Mops frisst Rente

Renten- und Krankenversicherungen haben Probleme, wenn kein Geld da ist – und noch größere, wenn die Kasse überquillt. Warum bloß?

Es hat wie so vieles mit Konrad Adenauer angefangen: Er gilt als Vater der dynamischen Rente von 1957; sie gilt als Musterbeispiel einer gelungenen Sozialreform. Es waren die Jahre des Wirtschaftswunders; Adenauer beteiligte die Rentner an den Erfolgen. Aber von Anfang an war der Wurm drin. Entgegen den Plänen des Wirtschaftswissenschaftlers Wilfrid Schreiber, der das Umlageverfahren konzipiert hatte, wurden die Renten weit höher als ursprünglich geplant gesteigert. Der weitsichtig eingebaute Demographiefaktor des Schreiber-Plans wurde abgeschafft und höhere Beitragssätze für Kinderlose, die Schreiber als Teil des Generationenvertrags gefordert hatte, gestrichen. Es war Wahlkampf, und Adenauer wollte die SPD ausstechen, die noch höhere Leistungen gefordert hatte.

Man muss die alte Geschichte so lang erzählen, weil sie so neu ist – sie zeigt das beständige Muster der Sozialpolitik: Wenn die Kasse voll ist, wird sie leer gemacht, auch wenn alle mit Sinn und Verstand davor warnen. Ist sie ratzeputz leer, wird etwas gespart; aber sobald auch nur ein Bodensatz in der Kasse liegt, werden neue Benachteiligte erfunden, die unbedingt beglückt werden müssen, auch wenn absehbar ist, dass es morgen schon wieder vorn und hinten nicht reichen wird und übermorgen gekürzt werden muss – was dazu führt, dass für die, die wirklich Hilfe bräuchten, leider, leider nichts mehr da ist. So wird ausgeteilt, umverteilt, zurückgenommen, gesteigert und gekürzt, bis am Ende alle ärmer sind.

Die letzte wirklich große Rentnerbeglückung gab es 1972; im Bundestagswahlkampf wurden gleichermaßen die Ausgabenwünsche von CDU und SPD erfüllt – Wahlkampfneutralität in der Rentenversicherung. Seither folgt ein Sparprogramm dem anderen. Erholt sich die Kasse, wird sie sofort ausgekehrt. Norbert Blüm erfand 1997 zum Einsparen Schreibers Demografiefaktor neu; Gerhard Schröder schaffte ihn im Zwischenhoch 1998 wieder ab, um ihn schon 2004 wieder neu zu erfinden; gerade war die Kasse wieder knapp geworden. In diesen Tagen ist unsere famose Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in die großen Latschen von Norbert Blüm und Konrad Adenauer geschlüpft und hat die „Zuschussrente“ erfunden; zufällig liegt gerade Geld in der Rentenkasse und im kommenden Jahr sind wichtige Wahlen.

Wegen des Rückgangs der berufstätigen Bevölkerung und der Zunahme der Rentnerzahlen müssten für diesen Plan jene zahlen, die zukünftig selbst viel niedrigere Renten erhalten werden. Die einzige Spezies neben den Lemmingen, die aus Fehlern nichts lernen, sind die Sozialpolitiker, könnte man meinen. Aber das wäre verharmlosend – längst ist die Sozialpolitik zum systemischen Risiko für unsere Gesellschaft geworden, weil Sozialbeiträge zu Wahlkampfzwecken eingesetzt werden.

Dabei gibt es klare Alternativen: Die beste wäre sicherlich, die angesammelten Mittel in Renten- wie auch Krankenversicherung gut anzulegen für den Tag, an dem die Konjunktur schlecht, das Beitragsaufkommen niedrig und die Arbeitslosigkeit hoch ist. Dagegen spricht: Die Sozialkassen dürfen ihre Mittel nur als mündelsicher und damit extrem niedrig verzinst anlegen – seit der Euro-Krise ein Verlustgeschäft, weil die Inflation mehr wegfrisst, als die Mickerzinsen hergeben.

Unsere Beispielrechnungen zeigen, wie Lebensversicherte, Riester-Rentner und Sparer buchstäblich enteignet werden, wenn die Euro-Rettungs-Niedrigzinspolitik anhält. Frei von Not und Sorge sind nur Pensionäre und Politiker; für jeden Normalbürger wird die Geldanlage zur großen Kunst und Notwendigkeit.

Also ist es wohl die beste Lösung, das Geld an die Versicherten auf dem Wege niedriger Beitragssätze oder Prämienrückerstattung zurückzugeben. Denn Politikern volle Kassen anzuvertrauen ist mindestens so leichtsinnig, wie einen Mops mit der Verteidigung eines Wurstvorrats zu betrauen, wusste schon der große Nationalökonom Joseph Schumpeter.

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Alle Kommentare [400]

  1. Diese Probleme gab es schon vor 200 Jahren und wird es wahrscheinlich in 200 Jahren noch geben. Das Kapital wird immer stärker sein, als das letzte moralische Bewusstsein im Menschen. Banken und Versicherungen haben in Ihren wichtigsten Positionen, auch gerade den Typus sitzen, der diese Institutionen gross gemacht hat und keine Bewusstseinsveränderung zulässt.

  2. @ Pampa,

    marktgeschehen hin- marktgeschehen her,
    viele-liebe technische erklärungen, was warum wieso
    ist und noch mehr …

    „Normale menschen“ würden im ernstfalle überhaupt
    ohne jegliche regeln auskommen.

    Wenn man sich die über 2000 jahre alten zehnGebote
    genauer unter der lupe betrachetet, die sogenannten
    ur-regeln für unser christlich-abendländisches
    zusammenleben, dann stellen wir erstaunt fest,
    dass solche regelwerke schon zur damaligen zeit
    nicht für menschen im typischen sinne geschaffen
    wurden, sondern für barbaren, kriminelle und
    schwererziehbare typen.

    Die anglo-amerikanisch-germanische kultur
    ist im grunde sehr menschenverachtend und
    trivial, sie kennt nur gewinner und die
    zweitbesten sind schon der reine abfall;
    dies ist nicht meine erkenntnis, dies ist
    die komplette geschichte des abendlandes.

    Wir wundern uns weshalb die menschen in
    den arabischen ländern wütend sind auf einen
    schlimmen film über den propheten mohammed
    und kichern uns gleichzeitig einen wech,
    weil ein bekloppter geld damit verdient,
    irgendwelche mitglieder der britischen königs-
    hauses nackt abzulichten.

    Doppelte moral, keineswegs, der phyrrus-sieg einer
    oberrflächlich vorsich hinsiechenden kultur.

    Auf der einen seiten werden milliarden in einem
    finanzkapitalistischen casino in die luft gepulvert
    und auf der anderen seite, müssen die menschen
    am anderen ende der fahnenstange um einigermassen
    annehmbare löhne kämpfen, was ist das für ein
    schwachsinn?

    Wer bestimmt eigentlich wie weit eine solche
    tief-menschenverachtende „Feigheit-Freiheit“
    gehen darf?

    Schönen Gruss von der allesverklärenden Wissensverschachtelung,
    Zamir

  3. Danke für die Kommentare.

    Der von Eysel ist mal wieder gewohnt kantig (liberal), aber auch darüber kann man nachdenken

  4. Apropos Markt, die „Märkte wie gerne in den Medien gesagt gibt es im Prinzip nicht. Es gibt viele Marktteilnehmer, das schon. „Der Markt“ ist im Prinzip auch eine technische Sache. Es gibt theoretische Anforderungen an einen „vollkommenen Markt“. U.a. Transparenz, Liquidität etc. Das funktioniert erfahrungsgemäß (Marktwirtschaft) besser, als wenn das von oben aufoktroyiert wird (Planwirtschaft). Jedenfalls hat letzteres noch nirgendwo funktioniert, was nicht bedeutet, dass ersteres perfekt wäre.

