FDP oder Piraten?

Lieber die FDP als marktwirtschaftliches Korrektiv oder besser die Piraten als Sprengsatz für das versteinerte Kartell der Altparteien?

Überzeugend ist ja die Leistungsbilanz der FDP nicht. Aber in den vergangenen Wochen zeigte sich, wie wichtig ein marktwirtschaftliches Korrektiv ist, um die große Koalition der Staatsinterventionisten zu stoppen: An FDP-Ministern scheiterte Gott sei Dank die Schlecker-Transfergesellschaft. Die Leidtragenden wären neben dem Steuerzahler die Schlecker-Frauen selbst gewesen, die so noch mehr Rechte und Löhne verloren hätten. Zynisch wird das Sozialstaatsargument missbraucht und mit tränenreichem Gestus eine Forderung scheinbar zugunsten sozial Schwacher vorgetragen, die ihnen aber in Wirklichkeit mehr schadet als nützt. In diesen Tagen geht das verlogene Sozialstaatsgerede beim Thema Mindestlöhnen weiter – nur die FDP kann noch das krude Unions-Konzept stoppen, das doch nur wieder Arbeitsplätze vernichtet. In Nordrhein-Westfalen hat sich die kleine FDP-Fraktion in einem Opfergang der rot-grünen Rekordschuldenmacherei entgegengestellt; dafür droht ihr jetzt bei den Landtagswahlen der Exitus. Der Wähler ist undankbar und flatterhaft.

Vor allem gefährlich für die FDP aber ist: Noch nie war es so einfach und so schön, Protestwähler zu sein; die Piraten sind die Wahl der Stunde. Das Kabel- und Computergewirr auf ihren Parteitagen erinnert an das Durcheinander im Kinderzimmer, solange der computerbegeisterte Sohn noch zu Hause wohnte, ein eher nostalgisches Gefühl. Zwar sahen die 68er in jedem Vater noch einen verabscheuungswürdigen Auschwitz-Täter. Doch diese Generationenkluft hat sich geschlossen. Heute marschieren Alt und Jung unter der Piratenflagge schon mal Seit an Seit bei der Suche nach Antworten auf politische Probleme, die im Übrigen die Altparteien auch nicht wirklich haben: Die Euro-Politik verirrt, die Energiewende verstolpert, die Haushalte verschuldet – die Altparteien sind ja auch nicht vertraueneinflößend. Sie täuschen Kompetenz nur vor, ohne zu merken, dass die Wähler längst merken, wie die Fassaden vor der programmatischen Leere immer brüchiger werden. Das Unfertige an den Piraten, ihr halb garer Status näher an der Schülermitverwaltung als an der Regierungsverantwortung, ist nicht Schwäche, sondern Stärke in den Augen von Politikverdrossenen und Nicht-mehr-Wählern: Wenn nichts bestimmt ist, ist es wenigstens nicht so bestimmt verkehrt wie die Afghanistan-Pleite, die man lange nicht einmal Krieg nennen durfte, obwohl jeden Tag die Zinksärge heimgeflogen wurden. Abgesehen davon, dass der Streit um das Betreuungsgeld oder die Vorratsdatenspeicherung mindestens so absurd ist wie die Schnapsidee der Piraten von der bedingungslosen Grundsicherung für alle.

Und jetzt wirft ihnen das Medienestablishment auch noch vor, Nazis in ihren Reihen zu verstecken. Das Gekünstelte an diesen instrumentalisierten Vorwürfen ist ebenso durchschaubar wie ritualisiert. Aber es stößt erstmals auf eine achselzuckende Gleichgültigkeit. Das ist nicht weniger erschreckend als der Versuch der Altparteien, die letzten zwei Abweichler, die es gewagt haben, ihre eigene Meinung im Bundestag vorzutragen, auch noch zu parlamentarischem Ja-Sagen zu zwingen.

