Kreuz des Südens

Italien hat für Europa die Spar- und Stabilitätspolitik abgewählt. Kurzfristig hilft das Deutschland sogar – aber gefährdet den Euro. 

Bestimmen jetzt Clowns die Politik unseres Lieblingsnachbarn Italien, wie SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück poltert? Das ist zu einfach. Es handelt sich vielmehr um ein kühl kalkuliertes Konzept: Es ist die Aufkündigung des von Angela Merkel und dem damaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy durchgesetzten Reformrezepts „Cash gegen Austerity“ – europäische Rettungskredite nur gegen Reformen und Sparen. Es ist das Ende der von Deutschland dominierten Euro-Rettung und der Beginn einer lateinischen, der italienischen und französischen Tradition der Geldpolitik verschriebenen Währungsunion. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Euro zerbricht. Silvio Berlusconi ist kein Betriebsunfall, sondern Teil des europäischen Systems: Zu unpopulär sind Kürzungen in den Sozialhaushalten, nicht nur in Italien.

Denn krachend abgewählt wurde ja nicht nur die Regierung Monti. Seine Gegner, von denen Berlusconi nur der bekannteste ist, kämpften wortgewaltig gegen den aus Berlin erzwungenen Sparkurs. Italien steht damit nicht alleine: Auch Frankreich, Spanien und Portugal werden die vereinbarten Schuldengrenzen sprengen, die versprochenen Reformen werden verschleppt und verschludert. Frankreich und Italien, nach Wirtschaftskraft im Euro-Raum die Nummern zwei und drei, verlieren weiter an Wettbewerbsfähigkeit, ihre Schulden steigen noch schneller als Arbeitslosigkeit und Fabrikschließungen. Die Krise ist endgültig aus der Peripherie der Union im Herzen Europas angekommen.

Dabei ist die Aufweichung der Stabilitätspolitik der Euro-Zone bereits sehr viel weiter fortgeschritten, als wahrgenommen wird. Bekanntlich hat ja Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), versprochen, die EZB werde unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen, um übermäßige Zinssteigerungen für die wuchernde Staatsverschuldung zu verhindern – ein eklatanter Bruch mit der bisherigen Stabilitätspolitik, wie sie von der Deutschen Bundesbank geprägt und verteidigt wurde.

Genau das ist der Grund, warum es nach der Abwahl Mario Montis in Italien und in Frankreich trotz der fragwürdigen Verschuldungspolitik der linken Regierung nicht zu einem dramatischen Anstieg der Zinsen für Staatsanleihen dieser Länder gekommen ist: Die Investoren verlassen sich noch darauf, dass die EZB beliebig viel Geld drucken wird, um die Staatsanleihen in jeder Größenordnung aufzukaufen. Damit ist eingetreten, was Kritiker dieser EZB-Politik wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann befürchten: Die Disziplinierung der ausgabewütigen Politik durch steigende Zinssätze findet nicht mehr statt; unbegrenzt sind Schulden machbar. Ihre Begrenzung erfolgt allenfalls über politische Kontrollen und Absprachen. Die aber sind allemal, wie Italien zeigt, zu schwach und zerbrechen spätestens bei Wahlen.

Die Folgen für Deutschland sind paradox: Über die längere Frist wird Inflation unweigerlich Einkommen und Erspartes auffressen, weil zu viel Geld durch die Wirtschaft gurgelt. Aber kurzfristig gewinnt die deutsche Wirtschaft. Denn Teil des lateinischen Kalküls ist ja auch, dass aus der Kombination von Inflation und Schulden der Euro abwertet und damit die Exporte für die angeschlagene Wirtschaft Italiens und Frankreichs steigen. Durch Abwertung konnten sich die Industrien dieser Länder seit den Sechzigerjahren gegen die schon damals übermächtige deutsche Industrie halten. Innerhalb der gemeinsamen Währung aber fällt dieser Mechanismus, der die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit und Reformnotwendigkeiten gnädig verschleiert, weg, und die Dominanz des jeweils Stärksten wächst.

Der Euro aber funktioniert nur, wenn sich die Wirtschaftskraft der Teilnehmer annähert – nicht, wenn sie immer weiter auseinanderfällt. Damit spitzt sich die Euro-Krise erneut zu, auch wenn die Symptome kurzfristig nicht sichtbar werden. Aber Berlusconis Rezept ist ja auch nicht, Europa zu retten – sondern das Maximale für sich und Italien herauszuholen.

