Jagd auf ein Phantom

Ein klassischer Fall von Diskriminierung: Die Zeitarbeit wird stranguliert und verteufelt. Das alte Lohndrücker-Klischee ist überholt.

Es wird wieder versprochen. Diesmal geht’s zugunsten der Unternehmer und Manager. Genug sei es nun mit sozialdemokratischer Umverteilung und Regulierung, versicherte die Bundeskanzlerin der versammelten Wirtschaft beim „Tag der Deutschen Industrie“. Auch die Ankündigung des zuständigen Ministers, mehr für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu tun, soll die Gemüter beruhigen.

Vorsicht ist geboten: Der kleinere Koalitionär arbeitet weiter an genau jenen Belastungen, die Union und SPD im Regierungsvertrag aufgeschrieben haben – und auf den ja auch die CSU pocht, wenn es um die Durchsetzung der Maut geht. Was in der Koalitionsbibel steht, das geschehe.

Entsprechend zählte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vergangene Woche auch die „Regulierung von Zeit- und Leiharbeit“ als erstes der kommenden Vorhaben auf, mit denen die Genossen ihre Bilanz als führende Sozialingenieure des Landes aufpolieren wollen. Wer sich die Realität ansieht, muss sich allerdings fragen: Warum nur? Die Zahl der Zeitarbeiter stagniert bei gut 800 000, zwei Prozent aller Beschäftigten.

Unter dem Druck drohender Regulierung hat sich die Branche gewandelt: Hat Tarifverträge abgeschlossen mit, ja: mit DGB-Gewerkschaften. Hat einen Mindestlohn für ihre Betriebe akzeptiert und das Verbot, Zeitarbeiter als Streikbrecher einzusetzen. Die Zementierung eines Kartells hat zwar nichts mit Marktwirtschaft zu tun, hilft aber dem betrieblichen Frieden. Seit zwei Jahren gelten in mehr als einem halben Dutzend Branchen Tarifzuschläge, die den Wettbewerb durch Zeitarbeiter weiter einschränken. Stufenweise steigen mit zunehmender Verweildauer im Betrieb die Vergütungen der Leihkräfte, nach neun Monaten auf maximal 150 Prozent des Tariflohns in der Zeitarbeit. Der Abstand zum Stammmitarbeiter am Bandplatz oder Computer nebenan schmilzt dahin.

Das Ergebnis ist beachtlich: 90 Prozent aller Zeitarbeiter, meldet die Bundesagentur für Arbeit, sind normal sozialversichert. Ebenfalls 90 Prozent arbeiten Vollzeit. Rund 80 Prozent sind unbefristet eingestellt. Nichts also von prekären Jobs. Nur knapp ein Zehntel ist geringfügig beschäftigt. Gerade mal 43 000 Menschen haben nur diesen einen Minijob. Kündigungsschutz? Ganz normal. Der Koalitionsvertrag ist also in weiten Teilen erfüllt und überholt, eine gesetzliche Regelung gar nicht mehr nötig.

Die Politik ficht das nicht an. Im Gegenteil: Die Jagd auf das Phantom geht weiter. In seinem zum Jahresende geplanten Gesetzentwurf will das Arbeitsministerium noch die gleiche Bezahlung wie im Entleihbetrieb nach neun Monaten durchsetzen. Und obendrauf festschreiben, dass jeder Einsatz nach spätestens 18 Monaten abzubrechen ist – obwohl die Leiharbeiter dann doch gar keine unfaire Konkurrenz mehr sein können, weil sie ja schon seit einem Dreivierteljahr genauso bezahlt werden wie die regulären Kollegen.

Das gefährdet die gesamte Volkswirtschaft, weil die Flexibilität sinkt. Der betriebliche Aufwand steigt, weil die 18-Monate-Grenze eingespielte Arbeitsabläufe zerschlägt: Beim Ersatz für Elternzeitler genauso wie bei Spezialistenprojekten.

Wenn es sich um vollkommen normale Arbeitsplätze handelt – Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, mit Tarifvertrag, Mindestlohn und Kündigungsschutz – warum sollte dieser Wirtschaftszweig dann anders behandelt werden als jeder andere? Nur weil der Arbeitgeber kein Elektro-, Handels- oder Automobilunternehmen ist, sondern eine Zeitarbeitsfirma? Warum sollten hier Einschränkungen nötig sein?

Hier wird eine Branche gezielt diskriminiert. Es wird definiert, dass das sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsverhältnis bei der Zeitarbeit minderwertig sei, obwohl es von Bezahlung und Arbeitsvertragsgestaltung dem im Entleihbetrieb entspricht. Ein Schmuddeljob eben. Doch keine politische Korrektheit jault auf.

Schade: Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Branche fällt nicht unter das Antidiskriminierungsgesetz.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Henning Krumrey. Permanenter Link des Eintrags.

Über Henning Krumrey

Henning Krumrey, Jahrgang 1962, ist stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros in Berlin. Er studierte Volkswirtschaft und Politik in Berlin und Köln und absolvierte parallel dazu die Kölner Journalistenschule. Nach vier glücklichen Jahren bei der WirtschaftsWoche trat er 1992 in die Gründungsmannschaft des Magazins FOCUS ein. Fünf Jahren als Bonner Korrespondent folgten elf Jahre an der Spitze der Parlamentsredaktion. Im Frühjahr 2009 kehrte der Diplom-Volkswirt zur WiWo zurück. Hauptthemen sind nach wie vor Wirtschaftspolitik, die Regierungsparteien, die Kanzlerin und seine Kolumne "Berlin intern". Krumrey ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kölner Journalistenschule. In seinen Büchern „Aufschwung Ost – Märchen oder Modell?“ und „Kinder – ein Luxus“ (mit Co-Autorin Nicola Brüning) befasste er sich früher als andere mit den wirtschaftlichen Aspekten der deutschen Einheit und der Familienpolitik. Bei öffentlichen Diskussionen in Rundfunk, Fernsehen und auf Podien streitet Krumrey gern für Redlichkeit, Marktwirtschaft und fairen Journalismus – kurz: ein altmodischer Mensch.

