringend nötig wäre, um erstens die bedingungen
    für die menschen zu verbessern, zu normalisieren und
    endlich zu konkretisieren wie weit und wie lange das
    „geöffnete fenster“ noch den künftigen anstürmen
    standhalten kann.
    Hier ist dringender erklärungsbedarf, sonst droht auch ohne ebola
    ein konfliktherd, der bisher noch nie da war.

    Viele Grüsse vom Verständnis für die Notlage, Zamir

  13. Pampanellchen,
    die Zamire dieser wölld haben Dich immer auf dem schirm,
    Du kannst nicht mehr aus- oder gar entweichen, Duuhu
    wolltest ja die gaanze teschnik und den schmalzkrom
    dahinter, nun gewöhne Dich auch dran.
    Früher haste mit mal vorgeworfen, ich würde zuviel
    schreiben, was ich Dir nie unterstellen tääte, selbst in
    den letzten tagen und stunden nicht, neiiiin überhaupt nicht,
    lass es bröseln, alles muss raus, Du sollst uns ja gesund
    und düschsdisch bleiwwe, isis schliesslich alles berechnung, wie der
    Kriegsökonomiekommunist so calculiert und vor sich hin summelt.

    Viele Grüsse aus Deutsch-Südwest-Afrika, Zamir

  14. Eysel,

    zunächst mal zu Deiner Frage, ja, großes Latinum habe ich. Warum, als Bauernjunge? Nun, Papa hatte auch Latein, der flog aber nicht von der Schule, dem flog 1945 bei einem Bombenangriff die Schule weg, das war es dann mit Gymnasium. Das sollte man manchen Kindern heute auch mal sagen, so selbstverständlich ist das gar nicht, dass Du heute in (nicht auf, das erklärt manchen Bildungsnotstand ;-)) die Schule gehen darfst, von wegen musst. Und dann wusste ich mit zwölf ja noch nicht so genau, was ich mal werden wollte, irgendwas mit Geld und bei einigen Berufsbildern brauchte man eben Latinum, Französisch eher nicht. Das war die Wahl. Jura, Medizin etc., da ging und geht nichts ohne Latein, die angeblich tote Sprache. Von wegen, weiß ich heute und kann kein Französisch, also fast nicht. Mir widerfuhr da regelrecht humanistische Bildung, wir hatten einen Pauker und Schleifer von Gottes Gnaden, so um die 20 bis 25 Extemporalien pro Jahr, vier Schulaufgaben und jede Stunde drei ausfragen, ein Elend sondergleichen bei halbwegs schönem Wetter und Freibadsaison. Aber Eysel, wir haben den nicht etwa gehasst, wir haben ihn geliebt und wie Schüler so sind, entdecketen wir eine angebliche Schwäche in ihm, er interessierte sich nicht nur für Latein, Germanistik und Religion, sondern auch für die Antike. Das war spannend, führe ich auf das Gleis seines Hobbys, und er lässt von Dir ab mit Frontalunterricht ab und erzählt etwas über römische wie griechische Götter, über das alte Rom, über die Ilies, über die hängenden Gärten oder Minotaurus.

    Der Typ bedeutete Arbeit, wie kann man als Beamter nur derart lästig sein, das war ja nicht nur für uns anstrengend, für ihn noch viel mehr. Unglaublich, ein im positiven Sinne gemeinter Psychopath, extrem fleißig, extrem fordernd, extrem intelligent, also … das würde er selbst wohl nicht gerne hören, meines Erachtens besser als Sokrates selber und ein Stoiker erster Güte. Vielleicht hatten wir bessere in Latein, kann sein, weiß ich nicht, aber wir keinen besseren Lehrer, alleine wegen ihm lohnte sich Latein schon. Und einiges von dem, was ich heute bin oder was ich tue und lasse, habe ich Anton zu verdanken.

    Mir ging es bei Ebola nicht um Angst der Bevölkerung, das hat sie immer, wenn sie etwas nicht kennt. Mir ging es um die Methodik, wie man diesen Virus am besten einkreist und ausmerzt. Vor Influenza-Viren habe ich auch keine akute Angst, denke mir nur als Laie, das ist wohl weit gefährlicher als Ebola, zwar nicht ganz so tödlich, verbreitet sich aber viel besser. Ganz einfache Rechnung, tödlich*Fälle. Das Resultat ist entscheidend. Tausend zu 100% tot ist zwar schlimm, aber nicht so schlimm wie 20 Millionen zu 80% einigermaßen tot.