    Ist ja auch immer ein Diskussionspunkt, den ich mit Greg habe. Er meint immer noch mehr regulieren würde es stabiler machen. Das sehe ich eben nicht, deutlich weniger regulieren würde es imho eher stabilisieren.

    Das wir zu wenige Regeln hätten ist imho ein Märchen, das Politiker gerne verbreiten, zumal es ja ihre ureigenste Aufgabe ist Gesetze zu erlassen und die Rahmenbedingungen damit zu setzen.

    Das scheint aber, auch hier, partout nicht konsensfähig zu sein und führt zu einer Art Glaubenskrieg.

    Mich wundert immer wieder, was die Leute nicht so alles glauben regeln zu können, ohne dabei die negativen Konsequenzen zu kassieren.

    Dass wir es hier alle gut meinen, dürfte ja außer Frage stehen, die Frage ist nur, wie wir es am besten machen.

    Wir haben uns eben schon lange von dem ordoliberalen Rahmen wegreguliert, der einst Grundlage für den Wiederaufstieg Ds nach dem Kriege war. Es ist im Übrigen, aus meiner Warte, nicht im Sinne „des kleinen Mannes“, alles haarklein zu regulieren, diejenigen blicken doch als erstes nicht mehr durch.

    Mein Plädoyer daher, auch im Sinne von mehr Gerechtigkeit, WENIGER Regeln, einfacher, effizienter, ganz einfach.

    Gruß
    Pampa

  5. Das ist in dem Sinne kein Modell wie in VWL, sondern schlicht Technik, eben OR. Die ist natürlich nur so gut wie der Datenfeed und die Annahmen die Zukunft betreffend, sofern Wahrscheinlichkeiten verarbeitet werden.

    Im Prinzip eine der Grundannahmen der BWL: Also entweder willst du was maximieren, oder minimieren. Meinetwegen den Gewinn maximieren, oder irgendwelche Kosten minimieren, alles unter Restriktionen, ganz wertungsfrei.

    Beides gleichzeitig machen zu wollen geht so schon mal rein technisch nicht. Also die Gewinne zu maximieren und dabei die Kosten zu minimieren führt zu keinem Ergebnis. Wenn wir das jetzt auf VWL übertragen wollten, hieße es meinetwegen

    Max Gesellschaftlicher Gewinn

    unter den Restriktionen meinethalben:
    1. Die sozial Schwachen sollen gehalten werden
    2. Die Umwelt möge geschützt werden
    .
    .
    .
    n. Was auch immer.

    Das ist so funktional offensichtlich nicht zu lösen. Das Max Profit bezieht sich also auf einzelne Unternehmen, daher ja BWL.

    Das kann man nun gesellschaftlich anprangern, aber letztlich wird jede Privatperson und jedes private Unternehmen versuchen, möglichst viel Profit zu erlangen, ohne dabei seine Lebensgrundlage zu zerstören.

    Kannst Du Dir ja auch so vorstellen, kein Unternehmer will seine Mitarbeiter demotivieren, es will aber auch keiner zu viel bezahlen und damit seine und die Eistenz seiner Mitarbeiter damit aufs Spiel zu setzen.

    Das ist natürlich ein Widerspruch in sich, mehr oder weniger je nach Thema ein Zielkonflikt. Max Profit ist eben eine technische Vorgehensweise ohne moralischen Hintergrund wie auch immer. Den Mitarbeitern von meinetwegen Schlecker ist ja auch nicht damit geholfen, dass die Firma unterging. So war das mit Max Profit eigentlich mal gedacht, aber OR ist eben eine Technik, um Prozesse zu gestalten. Es ist relativ, nicht funktional, aber das haben wir wirtschaftlich immer wieder, wenn wir versuchen abstrakte Mathematik, gar nur funktional, auf das Wirtschaftsleben zu übertragen.

    Da haben sehr viele Naturwissenschaftler Verständnisprobleme mit, denn WiWi ist eine Geisteswissenschaft, die sich allerdings mathematischer Methoden bedient.

    Das führt auch hier imho immer wieder zu Missverständnissen, es gibt eben selten eindeutige Lösungen. Was ich aber generell gar nicht sehe sind diese Klassenkämpfe, welche seit Jahrzehnten politisch angezettelt werden. Es sind eben Interessengegensetze, die Kompromisse erforderlich machen. Das haben wir übrigens über Tarifautonomie halbwegs sinnvoll geregelt, also dort ohne Politik, Noch besser funktioniert es auf einzelwirtschaftlicher Ebene zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung. Was meinetwegen für ein Unternehmen wie VW darstellbar ist, könnte Opel aktuell umbringen, nur mal als anschauliches Beispiel ohne Analyse.

    Es gibt übrigens auch nicht „die Banken“, sehr unterschiedlich, aber den Kapitalmarkt! Kleiner Unterschied. 😉

    Gruß
    Pampa

  6. @ Pampa,

    oaach, Du wolltest doch getröstet werden,

    einmal Turbokapitalismus streichen wir und
    nehmen stattdessen:

    Verwahrlosungs-Kapitalismus,
    SIFF-Kapitalismus,
    Not- und Elends-Kapitalismus,
    Anarcho-Fiffinanz-Flohmarktkapitalismus,
    Raubtierkapitalismus,
    Casino-Kapitalismus,
    hightech basierter, refeudaler Kapitalismus,

    entschuldige, mehr fällt mir auf die schnelle nicht ein.

    Schönen Gruss aus der Welt der Staatsbankrotteure, Zamir

  7. Ja sicherlich Pampa, man kann natürlich immer wieder sagen: „Angenommen es sei…“ aber ob es auch wirklich so ist, wird nicht diskutiert, wird nicht hinterfragt. Da werden die absurdesten Annahmen in die Modelle eingebracht und hinterher im Ergebnis kommen dann realitätsferne Schönfärbereien raus.
    Die Realität mag noch so in Kontrast geraten sein zu diesen schönfärberischen Modellen, man lässt es nicht an sich heran. All die realitätsfernen Teile, die den Modellen widersprechen, dort nicht hinein passen, werden einfach ausgeblendet. Man gerät in einen zunehmenden Realitätsverlust – und das wird dann an den Hochschulen und Universitäten in der ganzen Welt gelehrt.
    Für den Laien ist dies gar nicht vorstellbar was da im Gewand von Wissenschaft geschieht.

    Aber Pampa, ein zunehmender Anteil der Bevölkerung lässt sich nicht mehr blenden. Und auch in den Hochschulen und Universitäten regt sich zunehmen Widerstand gegen diesen Absolutheitsanspruch von Marktgesetzen neoliberal geprägter Ökonomie.

  8. @Klaus
    Ich habe nicht mathematisch abstrakt geantwortet, sondern nur mal dargelegt woher Max Profit kommt, aus Operations Research (BWL). Das hat mit VWL oder Moraltheologie nichts zu tun.

    Also bitte entschuldige, wenn ich nicht in Deinem Sinne geantwortet habe. Was es in diesem Zusammenhang mit „Mensch und Natur“ auf sich haben sollte, keine Ahnung. Das musst Du selbst wissen, aber Max Profit brachte ich ja mal, worauf genüsslich drauf herum geritten wurde.

    Max Profit ist die Zielfunktion, die es unter Restriktionen zu optimieren gilt. Das macht man z.B. über Pivotisierung, was natürlich ein mathematisches Verfahren ist. Kannst Du zum Beispiel über den Excel Solver machen.

