Waterboarding für Pferde

Männer aus Krisenländern bekommen die Hand an den Euro. Statt Konsolidierung kommen noch mehr Konjunkturspritzen. Ein Irrweg.

Als Ende der Sechzigerjahre – während der ersten Nachkriegskrise – die keynesianische Konjunkturpolitik dominierte, sprach SPD-Wirtschaftsminister Karl Schiller seinen berühmten Satz: „Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie selber.“ Heute, beim Versuch, die Staatsschuldensümpfe trockenzulegen, gilt das nicht mehr. Kontinentale und nationale Konjunkturprogramme sollen die Wirtschaft auf Trab bringen – als wäre die seit 2008 halbstaatlich verordnete Niedrigzinspolitik der EZB nicht längst genau dieses. Da die Unternehmen weitere Billigkredite teils nicht wollen, teils mangels Perspektive nicht bekommen, greift die europäische Finanzpolitik zu härteren Mitteln: Waterboarding für die Pferde.

Eine Geldschwemmen-Allianz findet zusammen, angeführt von Männern aus dem Süden. Da ist der Italiener Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB). Er fürchtet eine Deflation und predigt eine noch laschere Geldpolitik. „Alle zur Verfügung stehenden Instrumente“ will er nutzen, kündigte er beim Treffen der Notenbankchefs in den Rocky Mountains an – einschließlich staatlichen Aufschwungdopings. Wie bei manchem Zuwanderer hat auch bei Draghi die Nähe nicht zur Assimilierung geführt. Die Bewohner der finanzpolitischen Enklave EZB haben die Haltung der Bundesbank nicht angenommen. Gäbe es eine Gelddruckergewerkschaft, Draghi wäre Ehrenvorsitzender.

An seine Seite tritt nun wohl bald ein Spanier als Anführer der Euro-Gruppe. Kanzlerin Angela Merkel jedenfalls hat Luis de Guindos ihre Unterstützung bereits versprochen, sogar öffentlich. Er sei „in schwierigen Zeiten ein exzellenter Finanzminister“ gewesen und habe sein Land erfolgreich durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geführt. In der Tat gilt der Mann als Architekt der bisher erfolgreichen Bankensanierung im viertstärksten Euro-Land.

Die Begründung lässt aufhorchen. Nicht wegen de Guindos, sondern weil nach Merkels Logik auch der Umkehrschluss gelten müsste: Wer daheim nicht ordentlich gewirtschaftet hat, kann nicht auf europäischer Ebene die Gemeinschaftswährung bewachen. Gälte diese Regel, dann wäre der ehemalige französische Finanzminister Pierre Moscovici raus aus dem Spiel um Macht und Posten. Denn er ist in seinem Heimatland gescheitert: Frankreich hat die zugesagten Sparziele mehrmals verfehlt. Nach der Regierungsumbildung der vergangenen Woche sind die Kritiker einer strengeren Haushaltspolitik zwar aus dem Pariser Kabinett verbannt, aber dafür umso lautstärker auf der Straße, um den Widerstand zu schüren. Frankreich steckt tiefer in der Krise denn je.

Merkel hatte François Hollande frühzeitig mitgeteilt, dass sie einen Währungskommissar Moscovici ungern sähe. Doch was nützt das, wenn der französische Staatspräsident darauf beharrt und der künftige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker – in Fragen der Euro-Rettung eher Dreiviertelsozialist denn Marktwirtschaftler – Moscovici den Posten versprochen hat? Juncker, der seine Vorliebe für Euro-Bonds auf Drängen der CDU im Europawahlkampf versteckt hatte, plant nun ein 300-Milliarden-Euro-Programm.

Zwar hätten Christdemokraten, Konservative, Liberale und Europagegner im Europaparlament eine Mehrheit, um unsolide Kandidaten auszusortieren. Dazu müssten aber auch die französischen Abgeordneten dieser Fraktionen gegen ihren Landsmann und für ihr Wahlversprechen einer stabilen Währung stimmen. Auf die Notbremse durch das europäische Parlament wetten sollte man also nicht.

Schon jetzt zeigen die verbalen Lockerungsübungen Wirkung. Angesichts der versprochenen Geldschwemme jubilieren die Börsianer, und die Renditen von Staatsanleihen auch der Südländer purzeln auf neue Rekordtiefen. Sie liegen unter den Werten jener Zeiten, in denen das Schuldendesaster aufgepumpt wurde. Deutlicher können die Zeichen nicht sein: Nach der Krise ist vor der Krise.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Henning Krumrey. Permanenter Link des Eintrags.

Über Henning Krumrey

Henning Krumrey, Jahrgang 1962, ist stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros in Berlin. Er studierte Volkswirtschaft und Politik in Berlin und Köln und absolvierte parallel dazu die Kölner Journalistenschule. Nach vier glücklichen Jahren bei der WirtschaftsWoche trat er 1992 in die Gründungsmannschaft des Magazins FOCUS ein. Fünf Jahren als Bonner Korrespondent folgten elf Jahre an der Spitze der Parlamentsredaktion. Im Frühjahr 2009 kehrte der Diplom-Volkswirt zur WiWo zurück. Hauptthemen sind nach wie vor Wirtschaftspolitik, die Regierungsparteien, die Kanzlerin und seine Kolumne "Berlin intern". Krumrey ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kölner Journalistenschule. In seinen Büchern „Aufschwung Ost – Märchen oder Modell?“ und „Kinder – ein Luxus“ (mit Co-Autorin Nicola Brüning) befasste er sich früher als andere mit den wirtschaftlichen Aspekten der deutschen Einheit und der Familienpolitik. Bei öffentlichen Diskussionen in Rundfunk, Fernsehen und auf Podien streitet Krumrey gern für Redlichkeit, Marktwirtschaft und fairen Journalismus – kurz: ein altmodischer Mensch.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [232]

  1. … jetzt kommt endlich wieder diese wonnige wohlfühl-gefühl
    auf, wie habe ich es doch vermisst, ohohohohohoh —

    tichytown, wie es leibt und lebt, trotz aller ukraiiine-,
    <isis-, syriensis-, euroskeptikensis- und noch allen
    anderen anschluss- und wurmfortsatzkrisen, da rettet
    uns nur der bestandsschutz für die ewigkeit, woll.

    "Wer hat noch nicht,
    wer will noch mal"?

  2. Eigentlich warte ich seit geraumer Zeit nur drauf Tragischer,
    dass du Nicht-Existenz von Gravitation postulierst.
    Denn:
    EIGENTLICH lässt sich „Angelas anmassender Höhenflug ins Nirwana“
    ja auch NUR DANN erklären 😉 😉

  3. Wenn du „… Arschgeige nichts besseres im Sinn …“ hast als Dawin geisteskrank zu nennen, dann muss man über die Bezeichnung Arschgeige noch mal gründlich nachdenken.
    PS:
    Mir sind interne Diskussionen weit lieber,
    als widerspruchsgesäubertes CDU-Strammstehn (bzw. Grabesruhe) hinter dem „Geblöke“ eines anmassend großkotzerten wie ignoranten Dawin-Leugners.