    Du hattest bei H5N1 übrigens nicht unrecht. Nur weil das nicht ausbrach, weltweit, heißt das noch lange nicht, dass nicht die Gefahr bestand. Nur weil die Zamire dieser Welt nachher behaupten, was hast Du denn, war doch alles nicht so schlimm, stimmt das noch lange nicht. Wenn er den Beweis haben will, haben wir nachher wie bei der spanischen Grippe 19 Millionen Opfer, mehr als WK1.

    Ich würde vorschlagen, darauf lassen wir es lieber mal nicht ankommen, lieber ab und an Fehlalarm, wobei Fehlalarm auch bedeuten kann, das haben wir verhindert.

    Gruß
    Pampa

  15. Eysel und seine „Emphase“ bei der Vogelgrippe, jaja, es ist noch sehr präsent, welchen Hub du damlas hier versucht hast…
    ich hoffe nur, dass du dich bei Ebola nicht genauso als Irrender erweist wie seinerzeit..
    Der Leipziger Ebola-Patient ist inzwischen tot. Die Götter in Weiss in St.Georg wussten dem Vernehmen nach nicht mal wohin mit den Klamotten, die sie sich vom Leibe zerrten, nachdem sie die Quaratänestation verlassen hatten, verbrennen? Wer? Mit welcher Temperatur?
    Agentuen melden als Erfolg, dass es gelungen ist in Deutschland „Freiwillige“ zu gewinnen, die in den am meisten betroffenen Gebieten in Westafrika eingesetzt werden sollen…dem Vernehmen nach gibt es keinerlei Vorstellungen darüber, wie mit diesen personen umgegangen werden soll, wenn sie zurück kommen, es kann also sein, dass die Kinderärztin, die sich auf einem solchen Einsatz befindet Freitags in FFm landet und Montags wieder in ihrer Praxis tätig ist…
    nächstens…Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, können zuvor mit Gott-weiss-wem-oder-was in Berührung gekommen sein (Inkubationszeit bei Ebola: 3 Wochen) …werden hier in ein Aufnahmeverfahren eingewiesen und bekommen dann Fieber, wie wird sichergestellt, dass die üblichen Untersuchungen, denen sich Asylanten zu unterziehen haben, einen potentiellen Ebola-Fall entdecken? Womöglich gar nicht?!!
    Also Eysel, wenn du morgen früh an der käsetheke im Tante-Emma-Laden deines Kuhdiorf auf eine Dame mit Kopftuch triffst, achte auf die Körperflüssigkeiten!

  16. Sonnenklar Pampus
    in Sachen Vermarktung sind wir Scheiße.
    Vermarktung und „Entdeckung“ sind zweierlei Schuhe.
    Unser Ruf in der Welt hat sich aus Erfindung/Entdeckung und einer gewissen Qualität entwickelt.
    Und das was wir humanistische Bildung (incl. Juris Prudens, Medizin, Theologie,) wird üblicherweise von mint getrennt.
    Zu Recht?
    Ich sage „nein“.
    Sondern hat sich daraus entwickelt.
    Hast du Latinum?
    Warum hast du das gelernt?
    Etwa um dich in Latein zu unterhalten?
    Nein, um beispielhaft eine Systematik/Struktur (um nicht Logik zu sagen) samt deren Anwendung begreifen zu lernen. Für Letzteres taugt selbst Theologie verdammt gut.
    Medizin, zumindest so wie sich die überwiegende Zahl der „Mediziner in der Fläche“ bis heute sehen, eher nicht ;-(


    Mit „nur“ Medizin hast du es in der Forschung schwer.
    Wenn du mehr als Fußvolk sein willst.
    Da brauchst du ne grundsätzlich andere Denke als das was „die Herren Doktoren“ ;-( (in ihrer großen Mehrheit) drauf haben.
    Ich denke, dass Pflege/Behandlung von Ebola im Kkhs kein Problem ist. – Wenngleich es sicher unangenehme Gefühle hervorruft wenn im Nachbarbau ein Ebola liegt. –
    Die Isolierstationen arbeiten sicher ENGST (gerade in diesem Fall) mit entsprechenden Forschungseinrichtungen zusammen, tauschen sich aus. – So denke ich es mir zumindest aus anderen Zusammenhängen. – Und es gibt ja eine ganze Reihe von Therapie- und Impf-Ansätzen. Samt Sonderregeln für frühe Testung/Anwendung am Menschen in solch einem Outbreak-Fall wie wir ihn jetzt haben. (Was damals H5N1 anging hab ich und ein paar meiner Mitarbeiter uns übrigens als Probanden zur Verfügung gestellt. Vielleicht deshalb damals meine Emphase 😉 )
    Da tut sich erheblich was!!!
    Und wir brauchen keinen „Glückstreffer“.
    Da ist längst „System“ drin.
    Also systematischer Ansatz.
    Und Ebola ist aus mehreren Gründen WEIT!!! weniger pandemieverdächtig als das Grippe-Virus.
    Also nicht bange machen lassen ;-9
    Davon(!) nicht 😉

