Bonus für Euro-Schaden

Der Schuldenschnitt für Griechenland hat die Gefahr für den Euro gebannt – jubelt etwa der Ökonom Thomas Straubhaar. Anderen fehlt ein notwendiger Schritt – der Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone.

Sie fürchten, dass davon eine folgenschwere Botschaft ausgeht: Schulden werden erlassen, wenn man nur so kaltblütig pokert wie Athens Finanzminister Evangelos Venizelos. Er hat auch noch durchgesetzt, dass das Hilfspaket von Juli noch einmal um 21 Milliarden Euro aufgestockt wird, eine Art europäischer Bonus für unsolidarisches und unsolides Verhalten. Portugiesen und Iren, die fleißig sparen, sind die Dummen. Ihnen wird kein Cent geschenkt. Aus dieser Sicht leiten sich für den Euro schlimme Szenarien ab:

Erstens: der schnelle Bankrott. Der tritt ein, wenn Venizelos Pate steht für Italien und Frankreich. Warum sollten Silvio Berlusconi und Nicolas Sarkozy unpopuläre Sparmaßnahmen im Auftrag Deutschlands gegen ihre Wähler durchsetzen? Also geht die Schuldenmacherei lustig weiter. Bald könnten Euro-Bonds die Schuldenaufnahme in Südeuropa verbilligen und die Zinslasten für Deutschland erhöhen, wo dann die Staatsverschuldung rasant ansteigt.

Wenn dann noch das Wirtschaftswachstum sinkt und die Steuereinnahmen schrumpfen, werden die Sparer und Anleger erkennen, dass Europa wie im Kinderlied der zehn kleinen Negerlein funktioniert: Am Anfang waren es zehn Garanten für die südeuropäischen Staatsschulden, gegen Ende nur noch zwei – Deutschland und Holland. Beide Staaten bürgen dann für eine Billion Euro, was 40 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung entspricht. Deutschland sitzt dann in der Griechenfalle – unfähig, die gesamteuropäischen Schulden zu bezahlen – und muss seinerseits den Staatsbankrott erklären.

Zweitens: Im optimistischen Szenario sparen Frankreich und Italien etwas, die Konjunktur läuft freundlich, und die von Deutschland abverlangten Auszahlungen für fällige Garantien bleiben im zweistelligen Milliardenbereich. Der Finanzminister kürzt daher die Ausgaben und erhöht Steuern wie die neue Finanzmarkttransaktionssteuer, denn es sind doch die Banken und Spekulanten, die uns da hineinreiten, oder? Verfallende Unternehmens- und Lohnsteuereinnahmen wegen steigender Arbeitslosigkeit werden durch Substanzsteuern wie Erbschaft- und Vermögensteuer kompensiert. Das ist der Preis, den Peer Steinbrück gern an seine Parteilinke zahlt, damit er doch noch Kanzler einer großen Koalition werden darf. Weil die Europäische Zentralbank die Zinsen künstlich niedrig hält und Staatsschulden aufkauft, entsteht Inflationspotenzial. Verkaufen globale Anleger jetzt wegen der wachsenden Unsicherheit Bundesschatzbriefe, kommt der Euro-Kurs unter Druck, denn der Zustrom in diese Papiere hat bislang den Kurs des Euro zum Dollar gestützt. Dann wird Inflation importiert; Energie- und Importpreise steigen; die Gewerkschaften drängen auf Kompensation über höhere Löhne. Die Kaufkraft der Renten sinkt schnell. Inflationsbedingt steigen die Steuereinnahmen. Es ist ein Wettlauf gegen Zeit, Zinsen, Euro-Verschuldung und Inflation. Mit einem derartigen Politik-Mix konnte die USA zwischen 1945 und 1955 ihre kriegsbedingte Schuldenlast von 116 auf 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken, hat die US-Wissenschaftlerin Carmen Reinhart in ihrer Studie „The Liquidation of Government Debt“ belegt. Erleichtert wurde das durch den Nachkriegsboom. Aber kann das vergreisende Deutschland auf diese Weise seine Schulden weginflationieren? Oder erzwingen „Wahre Finnen“ und populistische Holländer einen Politikwechsel, der in Deutschland Programm und Daseinsberechtigung einer gewendeten FDP-Abspaltung wird? Bislang war Deutschland eine Schönwetter-Wirtschaftsdemokratie, die Krisen mit Sozialleistungen abfedern konnte. Dafür fehlen zukünftig die Mittel. Merkels Euro-Politik bringt kurzfristig Entspannung und vertagt die Problemlösung.