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Alle Kommentare [284]

  1. zu Tragic am 8. um 15:34,
    wunderbar, wie du dich uns „ohne Hosen“ präsentierst.
    Großartig angefangen, dann dramatisch nachgelassen.
    Ein „Darunter“ wie ich es vermutete.

  2. @ Eyss,

    hier für Dich speziell mein gute-nacht-bützchen
    und der wahre spitzensatz von Frau Dorothea Siems,
    der Maggie Thatcher des deutschen journalismus:

    „Dass trotz der abnehmenden Zahl der H4-Empfänger
    stetig neue Tafeln eröffnet werden,
    ist kein Beleg für eine wachsende Bedürftigkeit,
    sondern ein Indiz dafür, dass auch die Sozialindustrie
    auf Wachstum aus ist.“

    Aus Deinem Welt-Artikel von gestern früh.

    Bemerkst Du wenigstens die widersprüche und
    die, ja man kann schon sagen grossartige unwissenheit
    in diesem einen kleinen sätzchen?

    Tja lieber Eyss, wenn Du solchen „Schnatterinchen“
    auf den leim gehst, dann gute nacht, wünscht Dir Zamir

  3. @ karel,

    nun stell Dir mal vor wir hätten noch eine
    wahre, richtige elite, die ihr handwerk
    versteht und nicht nur darauf spezialisiert
    ist, die köfferchen mit den millionen-abfindungen
    nach hause zu tragen, das wäre doch kaum
    noch zum aushalten; nicht immer wieder
    absahnen und abhauen.

    Da haben die kleinen schweizer uns doch wieder
    mal etwas entscheidendes voraus.

    Im grunde alles ganz einfach, in einer echten leistungs-
    gesellschaft würden solche pfeiffen, wie wir sie hier
    in unserem lande, alle sechs wochen vorgesetzt bekommen,
    von den fünf-uhr-nachrichten, erst garnicht in die vorderste
    ebene gelangen, so einfach geht das, wenn gutbetuchte
    und grosskopferte ihre jüngelchen und mägdelein
    auf die teuersten elitschulen der welt schicken und
    auch noch die führungsnachfolge in den unternehmen
    vorab regeln.

    Herrliche refeudale strukturen, die einfach nicht wegzudenken
    sind und uns so lange begleiten, bis …

    Schönen Gruss von den menschlichen Bedürfnis-Anstalten, Zamir

  4. Suedkreuz singe sanft den song
    Sing vom mensch in massen
    Masslos endlos immer wieder
    twittert es in tassen
    Wieder immer wieder
    Wohlerzogen glatt
    Wendet wohlig glieder
    Formveraendert fassen
    Singt das kreuz sein eigenlied
    Koennt es gleich weglassenf
    Massen tassen fassen
    Algopathisch stumpf stupid
    Muff mit zangen fassen
    Wohlerwogen wabert wind
    Wider kreuz‘ von sueden
    Wirksam wenden halm an halm
    Sing vom kreuz der mueden
    Teil das kreuz mit sueden

  5. Interessant, was der einstige Bertelsmann-Patriarch Mohn über die Manager-Branche in den späten Jahren seines Lebens entdeckte:

    „Angesichts des gegenwärtigen Scheiterns so vieler Manager muss ich gestehen, dass ich über das Problem der Eitelkeit früher zu wenig nachgedacht habe.“ Mohn machte kein Geheimnis daraus, dass unter anderem auch Middelhoff gemeint war.

    Cromme geht von Bord, R. Obermann geht von Bord,
    wie so viele Andere……..
    Fast so wie in der „bollidigg“…..

  6. @ karel,

    richtig die probleme mit den neuen baureihen
    kamen dann noch erschwerend hinzu, fakt bleibt jedoch,
    dass zuerst einige milliönchen von Herrn H. aus dem
    S-Bahn-Betrieb herausgenommen und zweckentfremdet
    an anderen stellen „vergraben“ wurden.

    Einem „alten berliner s-bahnfahrer“ kannst Du
    so leichtfüssig nichts vormachen, könnte ich Dir ganze
    bücher füllen, von mitarbeitern und nutzern.

