Der verspätete Marx

Ein Gespenst geht um in Deutschland – grummelnder Antikapitalismus und die Furcht, alle Lebensbereiche würden ökonomisiert.

Von dem zu früh verstorbenen Feuilletonisten Frank Schirrmacher stammt die Formel vom „Primat des Ökonomischen“, das Deutschland beherrsche. Seither ist ein gepflegter   Antikapitalismus en vogue; gewarnt wird vor dem „Durchmarsch der Marktradikalen“ und ihrem „Versuch, wirklich alle Lebensbereiche ökonomisch zu verwerten“. Es ist die bekannte Melodie, seit Karl Marx und Friedrich Engels im Kommunistischen Manifest schrieben, dass dieser Kapitalismus „kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übrig lasse als das nackte Interesse, als die gefühllose ,bare Zahlung‘“. Selbst dem „Familienverhältnis werde sein rührend-sentimentaler Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt“. Dominiert das ökonomische Denken die Moral, wird nur noch kalkuliert, auch in den heiligsten Bezirken der Profit maximiert?

Die neue Art spätmarxistischer Gesellschaftskritik hat mitgeholfen, dass ein ganz anderer  Trend das Land beherrscht: die gedankenlose Entökonomisierung staatlichen Handelns.

Mit ihrer Rentenreform hat die faktisch sozialdemokratisch geführte Bundesregierung gerade sämtliche Gewissheiten in den Mülleimer getreten, wie die, die da lauteten: Die Chose ist nicht finanzierbar; schon in zwei Jahren läuft aus dem Ruder, was den Menschen über Jahrzehnte ihrer Lebensplanung eigentlich Verlässlichkeit vermitteln sollte. Aber es ist halt angeblich „gerecht“. Schade nur, dass dies zukünftig Menschen völlig  ungerechterweise bezahlen müssen. Schlimmer noch als die absehbaren Finanzlöcher, die dann irgendwie gestopft werden müssen, ist aber, dass eine Fata Morgana der Machbarkeit vermittelt wird, die über die böse Zukunft hinwegtäuscht: längeres, sehr viel längeres Arbeiten für weniger Rente, statt einer abschlagsfreien Rente mit 63. So wird in immer neuen Bereichen staatliches Handeln ohne Rücksicht auf die dafür notwendigen  Ressourcen durchgesetzt. Die Energiepolitik löste eine Kostenexplosion und großflächige Naturzerstörung aus. Beim Mindestlohn wird schnell von menschenwürdiger Bezahlung und von Hungerlöhnen gefaselt, die unter 8,50 Euro beginnen. Aber wenn es sie nun doch nicht gibt, die Millionen von gut bezahlten Jobs für gering Qualifizierte? Was dann? Der regierungsamtliche Zynismus zeigt sich entfesselt, wenn man das Aus für Unternehmen, die nur weniger bezahlen, geradezu erzwingen will. Schön, aber was machen dann die Mindestlohn-Arbeitslosen? Ist subventionierte Arbeitslosigkeit wirklich besser statt zugegebenermaßen mickrig bezahlte Teilhabe und Aufstockung?  Wünsche können nicht ohne Rücksicht auf Ressourcen und Konsequenzen verordnet  werden – sie müssen erst einmal verdient werden.

Rot-grüner Fleischmarkt

Wer aber ein gut gemeintes Projekt nach dem anderen durchzieht, ohne die  Konsequenzen zu beachten, dem geht es wie der früheren rot-grünen Regierung. Sie hat aus der ehemals geächteten Prostitution ein „Normalarbeitsverhältnis“ mit  Sozialversicherungspflicht gemacht. Befreit von jeder Repression wie sonst nur eine Flickschusterei, hat die nackte Normalarbeit begonnen, alle Wohnviertel zu durchziehen,   und aus Deutschland den Flatrate-Puff Europas gemacht, der Busse von Sextouristen  aller Länder anzieht: Erst wurde ein lukrativer Fleischmarkt geschaffen, und jetzt wundert
man sich, dass er funktioniert.

Moralische Argumentationen ohne ökonomische Analyse  der Kosten, des Ressourcenverbrauchs und der unerwünschten Begleiterscheinungen  sind zutiefst amoralisch. Inklusion ist der jüngste Versuch, der Gutes will und Böses  schafft: Behinderte Kinder in überfüllten Klassen ohne Betreuer und behindertengerechten  Schulumbau verschlechtert die Lage aller – der Behinderten wie der Nichtbehinderten.  Warum tun wir unseren Kindern das an?

Nicht weniger Ökonomisierung braucht Deutschland, sondern dringend mehr davon. Denn früher als erwartet rächt sich Ignoranz  – die Gesetze der Ökonomie sind unerbittlich.

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Alle Kommentare [191]

  1. … nun denn, dann riestere mal schön weiter,
    zusammen mit dem grössten Riester-Rürup-
    Maschmeyer-Raffelhäuschen-Coup des
    Jahrhunderts, die privaten versicherungs-
    Gesellschaften werden es Dir danken.

  2. … und im übrigen verweise ich bei allen
    weiteren, heiteren ausbrüchen hier in dieser
    lockeren runde zu diesem thema,
    auf mein 2326 Uhr von gestern abend,
    das erleichtert und macht die gehirnwindungen frei.
    Jeder soll seine Altersvorsorge so betreiben,
    wie es ihm gefällt, odda was?!

  3. karel,
    es wurde überischens auch nicht vorgetragen,
    sondern es war der versuch, einige Gründe dafür
    aufzuzählen, wieso ein völkchen im Laufe der
    zeit sich von der Normalität des Kinderkriegens
    auf leisen Sohlen verabschiedet und der Text stammt
    im Original von Zamir.
    Was Duhu da mit „jeder soll sein leben so leben,
    wie es ihm gefällt,“ hinein interpretierst, ist eine glatte Unterstellung und
    hat mit meiner Betrachtung absolut nixx am hut,
    doch dies nur am rande, mai liaba.