  4. Na Eysel, alter Hirnwixxer, biste mal wieder über einen Titonen hergefallen, diesmal karel, wenn ihr beiden ASrschgeygen nichts besseres im Sinn habt, als hier mal wieder einen zum Opfer zu traktieren, dann muss doch jemand dieser madness begegnen, odda. Deine Reinheitsvorstellungen in allen Ehren, passen gut zu deiner einseitigen Artder Weltwahrnehmung, auf der Suche nach Omas Gewissheiten biste mal wieder deim geisteskranken Darwin gelandet. Wie wär’s denn stattdessen mal mit etwas „Biedenkopf zur AFD-Problematik“ in der Zeit von gestern…oder mot einer eigenen Position zur AFD-internen Kontroverse zwischen Lucky-Boy und Gauland, da verschweigst du uns einiges, streust ins Afd-Agit-Prop in die Augen statt das Zerrbild dieses Jauchebeckens wahr und klar anzusprechen…
    tja, die Dummen werden nicht alle und so die Dummenfänger, n’est-ce pas,
    Eyss-Bein???:-)))

  5. Die hilli-billi-milliarden kapitalverfressenen brauchen
    schwache demokratien, diktatoren, vasallen und
    bestechliche staatsobermimer, sonst funktionuckelt
    ihr selten beklopptes geschäftsmodell nicht.

    Wenn sie sich, wie schon so oft in diesem Welt-Theater
    wieder einmal verrechnet, verzockt und getäuscht haben
    sollten, dann fliegt uns alles mit einem lauten knall
    um die ohren.

    Herrje, das kann doch nicht sooho schwör sein,
    dafür muss ich mich nichtmal dusselich und dämlich
    studifizieren, ihr kleinen piepsmäuse.

    Viele Grüsse von den weichen Birnen und den reichen Dirnen, Zamir

  6. Eysel & Pampa,
    der karel hat sich aus eurem team losgeschweisst,
    wie wollt ihr dermaßen geschwächt, alle Welt-,
    Euroba- und Doggda-Titel verteidigen, hääh?
    Tjalaha, die diddel zu verteidigen iss immer schwerer
    als sie zu „gewinnen“, gelllegell, ohohohoh.

    Viele Grüße von Jogis Substanz-Verlusten, Zamir

  7. „Magischer Gegenwind“…????
    Und zu strauss/? Kohl und pampas pinkelschwatz: herr strauss war das mass allen weiss-blauen gewuerges, etwas wie die afd hat unter ihm keine chance er selbst wiederum war chancenlos gegen kohl und die seinen. In diesemunseremvaterland hat strauss nichts zu meckern ausserhalb des weisswurtsghettos. Das ist die univariate multivarianz helmutiensis hener zeit gewesen. Alles andere ist pampastroes geeyselte nachtraeglich sinnindoktrination. Der ausfluss v on lautsprechenden zahlenknechten auf der suche nach gewissheiten….;-))

  8. Soso karel,
    eine halbwegs logische Stringenz nennst du Spitzfindigkeit.
    Wirklich interessant.
    Und widersprichst dir zwei Sätze später selbst.
    Bring mal ein wenig Ordnung in den Haufen Spaghetti.
    Wenn es irgendetwas gibt das den Menschen zum Menschen macht,
    dann ist das, dass er wenigstens die FÄHIGKEIT zur Logik hat.
    Denn ohne Logik funzt kein Elementarteilchen, kein Atom, kein Molekül.
    Nur Mensch (manche) scheinen zu glauben, Mensch habe so etwas wie ein „menschliches Universum“ entdeckt, womöglich geschaffen.
    Selbst „Kunst“ ist rer. hat.
    Auch wenn wir ein gutes Stück des Atoms als auch der Kunst nicht verstehen.
    Und selbst Wahrscheinlichkeit als auch Zufall sind – so scher es dir fallen mag dies zu glauben – „rer. -nat.-logisch“.

  9. Eysel 18:06

    Danke für Deine „Spitzfindigkeiten“.
    Da bleibe ich lieber „schlichter“….

    Absorbiert haben dieses „Grün-Gewäsch“ die Grünen selbst.
    Denen reichten schon 10 % der Wähler, die sich vornehmlich aus der „verwirrten Generation“ rekrutierten.
    Doch, der Eine oder der Andere stieg da ja auch gottlob aus.

    Eysel,
    zusammen mit einem willfährigen Koalitionspartner reichen schon 10 %,
    um gegen die Alltagsvernunft der Mehrheit zu regieren….
    Genau dies nennt sich heute so gediegen: „Demokratie“

    Richtig,
    konditionierendes Gewäsch ist nicht identisch mit absorbiertem „Gewäsch“, macht aber meines Erachtens kein Unterschied, wenn es in der „Sippe“bleibt.

    Nun denn…

    Gruß
    karel

  10. Pampa
    „Was hätte denn bitte das EEG mit Partei-Politik zu tun?“

    Pampa, ich dachte wirklich, Du wärst schon weiter.

    Der Atom-Ausstieg wurde 2000 verabschiedet, ebenso das EEG-Gesetz. .Was danach so alles kam, hatte hier den Ursprung. Den „Grünen“, auch bekannt als Realo, war längst klar, daß mit dem Atom-Ausstieg deren politische ‚“Seele“ verloren zu gehen drohte. Was lag also näher, als mit EEG neue Wählerschichten zu „erschließen“, neudeutsch:“einzukaufen“.
    Wer also einmal den Hammer in der Hand hält, nutzt ihn auch.
    Für mich ganz klar „Partei-Politik“.
    Was interessiert da die Vernunft. Was interessiert da Zukunft?
    Ja, die Welt lacht über uns.
    Kurzum, das Ganze ist vollkommen absurd…..
    Deine Worte.

    Ich weiß ja nicht, wer Dir was in den Kaffee getan hat.
    „In der einfältigen Welt eines Kohl-indoktrinierten“
    Ich gebe zu,
    da lebe ich lieber als in der „einfältigen Welt von Dollar-Indoktrinierten“….. 🙁

    „Unilaterale Diskriminanzanalyse“, erinnert mich so an meinen Doppel-Dipl. als Vorgesetzten, der Worte dieser Art zu benutzen pflegte, wenn denn seine Hände mal wieder „zitterten“. So einfach war seine Welt….. 🙂

    Sorry Pampa, Du warst schon mal besser…..

    Nun denn….

    Gruß
    karel

  11. Pampa,
    allda aggressor, morgen stehen meine Naddoddo-Puppen
    vor Deiner Lehmhütte, allda.
    Dann hat es sich ausgereizt, Du weisst Dein gartenhäuschen
    wurde schon einmal von meiner grossfamilie in beschlag
    genommen, ohohohoh.
    Dann iss abba schluss mit wuzzich, gelle.