    Das ist alles. Wie soll ich denn sonst darauf antworten? Das ist ein technisches Verfahren Klaus. Du kannst es Dir auch mit einer Min-Funktion vorstellen, meinetwegen minimiere den Zinsaufwand, wenn Du bei 20 unterschiedlichen Banken unterschiedliche Limits hast und Zinskonditionen erhältst, um Deinen Liquiditätsbedarf darzustellen. Dann geht man eben her und optimiert das, in diesem Falle Min Zinsaufwand.

    Max Profit ist ebenso, machst Du ja wohl auch, wenn Du diverse Möglichkeiten für Aufträge bei begrenzten Ressourcen hast.

    Wir reden wirklich aneinander vorbei, aber an Max Profit ist nichts böse. Meinetwegen setze für Profit Dein Anliegen ein, was auch immer, Max Lebensqualität, nur wirst Du das schwerlich gerechnet kriegen. Aber ja, es ist ein mathematisches Verfahren, das Du scheinbar falsch zu verstehen scheinst, zumal Du das offensichtlich falsch oder dann eben anders interpretierst.

    Aber es scheint ja fast schon egal zu sein, was ich hier tippe, Du springst ja sofort auf alles negativ an.

    Nichts für ungut …
    Gruß
    Pampa

  9. Pampa, und wieder antwortest du mathematisch abstrakt, ohne mit klaren und allgemein verständlichen Worten auf meine Frage (19:40) ein zu gehen.
    Wie bereits gesagt, mit dieser Art von Sprache werden wir auch in Zukunft immer aneinander vorbei reden.

  10. Eyss… wart´s ab, ich halt ihn Dir schon wieder rein,…. den Stecken ins Vorderrad von Deinen Ratio-Speichen an Deinem Velo, – da bist´e dann wieder vier Wochen auf Reha !…

    Der Magier, dem geht´s bestimmt wie mir: der hat heut´ schon in den Spiegel geschaut und sich gefragt: „Ey, kennst´e Den?“

  11. Turbokapitalismus, ts, eine Sprache haben wir hier wie bei den Jungsozialisten anno 1968. Irgendwann könnte mal ja mal was gelernt haben.

    Gruß
    Pampa

  12. Nein Klaus, das ist eine grundlegende ökonomische Determinante im OR: Entweder bei gegebenem Mitteleinsatz den Profit maximieren, oder bei vorgegebenem Ergebnisziel die Kosten minimieren.

    Eigentlich Grundstudium BWL: Eine Zielfunktion unter Restriktionen zu optimieren, entweder Min oder eben Max. Reine Technik, Min/Max gibt es nicht, jedenfalls theoretisch nicht. Rein praktisch argumentieren aber viele so, speziell Gewerkschaftler mit Hang zur Sozialromantik.

    Gruß
    Pampa

  13. Wieso kommt mir Ghost so „merkwürdig“ vor?
    Vehemente Starnberg-Verteidigung, angeblich riesige Industriekarriere
    in Verbindung mit DIESEN Einblicken in seine Erkenntnis- und Meinungswelt.
    Unter den Leuten die ich in Positionen (seiner angeblich vergleichbar) kennenlernen konnte, findet sich ein solches Exemplar kein zweites Mal. Auch nicht unter den weit mehr Exemplaren dieser angeblichen Stufe der Karriere die meine 2 Sprösslinge kennen lernen konnten.

  14. @ Immer
    Fangen wir womöglich noch an, miteinander zu „schmusen“? 😉
    „Erotik“, was auch immer … im Alter“!
    DAS wär ein „Fressen“ für Tragic! 😉

  15. Eysel 16.26 Uhr

    „Eine der GOLDENEN Seiten des Alters.
    Ein klein wenig weniger „verstrickt“ zu sein.“

    So isses, Eysel, ich geniess es in vollen Zügen, meinen Nektar sauge ich vornehmlich aus dem Zusammensein mit Jugend, meine Schludrigkeit, habe ich ebenso Denen zu verdanken. …

    +

    ghost, Klaus u. Eysel 23.24 Uhr

    * dem marktliberalen Katechismus gehuldigt
    * im „heidnischen“(…) Zeitalter
    * Turbokapitalismus
    * Marktgott
    * Marktgesetz und das Paradies auf Erden
    * Glaubensbekenntnis des Marktes
    * Unbarmherzigkeit und Unerbittlichkeit die Rückzahlung
    * die modernen Priester der Ökonomie

    Haut rein! lasst´s krachen! Guxx´st Du unter die 20-jährigen, knapp an der Dingens vorbei, der Puberität, die ha´m die gleichen Sprüche drauf ! Ich kriech mich nicht mehr, Klaus, … ich folge Dir, egal wohin Du trabst, ächt! Wo steht er, der Himmel auf Erden, ich bin dabei!

    PS: … gibt´s da auch Jungfrauen…?

  16. „Gott ist jetzt der alles regelnde und über alles herrschende “Markt”, dem Messias wird mit dem marktliberalen Katechismus gehuldigt,“

    Hm, ghost, wo bleibt denn bei dieser Betrachtungsweise der „Mops“? Der frisst jetzt sogar die Rente, wie wir von Tichy gelernt haben und wenn Du morgen aufwachst und alle induzierten Leistungen einrechnetst, kann die Quote vom fetten Mops bei über 50 % sein,…. würdest Du dann immer noch vom alles herrschenden Markt reden?

    +

    Tichy sagt: ….“Wenn die Kasse voll ist, wird sie leer gemacht, auch wenn alle mit Sinn und Verstand davor warnen. Ist sie ratzeputz leer, wird etwas gespart; aber sobald auch nur ein Bodensatz in der Kasse liegt, werden neue Benachteiligte erfunden, die unbedingt beglückt werden müssen, auch wenn absehbar ist, dass es morgen schon wieder vorn und hinten nicht reichen wird und übermorgen gekürzt werden muss – was dazu führt, dass für die, die wirklich Hilfe bräuchten, leider, leider nichts mehr da ist. So wird ausgeteilt, umverteilt, zurückgenommen, gesteigert und gekürzt, bis am Ende alle ärmer sind.“

    Um dies zu verstehen, brauchen wir nicht zurück zur Antike, da reicht das kleine Einmaleins und die fünf Finger Deiner rechten Hand, um abzuschätzen, was bei geballter Intelligenz alles möglich ist. Was hat das mit Turbokapitalismus zu tun?, …. ich würd´ eher sagen ´Doofkappen-Elitarismus`! …und wenn Du nach neuen Religionen fragst, die haben wir doch schon lange: Wir glauben fest daran, dass uns das Überleben gesichert ist, wenn wir auf unsere hochenergetischen Glühbirnen verzichten und statt dessen Energiesparer in unsere Fassungen, oben, in die Birne einschrauben…

    +

    „Aber gibt es bis heute eine Alternative?“

    Die Entdeckung der Natalität und Mortalität gehört zu den Grundbedingungen unseres Selbstverständnisses, hat Hannah Arendt 1958 festgestellt….mit dem Kinderkriegen sieht´s bekanntermaßen schlechter aus, als im alten Rom,… und wer redet heut´ werbewirksam vom Sterben? tsss, igitt!