  4. karel,
    meinst Du ich weiß es nicht,
    es war ja auch nur an dich
    persönlich gerichtet und
    sollte somit nur seinen
    zweck erfüllen, das dir
    altem polemikfachmann,
    es nicht gleich aufgefallen iss,
    wundert mich daher um so mehr,
    weißt Duuhu …

  5. Zamir,
    was da um 19:05 vorgetragen wurde, war im Grunde genommen belanglos.
    Jeder soll sein Leben so leben, wie es ihm gefällt.
    Aber auch mit den Folgen leben, auch wenn es ihm nicht gefällt.

    Da muß jedem ganz klar sein, ja, klar gemacht werden (wie jetzt durch Sinn)
    daß für seine spätere Rente nicht die Kinder Anderer zuständig sind.
    Und wer kinderlos bleibt, dem bleibt Zeit genug, selbst zu „riestern“.

    Nun, angenehme Nachtruhe
    karel

  6. Und 1998 Schröder und Riester haben ja nicht reformiert,
    sondern nachweisbar verschlechtert,

  7. karel,
    blende einfach aus, dass die etwas schlaueren sich
    von je her, weder von politheinis noch von spekulantendödels
    beeinflussen ließen, da können die Leute Kinder kriegen oder
    es auch einfach sein lassen.
    Wenn Du jedoch der meinung sein solltest, dass jammern
    zum geschöft gehört, dann mach ruuhich weiter …

  8. Magic,
    ich blicke weiter zurück.
    Erst in den 70ern, die Kassen waren ja randvoll, wurde das Thema Rente zu einem Dauer-Instrument, um Wahlen zu gewinnen. Und seitdem klemmt es.
    In den Kassen, in der Politik. Und insbesondere in den Medien.

    Adenauers „Kinder kriegen die Leute immer“ kennt fast jeder.
    Aber wenn Kinder ausbleiben,
    da hat man sich offenbar nichts weiter dabei gedacht.
    Ja, Ahnungslosigkeit machte sich schon immer gut.
    Der Pillenknick begann 1965.
    Und war schon 1973 längst nicht mehr zu übersehen.
    Statt die vollen Kassen zum „Umsteuern zu nutzen“,
    eben wie Prof. Sinn es jetzt vorschlägt,
    was auch schon damals meine Sicht war,
    kaufte man damit lieber Wählerstimmen.
    Und verschwieg den Wählern die schon bekannten Folgen.
    Das war der „Supergau“……
    Es war Adenauer, der in seinem Abschnitt-Deckungsverfahren vorsah, daß alle 10 Jahre die Rahmenbedingungen der Rente zu überprüfen und ggf. den Veränderungen anzupassen waren.
    Und dafür waren stets Rentenreserven für 1 Jahr vorzuhalten.
    Das war vorausschauend. Aber das war´s dann auch.

    Jeder Politiker, der heute die Rente reformieren will, verliert die Wahlen. Das war 1998 so. Das war 2005 so. Und das wird absehbar so bleiben.
    Das Ergebnis:
    Flickschusterei, ohne Ende…….. bis zum bitteren Ende.

    Wehret den Anfängen…….
    nicht erst, wenn es zu spät ist.

    Gruß
    karel

    PS.
    Es war dieser „Supergau“, der mich damals veranlaßte, mir eine mehrschichtige Alterssicherung aufzubauen, die mich von der staatlichen Rente unabhängig machte.

  9. karel,
    auch die ungewisse zunftkuuh ist
    ein Pampagener Ableger,
    muss ich mir sorgen machen?

  10. karel,
    warum wir nicht nach wunsch der statistiker wachsen
    konnten, habe ich versucht um 19:05 Uhr etwas
    detaillierter darzustellen.
    Nun gehen wir mal in unsere privaten details hier über, ich bin
    felsenfest davon überzeugt, dass es unter uns hier keinen
    gibt, der sich von der staatlichen rente überraschen
    lassen wird, wobei Du und Eysel ja schon im sicheren
    hafen angekommen sein müssten, wenn nicht alles täuscht!?

    Und sowohl Pampa als auch Magic traue ich ohne weiteres zu,
    aufgrund ihrer überragenden „Anlageverramscheritis-Kenntnisse“,
    dass sie die gesamtpolitische lage schon sehr früh gepeilt haben und
    in ihrem sinne private vorsorge betrieben haben, von daher
    diskutieren wir hier auf einem sehr schmerzfrei-hohen niveau,
    das sich im wesentlichen nur auf den massenbetrieb beziehen kann.

    Eben, lehnen wir uns gaanz genüsslich zurück, ziehen etwas
    gelangweilt an der zigarre und holen zum nächsten grossen
    schlag aus, woll.

    Schönen Gruss vom unerschütterlichen Glauben an die guten Dinge
    im Leben, Zamir

  11. Underteiger….

    Griechische Staatskuhflade?
    Die Zukunft ist ungewiß.
    Und die „Staatskuhflade“ bis dahin Gold wert…….

    Schon ein Kostolany kannte sich da aus……. 😉 😉

  12. karel,
    dies nennt man zwanghaftes vorstellungsdenken,
    die ewige wiederholung mit den nicht geborenen
    mädchen, die eben keine kinder bekommen,
    geht’s noch piefiger?
    Während das wahrscheinlichkeitsmodell der menschen,
    die uns eben nicht fehlen würden, die lage am arbeitsmarkt
    und in weiteren bereichen uns noch mehr probleme aktuell
    aufgebürdet hätten als uns lieb sein kann.
    Ohne ein solch vergleichendes denken heranzuziehen,
    kommst du in der gesamten diskussion um die rentenproblematik
    auf keinen grünen zweig.

    Gottseidank lässt sich Überlegungen anstellen nicht verbieten, Zamir

  13. Underteiger…..

    Die Schamlosen offenbaren sich doch.
    Das darf und wird auch nicht ohne Konsequenz bleiben.

    Wir sollten bei der Europawahl es schon den Gremien überlassen.
    Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land.
    Und damit zwangsläufig immer dominierend bei Wahlen.
    Das war politisch nicht gewollt. Zu Recht, wie ich finde.

    Gruß
    karel

  14. Zamir,
    Deine Schlußfolgerung 22:28 ist schon merkwürdig……
    Man kann nur mit geborenen Mädchen Zukunft gestalten.
    Nur gehört klares, positives Denken dazu,
    nicht aber destruktives ideologisches Niedermachen.