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Alle Kommentare [192]

  1. So Eysel,

    was macht die Notenbank denn genau? Kläre uns mal auf, denn offenbar scheinst Du einer der ganz, ganz wenigen Insider zu sein, die das beantworten können. Eigentlich dachte ich, dass man in Deinem Alter nicht mehr jeder Sau hinterherläuft, die als Gerücht durch den Börsensaal getrieben werden.

    Weißt Du eigentlich, wie man Strukturen produziert? Wenn sie kaufen sollte, welche Tranchen wird sie mit welchem Volumen kaufen? Die Z-Tranchen etwa? Wohl kaum. Was sie vorhaben könnte, was Sinn ergäbe, wäre, dass sie kapitalschwachen Banken A-Tranchen (=höchste Bonität) abkauft, damit deren Bilanzsumme verkürzt und so die EK-Basis stärkt. Die A-Tranchen haben sicherlich eine weit bessere Bonität als so manche Club-Med-Staatsanleihe. Vielleicht hat ihr bei ihren Stresstests ja etwas nicht gefallen. Logisch wäre der Schritt insofern, als sie versuchen könnte den Handel mit Strukturen wieder zu beleben. Das Problem ist hier weniger die Bonität der Tranchen, sondern viel mehr die Liquidität am Markt, zu trocken.

    Ghost + Zamir w/BW
    Zunächst mal war es so Zamir Drückeberger, dass man nach dem Abi und eventuell noch einer Lehre die Wahl hatte, je nach Zeitpunkt 18, 15 oder 12 Monate Grundwehrdienst zu leisten, oder sich gleich länger zu verpflichten. Der kürzeste Zeitraum waren 24 Monate, in denen man aber ganz anders bezahlt wurde und sich auch mit ganz anderen Ausbildungen und Inhalte befasste, weit sinnvoller. Man konnte sich damals auch gleich für 12 Jahre verpflichten und bei der BW an durchaus sehr guten Universitäten ein Studium absolvieren. Das haben auch einige gemacht. In den USA ist es beispielsweise so, dass eine Universität wie West-Point einen exzellenten Ruf auch in der freien Wirtschaft genießt, da kommen einige der härtesten Manager her.

    Bei uns ist es so, dass nach 12 Jahren die Entscheidung nicht leicht fällt vom hohen Beamten im Staatsdienst in die Privatwirtschaft zu wechseln. Das hängt einfach auch mit dem Verfall von Pensionsansprüchen zusammen. Außerdem sind einige der besseren Kader dann bereits soweit in der BW aufgestiegen, dass sie es sich dreimal überlegen, nochmal von vorne zu beginnen.

    Die können nicht nur strategisch sehr gut denken Ghost, die sind auch extrem kompetent in Personalführung und Organisationsstruktur. Wenn Du in dem Sauhaufen erfolgreich warst, schockt Dich so schnell gar nichts mehr. Kasernen zusammen legen, Standorte auflösen, Grundwehrdienst abschaffen organisieren, mein lieber Mann, und das bei Politikern wechselnder Coleur, die zum einen nicht wissen, was sie überhaupt von der BW erwarten und zum anderen dazu quartalsmäßig ihre Meinung diametral ändern sowie keinerlei Ahnung haben, von was sie da überhaupt reden.

    Sich dann nachher aber hinstellen, mit dem Finger auf andere zeigen und konstatieren, da funktioniert ja scheinbar gar nichts. Aha. Ja wie zum Teufel sollte das denn so funktionieren?

    Außerdem sind weite Teile des Souveräns alles andere als davon begeistert, dass wir überhaupt eine Armee haben, die bitte, wenn wir schon eine brauchen, bitte nichts tun soll, wozu man normalerweise eine Armee eben so braucht. Dazu kriegst Du in den Dienstgraden unter den Offizieren nur Personal, das andere bei Lichte betrachtet nicht haben wollen. Der Souverän ist da leider sehr schizophren. Na ja.

    Gruß
    Pampa

  2. Eyssbabele,
    morgen fliech ich für vier woche
    nooch schina, zum Kaiser haile selassie, dass mir keine klagen kommen in der zwischenzeit,
    hörste?!“:;@dfg

  3. Draghi macht (proklamirt) exakt das was wir hier als schlimmstmögliches Szenario erahnt haben, Ossi-Angie sagt nix dazu und ihr redet euch heiß über die Flintenmuschi.
    Na ja, „reden“ ist zumindest was ZZ angeht ja sogar noch eine übertrieben freundliche Umschreibung. – Toller blog hier!!! –

  4. Ghost,
    dabei dachte ich immer, dass Menschen von Deiner herzunft stets
    über den dingen stehen, Du scheinst da eine löbliche Ausnahme zu sein oder was?

  5. Ghost,
    wie kannst Du mich nuhur soho endtäuschen, habe es nur freundlich-gutmüddich gemeint,
    ob ich das jemals überstehen werde?!

  6. Eyssbabe,
    was muss ich hier mit grossem erschrecken bereits zum wiederholten male lesen: Der Kapitalismus hat „Voll die Seusche“.
    Wie iss dass denn mechlich, kann
    man da goarnix machen, haste mal
    ’n notfall-set?

  7. Ghost,
    komm halt und mach noch einen,
    aber nur über die high society und ihre fitzgickeleien, da meecht ich schon etwas mehr hintergründiges erfahren, damit ich im näxxten Sommer auf meinem chalet im oberen unterengadin in blauen sommernächten, meinem sennhirten
    Pampa die storys brühwarm verkleckern kann auf die es schliesslich und letztendlich ankommt, vahaschdäschdd?
    Kannst auch ruuhich ein wenich
    flunkern, merkelt eeh koaner, woll.