Und bei den Piraten sind nur Männer? Da sollte man mal mit den Augen eines jüngeren Mannes Politik-Medien betrachten: Dass Mädchen schlau, aber Jungen alle dumm sind, ist die Grundmelodie. Und da junge Männer die gefährlichste Spezies der Welt sind, sollen sie, nachdem sie an Unis allenfalls noch Jobs als Schwangerschaftsvertreter erhalten, jetzt auch noch in der Wirtschaft per Quote klein gehalten werden. Die eigenen Interessen zu vertreten gegen diese Allparteien-Gender-Ideologie ist legitim. Wohl deshalb sind so viele Frauen bei den Piraten aktiv, die von den alten Damen der Emanzipation nicht nur immer nur auf ihr Geschlecht reduziert werden wollen.

Auch Politik unterliegt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Gerade sinkt die Nachfrage nach Konserven und steigt für neue Ideen und Korrektive.

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Alle Kommentare [222]

  1. lol, dein Einspieler zeigt am wieder wunderbar, wie verwirrend es im Zeitalter der Vielrednerei sein kann, wenn Vokabeln benutzt werden, ohne vorher Verständigung darüber zu erzielen, was darunter verstanden werden soll. Ein klassischer fallstrick der betzt-Zitiererrei.
    Z.B. wird im Link von hagalil der begriff „Hochfinanz“ verwendet. Ich verstehe den Text so:, damit ist „Gier-Finanz“ gemeint. Nicht die vielen Nullen sondern die habgierigen Nieten werden angeprangert, die sich die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen natur und der Märkte zu nutze machen, um ihre Spielchen zu spielen, notfalls die Verantwortung für deren Folgen der Allgemeinheit aufbürdend andienen oder unterjubeln. Herr Mross interessiert hier keinen, ein Schlau-Mrosserle, der das Spielchen „Wie komm ich an das Geld anderer leute“ auf seine Weise spieltt. Who cares?!

  2. @ Lieber Pampa,

    was lese ich da gerade, Frankfurt will Anti-Banken-Proteste
    verbieten ?!
    Was ist denn da am dampfen ?
    Wie weit sind wir denn nun gekommen ?
    Muss ich mir schweindemokratische sorgen machen ?
    So könnte ich noch stundenlang fragen, ohne zu ermüden,
    ich fass‘ es nich.
    Wer hat angst vor sich selbst und wo gibt’s bratwurst und
    henniger-bräu ?
    Hast Du nicht vor wenigen tagen die grossen freiheitlichen
    traditionen von FRANKFURT am Main hochleben lassen ?
    Klär mich doch bitte, bitte auf, wenn Du es kannst, danke.

    Viele Grüsse von der freiheitlich-demokratischen
    Gründerversammlungsverordnung, Zamir

  3. @ Pampa,

    mein grosser, verehrungswürdiger und gutinformierter
    freund und berater, die dinge scheinen nur auf den ersten
    blick so einfach und grandios, wie Du sie schilderst.
    Die berliner, ob führende politiker, wirtschaftsbosse,
    technokraten, oder die berlinerInnen auf der strasse,
    haben keineswegs bisher, auch nicht zu alten west-berliner
    zeiten, von den almosen, oder den untertützungen des
    westens gelebt und profitiert, NEIEN.
    Berlin ist sich seiner rolle als weltmetropole und schmelztiegel
    der völker immer schon sehr bewusst gewesen und ist daher
    auch würdig, jegliche unterstützung aus allen nur erdenklichen
    geowinkeln und schatullen zu erhalten.
    Dies siehst Du etwas durch einen leicht gekrümmten
    hessischen provinz-raum und rahmen, da in ffm der
    hammering-man für etliche irritationen sorgt.
    Berlin war und ist schon immer anschub, motor und
    der fruchtbarste boden für die wahren ideen gewesen, die
    der mensch braucht, Du musst nur irgendeinen
    wissenschaftlichen wälzer aufschlagen und sofort springt Dir
    dieser spirit von Berlin entgegen und wird Dich nie mehr
    loslassen.
    Willst Du mehr qualität und mehr fortschritt von Deiner
    hauptstadt, dann solltest Du auf allen bereichen dafür
    sorge tragen, dass die investitionen, das kapital und
    massenweise die investoren nach Berlin kommen und
    hier ansässig werden und den wachstumsmotor
    in schwung bringen.
    Durch keinen noch so pobeligen länderfinanz-ausgleich
    (Welch schreckliches wort), ist Berlin den anderen
    geberländer irgendetwas schuldig, im gegenteil,
    wer diese weltstadt mit all ihrer grossartigkeit und ihren
    vielfältigen möglichkeiten nicht freiwillig unterstützt,
    der ist es nicht wert, in den kreis derer aufgenommen zu
    werden, die stolz vom schöneberger rathaus,
    den einmaligen satz an die ganze welt richten:
    „Ich bin ein Börliner.“
    Berlin ist Deutschland und Deutschland ist noch lange
    nicht Berlin; so kann man sich am ende täuschen.
    Pampa, es war mir wie immer ein ausserordentliches
    vergnügen, Dich an meinen historisch-verbrieften
    Berlingesängen, teilhaben zu lassen und sei nicht
    gar zu geizig, wenn es um ganz grosse ideale
    unseres volkes geht.
    Behalte gaanz einfach die Spendierhose an, Danke.

