Keine Stille Nacht

Deutschland, ein Weihnachtsmärchen: Die Arbeitslosigkeit sinkt, Lohnsteigerungen werden vorgezogen, und für den Dax ist ein Kursniveau von weit über 8000 erreichbar. Zuversicht hat die Einkaufstüten so prall gefüllt wie die Auftragsbücher in fast allen Branchen – selbst die Autoindustrie, die mit ihren schweren Kisten ja angeblich am globalen Markt vorbei produziert, schiebt Sonderschichten zwischen den Jahren, statt Stille Nacht am Fließband zu üben.

Es ist, als ob das Land nach Jahren der Trübsinnigkeit und Selbstzweifel neues Selbstbewusstsein gefunden, sich in der Krise des Jahres 2008 neu erfunden hätte – eine Art Wirtschaftswunder 2.0, pünktlich zum Fest geliefert. Vor einem Jahr hat sich zwar der Aufschwung schon gezeigt – aber „zittrig, schwungvoll geht anders“, stand damals an dieser Stelle. Doch spätestens seit Sommer ist er da, der Schwung; Wachstumsraten werden in 2010 monatlich nach oben auf bis zu 3,8 Prozent korrigiert. Wie aus einem Lehrbuch vergangener Wirtschaftswunderjahre war es zunächst der Export, der die deutsche Konjunktur angetrieben hat – doch mittlerweile steigt die Nachfrage nach Investitionsgütern, weil Fabrikationsanlagen erweitert werden. In den vollen Fußgängerzonen drängt sich das lange verpönte Wort vom Konsumrausch auf, und man gönnt es den Menschen nach zehn Jahren sinkender Reallöhne. Die Sprecher der Handelsverbände müssen sich sehr anstrengen, ihr freudiges Gesicht hinter der berufsüblichen Klagemiene des Kaufmanns zu verstecken. Der Aufschwung nährt sich selbst, er wird selbsttragend, wie es in den Sprachschablonen der Konjunkturforscher heißt.

Pflichtgemäß kritisch stellt sich da die Frage: Was ist da eigentlich passiert, wer hat den Schalter nicht nur gefunden, sondern auch noch gleich umgelegt in die Position „Wachstum“? War es Gerhard Schröder mit seiner im Ergebnis sehr erstaunlichen Flexibilisierung des Arbeitsmarkts oder Schwarz-Rot mit Abwrackprämie, Konjunkturprogramm und Kurzarbeitergeld oder doch die schwarz-gelbe Koalition der Zänkereien? Der Erfolg hat viele Väter, nur der Misserfolg ist ein Waisenkind. Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn arbeitet einen ungewollten Erfolgsfaktor heraus – mit der Einführung des Euro vor zehn Jahren begann für Deutschland eine Leidensgeschichte. Kapital floss ins europäische Ausland oder in den amerikanischen Häusermarkt. Neuerdings sucht ein Teil der Mittel wieder nach Investitionsmöglichkeiten in Deutschland. Das Land in der Mitte Europas hat die durch den Euro ausgelöste Anpassungskrise, hat lange Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikte nicht nur überstanden, sondern sogar produktiv zu nutzen gewusst. Wenn es so bliebe, könnte das alte Jahr eine Reihe wirtschaftlich guter Jahre einläuten.

Fragezeichen bleiben. Das Wirtschaftswunder einiger europäischer Partnerländer stellt sich als kreditfinanziert heraus. Der andauernde Konflikt um den Euro ist auch ein europäischer Verteilungs- und Machtkonflikt: Anfangs schien es aus europäischer Sicht gut zu laufen, weil Deutschland durch den Euro eingehegt, gezähmt schien. Jetzt erwachen wieder die Ängste vor diesem Riesen, der in der Vergangenheit meist ziemlich aggressiv geworden ist, wenn er sich aufgerappelt hat.

Hoppla, wir sind wieder wer! Die Selbstbescheidenheit der Nachkriegsgeneration passt nicht mehr zum Habitus einer wachsenden Geschichtsvergessenheit. Den Volksparteien läuft das Volk weg, das sich durch Verschwurbelung offenkundiger Missstände und Wegducken nicht mehr vertreten fühlt – die Sarrazin-Debatte, aber auch Stuttgart 21 und die Euro-Debatte zeigen den eklatanten Kontrast zwischen von Berlin verklärter und vor Ort erlebter Wirklichkeit. Die Modernisierungswoge erzeugt Gegenkräfte, weil das Gewohnte, Sichere abhandenkommt und eine mentale Unbehaustheit entsteht. Es wird ein spannendes Jahr – weil Brüche in der europäischen Währungs- und Stabilitätspolitik das gemeinsame Haus gefährden.

Machen wir das Beste daraus.

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Alle Kommentare [591]

  1. Pampa, zu deinen Ausfühungen zur „Staatsfinanzierung“:

    zu den Punkten1. und 2. sehe ich so wie du

    zum Punkt und den sächsisch-freistaatlichen Verhältnissen, soweit mir bekannt:
    . einige Tausend Staatsdiener in Sachsen (und das anders als in Hessen und vielen andeen „west“deutschen Bundesländern) kliegen mit Ihren Altersansprüchen dem Bund auf der ungefüllten Tasche, denn Kurt Hans Biko und sein Finanzminister Milbius haben gleich Anfang der 90er Jahre vielen öffentlich Bediensteten, die im alten Westen Beamte sind diesen Status nicht verliehen, sondern sie zu „Angestellten“ gemacht, deren Rentenanwartschaften später von der BFA bedient werden, typisches Beispiel: Lehrer.
    Selbst bei den verbleibenden Beamtenansprüchen, die bei den Bundesländern eingelöst werden müssen, ist der junge Freistaat
    in einer vergleichweise weniger aussichtslosen Position als die alten Neukameralisten, wie z.B. Hessen, denn es gab schon Jahre, in denen der junge Freistaat hierzu Rücklagen gebildet hat.

    Wenn du oder manche andere also „Investitionsmöglichkeiten“ auf Bundesländerebene suchen, denen am ehesten auf die nächsten 10-15 Jahre einen Hauch von Solidität anhaftet, dann kauft die 12 Mird, die sachsen am Kapitalmarkt refinanzieren wird, solange es die Zuckerstücke;-) noch gibt. Von wegen „fallendes Messer“, aAltHerrengeschwätz der sich selbstfroh machenden Sorte;-) nicht wahr, greiseleyselmio-sonneconburgwonne, um’s mal pseudo-intellektuell zu karamelisieren *#*

  2. @Tommy
    „…und heute? Null Regung, als wäre ein akut drohender Staatsbankrott, der immer noch mächtigen USA, das Normalste auf der Welt. Im Gegenteil, der Euro fällt weiter. „

    Das wissen doch schon alle Beteiligten.
    Das Rad wird solange gedreht, wie es eben geht.
    In Anbetracht der Schulden heißt es für die Börsen: Ruhe bewahren und Stillhalten. Wer will schon den ersten Stein werfen?

