Die Grünen in Besser

Die Piratenpartei verwirrt die Politik: Im Berliner Abgeordnetenhaus sitzen sie mit 8,9 Prozent der Wählerstimmen und reduzierten die sicher geglaubte rot-grüne Mehrheit auf einen Sitz – und zwingen Klaus Wowereit damit nun in eine Koalition mit der CDU. Der aktuelle Sonntagstrend der Wahlforscher gibt den Piraten bei einer Bundestagswahl acht Prozent – das würde reichen, um eine rot-grüne Mehrheit zu verhindern.

Das sind nur Augenblicksaufnahmen. Aber mit Fortune und Geschick könnte sich die Piratenpartei als neue politische Kraft etablieren – und das schneller als einst die Grünen, die dafür ein Vierteljahrhundert brauchten. Denn der Humus, auf dem Parteien wachsen, ist nicht so sehr ein ausgefeiltes Programm – da sieht es bei den Piraten nach Kraut und Rüben aus. Parteien wachsen aus dem Unmut über die herrschenden Verhältnisse und werden groß, wenn sie das Lebensgefühl vieler Menschen artikulieren. So entstand vor rund 150 Jahren die SPD, weil sie die Hoffnungen der vielen ausgebeuteten Arbeiter in den entstehenden Industrierevieren artikulierte. Die CDU ist mit dem kleinbürgerlich-katholischen Milieu verwachsen; die FDP die Partei der Freiberufler und Gewerbetreibenden. Die Grünen erwuchsen aus den Bürgerbewegungen, die gegen Atomkraft, Nachrüstung und Naturzerstörung demonstrierten und wegen der Unzufriedenheit mit dem damaligen Drei-Parteien-System aus Union, SPD und FDP.

Die Piraten dagegen repräsentieren den Lebensstil der Generation Internet, sie sind die Jünger von Steve Jobs. Das Netz ist ja nicht ein Spielzeug, mit dem man E-Mails verschicken und Pornovideos gucken kann; es ist eine soziale Revolution. Im und mit dem Internet kann man verdienen und einkaufen, sich verlieben und verlieren und das global, weil es die Begrenzung des Raumes aufhebt. „Die neue Grenzlinie verläuft nicht mehr zwischen links und rechts, sondern zwischen Off und On“, schreibt Sebastian Matthes in seinem Blog „ungedruckt“ auf wiwo.de. Die Altparteien sind hoffnungslos Off, insbesondere die Grünen. Die Piraten sind so ganz anders – sie sind nicht wie die Grünen technikfeindlich, sondern technikverliebt. Die Grünen pappten Aufkleber an ihre Büros „Kein PC in meinem Büro“; ihr damaliger hessischer Umweltminister Joschka Fischer blockierte die Produktion von Humaninsulin und trieb damit neue Technologien ins Abseits und ins Ausland – eine technikfeindliche Traditionslinie bis heute.

Die Piratenpartei ist von Männern dominiert. Weniger als zehn Prozent des Nachwuchses in IT-Berufen sind Frauen – aber bei Jobs an der Uni werden sie auf 50 Prozent hochgequotet und bald auch in der Industrie. Wenn die Piraten „Geschlechtsungleichheit“ ablehnen, wehren sie sich gegen die Frauenförderpolitik, die für die heute unter 40-jährigen Männer bedeutet, dass ihre Karrieren von Quotenfrauen blockiert werden. Ist es ein Wunder, dass sich Ausgegrenzte eigene Parteien schaffen? Politik entwickelt sich dialektisch, wusste schon Karl Marx.

Wenn die Piraten aus dem Bundestag twittern wollen, klang das komisch bis zu dem Tag, an dem alle Bundestagsparteien in den zweimal fünf Minuten Redebeiträgen der Euro-Abweichler gleich den Untergang des Bundestags beschworen – angesichts der Allparteien-Friedhofsruhe sehnt man sich nach Debatten, Transparenz und Gewissensentscheidungen statt blindem Fraktionszwang.

Noch fehlt den Chaos-Piraten der Wille zur Macht. Den hatten die frühen Müsli-Grünen auch nicht: Der wuchs erst dazu, als Kader der kommunistischen Splittergruppen wie Jürgen Trittin die Grünen als ihre persönliche Chance erkannten und die grün-naiven Gründer wie Petra Kelly verdrängten. Entscheidend wird sein, wer sich jetzt den Piraten bei ihrem Beutezug gegen die Altparteien anschließt. Veränderung wird immer von den Jungen erzwungen. Alte, graue Männer an der Spitze neu zu gründender Anti-Euro-Parteien sind weit weniger hoffnungsvoll.

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Alle Kommentare [335]

  1. @ Pampa,

    danke, für bücher war und bin ich
    immer zu haben. Schaun war mal,
    odda.
    HAste nun das bären-bankhaus
    durchsucht, oder was ?
    Mit Deinen rückmeldesystem
    stimmt auch was nicht.
    Muss man hier alles alleine machen ?

    Gruss Zamir

  2. @all
    Habe es noch nicht gelesen, wie so vieles, wurde aber aufmerksam gemacht, vielleicht interessiert es Euch ja:

    http://books.google.de/books?id=ESM8sDyNHNgC&pg=PA391&lpg=PA391&dq=heidbrink+ludger+hays&source=bl&ots=Juq2xaCisk&sig=x0fxJtFymOPSdvzY5fu8nSdcf4U&hl=de&ei=YXmZTr_lDKLg4QSnqryNBA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&sqi=2&ved=0CCUQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

    Zum Verhältnis von Moral und Ökonomie, dem marktwirtschaftlichen Prinzip. Eysel mach den Mund zu, wie sieht das Sabbern denn aus … ;-))), ein paar Appetizer gibt’s für lau, wer es natürlich ganz fressen will, muss kaufen. Die Empfehlung kam übrigens von einem Headhunter, scheint also en vogue zu sein.