    Gruss Zamir

  4. „Wer trotzdem Schulden macht, gehört in den Knast.“

    Karel, dann müsstest du auch jeden der Geld hat in den Knast stecken, denn das Eine bedingt das Andere.

    Ohne Schulden kein Geld!

    Die Schulden des Einen, sind die Geldvermögen des Anderen. Wenn du Schulden reduzieren willst, dann musst du gleichzeitig anderswo im System Geldvermögen reduzieren. Das ist eine Gleichung die kannst du nicht aus der Welt schaffen!
    Bei der Vermögensverteilung in unserer Gesellschaft stellt sich dann automatisch die Frage, wo und bei wem soll und kann Geldvermögen so effektiv reduziert werden, damit die Schuldenlast ebenso effektiv sinkt? So ganz nebenbei erreichst du dabei eine ebenso effektive Deflation, wie z.B. Ende der 20er Anfang der 30er.

    Aber ich kann dich beruhigen, die Schulden – und zwar nicht nur die des Staates – werden reduziert werden müssen. Wie auch immer, ob durch einen Schuldenschnitt, einer Hyperinflation, oder einer Währungsreform. Das ist systemimmanent.

    Schönes Wochenende 🙂

  5. Aha, hieß es lange „Europa“ durch den „Euro“ spitzt sich das Ganze jetzt zu auf „Europa“ oder „Euro“.? ..grübel, schluck, bäh…

  6. Wählt Frankreich den Euro ab?

    Es gilt so gut wie sicher, dass der französische Präsidentschaftskandidat die Wahlen in Frankreich gewinnt. Eine Aufweichung des Fiskalpakts und Eurobonds sind damit programmiert. Aber: Wenn Deutschland hart bleibt, ist der Euro bald Geschichte.

    Dieses Wochenende ist Schicksalswahl für oder gegen den Euro. Griechenland wählt, Frankreich wählt. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Regierungen die mühsam ausgehandelten Sparbeschlüsse und Reformpakete nicht akzeptieren. Damit wird in der Eurozone wieder mal alles auf den Kopf gestellt.
    Eigentlich gibt es am Fiskalpakt und den Verträgen nichts zu rütteln. Doch Hollande stellt sich quer.

    Hollande bestätigte bereits im SPIEGEL, dass er den europäischen Fiskalpakt „neu verhandeln“ will. Zu seinen Zielen gehört es, „Euro-Bonds einzuführen als Mittel gegen die Spekulation“. Vor allem sei es „notwendig, die Sparpolitik durch Wachstum zu ergänzen“. Wer glaube denn im Ernst, „außer vielleicht ein paar Leuten in Deutschland, dass wir unsere Defizite reduzieren können, wenn es kein Wachstum gibt?“

    Im Klartext bedeutet dies, dass dem Schuldenmachen wieder Tür und Tor geöffnet werden. Als gesichert gilt auch, dass die Rettungspakete ESM und EFSF für Pleite-Banken in der Südschiene und Frankreich eingesetzt werden. Die Banken könnten davon profitieren und ausgerechnet der sozialistische Hollande wird damit zur Speerspitze der Finanzindustrie. Aber es sind sicherlich nicht nur die ausländischen Geldinstitute, die sich über einen solchen Schritt freuen, sondern auch die Commerzbank und Deutsche Bank werden profitieren, weil sie nämlich bei einer Pleite der Südschiene mit untergehen würden.