    Gruß
    dtesch

  3. Eysel, hat wenig Zweck mit dir in diesem deinem Zustand: einerseits hälst du mir meine „Lieblingsbeschäftigung“ unter die Nase, um dich im nächsten Satz ausführlich in deine „Lieblingsbeschäftigung zu stürzen. In der Tat, tragisch!

    dtesch, deine Antwort an Greg um 17:11 spricht eonerseits Bände. Zum anderen ist gegen diese deine Grundhaltung soweit nichts vorzubringen. Allerdings: Du möchtest ja wohl nicht bestreiten das du – gestützt auf deine ach-so-heftig-geschätzte Erfahrung – hier zu manchem Keulenhieb in die Allgemeinheit ausgeholt hast. Das hat hier jeder mitgelesen, auf was du nicht alles einen Brass hast. Genau in diesem Moment wird es aber für dich verpflichtend auf Gregs Wunsch nach intersubjektiven belegen oder auf dein Falsifikationsanstrengungen einzugehen, ansonsten diskreditierst du dich selbst als Dampfplauderer, verstoahst.?!
    Und genau an diesem Punkt hast du in deinem Praktiker-Kopf ein Loch, so groß wie ein Scheunentor. Das lernt man in den meisten akademischen Ausbildungen nämlich im Grundstudium, wenn nicht da dann nie, es sei denn man landet eines Tages rein zufällig in der Bildungsrepublik Tichy-Town. Aber auch da gilt, bevor man sich selbst zufrieden und sich selbstgewiss genug um sich selbst dreht, und für den Rest der Republik und alle Studenten im Grundstudium, die hier mitlesen, den Vorführzwerg gibt, lerne hören und zu verstehen, um auch mit fortgeschrittener Lebenserfahrung noch dazu zu lernen. Ansonsten ist das hier eher eine Selbstbefriedigungsnummer gegen Praktikerkummer. Und dann noch dies, dafür das du hier den Lernverweigerer gibst, der sich selbst des öfteren vorführt, kann weder ich noch sonstwer und schon gar nicht Greg was. Und wir, sei gewiss, wir vergeben dir deine etepete-Verrenkungen von 17:11 gerne, denn wir wissen wie schwer es Ü 55 sein kann. Also krieg dich wieder ein, PRaktiker und anerkenne das geistige Potential, das dir hier begegnet;-)

  4. @ Tja Magier, Hauptberuf Eys Kritikaster um 12:40
    „..weder noch, greile eysel, du bist zu sehr verhaftet in deinem verkrampften Denken und buchstabierst immer wieder gleichen Scheinalternativen. Ist das ein altersbedingter Mangel an Intuition?;-)“
    Was haste denn da als 10 Jahre Jüngerer Besseres entgegen zu setzen???
    Ausser „orthogonal“ und hoch zu Ross, ausser Brown in deinen Worten zu rekapitulieren, Andere des „leeres Stroh Dreschens“ zu bezichtigen indem du EXAKT dies in so wohl gesetzten wie ausschweifenden Worten tust. –
    Die von dir als nötig befundene magische Intuition
    beschränkt sich doch – meestendeels – auf ein „Weiterso in hochtrabend Wortschwurbel“ wenn man hinter die Fassade der Wortgewalt blickt. –
    Genau das Wortgeschwurbel das in diverse Krisen hinein geführt hat
    und nun verhindert dass klar diskutiert und Probleme gelöst
    statt bestenfalls verschoben werden können. –
    Und ganz nebenbei ist „Amra“ in meinen senilen Hirnwindungen ein Wüstenschloss und keine Katastrophe. –

    @ Pampa 15:26
    1.) Hoffentlich liest Doris nicht mit. –
    Sie wurde (damals!) GANZ schnell rot. –
    Wie ich zufällig erfahren durfte, hat sie mich aber in guter Erinnerung 😉
    aach war das schöööön! 😉
    2.) Hast ja recht, mit der breiten Grundausbildung und der Spezialisierung by doing. –
    3.) Verlang mal von einem Zuckerchemiker IN GERMANY,
    er solle sich in Petrochemie einarbeiten. –
    Der HUSET dir eher was. –
    Es sei denn, er hat sich schon beim Hausbau verschuldet …

    @ Greg
    Du kennst dieses Bild: http://www.puzzle-strasse.de/prod/img7009.jpg
    Es erscheint – in sich ALLEINE betrachtet – zunächst völlig plausibel. –
    Erst in dem Moment indem man aus einem ganz ANDEREN Hirnwinkel die schlichte Tatsache kramt, dass Schwerkraft verhindert dass Wasser bergauf fließt erschließt sich, dass die „FORMALE Logik des Bildes“ UNSINN ist. – Lediglich optische Täuschung. –
    In aller Sympathie für so Manches, was du hier alles an Wertvollem ablieferst, beiträgst, so manche aus reinen Zahlen abgeleitete Theorie die du hier bringst scheint mir „vergleichbar täuschend aus formal korrekten Zahlen“ strukturiert zu sein. –

  5. @Greg
    „Lieber dtesch, Sie kommen nicht darum, irgendeine Ihrer Behauptungen mal mit irgendwelchen Fakten zu belegen. Begeistern Sie uns doch mal mit ihrer Intelligenz, indem Sie die Daten nennen, auf denen ihre Schlussfolgerung basiert. „

    Ich habe einerseits meine Jahrzehnte währenden Eindrücke vermittelt und andererseits die herrschenden Statistiken, die das Gegenteil behaupten angezweifelt.
    Nun kann ich hergehen und mir eine entsprechende Statistik im Web oder auch anderswo zu besorgen und/oder in der entsprechenden Literatur nachforschen. Ich sage es offen: Ich verspüre keine Lust dazu, habe auch niemand etwas zu beweisen, am wenigstens meine Intelligenz.
    Trotzdem habe ich in der Vergangenheit in der entsprechenden Fachliteratur auch einzelne Aspekte meiner These bestätigt gesehen, aber mir keine Notizen davon gemacht – Wozu auch?
    Eine Diskussion, in der eine Statistik der Anderen gegenübersteht wird, halte ich in diesem Zusammenhang auch nicht für produktiv.

    Ich denke, jeder hier im Blog kann sich selbst ein Urteil bilden. Ich habe keinen Auftrag und habe auch keine Mission zu erfüllen. Ich dennoch nehme mir ab und zu die Freiheit, meine Meinung, auch entgegen dem Mainstream, kundzutun – aller Statistiken zum Trotz.

    Gruß
    dtesch

  6. @Karel

    AAA ist eine Ausfallwahrscheinlichkeit, ein Rating. Dieses zieht sich größtenteils aus der Datenhistorie und der Verteilungshypothese. Zumal wir in der Geschichte seit Ende des WK2 so gut wie keine Ausfälle bei Industriestaaten hatten, ist das immer eine graduelle Wanderung Industriestaaten abzustufen.

    Es gibt schlicht kein belastbares Material, um einen Haircut in welcher Höhe auch immer vorherzusagen. Rating-Agenturen sind keine Hexenküchen, die wahrsagen könnten. Es bleibt ja auch jedem selbst überlassen, sofern er als Kapitalsammelstelle nicht staatlichen Regularien unterliegt, zu welchem Preis er was auch immer kauft. Da regulieren Angebot und Nachfrage.