    Gruß
    Pampa

  3. @ Pampa,

    jetzt so unmittelbar vor dem
    alles entscheidenden schlag
    sollten wir die reihen geschlossen
    halten und dieses ewige geplänkel
    mal bis zum endgültigen gesamtsiege zurückstellen.
    Du weisst selbst, die säbelzahntiger der Anarcho-Fiffis sitzen noch
    immer am längeren „HEBEL.“
    Wir können nur mit vereinten
    kräften, list und heimtücke,
    diesen verworrenen sumpfnattern,
    feld für feld abjagen,
    anders geht es nicht.
    Also, geduld und spucke,
    es wird schon.

    Gruß Zamir

  4. Weiß Du Zamir, es gibt drei Sorten von die Leut:

    1. Die einen beklagen sich immerfort, dass die anderen ihren Anforderungen nicht annähernd gerecht werden.
    2. Die anderen befürchten immerfort, dass sie den Ansprüchen der anderen nicht genügen.
    3. Der Samurey – er steht fest mit beiden Beinen auf dem Boden, leicht gepanzert, um wendig zu bleiben und tödlich in seinen Argumentationen.
    Naturgemäß jammern 1. und 2. über den Samurey, das ist ihre Art von devoter Huldigung.

    Hast Du Dir schon mal angesehen, wie ächte Samurai gehen, odda Shaolin-Mönche, ihre gesamte Körperspannung und –sprache? Gehst Du gerne in die Sauna? Okay, versuche es mal, beim nächsten Mal ist Dein Bademantel Deine Samurei-Rüstung, streife ihn über und wandle über die Erde wie ein Samurai. Du wirst sehen, es verfehlt seine Wirkung nicht, besonders bei den Mädchen nicht. Muss Mann natürlich etwas üben, sonst wackelt man wie ein aufgestelzter Amtsschimmel im Bademantel umher, ein Samurai geht anders.

    Du erinnerst Dich, wer hier Judoka ist? Judo bedeutet der leise Weg. Sehr viel Unterschied zu einem Samurey ist da nicht, was der Tragier in seinem unbegründeten Narzissmus absolut nicht vertragen kann. Das ist das ganze Geheimnis, wenn Du die Stellung liest. Ganz einfach.

    Gute Nacht
    Pampa

    @Mino Stier von Pampastier: Bleibe gelassen mit Alice, Du bist nicht allein, der unter der technischen Brillanz der Journalisten leiden muss. Aber bleibe hart, beinhart, nur wer den Blog-Gulag übersteht, gehört zu den Harten. Weicheyer können auch bei Schülerzeitschriften posten, im Frontjournalismus 1.0 sind die Grenzen wesentlich härter gesichert, Alice ist etwas für Kampfhundstreichler, nicht für Warmduscher. 

  5. @ Pampa,

    in allen filosofischen ehren,
    aber die menschen lassen sich einfach
    nicht mehr für dumm verkaufen und
    das bekommen die führungs-
    pappnasen zu spüren, zu hören
    und zu gemüte geführt.
    Wer so fahrlässig und laienhaft,
    mit hochtechnologie, massenweisem kapitaleinsatz und menschlicher verantwortung umgeht, der
    wird dafür die quittung erhalten,
    so oder so.
    Die ausreden-magazine sind leergeschossen; nichts geht mehr.

    Gruß Zamir

  6. @ Eyss,

    auch in diesem wunderschönen
    artikelchen von WM, von 21:13 Uhr,
    kommt Deine heissgeliebte,
    schund-elite denkbar schlecht weg.
    International ist man sich da
    längst einig geworden, die taugen
    nixx, die bringen keinen nutzen und
    die laufen nicht mal einer
    hammelherde hinterher,
    Deine völlig verquasten Eliten.
    Denn nichts ist grausamer als
    die realität.
    Sie werden Dir und mir und uns,
    noch eine menge stress bereiten,
    worauf Du dich verlassen kannst.

  7. Was ist denn das wieder ein Zirkus mit dem System.
    Der 5. Versuch und ich komme nicht durch mit meiner Antwort an Pampa.

  8. @

    Ein interessanter Artikel über die neulich verlautbarten Verluste der Erste Bank aus Österreich. In den Meldungen der Bank hatte es so ausgesehen, als wären irgendwelche Osteuropa-Aabschreibungen verantwortlich für den gemeldeten Verlust. Die Wahrheit ist laut dem Artikel stattdessen, dass die Bank CDS auf PIGS emittiert hat und deren Wert nun abschreiben musste. Weiterhin ist von nebulösen „Schrottpapieren“ die Rede, die von der Bank in Umlauf gebracht worden sein sollen. Gesamtwert beider Verlustquellen: 8 Milliarden Euro. Eine stattliche Summe für eine im europäischen Kontext eher mittelgroße Bank.