    Wie kommst du drauf, dass ich (d)eine Frage für blöd halten würde?
    Ich denke, die mit Abstand meisten ??? hier benutze doch ich selbst. Oder? 😉

  17. picture yourself in a boat on a river
    with tangerine trees and marmelade skies
    somebody calls you, you answer quite slowly
    a girl with tichytonical eys
    follow her down to a bridge by a fountain
    where rocking horse people eat marshmellow pies
    every one smiles as you drift past the flowers
    that grow so incredibly high

    Grüße von Paul & John

  18. Eysel,

    was mich interessiert ist vor allem das Risiko und der Return on Invest. Du brauchst mir nicht zu sagen, dass ich kein Early-Adopter, kein Rule-Breaker bin, das weiß ich. Wie viele gefallene Engel kommen auf einen Star? Das ist, wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wie Glücksspiel. Nicht mein Ding. Darauf könntest Du ja auch selber kommen, wenn Du schon weißt, dass ich früher mal Holzklötzchen nicht ganz unprofessionell schob.

    Lästig was, wenn einem ein Controller Zielvorgaben und Restriktionen setzt, wo doch das einzig Wahre, Gute und Schöne die Erkenntnis und Innovation ist? Klar, im Garten Eden konnte man ja auch jeden Baum erforschen, solange es kein Apfelbaum war. 😉

    Dabei landete man zwar bei the Devil’s Advocat, aber glaube mir, das steht zwar nicht in der Bibel, Lucys höllische Organisation kennt auch Controller. Die sorgen nicht nur dafür, dass die Hölle angenehm temperiert ist, sondern dass die Leute mit beiden Beinen in der Lava stehen und nicht zum Himmel entfleuchen. Das ist ein sehr erdnahes, untergründiges, bodenständiges Gewerbe.

    Auch wenn die Zukunft ungewiss sein mag, so will ich zumindest in etwa wissen, was ich denn für einen Return bei Grundlagenforschung zu erwarten habe. Comprende?

    Gruß
    Pampa

  19. Ja Eysel,

    schon klar, ich denke auch an meinetwegen MP3, wer hat es erfunden und wervermarktet? Unzählige Beispiele, in denen wir uns selbst im Wege stehen. Keine Frage. Aber das hat eigentlich weniger mit humanistischer Bildung etwas zu tun, das sind eben die klassischen MINT-Fächer, im weiteren Sinne die Philosophie. Was waren in der Antike die anderen Grunddisziplinen? Juris Prudens, Medizin, Theologie etc., also alles mehr oder weniger etwas, das seit jeher der Forschung im Wege stand. Boshaft, was früher mal die Theologie war, ist heute die Juris Prudens. 😉

    Ich sage das jetzt aus einer ganz anderen Überlegung, ich wollte Dich mal was fragen, was eventuell nicht so ganz gesellschaftskonform sein könnte, aber fragen darf ja wohl mal:

    Was mich dazu http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/ebola-patient-in-leipzig-gestorben-13207314.html mal interessieren würde, ergibt es wirklich Sinn Ebola-Patienten hier bei uns a. zu behandeln und b. wenn ja, dies in Krankenhäusern zu tun, oder wäre da die direkte Pharma-Forschung nicht die bessere Lösung?

    Ich meine, was wir hier brauchen, sind doch nur vordergründig Ärzte. Mit dem was wir haben, meinetwegen weltweit, kommt man dem Virus ohnehin nicht bei. Das müsste doch erstmal richtig erforscht werden, da brauche ich doch Pharmazeuten zu, nicht Ärzte. Die können beim Status Quo doch auch nicht viel mehr tun, als den betroffenen Menschen beim Sterben zu zusehen.

    Mir ist schon bewusst, dass der Gedankengang ethisch höchst bedenklich ist, aber wenn es der Menschheit insgesamt hilft, wenn die Chance deutlich erhöht werden kann größeres Unheil abzuwenden, wäre es nicht schlauer direkt zu sagen, okay, uns bleibt nichts anderes übrig, wir nehmen die als menschliche Versuchskaninchen. Die Morbität ist ohnehin derart eklatant, dass man wohl eher einen Priester denn einen Arzt braucht. Aber wenn das was werden soll, kommen wir doch nicht mit den ethischen Grundsätzen der Mediziner weiter, sondern eher mit der Pharmaforschung, oder?