    Am Wochenende wird wieder einmal entschieden, welche Pakte, Verträge, Regelungen, Gesetze gebrochen werden. Wenn Hollande gewinnt, dann ist alles Makulatur. Aus Berlin ist zwar zu hören, dass man eine Änderung der Vereinbarungen nicht hinnehmen werde. Doch Schäuble und Co. sind bisher noch immer eingeknickt.
    Doch irgendwann reicht es. Deutschland könnte mit Recht „No“ sagen. Doch ein Nein zum Vertragsbruch würde automatisch das Ende des Euros bedeuten. Denn dieser lebt nur noch, weil Deutschland haftet. Irgendwann wird dieser Zeitpunkt kommen. Vielleicht noch in diesem Jahr?

  7. Investoren sind von Natur aus „gierig“. Mhm. Und was ist mit den Tugenden von de Fabio und dtesch? Fallen die realistischerweise unter den Tisch, weil die show weitergehen muss?

    Wer zahlt die nächste Krisenrestanten-Rechnung? Der Einkommenssteuerzahler? Der bezinpreiszahler? Der Wehrwertsteuerzahler? oder gar der vermögenssteuerzahler, wie es unlängst ein „Berater“ der BCG in einer Sonntagszeitung anempfahl?
    …..
    An der Börse gibt es ein sträunenden Teil der Akteure der stetig zunimmt, denen es völlig gleichgültig ist, ob das Börsen-Delta von morgen fundamental, technisch oder psychodynamisch getrieben ist, oder alle drei Faktoren die Sau durchs Dorf treiben. Hauptsache es treibt irgendwen, irgendwas, irgendwohin, rauf oder runter oder und, auch weder noch kommt sowohl als auch immer mehr in Mode.
    Hauptsache glücklich auf der Gewinnerseite.
    Wieviel von diesem Theaster braucht der Mensch? Die Zeiten der Kopplung von Zinssätzen an die Ergebnisse der Fußballbundesliga vom nächsten Wochenende, Glücklosspielchen am Bankschalter als Anreiz für den kleinen Mann, all das und noch viel mehr goes, Hauptsache es kann behauptet werden, dass der Mensch Kraft seines freien Willens über sein Glück würfeln darf und nicht mittels Vormund davon abgehalten wird. Ja, ja, die Oma ruft, sie will gemolken werden. Lasset uns melken…°;° Besser melken als gemolken werden, Advocard ist Omas Liebling. Odda.

  8. blickiger blogger wie du ..

    häh ? WO hat Eysel seinen blog ??

    Link her! 🙂
    Merke:ein Blogger bloggt und schreibt nicht nur Kommentare unter blogbeiträge.
    Etwas mehr Mediencontenance,silvuhpläh, messieurs.

  9. So Zamir,

    bin dabei bei Occupy, muss mir bei der Feuerwehr noch einen C-Schlauch ausborgen, um die Aktivisten mal fein porentief zu duschen. Wenn ich schon mal wieder in Berlin bin, werden wir gleich die Volksvertreter mit waschen. Du bringst die faulen Eier und Tomaten mit, ich dusche sie dann.

    Dann wollen wir doch mal sehen, ob das mit der Haushaltsdisziplin nicht besser wird. Eigentlich steht die Begrenzung der Neuverschuldung ja auch in der Verfassung, nämlich dass sie die Investitionen nicht übersteigen dürfen. Bin nicht besonders fit in Kameralistik, aber nach HGB zum Beispiel dürfen ja immaterielle VGGs nicht aktiviert werden, Schwimmbäder aber schon.