    Der Schlüssel der heutigen Probleme liegt in der Vergangenheit.
    Nur wer „diese Tür“ zuläßt, nichts davon wissen will, wird auch Zukunft nicht meistern.
    Bis eben die harte Sprache der Realität keine andere Wahl mehr läßt.
    Und die hat Prof. Sinn schon mal anklingen lassen.

    Gruß
    karel

  15. Was willst Du denn eigentlich mit Deinen
    nicht geborenen Mädchen für eine
    Zukunft gestalten, diese Frage würde ich
    gerne einmal beantwortet wissen?

  16. … bei manchen dauert´s ein bisschen länger,
    … er will seine zurück, – ich habe meine behalten

    die Stimme:

    „“ Gebt mir gefälligst meine Stimme zurück!

    Bei der Europawahl ging es mitnichten um Frieden. Es ging um Pfründen. Und weil sich das beim gegenwärtigen Postengeschacher so schamlos offenbart, muss Europa in Zukunft ohne mich auskommen. „“

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article129374519/Gebt-mir-gefaelligst-meine-Stimme-zurueck.html

  17. Pampus, desweiteren:

    woher nehmen manche Leut den Glauben , so auch hier, daß Politik daran (gesellschaftspolitisch) jemals etwas ändern könnte? Wann wurde letztmals eine Entscheidung getroffen, von der man sagen könnte: sie ist logisch begründet, dient der Zukunft einer Gesellschaft, war nicht taktisch bedingt, hat keine machterhaltenden Hintergrund? Man möge mir drauf helfen. Mir fällt keine einzige ein, – vielleicht habe ich etwas versäumt.

    ..lese gerade, das CDU-Mitglied sei im Schnitt 59 alt. Was interessieren denn den noch Kinder!? – Der schaut auf seine Kniescheibe und hofft, daß noch ausreichend Gelenkschmiere zwischen den morschen Knochen ist und das Herzerl summt und´s Arscherl brummt… tststs

    Jeder, der heute 30, 40 Jahre zählt, weiß genau, dass seine staatliche Altersvorsorge so sinnvoll ist wie der Erwerb einer griechischen Staatskuhflade auf Mykonos.

    http://www.pflaumer.de/Kuhfladen.jpg

  18. Pampa 2127 Uhr,
    was Duuhu unter Realitäten verstehst,
    ist
    leider recht schwach im Abschluss,
    willst doch ansonsten so schlau sein?

  19. Karel, du blickst bei deiner kritik vor allem auf den teil des politischen spektrums links der mitte. Wenen wir den blick mal weiter ins konservative lager. X-dutzende sog. familienpolitische massnahmen, wer hat noch nicht wer will noch mal, jeder erfindet ein weitere „unbedingt noetige“ familienpolitische initiative, letztens die csu..nichts als buerokratielastiges handwerklich meist miserabel gemachtes flickwerk. Jetzt soll wohl die familienpolitik auch noch eine vom scheitern bedrohte rentenwurstelei retten?
    Nun denn.

  20. Als exogener Faktor, nicht geborene Mädchen gebären keine Kinder. Weiter, Frauen mit akademischer Ausbildung und beruflich die ersten Sporen verdient, gehören genetisch in der Altersklasse 35+ zu den Spätgebärenden und damit zu Risikoschwangerschaften.

    Die Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft ist politisch nicht mehr gestaltbar, sondern biologisch determiniert. Bundes-Mutti wird niemals Mutti werden und bei den Karriere-Frauen tickt die biologische Zeitbombe, bein- und knallhart.

    Wer Realitäten nicht zur Kenntnis nimmt, lebt in Wolkenkuckucksheim. Was wäre wenn gewesen ist keine Option betreffend die Zukunft zu gestalten, es gibt nur den Status Quo, keine Wünsch-Dir-Was-Realität.

    Gruß
    Pampa

  21. Ja karel,
    Du beschreibst es mit der „neuen homo-familie“.
    ab wann hat sich eigentlich im D-Ländle der
    hang zu gleichgeschlechtlichen partnerschaften
    radikal verschärft?
    Dies sollte man auch noch in unsere analyse mit
    einbeziehen.

  22. … und karel,
    nun müssen wir die fehlenden deutschen menschen in ein
    zeitenmodell integrieren „was wäre wenn“, wie würde unser
    land aussehen, bei gleichbleibender geburtenrate seit
    den sechziger jahren?
    Durchkneten, analysieren, computeranimation und ein
    extra-softwareprogranm, das es uns ermöglicht eine
    zusammenfassung all dieser gewollten momente zu
    erzielen, dann erst haben wir das zielgenaue, fertige
    demografische bild.
    Wir haben doch heutzutage alle technischen möglichkeiten,
    also nutzen wir sie, zumindest „rein spielerisch“, damit
    auch unsere demagogen „ihr fett“ abkriegen.
    Alles andere ist kalter kaffe.

  23. karel,
    noch genauer bitte, wann kam der „grosse bruch“?
    Wieso kam er und was waren die entscheidenden
    faktoren die dazu führten, dass die deutschen
    sich vom „normalen kinderkriegen“ ´verabschiedeten?

    Wenn es dann aktuell noch buchtitel mit dem namen
    „Deutschland misshandelt seine Kinder“ gibt, kann einem
    schon angst und bange werden, gelle.
    Dies attestiert uns nicht gerade einen hang zum nachwuchs,
    der dann auch vermieden wurde, weil es:
    a) Pillen, Kondome und weitere Verhütungsmittelchen gab,
    b) Häufiger wechselnde Partnerschaften,
    c) Das lockere und leichtere Leben in Form von Reisen, Autos,
    andere Anschaffungen usw.,
    d) Kinder erforden den ganzen Menschen, da kann es auch mal
    einige schlaflose Nächte hintereinander geben,
    e) Kinder kosten nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Zeit,
    f) Die staatlichen Anreize/Hilfen waren wohl nicht genügend,
    g) Eine neue, junge Generation war herangewachsen, der es
    zuallererst darum ging, sich „selbst zu verwirklichen“, auf Teufel komm raus,
    h) Die neumodisch-moderne Gesellschaft hat sich unglaublich
    schwergetan mit Kindern und mit den Alten,
    i) Die allgemeinen Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten
    dreissig jahren zunehmend verschärft, was Flexibilität und Einsatz-
    bereitschaft betrifft.
    Bestimmt gibt es noch mehr faktoren, die bei vielen erst gar keinen
    kinderwunsch aufkommen liessen.