    Nichts gegen Mediziner, aber so sonderlich stark in Forschung ist die Berufsgruppe eher nicht meiner Beobachtung nach. Mir kommen die eher wie Mechaniker vor, die etwas reparieren, aber nicht wie Ingenieure, die etwas entwickeln, so ganz platt gesagt.

    Ich frage mich das nur so ganz grundsätzlich, ohne irgendeine Ahnung davon zu haben. So etwas nach dem Motto, na wenn das mit dem Schraubendreher und dem Nagel nicht funktioniert, versuchen wir es mal mit dem Vorschlaghammer.

    Man könnte ja meinetwegen mal ein paar Spezialisten aus den Forschungsinstituten (MP, Fraunhofer etc.) und den Pharmaunternehmen (Bayer, Böhringer etc.) zusammen ziehen, damit sie sich gemeinsam mal dem Virus etwas annehmen. Vielleicht ergäbe es auch Sinn, das international in diversen Forschungszentren zu erforschen und dabei internationale Teams zu bilden. Der Kopf ist rund und zum Denken da, die Farbe sei bunt, um vielfältig zu denken.

    Vielleicht hätten wir ja etwas Glück, braucht man wohl, und wir finden was gemeinsam heraus, das irgendwie hilft. Irgendwelche Tiere müssen dagegen als Überträger ja auch resistent sein, wie macht das deren Organismus?

    Wir müssen ja auch nicht unbedingt das Rad neu erfinden, welche Organisationsform von Forschungseinrichtungen oder –projekten hat sich denn dazu bisher am besten bewehrt, also bei etwas Vergleichbaren, um dem Glückstreffer etwas mehr Wahrscheinlichkeit zu verleihen?

    Hm, wäre ja auch etwas für die WiWo, dem mal auf den Grund zu gehen. Pharmaunternehmen sind ja nicht besonders beliebt, aber sehr Cash-Flow stark und mit ansprechenden Werbe-Budget-Töpfchen ausgestattet. Den Text etwas schmaler formatieren, damit links und rechts mehr Werbung daneben passt, wir sind ja nicht zum Vergnügen hier und von Luft, Liebe und journalistischer Unabhängigkeit als Mantra werden die Kinder nicht satt.

    Ich meine ja nur. 😉

    Gruß
    Pampa

    P.S.: Ach Eysel, bitte unter der Maßgabe behandeln, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Ich verstehe halt nicht viel mehr davon, als jeder andere Laie auch. Bisschen Chemie-LK, aber das bei einem Lehrer, einem Pädagogen. Das ist etwas anderes, als bei einem Forscher. Fällt mir gerade so ein, Analysten in Biopharma haben meist auch diesen Hintergrund, das bisschen rechnen bringt man denen weit einfacher bei, als einem BWLer oder gar VWLer (Journalisten sic! ;-)) abgrundtiefe Biochemie. 🙂

  20. @ Pampus
    Was die (von dir) Erwähnten taten ist nichts als die erstmalige „Kombination“ von bekannten Basisinnovationen die von „Gebildeten“ geleistet wurden. –
    Was dich ausschließlich fasziniert ist die „Schlacht am und um den Markt. –
    DIE ist aber sekundär und eine völlig andere Geschichte. –
    Hat mit „Innovation durch Bildung“ nichts zu tun. –
    Die Basis für die Innovation legten Andere.
    Psychologisch gesehen ganz andere Typen als die „Markt-Bereiter“
    oder Anwender am Markt.