  8. Also, nachdem ich nun alle elitären
    vermögens- und verwaltungsbereiche durchkämmt habe, kann es durchaus sein, dass wir nicht wie immer gemeldet vom finanzministerium, zwei billionen Euro schulden haben, sondern genau anders herum, es wurde eben jahrelang die falsche Seite
    „belastet“, Pampa, wieviele milliardchen brauchste denn für die
    alten Kameraden?
    Kann ja mal vorkommen, staatsdiener sind eben auch nur Menschen, gellle.
    Viele Grüsse vom Wasserkopp und seinem Inhalt, Zamir

  9. Ghost,
    iss ja sehr interessant, dass die
    hochschwangeren militärs bereits vor fast fünfzehn Jahren alles voraus gesehen haben.
    Dies würde doch im Endeffekt bedeuten, sie stecken mit den anarcho-fiffis unter einer decke und machen mit ihnen auch noch gemeinsame Sache, einfach unerhört.
    Wenn das soo iss, dann haste natürlich erneut ins schwarze getroffen, wirklich toll strukturiert und ebenso strategisch, fast genial
    im voraus das zielfernrohr ausgerichtet, räschbäggd!
    Die Herren in uniform scheinen es jaaha voll drauf zu haben, da müssen doch eine ganze reihe falschmeldungen in den letzten Wochen durch die nachrichten-ticker
    gelaufen zu sein, herrje.

  10. Möönsch Pampa,
    dann saach das doch gleich,
    jedoch der kennt garantiert nicht
    Deine aufwand-und-ertragsformel:
    „Wo wollen wir mit welchen mittelchen hin und wie stehen wir dann in einigen Monaten da, wenn
    alle am gleichen strang ziehen?“
    Oder zumindest so ähnlich, denn dann würde es ein wenig besser bestellt sein, rund um diese einsatztruppe, auch ohne manöver,
    was meinst Duuhu?
    Viele Grüße von der Heimatfront, Zamir

  11. Pampa,
    zu den interessantesten Diskussionen, die ich bisher führen konnte, waren die mit hochrangigen Militärs. Die haben schon im Jahr 2000 geahnt und strukturiert vorausgedacht, was an Finanz- und anderen Krisen auf uns zu kommt. Die Leute beobachten die Realität völlig unabhängig, sind strategisch geschult und bestens informiert. Mit solchen Leuten komme ich gut klar.
    vdL ist ein Flopp, der Zustand der BW eine Schande, eine Scham. Bei der Auswahl und Förderung solcher Leute können verschiedene Entscheidungskriterien eine Rolle spielen. Nehmen wir als Beispiel den Herrn Moscovici, auch der kein Kronleuchter, der sich jetzt in Brüssel so gut wie möglich darstellen und verkaufen muss. Er kam nur deshalb an diese Futterkrippe, weil er Hollande entscheidend im Wahlkampf geholfen hat. Manchmal ist eben das Abtragen einer Verpflichtung entscheidend. Man deckt sich und hilft sich gegenseitig, wo man kann. Beim Merklein spielt wohl auch die Angst vor guter Konkurrenz eine Rolle. Seitdem sie Mitte des letzten Jahrzehnts gehörig abgewatscht wurde, hat sie machiavellistische Züge adoptiert. Das kann man diskutieren, aber hier ist ihre Persönlichkeit nicht synchronisiert, will sagen: sie funktioniert, mehr aber auch nicht. Und das langt heutzutage längst nicht mehr.

  12. Geradezu grandios und EIN meisterstück, wie BW, AA und die
    geheimen staatsdienste in den vergangenen 100 Jahren, trotz zweier verlorener kriege, ihren Ursprung bewahren, in das neue
    System hinüberretten und gar noch
    ausbauen konnten, ein dreifach hoch und zur Feier des Tages, dem Radetzky seinen marsch owwedruff,
    täterä tätera, täterallalla.
    An ihren wurzeln sollt ihr sie erkennen, das steht schon in der Bibel, woll.
    Viele Grüsse von den Steuergelder-Oberverramschern, Zamir

  13. Gerade jetzt, in zeiten der bedrohungen und krisen wie noch nie geht die bundeswehr in die knie;
    Sabotage?

  14. Keine zähne im mund, aber in der Kirche das ave Maria pfeiffen wollen, siehe den Afghanistan-Einsatz; genau da wurden die Milliarden völlig unnötig zum fenster
    rausgeschissen, ohohohoh.

  15. Pampa,
    dann lies doch bitte mal hier in der wiwo „Warum die BW auf einem Haufen Schrott sitzt, jahrelange Versäumnisse“.
    Waas, einer Deiner Freunde IST Oberst, wie hast Du denn DAs geschafft, Du „Teufelskerl“?

  16. Pampa bist Du das wirklich um 0003?
    Natürlisch müssen sich hinter der Fassade bundeswehr „Klasse Meute“ verbergen, wenn sie es verstanden haben im laufe der Jahre, einen Staat im Staate zu implementieren, das stinkt schon ganz gewaltig zum Himmel, wie die letzten katastrophenmeldungen erahnen lassen.
    Für den saustall noch mehr Geld,
    ich bitte Dich, da müsste zumindest vorher der eiserne besen ran, woll.

  17. Ghost,

    bzgl. Flintenmuschis und Mutti, die Personalpolitik von letztere verstehe ich überhaupt nicht. Allenfalls leuchtete mir noch ein, dass sich zweitklassige Leute eben mit Drittklassigen umgeben, um nicht weiter als Pfeife an der Spitze aufzufallen. Das funktioniert ja anscheinend auch, wenn das Ziel der Übung reiner Machterhalt ist, sowohl in der Partei wie in der Exekutiven, wie im Parlament. Nur, das ist nicht die Kernaufgabe unseres wichtigsten Amtes, Machterhalt um der Macht Willen, was soll das?