    Gut’s Schnächtle, Zamir

  12. Ja Zamir,

    meine Atombomben lagern sicher im Keller. Sie sind auch gesichert über einen Fingerabdruck-Scan. Der Auslöser reagiert nur auf meinen befeuchteten Mittelfinger. Also reize mich nicht Kleiner … 😉

    Weißt Du neulich gingen wir im Park spazieren. Der Hund hörte wie üblich auf nix, weder komm, sitz, Platz, nix, zwecklos. Ein Rentner kam vorbei und meinte, wie kann man einen Hund nur so miserabel erziehen, der hört ja auf gar kein Kommando. Doch Opa. Ist ja eine Unverschämtheit, auf was hört er denn?

    Hasso fass!

    Aus üben wir noch …

    … sei vorsichtig Zamir. 😉

    Gruß
    Pampa

  13. Römer,
    WEnn Du meine Kommentare der letzten sechs Jahre auch nur
    in wenigen Auszügen hier verfolgen konntest, dann sind sie
    in etwa identisch mit dem Link am Ende Deines Artikels von
    19:30 Uhr.
    Das ist doch alles lange bekannt, nur unsere hohen
    intellenz-boelzchen sind da sehr eigen, vahaschd …

  14. Pampa,
    war nur ein spässchen, muss gestehen, dass
    FJS mir damals auch nicht ganz unsymphatetisch war,
    nun denn die zeiten gehen und wandeln sich mit der
    zeit, wie stehts haste Dir schon einen atombomben-
    sicheren keller zugelegt?

  15. @
    „Der Internationale Währungsfonds lobt Kiews Bemühungen, Reformen zu implementieren. Gleichzeitig hält er fest, dass die Entwicklung komplizierter sei als ursprünglich angenommen. Es dürften deutlich mehr Beistandsgelder nötig sein.“ …..mutti mach mal die tasch auf…

    http://www.nzz.ch/wirtschaft/der-imf-haelt-zur-ukraine-1.18376472

    Ich möchte daran erinnern, dass die Gewalt in der Ostukraine klar von Kiew ausging. Es gab zig Verhandlungsangebote, auch das international ausgehandelte in Genf. Poroschenko hat die Angebote in den Wind geschlagen, weil der IWF für die Auszahlung der Hilfskredite zur Bedingung machte, dass Poroschenko die abtrünnige Ostukraine militärisch unterwirft. Da das Ganze für ihn eh nur ein „Geschäft“ ist, willigte er ein.

    Der Bürgerkrieg war somit ein elementarer Bestandteil des IWF-„Deals“. Ohne den Krieg hätte es die Milliarden nicht gegeben.

    Was also will der IWF? Der IWF betreibt schon seit langem die Strategie, Despoten in rohstoffreichen Ländern Kredite zu geben, die diese dann für Irgendwas verballern. Das ist manchmal auch was nützliches wie ein Staudamm, der Elektrizität erzeugt. Das soll, so der IWF, die Ansiedlung von Industrie ermöglichen. Die Industrie siedelt sich dann aber „wider Erwarten“ nicht an. Wenn die Rückzahlung des Kredits ansteht, können die Despoten nur mit den Schultern zucken. „Wir würde ja gern, aber leider….“

    Aber dann sagt der IWF: „Ist kein großes Problem. Wir könnten euch den Kredit weiter stunden, ihr müsst dann allerdings amerikanischen Firmen Bohr- und Schürfrechte einräumen, dann bekommen wir das schon hin…“. Für die Schürf- und Bohr-Lizenzen werden Micker-Gebühren bezahlt (Beteiligung von gar nicht…), so dass die Kredit auch in 20 Jahren noch offen steht. USA hat dann de facto zeitlich unbegrenzt Bohr- und Schürfrechte… 😉
    Dazu passend:
    http://www.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/warnung-an-die-welt-ex-cia-mitarbeiter-spielt-verrueckt/
    A welt hamer beinand ich sags eich…hoffentlich nimmt´s kein böses Ende
    Servus

  16. Hm, und dann noch auf dem Parkplatz von Köln zu spielen, wo die asozialen Düsseldorfer „Fans“ die eigenen Männer nicht anpeitschen, sondern auszupfeifen, das sind die richtigen … die gehören in die dritte Liga. 😉

  17. In der einfältigen Welt eines Kohl-indoktrinierten gibt es keine Differenzierung außer rot/grün und schwarz, keine Ursachen und Wirkungen, keine Folgewirkungen, Multiplikator-Wirkungen, es gibt schwarz und rot/grün, damit basta. Das nennt sich auch unilaterale Diskriminanzanalyse, gut und böse. So einfach ist die Welt.

    Zamir,

    warum hätte ich FJS denn anpinkeln sollen? Der Mann war für die bayrische Politik in meiner Jugend Gottvater, es gab nichts Erwähnenswertes links oder rechts der CSU. Sie machten den Drecksjob Politik, die anderen sollten strebsam arbeiten, Ende der Diskussion.

    Wäre der Freistaat etwa so schlecht damit gefahren? Wenn, dann lehnte ich mich gegen dieses einfache Konzept liberal auf, doch nicht rot-grün, wie manche (NUR) unserer Lehrer. Das ging doch nicht gegen FJS, es war der Traum einer noch etwas freieren Gesellschaft, sonst nichts.

    Persönlich bewundert habe ich einen Politiker wie Max Stadler, das war eher (auch vom Wesen her) mein Fall, ein Schachfreund übrigens, der mich vieles lehrte, wenn auch nicht unbedingt am Schachbrett, eher juristischer und persönlicher Natur. Im Umgang extrem freundlich, liebenswert, in der Sache beinhart.

    Nur, nun in Bayern FDP wählen, war damals wie heute zwecklos.

    Gegen die rhetorische Urgewalt FJS kam auch nichts an. Verunglimpfen konnten die ihn damals schon, wie üblich, ansonsten war dagegen kein Kraut gewachsen. Der war Kohl auch um Längen intellektuell überlegen.

    Stammtisch-Politiker, was? Von wegen. Und außerdem, was ist denn so verkehrt daran das zu gestalten, was man vom Souverän mit als Auftrag auf den Weg bekommt, vom Stammtisch, den einfachen Leuten? Ein guter Hirte führt und schützt seine Schafe, dafür ist er ja da, die Wolle müssen die Schafe liefern.

    Welcher Politiker Deiner Zeit hatte auch nur eine derart annähernde Zustimmung wie FJS? Wie geht es Bayern heute, wie war der Weg? FJS kam aus dem Zentrum und behauptete Zeit seines Lebens nie ein Heiliger zu sein. Daher wurde er in Bayern auch nicht für scheinheilig, sondern für heilig gesprochen. Was der Rest über unseren Landesvater dachte, egal.