    Gruß
    Pampa

  7. @Magic und Zamir
    Es war einmal, vor langer Zeit, da fielen die Säbelzahntiger von Belgien in Moselfranken ein. Sie fraßen alle intelligenten Moselfranken, die erst nachdachten und dann laufen wollten. Einzig die dummen Moselfranken überlebten. Ihnen prägte sich das West-Ost-Fluchtverhalten ein, sie vererbten es an ihre Nachkommen. Daher wohnt Ihr beide jetzt auch im Osten. Logisch, oder? ;-))))

    @Magic
    Mal kurz drei Gedanken zur Staatsfinanzierung:
    1. Über die laufende Revolvierung der Staatsschulden kann es sehr gut sein, dass der durchschnittliche FK-Satz sinkt. Siehe Dir mal die Fristigkeitsstruktur des FKs des Freistaates Sachsen an, wird wohl irgendwo aufzutreiben sein. Notfalls kannst Du Dir auch die Entwicklung der Verschuldung ansehen, die 13 Mrd. müssen ja irgendwo herkommen. Das delta gibt auch einen ersten Einblick, also die Entwicklung der Neuverschuldung. Die Restlaufzeit der Bundesverschuldung liegt irgendwo bei rund 5,5 Jahren, wird in Sachsen nicht so großartig anders sein.
    2. Eigentlich ist es seit Urzeiten ein Unding, dass sich die Tarifabschlüsse am Pilotvertrag des Bundes orientieren. Im Vergleich zu Ländern und Kommunen beschäftigt der Bund sehr wenig Personal, da gibt man schon mal gerne nach. Ferner beschließt der Bund alle möglichen Gesetze, welche von den anderen umgesetzt und zum Teil auch bezahlt werden müssen.
    3. Wo werden in der kameralistischen Buchführung Pensions- und Rentenverpflichtungen bilanziert? Nirgends, oder, reine Ausgaben- und Einnahmenrechnung. Das Land Hessen, eines der reichsten Bundesländer, stellt seit ein paar Jahren auf doppelte, kaufmännische Buchführung um. Ergebnis, de facto überschuldet, als privates Unternehmen wäre das, was wohl in fast allen Bundesländern geschieht, Insolvenzverschleppung und strafrechtlich relevant. Über den demografischen Strukturwandel wird das auch so schnell nicht besser, sondern immer schlechter. Auch nicht bilanzierte Passiva ziehen Ausgaben nach sich. Das sollte man auch mal berücksichtigen, wenn wir international die nominale und die reale Verschuldung vergleichen. Dass die Fixkosten sakrosant sind stimmt nur solange, wie jemand einem Geld leiht, um die Ausgaben zu finanzieren. Wenn nicht mehr, siehe Griechenland, Irland und Konsorten. Ich weiß, das ist nicht gerade schön, aber es ist halt so. Im Bundeshaushalt machen alleine Arbeit und Soziales (inkl. 80 Mrd. Rentenzuschuss) sowie Zinslast schon gut 60% der Ausgaben aus.
    @Eysel
    Wenn wir unter uns wären, würde ich vielleicht fragen, hast Du Deiner ersten Freundin das Hirn rausgev… 😉 Aber so böse wollen wir doch nicht sein, habe ein Liebeslied für die Mädchen aus der Stadtverwaltung zufällig gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=EgUaBoSct2I 😉

    @all
    Bezüglich Qualifizierung kann man sich ja auch ansehen, wie typische Einwanderungsländer wie die USA oder Australien die Bewerbungsprozesse steuern. Dort wird sehr viel wert darauf gelegt nicht „Fertige“ anzuwerben, sondern auf die Fähigkeit, sich in neue Themengebiete rasch einzuarbeiten.

    Das macht aus meiner Sicht auch aus einem ganz anderen Grund Sinn. Bis wir unsere Ausbildungsprogramme derart umorganisiert haben, dass die Ausbildungskapazität steht, ist der Bedarf schon lange in anderen Bereichen. Drastisch ausgedrückt würden wir wohl heute Lochkarten-Ingenieure hervorbringen.

    Die Spezifikation würde ich eher in den Unternehmen ansiedeln, dafür aber die staatliche Grundausbildung auf eine breite Basis stellen. Wer von den Lehrern, Professoren etc., welche in ihrem Leben noch nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat, sollte auch den Praxisbezug herstellen können? Wäre ich Personaler, würde ich auch mal meine Spezialisten in die Ausbildungsstätten schicken, um die Theorie mit praktischen Beispielen zu unterfüttern. Wäre vielleicht besser investierte Zeit, als nachher Geld für Stellenanzeigen in die Hand zu nehmen.

    Mir geht es noch heute so, dass von Praktiker gehaltene Seminare meist um Längen irgendwelche Profs. Schlagen, das ist schlicht interessanter.

    Gruß
    Pampa

  8. @ Inocenz 10:24,

    Es ist lediglich die betrachtungsweise der relativitätstheorie, die ab und an die praxis einengt.

  9. mhm, vielleicht zuviel mittelmäßige Dippel-Insche und zuwenige Powerhirn-Säbel-statt-Florett–Denker, die dort raten,…ein Schelm der Böses dabei denkt;-)

  10. „US-Finanzminister warnt vor Staatsbankrott“

    Und die Ratingagenturen verleihen AAA

    karel

  11. ..als es unlängst hiess, der neue CoS in Obamas Kabinett komme von „der Wall Street“, regte sich bei mir der Gedanke, ob dies nicht auch ein wenig daraufhin deutet, dass diese Art von Kompetenz in O.’s Umfeld derzeit und mit Blick auf die Herausforderungen der nächsten 2 Jahre besonders dringend gestärkt werden müssen. Aber so aus der Ferne der bergbauenden Provinz, schwer zu sagen…

  12. „US-Finanzminister warnt vor Staatsbankrott“
    Die USA haben einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. Jetzt muss die Obergrenze erneut angehoben werden, oder es droht die Pleite.

    Das muss man sich mal bewusst machen. Noch vor drei Jahren, hätte diese Meldung wahrscheinlich den Dow Jones und den Dollar pulverisiert und im Gefolge die gesamte Finanzwelt.

    …und heute? Null Regung, als wäre ein akut drohender Staatsbankrott, der immer noch mächtigen USA, das Normalste auf der Welt. Im Gegenteil, der Euro fällt weiter.

  13. Wir sind in D zu nichts verdammt“ , allenfalls in der Optik von eigernden Panikmachern.

    weiter in Fortsetzung von 12:40
    Was ich ebenfalls für kontarproduktiv halte, sind „Geräuschkulissen“ der Sorte „genetisch-völkisch-scheinkulturelle Denk-Simple-Einwürfe sarrazinösen Schatzzwangs, sowas taugt weiter zu nichts, jedenfalls nicht vorwärts..
    ebenso rückwärts gewandt ist imho die Kirchtum-Larmoyanz nischenverhafterter Glückritter, die nun meinen aus ihrer Nischenerfahrung allfällig große Würfe abschicken zu müssen, de facto aber Unverdautes aus dem Kleinen Karo anbieten.
    Wir sollten Chinesisch_lernende lpcken
    wir sollten Chinesisch-reisende subventionieren
    wir sollten Deutschland-neugierde unter den polyglotten jungen Chinesenfördern
    wir sollten über die kommunistischen Parteitage in China mindestens so ausführlich berichten, wie über die Parteitahe von deutschen 3%-Prozent-Parteien
    die Schaufenster-Werner-Baecker.Berichterstattung der 50er und 60er jahre über die USA reicht in Zukunft über China nicht aus. Wir sollten aus Schiesscharten Schaufenster machen.
    (to be continued;-)
    Wir sollten nicht alles was wir an Ideen sammeln können, immer mit einer Attitüde des Torreros tun, der zwar mit dem (S)Tier spielen möchte, aber vor allem peinlich darauf bedacht, als erster und einziger sein Konderherz an die Kuh mit den größten Möpsen zu verschenken;-))
    ääh, bin mal wieder vom Gordon’schen faden abgekommen, nja, ab Frteitag um eins drischt jeder seins…nad so does Emir°;°

  14. @ Greg
    lieber Greg, ich habe auf das RELATIV hingewiesen.
    Und selbstverständlich werden Inländer/hiesige Absolventen aus diversen Gründen bevorzugt. – Und keineswegs wird versäumt, im Ausland zu rekrutieren. – Und durchaus im Ausland AUCH Leistung eingekauft. – Und blauäugig ist es zu glauben, man könne einfach eine Entwicklungsleistung wie ein Tshirt überall einkaufen. –