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Alle Kommentare [545]

  1. Das war früher aber auch so Karel, das „Lautlose“. Der Kanonendonner ist die Fortsetzung davon, von Politik mit anderen Mitteln nach Clausewitz. Das Geschrei über die Finanzwelt hingegen ist der Götterbote im Gewande der Plutokratie. Weit scheint GR nicht mehr von Bürgerkrieg entfernt zu sein, wobei ich das natürlich nicht hoffen will, Gott behüte, an welchen Du auch glauben magst.

    Gruß
    Pampa

  2. aber ich muss vorsichtig sein Karel, sonst lande ich wohl bald neben Ai Wei Wei im Knast … 😉

  3. Siehst Du Karel, im neuen Einblick bleibt der kleine Nick immer ganz oben stehen, während Katinka die Große nun wohl nach und nach von oben nach unten ins staubige Archiv durchgereicht wird. Ich nenne das Rockzipfel-Journalismus. 😉

    Gruß
    Pampa

  4. Michi,
    die Sprengmeister, eher das Laissez-faire bestimmter politischer Akteure.

    Was „gestern“ noch Kanonendonner war.
    ist heute das Lautlose der Finanzwelt.

  5. Ich will die USE auch nicht, weil die USA derzeit das Problem ist. Da sprengte vor 10 Jahren einer von 16 US-Geheimdiensten die Zwillingstürme des WTC und die eigene Zentrale in die Luft, um dem Militär die Arbeitsplätze zu erhalten. Im Netz kann man sich vielfach darüber informieren. Europa ging in den NATO-Falle und schickte auch Soldaten nach Afghanistan. Kriege auf Kredit zu führen ist so etwas von ökonomisch idiotisch. Da kann man sich nur an den Kopf fassen. Oh Gott oh Gott. Haben wie die Finanzierung des 1. Weltkrieges vergessen? Damals sollten die Schulden mit der Kriegsbeute getilgt werden. Wie kommen wir aus dieser Falle heraus? Wir benötigen Computer, welche die Lügen der Politiker heraus filtern können. Als Guttenberg gelogen hat, dachte ich mir hier die Kombination „Wörterdieb Guttenberg“ aus. Drei Tage später hatten uns die Suchmaschinen entdeckt. Meine Botschaft: Informiert Euch über Soll und Haben. In jeder Firmenbilanz müssen die auf den €-Cent genau übereinstimmen. Und da gibt es eine böse deutsche Bank, da gibt einen Unterschied von 55 Milliarden €. Wir sind also doch eine Bananenrepublik Deutschland mit einer Wettabteilung. Was hatte das mir dem € zu tun? Bitte einmal nachdenken. Kindern sagt man doch: „Vor dem Betätigen des Mundwerkes das Gehirn einschalten.“

  6. @ dtesch

    äusserst pragmatischer, ich meine revolutionärer Beitrag von Hermann Lübbe in der FAZ, der nicht in die pol.corr. passt. Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Ich darf den Link wiederholen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/euro-krise-vereinigte-staaten-von-europa-11516421.html

    Zeigt sich doch das menschliche Paradoxon, dass in einer sich beschleunigten Veränderungsdynamik (Globalisierung) der Mensch sich nach vertrauten Lebensverhältnissen zurück sehnt, die ihm Orientierung bieten kann….

    Mit einem europ. Einheitsstaat sind wir auf dem falschen Weg, der Euro hat sich nicht als Klammer, sondern als Sprengsatz erwiesen, – man hätte es wissen müssen, viele habe es gewusst… Nur: Wie kommen wir da wieder raus? Die Beharrungskräfte sind gewaltig, – für Viele hängt viel, (zuviel?) ab….

    Frage ist: Wie lange lässt sich ein toter Gaul reiten?

  7. Hallo Pampa,
    sicherlich sind unsere unterschiedlichen Meinungen im Handling begründet.
    Im alten Blog landete mein Einstieg stets „unten“.
    Ich las mich dann nach oben durch.
    Nun lese ich gleich von oben nach unten.
    War für mich auf Anhieb angenehmer.

    Für einen Meinungsaustausch zu einem bestimmten Punkt stehen die Kommentare nicht „verstreut“, sondern direkt untereinander.