    Dass dies dauerhaft defizitäre Anlagen sind, so what? Und so geht das eben seit den 70er Jahren schon, wie Karel ja auch immer anmerkt, sie bauen oder machen immer irgendwas, was in der Folge negative Cash Flows verursacht. Und siehe da, die Steuereinnahmen reichen nie, um die Ausgaben der Schlamperei zu decken. Und so steigen eben die Schulden munter Jahr für Jahr weiter, da sind die ganzen Eventualverbindlichkeiten doch noch gar nicht drin.

    Nun ja, Fitch hat heute erneut Griechenland auf Ausblick negativ gesetzt. Wenn die, die Drachme wieder einführen, bekommt Berlin die DDR-Mark zurück, dann erledigt sich das mit der Schuldenmacherei bei Euch von selbst, oder wer meinst würde eine Berlin-Anleihe ohne Staatshaftung zeichnen, wa? Dann habt Ihr Euren Arbeiter- und Bauernstaat wieder. 😉

    Dann war es das auch mit dem Internet Freundchen, dann gibt es wieder Lebensmittelmarken und eine Bananenmarktverordnung, Kontrollbehörde für Benzinpreise könnt Ihr gerne behalten, es fragt sich nur, mit was ihr Benzin kaufen wollt, kannst ja schon mal in der Datscha Kartoffelanbau üben, so als Sättigungsbeilage zu den Fischen aus dem Wannsee. Dann bauen wir eine neue Mauer um Berlin und ein Glasdach drüber. Kannst ja schon mal den Kostenvoranschlag liefern, in DDR-Mark mit beliebig vielen Nullen an den neuen Klopapierscheinen mit dem Konterfei von Gregor und Oskar drauf. Bei der nächsten Bundestagswahl machen wir das Dach zu und dann war es das.

    Beim Bericht aus Berlin schalten wir dann mal ab und blenden ein: Wir bitten um etwas Geduld … fünf Jahre später sehen wir dann mal wieder nach, was Ihr da so macht. Dann hast Du Deinen Schuldenschnitt.

    So, was essen wir denn heute, wie würde es Lafer nennen? Hm, Wannseetümpler grün-rot auf Kartoffelstampf? Moment, muss die Kröte noch im Mixer pürieren, oder möchtest Du ihr lieber vorher in die Augen sehen?

    Da, Mahlzeit! 😉
    Pampa

  10. nur ruhig, eyselino, auch für dich kommt jetzt die Friday.Brezn.
    Ein blickiger blogger wie du, weiß genau: so geht es nicht weiter. Je präziser die Sicht auf die Welt desto unklar die Flugbahnprognosen der Lotsengilde. Es braucht einen restart der Parametersteuerung. Raus aus der rechts-linksdrift, mehr mittendrin als leicht daneben;-)
    Alles muss hinter, wenn nicht vorderfragt werden, heisst es auf der Einladung zum Rimparer Sommertheater 2012. Und so muss sich auch Django Asül fragen: Wie kriegt Eysel die Kurve? Wie erreicht er die nötige Nachhaltigkeit auf ellen Stoßrichtungen seines Wirkens? Wie kann er sich besser um sein soziales Umfeld kümmern ohne es zu zertrümmern? Reicht es wenn er weniger Auto fährt und nur noch gezielt arbeitet? oder muss er in TiTo sein Interesse an seinen Mitmenschen verstärkt daradurch zeigen, dass er ihnen auf den Keks geht.
    Fragen über Fragen von Django Asül, für sich selbst, aber auch für die Eyselinos dieser Township, deren Demokratieverständnis sich immer klarer als schwanenpolitischer Blindflug in Tateinheit mit finaziellem Trittbrettfahrertum statt Pump entpuppt,
    ANtworte Eysel Django, deine Aufenthaltberechtigung in TiTo muss regelmäßig neu begründet werden, um dein Asül verlängern zu können.
    TiTo ist Nockerbrg, und eysel ist …dran:

  11. und bevor du unerhört unter den Tisch verschwundest, dtesch, auch für die eine hand zur Güte: falls du je wieder von Beratungsersuchen beratungsresitent ´mauschelnden Abfallwirtschafter o.ä. heimgesucht wirst, lass dir die Chance nicht entgehen, dein one-penny-magic steht dir gerne zur Seite, in den Stuben herrscht Ordnung und falls nicht bringen wir die Kostgänger mal ordentlich durcheinander, nichts, was man nicht anders machen könnte, wenn nur konsequent genug das Sekundärtugenden-System nach dteschdefabio gut geschult bekommt, odda.