    Die Erste Group verstand sich immer schon als österreichisches Vorzeigeunternehmen. Besonders der Vorsitzende des Vorstands, Andreas Treichl, wird wie ein österreichischer Banken-Mozart hofiert. Und er nutzt seine Narrenfreiheit gerne für markige Sprüche. So bescheinigte er im Mai in einem Interview für die Zeitung „Der Standard“ der Politik pauschal komplette Ahnungslosigkeit. „Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig dazu und zu unverständig dafür, weil sie von der Wirtschaft keine Ahnung haben um dagegen zu wirken und das wird Österreich schaden und wir werden hinter andere Länder zurückfallen.”

    Allerdings dürfte auch Treichl selbst wenig Ahnung gehabt haben – zumindest von seinem eigenen Unternehmen: Noch vor weniger als zwei Wochen sagte er, dass die Erste ihre Gewinnprognose nicht revidieren werde, und 800 Millionen Euro Gewinn in diesem Jahr erwirtschaften werde. Am Montag nun hatten sich die 800 Millionen in einen Verlust in derselben Höhe verwandelt. Die Tatsache, dass sein Unternehmen binnen 14 Tagen um 1,6 Milliarden Euro ärmer geworden ist, begründete Treichl im österreichischen Fernsehen wenig überzeugend mit „ad-hoc-Meldepflichten“.

    Unterdessen stellt sich heraus, dass Treichl auch über die Gründe des Niedergangs geflunkert hatte: Nicht die osteuropäischen Teile der Bank sind für den Verlust verantwortlich, sondern CDS-Spekulationen. CDS (Credit Default Swaps) sind eine Art Kreditversicherung. Diese waren von der Erste nicht ordnungsgemäß in der Bilanz offengelegt worden. Für Experten stellen sich viele Fragen: Wer ist in Österreich für die Einhaltung der Bankgesetze zuständig? Wie viel Risiko wurde ins restliche Europa veschoben? Wie konnten die Wirtschaftsprüfer (Ernst&Young) diese gravierenden Mängel übersehen? Warum waren die Erste Banker so blöd, die CDS so offensichtlich falsch zu verbuchen?

    Über die meisten Frage herrscht naturgemäß Unklarheit: Es wird jedoch befürchtet, dass die Erste ihre Schrottpapiere, schön verpackt in neu Schrottpapiere, an andere europäische Banken verkauft haben. Damit könnte ein österreichischer Virus in Umlauf gebracht worden sein, der noch manchem in Europa Sorgen machen wird. Die Einhaltung der Bankgesetze scheint nicht oberste Priorität der österreichischen Bankenaufsicht zu sein – ein Systemmangel, den zu beklagen müßig ist, weil die Banken mit ihren Tricksereien immer schneller sind als die Regulatoren.

    Anders verhält es sich mit den Wirtschaftsprüfern: Experten halten es für schlicht undenkbar, dass Ernst&Young den Bilanzschwindel nicht bemerkt haben soll. Mit insgesamt 8 Milliarden Euro an riskanten Papieren sei die Summe einfach zu hoch, um „übersehen“ zu werden. Ernst&Young liefert damit ein weiteres Bravourstück an kreativer Buchhaltung ab: Die Prüfer hatten vor nicht allzu langer Zeit den Lehman Brothers vollkommene Unbedenklichkeit bescheinigt. Der Staatsanwalt von New York versucht, Ernst&Young wegen dieser Sorglosigkeiten zu belangen.

    Selbst Außenstehende haben das Desaster vorhergesehen: Der österreichische Föhrenbergkreis schreibt auf seiner Webseite „Wir haben schon im April 2009 den Jahresabschluss der Erste Group 2008 analysiert und dabei festgestellt, dass statt einem ausgewiesenen “Gewinn“ von 1,039 Milliarden Euro bei aufrichtiger Bilanzierung ein erheblicher Verlust zu schreiben gewesen wäre.“

    Was die Kompetenz der Top-Banker der Erste anlangt: Man kann dem Management keinen Vorwurf machen. Andreas Treichl hatte doch extra ein Top-Team für diese Aufgaben engagiert: Die Erste ist von den jenen „Finanzgenies“ beraten worden, die die Citigroup 2008 wegen der Anhäufung exorbitanter Verluste entlassen habe. Ein Kommentator auf der Website der Financial Times schreibt: „Jetzt haben sie es wieder getan, aber diesmal auf Kosten der österreichischen Steuerzahler. Ich bin mir sicher, auf dem Papier haben Sie erst einmal riesige Gewinne eingefahren und entsprechende Boni kassiert.“

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/10/27919/

  9. @ Magischa,

    diesen SIEG lassen wir uns
    jetzt auf keinen fall nicht
    mehr aus der tasche nehmen,
    koste es was es welle, odda ?
    Wir brauchen noch einen
    furchtbaren kampfschrei,
    damit der \“feind\“ seine
    aussichtslose lage erhören kann.

    gruß Zamir

  10. @ Möönsch Magischa,

    endlich geht’s vorwärts (achtung
    keine esspeedeehh-propaganda).
    Wurde abba auch reichlich zeit,
    dass wenigstend EINER hier
    bergeift, dass wir in allerhöxxter
    zeitnot sind.
    Hast Du denn nochmal die sauftware
    so rischdisch durchgeschüttelt, vor dem langen ritt über den bad-banken-sea ?
    Du weisst auf eine ordentliche
    verpflegung kommt es letztendlich
    immer an und wir müssen im notfall
    noch ein rauf-putsch parat haben.
    Welche schlacht-ross-verordnung
    würdest Du vorschlagen, für die
    erste karawanentortour ?
    Haben wir auch alle fotoalben mit
    den fahndungsbildern aufgefrischt ?
    Wenn man auch an alles denken
    muss, bei einer solch reichlich
    verwöhnten sippschaft, da fallen
    mir noch ein paar traveller-schecks
    brennend heiss ein, herrje-herrjemine. Schlafsäcke nicht
    vergessen mit eingenähter
    trikotagenheizung. Auf los, gehts los