    Wenn der aber das nicht tut, dann wird er sich selbst fremd, der Mensch…

    – mir geht´s jetzt schon so, wenn ich morgen in den Spiegel schau, da frag´ ich mich doch manchmal: „Kennst´e Den?“

  17. @ Ghost 20:49
    „Turbokapitalismus hat die christliche Religion weitgehend ersetzt“
    halte ich für eine dramatisch inszenierte, realiter durch nichts zu rechtfertigende lediglich Naive ansprechende populistische Unterstellung.
    Psychologisch geschickt lediglich den Vorwurf spiegelnd, exzessives Gutmenschentum und Altruismus hätten quasireligiöse weltfremde Züge angenommen. (Kurzform)
    Wo ist in dem was (bereits präjudizierend) „TURBO“-Kapitalismus genannt wird das Charakteriskum irgendeiner Form vonTranszendenz (Jenseitigkeit) enthalten?
    Wo ist eine Sinngebung enthalten?
    Irgendein spiritueller Aspekt?
    Den klassischen Charakteristika einer Religion?
    All die aufgeführten Charakteristika sind dagegen in dem mit der obigen Behauptung scheinbar abgewehrten Konzept enthalten.
    Das zweifellos populäre Konzept der Behauptung Kapitalismus hätte religiöse Züge ist nichts als ein Verwirrspiel für die die die Welt gerne einfach hätten und nach der Vorstellung geschnitzt, „der Mensch ist gut, nur der ANDERE der „ungeregelt“ gewissen (und seien sie noch so ursprünglch menschlich“ Veranlagungen nachgeht, sei „schlecht“. Eine Vorstellung vom Menschen die unterstellt er sei nur dann vollständig „gut“ (kontrolliert), wenn er (von einer Instanz) vorgegebene Regeln makellos befolgt. Eine zutiefst „diktatorische“ Vorstellung die 1. unchristlich ist, 2. unmenschlich, 3.weltfremd.
    Dein Horaz-Einwand Ghost, „bereichert euch, die Moral kommt zuletzt“ ist gerechtfertigt. Allerdings unterstellt er die zutiefst dekadente spätrömische dem Untergang geweihte Gesellschaft. Soweit einverstanden.
    Insofern allerdings „schräg“ als dieser Satz gemünzt ist auf eine spätrömische Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur. Eine völlig andere als unsere (AUCH in gewisser Hinsicht dekadente) Gesellschaft.
    Dekadent heute in dem Sinne dass SEHR Viele vom Staat die Lösung all ihrer Probleme erwarten, sich an dem was Staat zu bieten hat „anstrengungslos bereichern“ wollen. Die Zahl derer die sich heute (ganz anders als damals, heute nämlich unter härtestem, Margen verkleinerndem Wettbewerb) an Anderen bereichern wollen ist dagegen verschwindend gering.
    Ghost, du tust so als hätte es jemals ein Zeitalter gegeben in dem Mensch NICHT auf seinen Nutzen aus gewesen wäre. DAS ist Schönfärberei, Geschichtsklitterung. Selbst in Zeiten des Kartoffel-Stoppelns gab es – neben den einzelnen sehr menschlichen Taten -in aller Regel härtesten Wettbewerb um die letzten auf dem Acker übersehenen Kartoffeln. Berichtete meine Mutter aus der Distanz. Sie hatte das Glück Metzgerstochter in einem Dorf zu sein. Konnte das Treiben der ausgeschwärmten Städter deshalb deshalb relativ distanziert beobachten.
    Ausserdem, um dir klassisch mit Plautus zu begegnen:
    „lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit.“
    Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
    Kein Mensch, der das nicht weiss.

  18. @Ghost

    Wie ich an deinen Zeilen, kannst du mir folgen.
    Nun, zwei Unterschiede zwischen kirchlichem Gott und Marktgott sind allerdings auffällig.
    Der erste Unterschied besteht darin, dass bei der Erfüllung göttlicher Gesetze das Paradies im Himmel winkt, während bei der Erfüllung der Marktgesetze das Paradies auf Erden versprochen wird.
    Das kirchliche Versprechen ist schwer überprüfbar. Man kann es glauben oder nicht. Das Versprechen der Ökonomie bezieht sich jedoch auf das Diesseits – und sollte entsprechend den Erfolgen oder Misserfolgen ihres Glaubenssystems auf Erden gemessen werden.

    Der zweite Unterschied liegt darin, dass zumindest das christliche Glaubensbekenntnis den „Schuldigern“ vergibt.
    >Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldiger<
    Das moderne Glaubensbekenntnis des Marktes tut das nicht. Es fordert vielmehr mit Unbarmherzigkeit und Unerbittlichkeit die Rückzahlung der Schulden von den Schuldnern. Vom Staat, von den Unternehmen, von den Haushalten, global betrachtet von ganzen Ländern
    Mit wenigen Ausnahmen, gewährt es keinen Schuldenerlass, sondern stellt harte Bedingungen, die an die Vergabe immer neuer Kredite geknüpft ist.

    Wie groß erscheint da der Fortschritt, den die Wissenschaft dem blinden Glauben und religiösen Fanatismus entgegengesetzt hat. Doch der Schein trügt! Denn auch die modernen Priester der Ökonomie fordern den blinden Glauben an die Gesetze des Marktes und der „wissenschaftlichen Vernunft“.

    Auch dir ein schönes Wochenende 🙂

  19. Klaus F 19:19
    „Überhöhung des Geldkapitals“
    Das stimmt leider, der Turbokapitalismus hat die christliche Religion weitgehend ersetzt und dabei sogar das hierarchische System übernommen: Gott ist jetzt der alles regelnde und über alles herrschende „Markt“, dem Messias wird mit dem marktliberalen Katechismus gehuldigt, Apostel gibt es auch, sowie die vielen gläubigen Gemeindeschafe.
    Aber gibt es bis heute eine Alternative? Der Mensch ist nun mal kein Engel, auch kein geborener Gutmensch. Mit dem heutigen System sind wir lediglich einen Schritt zurück gegangen in frühere Epochen, in die Antike zum Beispiel. Da schrieb ein gewisser Horaz, ich zitiere: „Bürger, bereichert euch, die Moral kommt zuletzt“. Das war das spätrömische Rom. Man sagt, die Geschichte serviert nie dieselben Gänge, ich behaupte, das ist nicht so, sie serviert immer wieder dasselbe, nur in einem jeweils anderem Geschirr. Wir sind wieder zurück im „heidnischen“, auf Hedonismus und materiellem Zugewinn ausgerichtetem Zeitalter.
    Und wenn die Kirche sich darüber beklagt und anklagt, da kann man nur sagen: Ihr habt dazu beigetragen.

  20. Vertuschungsausschuss-Zwickauer-Brauart,
    dann werden diese verfehlungen mal geradeso in
    höchstministerlicher manier vom ärmel gewischt.

    @ Magier,

    dieses personal geht mir immer mehr aufs gemüt,
    vor allem die arroganz der macht und wenn sie nicht
    auf frischer tat ertappt werden, lügen sie bis
    zum jüngsten tag.

  21. @ Klaus,

    wie lange schreiben wir uns hier die finger wund,
    jeder hat das recht am eigenen körper die
    reaktionen des impfstoffes auszuprobieren.

    Wieviele verschiedene färbungen haben wir hier,
    unter uns zwölf apostel-Innen?

    Ooh, vorsicht im moment mit solchen
    parolen, denn sie könnten geladen sein.

    Mir machts auch keine freude mehr,
    wenn ein elite-projekt nach dem anderen
    an den baum fährt, achja Eysel meint es hätte
    mit den möglichkeiten menschlicher gesellschaft
    zu tun, na dann bin ich ja beruhigt.

    Schönen Gruss vom Vertuschungs-Zwickauer-Brauart, Zamir

  22. Ich nehme die Antwort vorweg.

    „max profit ist eine Funktion aus Operations Reseearch.“

    …die da lautet: „Maximaler Profit bei minimaler Moral.“

  23. „max profit ist eine Funktion aus Operations Reseearch.“

    Und? Inwieweit werden hier die „lebendigen“ Produktionsfaktoren Mensch und Natur gewürdigt?
    Haben sie den gleichen Stellenwert wie das „tote“ Geldkapital?