  21. @ Pampus 10:23
    Du hebst auf die Vermarktung (!!!) des aus Bildung entstehenden Wissens (der sich daraus eröffnendenMöglichkeiten) ab.
    Ist das nicht ein wenig zu kurz gesprungen? (siehe auch viertens)
    Zweitens: Unsere (heutige) relative Stärke beruht auf den hidden champions. (Auch bildlich gesprochen) Den Herstellern von WerkzeugMASCHINEN(!) Was ich für nachhaltiger halte als die Vermarktung/Herstellung von relativ kurzlebigen Consumer-Produkts/Werkzeugen.
    Drittens: Bildung bedeutet (im Gegensatz zu Ausbildung) Analogien (Systematiken) an EINEM System zu erkennen und auf ein (nur scheinbar) nicht verwandtes System zu übertragen. Also der Erkenntnisebene UNTERHALB dem Consumer-Produkt. (Mit einer Werkzeug-Maschine kannst du zig verschiedene Werkzeuge für die verschiedensten Arbeiten herstellen.
    Viertens: Denk mal an Conrad Zuse und noch mehr „Basis“ an das Transistor-Prinzip auf dem dein Rechner beruht.
    Noch´ Beispiel gefällig?
    HPV.
    Prinzip: Impfung gegen Viren als Krebs-Prophylaxe UND AUCH als Therapie. Ein Erkenntnisfeld das sich gerade erst öffnet. Wer hat’s erfunden?
    Oder ganz aktuell: Fluoreszenz-Mikroskopie
    Oberbegrifflichkeit: Plattform-Techniken versus Einzel-Anwendung
    Anders ausgedrückt: Werkzeugmaschine versus Werkzeug

  22. Hey Pampaman,
    Du bist auch auf meiner seite, habe ich schon immer
    gewusst, dann stelle ich Dich ein und Duhuu hältst die
    redebeiträge zur klaren und reinen Zamirschen, dann
    werden eben die pausen zeiten länger als die
    wesentlichen vorträge über bildung und wissen im
    22.Jahrhundert.
    Wir fangen im unterentwickleten Bayern damit an und arbeiten
    und gaanz langsam nordwärts, ich zähl auf Disch.
    Vergiss den Warren und sein eiskaltes Buffet, nun kommen
    wir zwei beide und mischen die oberste liga kräftich auf.

    Alles wird besser, dann ziehen wir mit dem ganzen Clan:
    karel, Eyssbabe, Römer, s‘ Ghoschdl, dem unteren Geiger und
    wie sie noch alle heissen, auf die Fidschi-Inselchen und
    laben uns an unserer eigenen steueroasen-base.

    Komm schon, Du willst es doch auch und wiiiie,
    solch einen Start mit Upp hat die welt noch nicht gesehen, gelle.
    Wir müssen doch endlich „old europe“ wieder zur vormachtstellung
    in der welt verhelfen, das wäre doch noch gelachter, würde uns
    das nicht gelingen, odda?!
    Die gelegenheit war noch nie sooho günstich, wo alle anderen
    am boden liegen, so in etwa …

    Viele Grüsse vom Investment in Bildung, Glauben, Hoffnung
    und einen neuen Kometen am Himmel, Zamir

  23. Hm, was ja ganz interessant bei uns ist, sagen wir mal den mehr oder weniger letzten großen Rule-Maker, SAP, wie haben die das gemacht? Wie die denken, kann man ja auch privat sehen. Hopp baut aus der Jugend heraus auf, sauberes Fundament, Trainingseinrichtungen, Jugendförderung und dann ziehen wir es hoch, dann machen wir Hoffenheim zur deutschen Metropole. Hm. 😉 Und Plattner, ich weiß ja nicht, nehmen wir mal den America’s Cup gegen Larry Elison. Da sind die richtigen zwei aneinander gekommen, jeder ein Samurai-Schwert zwischen den Zähnen und dann die Maßgabe ich fick Dich, Du Sau, das wollen wir doch mal sehen. 😉

    Wie auch immer, also auf humanistischer Bildung fußen deren bahnbrechende Erfolge nicht unbedingt. Der ach so liebe Bill Gates soll abseits der Öffentlichkeit ja auch kein scheues Rehlein sein, sondern eher ein cholerischer Workaholic. Der denkt so, wie Ballmer tanzte, wer das MSFT-Video noch im Kopf hat. 😉

    … ein typischer kalifornischer Bildungsbürger …

    https://www.youtube.com/watch?v=wvsboPUjrGc

    Nun denn …

    Karel, was machen die Krankenschwestern, hast Du sie schon soweit, dass sie Dich bald rausschmeißen? Was machen wir denn heute, hm. Sieh Dich mal um, ob Du darin nicht etwas mitnehmen könntest, das man auf dem Schwarzmarkt teuer verkaufen könnte. Drogen oder so, Opiate Opa, wobei mir gerade einfällt, lass Dir mal einen BluRay-Player und die ersten Staffeln von Breaking Bad mitbringen. Ich habe da zwar nur ein paar vereinzelte Folgen von gesehen, nachdem ich mal gelesen hatte, dass Warren Buffett gas gerne sieht, aber was ich da gesehen habe passt hervorragend zum Krankenhaus. 😉

    Gruß
    Pampa

  24. Heißt es nicht eigentlich Not mache erfinderisch?

    Mal abgesehen davon, waren im 19. JH bei weitem nicht alle bahnbrechenden Erfindungen aus D. James Watt, Thomas Edison, etc. und dann noch, etwas zu erfinden ist das eine, es dann auch marktreif zu entwickeln etwas anderes.