    Meine Beiträge schreibe ich nach wie vor direkt ins Kommentarfeld. Daher manche kleine „Fehlerchen“ 😉
    Auch da kommt mir das jetzige Format entgegen.

    Allerdings kann ich auch Deine Argumente nachvollziehen.

    Gruß
    karel

  8. @ Pampa,

    komisch ist schon, dass mad und Eyss gemeinsam
    verschwunden sind, ja wo sind sie denn,
    wo sind sie denn hin ?
    Magic hat auch seine Flaute genommen, so
    können wir keine literatur-preise mehr gewinnen,
    heidernai, herrje, herrje.

    Gruß Zamir

  9. @ Pampa Stier,

    schon immer war mit bewusst, dass es
    zwischen uns beiden eine seelische
    verbindung geben muss.
    Du wärst bestimmt auch ein guuuuda
    schwiegersohn geworden,
    unter meinem Fetisch, gelle.

    Viele Grüsse aus unsere gemeinsamen Hauptstadt,
    Metropole und pulsierendsten Stadt der Welt, Zamir

  10. Übrigens sagte Ottmar Issing noch letzte Woche, genau zuhören: Wenigstens hat der ESFS NOCH keine Banklizenz bekommen.

    Was könnte er damit indirekt über die vergangene Politik der EZB unter Trichet gemeint haben? Was hält er von dem ganzen Konzept? Der Mann würde öffentlich den Mund halten, würde es nicht innerlich brennen.

  11. @dtesch
    Klar, strategisch sieht das so aus, wie in der FAZ beschrieben, im Prinzip ist das ein Charakter- und Moralproblem der Politiker. Wie kommen wir dem ganzen aber technisch bei, nur mal zur Erläuterung, was ich gestern trotz Zinssenkung meinte;

    Vielleicht sollte man bei den Entscheidungen der EZB mal kurz einen Blick zurück in die Ausbildungsjahre werfen, nämlich wie die Offenmarktpolitik grundsätzlich bei Notenbanken funktioniert, es geht um weit mehr als den Zins:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Offenmarktpolitik

    Wir haben nun aber seit geraumer Zeit eine Situation, in die sich die EZB selber gebracht hat: Zum einen versucht sie über QE die Marktpreise von Staatsanleihen zu beeinflussen, andauernd zu intervenieren sozusagen. Das klappt bei Devisen-Interventionen wenn, dann höchstens kurzfristig, das ist für die Notenbank selbst aber hochgefährlich. Auch sie kommt nicht auf Dauer an den Gegebenheiten des Marktes vorbei, das ist eine Illusion.

    Zum anderen tauchen plötzlich Mechanismen wie Target auf. Ganz kurz gesagt geht es dabei um die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, was eigentlich nichts mit Geldpolitik zu tun hat, das ist schlicht Technik. ABER: Wenn sie da als Clearing-Stelle dazwischen sitzt, um zwei Marktteilnehmer, in diesem Falle dürfen das ja nur Banken selbst, ins Geschäft zu bringen, sollte sich ihr eigener Saldo ja kurzfristig um einen normalen Wert im Rahmen des normalen Zahlungsverkehrs bewegen. Also Notenbanken aus Ländern, die einen Exportüberschuss aufweisen, haben tendenziell einen (leicht) positiven Zahlungsverkehrsbilanzsaldo, zumal sie ja jeden Tag wieder aufs Neue mehr exportieren als importieren. Das wäre der Normalfall.

    Nun ist der Target-Saldo aber explodiert, was ja nicht daran liegen kann, dass meinetwegen der Daimler plötzlich morgen und übermorgen und etc. alle paar Monate den Absatz verdoppelt. Folglich muss das daran liegen, dass das nationale Notenbanken bei der Zentralbank still und heimlich zum Aufbau von einem ganz anderen Instrument, nämlich einer LANGFRISTIGEN Finanzierungsquelle ausgebaut haben. Das ist in etwa so, als wenn ich für Dich im Rahmen Deiner Geschäftstätigkeit den Zahlungsverkehr ausführe, also Überweisungen und sowas, und Du plötzlich anfängst, Dein Kontokorrent-Konto immer weiter zu überziehen.