  24. Nach dem bundesverteidigungsminister hat der
    skandal um die zwickauer terrotzelle nun auch
    den CDU-Berliner-Innensenator erreicht.

    Hatte das Angelasche nicht im März noch totale
    aufklärung versprochen und nun nur
    noch duftzerstäubungs-manöver aus der
    partei vom alten Conny, pffffd.

    Schönen Gruss vom Lügendetektor, Zamir

  25. @ Eysel um 18:07 Uhr,

    Dein statement für den SIFF-Kapitalismus hätte
    nicht besser placiert sein können.

    Logischerweise ist ein knallharter wettbewerb
    die triebfeder des fortschritts, aber von kartellen und
    monopolen und sonderabsprachen auf höchsten ebenen
    scheinst Du wohl noch nie etwas mitgekriegt zu haben.

    Profit ist wohl sinnvoll, bei profit um jeden preis
    da hörts schon auf.

    Lässt Du die kirche im scheindemokratischen dorfe,
    das die betrügerischen, kapitalen pfeffersäcke unter sich
    aufgeteilt haben seit 1088, dann kannst Du dir
    das dosensüppchen fein und schmackhaft
    nach Gutsherrnart aufmachen und durch
    die zahnlücken schlürfen, mmh lecker-schmecker.

    Jaja, sabberlätzchen gab es damals auch schon, chichci.

    Schönen Gruss aus der Wurstküche, Zamir

  26. In unserem Gesellschaftssystem, welches in nahezu allen Bereichen durch das Geldkapital bestimmt wird, ist auch der Freiheitsbegriff fest an das Geldkapital gekettet.
    In der deregulierten Marktwirtschaft ist die Überhöhung des Geldkapitals tief verankert – ebenso wie die Erniedrigung von Mensch und Natur – und somit ist auch der Begriff Freiheit entsprechend ausgerichtet.

    Es geht nicht um die Abschaffung von Geldkapital, sondern um eine hinreichende Aufwertung von Mensch und Natur. Anders ausgedrückt, die Ausrichtung bei der einzelwirtschaftlichen Kosten- und Gewinnermittlung (die Freiheit von Max Profit) sollte mindestens in gleichem Maße für Mensch und Natur seine Würdigung finden.

  27. @ Pampa + Eysel,

    mische mich eigentlich nie gerne in
    laufende verfahren ein, aber dies
    ist der moment, da müsst Ihr einfach
    mal mitdenken, vielleicht ein wenig
    um die ecke und etwas abstract.

    Nicht überall wo nutella draufsteht,
    ist auch die gesundheit mit im spiel.

    Schönen Gruss von der Souffleuse, Zamir

  28. @ Klaus
    manch Einer ist verflixt schnell bei der Hand,
    jeglichen Wettbewerb womöglich Freiheit als „max profit Prinzip“ darzustellen, abzutun. Jeden Verteidiger liberalen Prinzips als „max profit Typen“ zu stilisieren. Damit gleichzeitig in dieser Gesellschaft zu diskreditieren. Damit den Sinn dieser urmenschlichen Triebfeder namens Wettbewerb (ein „Ableger“ des Wunsch nach Selbsterhaltung), die Quelle jeden nicht nur technischen sondern sogar jeden zivilisatorischen menschlichen Fortschritts zu leugnen.
    Ist DAS wohl gerechtfertigt???
    Wer von Freiheit spricht, gleichgültig ob er sie für elementar oder für „halb so wichtig“, für sekundär hält, dabei aus dem Auge verliert, dass sie GRUNDSÄTZLICH – so wie wir sie im Zeitalter nach der „Erfindung“ der Menschenrechte sehen – und ganz selbstverständlich einbezieht, dass Freiheit niemals grenzenlos sein kann (weil sonst keine Freiheit im menschlichen Sinne sondern Anarchie) sie IMMER mit Selbstbeschränkung einhergehen MUSS,
    der hat wahrhaftig NICHTS von den Möglichkeiten „menschlicher Gesellschaft verstanden.
    Leider ist dieser Aspekt (der selbstverständlich jeglicher Freiheit inne wohnenden Selbstbeschänkung) vielfach unter die Räder gekommen.
    Wird in KEINSTER Form auch nur wahrgenommen.
    Geradezu regelmässig unterstellt dem sei NICHT so.
    All zu schnell einem Freiheit-Verteidiger unterstellt wird
    ein „max profit Typ“ zu sein unterstellt wird
    Ob es sich bei dieser „Auslassung“ um ein Missverständnis
    oder um Nichtwissen, oder um eine bewusste, vorsätzliche Fehlauslegung zum Zwecke der Diskreditierung engagierter Verfechtern des Prinzips Freiheit handelt, das lasse ich offen.
    Das mag von Fall zu Fall ganz unterschiedlich sein.

  29. Glaube ich, dass eventuell der Clash der Civilisationen
    läuft, auf vollen touren?

    Samuel Huntington hat darüber bereits vor jahren
    geschrieben.

    Und dieser clash läuft nicht nur in der arabischen
    welt, vielleicht auch bei uns zuhaus in tichytown,
    abwarten und teer trinken, odda?

    Schönen Gruss von einer friedfertigeren Welt, Zamir

  30. Pampa, warum wohl vermeide ich seit geraumer Zeit den virtuellen Dialog mit dir?
    Weil du eine sachliche Auseinandersetzung immer wieder zu gerne auf die persönliche Ebene reduzierst. Das ist hier ein „öffentliches Medium“. Hier kann „jeder“ mitlesen. Ich weigere mich diesen Seelenstrippteas mit zu machen. Und was du dabei als „auf die Füße treten“ bezeichnest, geht all zu häufig unter die Gürtellinie.
    Es geht nicht um Mimosenhaftigkeit, es geht um Anstandswahrung und die Netz-Nettiquette – und seien die Meinungen noch so verschieden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

    Ich habe dir schon einmal versichert, ich hätte in privater Sphäre kein Problem damit mich dir auch privat zu öffnen, sofern das Zwischenmenschliche funktioniert. Jedoch verwehre ich mich dies in unangemessener Art und Weise im weltweit geöffneten Festern des anonymen und kalten Internets zu tun.

    Bleib einfach auf der sachlichen Ebene und ich trete gerne mit dir in einen Dialog. Wobei ein Spaß, ein Witz, zur Auflockerung immer dazu gehören sollte, solange er auch als das erkennbar bleibt.

    Eigentlich doch nicht schwer, oder?

    p.s:
    Deine Frage: „Hm, wir beide sind ja nicht besonders Homosexuell, also ginge es sowohl in Deinem wie meinem Sinne ohne Sex?“

    Bedenke, hier liest sicherlich auch der ein oder andere Jugendliche (Kinder) mit, oder Menschen, die sich durch deine sexistischen und teilweise herablassenden Äußerungen gekränkt fühlen.

    Pampa, noch mal, wir befinden uns hier in der Öffentlichkeit – öffentlicher geht’s nicht!
    Deshalb meine Gegenfrage, die mir schon seit einiger Zeit auf der Seele liegt: Läufst du bei euch im Ort auch ständig mit offener Hose rum?

    Trotzdem hier meine Antwort auf deine Frage: Ein Gentleman schweigt und genießt 😉

  31. @ Pampus 13:06
    schon lange sonnenklar das Problem der (L-)Versicherer auf der Anlageseite. – Hatte auch mal einige LVs. Aus ca. 1980. Damals ausschließlich unter dem Gesichtspunkt Familienabsicherung. Meine letzte wurde mir zum vor reichlich 2 Jahren ausbezahlt. Gott sei Dank. Da war der Ganantiezins noch halbwegs.