    Herrn M. eilt dieser ganz bestimmte geruch
    voraus, dem bisher allen leichtmatrosen-milchzahn-
    bubis voranging, ob Bahn, Post oder Telekom,
    wie gesagt mit Zinnsoldaten spielt man schon
    lange nicht mehr, woll.

    Haste schon jehört, der Cromme hat auch das
    handtuch geworfen, hat der nicht damals
    so ne art manager-bibel entworfen, häh?

    Schönen Gruss von den ohnmächtigen in der Deutschland AG, ZAmir

  7. @ karel,

    Du kannst mich heute nicht mehr überzeugen,
    Bahn, Post und Telekom schau Dir ihre
    wahre entwicklungen an, ungeschönt.

    Die Ron Sommer, die Mehdorns und wie sie alle
    heissen, ich lege noch einen nach, für solche
    jobs vom staatsbetrieb zum börsenotierten
    unternehmen, sollte man doch von anfang
    an international erfahrenere „Eisenbieger“
    nehmen und diese vermieften ställe
    durchrationalisieren lassen,
    anstatt solche chorkäblein aus dem
    deutsch-österreichischen mädchenpensionat,
    da werden ganze männer benötigt und keine
    apfelgrützen, die den steuerzahler nur viel
    unnötiges, hinterhergeworfenes geld kosten,
    weisst Du?

    Leben wir nicht in einer globalisierten welt,
    frag mal den lieben Ghost, er wird es Dir
    bestätigen können, gelle.

    Schönen Gruss von den flugunfähigen Graugänsen, Zamir

  8. die prüderie im dichte
    vom magistrale
    ist welches schusters ahle

    hindelfunk im sindelsunk
    verdreht wills werden

    wenn der hund mit der wurst
    überm eckstein singt
    und die matz die katz
    das mäuserl bringt
    ist es wider mal so weit
    alles ist extrabreit

    welsches liedl ist gescheit

    wo sind die die?

    letzl abl glanzl?

    das ist fluggs hafen

  9. Zamir,
    flotte Sprüche sind ja nett.
    Das mit der „Beamten-Bahn“, das war weniger „nett“,
    wie sie aus dem „Tiefschlaf“ geweckt werden mußten.

    Die Bahn hatte mal über 500.000 Beschäftigte.
    Und „produzierte“ jährlich etwa 5 bis 8 Mrd. Verluste.
    Als Mehdorn ging, waren es noch ca. 210.000 Beschäftigte.
    Und die Bahn machte Gewinne bei mehr als verdoppeltem Bahn-Umsatz.
    Euer S-Bahn-Problem, das waren nicht die Werkstätten,
    ja, sie waren dann tatsächlich zu „klein“…..
    das waren die „neuen“ Baureihen,
    made auf dem Gebiet der einstigen „DDR“,
    nämlich in Hennigsdorf und in Halle.
    Hatten sie doch im Betrieb mehr Stand- als Fahrzeiten.

    Gelle.

  10. @ karel,

    „Wenn der hund mit der wurst über den eckstein
    springt, kann es sein dass er sie verliert oder
    im maul behält.“

    Vaschdähschdd?!

  11. „Er hat zwei S-Bahn-Werkstätten auf das finsterste
    personell abgeschmolzen und damit das seit über sieben jahren
    bestehende Chaos mit zu verantworten, gehts noch?“

    Was kann der Mehdorn denn dafür,
    daß die Berliner offensicht so stark sind in Sachen Chaos. 😉

  12. @ karel,

    danke für Deinen tagesschau-link mit den bilderchen,
    warum muss ich, wenn ich bilder von ihm sehe
    immer sofort an Fantomas denken, das macht mir
    sehr zu schaffen, kommt mir einfach nicht aus dem
    kopp, verwandt können die beiden doch garnicht sein, odda?

  13. @ karel,

    wenn er 80 wird, ist der BER fertich, funktioniert aber
    immer noch nicht und er wird daraufhin
    bundesarbeitsminister und führt die rente mit
    90 ein, selten so gelacht, dies ist mein land, meine
    hauptsadt und ich alleine weiss warum ich beide
    so unsagbar liebe.

    Politik und Wirtschaft war gestern, heute ist nur
    noch knallharte Satire, ich fass es noch immer nicht.

    Schönen Gruss von den Überwachungs-Diensten, Zamir

  14. Zamir,

    der Mehdorn hat jedenfalls pünktlich „geliefert“,
    nämlich den Bahnanschluß für BER.