    Dass gemäkelt wird, ist weder ein Beweis für vorhandene Qualität noch für mangelnde. – Das Bessere ist der Feind des Guten usw. – An ALLEM wird gemäkelt. – Immer und überall. –
    Grundqualität ja. – Unbestritten. –
    Wir wollen aber keinen „Volkslauf“ machen bei dem Viele in halbwegs passabler Zeit ankommen (das können zweifelsfrei Viele besser als wir), sondern sind aus vielerlei Gründen in D. zur Spitzenleistung verdammt. –

  15. ..weder noch, greile eysel, du bist zu sehr verhaftet in deinem verkrampften Denken und buchstabierst immer wieder gleichen Scheinalternativen. Ist das ein altersbedingter Mangel an Intuition?;-)

    Zunächst einmal ist das Denkangebot von Gordon Brown daraufhin zu prüfen, ob er die Ausgangslage richtig beschreibt. (Pampa Paradima heisst dazu: Wo stehen wir?
    Bleiben wir doch mal -ausnahmsweise -;-) nur bei diesem Punkt.
    Browns Text tut so, als werde der Westen mit dem Beginn einer Veränderung gloabler System (Handel, Finanzen etc) konfrontiert. Es wird so getan als beginne das Spiel demnächst.
    Wage mal zu fragen, ob das Spiel nicht lange begonnen hat? Ob die Frage, was wir denn nun als nächstes anpacken müssten, wir, Sakrzy oder und die Amerikaner, als wenn dieses eine Entscheidung unter freiem Himmel und blendendem Sonnenschein wäre.
    Ich melde mal Zweifel an. Asien und China hängen über unseren Häutern und wie Lawine, die zu Tal geht, längst voll im Schuss befindlich, viele Fragen sind bereits beantwortet, ohne das man sie vorher in aller Ruhe hätte erörtern können.
    Diese eher staatsmännische Argumentation ist natürlich jeder Art von Panikmache vorzuziehen. Ochlokratisches Gerucke ist genauso fehl am Platze, wie opiumhafte Besänftigungsversuche. Insofern ist auch auch müßig zwischen diesen beiden „Korsettstangen“ des Paradigmas leeres Stroh zu dreschen. Das ist zwar dein Spezialgebiet,eysel-mio, produziert aber nichts als immer tiefere Fußabdrücke. Geschenkt.
    Wir brauchen eine „orthogonale Annäherung“. Erstens bringt das Zeitgewinn, zweitens bietet sich die Chance Blickwinkel zu prüfen, anstatt auf der Stelle zu jammern.
    Wo also könnten wir hin wollen, angesichts der unterwegs befíndlichen asiatisch-chinesischen Global-Lawine? (nach Pampa, was ist unser Ziel?) Nun handelt es sich aktuell -und das ist ein plus an Browns ruhigem Ansatz) keineswegs um die klassische Amrageddon-Situation. Falls wir darin übereinstimmen, und weiterhin konform gehen darin, dass wir uns im räumlichen Sinne nicht irgendwihin flüchten können, sondern festgewurzelt stehn in unseren Erden, diesseits und jenseits des Atlantiks, Ziele also weder im Welttall noch in einer anderen Sphäre des Globus zu suchen sind,
    und schließen weiter bewaffnete Groß-Auseinandersetzungen in großem Stil weder im Netz noch auf irgendeinem Stück Kontinent
    mal aus, dann bleibt unter den konvetntionellen Zielen der jüngeren Geschichte nicht mehr viel übrig., oder?…

  16. @Eysel:
    \\\“Schema: Weil ich nichts anderes finde als mittelmässige Kartoffeln, mich damit zufrieden geben muss entsprechen mittelmässige Kartoffeln den Qualitätskriterien für hochwertige Nahrungsmittel … ???\\\“

    Wenn die Ingenieure von deutschen Universitäten so mittelmäßig sind, warum geben sich die Unternehmen dann so große Mühe, sie einzustellen? Engineering-Dienstleistungen kann man weltweit einkaufen.

    Wir haben in deutschen großartig ausgebildete Bergleute – aber in den von Dir zitierten Stellenmärkten finden sich merkwürdig wenige Anzeigen für diese Jobs.

    Wie Pampa richtigerweise sagte, wurde schon immer an den Absolventen rumgemäkelt und jeder von uns musste im \\\“richtigen Leben\\\“ erstmal angelernt werden. Von den familiären Anekdoten war das bei meinem Vater und mein Onkeln in den 60er Jahren nicht anders.

    Mangels eines besseren Kriteriums würde ich das Bestehen einer Diplomprüfung in den Ingenieurswissenschaften als Kennzeichen akzeptieren, dass eine Grundqualität vorhanden ist, die zur Ausübung des Berufs qualifiziert.

    Wäre das nicht der Fall, würden Unternehmen und Absolventen heute anders dastehen.

    Wenn man die Prüfung nicht als Kriterium akzeptiert, lautet die logische Frage, woran man die angeblich bessere Qualität der Absolventen früher festmacht. Kennst Du einen nachprüfbaren Beleg dafür?

  17. Um Gordons Idee von einer Erneuerung in die Tat um zu setzen,
    braucht es aber an unseren „Schaltstellen der Macht“ jede Menge Tabubrüche. –
    Brüche der Tabus, die man sich hat aufzwingen lassen. –
    Man muss sich selbst und die eigenen Versprechungen des Versorgungsstaates Lügen strafen. – (Wer glaubt dass dies möglich ist?)
    WEITE Kreise zu einer breiten „in die Hände spuck Mentalität“ motivieren,
    statt beschwichtigend, bagatellisierend im „Weiter-so“ den Karren immer weiter in den Dreck zu fahren, beschwörend, dies sei die Rettung. –
    Der berühmte „RUCK“. –
    Wer könnte den hin kriegen? – Mit welchem „Dreh“? –
    Oder brauchen wir doch die Katastrophe um WACH zu werden? –

  18. Ja Ino, genau so ist es!
    Frag mal den magischen unfehlbaren Kerkermeister,
    mit welcher „intelligenten Richtlinie“
    man so was „diplomatisch“ macht.
    Er hat garantiert ein „Rezept“, das sich hervorragend liest.
    —- Falls er zwischen dem Unflat Werfen mal Zeit findet.

  19. Mit Pauken und Trompeten – Magier

    Freu´Dich doch über die Jammerer, – die anderen sind doch schon weg oder unter der Erde…

    …noch so ein Träumer:

    Den Westen erneuern

    Für den Westen wird die Zeit knapp – denn die wirtschaftlichen Machtverhältnisse werden weltweit neu geordnet. Was jetzt ansteht, ist kühner als der Marshallplan der 1940er-Jahre.

    von Gordon Brown

    http://www.ftd.de/politik/international/:top-oekonom-gordon-brown-den-westen-erneuern/50209287.html

  20. Gute Refexe Tragier!
    Frage mich, wen Du als tragischer „Kerkermeister-Freund“
    eigentlich jemals wohin „gelockt“ hast? –
    Nicht Sandstreuer, sondern „Kieselstein-Streuer“
    so arrogant wie wütend Schleuderer.