    So war das aber nicht gedacht, mein Freund der liderlichen Liebe. Das kann ja schon mal vorkommen, dass Du zur Disposition Deiner Liquidität leicht ins Minus rutscht, vollkommen klar, dafür vereinbaren wir beide einen Dispositionsrahmen. Sagen wir ich halte Dich für kurzfristig 1 Mio. gut, das besiegeln wir per Kreditvertrag. Wenn Du längerfristig mehr Finanzierungsbedarf hast, reden wir am besten über längerfristige Kreditverträge, schließlich muss auch ich das als Bank disponieren bzw. als Notenbank steuern, wenn ich meine Geldmenge steuere.

    In unserem Falle ist das einfach: Kontokorrent hast Du keine Kreditvereinbarung, wenn Du unter Null rutschst wird es sackteuer, wenn ich das überhaupt noch ausführe. Da Du aber ein guter Kunde bist, bekommst Du einen billigeren Dispositionsrahmen, immer noch teuer, aber nicht sackteuer. Überziehst Du mir den, wird es auch für Dich wieder sackteuer. Möchtest Du längerfristig investieren und hast daher Finanzierungsbedarf, reden wir über deutlich günstigere Möglichkeiten, die wir beide besser disponieren können. Du hältst Dich aber gefälligst an die vereinbarten Zins- und Tilgungsvereinbarungen, sonst wird es? … wir verstehen uns, sackteuer. Und wenn Du mich dabei foppen willst, dann zeige ich Dir, wo der Insolvenz-Richter wohnt. Hamma uns?

    So, das ist ja noch der normale Gang der Dinge. Nun steuere ich als Notenbank ja nicht die langfristigen Kreditvereinbarungen, sondern nur die kurzfristige Liquiditätsausstattung des Bankensektors und damit auch indirekt Deine Liquiditätsversorgung. Das mache ich aber als Notenbank über die Offenmarktpolitik, auch Mindestreserve und sowas, NICHT ABER ÜBER DEN ZAHLUNGSVERKEHR.

    Wenn ich nun also die EZB da wieder herausholen möchte, wohin sie Trichet geführt hat, muss ich anders herum vorgehen. Erst nehme ich mal heraus, nach und nach, was da überhaupt nicht hingehört, und zwar nach Fristigkeit, zunächst also Finanzierung über den Zahlungsverkehr. Das System muss wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Dazu kann ich der Wirtschaft durchaus helfen, in dem ich in der Offenmarktpolitik beim Mengentender den Zinssatz etwas senke und darüber hinaus ein positives Signal sende.

    Dass ich im Hintergrund still und heimlich bei dem Target-Problem die Daumenschrauben anziehe, muss ich ja als verschwiegene Notenbank nicht erwähnen. Das muss unbedingt beendet und wieder zurück geführt werden, sonst werden meine Zins- und Mengensteuerungen immer stumpfer. Nicht dass Du mich also verrückt hältst, wenn die EZB die „Zinsen“ (welche denn, liebe Journalisten?) senkt und ich hoffe (vermute), dass Draghi anfängt drakonisch zu werden, das widerspricht sich nur vordergründig. Dass das nicht so weiter gehen kann wie bisher, weiß Draghi 100%, es geht jetzt aber darum, wie drehe ich den Prozess wieder um, möglichst unbemerkt, damit keine Panik aufkommt. Erst danach kann sie geldpolitisch auch wieder direkt die Zügel straffen und Überschussliquidität aus dem Markt nehmen. Ihr grundsätzliches Problem ist generell, dass sie mit einer Währung 17 Volkswirtschaften steuern soll, die so überhaupt nicht zusammen passen, ihr Geburtsfehler und der Geburtsfehler des Experiments Euro, eine Währung ist das nämlich nicht.

    Und das alles überragende, kolossale Problem über allem ist, dass die größten ökonomischen Idioten im System, die Staaten, sich freudig bei der ganzen Sache bis über beide Ohren verschuldet haben, was sie natürlich niemals zugeben werden und die Schuld soweit wie möglich von sich schieben, bevorzugt andere für ihr eigenes Total-Versagen beschuldigen.