    Was ich mir aber bei UvdL in diesem Fall denke ist, dass AM wohl gar nicht annahm, dass ihre innerparteiliche Konkurrentin, die Rivalin der Rennbahn, den Job akzeptieren würde. Das ist sowas von absurd und mehr oder weniger sagte sie es doch bei ihrer Antrittsrede, dass sie keinerlei Ahnung von der BW habe. Welcher Mann würde sowas machen? Der sagt Dir höchstens, sorry, das kann ich nicht, not my Business, suche Dir einen anderen. Das habe ich selbst schon bei homosexuellen Bankvorständen erlebt egal welcher Vorstandsjov, mache ich, aber Finanzen und Risk sicher nicht, das KANN ich nicht. Da musst Du lange suchen, bis ein Master of he Universe, noch dazu ein homosexueller Pfau, mal zugibt, dass er irgendetwas nicht kann oder sich nicht zutraut, also einräumt, dass er auf dem Posten eine gnadenlose Fehlbesetzung sei.

    Ich glaube, AM hat gar nicht angenommen, dass UvdL zusagen würde.

    Mir geht es gar nicht um die Pannen jetzt, das war doch absehbar, in welchem Zustand die BW ist, ja sein muss, dafür kann Flintenmuschi nichts, aber was ist das für ein Signal an die Generalstabsschaft, wenn ihnen da eine Art Azubine vor die Nase gesetzt wird, das spottet doch jeder Beschreibung. Die Leute im Generalstab der BW sind allesamt hoch qualifiziert, das hat nichts mit dem öffentlichen Bild von Ausscheidern zu tun, und dann setzen sie ihnen eine vor die Nase, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Unglaublich.

    Als ich die Meldung ihrer Bestellung las, dachte ich zunächst, das sei eine Zeitungs-Ente oder ein Scherz, als das aber dann noch offiziell bestätigt wurde, fiel mir sprachlos die Kinnlade runter und dachte mir, mich wundert bald gar nichts mehr.

    Im Grundwehrdienst durfte ich übrigens als Vertrauensperson der Mannschaften an diversen Seminaren des Kommandos der BW in Bonn/Könuigswinter sowie des Kommandos der vierten Gebirgsdivision in Garmisch teilnehmen. Einer meiner Freund ist Oberst. Das sind allesamt klasse Leute, die Universitäten der BW sind auch sehr gut, es ist eben politisch nicht gewollt mehr in den Verteidigungsetat zu stecken. Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauer etwas länger. Ohne Geld ist die Einsatzbereitschaftb der BW nicht aufrecht zu erhalten, Moral hin oder her, das Zeug kostet eine Schweinegeld, nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Wartung, im Betrieb etc., also entweder oder, duschen ohne nass zu werden geht nicht.

    Gruß
    Pampa

  18. Hauptsache wir haben „den Schuldigen“ für was auch immer identifiziert.
    Dann ist ja Alles gut.

  19. Pampa,
    das sehe ich auch so. Ausserdem zögern Unternehmen, Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle zu berücksichtigen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Man fragt dann: weshalb will den oder die niemand, der oder die muss ein Problem haben. Bei Führungskräften wird man schon nach 6 Monaten „Freizeit“ misstrauisch.
    Anderes Thema: ich hatte mal vor kürzerer Zeit hier bezüglich von der Leyen geschrieben: Schickimicki-Dame mit Affinität zu Hochglanzpapier. Nun, ich habe mich wohl nicht geirrt, halte mich aber nicht für einen Hellseher, ein wenig Menschenkenntnis und vor allem Logik konnten nur solchen ähnlichen Konklusionen führen. Das Hauptproblem jedoch ist Merkelchen. Sie selektiert und favorisiert Leute, die einfach Nieten sind, tut mir leid, wenn ich so offen rede.

  20. Eysel,
    bei allem verständnis für diese bedauerliche lage, ich wüsste nicht,
    dass hier jemals auch nur ein ton
    gesprochen wurde, ohohohohoh.

  21. Pampa,
    am „Phantom Fighter“ hat leider nicht Frau vdL schuld, sondern
    Struck, Guttenberg und Konsorten,
    vermutlich hat die BW ein eigenleben entwickelt in all den Jahren, eine sogenannte schweinskopfsülze-Bande, eine ausgewixxte, die froh, munter und aus voller pulle unsere scheenen
    steuergelderchen verprasst, bei
    vollem unschuldsbewusstsein
    vermutlich, das kann eine einzige
    Frau als ministerin nicht auf vordermann bringen.
    Wieviele baustellen kommen da noch an das tageslicht?

  22. Ich finde es schade,
    dass hier (nur) über „Eurofighter“ und 100 andere Ausflüsse
    eingerissener grundlegender(!!!) Fehlkonstrukte gesprochen wird.
    Statt über die gedanklichen Fehlkonstrukte die zu den „real existierenden Fehlkonstruktionen“ geführt haben.

  23. „Professor Thorsten Polleit, ebenfalls ef-Autor, sprach über Interventionismus, den er eine „Strategie der Sabotage“ nannte. Interventionisten möchten die Gesellschaft auf einem Pfad zwischen Sozialismus und Kapitalismus halten. Aber permanente und sich ändernde Eingriffe senkten den Wert des Eigentums. Der Interventionismus könne keine dauerhafte Gesellschaftsordnung errichten, sondern führe letztlich zu Zwangswirtschaft. In dieser Wirtschaftsform bleibt Privateigentum dem Namen nach erhalten. Was man aber damit tun und lassen darf, bestimmt ausschließlich der Staat. Drei verschiedene Gruppen glauben an den Interventionismus, so der Ökonom. Erstens Naive. Zweitens jene mit Eigeninteressen, die also von ihm profitieren. Drittens die Kaltblütigen: Jene, die sich der zerstörerischen Natur des Interventionismus bewusst sind und wissen, dass dieser zu Sozialismus führt.“
    Nicht nur DAS gefällt mir, halte ich für schlüssig.
    Z.B. auch der Gedanke vom Staat als Gott.
    http://www.ef-magazin.de/2014/10/01/5801-property-and-freedom-society-insel-der-vernunft