    Dass unsere kultur nicht gerade als die kinderfreundlichste verschrieen
    ist habe ich schon erwähnt.

    Viele Grüsse vom Generationen-Vertrag, Zamir

  24. Magic,

    nur die aktuelle „Mütterrente“ zeigt doch schon, wie die Gesellschaft von fundamental falschen Voraussetzungen ausgeht.

    Ohne Mütter keine Rentenzahler…….
    Offenbar zu schlicht, um es zu verstehen.

    Ob es nun die „Falschen“ sind, das zu steuern hat doch die Politik in der Hand.
    Wenn man sich dann noch ideologisch auf „Treibsand“ begibt, ja, was soll denn dabei herauskommen?

    Erst die „alte Familie“ ideologisch bekämpfen,
    um dann für die „neue Homo-Familie“ zu kämpfen……

    Gehts noch?

    grummelt
    karel

  25. Zu den Ursachen der Rentenschieflage wird mal wieder, wie so oft, „Nebel“ verbreitet.
    Da kann ich nur den Sloty zitieren:
    „Eine verwirrte Generation gab Verwirrung weiter“…….

    Wenn ein Magic hier einstellt, daß Deutschland noch nie so große Rentenreserven hatte wie heute, (etwa 1,8 Monatsbeiträge als Rücklage) übersieht er doch so einiges:
    Schon unter Blüm wurden bereits über 2,5 Monatsbeiträge zurückgelegt. Und das war kurz vor der Wende.
    Und zu Beginn der 70er lagen bei der BfA schon für 19 Monate Geld „auf der hohen Kante“, bei der LVA dagegen für ca. 8 Monate.
    Schon damals herrschte anschließend die große „Ahnungslosigkeit“……..
    Denn nur ein paar Jahre weiter, und schon gab es Rentenerhöhungen nur nach Kassenlage, auch von Rente auf „Pump“ war die Rede.

    Was der Prof. Sinn da heute beschreibt, hat schon der Verfasser der Adenauerschen Rentenreform, ein Dr. Schreiber, schon ausführlich dargestellt.

    Nun denn…

  26. karel,
    in meiner familie gehörte kinderkriegen zur selbstverständlichkeit,
    so wie der sonnenuntergang und essen und trinken.
    Kinder gehören ganz einfach dazu, sie sind ein bestandteil des lebens
    und wie man inzwischen sieht noch viel, viel mehr.

    Wieso ist uns diese „selbstverständlichkeit“ eigentlich mitte/ende
    der 70iger jahre plötzlich verlorengegangen, abhanden gekommen?
    Bestimmt kommen da einige faktoren zusammen, die für diesen
    einschnitt im wesentlichen verantwortlich sind.

    Völlig klar scheint jedoch zu sein, dass vom herumdiskutieren und
    vielen nachdenken, plus problematisieren, diese Lücke nicht
    geschlossen werden kann.

    Viele Grüsse von der späten Einsicht, Zamir

  27. ..hm. karel, was für einen Sinn würde es wohl machen, wenn sich „die Falschen“ vermehren und die Richtigen sich darauf beschränken mit ihrer Lebensleistung aus der Rentengedönszone heraus zu kommen, dabei aber „vergessen“ sich vervielfältigen…?

  28. Was habe ich für meine Sicht der Rentenproblematik schon „Schelte“ bekommen, und nun dies:

    Hans-Werner Sinn liefert einen konkrete Reparaturvorschlag: Eine volle Rente soll nur noch beziehen, wer drei Kinder groß gezogen hat. Kinderlose wären verpflichtet, zusätzlich zu den Rentenbeiträgen privat vorzusorgen, also zu „riestern“. Mit jedem Kind, das sie bekommen, würde ihnen ein Drittel dieser Pflicht erlassen und ihr Anspruch an die Rentenkassen steigen. Diese Konstruktion würde endlich klarstellen, dass die Einzahlung in die Rentenkasse allein noch keinen Anspruch begründet, sondern dass Kinder dazugehören.

    Scheint so, als ob er hier „abgekupfert“ hat. 😉 😉

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/demografie-demografischer-lernprozess-auf-die-harte-tour/10076370-3.html

    Nun denn….

    Gruß
    karel

  29. Lieber Herr Stöcker,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Zunächst mal kann ich Ihnen sagen, warum die ominöse Benutzeroberfläche hier, wir nennen sie Alice (das E hinten heißt Enigma) Ihren Beitrag nicht akzeptiert: Sie haben zu viele Links drin, das nimmt Alice so nicht. Wie genau Alice funktioniert, weiß aber auch RTY nicht. Alice wurde scheinbar mal vor Jahrzehnten entwickelt und keiner weiß heute mehr so genau, was wie und warum Alice macht. Alice ist eine Rarität auf dem weltweiten Softwaremarkt. 🙂

    Aber gut, Sie wissen sich ja anders zu helfen.

    Ihre Bandbreite an angesprochenen Themen ist erstaunlich. Es fällt jedem Kapitalmarkt-Teilnehmer schwer, sich da ein umfassendes Bild zu machen. Das führt regelmäßig zu heftigen Diskussionen. Auch wenn alle Theorie grau ist, so hilft sie doch sich ein Bild zu machen, the big picture zu analysieren.

    Bezüglich CAPM und Redundanz, Geld (Cash) ist nur eine Umrechnungsgröße, erfüllt mehr oder weniger diverse Funktionen, im Wesentlichen als Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Umrechnungseinheit. Der sichere Zins ist dabei der Preis dafür Liquidität zur Verfügung zu stellen oder sie aufzunehmen. Soweit, so einfach und sicherlich klar.

    Das CAPM ist aber aus einem ganz anderen Grund redundant: Wenn das CAPM empirisch nicht zutreffen sollte, so ist nicht etwa das CAPM falsch, sondern das weltweite Vergleichsportfolio k falsch gewählt. Toll, was? Eine Theorie aufstellen und sie so gestalten, dass sie nicht widerlegbar ist (Das ist b ei Charttechnik ähnlich, die täuscht sich angeblich auch nie, nur die einzelnen Analysten. Das hat schon Züge von Religion, kann man glauben, oder auch nicht). Wir Bayern sagen respektvoll, a Hund war er scho, der Markowitz.