    Ist mir doch egal, wenn ich kalte Hände habe, hätte mir meine Mutter ja Handschuhe geben können, so ungefähr, unselbständig und verantwortungslos, immer nur an den nächsten Lolli oder eine Wahl denkend. Man lebt ja nur einmal, nach uns die Sintflut. Ich werde mir auch künftig die Freiheit nehmen das als Charakterlosigkeit zu bezeichnen. Und genau darin gründet auch meine Hoffnung bei Draghi, was in seinem Pass steht, ist vollkommen egal, der Mann hat Charakter, siehe Dir mal die Vita an. Ohne die EZB als willfährigen Gefährten können die Politiker beschließen, was sie wollen, die Notenbank muss zurück in die Unabhängigkeit geführt werden und die Fiskalpolitiker zügeln, anders geht es nicht. Und nebenbei bemerkt wäre es auch ganz gut, wenn die Regierung AM nicht nur versucht anderen gute Ratschläge zu geben, sondern auch in heimischen Gefilden beherzt anfängt die Strukturen zu entmisten und aufzuräumen, statt einen Unsinn nach dem anderen ohne erkennbaren Plan zu beschließen, ansonsten wirken die mahnenden Worte an das Ausland lächerlich. Führung besteht nicht nur im Reden, sondern vor allen Dingen darin, ein gutes Beispiel vorzuleben. Solange das nicht erkennbar passiert, ist das alles nur Schall und Rauch, heiße Luft. Um die deutsche Wirtschaft braucht sie sich keine Gedanken zu machen, wir leben nicht in der Planwirtschaft, sondern rein um den staatlichen Ordnungsrahmen. Wir steuern immer mehr in einen Nanny-Staat hinein.

    Gruß
    Pampa

  12. @ Pampa Stier,

    gratuliere Du hast es als erster durchschaut.
    „dtesch sagt, pampa antwortet und karel schreibt.“
    So ungefähr und dann gibt es noch einige
    buttonse für: Ist zur zeit nicht im netz, spricht
    mit dem chef, hat zoff mit seiner frau, oder
    trinkt sich gerade ein bier, zur krönung ein
    anklicker für mischen, das würde mir sehr
    gefallen, odda ?
    Abwarten, es kann nur noch besser werden,
    so wie einst im mai.

    Gruß Zamir

  13. zamir

    sag das der wiwo, sie haftet für Copyright-Verletzungen , nicht ich.
    Medienkompetenz beinhaltet einfachste Regeln,das schadet niemand und ist ganz einfach.

  14. Schöner Artikel mit treffender Analyse.

    In der Forderung nach in Bundesstaat Europa spiegelt sich die blanke Verzweiflung der Politiker wider, das Unvermögen, ihre eigenen nationalen Staaten ohne ständige Neuverschuldung am Leben zu erhalten.
    Was im Kleinen nicht funktioniert, wird ein Bundesstaat noch weniger richten, eingedenk der Tatsache, dass unterschiedliche, wenn nicht gar gegensätzliche, Interessen der einzelnen Völker dem entgegenstehen.

    Was soll also dieses Gefasel von den Vereinigten Staaten von Europa? Haben denn die Politiker immer noch nicht begriffen, dass das, was verbinden sollte und nicht funktionierte, nämlich der Euro, mehr entzweit als geeint hat?

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/euro-krise-vereinigte-staaten-von-europa-11516421.html

    Gruß
    dtesch

  15. Lieber Roman,

    bevor ich solche Pauschal-Aussagen tätigen oder treffen würde, würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich wirklich verstanden habe, um was es da eigentlich geht, wie die Dinge zusammenhängen und wie gut eigentlich die bekannte Datenbasis ist, sofern ich sie denn analysieren könnte.

    Ansonsten hört sich das sehr schnell an wie „Ausländer sind scheiße“, eine bekannte Reaktion von vorwiegend Leuten, die keine Ausländer kennen.

    Was bei MF Global passiert ist, weiß doch noch gar keiner. Da schreibt sich höchstens der Wirtschafts-Boulevard wie FTD etc. die schmutzigen Finger wund. Warte doch mal ab, bis wirklich gesichert ans Tageslicht kommt, was da wirklich war, das ist in jedem Falle ein institutioneller Broker, kein Privat-Kunden-Broker, völlig unvergleichbar.

    Ansonsten will ich mal hoffen, dass Du das wirklich kopiert und gedankenlos übernommen hast, eine so oberflächliche Sicht der Dinge bin ich ansonsten nicht von Dir gewohnt.