    Mit solidarischen, siegesgewissen Grüssen, Zamir

  11. muss vorne gleich heissen „dir“ und nicht „deer“;-)
    und Null, karel, Dr. WM und ein paar andere Gelegenheits-Kollegen habe ich nicht vergessen, die kommen auf Jogis Juwelenbank neben Schürrle und Götzli, kümmern sich um die Enkel von Klose, damit die den Schweinsteiger zeitig üben, damit wa als Team endlich mal widda wat werden, ukrainisch-polnisch Meister der EU, dat mir ja keina den „Timotschenko“, so blond, so schön und sieben jahre Krätsche, oweia, damüssen mad und nasowas mal gemeinsam ran und wenn diese Kanuschowskis net höre wollet, dann bestellen ma in Oslo fünnef Tonne Kunstdünger mit Kalischniko und gegrillten realitästgegrillten Piraten, wa odda?
    Gloria in besser pirato, haschte es geschkreent, „Tonne“, schon widda a Wort mit 5 Nulle, pampa zähl mit, pampa scho widda a Wort mi fünf lettern, Zamir zähl mit ….Magi-c, a kind of five letter word °;°

  12. Zamiroccupowitsch, mit der als Vorstandsvorsteherdüse, eysel als „Oma in Besser“, pampa als Adonis der Gebirgsgipfelreserve, dem Goggokrodil vom mad als elektrogeschockter Dienstkinderwagen, detsch als volksabiturierter consieglere Greg und Klaus als GlobalSchuldenscouts, Mino als Mischung zwischen humodorierte Schlange und Stier fürs Chaiselonge und meinem name-double liber invitro Schneiderio blanco. dat janze ordentlich verbrieft, gehäscht und zertifiziert verpiesematuckelt in mündelsicheren Strukturen rechts.links-gefesselt und TiTo-geknebelt
    kann uns aber auch keener, wa?
    Hand drauf, nasowas sei Dank und Kruzipedro;-)

  13. Damit niemand auf datenschutz-rechtlich falsche gedanken kommt:
    Es sollte um 19:00 Uhr, im zweiten
    satz tatsächlich Ratingagenturen
    heissen, da aber das t und das h in
    unmittelbarer nachbarschaft
    angeordnet sind auf der tastatur, dieser lapsus, tschuldigung.
    Ordnung ist die halbe miete, woll.

  14. @ Eyss und @ Pampa,

    helft mit doch mal, wie ist das denn nun ?
    Sind die banken schon alle pleite, oder
    griechenland, ist der euro schon kaputt, oder nur der dollar, werden bald die USA nochmals herabgestuft, oder Herr Ackermann und wollen die
    drei höxxten ameriggonischen
    Ratingagenhuren nun Frau Merkel als
    Vorstandsvorsitzende einstellen, odda wie und wann kommen endlich die
    chinesen und übernehmen den
    saftladen und was machen
    pofalla und bosbach bei alledem?
    Ist denn bunga-bungasconi noch
    römischer freudenhausconsul und
    wie geht es madame sarkoszy?
    Wieviele rettungsringe brauchen denn
    noch die spanier, die portugaller und
    eventuell auch wir ?
    Da ihr ansonsten doch auch
    den überblick behaltet, wie
    iss es denn nu mit all diesen
    josefspfennigen und dem zinseszins-
    verbot in zeiten der sozialen
    cholera ?
    Wieviele schulden kommen denn
    noch aus heiterem himmel
    so auf uns steuerbezahler hinzu ?
    ICH will es jetzt endlich ganz genau
    wissen, das könnt Ihr doch
    nachvollziehen, odda ?

    Gruß Zamir

  15. @ Hans-Jürgen,

    wie war das noch, sind gewwerkschaften nun auf
    arbeitgeber, oder auf
    arbeitnehmerseite angesiedelt?
    Habe es im laufe der letzten
    jahre glatt vergessen,
    hilf mir doch mal, bitte. Danke

    Gruß Zamir

  16. @ Eyss,

    Du „allda“ elite-verteidigungsminister
    schau doch bitte mal nach england,
    was Du so alles unter dem Nämchen
    Liam Fox herausfiltern kannst.
    Da kann einem so mancher
    hut hochgehen, auch ohne
    gebashe.
    Das ist doch gerade das schöne,
    sie liefern sich alle selbst
    ans messer, die armen und
    gebeutelten Eltionäre.
    Der näxxte fall ist bereits
    in der röhre, wart’s ab
    Henry Higgins, warts ab.

    Schöne Grüsse aus dem
    schönen Hochtaunuspark, Zamir

  17. @ Zamir, mein Konzept ist die Vernunft bei Geld und Schulden. Es ist wie mit der Medizin. Zu wenig hilft nicht, zu viel ist tödlich. Ich tippe mal auf eine Sparquote der privaten Haushalte von acht Prozent. Sie muss also noch um drei Punkte gedrückt werden. Das ergäbe 92 Prozent direkte Nachfrage und nur acht Prozent über Kredite. Etwas mehr Gewinne für alle Arbeitgeber wäre hilfreich. Die hätten dann nämlich Geld in der Kasse, bisher nicht vermittelbare Arbeitslose einzuarbeiten. Mein Ziel ist: Mehr offene Arbeitsstellen als Arbeitslose. Dann hätte Gewerkschaften endlich wieder Boden unter den Füßen. Vernunft verstanden?