  24. „Jagd auf das Phantom Eurofighter“.
    1994 entwickelt, 2003 in Serie gefertigt und 2006 von der BW in
    Betrieb genommen, stellen doch diese hochstudifizierten Eliteboys
    plötzlich im Jahre 2014, völlig überrascht fest, dass dieser vorzügliche kampfjet erhebliche herstellungsfehler am hinteren rumpf an diversen bohrungen aufweist.
    Als sofort massnahme halbierten die drei produzierenden Werke,
    die freigegebene lebensdauer von
    3000 auf nunmehr 1500 flugstunden, bravo bravissimo.
    Ich fass ess niich …

  25. Wenig bis nicht von der breiten Öffentlichkeit beachtet
    nimmt seinen Lauf was wir hier schon lange vorausgesagt haben:
    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/morgen-tagt-ezb-rat-draghi-will-griechische-ramschpapiere-kaufen/10777962.html

    Wenn darüber hinaus in NY Alibaba, Chinese mit Sitz Caymans(?)!!!
    und in Ffm Rocket und Alando mit 7xx Mio Umsatz, Verlust 3xx Mio
    zum IPO blasen, dann sagt mir das WAS???
    Antwort:
    Es ist Zeit für eine „kalte Dusche“.
    Woher sie kommt kann ich nicht sagen.
    Auch nicht, wie lange es Draghi und Konsorten – womöglich – schaffen
    Zeit (plus Kosten) bis zum Platzen der „Mutter aller Blasen“(implizite Staatsinsolvenz) zu „dehnen“. – Mutti sträubt sich ein wenig. Aber kann sie es (noch) schaffen die „Geister die sie rief weil sie diese (scheinbar) für beherrschbar hielt“ zu bändigen? – Ich unke: Nein. –

  26. @ karel
    Schade.
    „Schönzeichnen?“
    Du hast recht.
    Wenn man die Aufklärung, Säkularisierung (samt all deren Folgen)
    als DAS wesentliche Ereignis der Menschwerdung, als „geistige Wurzel“ annimmt, dann wird die Welt möglicherweise „schöngezeichnet“. –
    Weil der Autor (wie auch ich) wohl stillschweigend vermutet, dass trotz der „Freunde der geschlossenen Gesellschaft, der Horde die jeden Tag massenweise zur Welt kommen“ am (immer offenen Ende der Geschichte) die Vernunft (und sei es die der Ohnmacht) siegt. –
    Es scheint mir, als ob Geist, Wortwahl und speziell die große (in deinem Sinne wohl ZU wenig wertende) Distanz des Autors zu „wohlfeilem tagespolitischen Strömungen, relativen Kleinereignissen) deinen Widerwillen erregt 😉
    Sollte nicht jeglicher (deiner) Wertung der (grundsätzlich unperfekte) zumindest Versuch neutraler Distanz vorausgehen?
    Sollte nicht Kritik KONKRET sagen können WAS genau „falsch“ an dem „Geist“ ist, resp. missfällt?

    Ist deine US-Kritik möglicherweise ein Stückchen weit Kritik an mit den USA verknüpfter „bedingungsloser Aufklärung“?
    Und Sympathie zum Widerstand „LeBon-scher Massen“ an Entmystifizierung, an Rationalität? (Um Tragic zu ärgern könnte ich auch sagen „an Evolution?“)

    „Meine Harke“?
    Weltgeschichte ist Geistesgeschichte (samt aller Wirrungen) ist die Geschichte menschlichen Selbstverständnisses (von Zivilisation). –
    Ist die (immerhin teilweise) „Entmystifizierung der Welt“ durch die Aufklärung, der sich dadurch andeutende „Verlust der Versprechungen eines Paradieses“ der Grund für deine „Kritik am Geist“, Ablehnung? –
    Siehst du die vielen Fragezeichen?
    Ich weiß es nicht.
    Ich denke, du solltest schon konkret formulieren (können) WAS genau missfällt. – NICHT NUR argumentlos und in großem tragischen Bogen einen „Geist“ diskreditieren. –
    Ein Alles offen lassendes „nun denn“ erscheint mir als recht arrogantes Statement. Ein Statement das sagt „ich habe meine Meinung verfasst“. –
    ENDE –
    Ist kein Beitrag zu einer Diskussion.
    Willst du hier proklamieren oder diskutieren? –
    Und ich weiß es schon wieder nicht. –

  27. Pampa,
    wenn Du schreibst von freien märkten und offenem handel,
    dann sind die taubstummdoofen
    gerade im augenblick dabei, dies alles einfach weg zu TTIP en.
    Den freien und offenen kapitalmarkt haben sie in „weiser voraussicht“,
    schon vor langer Zeit in ihre schmutzigen hände genommen und in ketten gelegt, nun kommt der rest
    vom schützenfest.

    Viele Grüsse vom Börsenhandel im Schlafgewandl, Zamir

  28. Pampa,
    wie ich lese, hast Du eine gaanze Menge gelernt hier unter meinen
    fittichen, wenn ich ehrlich bin, ich
    auch.
    Gibt es ein grösseres kompliment unter männern, die nuur Frauen lieben?
    Die einzige beifügung meinerseits müsste lauten: Unsere Macht-,
    Vermögen-, Verwertungs- und
    Verwaltungseliten haben kein Konzept, keinen Plan, sie wissen nicht was sie tun, das aber mit voller
    Bescheissterung.