  21. ..greiselig eyseliger Großdenker, wie sagte doch gestern Herr Ackermann: im Neuen Jahr miteinander reden, nicht übereinander.
    Du gibst schon wieder dein Bestes, und trittst heftig zuckend auf der Stelle…schade. Um bei dir „lerneder“ zu sein und zu bleiben, muss Mensch schon das Gemüt eines Fleischerhundes im Stierkostüm hinter Tundrabär_maske haben. Das trifft auf die wenigsten zu.
    Hier in Tito lockst du damit mit auch nicht sonderich viel Neue in die Arena.
    Im Schwarze-Peter-Spiel gibt’s hier einen beispielsuchenden Kompetenzüberhang. Hätte die Republik soviel Unternehmertalente wie Ramschspieler, Deutschland könnte sein Glück kaum greifen.
    Der wiwo-Artikel von heute morgen, „Unternehmer, insbesonder aus der Autoindustrie fühlten sich von der Politik umklammert, spricht mal wieder Bände, Hier werden mal wieder ein paar Anlern-Schreiberlinge dazu benutzt, den teiefen Griff in die öffentliche Kassen durch agitatorischen Unflat zu ummänteln. D<e facto geht es um die Kostentragung für die elektromobile Zukunft der Republik.
    ..
    Wwer zahlt die Zeche, das ist die Frage.
    Und ich wage mal zu behaupten die Schäger und Blutsbrüder derer die heute solchen Augensand streuen, sind morgen schon wieder dabei, die öffentliche Hand dafür zu zeihen, das sie mit Geld nicht umgehen könne und sich selbst zu opulent bezahlt. Sowas taugt allenfalls zur Erregung von alternden Stammtischbrüdern, die jeder seine langjährig erworbenes Weltbild wie eine Monstranz kreditheischend vor sich her jonglieren.;-) Müsset nicht langsam mal über ergiebigere und fruchtnnringendere Partizipationsmöglichkeiten der golden agers nachgedacht werden. Dieses ununterbrochene Geäpfele und Gekötele erschöpft sich doch irgendwann?!

  22. Was soll man von folgender „intelligenter“ Vorgehensweise halten?
    Ein über Jahrzehnte in Geiselhaft gehaltener
    wird – an den Händen gefesselt – aus dem „Keller“ entlassen. –
    Man sagt ihm, er könne sich jetzt frei bewegen,
    wenn er nur ordentlich seine Arbeit erledigen würde,
    seinen Lebensunterhalt damit verdienen würde,
    einen ordentlichen Batzen des Verdienten abliefern und nichts Böses anstelle. –
    Der „EX-Gefangene“ strengt sich an,
    lernt den Umgang mit der Freiheit. Arbeitet so gut es geht mit gefesselten Händen. – Erste Erfolge stellen sich ein. –
    Leider unterlaufen ihm auch Fehler,
    denn die gefesselten Hände geben ihm nur wenig Bewegungsspielraum und die Unterernährung im „Keller“ hat an seinen Kräften arg gezehrt. –
    Daraufhin wird der Kerkermeister böse,
    legt ihm Fußfesseln an,
    beschränkt die Bewegungsfreiheit mit Fußfesseln,
    entzieht ihm Nahrung und überwacht ihn. –
    Begründung:
    Damit er keine Fehler mehr macht,
    in Zukunft besser, mehr und fehlerärmer arbeiten kann. –

    So etwa kommt mir die Bahnprivatisierung ungefähr vor. –
    http://www.welt.de/wirtschaft/article12013806/Laender-wollen-Krisenkonzept-der-Bahn-ueberwachen.html

  23. Aus dem Artikel der Welt Online
    „Derzeit liegt die Schuldenobergrenze bei 14,3 Billionen Dollar. Wann diese genau erreicht werde, sei unklar“

    So unklar wohl auch nicht. Die sollten mal schleunigst einen Termin ansetzen.
    http://www.usdebtclock.org/

  24. „Wenn du mich fragst: Illusionen“

    Da hast Du natürlich völlig recht, Magier – alles sind nur Tagträumereien!

    Mir geht´s so. wie der FDP. Die hatte auch lange geträumt, daß sie aus einem Moloch einen effizienten Staat machen könne. Nicht Westerwelle ist das Problem, sondern deren nüchterne Erkenntnis, daß sich daran nichts mehr ändern läßt. Überbordende Verwaltung, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, sich selbst zu verwalten und leere Kassen, so weit das Auge reicht, haben den Handlungsspielraum auf Frosttiefe unter Null beschränkt. Der Wutbürger steht fassungslos davor, während die andere Seite eben die Zäune zieht (nicht nur S21, auch hier im blog, aufmerksame Leser sehen das), die es zu ihrem eigenen Schutz braucht.

    …Karel, Dein „Unter den Linken“, der hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Der sitzt!

    Ostern und Weihnachten an einem Tag, das müssen Träumer sein! Wobei die Frage offen ist, – wo sind die Realisten …? Da seh´ ich auch keinen, weder in der Parteienlandschaft noch bei den Lehrenden oder Lernenden…

    ..doch, halt, da fängt einer an zu denken: Tommy W.

  25. @ Ino 19:37
    gut gebellt, Löwe! –
    Für den Nürnberger Trichter bin ich vor Zeiten mehrfach verhauen worden. – Und die Tendenz noch mehr Denk-Zäune zu bauen scheint noch lange nicht erkannt/gestoppt. – Von Umkehr ganz zu schweigen. –
    @ dtesch
    einer der Denkzäune besteht auch in Zahlengläubigkeit die nicht selten bei den „intelligenten polyglotten methodischen-sicheren und mit dem Blick für globale Chancen und Risiken ausgestatteten Power-Bauern“ das DENKEN verhindert, Offensichtliches zu bemerken verhindert. –
    Und wenn dann gerade aus obigen Reihen die Aufforderung kommt, doch „Butter bei die Fische“ zu tun, dann kommt mir das vor als ob der gelernte Bremser behauptet, er hätte doch immer nur Gas gegeben und sei ganz alleine dafür verantortlich, dass der Zug Fahrt aufnimmt. –

    Traurig, magischer Magier,
    dass du wieder das alte Pferd reitest, dich mit swine-flu auf das Niwoo von Dummenfang begibst. Ignorierst, dass selbst NUR 300 Tote + eine Wahrscheinlichkeit unbekannter Größe dass Millionen sterben die Ausgabe von ein paar wenigen Milliarden mehr als nur rechtfertigt.

    @ Ghost
    selbstverständlich wir ein möglichst gutes matching versucht zwischen Anforderung und Qualifikation. – Und ebenso selbstverständlich brauchen wir einerseits die Spezialisierungen. Anderseits verhindert diese die Möglichkeit schneller Einarbeitung in andere Gebiete. – Daher macht Spezialisierung das perfekte matching immer schwieriger weil die Flexibilität entfällt. – Ein klassisches Dilemma. –
    Das was uns so lange Zeit weit brachte, die gute Allgemeinbildung als Basis einer Spezialisierung wird gerade bildungspolitisch demontiert. – Nicht selten Fachidioten produziert die „von Nichts alles wissen und von Allem nichts“. – Dass genau dies in anderen Ländern auch geschieht, macht es nicht besser. –

    @ Karel 22:00
    „Jan Fleischhauer, Autor des ”Unter Linken” meinte,
daß Intellektuelle fälschlicherweise zur Ansicht neigen, dank ihrer erworbenen Wortgewandheit dichter an der Realität zu sein.“
    verdient ein dickes 😉