    Den Rest wird er auch noch „schaffen“ 🙂

  15. @ karel,

    schade, dass Du nicht die ersten kommentare
    dazu in den berliner radiosendern hören konntest,
    da sind meine bemerkungen noch übertriebene
    höflichkeit dagegen, von Pfeiffe über Pflaumen-
    august und Magermilch-Manager, Schröderkungel-
    Freund und was weiss ich noch alles.

    Ist Dir überhaupt noch zu helfen, M. hat doch alle
    seine mitarbeiter aufs schlimmste ausspionieren lassen,
    liest Du überhaupt zeitung, kuckst Du fern und interessierst
    Du Dich sonst für irgendetwas?

    Er hat zwei S-Bahn-Werkstätten auf das finsterste
    personell abgeschmolzen und damit das seit über sieben jahren
    bestehende Chaos mit zu verantworten, gehts noch?

    Tja, wenn das Deine meinung wirklich sein sollte, dann
    sind mir einige Deiner kommentare erst recht klar,
    entschuldige bitte aber da sehe ich keinen handlungs-
    spielraum, bei einer solchen fehlentscheidung.
    Halt, schlimm ist eigentliche nur die weitere ungebremste
    steuerverschwendung, für ein projekt das niemehr
    beendet werden wird, wir erleben es nicht mehr, heidewitza.

    Schönen Gruss von den SPD-versager-Truppe, Zamir

  16. @ Magic + Pampa,

    kann mir nicht vorstellen jemals etwas
    spannenderes gelesen zu haben,
    als Eure alten heldensagen aus
    dem Bank-Schaltertum, pffffffd.

    Schönen Gruss aus dem Land der Drachen, Zwerge und Kobolde, ZZ

  17. Zamir,

    der „Pannen-Hartmut“, das ist so einer, der mir gefällt…. 😉
    Daß man so einen so in meinem Alter noch ruft,
    zeigt doch, wie arm Deutschland mittlerweile geworden ist.
    Arm an Machern, aber reich an Schwätzern
    In der Politik ist es doch nicht anders.

    „Ich gehör‘ zu den kleinen Dicken. Ich hab das immer gesagt, ich bin da robust. Ich nehm‘ mir da nicht alles zu Herzen. Nicht alle, die über mich böse schreiben, verstehen, was sie da schreiben.“ Vieles sei Klischee – „und nichts geht ja über ein schönes Vorurteil“.

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mehdorn254.html

  18. Berliner im südosten können nun wieder ruhiger
    schlafen, denn der BER ist nun tatsächlich am ende.

    Medorn ist ein freund der politik, sonst hätte er damals
    bei der DB schon nach einem jahr seinen chefsessel
    räumen müssen, fehlentscheidungen am laufenden band,
    auch das völlig marode streckennetz der DB geht
    voll auf sein konto.

    Und wieder werden unsere steuergelder verprasst
    für solch einen allden zausel, hooach.

  19. die mehdorn-entscheidung ist das allerallerletzte,
    die zeigt, dass es in berlin immer noch einen
    zacken schärfer geht, der allde S-bahn-verwurschder
    hat doch seine DB-Mitarbeiter total ausspioniert,
    Magic+Eyss haltet Eure unterwäsche fest gleich
    kommt der schnüffel-trüffel hund.