    Wie sagten die alten Römer, erst grübeln, dann dübeln. 😉

    Gruß
    Pampa

  16. Lieber Karel,

    wie soll ich sagen, mir sind durchaus andere Web-Logs bekannt, wenngleich ich nur hier aktiv teilnehme. Sagen wir es mal freundlich durch die Blume, eine derart kreative Lösung wie hier ist mir vollkommen unbekannt. 😉

    Mal sehen, ob Du das jetzt findest. Das soll ja keine destruktive Meckerei sein, nur, die wenigsten Menschen, die ich kenne, lesen von unten nach oben, wir lesen ja auch nicht von rechts nach links. Machen das die Japaner nicht? Mein Japanisch ist allerdings sehr flüchtig, um nicht zu sagen nicht vorhanden. Daran könnte man sich natürlich auch gewöhnen.

    Der Punkt ist doch einfach folgender: Es macht es sehr schwer zu verfolgen, wir werden sehen, was die Zukunft weist.

    Schöne Grüße
    Pampa

    P.S.: Kannst ja mal kurz mit okay antworten, woher sollte ich sonst wissen, ob ich einfach ins Archiv schrieb?

  17. @ karel,

    sobald, angelegt, gezockt, spekuliert und gewettet
    wird, beginnt das grosse spielerchen derer:
    Einkommen ohne Leistung, wie immer in diesem
    theater. Da fehlt die lust an einfacher, richtiger
    und grundehrlicher ARBEIT, so wie bei Dir und mir.

  18. @ Römer,

    die kunden und die banken, nach meinen neuesten
    wissenschaftlichen erkenntnissen und den auswertungs-
    ergebnissen aus mehr als 70 statistischen
    erhebungen, kann ich Dir getrost berichten,
    dass beide die gleiche prozentzahl von schuld,
    an den verwerfungen auf den internationalen
    finanzmärkten tragen.
    Überrascht uns dies, ich glaube kaum, immer mehr,
    immer höher und immer weiter ohne rücksicht
    auf den rest der welt, so kann das nicht gehen,
    unter lauter freundlichen und netten WILDEN, gelle.

    gruß Zamir

  19. Der Kunde gibt mit Vorliebe der Bank mit den besten Zockern, hm, ich meinte, „höchsten Rendite“ sein Geld.
    Natürlich risikolos… 😉

  20. @ Römer um 20:17 Uhr,

    „die ABzocker in den Banken setzen das Kapital ihrer
    Kunden auf’s Spiel.“
    Sowas abba auch wer hätte das gedacht, dass ihnen
    das soviel freude macht und die schuldenpuckel-
    bollidigga setzen den vom volke erarbeiteten
    lebensstandard auf eine karte.
    Eben, das freie spiel der regulierenden kräfte,
    des marktes und der wettbewerber, auf der
    einen seite die Anarcho-Fiffis und auf der
    anderen seite die polithandpüppchen, bis
    die schwarte kracht und der kahn endgültig
    absäuft; dann: Nochmal alles von Vorne,
    weil’s so schön blöd war, odda ?!

    Gruß Zamir

  21. Römer kann abschreiben, so lange er möchte,
    wo er will und was es abzuschreiben gibt, egool.
    Schliesslich sind wir alle, nur nachgemachte menschen,
    vaschdähschdd ?
    Die inhalte werden gewichtet und dann der rest,
    kapische ?

  22. Römer schreibt vom Kopp- Verlag ab und verkauft es als eigene Meinung muhahaha wo bin ich denn hier gelandet,copy and paste – Forum?

  23. Habt Ihr´s gewusst?

    Frau Merkel ist schwanger! Ja ja

    „Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit für unsere Kinder und Enkel erhalten“ – dieser Satz, gesprochen von Angela Merkel nach dem gestrigen Abendessen, lässt keine andere Folgerung zu!

    Die Frage ist, wo ist der Papa (der Grieche) oder der Sarkozy (der Franzose). Bunga Bunga Berlu (der Italiener) wird´s doch nicht gewesen sein?

    So !! wächst Europa zusammen!

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7191/denk-ich-an-europa-in-der-nacht#comment-141219

  24. muss natürlich heißen:
    War natürlich absehbar, wenn man der Physik KEINEN Raum beimaß und mehr den Heilsversprechen aus dem Ökoland zugetan war.

  25. @Römer
    Den Fall von Fall MF Global kann ich nicht kommentieren, da mir die Hintergründe nicht bekannt sind.
    Zum Euro-Desaster kann ich sehr wohl was sagen und auch kommentieren.