    Wenn man sich natürlich so in jüngerer Vergangenheit die Dinge betrachtet, Transrapid, grüne Gentechnologie, Solar-Module etc., also unsere Umsetzungsstärke tendiert eher Richtung DDR denn Bosch oder Siemens, unsere Pharmaunternehmen galten mal als Apotheke der Welt, heute?

    Als würde man sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, früher, in der guten alten Zeit, war die Zukunft auch noch besser, also lassen wir doch besser alles, was doch früher so gut war, odda? Und kaufen uns die Dinge eben aus Kalifornien und Südostasien.

    Nichts von dem, was hier alle benutzen, stammt aus D, weder in der Erfindung, noch in der Produktion. Die Rule-Breaker stammen ganz woanders her, die Rule-Maker auch.

    Patent-Anmeldungen sind nur das eine, sowas muss man auch aufbauen und auscashen, gerade an letzterem scheint mir ein besonderer Mangel hierzulande zu herrschen.

    Die Weltmarktführer aus dem Mittelstand mit Nischenprodukten bilden da eine Ausnahme, aber die ganz großen Standards setzen doch andere.

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein, den überrollt die Zukunft. Meinetwegen die Nifty-Fifty oder in jüngster Vergangenheit Konzerne wie Nokia, Microsoft, Dell oder Motorola.

    Das nur auf Bildung zu reduzieren, erscheint mir etwas verwegen. Ich wüsste auch nicht, was die großen Dichter und Denker selbst erfunden hätten, das waren eher die Tüftler, die mal in der Garage angefangen haben.

    Gruß
    Pampa

  25. Eyss,
    es sind noch wenige plätze frei und in den
    pausen für besonders wissensgeiergierige,
    wird die reine und klare Zamirsche ausgeschä(e)nkt?
    Das isis die einmalige gelegenheit für Dich und
    Dein hochstudifiziertes Fizzibizzi-wissensverschachtelungs-
    Hirnskastendenk-Vermeechen, dann kannst Du sagen,
    der anschluss an die neuzeit ist endlich geschafft, woll.

    Schönen Gruss aus Weissenbruck am Inn, Zamir

  26. „Amerika ist infiziert“ und schon lauten die ersten
    stimmen in den USA:“Wieso lassen wir noch Leute in dieses Land“.

    Zu all den krisen kommt nun noch „Vooll die Seusche!“

  27. Dann hast du per 8:23 Verehrtester,
    ja auch schon meine Antwort vor Augen.
    … falls du das dortige Zwinkern nicht übersiehst 😉
    •••
    Einfach GRANDIOS ZZ,
    welches DUACHANANDER du zu kochen in der Lage bist.

  28. Eysel,
    eine noch sooho gründliche und kompakte bildung,
    ersetzt die vernunft den weitblick, geschweige
    denn planvolles denken und zielgerichtetes handeln.

    Mache es Dir doch bitte nicht ganz so einfach,
    wir leben heute in einer sehr komplexen welt,
    die dem menschen nicht nur wissen abverlangt.

    Viele Grüsse aus meinem Seminar, bald auch in
    Deinem Heimatdörfchen, Zamir

  29. @eysel 21:57 ….fehlt nur noch, dass du den bildungsbasierten boom ab 1870 auf das „segensreiche wirken“ von nietzsche, evo und dann freud zurueckfuehrst…

  30. Ich hoffe mal stark für dich Zamirleinelinchen,
    dass du Punkt Zehn einen Ausflug Richtung Zynismus machst.
    Denn ich glaube(!) nicht, dass die „heutige Jugend“ die älteste Frage der Menschheit (woher komme ich, wohin gehe ich) dadurch gelöst hat, dass sie sich im „Abfeiern“ (in Quantität) quasi „betrinkt“. –
    Für „fünf Minuten“ mag das ja klappen. –
    (Sag ich mal leichtsinnigerweise auf alles mögliche Betäubendes anspielend 😉 – Obwohl der Tragier nun sicher wieder drauf rumreiten wird, dass ich angelegentlich eines netten Abends selbst mal vom Hopfentee einen Fingernut voll zu viel erwische 😉 )
    Das Problem liegt auch sicher nicht darin, dass Plebs „blöd feiert“. Das wird er so ewig tun wie er sich niemals sich in Luft auflösen wird. – Das Problem liegt darin, dass Plebs (mal wieder in der Geschichte der Menschheit) nicht so genannt werden darf wie er es verdient. Dank der GROTESKEN Entfernung von der Wirklichkeit die – mal wieder – stattfindet. –

    Keineswegs Schlafmütze Zamir bin ich zu spät.
    Ich wiederhole und betone damit nur
    was du HOFFENTLICH in seiner Qualität zu würdigen weißt.