    Viele Grüsse vom Weltzustandsbericht des WWF, Zamir

  29. Pampa 0:02 Uhr – Chapeau für diesen Beitrag! Dazu von mir eine nicht ganz ernst gemeinte Ergänzung. Die Blindgänger und Scharfmacher in der ukrainischen Regierung, die u.a. mit dem Verbot der russischen Sprache in der Ukraine zum Eskalieren beigetragen haben, hätten viel pragmatischer herangehen sollen. Sewastopol als russische Exklave für russisches Öl und Gas für 5 Jahre meinetwegen. Das hätte Zeitgebracht die ökonomische Entwicklung voranzubringen. So hat die EU ein Loch mehr im Fass ohne Boden.

    Gruß
    Null

  30. Pampa

    Dein Link zu Henry Hazlitt gefällt mir, große Klasse.

    Davon inspiriert:
    hier mal meine Charakterisierung von Sozialismus, Kapitalismus:
    Sozialismus – Herz ohne Verstand
    Kapitalismus – Verstand ohne Herz

    Und ich war schon immer für den „goldenen Mittelweg“.

    Und wenn dem Kapitalismus keineswes inne ist, daß sich Staaten zwangsläufig verschulden……..
    nun dann schicken sie so einen wie den Keynes an die Front.
    Auch ein Grund für meine Skepsis gegenüber den US-Ökonom-„Eggsberden“…. wie Zamir zu sagen pflegt. 😉

    Ansonsten teile ich Deine Sicht zu den Schulden, auch den Staatsschulden……bis auf eine Kleinigkeit:
    Fremdkapital mag ökonomisch dem Eigenkapital überlegen sein.
    In Krisenzeiten eher nicht, gelten dann andere Regeln.
    Und an die denke ich.

    Ebenso stimme ich mit Deiner „CDU-Welt“ so nicht ganz überein.
    Rückblickend betrachtet hatten sie, wie ich finde, eher den undankbaren Job eines „Reparatur-Betriebes“.

    Wären wir da gleicher Meinung, gäbe es ja nix zum Schreiben……
    Odda? 😉

    Und nu mach ich mal ne kleine Pause……

    Gruß
    karel

  31. Zamir,

    Du kannst davon ausgehen, dass der KGB und Putin deutlich besser über den Zustand unserer BW informiert ist, als unsere Verteidigungsministerin.

    Wir werden im Wesentlichen nach wie vor von den USA als NATO-Mitglied verteidigt. Du weißt doch alter Schachfreund, Aaron Nimzowitsch, die Drohung ist stärker als die Ausführung.

    Dass Deutschland unter Insidern als Bedrohung gelten könnte, ist doch Humbug seit WK2, das wissen im Prinzip alle. Das D von heute hat fast gar nichts mehr mit der ehemaligen Wehrmacht, den Nazis, der SS, der SA etc. zu tun, das ist eben unsere Erbsünde, die wir mit dem Pass nach der Geburt ausgehändigt wird. Diese Karte wird politisch international auch mal mehr, mal weniger, immer wieder ausgespielt.

    Das militärisch Patt wurde doch nicht durch den Fall der Mauer beseitigt, nach wie vor kann jeder der Großmächte jeden x-mal atomar auslöschen und selbst auch entsprechend schnell selbst reagieren.

    Die wirksamsten Waffen im Sinne des Friedens sind meines Erachtens freier Handel, offene Märkte, Kooperationen auf Augenhöhe, kultureller Austausch, gegenseitiges Interesse aneinander, die Aussicht auf Prosperität und Wohlstandsgewinne. Alleine die Aussicht darauf bewirkt schon Wunder. Der Weg ist das Ziel, das Möhrchen vor dem Esel das Mittel zum Zweck. Walle, walle, manche Strecke, dass zum Zwecke Wasser fließe …

    Wenn wir das, statt Sanktionen, ins Schaufenster stellen können, die Aussicht auf ein besseres Leben im Diesseits, graben wir gleichzeitig auch Typen wie neulich bei Jauch Allahs Dampfplauderer das Wasser ab, um als Rattenfänger junge Menschen hinter sich zu versammeln, aufzuhetzen, zu radikalisieren, sie letztlich zu verlieren.

    Sowohl die USA wie auch Europa wären imho besser beraten mit Russland nach dem Motto zu verhandeln, …

    … if you can’t beat them, join them or invite them to join. Auf Augenhöhe. Sanktionen führen allenfalls zu einem „wie Du mir, so ich Dir“.

    Davon habe ich nun wirklich Null Ahnung, aber ich habe den Eindruck, dass Gorbatschov zu wenig für seine Kooperation gegeben wurde, zu wenig an Zugeständnissen, das er damals seinem Volk als Erfolg auch im Sinne Russlands hätte mitbringen und verkaufen können. Was feiern wir jetzt bald, 25 Jahre Deutsche Einheit? Ja. Ein Makel an der Sache ist, dass die UDSSR damals viel zu wenig für sein Mitwirken gewürdigt wurde, dass Russland in der Folge selbst unter enormen innenpolitischen Druck geriet und in Teilen in einem relativ chaotischen Prozess zum Teil zerfiel.

    Der kalte Krieg sitzt viel zu sehr noch in unseren Köpfen, hüben wie drüben wohl, die politische Rhetorik tut ihr Übriges, das kann nicht konstruktiv im Sinne aller sein.

    Bei allem Verständnis für die Deutsche Angst im Zentrum Europas, weder die napolonischen Kriege noch die beiden Weltkriege gingen von Russland aus, von den USA auch nicht. Das mag ja ein Clash of cultures sein, aber sofern man sich mit Respekt auf Augenhöhe begegnet, kann man mit unterschiedlichen Kulturen durchaus partnerschaftlich harmonieren und sich gegenseitig befruchten.

    Als wenn uns Russland militärisch angreifen wollte, das ist doch Schmarrn. Wenn die das wirklich wollten, hättest Du in Berlin schon lange A-Waffen auf den Sack bekommen oder die Panzer hätten Dich vor 1989 überrollt. Was wolltest Du oder D denn dagegen tun?