    Es ist wenig hilfreich im Angesicht der Eurokrise und Staatsverschuldung, wenn man über möglichen Blasen, die gewiss noch in der Zukunft platzen werden, berichtet. Hier bin ich aber zuversichtlich, dass der Markt regulierend die Ungleichgewichte des übermäßigen „Zockens“, bereinigt: Viele Leute werden viel Geld verlieren. Wahrscheinlich nicht Du, da Du wahrscheinlich nicht in Derivate investiert hast.
    Wenn Politik nicht eingreift wird sich der Markt dann auch wieder erholen.
    Ebenso macht es wenig Sinn vor den unvorstellbar großen Wassermassen des Meeres in Angst zu leben. Sicher wird es mal hier oder da große Sturmfluten und Überschwemmungen geben, die viele Opfer fordern werden. Aber in der Summe reguliert sich das auch wieder. Ich hätte Bedenken, Politik würde sich „regulierend“ einschalten.

    Das größte Problem ist in der Tat die Politik, die in Märkte eingreift, frei nach sozialistischer Art, meint die Märkte beherrschen zu müssen, von denen sie sich vollständig abhängig gemacht hat. Das eingesetzte Kapital, unser Vermögen und das zukünftige Vermögen unsere Kinder und Enkel wird dort „alternativlos“ verbraten.

    Gruß
    dtesch

  26. @ Pampa Stier,

    jaja, für die arbeit und die steuerverklärung hast
    Du zweifellos recht, da muss ordnung rein, bin
    ich beu Dir.
    Abba in der freuzeit, Du warst doch auch mal jung,
    wat ham wa da für bolzen gedreht, mann oh mann.
    Von oben nach schräg und von links wieder hinten
    weitergemacht und gelacht und wo weiter, ganz
    ohne zwänge, fast wie heute die anarcho-fiffs
    ihre bilanzen und sonstige 55,5 milliardos schleifen und
    wer weiss was noch für versteckspiele verunstalten, odda ?

    Gruß Zamir

  27. @dtesch
    Weitaus gefährlicher könnten die Auswirkungen auf den Terminmarkt sein.
    Verwerfungen in diesem Bereich bergen unvorstellbare Risiken. Das wird deutlich, wenn man sich das weltweite Derivate-Volumen von sage und schreibe 1,5 Billiarden US-Dollar (also 1,5 Millionen Milliarden) vor Augen hält. Nicht einmal alle Regierungen der Welt, keine Notenbank und kein IWF könnten die Finanz-Kernschmelze verhindern, wenn die Derivate-Blase platzen sollte.

    Darüber hinaus zeigt der Fall MF Global, wie sehr die europäischen Schuldenorgien und die milliardenschweren Rettungsversuche, die noch künftige Generationen belasten werden, internationale Zocker einladen. Die Eurozone scheint einem Spielcasino zu gleichen.

    Mehr als drei Jahre nach der Lehman-Pleite wird an den Märkten mehr denn je gezockt. Die Zocker in den Banken setzen das Vermögen ihrer Kunden aufs Spiel, die Zocker in den Staatskanzleien und Ministerien die Zukunft und den Wohlstand ihrer Bürger.

  28. Hallo Pampa Stier,
    auch in anderen Blogs klappt es, wenn das Neueste oben steht.
    Reine Gewöhnungssache.
    Und ich dachte immer, die „Alten“ müssen „getragen“ werden :-))

    .

  29. dtesch,
    dazu paßt, daß in 2009 etwa 250 mal Windparkanlagen vom Netz genommen werden mußten wegen nicht ausreichender Netz-Leistung.
    In 2010 soll die Zahl der Abschaltungen die Zahl 1000 überschritten haben.
    Für die Zwangsabschaltungen erhalten die Windkraftbetreiber Schadenersatz, über den Strompreis zu zahlen.

    So sieht grüner Fortschritt aus.

  30. Viele Schreiberlinge die den deutschen Blätterwald und die Onlineseiten der Webserver füllen scheinen die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten wenig zu interessieren.
    Stellvertretend für diese Phänomen ist die Überschrift von Welt-Online
    „Berlusconis Reformen kommen nur schleppend voran“