    (Du siehst ja, wie das ausgeht, wenn man den halben Ruhrpott gegen die Albiceleste, die Weißblauen, spielen lässt. Nach einer guten Halbzweit steht es 0:4, na herzlichen Glückwunsch. 😉 Weißblau sind doch noch immer wir. Gott mit Dir, Du Land der Bayern, unsere Farben weiß und blau … als die Bayern ins Spiel kamen, stand es dann ja auch mal bald 2:0 für Bayern, nicht wahr 😉 )

    Gruß
    Pampa

  18. Lies, karel, was da steht.
    Erst absorbiertes(!) Grün-Gewäsch ERMÖGLICHT Panik und Hype.
    Konditionierendes Grün-Gewäsch und Atom-Hype sind MITNICHTEN dasselbe.
    Differenzieren!!!

  19. … ach jetzt kurz vor dem ruschischischen aufmarsch,
    aufwisch, einmarsch, durchmarsch, fällt Euch vor
    lauter büxxenflattern wieder die klimatische-dramatische
    umweltvernichtung durch menschlich-dilettantische eingriffe
    ein, dadurch wird es ja nicht besser, wenn alle wälder abgeholzt
    sein werden und der letzte frosch gefressen, dann stellt Ihr
    ultimativ fest: upps, irgendwo haben wir einen winzigkleinen
    programm-verhaltens-fehler übersehen und sind dabei
    jahrzehnte lang in die falsche richtung geflüchtet, uuaaahhh.

    Viele Grüsse von der absoluten Fehleinschätzung zur
    Aufforderung: „Macht euch die Erde untertan, ohne Rücksicht
    auf Verluste, den nachfolgenden Generationen erspart ihr damit viel Arger“,
    Zamir

  20. Eysel,

    Ich werfe mitnichten Ursache und Wirkung durcheinander.
    Du selbst bestätigt es mit Deinen Worten.
    Es ist genau das „Grün-Gewäsch“ samt der „Atom-Hype“.
    Und die Mittler saßen in den linksgeprägten richtungsgebenden Redaktionsstuben.

    Da lagen wir in der Vergangenheit ja überhaupt nicht auseinander
    mit dem Mut zur Selbstdenke.
    Selbst hier im Blog herrschte zeitweise heftiger magischer Gegenwind,
    auch in Orkanstärke……

    Ich erinnere mich noch….. 😉

    Gruß
    karel

  21. Sonnenklar dtesch!
    Die ganze Klima&CO2-Sache war nur das „Bakterium“ namens Besorgnis
    das zu Stadium 2 der „Krankheit“ führte. – Wenn ich das ganze „Grün-Gewäsch“ das all dem noch vorausging in dieser Systematik mal „Sensibilisierungsphase“ nenne. –
    @ Karel 15:43
    Du wirfst Ursache und Wirkung durcheinander.
    Die entsprechende Panik (samt Kurzschlussreaktionen) kann nur ausbrechen, wenn vorher „das Feld bestellt“ wird. Per „Sensibilisierung“. Also per „Grün-Gewäsch“, sterbendem Planeten, Meeresspiegel, Ozonloch etc.pp.
    „Normalen Menschen“ also solche die noch „sapere aude“, die noch den Mut haben SELBST zu denken, also nicht das Hirn an der Wahlurne abgeben und jedem „Scheiß“ hinterher laufen ist die ganze „Grün-Sache“ so wie sie (ideologisiert) Propagiert/verkauft wurde von Anfang an spanisch vorgekommen.
    Da braucht es kein Diplom in Meteorologie dazu.

  22. Karel,

    wenn man einen Hammer in der Hand hält, sieht man überall nur Nägel. Was hätte denn bitte das EEG mit Partei-Politik zu tun? Es gibt nach Abwägung aller bekannten Tatsachen, unter Risiko, entweder vernunftbegabt und verantwortungsbewusst oder eben nicht.

    Was dtesch schreibt stimmt doch, meiner Einschätzung nach jedenfalls. Die Energiebilanz sieht alles andere als positiv bei den „Erneuerbaren“ aus. Öl und Gas sind auch nichts anderes als von der Erde durch die Sonne gespeicherte Energie. Die Sonnenaktivität hat vermutlich wesentlich mehr mit dem Klima auf unserem kleinen Planeten zu tun, als sonst irgendwas. Wo sollte „erneuerbare“ (Hä?) Energie denn herkommen, als von dem Kraftwerk (im Wesentlichen ein Kernfusions-Reaktor, genannt Sonne) in unserem Universum?

    Nur gut, dass man den nicht so ohne Weiteres nach politischem gusto abschalten kann, ansonsten würde es wohl ziemlich schnell Minus 276 Grad kalt, oder etwas in der Richtung. Eisberge in der Karibik … für alle, die an ein Leben nach der Einfrierung in ein paar hundert Jahren glauben, nette Vorstellung. Hoffentlich gibt es dann aber auch freundliche Aliens, die uns wieder auftauen.

    Kurzum, das ganze ist vollkommen absurd. Wir können nur das Beste aus dem machen, was uns in unserer Lebensspanne zur Verfügung steht.

    Diskutiert wird das aber fast schon religiös, als funktionierte etwas, wenn man nur ganz dolle und fest daran glaubt und in Gesetze gießt. Na sicher.

    Gruß
    Pampa

  23. “Energiewende beruht auf Naivität, Unwissen und Ideologie”

    Mitnichten,
    Energiewende beruht auf Panikmache installierter Meinungsbildner
    für „das rot-grüne Fähnchen im Winde des Machterhalts“……

    Es ist wie eine „göttliche Fügung“ des Schicksals,
    daß es nun der jetzige Wirtschaftsminister an der „Backe“ hat.

  24. dtesch

    Die „Büchse der Pandora“ wurde doch schon zur Jahrtausendwende geöffnet.
    Selbst der Altkanzler Schmidt bezeichnete die überstürzte südliche und östliche Ausweitung der EU mal als „Schwachsinn“.
    Da wurden die Weichen endgültig gestellt.
    Gerade auch für die heutigen Probleme.

    Die „Geo-Strategen“ wußten sehr wohl schon, wofür die mangels eines Feindbildes eigentlich überflüssig gewordene NATO noch nützlich sein könnte.

    Macht ja nichts, haben wir doch „uns-Angie“….. 😉

    Gruß
    karel

  25. @Eysel
    „“Energiewende beruht auf Naivität, Unwissen und Ideologie“

    Man sollte allerdings noch ein Stück weiter gehen.
    Nicht nur die „Energiewende“ und das EEG sind vollkommener ideologischer Murks, sonder auch die „Lehre“ über das „schädliche“ CO2, welches angeblich das Klima erwärmt.

    Hier beginnt schon die ideologische Verbohrtheit, bar jeder wissenschaftlichen Expertise.
    Auf diesen Sockel „des menschengemachten Klimawandels“ lässt sich leicht das Volk gerne und willig ausbeuten.
    Wird eines Tages die „Energiewende“ mit samt dem EEG eingestampft, tritt an deren Stelle sicherlich ein anderes ebenfalls sinnfreies wie teures Modell.