    @ Greg
    1.) Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht? –
    Guckst du dir nie Stellenanzeigen an?
    2.) „Ergo kann man davon ausgehen, dass die Ausbildung an den Universitäten und Fachhochschulen den Qualitätskriterien der Wirtschaft entsprechen. Das Bestehen des Diploms kann somit als Qualitätskriterium gewertet werden.“
    Merkwürdige Logik.-
    Schema: Weil ich nichts anderes finde als mittelmässige Kartoffeln, mich damit zufrieden geben muss entsprechen mittelmässige Kartoffeln den Qualitätskriterien für hochwertige Nahrungsmittel … ??? Wer an den Kartoffeln rum meckert, der ist ein Querulant. –
    @ Pampa 00:44
    Nein, für Statistik sind wir „nicht gebaut“.
    Sonnenklar! –
    Zu all den Verständnisfallen: Gigerenzer!
    Von all den Irrtümern bei der Erstellung ganz zu schweigen. –
    Nicht umsonst wird nicht selten der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Betrachtung der 1.Rang unter den Erfindungendes 20.Jahrhunderts eingeräumt. –
    Wo in der Geisteswissenschaft wird in dieser Form auf Objektivierung geachtet???
    Bei den gleichen Kriterien würde offen liegen,
    dass nicht selten – mit toller Terminologie verschwurbelt – eher in die Glaskugel geschaut wird. –
    Trotzdem hat sie ihre Berechtigung, aber nicht so kritikarm wie oftmals praktiziert.-
    Und trotzdem und selbstverständich ist auch Statistik ein wertvolles Hilfsmittel. –
    Aber kein Allheilmittel dem man blind vertrauen kann. –
    Wär ja so schön einfach.-
    Ist ja so herrlich einfach! Alles richtig gemacht, weil kein Fehler gemacht, weil nach Schema F blind vertrauend gearbeitet. – Da kommt nicht selten grandioser Mist hinten raus. – Aber der „Sessel“ kann einem DAFÜR nicht unter dem Hintern weg geschossen werden. – Für Einwand gegen das was „bewährte Methodik“ genannt wird schon! –

    Verschulung ist ein wichtiges Stichwort!
    Verschulung statt der Fähigkeit zu selbstständigem Denken, zu selbstständiger Problemlösung. –
    Meine erste Freundin ging auf die Mittelschule neben der Penne auf der ich war. In die entsprechende Klasse wie ich. Sie war immer im „Stoff“ wesentlich weiter als ich. – Kapiert hat sie allerdings wesentlich weniger. – Ging dann in die Stadtverwaltung …

  26. Der Handlungsspielraum der öffentlichen Hand ist verdammt eng geworden. Da bin ich ja nahe bei ihnen.
    Jedoch bei alle ihren Aufzählungen (Moratorien, Zahlungszielverlängerungen, Aufschub von Fälligkeiten Stundungen, Teilverzichten, Einbau von Garantien, Rettungschirmen, Bürgschaften, usw. usf), wird die verzinste Schuld nicht aus der Welt geschaffen. Verzicht oder Teilverzicht (Haircut) sind wohl, gemessen an der Gesamtverschuldung, bisher eher eine vernachlässigbare Ausnahmen. Allerdings darauf wird es wohl am Ende hinauslaufen müssen. Und das nicht zu knapp.

  27. ..mit Verlaub, Stellenabbau im öffentlichen Dienst im Sinne von „betreibsbedingter“ Freisetzung, das hat es in Deutschland nach WK II noch nicht gegeben (was nicht heisst, dass die kropolis nicht auch überübermorgen unterm Brandenburger Tor neu zum Leben entfacht werden könnte;-) Da müssten schon Praktiker vom Schlage dtesch und esysel und und und und ah ah ..ran
    Über Moratorien, Zahlungszielverlängerungen, Aufschub von Fälligkeiten Stundungen, Teilverzichten, Einbau von Garantien, Rettungschirmen, Bürgschaften, usw. usf, und was es nicht alles gibt in der bunten Welt der Säbelzahntiger-und Haie kann dir vielleicht pampa mehr verkünden. Also so ganz auswegslos ist das Schuldenmmanagement der öffentlichen Hände nicht. Berücksichtigt man dann noch den Hinweis von Greg, von unlängdt, das die chensen ohne roe seit jahren ihr staatliche Vermögen managen, im Klartext aus politischen gründen auf Renditen verzichten, auf den gedanken kam selbst Franz-Josef Strauss nicht, den Zinsstachel wollte er schon an den fettlosen Rippen von Erich und seinen Genossen weiter nagen lassen,;.) konnte das „Schwarze-Peter-Spiel“ im iternationalen Schuldenkarusssell noch mühelos ein paar Dezennien gedreht werden, oder?! Wohlgemerkt, wir reden hier nicht über „Gut“ und „Böse“, das steht auf einem ganz anderen Blatt °;°

  28. Stimme ihnen ja zu, dass der Handlungsspielraum auch bei den anderen Etats nicht mehr sonderlich groß ist. Bei den Personalkosten können jedoch z.B. Stellen abgebaut werden, Investitionen können runter gefahren werden. Sozialleistungen können gekürzt werden usw., aber bei der Bedienung der Schulden und das pünktlich, da gibt es keinerlei Pardon. Hier ist der Handlungsspielraum in der Tat gleich Null.

  29. \“Der einzige Etatposten, der keinerlei Handlungsspielraum zulässt\“
    ..
    Das beziehst du auf staaliche Schulden. – Da liegst du aber mächtig daneben.
    90% der staatlichen Ausgaben sind fix. handlungspielräume gen Null. Im Gegenteil, bei Personalkosten soagr kleiner Null.
    Stell dir einen Moment vor die bist Verwaltungschef einer mittelgroßen Stadt: irgendwo in diesem lande führen weitgehend fremde Menschen;-) tarifverhandlungen, am Ende heisst der Kompromiss. + 2,5%. Das bedeutet für die paar tausend leute, die du \“verwaltest\“ MUSS du nächstes Jahr zig-Millionen mehr in die Hand nehmen. Na klar, du kannst aus allen tarifgemeinschaften austreten, einige Bundesländern nähren zu diesem Thema die Illusion, man würde sich nach einem Austritt besser stellen. Könnte sein, könnte aber auch nach hinten losgehen.
    Im Südosten Deutschalnd gint es ein Bundesland, was garade einen haushalt beschlossen hat, der
    a. keine Neuverschuldung vorsieht#b. die derzeitige verschuldung von ~ 12 Milliarden um 75 Mio p.a. tilgen wird und, der wie es kundigen kämmerern geziemt, an manchen Stellen noch ein paar Milölionen Polster eingebaut hat, so z.b. beim Zinsdienst für die 12 Milliarden Schulden, Da hat man 5% in Ansatz gebracht, viele Experten meine, da stecken Reserven. Nun ja, ohne Kenntnis der Fälligkeitsstruktur der Kreditvereinbarungen schwer nachzuvollziehen.
    Neben Personalkosten und Schuldendienst sind auch die meisten andceren Haushaltspositionen in öffentlichen Haushalten gebunden, weil sie der Finanzierung von Pflichtaufgaben dienen. Spielräume hat man ggf. bei freiwilligen Leistungen und bei Investitionen. Schua fir mal die Investitzionsquoten der deutschen Bundesländern an, bitte sieh mal ab von den 17 % dieses aufstrebenden ebengenannten
    jungen Freistaates ab. Selbst die beiden Südbullen (BW und BY) tun sich schwer mit 17%. Fast alle anderen öiegen weit davon weg.
    Bei freiwilligen leistungen reden wir hauptsächlich über Leistungen der Kommunen im kulturellen und sozialen Feld.
    Der von dir gespannte Makro-Bogen über diesem Teil der Hypothenuse, du nennst das „Senkung des Geldvermögens infolge u.a. von Etatkürzung“ kommt zwar big-makro hin, aber medium-makro ist das für verabtwortungsbewusste Finanzpolitiker ohne Alternative. Alles andere liefe auf eine Art von Magie;-) hinaus. Wer’s glaubt ist am Ende der Dumme.
    Empfehle im Netz die Protokolle der Dez.-Haushaltsdebatte im Landtag dieses kleinen jungen aufstrebenden Freistaates zwischen Elbe und Elster gelegen….und da vor allem die Redebeiträge der Vertreter der staatstragenden Fraktionen °;°

  30. Guten Morgen

    Herr Neumann
    Das ist schon richtig. Aber man sieht auch in ihrer Grafik ganz deutlich, dass der Anstieg des BIP´s mit dem deutlich dynamischeren Anstieg der Staatsverschuldung mit fortschreitender Zeit nicht mehr mithalten kann. Der Abstand zwischen den beiden Graphen wird immer kleiner. Dies bedeutet, der Handlungsspielraum des Staates wird bei gleich bleibender Besteuerung ebenfalls immer kleiner. Hinzu kommt, dass mit dynamisch steigender Verschuldung ebenfalls die Bedienung der Schulden dynamisch anwächst. Der einzige Etatposten, der keinerlei Handlungsspielraum zulässt.