    Was erwarten diese Leute, wie ein Land, egal welches, aus der Schuldenkriese, Strukturkrise, demographische Krise,… herauskommen kann?
    Da die meisten der Journalisten den linken und/oder sozialistische Systemen zugetan sind, kann man das auch wieder verstehen. Dort werden eben einfach nur Beschlüsse gefasst und die Wirklichkeit wird sich schon danach richten.
    Bei der „Troika“ und dem EU-Gespann AM + Sarko + Junkers, Schäuble nicht zu vergessen, scheint es ähnlich zu laufen. Da wird beschlossen, GR soll sich anstrengen, sparen und gefälligst das Wirtschaftswachstum ankurbeln, damit die Steuern nur so sprudeln. Woher das Wirtschaftswachstum kommen soll, wenn interessiert’s. So gesehen haben wir schon eine planwirtschaftliche, um nicht zu sagen sozialistische, Politik, die im Windschatten der Eurokrise die EU heimsucht: Die Realitäten werden einfach weg geleugnet.
    Was soll’s, wenn es in der realen Welt oft GENERATIONEN dauert bis schwere strukturelle Krisen überwunden werden und die Menschen bis dahin bereit sind auf Vieles zu verzichten, sich anstrengen, weiterbilden, für Technik und Innovation aufgeschlossen sind, dann bedarf es im Traumland der Linken oder der EU nur einer oder mehrere Beschlüsse.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article13696735/Berlusconis-Reformen-kommen-nur-schleppend-voran.html

    Gruß
    dtesch

  31. @Alpha..
    Wieso verarschung?
    Jeder normal denkender Mensch weiß und wußte das der benötigte, hierzulande produzierte, Strom im Winter nicht ausreichen wird.

    Krass, finde ich nur das man jetzt überrrascht tut;-))

    Und als Alpha hat man doch DEN durchblick,oder?

  32. @Römer
    Es kommt wie es kommen musste.
    Jedem der rechnen konnte und statt ideologischer Verbohrtheit einen kühlen Kopf bewahrte, war klar, aus welcher Erzeugungsart der Strom kommt, der nach D einführt werden muss.
    So zahlen wir im Ergebnis den teuren hochsubventionierten Ökostrom und gleichzeitig werden wir, damit die Netze halten, noch den verschmähten Atomstrom nicht nur aus Frankreich und Tschechien sondern wahrscheinlich auch noch aus Russland einführen.
    War natürlich absehbar, wenn man der Physik größeren Raum beimaß, als den Heilsversprechen aus dem Ökoland.
    So macht sich D ohne Not weiter abhängig von anderen Ländern und dass alles noch im Zusammenhang mit Staatsverschuldung, Rettungsschirmen, negative demographischer Entwicklung, ….
    Der Wahnsinn scheint dieses Land zu regieren.

    Gruß
    dtesch

  33. @

    Ein russischer Stromkonzern hat Deutschland den Import von Atomstrom angeboten. Inter Rao will den Strom aus einem neuen Kernkraftwerk bei Kaliningrad in die Bundesrepublik exportieren.

    Das Angebot dürfte Umweltschützer und Politiker in helle Aufregung versetzen. Denn sie führt die im Sommer vollzogene Energiewende in Deutschland und den zügigen Atomausstieg ad absurdum. Kowaltschuk lässt sich davon aber nicht beirren: „Ich bin mir bewusst, dass es in Deutschland Vorbehalte gegen den Import von Atomstrom gibt, dabei liefern Tschechien und Frankreich doch bereits.“;-)

    http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/stromimport-russen-bieten-deutschland-atomstrom-an/5796172.html

  34. „Am Anfang waren es zehn Garanten für die südeuropäischen Staatsschulden, gegen Ende nur noch zwei – Deutschland und Holland. Beide Staaten bürgen dann für eine Billion Euro, was 40 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung entspricht. Deutschland sitzt dann in der Griechenfalle – unfähig, die gesamteuropäischen Schulden zu bezahlen – und muss seinerseits den Staatsbankrott erklären.“

    Die Griechen scheinen dieses Verfahren beschleunigen zu wollen: Vertrauensfrage, Volksabstimmung. Wohin führt das? Droht jetzt die Schließung des Kasinos? Merkels Nerven scheinen jedenfalls blank zu liegen. Unserer Redaktion liegt der Entwurf einer Brandrede vor, die sie wohl dem „lieben Griechenvölkchen“ zu halten gedachte.

    http://www.ybersinn.de/2011/11/01/liebes-griechenvoelkchen/

  35. wenigstens ist das Kästchen zum SChreiben NOCH immer unten, das könnte man ja auch mal suchen müssen, wer weiß? Okay, ich höre ja schon wieder auf liebe Redaktion, aber offensichtlich geht es so ja wohl nicht, oder? 😉