  18. @ Magischa,

    nach der gewonnenen revolution
    werde ich Dich zum linken
    Rechtsbeistand einberufen.
    Das wär‘ doch was, odda ?

    Gruß Zamirocuppy

  19. yeeepeh, gewusst wie, Mann muss dieses captcha-Monster einfach nru austricksen, das Biest hat einen dermaßen scharfen Verstand, geht wohl bei eysels ein und aus;-)))

  20. mit \“subsumieren\“ auf eysel-niveau (= total realitätsübersäuert) kann man weder gut regieren, noch gut opponieren noch gut darüber schreiben, noch unterhaltsam darüber diskutieren.
    Magischa, yours born to be a light;-)

  21. Ich halte das über die angeblich vielen linken Journalisten für eine Mär.
    Was man so alles unter dem Begriff „links“ subsummiert und aus welcher politischen Richtung das Schlagwort kommt, sieht man unter anderem hier
    http://goo.gl/9UrrG

  22. „Denn es begab sich zu einer
    zeit, da kamen alle philister,
    pharisäer und falschen propheten
    zusammen und sprachen mit
    gefälschten engelszungen von giftigen papieren, um
    das alte, marode reich doch
    noch vor dem nahenden
    untergang zu bewahren.“

  23. „Wir sind nicht gewillt, der Profitgier und dem skrupellosen Wachstum
    einer winzigen Elite weiter
    zuzusehen.“
    Nach Ocuppy wallstreet folgt
    auf dem fusse, Ocuppy frankfurt.
    Ich plädiere ja hier auch schon lange
    zeit; „Irgendwann ist schluss mit
    wuzzich und wenn nicht, dann
    rappelt’s in der kartonage,
    abba ganz gewolldich, odda ?“
    Wenn alle erklärungen und verlautbarungen und schnöden
    versprechungen nichts mehr
    helfen und jegliche aufgesetzte,
    gekünstelte logik zum versagen gezwungen ist, dann, ja dann ist
    BESCHERUNG.
    Denn es gibt ein kloanes grüppchen, seit vielen jahrzehnten, die nimmt
    sich ganz einfach das was sie
    will, ohne lange zu fackeln und zu
    fragen, ja wo san ma denn,
    im irrenhaus der ANARCHO-FIFFIS ?
    So leicht geht das.

    Gruß Zamir

  24. Ja Minotaurus und wenn mich nicht alles täuscht, kann natürlich sein, bist Du Ghost. Capture? Wenn nicht verzeihe, wenn ja, es sei Dir verziehen. Ohnehin eine sträflich vernachlässigte Eigenschaft von Menschen unserer Zeit, zu verzeihen, zugestehen zu können, dass nichts perfekt ist und alle Fehler machten und machen. Wer ohne Fehl und Tdel ist, werfe den ersten Stein. Erwähnte ich schon, dass ich Steine verkaufe? Ja ja.

    Gruß
    Pampa

  25. Pampa
    Ich möchte hier mal die Journalisten etwas in den Windschatten stellen. Ich bin keiner, habe mit denen nichts zu tun, bin nur hin und wieder ihr \“Opfer\“; dann muß man genau aufpassen, was die schreiben, und daß sie nicht Unautorisiertes herausbringen.
    Journalisten befinden sich nach deren eigener Aussage in einem erbarmungslosen Konkurrenzkampf. Ich frage mich, ob in diesem Zeichen noch \“ehrlicher\“ Journalismus möglich ist. Vieles wird auch nachgeplappert, was von \“höherer Stelle\“ kommt. Sonst drohen Anrufe von Politiker-oder Wirtschaftsseite – das soll hin und wieder vorkommen.
    Presse, Wirtschaft und Politik sind, grosso modo, verflochten, bilden eine Symbiose. Viele Journalisten arbeiten ja bekanntlich unter prekären Bedingungen, die Arbeitslosigkeit lauert an jeder Ecke.
    Ich jedenfalls möchte kein Journalist kein.
    P.S. Dieses Captcha-Filter ist kurios. Letzthin wurde ich aufgefordert, eine mathematische Formel, mit Sigma/Wurzel-Zeichen nachzutippen. Ich bin nicht kleinlich, aber da habe ich doch aufgegeben.

  26. @ Pampa
    „Versuche mal im Netz Witze über Journalisten zu finden. “
    Da die meisten Journalisten mit den Linken sympathisieren, haben sie wohl auch deren Humor, oder das was als solcher bezeichnet wird, übernommen.
    Wie Jan Fleischhauer in seinem Buch „Unter Linken“ berichtet, ist der Humor der Linken in der Tat todtraurig. Nur eingeweihte (Linke) werden pflichtbewusst über solchen Humor lachen.

    Gruß
    dtesch

  27. @ Eyss um 10:29 Uhr,

    wenn Dir weiter nichts vernunft-
    begabteres mehr einfällt, dann
    hilft eigentlich nur noch
    antibiotika und bubble-gum, weil Dein
    uraltes krankheitsbild wieder voll
    durchbricht, voll von Dir besitz ergreifet und Dich
    rüttelt und schüttelt, mai liaba.
    Dreimal täglich, morgens, mittags und
    abends jeweils eine ampulle, woll.
    Fragen „sie“ ihren arzt und den Leo.