    Es wird immer nur auf den Staat geschielt. Deshalb mal eine Lanze für den Staat brechen. Auch bei den privaten Haushalten und Unternehmen wächst die Verschuldung kontinuierlich an, die ebenfalls aus dem BIP bedient werden müssen. Gesamt betrachtet wächst also die Verschuldung aller Wirtschaftsteilnehmer zusammen dynamischer als das BIP.
    http://www.fils.at/wp-content/uploads/2009/01/2008-01-13-us_gesamtverschuldung.jpg

    Generell gilt, steigen Schulden schneller als das, woraus sie verdient werden können, kommt es in berechenbar endlicher Zeit zum Bankrott. Beim Staat ist das, woraus er sich über Steuern bedienen kann, die Gesamtwirtschaftsleistung. Wächst diese jedoch langsamer als die Staatsverschuldung (siehe ihre Grafik), führt dies ebenfalls in berechenbar endlicher Zeit zum Bankrott.

    Beginnt man nun damit Schulden abzubauen, ob durch Etat-Kürzung, Tilgung, oder Gläubigerverzicht, sinkt auch gleichzeitig und zwar spiegelbildlich das Geldvermögen. Das wiederum führt zu Mangel an Investitionskapital, sowohl von privater, als auch von staatlicher Seite – und hemmt somit wiederum das Wachstum (Wirtschaftsleistung), woraus der Staat seine Einnahmen generiert.

    Es kommt zwangsläufig eine Abwärtsspirale in Gang, bei der die Schuldnerstaaten reihenweise ausfallen. Die Schwächsten zuerst usw.
    Dieser Abwärtsspirale wird nun Zeit abgekauft, indem die „noch“ halbwegs schuldfähigen Staaten, in Form von Bürgschaften und/oder direkten Krediten, für bereits bankrotte bonitätslose Schuldner, einspringen. Sich damit aber ebenfalls immer tiefer in die Schuldenfalle begeben, bis schließlich die letzten noch verbliebenen schuldfähigen Staaten unter der erdrückenden Schuldenlast zusammen brechen müssen.

    Eine andere Möglichkeit wäre ein Wachstum, welches mit der Dynamik der Verschuldung mithält. Doch wo führt das hin, bei gleichzeitig kürzerer Zeiteinheit? No limit? Denn eines lässt sich aus der Grafik auch erkennen, Wachstum braucht Verschuldung.
    Wie lassen sich eigentlich beide Möglichkeiten durch die ökonomischen Modelle erklären und was bieten die Modelle als Lösung an?
    Oder braucht es nach einer gewissen Zeit (Intervallen) zwangsläufig doch wieder eine Annäherung von Gesamtgeldvermögen und Gesamtverschulden, wie aus der folgenden Grafik ersichtlich, um daraus für alle Wirtschaftsteilnehmer wieder gleichermaßen zu prosperieren?
    So wie wir es aus der Natur kennen. Erst die Verwelkung (Entschuldung) setzt ein neues Erblühen(Wachstum) voraus. Ein Entschuldung welches seinen Namen auch verdient.

    http://www.marketoracle.co.uk/images/2009/Mar/Total_Credit_Market_Debt_vs__GDP.png

  31. ..zum Verhältnis „Geist und Sprache“, ergänzend zur „Möpse-Theorie der Arterhaltung unter beonserer Berücksichtigung Säbelzahntastatur-Tigern“ und manchem Hausapotheken-Auffassungsmittelchen dieser Hinweis:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sprache-des-Geistes
    Unf ür die Ingenieure der Moderne zum dig-deeper:
    http://de.wikipedia.org/wiki/von-Neumann-Architektur
    …auch Princeton-Architektur genannt, im Unterschied zu Harvard-Architektur
    nichts für Säbelzahnstocherer, zugegeben, auch nichts für welche, den ihr eigenes bisschen leben genug genug ist;-)…aber unter diesen Lehrenden soll es ja vorgeblich noch ein paar Lernende geben

    Magic moments and mopsdidelen Tag °;°

  32. Alle welt redet im moment von der vergiftung der lebensmittel, durch bestimmte dioxin-konzentrationen und den daraus möglichen körperlichen schäden. Wer aber, spricht von der schleichenden innenwelt-verschmutzung, oder hat man sicherheitshalber den geist und die seele bereits „ad acta“ gelegt ? ?

  33. Gefährden die amerikanischen schulden nur amerika, oder könnten sie weltweit gar ein finanztechnisches erdbeben anrichten ? Dann wären alle schwüre und versprechen hinfällig und der aufschwung fliegt samt system von der schaukel. War ja auch lange genug „friedlich“.

  34. @ ghost 21:52 verflixt auch, Dame sucht Ingenieur, was sucht sie wirklich?
    @ karel Urteile ohne Belege sind Vorurteile…wer so niveauvoll parliert, den ereilt früher oder später der Kolaps, das ist meine Lebenserfahrung, ohne sie aus eigener Erfahrung belegen zu können, vielleicht liegt dies aber auch daran, dass ich mich zu den „Lernenden“ zähle, am liebsten von Euch allen (*.*) wie schön so schön it’s a kind of magic

  35. Vielen Dank für drei wundervolle beiträge aus dem gestrigen „abendprogramm“, die wieder einmal beweisen, dass noch längst nicht alles verloren ist.

  36. @Pampa:
    „Mal Hand aufs Herz, was konnten wir, als wir von der Schule, Uni etc. kamen?“

    Wir konnten alles – und wussten nichts 🙂

    Soll heißen: guter Punkt und gute Perspektive.

  37. @Tommy:
    Das macht den Stand der Verschuldung nicht besser, aber verständlicher: Der reine Schuldenstand sagt wenig aus, weil 5 Mrd. 1951 durch den Inflationsausgleich eine andere Bedeutung hatten als heute. Ein Chart mit den Nominalwerten macht die Lage dramatischer als sie ohnehin ist.

    Die Verschuldung in Relation zum BIP ist aussagekräftiger. Das zeigt, dass sich die Staatsverschuldung im Vergleich zur Wirtschaftskraft seit 1951 etwa verdreifacht hat.
    http://www.miprox.de/Graphiken/Oeffentliche-Schulden-BIP.gif

  38. @Karel
    Allerdings steckt da sehr viel Lebenserfahrung oder Weisheit drin, ob das Otto damals überhaupt bewusst war? Aber es zeichnet wohl einen guten Komiker aus, manch allegemeinen Platz ad absurdum zu führen.

    Risiko und Statistik sind eigentlich Dinge, für die wir nicht so richtig gebaut sind. Es kostet manchmal gar Überwindung unseren Geist da auszuhebeln. Wer in der Savanne zu lange nach denkt, den frisst der Säbelzahntiger. Selbsterhaltung hat irgendwer in uns programmiert, das macht oft, aber nicht immer Sinn. Eigentlich ergibt, wer zu viel Englisch liest, fängt an schlecht Deutsch zu sprechen. Hm.