  31. @all StudentInnen und KommilitönerInnen

    „“ Wissenschaft und Demokratie – sind der institutionalisierte Zweifel.

    +

    „Alles nachhaltige Lernen geschieht in einem Lebenszusammenhang.
    Alle Wissenschaften sollten allen etwas zu sagen haben, sonst taugt die Arbeitsteilung der Disziplinen nicht.
    Studium ist Aneignung im genauen Sinn: sich etwas zu eigen machen; es ist persönlich, kommt meist mit bescheidenen Verfahren und Mitteln aus und wird nie abgeschlossen.“

    +

    „Dies ist meine Pointe: Wir brauchen für eine Welt, in der es Computer gibt, vor allem etwas, was wir an den Computern gerade nicht lernen können – das offene, dialogische, zweifelnde, entwerfende, bewertende, philosophische Denken.““

    +

    na, – wer sagt´s denn…?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_von_Hentig

    Gruß vom Schrauber im Maschinenraum
    ein

    “Allahu Akbar“,

    c/o

    Hera Clit
    Brat Pitt und
    Dach Latt

    mit einem IQ knapp über Raumtemperatur

  32. Eysel

    Oftmals habe ich den Eindruck, daß bestimmte politische Kräfte eine Schwächung dieser deutschen Wirtschaftsdynamik bewußt hinnehmen,
    ja sogar befördern wollen. Eben eine Kultivierung des „Proletentums“ unter dem Gewand einer „neuen Bildungskultur“……

    Bei Asklepios war ein Berufschullehrer mein Bett-Nachbar.
    Seine Fächer waren Politik und Wirtschaft. Was dieser gute Mann da von sich gegeben hat in Sachen heutiger Bildung……..,
    mei o mei, Eysel, da hättest Du Deine helle Freude dran gehabt.
    Ich glaube, das konnte man auch in meinem Langzeit-EKG „nachlesen“……. 😉

    Und was den „Schrödi“, ja auch den „Joschka“ so auszeichneten, ist ja, daß sie
    dieses „Umtransferieren“ von Werten, von Begriffen erfolgreich aus den 70ern auf dem „langen Weg durch die Institute“ mitnahmen und in die Zeit der Jahrtausendwende „hinübergerettet“ haben.
    Sloty hat das ja so treffend formuliert.

    Überichenss…….
    Mein „Sapere aude“ hat mich da in den 70ern nicht „im Stich“ gelassen,
    Deiner wohl….. 😉
    weshalb ich ja auch was gegen eine „pauschale Gleichsetzung“ hätte……. 😉

    Gruß
    karel

  33. Eyss,
    Du bist wie immer zu spät, wenn es sich auch
    hier nur um exact drei stunden handelt, siehe
    um 18:57 Uhr, meine grussbotschaft an Pampa,
    trotzdem vielen dank für den link.

  34. Fallen mir noch ein paar Stichworte ein:
    Die „Kultivierung“ von Proletentum.
    Andersherum:
    „Ein Professor aus …“
    Regelrecht erschrocken bin ich damals als ich erkannte
    wie gut Schrödi der Medienkanzler den Zeitgeist kannte, nutzte.
    Wie sehr er ihn missbrauchte.

  35. Eysel,
    fehlgedacht, was der junge mensch heute braucht,
    das sind:
    vergnügungen, erlebnisse, viel geld und jemand
    der die anfallenden arbeiten und im notfalle auch
    noch die aufzucht der kinder übernimmt.
    Wozu bildung, dann auch noch allgemeinbildung?
    Technik und Fortschritt, Wohlstand und Wachstum
    garantieren dann später eine rente ab fünfzig und
    einen gleichbleibenden lebensstandard, was wäre
    falsch an solchen steigerungsgedanken und modellen?
    Transhumanes denken und handeln bestimmen die
    welt von morgen, probleme und sorgen waren gestern.