  12. Zamüllkowski, Gesprächstermine für heim Suchende, Heimgesuchte und Heymsucher gibt es im Vorzimmer, Groborientierung vorab: nach der Krise um 18 Uhr 30.

    Grüße vom Soldaten Schweig

  13. @ Pampa um 08:04 Uhr,

    sehr, sehr interessant, melde mich mittags,
    bin wirklich in suppa-eile,
    vielleicht kommst Du ja doch zu unserer occupy-bewegung, Häh ?

    Gruß Zamir

  14. @ Magic,

    du zwingerst mich wiedereinmal, streng gehütetes
    geheim-material zu veröffentlichen.
    Warum bin ich damals nach West-Berlin
    ausgewandert und habe sogar Ost-Berlin heimgesucht ?
    Wieso würde ich in bayern einfallen wollen ?
    Es ist meine art „Der Ausbeutung von Mensch, Tier,
    Alpenmilch und Vieacherl-Wirtschaft und dem Rest.“
    Davor könnte ich auch bei meinen geliebten bayern
    kein halt machen, allein der gedanke versetzt
    mich in verzückte zuckungen, chrchichrchi, hoach.
    Wird aber nicht wieder weiterverraten, denn sonst …

    Viele Grüsse von der Planwagen-Wirtschaft, Zamir

  15. Kein Umsturz ohne Schulden.
    Soso, deshalb wohl die Verschuldungsorgie Anfang der 70er?????????

    Klaus F.
    Es wird Zeit, das Volk den Politikern nur das Geld zugesteht,
    das auch in der Kasse ist.
    Wer trotzdem Schulden macht, gehört in den Knast.

    Dann erübrigt sich meiner Meinung nach auch die Monetative.

  16. Zamir, falls du ernsthaft den Gedanken austrägst dich ins BAyerische zu verändern musst du wissen: in der bayerischen Vorstellung von einem erfüllten Dasein ist ein leben ohne Biergärten denkbar, aber sinnlos(dtesch würde es „sinnfrei“ nennen)
    Wovon kann man sonst noch in Bayern ausgehenß ist der bayerische Staatshaushalt enkelsicherer als der Berliner?
    Weden in bayerischen Behörden in der Abfallwirtschaft mehr südbadische beratertage abgerechnet als in Hintertupfingen? Wird dort mauschelfreier geackert als in der Pfalz?
    Oder gibt es dort etwa keine Ochlokraten, die gestern noch den Unterhgang des Vaterlandes in die Wand gemalt haben und heute andere darüber belehren, dass dies eine unnütze Unart ist, die schon seit Jahrhunderten frevelhaftzerweise bertieben wird?
    Tja, Freunde der flinken Vokabel, such is life, in Tito und all over the world.
    Trotz aller Angst und allem Fatalismus: Free Julia T., that would be a kind of magic.°;°

  17. @Zamir
    Was mich so früh zu Dir führt? Ich wollte Dir den morgendlichen Weltuntergang versauen …

    Aber schön, dass Du Dich mal wieder geduscht hast Berliner, wir haben ja auch schon wieder Mai, war mal wieder nötig, was? 😉

    Also ich kenne das ja nur aus Erzählungen und Überlieferungen. Das „fringsen“ stammt aus der Nachkriegszeit, als der Hunger noch größer als im Krieg war. Damals sagte Kardinal Frings, dass es durchaus in Ordnung sei, wenn sich Menschen so viel auf dem Feld nahmen, wie sie selbst zum Leben brauchten. Das war eigentlich eine kleine Sensation damals, dass ein katholischer Kardinal mehr oder weniger Diebstahl frei gab.