    Ich finde jedenfalls, dass WIR mit Sanktionen grundsätzlich den falschen Weg beschreiten. Wir sollten um Hilfe bitten und Hilfe anbieten, Verständnis zeigen, um Verständnis werben, ein gemeinsames Ziel formulieren und gemeinsam Schritte planen. Der Klassenkampf, das wir oder die, ist international der gleiche Humbug wie bei nationaler Parteienpolitik. Es gibt vernunftbegabte Lösungen im Sinne aller, es gibt unvernünftige. Beschreiten wir lieber den Weg der Vernunft, der Ratio.

    Gruß
    Pampa

  32. Eysel,
    wenn Du nicht verstehen magst, was ich sagen will,
    warum soll ich dann Dich verstehen wollen.

    Auf der einen Seite:
    „expansionistisches japanisches Kaiserreich, das Dritte Reich…..
    Auf der anderen Seite.
    „dem unübersehbaren und bis heute währenden Aufstieg der USA zur führenden Weltmacht verbunden….

    Allein diese Wortwahl hat mir angezeigt, welcher Geist durch den Artikel weht. Hier die großartige USA, dort die „Nieten“.
    Nun, ich habe jetzt den kompletten Artikel ausgedruckt und gelesen. Und finde meine Anfangsmeinung bestätigt.
    Nach westlichem Duktus ist der Islam rückständig, der Westen mit seiner „offenen“ Gesellschaft dem überlegen. Ist ja richtig toll.
    Ärgerlich ist nur, daß kaum erwähnt wird, daß der Westen, insbesondere die USA von den riesigen Ölvorkommen, dummerweise in den islamisch dominierten Gegenden gelegen, am meisten profitiert und zudem in der nach oben „offenen“ Schuldendynamik der Islam-Region absolut überlegen ist.
    Diese sogenannten „Konfliktlinien“ finden sich eigenartigerweise
    stets an den Ölfeldern dieser Welt.

    Und wenn nun schon die religiösen Konfliktlinien so deutlich beschrieben sind, was ich ja auch anerkenne, wundert mich die „geistige und kulturelle Rückständigkeit“ des Westens schon gar nicht mehr.
    Wie sagte Bassam Tibi, im Libanon geboren und heute in Deutschland zu Hause, als ausgewiesener Nahost-Experte schon voraus:
    Ende dieses Jahrhunderts wird Europa Teil des arabischen Mahgrebs sein.
    Und nun schau Dir mal die Geburtenraten in Europa an…….
    Wie steht da so schön geschrieben?
    „Die Davos-Kultur…..setzt eine funktionierende Staatlichkeit voraus, deren Bestand keineswegs als ausgemacht gelten kann – ganz im Gegenteil: Die sich in immer mehr Ländern vollziehende Erosion………eine Entwicklung, die sogar in eine „Rückkehr zu primitiveren Lebensformen“ münden kann.

    Ist ja nett…
    Hauptsache, wir zeichnen uns die Welt schön.

    Nun denn…..
    In Erwartung Deine „Harke“…. 😉

    Gruß
    karel

  33. überischens „Die Anstalt“ lief vor einer Woche, was Du da kuckst
    ist garantiert ein Fake, da Priol nicht mehr dazugehört, tstststststs

  34. Pampa,
    stellen die Bayern denn auch
    personal ab für die „Truppe“?
    Das fingerhakln könnte doch beim häuserkampf, mann gegen mann
    von entscheidendem Vorteil sein,
    wenn das wenige material/zubehör
    von entscheidender Bedeutung sein wird, odda?

  35. Hallo Pampa

    das mit der Blendgranate fällt dem Priol schon deshalb so leicht,
    weil er exakt weiß, was für eine Blendgranate er selbst ist. 😉

    Und die „Warzen“ (von Dir gut beobachtet) sind ja keine neue Erfindung,
    wurden sie schon in den 70ern (ich mal wieder) eingeführt.

    Ansonsten sind ja Deine Beiträge ja auch zum Lernen „geeignet“ …. 😉

    Gruß
    karel

  36. Tja Magic,

    wenn man sich mal bürokratische Institutionen eingefangen hat, sind die so hartnäckig wie Warzen. Fallen ihre Aufgaben weg, suchen sie sich neue, ob sinnvoll oder nicht, meist sogar eher kontraproduktiv.

    Vergiss bei Bayern nicht, wir reden hier über ein extrem niedriges Niveau von Arbeitslosigkeit, entsprechend hartnäckig werden die Fälle wohl auch sein. Einen gewissen Prozentsatz von Sockelarbeitslosigkeit hast Du immer, diese Menschen sind einfach nicht wirklich zu regelmäßiger Arbeit fähig und auch sehr schwer integrierbar. Wenn einer nicht will, dann will er eben nicht und wenn einer nicht kann, dann kann er eben nicht. Das änderst du letztlich mit gar nichts, wie auch?

    Mir ist in Erinnerung (so vage), dass Weise http://de.wikipedia.org/wiki/Frank-J%C3%BCrgen_Weise (interessante Vota) mal sagte, sein Ziel sei es eigentlich die Arbeitsagentur aufzulösen, abzuschaffen. 🙂 Nun, ich vermute mal, viele Freunde macht man sich so nicht im eigenen Haus.

    Auch so ein Punkt, eigentlich passen H4ler als Kunden gar nicht zur Agentur. Bei ALG1 sollte es schon schnell gehen, die Zeit kurz halten und die Kundschaft wieder in den 1. Arbeitsmarkt bringen. Keine Frage, bei sowas machen vermutlich Steuerungskennzahlen wie, wie auch immer man das dann nennt, Umschlag mal Vermittlungszeit bis zum Exit Sinn. Was wirkt, was wirkt nicht, was geht gerade, was geht nicht? Wie erhöhe ich also die Leistung der Agentur. Gerne ist ja über einen längeren Zeitraum wohl kaum einer „Kunde“ der Agentur.