    Viele Grüsse von einem neuen Aufbruch, Zamir

  36. Was führte dazu,
    dass der deutschsprachige Raum sagen wir zwischen 1870 und den Dreißiger Jahren das Gros der Nobelpreise abräumte? Dass fast alle Fachliteratur einer ganzen Reihe von Wissenschaften aus gutem Grund Deutsch erschien?
    Nicht Ausbildung zu irgendwas … sondern Bildung.
    Bildung im Sinne dieses enorm wichtigen Beitrages:
    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/philosoph-konrad-paul-liessmann-wer-keine-ahnung-von-geschichte-hat-dem-hilft-auch-wikipedia-nicht-weiter-seite-all/10830084-all.html
    Bildung der heute zu nicht geringem Teil mit nacktem Unverständnis begegnet wird. Deren offensichtliches Nichtvorhandensein aus mindestens jedem zweiten Zeitungsbeitrag „tropft“.
    Weil (u.A.) „sapere aude“ zur (bestenfalls) Reproduktion
    von (flüchtigem) Gelernten verkommen ist (oder für Ersteres gehalten wird).

  37. @ Under 16:22
    da rennst du ein sperrangelweit offenes Scheunentor ein.
    Hast doch hoffentlich mein post so verstanden.
    Mch nicht wieder in einen Topf geworfen mit …

  38. Pampa,
    guud, dass wir das auch mal erwärmt haben.
    Meine vielfältigen nachforschungen zur BW
    sind inzwischen auf einem ganz anderen
    stand, der besagt, dass die truppenführung
    seit mindestens anfang er 90iger jahre,
    ein sogenanntes eigenleben entwickelt hat
    und dies sogar weitestgehend bekannt war.
    Die kommenden und gehenden minister
    wurden sozusagen einfach mitgeschleppt und
    mit informationen und zahlenmaterial gefüttert,
    die nie und nimmer einen genauen überblick
    ermöglicht haben. Feine kiste und dann muss
    man sich doch über goarnixx mehr wundern.
    Hinzu hat sich nich die sogenannte Afghanistan-
    Connection gebildet und fertisch war der wurstgulasch.

    Wie soll man ein solches problem lösen auf dauer,
    etwa ganz von vorne anfangen?
    Pustekuchen, das wissen alle, das sowas nicht geht
    und die obermimer sitzen wieder am längeren hebel.
    Tja, wo die mäuse auf dem tische tanzen, da helfen
    auch die besten katzen nichts mehr.
    Das dingelchen hat sich verselbständigt und wird
    nach wie vor kräftig gefüttert.

    Viele Grüsse vom gordischen Knotenpunkt, Zamir

  39. Na Zamir,

    halten wir doch mal fest, Karel steht auf den Humor von Heinz Erhardt aus Riga. Der hat zwar nie irgendwas zu Ende gebracht, er reimte aber sehr „nett“.

    Dichten und reimen fällt mir so schwer Zamir, aber ich versuche es mal in Angedenk von Schwester Rehlein mit dem roten Schopf, diesem Teufelsweib, mit himmelblauem Lidschatten, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnte. Tief Luft hol … oh Muse küsse mich, …

    Damen die, die Wimpern pinseln,
    sind Damen, die beim Pimpern winseln!

    Das ist ein Pentameter mit einem Hexameter gemischt, ein Reim, wie gemischtes Hackfleisch, eine Ode an Bologna und Spaghetti Bolognese.

    Dann doch lieber gedünsteter Maulwurf. 😉

    Gruß
    Pampa

  40. The Under,
    entschludrige, beim Heraklit kann es auch
    genausogut umgekehrt gewesen sein, das mit
    der kraft und der macht, iss eben schon
    zu lange her, weisst Du …

  41. Pampa,
    es wird ja immer bunter hier, haste das gesehen:
    „Wer keine Ahnung von Geschichte hat, dem
    hilft auch Wikipedia nicht weiter“.
    Ein Interview mit dem Philosophen Paul Liessmann.
    Habe ich nicht bestellt, hab‘ damit nixx zu tun, ehrlich.
    Vielleicht haben wir doch mehr Leser als der Spiegel?!

    Viele Grüsse vom Bildungsgespenst, Zamir

    @ Underteiger,
    ich fürchte viel eher, Duhu bringst hier einiges durcheinander,
    wie sagte schon Hera-glied:“Gib mir die Macht und ich zeige
    Dir die Kraft“.
    In diesem Sinne, rinn in die Rinne, grüss mir die Sterne in Tirol, ZZ

  42. Deine Rede Zamir:

    „Keiner hat etwas gewußt und Keiner hat etwas dagegen tun können, es haben doch alle das gleiche getan..“

    – die ist aber vooolll neu, gelle!

    nein, Zamir, Du bist nicht alleine! – fürchte Dich nicht!