    Wie weit bist Du jetzt eigentlich mit der Arche Zamir, vielleicht kommt ja morgen früh endlich mal die Sintflut. Hatte ich mal irgendwo gelesen, irgend so ein Spezialist hat die Arche ja mal nach biblischen Maßen (Ellen und sowas) nachgebaut, warst Du das? 😉

    Schönen Tag noch, ich muss jetzt mal die Omas abzocken gehen
    Pampa

  18. @ Eyss,

    nur mal gaanz nebenbei,
    bei weit über sieben milliarden zeitgeistern und ihren
    sehr individuellen wahrheiten, da hast Du zwar
    kein mathematisches, aber ein rein auswahl-technisches
    verfahrensproblemchen, odda ?
    Na dann mal reingetwittert ,bei fatzebock und wikki-likki-dikki.

    Viele Vergnügen, Zamir

  19. @ Eyss,

    vielen dank für Dein französisches original-weltprodukt
    aus Dijon, werde es sofort den strengsten regeln unterziehen
    und testen, ob es scharf genug ist und auch schmackhaft
    rüberkommt.
    Habe mich schon gewundert wo Du abgeblieben bist.
    Jetzt muss ich leider meine eigene arbeit etwas neu
    umverteilen, manipulativ einordnen und ggf. auch
    verzögern, wie jeden freitachmorgen.
    Also, etwas geduld.

    @ Klaus F.,

    nun werden die ersten wissens-versand-verschachteler
    ihre ersten analysen unter das volk streuen und
    gegen alles graebersche gedankengut versuchen
    anzukämpfen.Sie werden ihre alten taktiken und
    strategien, neu vermixxen und dann ruf uffs schlimme.
    Es geht dabei nicht um inhalte, sondern um
    „Die Verteidigung ihrer selbstgebastelten Wahrheiten,“
    dies gilt es im besonderen zu beachten, ich freu‘ mich drauf.

    Gruß aus der Senf-Fabrik, Zamir

  20. @ Lieber Pampa,

    die Adenauer/Frings-version klingt doch eher nach
    einer verfeinerung des originals.
    Ja, wenn Du den länder-anarcho-fiffi-ausgleich ab morgen
    einstellen tätest tun, dann muss ich meine äusserst
    üppige dreisäulen-rente woanders ausgeben,
    vielleicht reichts ja sogar für ein idyllisches küstendörfchen
    im lieblichen oberbayern.
    Dann besuchst Du mich auf meiner farm und ich
    erläutere Dir die wunder des landlebens, auch noch
    nach dem arbeitsleben; vielleicht kommen wir sogar
    ins geschäfdschen, so mit maibäumen und dergleichen.

    In diesem Sinne, halte Dich gerade und die
    Beine zusammen, man kann nie wissen, Zamir

  21. Guck mal …
    Bücher und Gedanken unterliegen
    mindestens was ihre „Beliebtheit“ angeht den Gesetzen des Marktes.
    Was in den Zeitgeist passt,
    wird an Büchertisch und Urne „gewählt“.
    Verkünden Bücher, wählen Käufer deshalb zwangsläufig WAHRHEITEN?
    Schon mal die Frage gestellt:
    Gibt der Zeitgeist (die Wode) die Wahrheit wieder?
    Reicht das „Körnchen Wahrheit“ auf dem alle Zeitgeistigkeiten wie Weltuntergangspropheterreien alibiartig beruhen als Beweis deren Wahrheit aus???
    Vom Johannes Evangelium über Hippolyt über Savonarola über Luther bis zum Maya-Kalender, bisher irrten alle Weltuntergangs-Propheten.
    Mit ihren Terminen als auch ihren Begründungen.
    Aber nun K Ö N N T E ENDLICH mal einer Recht haben.
    Sich alle Todessehnsüchte erfüllen und das Fegefeuer endlich ausbrechen,
    denn das BÖSE in der Welt gehört E N D L I C H ausgerottet.
    Selbstverständlich!!!
    Merkst du nicht,
    dass du EXAKT auf genau DIE voraufklärerischen Rattenfänger Prinzipien hereinfällst, die du verdammst???
    WC
    Wohl Kaum.