    Nun führte es zu weit, hier auf alle Einzelheiten einzugehen, nur mal grundsätzlich, es gibt am Markt zu allem zwei Meinungen, sonst gäbe es keine Kurse, kein Angebot und keine Nachfrage. Ob man damit richtig liegt ist eine ganz andere Frage. 😉

    Prediction is very difficult, especially of the future. (Niils Bohr)

    Noch etwas, Fair Value Bilanzierung gibt es nur nach IFRS und US-GAAP, nicht nach HGB. Erstere Bilanzierungsstandards sind eigentümerorientiert, letzterer ist gläubigerorientiert. Ein sehr weites Feld (Moral Hazard zwischen Eigentümer- und Gläubigerinteressen), letztlich geht es auch da nicht um gut oder schlecht, sondern um Regulierung und pure Machtausübung der Angelsachsen am Kapitalmarkt. Dem ist auch so bei Basel 1-3, bei Solvency 1-2 und eigentlich auch bei der Geldpolitik der FED im weiteren Sinne. Wie sagte Paul Volcker, the Dollar is our Currency and your problem. So ist das mehr oder weniger auch, sie ist extrem mächtig, global. Die EZB wäre das im Prinzip auch, wenn der € eine Währung und kein Experiment wäre (J.K. Gailbraith), das aus einem losen Verbund höchst unterschiedlich leistungsfähiger Volkswirtschaften wäre (Pampa). Nun ja, das Thema Eurosklerose wird hier auch gerne diskutiert respektive thematisiert.

    Ein eherner Grundsatz lautet: Never fight the FED! Da zieht man im Zweifelsfalle den Kürzeren. Ob die EZB im Zweifelsfalle ohne extreme Verwerfungen die Währung verteidigen kann, wäre noch zu beweisen. Verbal hat es mit Bazooka und dicker Berta bisher ja einigermaßen geklappt, sieht man mal davon ab, dass im Club Med die Jugendarbeitslosigkeit explodiert, die Staatsverschuldungen ohnehin, unsere Avale für andere Staaten auch, es ist im Prinzip der helle Wahnsinn (meine Meinung), aber gut, es ist eben wie es ist. Sei’s wias sei, stirbt Goas bleibt’s Hei. Die bayrische Kurzfassung von Portfolio-Theorie. 😉

    Wenn ich Ihnen etwas bei Interesse ans Herz legen darf, die Thematik ist ja äußerst komplex, so beispielsweise Seminare der DVFA: http://www.dvfa.de/termine/?no_cache=1

    Die sind zugegeben nicht ganz billig und alles andere als einfach, aber sehr erhellend. Sie sagten, Sie seien kein Kapitalmarktexperte. Das kann man ändern (CIIA), oder auch das Konkurrenzprogramm der Angelsachsen im Fernstudium CFA, also Chartered Financial Analyst (Teile davon werden auch gegenseitig anerkannt). Aber was auch Karel anmerkte, ein gesunder Menschenverstand ist zunächst mal das A und O. Man kann auch hochqualifiziert die größten Dummheiten begehen, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, kein Problem. Beispielsweise war Schumpeter theoretisch brillant, praktisch ging er selber pleite. Such is life, and life is a bitch.

    Makro-Analyse ist dabei übrigens ein sehr kleiner und harmloser Teil (die Makronalysten tragen praktisch auch fast nichts oder nichts zum Alpha und damit zum Information-Ratio, also Alpha/Trecking-Error bei, jedenfalls nicht bei jeder Kapitalanlagegesellschaft, aber die werden sich hüten, das genau offen zu legen), deutlich härter wird es bei Options, Futures & Other Derivatives sowie im Portfolio-Management, auch bei Accounting, Fixed Income, Corporate Finance und Equity-Valuation.

    Das Beispiel vom Apfelbaum stammt in abgewandelter Form übrigens von Warren Buffett. Wenn es Sie interessiert, würde ich mich mal in seine Lehrmeister Benjamin Graham und Phil Fisher einlesen (die Werke „The intelligent Investor“(Graham) und „Common Stocks and uncommon Profits“ (Fisher) stammen schon aus den 50er Jahren, die Wiege der Value-Investoren ist die CAB Columbia in NYC, eine Universität der Ivy League. Wir haben in Kontinentaleuropa praktisch kaum etwas Vergleichbares, in Ansätzen eventuell das House of Finance in FFM.

    Hier http://www.grahamanddoddsville.net/?page_id=825 haben Sie etwas locker geschrieben zu lesen, falls es Sie interessiert. Aber offen gestanden Herr Stöcker, hier im Forum geht es meistens locker zu, immer dabei auch etwas aus den Augenwinkeln zwinkernd. Ist halt ein Hobby so nebenbei für einige, die sich für Wirtschaft, Frauen, Fußball, politische Unfähigkeit, Dichtung, die Bibel und die Apokalypse, das Geldsystem, die Effizienzmarkthypothese etc. pp. interessieren.

    Ich kann Ihnen nur einen Rat geben, bleiben Sie gelassen, wenn Sie Alice versucht zu ärgern, auch wenn das ständige Diskussionsteilnehmer hier tun.

    Wäre aber schön, wenn Sie am Ball blieben, da denke ich für die anderen auch sprechen zu dürfen, wir sind immer froh, wenn uns frischer Geist belebt.

    Gruß
    Pampa

    P.S.: Übrigens können wir das Sie hier weglassen, wir sind hier eigentlich alle per Du. 🙂

  30. Herr Tichy,
    wenn alles nicht mehr hilft, wird die uralt-platt Platte
    des Anti-Kapitalismus aufgelegt und wiedermal abgenuddelt odda?
    Ist das System des rechenschwachen Kapitals schon
    soo tief gesunken?
    Da sind ja Hütchenspieler erfinderischer und kreativer.

  31. Wenn das kleine Menschlein mit seiner überbordenden Klugheit und seiner überragenden Intelligenz, etwas vernünftiges anzufangen wüsste, dann würden alle seine nachgelagerten Erhaltungssysteme
    auch einwandfrei und reibungslos funktionieren.