    Das Drama ist doch, dass „finanzielle Deppen“ (Politiker) ausgezeichneten Profis (ich rede nicht vom Zweigstellenleiter) vorschreiben wollen und SOLLEN (nach des Volkes lauter Stimme) was und WIE sie es zu tun haben. Dass selbst ein Draghi – von dem ich mir nicht vorstellen kann dass er NICHT weiß was er tut) – sich von den Deppen von Politikern „einfangen“ bzw. „kaufen“ lässt; nicht anders als das letzte Flittchen ich für ein paar dümmliche Komplimente, ein paar Blumen und ne Flasche Eau de Puff von irgendeinem Schmierleps einfangen lässt. – Zu seiner Ehrenrettung könnte man bestenfalls anführen, dass er NOCH Schlimmeres verhindern will.

    @ Immer 13:48
    weil speziell Poulain AUCH (zum Teil des Systems wurde) indem er sich hat von der Politik einfangen lassen. Nun, alt und weise und von niemandem nichts mehr erhoffend, DARF er (endlich) ehrlich sein.
    Siehe EBENFALLS eine Reihe anderer Politiker.
    Fällt mir spontan als deutliches Beispiel ein: Wolfgang Clement.
    Eine Erfahrung die ich übrigens auch mache:
    Mit einem gewissen Alter, einer gewissen Erfahrung sinkt die Bereitschaft auf alle möglichen „Zusammenhänge“ Rücksichten zu nehmen, Kompromisse zu machen, sich zu verbiegen.
    Eine Befreiung.
    Eine der GOLDENEN Seiten des Alters.
    Ein klein wenig weniger „verstrickt“ zu sein.
    Wer behauptet NICHT verstrickt zu sein, zumindest manchmal zu viele Rücksichten zu nehmen,zu viele Kompromisse einzugehen, der werfe den ersten Stein.
    ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
    Was für eine Schmierenkomödie: Draghi im Bundestag!
    ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
    Und weit weg von allen Details: Rudyard Kipling
    „Es ist nun einmal so: Gerade dem Helfenden wird die Hilfe übel genommen. Die Tatsache, dass er helfen kann, dass man selbst hilfsbedürftig ist; dass er hilft, beweist doch seine Überlegenheit, also seine Hassenswürdigkeit. Das hat sehr wenig damit zu tun, ob man Kolonialmacht oder Supermacht ist, Moslem oder Christ, Rassist oder Gutmensch. Noch einmal Kipling an die Adresse Amerikas:
    Schultert die Bürde des Weißen Mannes – / die Kindheit ist vorbei – / Mit ihr der leicht errungene Lorbeer / Mit ihr auch Lob ohne Missgunst. / Nun wird eure Mannhaftigkeit geprüft, / Nun kommt Undank, Jahr um Jahr, / Und zusammen mit teuer erkaufter Weisheit / Das kalte Urteil der Mitmenschen!
    So manches mag sich ändern. Der heutige Mob ist mit Handys bewaffnet und bezieht seine Desinformation aus dem Internet. Aber das Grundsätzliche ändert sich nicht. Wer die Freiheit und die Zivilisation bringt, erntet den Hass. Denn diese Leute können keine Handys herstellen, und sie wissen das. Sie wissen nicht, wie das Internet funktioniert, und sie ahnen das. Sie sehnen sich nach der bequemen „ägyptischen Nacht“ der geistigen Knechtschaft und wissen doch, dass sie nicht wiederkommt.“
    http://www.welt.de/kultur/article109217261/Wo-die-ausgestreckte-Hand-des-Westens-verbrennt.html

  32. Pampa, ich weiss, nein, ich bin überzeugt nach vier jahren Ruumgehüpfe auf den Allmendewiesen Titoniens, dass du kein böser Kerl bist, die bist ein gemütvoller netter Gierhals;-)
    ..
    Warum man wohin geht, kann man sicher fragen, weshelab man wo bleibt sollte man wissen, wer von der Ebene gemütbesäuselter Klischees je in seinem busschen Leben runtergekommen sit, für den ist das „weshalb bleiben?“ wichtiger als das warum wo hin.
    Dir ist vielleicht bewusst, du sprichst zu diesem Thema mit einem ziemlichen Experten, in aller Bescheidenheit(!). Die Lebensläufe, die ich besonders gut kenne, sind solche, in denen sich die Menschen irgendwann entschlossen haben. Genug. Nichts wie weg. Da spielte Geld oder Liebe eune oftmals nachgeordnete olle.
    ..
    Aber lassen wir das mal Der Amerikaner David Clay large hat bereits vor einigen jahren ein aufschlußreiches Buch geschrieben:
    Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung.
    In der „Kurzbeschreibung“ wird bei Amazon wie folgt untertitelt:
    „Die Entwicklung Münchens vom ‚Isar-Athen‘ zur ‚geistigen Hauptsadt‘ des Dritten Reiches“
    Du hast völlig Recht, Stier, in der Eifel kann dir das nicht widerfahren…
    ..
    Zum Familienfreundeskreis hier in C, gehört die Familie Müller, derer von Max Müller, Evangelische Buchhandlung…der 91-jährige noch quicklebendige Patriarch ( ein noch immer sehr engagierter Freund und Wegbegleiter von Stefan Heym, beide Ehrenbürger der Stadt C.).
    Mit den Müller waren wir vor nicht ganz zwei Wochen in der Eifel, in Trier, Antikenfestspiele, Herkules und die Römer;-))… wäre was für dein Heldengemüt gewesen, werter Stier, wir hatten blendendes Wetter, waren im Hotel Kockelsberg untergebracht, einem Traditionshaus, auf dem hügel oberhalb der Römerbrücke, das Wochenende war wundervoll, ich bin selten so angenehm gereist….
    Was ich dir sagen will, es kommt immer auf die Menschen an, pampastier, nicht auf die Mathematik, nicht auf irgendwelche algorithmenschwangeren Glaubensbekenntnisse, du kennst nur die Freiheit, du findest es zwar toll, wenn ich Janis Joplin hier einspiele it „Freedom is just another word for nathing left to losse…“ aber
    hast auch mal darüber nachgedacht, mit offenen Augen, ohne den ganzen Klischeekleister;-9
    Nichts für ungut, du bist ein guter Kerl und wenn du mich nicht gerade davon abhälst, eysel davon abzuhalten hier über die Weggefährten im Felde Titonien herzufallen, (insbesondere mad) haben wir schon manches Tänzchen auf die Fläche gezaubert. Odda.
    ..
    die „Bekenntnisse“ von Ghost gefallen mir immer besser….übrigens der alte Gottfried hat eine Seesel, links die headphones, rechts drei Karaffen mit Whisky, Cognac und Port und whe, die Gläser stehen nicht in Griffweite .. he’s a kind of magic, pampa.

    Grüße vom Nürburgring °;°.

  33. Klaus, ich habe keinen Gott, wenn dann einen christlichen, wobei ich da kaum einen Unterschied zwischen den monotheistischen Kulturen sehe.

    „Wirtschaftlich“ über die Jahre gesehen, wie Du meinst. Zur Wirtschaft gehören unterschiedliche Meinungen, wie anders könnten Kurse ebntstehen?

    Auch wenn es hart ist Klaus, vonn meiner Seite aus können wir nach wie vor mit einem Alt, Kölsch, Weißbier Weiß- oder Rotwein, was auch immer anstoßen.

    Das ist natürlich einmal so, es gibt unterschiedliche Sichtweisen.

    Jedenfalls bin ich Dir offensichtlich mal mit irgebndwas auf die Zehen gelatscht. Was auch immer das war, Dich oder die Deinen beleidigen oder Euch zu nahe treten wollte ich nie. Solltr das geschehen sein, so bitte entschuldige.