    Bei H4? Ich weiß ja nicht, das ist doch ein ganz anderes Klientel, noch dazu ein Sammelsurium mit unterschiedlichsten Hintergründen. Auf die kann eigentlich ein effektives Arsenal von Instrumenten in ALG1 kaum greifen, das kann kaum der richtige Weg sein. Nun ja, letztlich keine Ahnung, aber Meckie-Methodenbei H4lern, hm. Das ist ein bisschen so, als wolle man der AH von Untergiesing beibringen Ticki Tacka ala Guardiola zu spielen. Meckie berät ja fast nur strategisch, aber das möchte ich mal live sehen, wenn sie versuchen ihre Ansätze einem Kurfürsten einer Filiale einer Arbeitsagentur beizubringen, der das dann implementieren soll.

    Nun gut, sehe nebenbei gerade etwas Anstalt im ZDF. Da hat Urban Priol Flintenmuschi doch glatt als letzte Blendgranate der BW bezeichnet, die noch funktioniert. Diese Unterfranken aber auch, dass mir das nicht eingefallen ist … 😉

    Gruß
    Pampa

  37. Sagt der eine wasserkopp zum anderen wasserkopp: wenn euer
    wasserkopp zu unserem Wasserkopp noch einmal wasserkopp sagt, dann sagt unser
    wasserkopp zu eurem wasserkopp
    so lange wasserkopp, bis euer wasserkopp zu unserem wasserkopp nicht mehr wasserkopp sagt, soviel zum aufgeblähten wasserkopp-System von manchen auch Bundesrepublik Deutschland genannt; was macht eigentlich unsere süsse, niedliche verteidigungstruppe?
    Wenn putin das wüsste, würde er morgen früh drei bis fünf von seinen
    bodygards vorbeischicken und uns zur Kapitulation auffordern, naa iss
    doch wahr …

  38. Ghist, ich bin seit ueber 10 jahren in verwaltungsausschuessen von arbeitsagenturen dabei.
    In dieser zeit sank die arbeitslosenquote auf fast die haelfte. Das personal in agenturen und jobcentern ist mitnichten proportional dazu zurueckgetangen.
    Vom nuernberger wasserkopf mit allen metaetasen ganz zu schweigen.
    Wesentlich verantwortlich dafuer sind die saeulenheiligtuemer und spuelwiesen der gewerkschaften, der linken und sonstiger granden. Vor kurzem ist dem hier viorherrschenden geist sogar die gruendung einer neuen arbeitsagentur entprungen, widerstand dagegen hat es kaum gegeben . Immerhin konnte durchgesetzt werden, dass diese massnahme nacheiner gewissen zeit „evaluiert“ wird. Uff.
    Weil die arbeitslosigkeit hier staerker gesunken ist als in bayern, wurden mitarbeiter der agenturen v onhier nach bayern versetzt.
    Vielleicht sollte man diesen fisch mal am kopf anpacken die dort taetigen scheinen sich laengst auf den stelzen ihres „erfolges“ ueber alles andere hinweg zu setzen…die haben sich jenseits dercsdhusslinien der aktuellen politik prima gemuetlifh eingerichet..so, das war der blick ins naehkastl ruer heute..
    Achja, zeiarbeit gehoert „unbedingt“ auf die agenda. ..der desinformation -))

  39. Magic
    Jetzt verstehe ich auch, weshalb die Jobcenter in Bayern stöhnen, nicht selten von Prüfern aus Nürnberg heimgesucht zu werden. Angeblich werden regelmässig jedem Jobcenter-Mitarbeiter persönliche Einsparziele vorgegeben. Ich wiederhole hier nur, was mir erzählt wurde, ob es stimmt, weiss ich nicht.

  40. @ karel
    Geist? Dichterhand?
    Wo in dem von dir zitierten Absatz oder sonstwo in dem Beitrag zeigt sich welcher Geist, welche Dichterhand? –
    Gehts vielleicht ein wenig genauer? –
    Ich würde gerne wissen was an dem Absatz, dem Artikel deiner Meinung nach „falsch“ ist. –
    13:39 ist eine wolkige Andeutung/Ablehnung ohne das kleinste Argument.
    Zu welchem Zweck?
    Ist es unverschämt von einem intelligeten Kritiker eine Begründung zu erhoffen?
    Ohne „sowas“ ist 13:39 nichts als „wohlfeil“.

  41. Pampa,
    nun mal wieder in ganz normales
    fahrwasser.
    Am Samstag hielt ich Dein buch in der Hand: Die schamlose Generation von Sven Kuntze.
    Da sind sehr viele Deiner Argumente über die alt-68 er wieder zu finden, kuck einfach mal rein,
    ist trotzdem empfehlenswert,
    wie ich meine.
    Untertitel: Wie wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel ruinieren.
    Gruß Zamir

  42. Ghost, die „kostenfaktorbetrachtung“ ist m.e. wesentlich darauf zurueck zu fuehren, dass in etwa zeitglech mit der zusammenfassung von arbeitslosenhilfe und sozialhilfe der ckinsey-express in das nuernberger allerlei hineingefahren wurde.seiddem wrd das gesamte monster arbeitsverwaltunng mit managementstrukturen und mit einem strafen berichts-und steuerungssystem durchzogen. Waren verwaltunfsausschusssitzungen bis dahin eher lockere meetings voller ideologischer besserwsserei zwschen den baenken, wirst du seitdem als verwaltngsausschussmitglied mit zahlenfruedhoefen ueberhaeuft, kennahlen aller art, ein ausdifferenzertes controllingsystem, ein ebensokches planungssystem etc. Pp. Das ganze straff am nuernberger zuegell. Die kunden (arbeitssuchende, arbeitgeber) degenierten seitdem zu edv-gestuett gesteuerten quantitaeten..