    Gruß
    dtesch

  26. „Der Westen“ glaubte schon einmal, das „Spiel“ gewonnen zu haben.
    Waren doch in der Jelzin-Ära schon die „neuen Statthalter“ installiert.

    Nun, einer genoß „Sibirien“, die Anderen lieber den „kapitalistischen Westen“.

    Das „Spiel“ scheint in eine neue Runde zu gehen……….
    Neues Spiel, neue Chancen, neues Glück…..

    Einst „schützte“ sich der Osten mit Mauer und Stacheldraht.
    Heute offenbar der „Westen“ mit 2000 km Stacheldraht.

    Nun denn…

  27. Eyssbabbababbel,
    sooho zahm heute und fast „schwänzel einziehend“,
    das gibts doch gaornixx, keine Angst, dem Putin
    seine Bömbschen fliegen rüber nach Neufundland
    und Florida, uns braucht er für andere Zwecke,
    also darum halte Dich allzeit bereit und baue schon
    mal Dein büdchen für die flüchlingsströme aus
    dem südosten aus, guud den garten nutzen wir
    dann für mobilere einheiten.
    Du bist doch dabei, odda was?

    Wie sehen uns, ZZ

  28. Pampa um 13:58 uhr,
    top und kein flop, ausführlich aber auch sehr überlegt
    und schritt für schritt nachvollziehbar.
    Nun müssen sich die rädelsführer endlich mal zusammen-
    raufen und nicht solche unsinnigen manöver abhalten,
    um im endeffekt zu beweisen, wo die schwächen der
    anderen seite liegen …
    Konflikte zu befeuern in der heutigen zeit zeugt nur von
    rückwärtsgewandtem denken und unruhigem geist.
    Wollen wir hoffen, dass es doch noch einen ausweg gibt
    und die grossen mächte nicht völlich ausflippern.
    Was machen eischendlisch die börsen, die anlageverramscher und
    die kleinen multi-milliardäre in solchen unruhigen zeiten?

    Viele Grüsse vom wuschischen Bären aus der sibirischen Tundra, Zamir

  29. Pampa,
    ja, am Schachbrett kann man seine grausamen, tückischen Seiten mal ausleben. Das ist aber in vielen Sportarten so ähnlich.
    Napoleon war ein schlechter Spieler, weil er, ich vermute es, ein Tatenmensch war, der die notwendige Geduld nicht aufbrachte. Ich kann mich da etwas einfühlen; man will relativ schnell Resultate, braucht Aktion, lebt in der Aktion. Das Schachspiel soll mich zu einer gewissen mentalen Disziplin erziehen. Inzwischen bin ich ein leidenschaftlicher Schachspieler geworden, hoffentlich wirkt sich das etwas auf Verhalten aus. Aus Zeitgründen muss ich dabei auf den Computer zurückgreifen. Leider bekommt man mit der Zeit heraus, wie er ungefähr programmiert ist und richtet seine Züge danach aus. Deshalb enden die Matchs auch manchmal mit einem Unentschieden oder Matt des Computers (obwohl ich immer die höchste Spielstärke wähle). Auch Schachcomputer sind eben nichts anderes als beschränkte Maschinen.

    Zu Eysel und Russland
    Es stimmt, Putin ist ein eiskalter Rechner, er kennt en détail die Schwächen des Westens und agiert damit. Allerdings kann er jetzt auch aus innenpolitischen Gründen nicht zurück, er muss den Expansionskurs halten.

  30. Soodele, Ihr kleinen, niedlichen Piepsmäuse,

    was meechet Ihr noch gutes essen, kann ich
    Euch einen aldden Cognac kredenzen und
    wie sollen unsere gemeinsamen letzten
    stunden/tage/wochen verlaufen?

    Die Nato/EU/Westliche Welt lässt sich von
    der Uhuukraiiine in einen grossen krieg
    hineinziehen, ist es Frust über Putin,
    ist es Langeweile, ist es Grossmannssucht
    oder reiner Dummfuck?

    Eine wahnsinnig gute Ernte für den Sensenmann,
    der befeuchtet schon den Schleifstein, ohohohoh.

    Viele Grüsse von den Superoberunfähigen und
    dem technischen Fortschritt in allen Bereichen, Zamir

  31. @Römer
    Ja, wir sind bereits wieder im kalten Krieg.
    Die Propaganda von beiden Seiten läuft auf Hochtouren.

    Das deutsche Politpersonal wähnt sich diesmal auf der „richtigen“ und vermeintlich sicheren Seite.
    Nato und EU, so vereint sie sich nach außen geben, so vielfältig und gegenteilig sind die Interessen.der einzelnen Staaten.

    Die Politik in D begreift nicht, auch kein Wunder bei diesem Personal, dass sie nur Figuren im Spiel der Großmächte sind. Um so mehr befleißigen sie sich mit vorauseilendem Gehorsam, der USA bedingungslos zu folgen. Kein Argument kann noch so albern und abwegig sein, um es nicht gegen den neuen/alten „Feind“ zu nutzen.

    Verantwortungsvolle Politik würde sich aus dem Konflikt heraushalten und mäßigend auf alle Beteiligten einwirken. Was geht uns die Ukraine an? Warum musste der Westen sich dort einmischen, um einen Oligarchen gegen einen Anderen auszutauschen?
    Hat die EU nicht schon genug Hungerleider?

    Aber schon unter Struck wurde die Losung widerspruchsfrei hinaus posaunt: „D wird am Hindukusch verteidigt“. Nun da diese „Verteidigung“ offenbar kläglich gescheitert ist, versucht man es mit der Ukraine, frei nach dem Motte Honecker’s: „Vorwärts immer – rückwärts nimmer“.

    Das „Mission“ Ukraine wird allerdings ebenso kläglich scheitern wie der viel beschworene „Arabische Frühling“.

    Gruß
    dtesch

  32. Zu Russland:
    Putin taktiert gekonnt.
    „Der Westen“ war anmassend frech, IST sich darüber hinaus uneinig, langsam in seinen Entscheidungen und hat ausser eskalierender Drohkulisse nicht viel in der Hand. – Putin hat zumindest die Krim-Runde klar gewonnen. –
    Beide Seiten DROHEN nun – Donbas betreffend und ganz unabhängig davon was SACHLICH am Ende dabei raus kommt – Gesicht zu verlieren. –
    Eine Konstellation die nicht selten in der Geschichte zu Krieg geführt hat. –
    Das Wesentliche was gegen Krieg spricht ist, dass der Westen schlicht nicht dafür gerüstet ist. MEHR zu verlieren hat als Putin. DER kann auf jeden Fall egal was im Donbas passiert die Krim als Haben buchen. Darüber hinaus hat er demonstriert, was er für nen Wirbel in der Lage ist los zu treten, wenn „der Westen“ ZU FRECH wird. –
    Da ich „dem Westen“ wenig an Klugheit zutraue wird am Ende Putin der Kluge sein. – Dann wenn er meint, seine Macht- und Klugheits-Demonstration sei ausführlich genug gewesen und hinreichend verstanden worden wird er dem Westen eine Möglichkeit einräumen „gesichtsschonend“ die Sache halbwegs gnädig beizulegen. –
    HOFFENTLICH ist „der Westen“ dann klug genug die Signale zu verstehen. – Darin bin ich mir garnicht sicher. –
    Das Missionarstum, die Selbstüberschätzung die der Westen zur Schau trägt in ganz unguter Verbindung mit TATSÄCHLICHER struktureller „Binnen-Schwäche“ waren öfter als nur selten die tiefere Ursache von Krieg.