    Das Feinempfinden hat meiner Erfahrung nach wirklich kulturelle Hintergründe. Was man so als Altbayer für normal hält, da ist der NRWler schon auf den Barrikaden. Das ist noch nicht mal böse gemeint, eher ein Missverständnis.

    Allerdings, mal aus meiner Warte, Du bist ziemlich schnell beleidigt und dann auch noch eingeschnappt, also sage mir doch einfach mal, was Dir nicht gepasst hat, dann entschuldige ich mich und dann köönte es ja auch wieder gut sein, meinst Du nicht?

    Hm, wir beide sind ja nicht besonders Homosexuell, also ginge es sowohl in Deinem wie meinem Sinne ohne Sex? Wenn Du in Düsseldorf ein Kölsch bestellst, bestelle ich in Köln ein Alt, da müssen wir aber zusammen halten Klaus, sonst beziehen wir Prügel.

    Wir können auch ein Weißbier trinken, Schneider-Weisse würde ich sagen. Da nehmen wir Eysel mit, der sich noch immer fragt, wie denn das Bier heißt, das er so gerne trinkt.

    Die Brauerei Schneider-Weisse war uns in Studentenzeiten stets zu Diensten. Wir halfen organisatorisch in Slowenien aus.. Wir bekamen jede Unterstützung der Brauerei, auch von anderen, von Caritas, Maltheser, Kirche, Staat, regionalen Unternehmen, was auch immer.

    Aber Schneider war immer für uns da, zwei Brezn, zwei Weißwürascht, zwei Weißbier + Brauereiführung, Firmenvertretung, also echt, absolut Top!

    Eigentlcih mag ich gar kein Bier, schon gar nicht Weißbier, ich wäre eher so ein Fan von der Müller … ein Milch-Bubi. 🙁

    Gruß
    Pampa

  34. @ Klaus F.,

    unser wissen ist nicht vorhanden,
    wenn es in irgendwelchen schubladen
    und bibliotheken vor
    sich hingammelt.

    Gruss Zamir

  35. Pampa, um es mit einem Satz auf den Punkt zu bringen:
    Solange „Max Profit“ dein Gott darstellt und der Mensch, sowie seine natürliche Lebensgrundlage, sich diesem deinen Gott zu unterwerfen hat, solange wird sich unsere Denkweise nie annähern können, denn ich hinterfrage deinen Gott.

    In diesem Sinne erübrigt sich die Fortführung eines Dialogs zu diesem Thema.
    Heißt ja nicht, dass es auch andere Themen gibt, wo sich unsere Interessen treffen könnten. Glaube aber über die Jahre erkannt zu haben, da gibt es leider nicht so viele, zu mal wir uns hier in einem Wirtschaftsblog befinden.

    Nichtsdestotrotz ein schönes Wochenende 🙂

  36. … mathematische Modelle, ich, Klaus? Etwas zu beherrschen bedeutet nicht etwas zu glauben.

    Das trifft ja eher auf Dich zu, Waver …

  37. Magic,

    ich will Dir persönlich nicht zu nahe treten, aber warum bist Du eigentlich nach Chemnitz und in den Staatsdienst gegangen?

    Okay, geht mich nichts an, war auch noch nie dort, aber fasse es einfach mal als Einladung zur Werbung auf.

    Okay, seien wir fair, warum ich nach FFM ging, Pecunia non olet und die Aufgabe reizte mich. Was aber zieht einen nach Chemnitz?

    Das Weib?

    Magic, Weiber gibt es wie Sand am Meer, aber ich verstehe Dich schon, an Deiner Stelle würde es mich in die Eifel ziehen. Sag Xantippe ohne h doch mal, na komm Kinder aus dem Haus, wir beide, nochmal neu, komm mit, etwas verfremdet, and here we go again on ower own, like a twister we were borne to walk allone.“

    Was meinst Du? Du bist nicht unebdingt glücklich in Sachsen Moselfranke, zeige Deinem Mädchen Deine Heimat! Meine ich, ohne bösartig sein zu wollen. Denke mal darüber nach, Trier, Mosel, Aachen, Koblenz, Bad Neuenahr, Bonn, Brühl, Köln na?

    Gruß
    Pampa

  38. „…jedenfalls habe ich Dich immer so interpretiert,…“
    „…also was willst Du? Mir ist das überhaupt nicht klar.“

    Verabschiedet dich von deinen mathematischen Modellen und der dadurch realitätsfernen Denkweise, sowie der akademische verklausulierten Wissenschaftssprache und kehrt zurück zur allgemein verständlichen Sprache und Begrifflichkeiten.
    Das wäre zunächst mal der erste Schritt!
    Dann wird dir auch klarer was ich hinterfrage und du könntest die zukunftsweisenden Alternativvorschläge, die ich zur Diskussion stelle, auch richtig interpretieren.

    So aber werden wir auch weiterhin völlig aneinander vorbeireden.

  39. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer..und pampas song for bride on his on account..
    Einer meiner besten Freunde aus meiner schwäbischen Schaffensphase war der Boss von Price Waterhouse damaös noch ohen etc.. Ich habe ihm, einem Engländer durch und durch, damals eine „kleine Datsche“ an der Algarve finanziert und im Tennis immer die letzte Schnitte gelassen, sowas verbindet selbst Deutsche und Briten.;-) Sein größter bester und Top-Kunde war IBM…
    Am Rande manch kulinarischer Doppel-und Dreifachbelastungen, die wir gelegntlich zugemutet haben, schüttelten wir gemeinsam unsere weisen Häupter über die Neigung der Deutschen zu Bürkratie und Regelei.
    Selbst nach dem dritten Gang waren wir uns immer noch sehr einig, was uns aber nicht davon abhielt mit dem Verdauungshilfe durch den Zigarillorauch auf all die Geister anzustoßen, die fleissig dabei waren und heute noch sind, viele viele Steuerregln zu erlassen, … sie schaffen schließlich die Voraussetzungen dafür, dass mein guter Freund die Esssensrechnung immer bezahlen konnte und ich nie ein Problem hatte mit der Führung seiner Konten;-)))
    Seinen 50. Geburtstag haben wir dann mit an die 100 Zeitgenossen im Elsass gefeiert, die Attraktion im Rahmenprogramm war ein Zauberer, ein erstklassiger Illusionist….it’s a kind of magic.^;°

  40. Klaus
    auch wenn ich Dir mal irgendwo auf die Füße mit meiner – okay – jedenfalls nicht politisch korrekten Art getreten sein mag, jedenfalls habe ich Dich immer so interpretiert, bei Deinem Steckenpferd Geldsystem, Du wolltest das an irgendwas koppeln, da liegt eben immer Goldsystem auf dem Tisch.

    Gut, wenn Du das nicht willst, ich auch nicht, also was willst Du? Mir ist das überhaupt nicht klar.

    Nur soviel, meine Vorstellung wäre jedenfalls, haltet Euch verdammt noch mal an die Regeln! Es ist doch nicht das System, sondern einfach ein Mindestmaß an Anständigkeit, Regelkonformität. Auch wenn ich gerne und exzessiv über Regeln lästere, ich halte mich schon daran.

    Allerdings finde ich, wir brauchen nicht immer mehr davon, sondern weniger und bessere.

    Mann Gottes, vielleicht kriege ich das nicht rüber, aber der normale Bürger ist doch ziemlich anständig, kein potenzieller Verbrecher.

    Was sagen denn die Waves? 😉

    Darf ich Dir mal einen professionellen Rat geben? Höre auf zu zocken, lege einfach in line an, aber das musst Du selbst wissen.. Jedenfalls hast Du als Privatinvestor so gut wie keine Chance den Markt zu schlagen.