  20. Eysel, du und lachen, hahahoho der ist wirklich komisch*!*
    ++++++++++++++++eysel++++++++++++++++++++++++++

    Pampa, beim skat habe ich regelmaessig ueber den abend verteilt 4 halbe bier gesoffen, dazu 3 broetchen, doppelte weisse, frisch und si en grossen ringel fleischwurst.
    Wenn dieses package verfuegbar war, begann ich meine spielpartner zu verspotten, jeder der zu mir an den tisch kam, man wechselt reihum, bekamm zwischen bier, wurst hnd broetchen sekn fett, sllange, bis er sich fragte, weswegen ich eigentlich gekommen sei, zum saufen, fressen skatspielen oder was, fuehrte gelegentlich zu verbrhedrungen gegen mich, ist mennschlich verstaendlich, truebt aber die wahrnehmung, oft nicht unerheblich. Mir was das wurscht, nennt man heutzutage glaube ich scheiss-egal-gen, was zaehlte war das, was auf dem tisch lag.
    Beim tennis war’s der aufschlag, bumm, vor ans netz, versenken loch, loch.
    Einen auftritt nach pampoa-art hatte ich mal im staedel. Kein ruhmesblatt, aber die kleine aus der boersenabteilung war so beeindruckt, dass sie ganz vergass, welchen film sie anschliessend autokino hatte sehen wollen. Mit dem schwatten schnattermaeulchen spielte ich auch squash. Eines tages, als ich die kleine im kaefig laufen luess, standen draussen vor der glastuer ulrich w. und sein z/personaldirektor, sofort gab ich den naechsten punkt ab, noblesse oblige, in dem jahr wurde ich oberbeamter, herrschaftszeiten, wenn man das aus heutiger perspektive auf sich nachwirken laesst,…jetzt muss ich aber weiter, auf der huehnerleiter, denn die musse ruft, und eysel will ganz bestimmt auch noch etwas reinmuellen, tsts, sei’s drum:-)) eysel misch schon mal die karten, zamir hebt ab, pampa sagt 18 und ich schreibe, wer schreibt der bleibt.

  21. @ Eyss, Ghost und Pampa,

    Pannen-Hartmut wird chef vom desolat-fluchhafen
    BER, und das mit über siebzig, der alte knacker.
    Der brüller der jahres

    GrrrZZ

  22. @ Eyss, Pampa + Ghost,

    der siebzigjährige Greis „Oberpannen-Hartmut“
    wird zum neuen chef des pannenfluchhafens
    BER gemacht, das ich dass noch erleben darf,
    lach ich mich gleich scheckig.

    Er, der schon für das gesamte Berliner S-bahndebakel
    verantwortlich ist die bahn fast in den ruin gefahren hat
    und nun dies, der brüller des noch jungen jahres,
    in deustchland ist alles möglich, diese elitären
    knödelhuber, gibts denn sowas na?

    Schönen Gruss von der unbefleckten Wiedergeburt, Zamir

  23. Dichter,

    nur mal zur Klarstellung, als wir beide noch dabei waren, war ich nur einmal in FFM, Ausflug in die Zentrale. Da durften wir dann Kunstwerke bewundern, was mich offen gestanden im Gegensatz zu Ghost damals und heute auch eigentlich, nicht die Bohne interessierte. Was mich eher interessierte, nun ja, sie hatten eine Kunststudentin engagiert, die uns dann erklären sollte, was da alles hing. Die habe ich dann mal, okay vorsätzlich, bis aufs Blut gereizt, mehr oder minder, was willst du mit dem ganzen Quatsch und sowas und ständig saudumm nachgefragt. Nun ja, ich konnte auch in jüngeren Jahren schon ziemlich biestig werden, würde ich heute natürlich auch nicht mehr so machen, obwohl … 😉

    Squash spielte ich halt im Studium viel. Anfangs war ich nach 30 Minuten fix und fertig, nachher spielten wir durchaus auch mal zwei Stunden. Danach Sauna und Eisbad, ansonsten bekommt man von derartigen Einlagen einen Muskelkater, dass man drei Tage nicht mehr gerade auslaufen kann. Aber als Werkstudent war ich dann mal bei einem Institut und betreute internationale Wertpapierkunden. Da saß ich halt hinten am letzten Tisch und dachte mir so unschuldig, na, wer bei mir mit am Tisch sitzt, kann ja nicht so viel zu sagen haben. Unter anderem war da ein Kanadier dabei, der so um die 70 war. Irgendwie verstanden wir uns blendend und weil wir ja (München) beide abends nichts vorhatten, gingen wir auch mal Squash spielen. Nun gut, irgendwie mal rein aufgrund des Alters sehr unfaire Voraussetzungen für ihn. Als er dann nachher so halbtot neben mir im Kaltwasserbecken nach Luft röchelte, um nicht zu sagen aus dem letzten Loch pfiff, fragte ich mal, was er denn so mache.

    18 Mrd. Can$ under Management, ich dachte mir ohhh, vielleicht hätte ich den älteren Herrn besser doch nicht so vermöbelt, aber der fasste das eher amüsiert auf, wenn er auch am nächsten Tag sichtlich angeschlagen durch die Tagungsräume ging. Nein, ich habe natürlicht nicht auf ihn geschossen, das war eher in der Rubrik Spass zu verbuchen, funktioniert aber, okay okay …

    Der hat mir später noch viel geholfen, eigentlich wurden wir sehr gute Freunde, er lud mich auch zu sich nach Toronto ein, ist aber leider schon lange verstorben.