  33. Jawoll Zamir!!!
    Weil se dir wie vielen Anderen ins Hirn … gibt es keine Intelligenz!!! ;-(
    Folglich sind alle gleich. ;-(
    SO ist es. ;-(
    Basta.
    Super geschwurbelt.
    Deine Krankheit ist ja WEIT schlimmer als ich dachte.

  34. Zamir,

    mein Eindruck zum Konflikt in der Ukraine ist völlig unmaßgeblich, zumal ich davon nichts verstehe. Punkt. Ab dann beginnt die Spekulation.

    Bzgl. Schach, ja, sehe ich auch so, es wird eben als Marketing-Instrument gebraucht, genutzt, um sich selbst in seinem Licht zu sonnen. Teilweise auf erbärmliche Art. Wenn ich Stellungen auf Flyern sehe, bei denen vollkommen sinnlose Konstellationen stehen, bei denen zum Teil sogar noch das Brett verkehrt rum aufgestellt ist ….

    (A1 zum Beispiel weiß, alles schon vorgekommen … fällt mir gerade so ein, zumal ich da gegenüber einem „Marketing-Controller“, ein Widerspruch in sich, mal richtig vor versammelter Mannschaft ausgeflippt bin. Der wollte mir doch glatt „vorrechnen“, in Euro, was der Flyer denn für einen Mehrwert generiere (argh!!!!), zumal es ja Kompetenz ausstrahle. Dem sagte ich dann weniger durch die Blume, sondern sehr deutlich, jetzt pass mal Du Flasche, schön rechnen kann ich uns selber und das Bildchen da strahlt keine Kompetenz für uns aus, sondern Deine absolute Inkompetenz, stelle erst mal das Brett richtig auf und versuche ein sinnvolle Stellung irgendwo abzukupfern, das kann ein halbwegs kompetenter Dreijähriger, oder muss ich Dir dabei helfen? Da fing es erst an, das ging ja noch um ganz andere Dinge, als das Bildchen, aber danach war das Großmaul noch so groß, dass er unterm Teppich Fallschirm springen konnte. Eigentlich nicht meine Art andere vor anderen fix und fertig zu machen, aber da war die Mass übervoll … und dann muss man sich auch noch irgendwas Besänftigendes oder Wohlmeinendes einfallen lassen, damit er halbwegs aufrecht unter der Tür den Raum verlassen kann, ohne dass er und man selbst damit auch zum Firmenthema wird.)

    … da komme ich heute noch in Fahrt, wenn ich nur daran denke. Du wirst mich verstehen denke ich, wenn man das Spiel liebt, bringt einen sowas auf die Palme. 😉

    Tja, Du sprachst Lasker an, der „Psychologe“ unter den Weltmeistern. Super interessante Vita, lies sie Dir mal bei Wiki durch. Will meinen, im Kampf Mann gegen Mann, spielt man ja nicht gegen das Trainingsmittel Computer, sondern gegen ein lebendiges Wesen. Und dann lesen wir, um Mal etwas Bezug zum aktuellen Thema herzustellen, mal gemeinsam die Vita von Putin und zwar von klein auf vor allem. Mir fällt zum Beispiel auf, dass er Judoka ist. Judo (Eysel Hilfe, Du kennst Dich da besser aus) bezeichnet ja den sanften Weg, also mehr oder minder Techniken mit minimalem Aufwand und Risiko, den Kampf für sich zu entscheiden. Er trägt einen schwarzen Gürtel. Nun, dass das nicht wenig ist, kennen wir wohl noch aus Karatefilmen und sowas. Ich hatte aber mal einen Chef, der auch Judoka ist. Ziemlich sanft eigentlich, aber der konnte auch ziemlich brutal werden. Ein besonderer Spezialist wollte es beim Betriebssport dann mal wissen, zumal der stets sagte, er habe auch mal in der Jugend und als junger Erwachsener etwas Judo gemacht. Na herzlichen Glückwunsch, ich habe selten gesehen, wie jemand derart zerlegt worden ist, auf der Matte. Das tat schon beim Zusehen weh. Es stellte sich heraus, der Boss, „etwas Judo“, war mehrfacher Jugendmeister und trug einen rot-weißen Gürtel. Und ich dachte immer schwarz sei schon das höchste der Gefühle und es gäbe nur einen davon. Weit gefehlt, darüber kommen noch rot-weiß und dann rot, in verschiedenen DAN-Abstufungen. Also wie soll ich das beschreiben Zamir, rot-weiß ist in etwa GM, rot dann wohl Super-GM. Und unser Optimist war, so sah das jedenfalls aus, so ein 1200er-Judoka. Beim Schach wird man wenigstens nicht grün, blau, gelb und später dann violett, wenn man derart vermöbelt wird. Normal tut der aber nichts, aber er könnte, wenn er wollte, ist halt Sport.

    Also ich würde das schon mal in Betracht ziehen, wenn wir Putin versuchen zu analysieren, zu verstehen. Wenn der zurück weichen sollte, Vorsicht Tsunami. Druck auf ihn aufbauen, Vorsicht. Aber wir spielen hier nicht Schach, treten auch nicht im Judo an, daneben gehören ja weit mehr Personen (Kader) dazu, auf allen Seiten, im Prinzip kann die Lösung doch nur politischer Natur sein. Alles andere bedeutete ein Versagen der Politik, Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln (Clausewitz), und dabei gibt es keine Gewinner, nur Verlierer (Pampa).

    Hinsetzen, besinnen, gemeinsam eine Lösung finden, wie in einer Ehe, es ist selten einer allein „schuld“.