    Es lebt sich viel gemütlicher ohne Markt. Mir würde es reichen machte die Börse einmal im Jahr auf, aber okay … 🙂

    Gruß
    Pampa

  41. Angesichts des kollektiven Versagens der Gangleader und sämtlicher Systeme dieser Brache mutet es schon sehr verwundelich an, wenn hier mit solch dicker Lippe die angeblich überirdischen Qualitäten derer besäuselt werden, die Banleiterqualifikation (nicht Banklehre) vorweisen können.
    Während die wenigen Alphatiere dieser Branch momentan nicht müde werden sich Asche aufs Haupt zu streuen, intonieren diverse Struckis drumherum schon wieder das Sülzgeheule, um die grandiosen Fehleleistungen des ganzen Haufens mytholgisch zu überwölben.
    Das schadet dem gerade ausgerufenen Kulturwandel im Bankgewerbe zurück zu Kundenorientierung und akten Werten sehr.

    Very very draghic°;°

  42. Verlierer ist der Staat?

    Hallo?

    Der Staat ist ein Teil der Organisationsform unseres Miteinanders. Wie bitte kann die Organisationsform Verlierer sein?

    Wir sind das Volk und beschäftigen einen Staat!

    Wie viel davon?

    Gruß
    Pampa

  43. Wo bitte hätte ich denn was bzgl. Forderung nach Goldstandard gesagt? Werde ich verwechselt oder habe ich mich falsch ausgedrückt, jedenfalls heiße ich nicht Pampa. 😉

    Ich erinnere an die Diskussion rund um die Österreichische Schule nach Mises und Hayek, die sich pro Goldstandard bekennt. Dort habe ich mich argumentativ klar und deutlich gegen den Goldstandard ausgesprochen.

    Es zeigt sich mal wieder:
    Wer lesen kann ist nach wie vor klar im Vorteil. 😉

  44. Pampa
    Gab es nicht schon vor 1914 Schwierigkeiten mit dem Goldstandard? Gold wurde ja immer mehr zu einer Ware, es „demokratisierte“ sich, im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten.
    Die Republikaner (in den USA), angefeuert von der Tea Party haben die Goldwährung wieder ins Gespräch gebracht. Die Amerikaner machen sich eben Sorgen um den Dollar und seinen Bestand. Aber das ist wohl reine Wahlpropaganda. Für die mächtigen Finanzmärkte wäre das ein Schreckgespenst. Kannst Du Dir Spekulanten in der heutigen Zeit und Goldwährung vorstellen?

  45. karel
    Das Phänomen „unbemerkt schleichende Übergabe von poitischer Macht an den Finanzsektor“: Ich habe noch immer nicht ganz verstanden, weshalb das zu jenem Zeitpunkt begann. Hängt das weitläufig mit dem Nixondekret zusammen, mit den damit entfesselten Aktionsmöglichkeiten der Finanzmärkte?

    Der Rückzug des Staate hält an, man braucht sich nur die aktuellen Entwicklungen bei EADS anzusehen. Verlierer sind der deutsche und französische Staat, die Engländer halten nun die Anteilsmehrheit. Die beiden Regierungen haben nun keinen Einfluss mehr auf die Ernennung und Supervision des Aufsichtsräts von EADS (Arnaud Lagadère und Tom Enders als Generaldirektor), das Management wird unabhängig, Dank der jetzt neu verteilten Kapitalanteile.

  46. @Greg
    Generell mal haben wir ja schriftlich das Problem, gut und gerne aneinander vorbei reden zu können.

    Wo bitte hätte ich was bzgl. Forderung nach Goldstandard gesagt? Greg, hast Du mich verwechselt oder habe ich mich falsch ausgedrückt, jedenfalls heiße ich nicht Klaus. 😉

    Als sei mit einem Metall etwas gelöst, Sicherheit herstellbar. Unsinn, siehst Du imho aber wohl auch so. Eine Wirtschaft muss atmen, Leistungen belohnen und wenn es ginge wenig verschwenden, keine unnützen Kosten verursachen (wozu ich zum Teil auch Regulierung zähle).

    Wir sind uns doch meist ziemlich vom Weltbild her einig. Das kasus knaktus ist aus meiner Warte meistens, dass Du zu glauben scheinst, wir hätten zu wenig Regulierung. Ich denke eher Greg, und glaube mir, dabei kenne ich mich ein bisschen aus, wir haben viel zu viel. Das wird nicht besser von mehr, im Gegenteil, das wird immer schlimmer …

    Wir sollten uns mal wieder auf die Kerngedanken besinnen, des GG, was auch immer, aber doch nicht immer mehr und mehr, was soll das?

    Wenn wir mal gute Regeln hätten, bräuchten wir doch nicht immer mehr.

    Übrigens sehen das auch fast alle Steuerberater und WPs, die ich kenne, auch so, OBWOHL sie davon leben. Da kann mir auch keiner mit sozial kommen, sozial ist es jedenfalls nicht, dass alles superkompliziert gemacht, wer vom einfachen Volk soll das denn noch verstehen?

    Und das Übelste, am wenigsten verstehen das imho die Bediensteten des Staates selbst, der zahlt ja nicht besonders und hat (na ja, außer Magic, seien wir mal nett zueinander) kaum qualifiziertes Personal.

    Das solltest Du mal erleben, bei Betriebsprüfungen leitet der (die) WP die Verhandlung, der Betriebsprüfer selbst darf höchstens mal was sagen, letztlich macht der aber, was ihm gesagt wird.

    Als Schachspieler, es macht ja Spaß jemanden vor komplizierte Stellungen zu setzen und zu sehen, wie er sich einen abschwitzt, vor allem ihn so unter Zeitnot in die Mangel zu nehmen, nun leugne das nicht, aber das ist doch Humbug einen Staat so zu regulieren.

    Übrigens so in etwa sagte das Lasker mal lakonisch, war vielleicht nicht der analytisch beste Zug, aber in dem Spiel zu dieser Zeit gegen diesen Gegner schon.

    Habe ich auch schon mal gemacht, gegen den damaligen deutschen D-Jugend-Meister, er war in Zeitnot, mal schlecht und wissentlich hinein geopfert, Franzose auf f7, damit hatte er nicht gerechnet und sofort jede Menge Publikum, er fiel auf Zeit … 🙂

    War das Springer-Opfer korrekt? Es war jedenfalls erfolgreich, das nimmt er mir heute noch übel. 🙂

    Gruß
    Pampa

    Aber bei Goldstandart bist Du bei mir auf der verkehrten Schiene, ich sagte sowas jedenfalls nie. Gold physisch zu kaufen, Beimischung, ja, aber um Gottes Willen die Währung nicht dran hängen, das ist etwas ganz anderes, wirkt imho depressiv. Aber okay, bei einem derzeitigen sicheren Zins von 0,irgendwas wird die Basis des Futures auf Gold negativ, damit hat auch Gold keine Lagerhaltungskosten mehr, siehe Contango and Backwardation.

  47. wenn Du wüßtest, was man als Bankvorstand so alles können und kennen sollte und dann da Politiker reinsetzen … mal ernsthaft, also wirklich.

    nun ja,alle die in den Staaten ( v.a Griechenland,Italien,Spanien) was zu sagen haben sind doch ulkigerweise Banker die teilweise untereinander gute Bekanntschaft haben aus ihren Studienzeiten in USA.Ich denke es ist eine ungute Verflechtung entstanden.
    Mit der Ochlokratie und Mediokratie habe ich es bekanntermassen nicht so sehr.Es ist eher eine technokratische Entwicklung.Zumindest ist das aus meiner Perspektive eher zutreffend als die Mittelmässigkeit oder die Volksherrschaft.Denn wir haben eine Abnahme demokratischer Kultur.