    Gruß
    Pampa

  24. @ Eyss,

    alleine wegen der lieben Dorothea müsste ich
    nun jeden tach die welt lesen, haste denn noch
    mehr von diesen zuckersüssen und liebreizenden
    artikelchen von frau D.?

    Bin überigens nicht der meinung, wie Magic, dass
    man auf Deine meinungen hier verzichten könnte,
    soviel nur am äussersten rande, gelle.

    Schönen Gruss aus dem Lande, wo Milch und Honig fliessen, Zamir

  25. Vorab, Norwegen hat seit zehn jahren die frauenquote und
    fährt gut damit, dies beweist, die frauen sind
    den männern in puncto arbeit ebenbürtig.
    Ab heute bin ich daher „Norwegerin,“ abba äschd.

    Muss dabei erwähnen, dass ich weder für den
    frauentaach, noch für die quote bin, aber
    tatsachen lassen sich nunmal nicht leugnen.

    @ Uns Eyss-Eysel,

    nun zu unserer Dorothea und ihrem artikel aus der Welt:
    „Deutschland braucht Leistung und keinen Sozialneid.“

    Die deutsche insel der glücklichen ist alles andere als vollkommen.
    Robuster arbeitsmarkt und geringe jungendarbeitlsoigkeit,
    insgesamt stehen wir in europa und weltweit ganz gut da.

    Dieser stand ist erschwindelt auf dem rücken von
    sechs millionen, die an der armutsgrenze leben und
    von 1,3 millionen menschen die nicht genügend verdienen,
    dass es zum leben reicht, obwohl sie teilweise zwei
    jobs bedienen.

    In unserem ach soo reichen ländle sollten alle arbeitenden
    menschen soviel geld zur verfügung haben, dass sie
    nicht durch steuermittel vom staat aufstocken müssen.

    Hier zahlen die normalverdiener und normalsteuerzahler
    die doppelte zeche, sie zahlen mit ihren steuergeldern,
    die beträge, die die unternehmer nicht ihren arbeitnehmern
    zahlen wollen, da ihnen der unfähige staat es erlaubt,
    niedriglöhne und minijobs aufzulegen.

    Später kommt der zweite streich, wenn die menschen,
    die jahrelang geringverdiener waren, das rentenalter
    erreicht haben und wieder zur amt rennen, um ihre
    ihnen zustehende grundsicherung zu beantragen,
    dies ist doppelter betrug!!

    Die multinationalen konzerne nutzen alle ihnen von
    den politfuzzis zur verfügung gestellten schlupflöcher
    und zahlen kaum steuern, jedenfalls nicht nach
    dem gerechtigkeitsprinzip.

    Neunzehn millionen arbeitslose in der Eurozone
    werden uns eines nicht allzu fernen tages auf
    die füsse fallen und dann möchte ich „Uns Eyss“
    inklusive Frau Dorothea hören, bei der alltäglichen
    summserei über leistung und sozialneid im
    deutschland auf der müllkippe.

    Wie kann man als mensch nur so kurzsichtig
    daherkommen und noch in alten märchenbüchern
    blättern, während uns die letzten kartoffeln vom teller
    geklaut werden.

    So, nun weiter, wer gibt einen tipp ab, wann
    stürzt das wolkenschlösschen von onkel Gerd
    und Tante Angela ein, die sich bei den
    unternehmen mit ihrer butterbrot-politik der
    beliebigkeit verdient gemacht haben, seit
    nunmehr fünfzehn jahren, da war ja der
    gemütliche hellmut noch besser.

    Frau Dorothea hat geschönt und Du lieber
    Eysel bist auf sie hereingefallen, ähem.