  32. Pampa um 1429 Uhr,
    wer den Markt und seine Mechanismen anbetet und sich
    ihm bedingungslos unterwirft, muss sich am Ende nicht
    wundern, wenn dieser Gott des modernen Menschen
    ständig neue Opfer fordert.

  33. Lieber karel,
    vielen Dank, und dafür gibt es den einzig „wahren“
    spruch von mir owwedruff:
    Jedes Land kann nur mit der „wahrung“ gluecklich werden,
    die seiner „wahren“ Wirtschaftskraft entspricht“!
    Mit wahrung ist natuerlich Waehrung gemeint und auch darin
    gebe ich Dir hundertprozentig recht, um etwas zu begreifen,
    muss nicht zwangsläufig studiert haben, selbst ein titel hilft
    einem da keinen Schritt weiter, sooho isses, gelle.

    Viele Grüße vom Lernen und Begreifen, Zamir

  34. „Das Zeitalter, in dem das Kapital mit einem geringeren Satz besteuert wird als die Arbeit, sollte nun vorüber sein.“

    Wenn dieser Gedanke eines Bill Gross immer mehr Platz finden würde in den aktuellen Debatten und politischen Entscheidungen, könnten sich viele der heutigen Probleme leichter lösen lassen.

    Nun denn….

    Gruß
    karel

  35. Werter Herr Stöcker,

    Danke für den Link zu „Kritik am Ende – das Ende der Kritik“
    Mein Lotse in dieser kritik-wütigen Zeit der 70er und 80er war für mich
    das, was man heute als „Alltags-Vernunft“ bezeichnen würde.
    Zeigt es doch auf, daß man nicht gebildet sein muß, um „intelligent“ zu handeln,
    um den Problemen der Zeit zu begegnen.

    Dieser Artikel ist für mich so etwas wie eine verspätete Bestätigung meiner Haltung, dem damaligen „Zeitgeist“ nicht „kritiklos“ zu folgen.
    Ein Artikel, der Platz findet in meiner persönlichen „Bibliothek“.

    Nochmals, besten Dank.

    Gruß
    karel

  36. Unterschiedlichste experten, ökonomieprofessoren, berater, banker,
    oder staatsbeamte, deren blindheit gegenüber den gesellschaftlichen
    und planetarischen verwüstungen durch den wettbewerb und die
    selbstregulation der märkte sich direkt proportional zu ihrer
    intellektuellen unterwerfung verhält, wurden in die technischen
    regierungen katapultiert.
    Doch handelt es isch hierbei weniger um „technische regierungen“
    als um neue, autoritäre und repressive regierungstechniken, um einem
    bruch mit dem klassichen liberalismus.
    Am allerlächerlichsten sind zweifelsohne die medien.
    In den fernsehnachrichten und talkshows ist die krise des kapitalismus
    immer „Eure Schuld“: „Ihr geht zu früh in Rente (mit 63), Ihr kümmert
    Euch zuviel um Euch selbst, Ihr arbeitet nicht ausreichend lange und
    nicht intensiv genug, Ihr seid nicht flexibel genug, Ihr konsumiert
    zuviel, Ihr habt Euch schuldig gemacht, über Eure Verhältnisse gelebt“.

    Diese geradezu fanatische form der volksverdummung ist in den
    letzten jahren immer mehr perfektioniert worden und am ende
    glaubt ein jeder diesen schwund; auch die dämongrafische lüge
    fällt darunter.

    Viele Grüsse aus der Weisswäscherei, Zamir

  37. „Kapitalistische Ökonomie“, was ist das denn?
    Kann mir das mal einer bitteschön erklären,
    ist damit evtl. anschleichen, ausspionieren,
    auslutschen und zum guten schluss wegwerfen
    gemeint?

  38. Null,
    Du meintest wohl die bibel in der schluss-übersetzung mit
    dem verwahrlosungs- und obdachlosenkapitalismus zusammen
    angepasst, dann unter allen gutmenschen und doofgläubigen
    verteilen, jadoch?
    Fraach doch mal den Pampa und den Eyss, vielleicht haben
    die auch noch etwas muse und schreiben in der halbzeitpause
    das vorwort und die danksagung gleich mit, ohohohoh.
    Dann wünsche ich mir abba Pampas applebäumchen-story gleich
    mit owwedruff, gelle.

    Viele Grüsse aus Ninive am Euphrat, Zamir

  39. Russland – Belgien= Not gegen Elend bis auf die letzten 7 Minuten. Wenn man da ´ne Karte hat, ist man ganz schön gekniffen.
    Henkel sollte mal bei Fellaini fragen, wie der seine Matte fixiert. Ich würde unter dem Pelz einen Hitzestau mit Überlastung der ZPU bekommen. Als Gegner unserer Nati sind die Jungs aus dieser Gruppe willkommen.
    Schönen Fernsehabend noch!
    Dann sollte mal einer das Kapital oder Kommunistische Manifest überarbeiten und an die heutige Zeit anpassen.

  40. @ gerre 22. Juni 2014, 15:22 Uhr

    Sie sind doch noch sehr in den ideologischen Debatten des kalten Krieges gefangen (Freiheit oder Sozialismus). Zudem: Machen Sie doch vom breiten Angebot Gebrauch und wählen Sie wie im Supermarkt mit seinem reichlichen Angebot dasjenige aus, was Ihnen gefällt. Sie beklagen ja sicherlich nicht auch die sinnlosen kapitalistischen Werbekosten, die in gesättigten Märkten aus Makroperspektive durchaus zweifelhaft sind.