    Daneben denke ich mir, Russland ist im Kern doch kein europäisches Land, hat viel mehr Grenzen nach Asien hin und es ist eben eine (auch atomare) Großmacht. Wir würden alle meiner bescheidenen Meinung nach gut daran tun miteinander Handel zu treiben, miteinander zu prosperieren, anstatt gegeneinander derartige Spielchen zu treiben. Nehmen wir mal einen Globus zur Hand, was alles grenzt an Russland (auch China und die USA!), wandern mal zum Beispiel mit dem Finger über die Seidenstraße (Türkei!), setze sich an einen Tisch und denke nochmal gemeinsam neu nach. Mit dem imperialistischen Gehabe von allen Seiten kommen wir doch nicht weiter. Soweit strategisch, rein taktisch denke ich so aus der Ferne, ohne Russland oder gegen Russland lösen wir die Konflikte dort nie. Ob das wirklich von Russland ausgeht ist doch auch nur eine reine Behauptung. Mir sieht das eher nach einem Partisanen-Krieg zwischen ukrainischen und russischen Partisanen aus, nicht unbedingt von Kiew oder Moskau aus initiiert. Wie man sowas löst, keine Ahnung. Ich würde vorschlagen, dass sich da mal die USA, Russlan, China und die Ukraine an einen Tisch setzen, gemeinsam sagen, so nicht und dann stellen wir etwas ins Schaufenster, Hoffnung! Neue Handelsvereinbarungen, Hilfslieferungen, Cash (hilft immer, legen wir etwas zusammen) und dann schau mer moi, dann seng mas scho. Schüleraustausch, sowas wie Erasmus-Programme etc., internationale Studentenorganisationen etc. helfen auch. Wenn man sich etwas besser kennt, mehr Eindrücke als Vorurteile hat, schlägt man sich normalerweise nachher auch nicht die Fresse ein, sondern geht gemeinsam einen saufe oder miteinander ins Bett. 😉

    Aber wie gesagt nur meine unmaßgeblichen Eindrücke, vagen Überlegungen.

    My two Cents
    Pampa

  35. Eysel,
    einspruch, was wir unter intelligenz verstehen meechten gibt es
    nicht, hat es nie gegebst.
    Nach neuesten hirnforschungsergebnissen sind 99,9965 % der
    menschen nicht fähig, auch nur die einfachsten gedankengänge
    in eine reihe zu bringen, vielleicht verlangst Du zuviel,
    richtig intelligente menschen, wie Du sie haben willst werden nur
    alle 500.000 jahre einmal geboren, woll.
    Alles vollkommen wissensverschachtelt bewiesen, mit formeln und
    stichproben, chronologisch geordnet …

  36. Prinzipiell hast du recht Under.
    Macht und selbst wenn sie nur geliehen ist, hat die Tendenz zu korrumpieren.
    Ein alter Hut.
    Zum guten Stück gewissem Parteien-Karriere-Unwesen geschuldet.
    Letztlich hängt es vom Charkter der „Person an der Macht“ ab, ob er …
    Weshalb ich für die „One-$-men“ bin.
    Sofern man ÜBERHAUPT bei uns noch solche findet.
    Zum anderen Teil hängt es an der elenden pervers falsch verstandenen Gleichmacherei die jegliches Anders-, Ungewohnt- und ganz und gar Bessersein diskreditiert, diskriminiert schließlich womöglich sogar kriminalisiert.
    Übrigens zeigt dieses Konstrukt eine deutliche Parallele zu Maos Kulturrevolution.
    Deren explizite Forderung es war, Intelligenz zu vernichten, dem Mittelmaß selbstverständlich unter Führung (der Partei) zur Macht zu verhelfen. –

  37. „Energiewende beruht auf Naivität, Unwissen und Ideologie“ http://www.wiwo.de/politik/deutschland/zweifel-an-der-klimapolitik-der-regierung-das-wahre-ziel-der-energiewende-ist-nicht-der-umweltschutz-seite-all/10647292-all.html
    Einfach aberwitzig finde ich, dass eine Mehrzahl von Menschen stur und fest meint, mit einem e-Auto könne man Energie „sparen“.
    Nur EINES von vielen Beispielen aus vielen Bereichen die man nennen könnte
    das zeigt, wie efffffffektiv eine gigantische „Allianz von Rattenfängern“
    vulgo „Hirnverschwurbelungsindustrie“ arbeitet.
    KURZFRISTIG efektiv!
    Denn irgendwann wird JEDER Irrweg als solcher erkannt.
    Und HART bestraft.

  38. … etwas waterboarding für Geostrategen:

    mein Freund Hugo meint:

    „“Ich stelle mir vor, Russland fördert über NGOs und Milliarden von Rubeln eine “emanzipatorische” Bewegung abgehängter und unterdrückter Afroamerikaner mit der Bestrebung einen eigenständigen afroamerikanischen Staat auf einem Teil der Gebiete der US-Staaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Georgia zu gründen, der sich aus “nachvollziehbaren Gründen” unter den militärischen Schutz Russlands begeben will.““

    und was ich noch gelesen hab´ an die Adresse unserer Gastgeber:

    Über den Eingängen zu Journalistenschulen müsste heute eigentlich stehen “Lasst, die ihr einkehrt, jede Hoffnung fahren” oder “Flieht, ihr Narren!”.

  39. Da hab´ ich nullkommnull Zweifel. Eysel, daß die gefederten Sitzflächen eines Parlaments, nicht nur den Hintern breiter werden lassen, sondern auch das Denken im Oberstübchen nachhaltig beeinflussen.

    Beispielhaft, sind nicht nur die Grünen und das Turnschuhregiment zu nennen. … entweder es war Gehirnwäsche, oder es ist das Sitzfleisch schuldig…schau´ Dir den Fischer an…

    in jedem Gemeindeparlament kannst du die Beobachtung machen, daß sich die „Charaktere“ dem Machtspiel ganz schnell anpassen, – oder sie werden isoliert und sind verloren… „Wer kann sich dem eigenen Selbsterhaltungstrieb, denn dauerhaft widersetzen?“ … vom Machtinhaber wird Machterhalt (Selbsterhalt) verlangt!

    Niemals werden sich die Herrschenden selbst in frage stellen, Eysel, „dumm sind die nicht!“…hingegen die Masse, die regiert werden will, noch dafür bezahlt, daß sie vom Staatsfunk belogen wird, oder bald: sich freut, daß sie ihr Geld zur Bank bringen darf und dafür den StandardStraftarif eines SuperMario bezahlen kann.

    Einschneidende Änderungen im Parteiensystem durch eine Partei?… Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn… ist der Rasen schön grün!.. schade ums Papier für die Plakate…

    ..siehe auch dtesch´s Beitrag, in gleiche Richtung, drüben bei Tichy´s, der diese Einschätzung bestätigt..

    http://www.rolandtichy.de/allgemein/nach-der-landtagswahl-ist-vor-der-wahl-und-sachsen-ueberall/#comment-441