    Gute Verbesserung, Zamir

  28. @ Pampa,

    mal ohne jux und dollerei, wir leben
    nun einmal in einer verflucht
    tabulosen zeit und da beisst die
    maus den faden nicht ab.
    Ich kann alle Deine feststellungen
    bestens nachvollziehen und dennoch
    bleibt bei allem resümee, eines
    festzuhalten, die augenblicklich
    vorherrschenden macht-, regierungs-, verwaltungs- und fast alle anderen strukturen sind den
    aktuellen anforderungen schon lange nicht mehr gewachsen; wir haben aus unserer vergangenheit nicht viel
    gelernt. Jeder versucht so gut es
    irgendwie geht, „seine schäfchen ins
    trockene zu bringen.“
    Das kann’s, bei aller liebe nicht sein.
    Vielleicht erleben wir noch den einen
    oder anderen Rrrumms, bzw.
    Umsturtz, wer weiss.
    Die momentaufnahme jedenfalls lässt
    keine grossen hoffnungen auf
    eine wesentliche verbesserung der situation aufkommen.
    Letztes beispiel hier, Leo sein
    Apoteker, da war und ist was
    oberfaulschimmelig.

    Alles Gute, Zamir

  29. Lieber Zamir,

    „Heutzutage kommt alles, fast alles an das tageslicht und dies
    hat weltergreifende veränderungen bewirkt und dieser
    prozess ist immer noch am reifen.“

    Meinst Du? Ich will Dir mal was sagen, heutzutage kommt so viel Unsinn an die Oberfläche, dass es für schlichte Geister kaum noch möglich ist, den wenigen Sinn aus dem ganzen Unsinn herauszufiltern. Das ist die perfekte Verdunklungsstrategie, Leute derart zu zu müllen, neudeutsch zu spamen, dass die entscheidenden Informationen, sofern sie überhaupt ans Licht kommen, im Müll ersaufen.

    Nun ist es aber so, dass sich die meisten Menschen einbilden, die Weisheit mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Irgendwie haben die Leute den Eindruck, sie würden von allen möglichen Themen etwas verstehen.

    Das siehst Du auch hier im Blog schön. Alle reden über alle möglichen Themen, von denen sie bei Lichte betrachtet nur einen Hauch Ahnung und einen Sack voller Vorurteile haben und so über die Erde wandeln. Nur eines vermeiden fast alle tunlichst: Über Ihre eigene Profession zu sprechen, von Dingen, von denen sie wirklich Expertise erworben haben. Es könnte ja auch unangenehm werden, wenn man sich als Angriffsoberfläche zum Disput stellt, odda?

    Und die Königsklasse dieser Gattung sind Journalisten als leuchtende Vorbilder. Journalisten reden, schreiben, diskutieren und funken über alles, nur nicht über Journalismus. Die Produktionsprozesse und Meinungsbildungsprozesse bleiben vollkommen im Dunkeln. Zudem wird andauernd von Einzelfällen auf das Große und Ganze geschlossen. Dem dummen Volk kann man ja auch alles erzählen und die erzählen es sich dann weiter, weil es ja im Internet/Zeitung/Radio/TV etc. publiziert wurde und damit notgedrungen stimmen muss.

    Kleiner Test: Versuche mal im Netz Witze über Journalisten zu finden. Weitgehend Fehlanzeige, Journalisten machen nur Witze über andere, nie über sich selbst, sie nehmen sich weit wichtiger offenbar, als sie sind. Was ist das nur für eine Berufsgattung, die nie über sich und ihre kleineren und größeren Macken herzhaft lacht? Muss ein todtrauriger Beruf sein, gespenstisch, dunkel, düster, kummervoll, lugubrious.

    Wenn das Deine Grundüberzeugung sein sollte und Du Dich wie Diogenes, ein Schüler von Antisthenes, der wiederum ein Schüler von Sokrates war, auf diese Position zurück ziehst und Deinen Nutzen in der Tonne versuchst zu maximieren, bist Du Philosoph.

    Der andere Schüler von Sokrates, Plato und dessen Schüler, gaben sich damit aber nicht zufrieden, sie wollten die Welt eruieren und besser verstehen zu lernen, sie verließen den Hein und begannen zielgerichtet zu forschen, auch sie sind Philosophen.

    Der riesige Rest aber sind Promenadenmischungen, nicht Philosophen, die sich gerade das heraus suchen, was ihnen in den Kram passt und ihre Vorurteile immer weiter zementiert, die sich Ketten und Kugeln anlegen an die Stellen, an denen eigentlich die Flügel ihres Verstandes hätten wachsen sollen.