    Damit Sie in der Medienvielfalt nicht den Überblick verlieren: Hier etwas vom heutigen Tag von Ihrem beklagten Gebührensender, was gut in die aktuelle Diskussion passt. Hieraus:

    „Nun hat Hampe einer verblüfften Leserschaft vorgerechnet, dass die letzte große Erzählung die kapitalistische Ökonomie schreibt. Diese imperiale Erzählung ist so eng mit unserem Alltag und unserer Denkweise verbunden, dass kaum jemand sie erkennt.“ http://www.deutschlandfunk.de/gesellschaft-kritik-am-ende-das-ende-der-kritik.1184.de.html?dram:article_id=285151

  41. @ 22. Juni 2014, 17:34 Uhr The Underteiger; sei doch endlich mal so mutig und schau Dir meine Videos und Fotos über meine Magnet-Motoren an, siehe: http://ahlers-celle.de/Energie-und-Klima/meine-beiden-ahlers-bedini-magnet-motor-generatoren-sind-gut-in-celle-angekommen-152-2014

    Das sind Demonstrations-Prototypen für Politiker und Medien. Der Konstrukteur hat die mit Absicht mit einem Wirkungsgrad von nur 95 % gebaut, damit mir die Dinger nicht geklaut werden. Ein Apparat ist im Besitz meiner MdB, die stellvertretende Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft ist. Empfehle Dir: Teile bitte den Erdumfang von z.Z. von Napoleon (40 000 km) durch 24 Stunden. Dann weißt Du, wie schnell vor 200 Jahren die Menschen am Äquator waren: 1 666 km/h.

    Frage Dich bitte: Wo hat Gott den Erdmotor versteckt? Vor 500 Jahren waren die Päpste der Meinung: „Gott kann unsere große Erde nicht jeden Tag drehen.“ Also musste sich die Sonne um die Erde drehen. Vor 3 000 Jahren waren die Pharaonen der Meinung: „Die kleine Sonne (am Himmel so groß wie der Mond) kann den Tag nicht hell machen.“ Also musste Gott am 1. Tag das Licht erschaffen. Und erst am 4. Tag Sonne, Mond und Sterne als Lampen am Himmel, damit wir Menschen Tag und Nacht unterscheiden können.

    Gute Nacht The Underteiger. Bis bald, Dein Hans-Jürgen aus Celle bei Hannover

  42. Ja Römer,
    immer diese Rente…..
    „die Chose ist nicht finanzierbar“……… das gehört ja zum „guten“ Ton.

    Die GEW will ermittelt haben, daß etwa seit dem Jahr 2000 ca. 400 Mrd. Euro
    für „Steuergeschenke an Bedürftige umgeleitet“ wurden.
    Wie z.B. gesenkter Satz für Kapitaleinkünfte, gesenkter Spitzensteuersatz,
    Steuerverzicht auf Gewinne aus Unternehmensverkäufen“……

    Da nun die Investitionen gegenüber den Abschreibungen ja auch rückläufig sind,
    frage ich mich, wo bleibt denn das ganze Geld?

    Undertiger….
    Ja, wo blieb denn das ganze Geld? Auch das meiner alten Firma?
    Dank der „Steuerbefreiung“ in den Tresoren von US-Invest-Gesellschaften.
    Nun, in Zeiten der „Deutschland AG“ unvorstellbar.
    Bis die „Ahnungslosen“ kamen.

    Magic,
    solange die „Kühlschränke“ voll sind, ist die Mehrheit ja friedlich.
    Einige sind erst friedlich, wenn die „Duck“-Geldschränke voll sind.
    Auch wenn dafür andernorts viele „Kühlschränke“ sich leeren.

    Fußball:
    Einer meiner Nachbarn spielte einst zu Pele´s Zeiten Fußball in Brasilien.
    Auch gegen Leute wie Pele. (da gibt´s sogar Fotos).
    Er meinte nur:
    Die Euopäer werden „umfallen“ wie die Fliegen.
    Ohne eine „Anpassung“ von mindestens 4 Wochen an das Klima geht da nix.
    So seine „Berufs“-Erfahrung.

    Nun denn….

  43. @ Pampa 22. Juni 2014, 14:29 Uhr

    Mit Ihrer Antwort beweisen Sie, dass Sie zu den wenigen Diskutanten zählen, die sich bei diesem Thema auskennen und wissen, wovon Sie reden. Insofern: Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Sie schreiben: „Es könnte auch sein, dass Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Schon mal überlegt, sich selbst hinterfragt?“

    Das mache ich bei dieser Thematik immer wieder (bei anderen Themen nur temporär, da ich nicht wie Nietzsche enden möchte), da vermeintliche Gewissheiten sich immer wieder erneut zu beweisen haben.

    Sie sprechen zu Recht die Wertproblematik an. Der Wert in der Ökonomie manifestiert sich in der bilanziellen Bewertung, die nach dem Fair Value vorgenommen werden soll, obwohl keiner genau weiß, was das ist (Sie verweisen hierauf mit zahlreichen Beispielen). Die Bewertung von Aktiva und Passiva unterliegt daher Bewertungsschwankungen, die auch schon mal heftiger ausfallen können; vor allem im Minsky-Moment. Es gibt hier nur zwei Ausnahmen, die sich solchen individuellen Bewertungen entziehen, sondern aus ihrer Natur heraus in ihrem nominalen Wert unzweideutig und unveränderlich sind (vom Schätzcharakter der Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen mal abgesehen); und das sind alle Bargeldbeträge (Kasse) sowie Forderungen/Verbindlichkeiten, die auf Geld lauten (bei Fremdwährungstiteln sieht es wieder anders aus). Ein Euro ist immer ein Euro ist immer ein Euro!

    Zur Wertproblematik siehe auch hier: http://soffisticated.wordpress.com/42-das-grose-ganze-und-so/

    Demzufolge gibt es auch im CAPM nur eine absolute Größe, die vielen anderen relativen Größen gegenüber steht. Und das ist Cash (Zentralbankgeld) oder aber eben die Forderung auf Zentralbankgeld (Bankguthaben und andere Geldforderungen aus Verträgen). Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liegen sollte, da ich kein Kapitalmarktspezialist bin.