  40. Aus einem Alternative für Deutschland Rundbrief:
    „Die AfD braucht zum Erfolg keine Stimmen von der NPD
    Einmal mehr zeigt die Analyse der Wählerwanderung für die sächsischeWählerwanderung für die sächsische Landtagswahl, dass das Gerede von der Abhängigkeit der AfD von Stimmen vom rechten politischen Rand unsinnig ist. 34% der AfD-Wähler in Sachsen haben vorher CDU oder FDP gewählt, 17% eine Partei links der Mitte. 27% der AfD Wähler haben zuvor kleine Parteien (ohne NPD) gewählt, 11% haben gar nicht gewählt. Der Anteil früherer Nichtwähler ist also so hoch wie der Anteil der Wähler, die von der NPD zur AfD gestoßen sind. Auch ohne die Stimmen von früheren NPD-Wählern hätte die AfD 8,6% der Wähler für sich gewonnen. Die Wähler, die von der NPD zur AfD gekommen sind, haben aber ausgereicht, um die NPD in die außerparlamentarische Opposition zu schicken. Das ist den Medien und den anderen Parteien trotz großem Aufwand ein Jahrzehnt lang nicht gelungen. Die AfD hat es beim ersten Anlauf geschafft.
    Die AfD als „kleine Volkspartei“
    Erneut hat sich erwiesen, wie breit die potentielle Basis der AfD ist. Keine andere Partei hat eine so ausgeglichene Wählerschaft, wenn es um die Einkommenshöhe oder das Bildungsniveau geht. Wir sprechen Akademiker und Realschulabsolventen gleichermaßen an. Für uns stimmen Arbeiter ebenso wie Angestellte und Selbstständige. Nur eins hebt uns von den anderen Parteien in Sachsen klar ab: wir sind eine Partei der jungen Wähler. 13% der Erstwähler (18-24) und 12% der Jungwähler (25-34) haben uns gewählt. Doch selbst bei den über 60jährigen hat die AfD noch 8% erhalten. CDU, SPD und die Linke müssen dagegen bei älteren Wählern punkten, um ihr schlechtes Ergebnis bei jungen Menschen auszugleichen.
    Die AfD ist mehr als eine „Protestpartei“
    Noch ein Vorurteil über die AfD hält sich hartnäckig trotz aller gegenteiligen Fakten. Angeblich wählt man die AfD nur aus „Protest“ und deshalb soll unser Erfolg nur kurzlebig sein. Aber unsere Wähler sehen das ganz anders: 76% sagen, dass sie die AfD wegen ihrer Inhalte wählen, nur 20% wählen sie, um den anderen Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Die AfD wird von den meisten unserer Wähler also um ihrer selbst willen gewählt, nicht weil man nur gegen andere Parteien ist.“

  41. @ Eysel

    „Fähnchen im Wind des Machterhalts“?
    Ja sicher, das lese ich auch allerorten.
    „Fähnchen im Wind des Wohlstanderhalts“
    Das allerdings lese ich eigentlich nie.

    Virtuos in Sachen Machterhalt, ja das ist sie……auch!
    Wurde sie doch 3 mal vom Volke gewählt.
    Den „SPD-Granden“ fehlte da was….. 😉

  42. Pampa,
    Du hattest mit knapp drei Jahren die Meechlichkeit
    gehabt, dem Franz-Josef seinen Strauß nass zu
    machen, als er Dich auf dem Arm hielt, odda?
    Hast Du es denn getan, oder nicht getan, was war?

    Nun denn, nach langer zeit hast Du nun die Gelegenheit
    alles geschichtlich aufzuarbeiten und zu verinnerlichen, gelle:

    „Wahn und Willkür, von Wilhelm Schlötterer
    Strauß und seine Erben oder wie man ein Land
    in die Tasche steckt, die skrupellosen Machenschaften
    von Politik und Justiz, auf 448 Seiten als Heyen-Taschenbuch.

    Soll ich es für Dich bei Amazonien bestellen, das würde ich Dir
    soogaar spendieren, woll.
    Ach jaa, wir Bayern unter uns, da machst was mit …

    Viele Grüsse vom Oktoberfeschdl, Zamir

  43. Pampa,
    an dieser stelle wäre es ja mal sehr interessant, sämtliche
    werbungen gedruckter arten von Banken die in den letzten
    zwanzig jahren verunstaltet wurden auf den prüfstein zu legen,
    sie einer genaueren analyse zu unterziehen, über die aussage,
    die selbstdarstellung und die wirklichkeit, auf die solche gross-
    spurigen reklamesprüchlein treffen, wenn hinterher festgestellt
    wurde, dass alles nur masche und gekünstelte mache war.
    Ich „spreche“ von werbung von finanzprodukten und dienstleistungen
    der kreditinstitute in verbindung mit schach und dem schachspielen
    allgemein.
    Jaahaa, diesem „gekonnten“ Scharlatanismus liegt ein begnadeter
    Zauber der gewollten Selbstinszenierung inne, der nie und
    nimmer den Realitäten entsprach, im Gegenteil,
    die „Drohungen“(Versprechungen) waren am ende so überzogen
    und hanebüchend, dass die gaanze -Plase blatzte- und am
    verbliebenen Rest
    vom „Ohnesorgen-Theater“ haben wir heute noch zu knabbern.
    Wo waren wir stehengeblieben?
    Beim einsatz von schachmotiven und eigenschafen in der werbung
    und tootalen verfärbung, bei gewissen hanseln uns ihren ganseln.

    Viele, schöne Grüsse von Bobby, Anatoly, Garri und Magnus, Zamir

  44. … und die momentane entwicklung der elektronischen
    schachautomaten, die neuesten schachprogramme
    zeigen uns menschen nur auf, das 99,9965 % aller
    lebenden menschen ein völlig unterentwickeltes denk-
    vermögen an den taach legen, weil es nicht entsprechend
    geschult wurde und man mit dieser „unterentwicklung“
    wesentlich mehr kohle, rahm und penunze abschöpfen
    kann als eischendlisch erlaubt ist.
    In den heutigen schulen, fachschulen und universitäten
    kann man von daher nichts mehr lernen, es sind lediglich
    verwahranstalten für eine untergehenden kultur der
    nebensächlichkeiten und des kindlichen beschäftigungsdranges.
    Der massenmensch war noch nie der schlaueste und er wird es
    auch nicht werden, die bestehenden verhältnisse halten ihn
    wohlweislich und bewusst davon ab, ohohohoh.

    Schönen Gruss aus dem schweizer Internat, Zamir

  45. Pampa,
    wolltest Du uns etwa sagen, man kann es soo sehen,
    aber auch anders und manche betrachten es dann
    völlig verdreht, ist es das?
    Da kannste mal sehen wozu der menschliche geist
    fähig ist, wenn man ihn loslässt.
    Emanuel Lasker hat es so formuliert: „Das Schachspiel ist
    ein Prüfstein der Geistes, ein Lehrmeister der inneren
    Konzentration und eine gar künstlerische Verbindung zu
    vielen Elementen unseres Daseins“.
    Nun liegt es an jedem menschen individuell, was er daraus
    machen kann, wenn er es denn möchte, woll.

    Der rest ist absolut angeberisches gehabe: politiker in gewissen
    selbstdarstellungssequenzen, in der werbung besonders
    von banken und anderen kapitalhanseln, die strategisches
    denken und handeln damit suggerieren meechten und es
    doch nicht aufbringen können wenn es darauf ankomnmt,
    eben ein sammebecken von schindluderismus den gerne
    auch die vielen neu- und altreichen schrumpfköppe bedienen
    und sich lediglich damit zu schmücken versuchen.

    Was möchtest Du sonst noch dazu wissen, hääh?

    Viele Grüsse vom Zauber des kontemplativen Prozesses über
    das Denken und das Nachdenken im Besonderen, Zamir