    Denke mal darüber nach, analysiere die Stellung Fernschachspieler! Ein guter Blitzer wirst Du nur, wenn Du vor dem Match exakt weißt, was Du zu tun beabsichtigst, Deinen Gegner kennst, Dich selbst kennst, und dann eiskalt und durchtrainiert wie eine Kampfmaschine am Brett zuschlägst Cobra. Kein Erbarmen, keine Zeit für Mitleid, Du bist trainiert Zamir, selbst die Bewegungsabläufe vom Anfassen der Figur bis zum Drücken der Uhr hast Du wieder und wieder trainiert, Du rechnest eigentlich nicht viel, Du funktionierst einfach, weitgehend über das, was Leute Talent nennen und Du Disziplin, Blut, Schweiß und Tränen im Training, Du hast ein ganz anderes Eröffnungs-Reportoire als bei Turnier-Partien, der Blitzer in Dir und der Fernschachspieler sind vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten Killer. Zeitnot-Anfällige sind nicht einfach gute Analytiker und Strategen, das sind Ausflüchte der Künstler, nein, sie sind schlecht trainiert, nicht denkfaul, aber viel zu perfektionistisch, zu entscheidungsschwach, um es jemals im One on One es zu etwas zu bringen. Von Minutos, Dos, Quintos über Turnierpartien bis hin zu Studien, trenne das, perfektioniere es jeweils für sich und füge es zu einer einzigen Kampfmaschine zusammen. Besiege Deine Schwächen, stärke Deine Stärken! Und vor allem Zamir, wenn Du die Jugend trainierst, bestärke sie in ihrem unbedingtem Siegeswillen, nehme ihnen die Angst zu versagen, ja sie wollen alle schnell killen, das ist gut so, aber sie brauchen einen Plan B, C, D,, wenn sich das designierte Opfer länger als erwartet wehrt. Baue sie ruhig auf, nicht gleich messerscharf, sie können so unglaublich viel aufnehmen in kurzer Zeit und handeln sich dabei Schwächen ein, die später nur noch sehr schwer korrigierbar sind. Schach-Training beginnt mit dem Endspiel, nicht mit Killer-Eröffnungen. Sie müssen zwölf Runden gehen können Zamir, wenn wir es aufs Boxen übertragen, nicht in den ersten drei den Gegener um jeden Preis ausknocken wollen, um dann, wenn das nicht klappt, kaputt in den Seilen zu hängen odda im Schach vor der Ruine ihres Übermuts zu stehen. Du tust ihnen keinen Gefallen, wenn Du sie gewinnen lässt, ihre Gegner im Wettkampf werden nicht so gnädig sein. Wir waren doch alle mal jung, machte es nicht viel mehr Spaß einen Drachen, Najdorf-Bauernraub oder meinetwegen in Deiner Jugend mal Evans-Gambit zu trainieren, als Endspiele? Nicht wahr? Okay, lasse sie mal Evans-Gambit trainieren und setze ihnen die Lasker-Verteidigung vor. Dabei wird den besseren sehr schnell klar, warum das Evans-Gambit sehr bedenklich ist, wenn auf der anderen Seite ein Tier sitzt. Das ist in gewisser Weise ein psychologischer Schock, der Charakter der Stellung entwickelt sich ad hoc diametral anders. Wehe, wenn Du dann nicht fit in Endspielen bist, dann geht sofort die Welt bei den kleinen Meistern psychologisch unter. Du meinst Capablanca sei ein Remis-Spieler gewesen? Zamir, Zamir, es gab zu seiner Zeit keinen besseren Endspültechniker, der schlug gar Lasker in seiner ureigenen Domäne, genau das machte Jose so gefährlich, spektakulär sah das selten aus, aber meinst Du ernsthaft, Capa hätte das nicht auch gekonnt? Wenn Du mich fragst ein Meister der Selbstdisziplin, ein schachlicher Asket. Das Zamir, ist für jeden aggressiven Spieler das Fiasko. Gegenüber sitzt Dir ein Endspiel-Monster, er pariert alles, sieht alles und drückt dich nach und nach unerbittlich an seine Wand, er führt dich Stück für Stück in seinen Schlachthof, keine unforced errors, nix, kein Hoffen auf Erbarmen, wenn du richtig gut bist, kommst du vielleicht mit remis davon, wenn nicht schlachtet er dich im Endspiel ab wie ein Stück Vieh, das prädestinierte Opfer-Lamm. Wie meinte Peer Steinbrück, als er 37 Züge gegen Kramnik in einem Simultan-Match „durch gehalten“ habe, nicht schlecht? Das zeugt nur davon, dass er in keiner Weise wusste, gegen wen er da spielte. Kramnik tötet nicht schnell, aber ziemlich sicher, der ist technisch perfekt ausgebildet. Ob Steinbrück da 17, 37 odda 87 Züge lang stirbt, ist dem herzlich egal, vermutlich erfreut es ihn eher, wenn er ihn beobachtet, wie er gegen den Sumpf ankämpft. Genau das hat Anand auch verstanden, als er Kramnik schlug. Ich sah Vishy noch nie so scharf spielen, das will bei ihm schon was heißen, der ging volle Kanne auf schnellen Knock-Out und im offenen Fight ist Vishy einfach stärker, brillianter, technisch versierter ist Kramnik. Das hat Kasparov nie so richtig geschafft, Kramnik dahin zu bringen, auch wenn der Inder so lieb guckt, man nennt ihn nicht umsonst den Tiger von Madras. Der Unterschied zwischen Kasparov und Kramnik ist allerdings, Kasparov ist kein Mädchen, wenn Vishy gegen ihn wie gegen Kramnik spielen würde, sitzt gegenüber die gleiche odda eine noch schlimmere Bestie, wie er selber ist. Das kann er mit Kramnik machen, mit Kasparov nicht. Es sind Nuancen, die auf diesem Level entscheiden. Egal wie wir beide gegen sie spielen würden, vollkommen zwecklos, hoffnungslos, von 1200 auf 1800 ist ein ganz anderer Sprung, als von 2200 auf 2800. Das täuscht Zamir. Ein 2800er kann alles in allen Disziplinen besser, als ein 2200er, die machen keine (gröberen) Fehler, no way, Du bist des Todes am Brett. Einen 1800er kann ein 1200er schon mal übertölpeln, wenn er irgendeine Neuerung aufgeschnappt hat und sie anbringt. Die Neuerungen kommen aber von 2800ern, die kannst Du schlicht nicht vom 2200er Niveau aus überraschen und wenn ist es derart kompliziert zu spielen, setzt viel zu viel Grundlagenausbildung voraus, als dass Du ein +== irgendwie ins remis retten könntest. Das Zamir, ist Spielstärke, zugegeben sehr schwer zu messen.