    Die Banken sind doch grandios gescheitert, indem Sie glaubten, die Risiken streuen zu können, ohne dass die Volkswirtschaft als Ganzes Schaden nimmt. Erst werden die Risiken breit gestreut und wenn dann der Risikofall eintritt, stellen wir fest, dass wir die Komplexität völlig unterschätzt haben und üben so viel Druck auf die politischen Entscheidungsträger aus, dass die Verursacher nicht nur mit einem blauen Auge davon kommen, sondern sogar ex post noch belohnt werden. Da lob ich mir doch die alte wechselrechtliche Haftung. Nicht umsonst war der Wechsel zu Bundesbankzeiten eines der wichtigen Refinanzierungsinstrumente im Rahmen der Rediskontkontingente. Da müssen wir wieder hin. Wer sich darüber hinaus am Verbriefungsgeschäft beteiligen möchte, der kann das ja gerne machen. Aber bitte nur mit eigenem Geld, niemals mit (Banken)Leverage! Eine hervorragende Analyse zum paradigmatischen Wechsel der Bundesbank in der Geldpolitik zu Beginn der 70er Jahre findet sich bei Spahn: http://www.uni-hohenheim.de/RePEc/hoh/papers/258.pdf

    Es gab Ende letzten Jahres eine intensivere Debatte zwischen von Weizsäcker, Homburg et. al. zur Kapitalmarkttheorie. Ich finde mich da eher auf der Seite von Weizsäckers wieder. Hier ein älterer Link, den aktuelleren von November 2013 finde ich leider gerade nicht: http://blogs.faz.net/fazit/2012/07/24/oekonomen-im-gespraech-3-carl-christian-von-weizsaecker-ueber-den-nutzen-der-staatsverschuldung-fuer-die-schwaebische-haushfrau-und-die-logik-niedriger-anleiherenditen-503/

    Zum Ende schreiben Sie: „Ich sage es Ihnen: Der Markt!“ Ja, hiervon bin auch ich zutiefst überzeugt: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2014/06/14/bundesbank-und-ezb-ueberschaetzen-inflation_7467/comment-page-20#comments

    LG Michael Stöcker

  44. Gestern war einer meiner soehne beim public viewing inkludiert. Heute, zu mittag meint: frueher wurden beim public viewing hexen verbrannt, maenner gekoepft oder stranguliert. Da sind wir heute doch weiter, es gibt was zum trinken, zum essen und nach dem unentschieden gegen ghana gab’s party bis in die puppen…
    Nun denn, sag noch eyner, das tier namens mensch habe nichts dazu gelernt.

  45. karel, 21. Juni 2014, 17:01 Uhr – Deine Firma hat dann hoffentlich seinerzeit das „Tor zur Welt“ aufgestoßen und das Gespür für Thermik entwickelt und entsprechend genutzt…? – die Dinge waren nämlich absehbar – und keineswegs zufällig – damals wie heute: keiner solle sagen: „Ich habe es nicht gewußt!“

    … karel´s Firma ist nicht allein:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article129329723/Deutsche-Firmen-investieren-immer-weniger-zu-Hause.html

    …dabei bin ich überzeugt, daß alsbald eine Blütezeit an neuen Berufen ansteht, ich denke da so an

    „IllusionsmangerInnen“
    “ Geisterblitzwandler“ oder in Ahler´s Sektor
    „Neutrinos-BolzerInnen“
    „Sonnen-Flüsterer“ oder
    „Magnet-AnbeterInnen“

    Dieses Spiel ist ohne Grenzen und
    manchmal geht der Ball halt einfach oben drüber,
    – über die Latte
    dann hast´e eine: Inklusionsdebatte.

  46. @ 22. Juni 2014, 15:05 Uhr The Underteiger: Meine Website http://www.ahlers-celle heißt „Wohlstand durch Arbeit“. Die 5. Fakultät der 1. Freien Internet-Uni heißt „Weltfriede durch Religionsreform“. Komme mir niemand mit dem falschen Gott. Vor 500 Jahren glaubten die Päpste, Gott könne die Erde nicht jeden Tag drehen. Also musste musste sich die Sonne um die Erde drehen. Vor 3 000 Jahren konnten sich die Pharaonen nicht vorstellen, die kleine Sonne (am Himmel so groß wie der Mond) könne den Tag nicht hell machen.

    Also wurde beschlossen: Gott schuf am 1. Tag das Licht und erst am 4. Tag Sonne, Mond und Sterne als Lampen am Himmel, damit wir Menschen Tag und Nacht unterscheiden können. Und heute glauben die Physiker daran, dass unsere Sonne mit Fusions-Energie scheint. Dabei sollten wir wissen: Auf den Durchmesser der Sonne passen 109 Erd-Kügelchen; und auf die Korona rundherum jeweils 10. Schon mal was von Neutrinos gehört?

    Bitte mal „qeg“ googeln. Mit denen sinkt der Preis einer kW/h demnächst auf unter einen Cent. Am besten mal „ahlers bedini“ googeln. Gönn Dir mal meine Videos und Fotos. Bin der erste Mensch, der einen Magnet-Motor kaufen durfte.

  47. Jeder ist ein jogi, unser bundes-jogi-nationalportfolio zeigt leistungen zwischen himmelhoch jauchzend und stehend kaooh. Der intrinsische wert der jogijungs laesst sich in keine formel pressen, rechne wild, wer immer da wolle, zum siegen im fussball gehoeren immer zwei mannschaften…eine die verliert und eine zweite, die gewinnt. Den wert einer apfelbaumplantage bestimmt, aber nicht nur die portfoliopampanese, sei sie auch noch so ausgekluegelt, das wetter spielt eine rolle und die begierde nach aepfeln.
    Womit wir bei der suche nach antworten urploetzlich bei adam und eva angekommen sind, weder die portfolio-plantagologen noch die risk-algorhythmiker, schon eher die moralapostel, aber auch die nur bej gauss-crash gen tiefrot-suedsuedwest haben auf dauer erkenntnisleitende verbindlichkeit, es sei man erhebt dies gedankengehubere in den status absolutis.
    Da bevorzuge ich dann schon eher die beidfuessig flexible beweglichkeitstheorie des schoepfers von black swan: wue es kommt kann keiner wissen, deswegen verfahre unfixiert und reagiere flexibel und durchdacht auf das, was goegner und partner so zu bieten haben, beachte das wetter und wisse um die Urploetzlichkeit des Unberechenbare weil die haelfte des sieges mental fundamentiert ist, lass dich weder vom alternativengesummse der schippenhaendler noch vom glaubenseifer der kopfgebaerenden
    Blaupausenkopierer irritieren.
    Tue es dem kleinen prinzen nach und vegiss nicht, was ausschaut wie ein hut kann ebenso gut ein schlange sein, die einen elefanten verschluckt hat.
    Nach 90 minuten zaehlt nur das, was hinten heraus gekommen ist. Anders gesagt, was als apfel im korb liegt oder als woi im krug blubbert. Nach welcher theorie, nach welchem codex?…alles verspaeter murx!