    Schönen Gruss von der Gegendarstellung, Zamir

  26. Ächt lustig,
    „Alterung“ wirft als letztes diskreditieren sollendes angebliches Argument
    ein lebenslang nur lautstark pupsitierender Möchtehern-Groß-Klassen-Sprech mir vor.
    Der, der höchstenfalls 10Jahre jünger ist,
    hier schon über seine Gesundheit klagte DEM, der sich bester solcher erfreut.
    Da pinkelt die Maus den Berg an
    und hofft – den Berg rhetorisch sogar zitierend –
    darauf dass der Berg schwer beeindruckt ist.
    Tragischer Komiker und Quick-and-dirty-Dichter
    alle Fragen die es zu dir, deiner Wesensart,
    deiner kleinstkarrierten psychologischen Unterwäsche jemals gab
    die hast du längst selbst und mehr als hinreichend mit deinen hiesigen „Ausführungen“ (z.B.und zuletzt nur über deine angeblichen Meriten)
    mehr als hinreichend beantwortet.
    Wenn es nicht so traurig wäre – für dich – würd ich lachen.

    Was meinst du eigentlich zu meinen „Sprach-Anmerkungen“.

  27. ich habs nicht so
    mit der negativ sprache

    Wer sich ekgne wege traut
    Edeka, karrier versaut

    das ist sauerkraut

    am uri nalen graben
    wär das schon
    interessant zu schaben

  28. Huebsches reimchen, sehr sehr nahe
    Suedenheimchen, kreuz als ware
    Wahrheit preis mal minderwertig
    Risiko mal skale fertig
    Themen in der zange huren
    Kandidaten beinfrei suren
    Haesslich kumulieren bilder
    Herren aber witzig schilder
    Wer sich ekgne wege traut
    Edeka, karrier versaut.

  29. D braucht leistung keinen sozialneid
    sprach die holde maid
    D braucht einen höheren arbeitszins
    sprach der rote prinz
    ein beispiel für viele floskeln
    im seichten meer
    links wie rechts
    ost oder west
    oberone unterkant
    ver.. huch sei das zeiungspfand

    sagen ist schon recht
    wenns recht ist
    nur weniger sagen ist mehr
    das geht aber nicht
    zu viele tapfere ritterlein
    darum gibs viele viele sagen
    und fast keine drachen mehr

    die menge machts nicht
    klein geist
    die marktmacht menge machts auch nicht
    ein geist

    sprache spiegelt das denken
    bewußtsein speigelt die sprache
    ist mir zu hoch

    war das jetzt denken oder schenken?
    der eigensinn
    gehört auch hier hin

    eysel wenn er sich anstrengt
    ist zumindest angreifbar
    ob käse oder nicht
    na sowas hat das ergriffen
    dieser greifvogel

    es tut mir immer so
    furchtbar leid
    wenn das büberl die gemütlichkeit
    im stüberl stört

    provokant
    gewandt
    was träglst du noch im stübchen?

    schweig kleines büberl

  30. Ponti, Zamir
    Ich glaube nicht, dass das Kruzifix an der Wand eine Renaissance erfahren wird; das war eine Stufe in der Entwicklung der Menschheit. aber die Sinnsuche hat ja bereits begonnen, zumindest bei einigen Zeitgenossen. Interessengruppen, von Politikern unterstützt, sollen den Menschen einreden, dass nur frenetische Konsumenten vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sein können. Und die dafür hart arbeiten. Konsum ist wichtig, aber wir sind jetzt an einer Grenze angekommen.

  31. Danke fuer deine ratsclaege, aber nicht jedes stueck waesche, was sich im laufe deines lebens auf deine dich umseilenden staender verirrt hat, und von dem du dich nun zwanghaft umflattert fehlst, stammt von denen, denen du es zuschreibst , naja, solche breitmaulagafroesche wie dich stoert sowas ja nicht, ausserdem, du tanzt mal wieder wie in alten zeiten, jeder platzpatrone folgt ein eysesprung, nur diesmal im rosa-pampa-tuell.
    Links und rechts hip und hop
    Der punching ball schlaegt eys an kopp
    ?…
    Wenn man deine leistung der letzten monate hier in tito husammenfassend charakterisieren wollte, waer es nicht unhoeflich ganz auf ein urteil zu verzichten. diskret es zu verschweigen, unschoen es dauernd von dir selbst zu hoeren und ein zeichen von bewusstseinstruebung dein treiben als auch nur im mindesten sinnbehaftet zu deuten. Du arbeitst schlicht und ergreifend pomp und circumstances einer eyse,chen transformation ab, die man unter zivilisierten menschen ‚alterung‘ nennt.;-)
    So weit so gut, aber, warum hier warum so geraeuschvoll, warum so exaltiert??? Fragen ueber fragen…