    Ich verstehe das Super-Talent Carlsen bis heute nicht, dass er sich von einem persönlichen Trainer wie Kasparov getrennt hat odda trennen ließ, dummer Junge mit ungeheurem Talent. Aber mal ehrlich, gib uns beiden 14 Tage intensives Training mit Garri, meinst Du nicht, wir hätten dann auf Anhieb beide 140 Elo Minimum mehr? Selbst wenn Carlsen heute mehr Elo als Garry haben sollte, kann gut sein, er könnte noch so viele Elo von ihm lernen, der alten Kampfsau, die er selber noch gar nicht hat. Wie setzt sich denn die Elo zusammen, was genau definiert der Sammelbegriff in welchen Bereichen als Spielstärke? Kann ein 2890er nicht von einem, was weiß ich, 2820er Ex-WM lernen? Oh doch, sehr viel sogar, achtet mir die Schach-Senioren, nicht nur diese.

    Okay, nicht wie bei uns beiden in zwei Wochen vielleicht 140, aber vielleicht in einem Jahr 14? Das genau ist die Nuance, wenn er meinetwegen gegen Topalov ans Brett muss, gegen uns beide ist das natürlich unerheblich, gegen Topalov schon. Außerdem hat Kasparov absolut Recht, Carlsen muss in den Ring gegen absolut tödliche Gegner. Selbst wenn er verlieren sollte, nur so kann der Kleine wachsen. Sonst stirbt er den Tod der Wunderkinder. Aber das ist nur meine Meinung Zamir, das liegt außerhalb des Dunstkreises meiner intelektuellen Wahrnehmungsfähigkeit, odda zu deutsch, dafür bin ich einfach nicht gut genug, zu dumm, um es genauer beurteilen zu können.

    Die Schüler von Diogenes funkten den anderen aber nicht laufend dazwischen, klagten nicht an, sie zogen sich in die Tonne zurück und fristeten so ihr Dasein. Sie verlangten auch nicht von den anderen, dass für sie gesorgt werde. So wird das ganze etwas stimmiger, wenn Du konstatieren möchtest, es hätte sich die letzten 3000 Jahre nichts geändert.

    Vom Bruder zur Sonne aus dem wahren, schönen und guten … gehe mir aus der Sonne?! Aber auch das bedeutet vollkommene Askese Zamir, höchste Anstrengung und Disziplin. Wenn Du nicht bereit bist auf alles zu verzichten, dann fordere das auch nicht von anderen. Wenn Du konsequent bist, dann trenne Dich von allen irdischen Gütern. Gehe mit leuchtendem Vorbild voran, bzw. krabbele in die Tonne.

    Das kann aber bei Dir noch nicht sein, odda auf was liest Du gerade? Rente, Sparbücher, Haus etc., das ist doch alles nur belastendes Kapital, zum Teil nur Geld, Ausgeburt des Bösen, Teufel weiche, trenne Dich von ihm und gehe hin in Frieden …;-)

    Alter Schwerenöter …

    Amen
    Pampa

    Na? Come on try a little, nothing is forever, it’s got to be so much better than in the middle, we, you and cinderella put it all together … http://www.youtube.com/watch?v=iCRmjTM3CXE

    With the efficiency you’ve come to expect from yourself, you’ll turn heads while you turn profits. Auf der Ladefläche vom Coronado ist auch für Dich und Deine Tonne Platz, Schüler des Diogenes. Wir erhöhen vorne die Bandidos auf fünf und hinten die Hells Angels auch.

    Profit, Macht, Liebe … haben alle fünf Buchstaben und sind somit das gleiche odda zumindest sehr ähnlich, odda? Vergiss Diogenes, Plato hat auch fünf Buchstaben.

  30. Das Oberthsche Gesetz

    „Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schurken stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen.

    Infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird um so schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist.

    Das muss man wissen, wenn man die Weltgeschichte verstehen will.“
    Hermann Oberth

    Man sollte es schon so interpretieren wie es da steht.
    Aus den oben genannten Gründen findet eine „Anreicherung“ statt. Heißt also nicht, dass zwangsläufig jeder in den höheren Gesellschaftsschichten ein Schurke ist.

  31. @ Eysel, sei beruhigt. Wenn alle Autos demnächst elektrisch, also ohne einen Cent Mineralölsteuer fahren, wird die km-Steuer eingeführt. In den Niederlanden soll die 2012 eingeführt werden, mit einem Navi von Siemens, so groß wie eine Zigarettenschachtel. Das zählt jeden km. Dein altes Navi berechnet die km/h schon immer genauer als der Tacho. Das Finanzamt weiß in Zukunft immer genau, wie schnell Du fährst und bucht die Verwarnung automatisch von Deinem Konto ab. Deutschland darf nicht bankrott gehen.