    Wir hatten mal den Fall, dass Marketing von der Buchhaltung nur ein Glasfenster entfernt saß, eine riesige Scheibe. Da rannte etwas rum mit solchen Möpsen. Wer sitzt normal in der Buchhaltung? Männer. Was sie beim Bund nicht kapiert hatten, rechts oder links um, funktionierte programmiert sehr gut. Das Mädchen lief vorbei, wie auf Kommando alle Mann die Augen rechts um, ein klassischer Fall von Arterhaltung. Tja, so sind wir. Statistisch ist es übrigens so, dass wir an Exemplaren des anderen Geschlechts besonderen Gefallen finden, wenn der Taillen-Umfang rund 70% der Schulterbreite ausmacht. Schon mal darüber nachgedacht, wenn ihr einem scharfen Feger ganz unbewusst hinterher blickt? Schon mal gemessen? Hallo Kleines, deine Augen gefallen mir, du lächelst so süß, Moment, könnte ich bitte mal deinen Taillenumfang messen? Das habe ich zwar noch nicht versucht, aber das Gesicht möchte ich sehen. 😉

    Fragt mal einen Statistik-Professor folgendes: In einer Stadt gibt es eine sehr große und eine sehr kleine Klinik. In einem der beiden Krankenhäuser kommen 60% Jungs auf die Welt, obwohl 50% normal wäre. In welchem ist das wahrscheinlich der Fall:

    1. Im Großen
    2. Im Kleinen
    3. Wurscht, das ist gleichverteilt, da bin ich indifferent.

    Auf Anhieb hätte ich auf c getippt, typisch konditioniert. Die meisten Statistik-Profs tippen empirisch auf a. Richtig wäre aber b. und zwar ganz einfach. Je größer die Stichprobe, umso kleiner die Varianz, vollkommen logisch, oder? Wir arbeiten aber nicht immer logisch, im Gegenteil fällt uns das sauschwer.

    Aber bitte, das aus dem Munde eines Mikros, seid fair zu unseren Makros, um die können wir wirklich froh sein. Ich kenne wenige von der Sorte, die derart differenziert an ihr Handwerk gehen wie RTY und Greg. Das Handwerk ist äußerst schwierig, ähnlich wie Klima-Forschung NICHT Wetterprognosen. Da kann man schon mal schwer daneben liegen, kein größeres Problem.

    Nach menschlichem Ermessen ist es praktisch unmöglich genaue Prognosen bzgl. Konjunktur etc. zu treffen. Man kann nur versuchen etwas besser zu werden, 60% Treffergenauigkeit wäre schon sensationell gut. Auch ein Makro ist nur ein Mensch, hat Angst vor Säbelzahntigern und gafft auf große Titten, egal wie politisch unkorrekt das sein mag.

    Jeder von uns kann sich da mal verheddern, da erklären wir uns doch solidarisch, oder nicht? Nicht alles, was nicht schwarz ist, ist weiß. Nicht jede Statistik ist Blödsinn und auch nicht jeder Makro-Gedanke. Nur weil es nicht richtig ist, ist es nicht falsch.

    Unbesiegbar sind wir alle, solange wir nicht besiegt wurden. Aber auch Erfahrung ist nicht alles, wenn auch sehr viel. Wenn ich einen Metrer links und einen Meter rechts neben einen Hasen donnere, ist er statistisch gesehen tot. Ja, Statistik ist ein wundervolles Werkzeug, aber eben auch nicht mehr.

    Dürfte ich mal fragen, welche Statistik überhaupt die Qualität unseres heutigen Bildungssystems beurteilen können sollte? Die Quantitäten, welche heute die Hochschulen verlassen, wurden vor Minimum 20 Jahren in den Kindergarten geschickt, oder?

    Wir können nur von Eindrücken berichten, da vom Besonderen auf das Allgemeine zu schließen, halte ich sogar für gefährlich. Wie viele Bildungssysteme haben wir? Minimum mal 16, aber eigentlich geht es in jeder Familie bottom-up los. Mal Hand aufs Herz, was konnten wir, als wir von der Schule, Uni etc. kamen?

    Mein EINDRUCK ist, dass wir das Ganze zu sehr verschulen. Man muss auch mal die Zeit und die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren, Fehler zu machen, vor diesem Hintergrund halte ich auch Bologna oder G12 für einen eher falschen Weg. Aus meiner Sicht ist unser Modell der dualen Ausbildung ein echter Pluspunkt im internationalen Vergleich. Etwas mehr Praxisbezug würde der Alma Mater imho nicht schaden, Theorie ist nicht alles.

    My two Cents, ganz ohne Grafik und Statistik
    Gruß
    Pampa

    P.S.: Wenn man lange genug sucht, findet man auch Charts zur Belegung der These, dass das Geldsystem an allem schuld sei. An was erinnert mich das nur?

  39. Zum Vergleich der Verlauf der Staatsverschuldung Deutschlands seit 1950. Die nahezu identische Verlaufskurve ist unverkennbar.

    http://www.crp-infotec.de/01deu/finanzen/Grafs/schuldenberg.gif

    Japan:
    http://www.meinpolitikblog.de/wp-content/uploads/2009/12/Grafik2.jpg

    Entwicklung Schuldung vs. Geldvermögen 1950 bis 2010
    Quellennachweis
    Deutsche Bundesbank Stand 22.7.2010
    Quelle: Zeitreihen > Aktiva – Passiva
    http://www.geldsyndrom.de/images/GeldvermoegenSchulden2010.png

  40. ”Gefühlswelt der Lehrenden auf wollen programmieren” klingt wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Wenn du mich fragst: Illusionen. Gedankenspiele in Elfenbeintürmen
    sind chancenlos angesichts der normativen Kraft des faktischen. Da braucht es einen sehr viel praktischeren Ansatz.

    Was da so klingt wie Weihnachten und Ostern an einem Tag,
    sind die tragenden Fundamente unseres Wohlstandes.
    Es ist weniger die Gefühlswelt der \\\“Lehrenden\\\“,
    wichtiger ist die Gefühlswelt der \\\“Lernenden\\\“,
    ob sie vor die Wahl gestellt werden:
    „Willst du leben oder muß du leben“……
    Etwas, was zwischen \\\“Amtsstuben\\\“ und \\\“Bruchbuden\\\“ eher fremdelt.

    karel

  41. @dtesch + Eysel:
    \\\“Wie wurde die Qualität in der Statistik, im Angesicht der steigenden Anforderungen, berücksichtigt?\\\“

    In der oben zitierten Statistik der Absolventen, die die Diplomprüfung in den Ingenieurswissenschaften bestanden haben, stecken zwei Kriterien.

    1) Die Quantität: Es gibt mehr Absolventen als früher.

    2) Die Qualität:
    2.1) Ich kenne keine Klagen, dass die Universitäten die Ingenieure seit 40 Jahren fachlich schlechter ausbilden würden. Es gibt Anekdoten a la ghost, aber der geringe Grad an Arbeitslosigkeit spricht eher dafür, dass Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind. Es gibt Kritik an den zu kurzen Bachelor-Programmen und an den wenigen Praxisausbildung. Es gibt aber keine Kritik an der generellen fachliche Qualität der jungen Ingenieure. Es ist eher so, dass es noch hohen Bedarf an sehr speziellen Fähigkeiten besteht.

    Ergo kann man davon ausgehen, dass die Ausbildung an den Universitäten und Fachhochschulen den Qualitätskriterien der Wirtschaft entsprechen. Das Bestehen des Diploms kann somit als Qualitätskriterium gewertet werden.

    2.2) Würden die heutigen Abiturienten schlechter ausgebildet und mit schlechteren Voraussetzungen an die Uni kommen, könnten nicht mehr Absolventen den qualitativ hochwertigen Abschluss in den Ingenieurswissenschaften bestehen. Also kann es nicht sein, dass die Abiturienten generell schlechter ausgebildet sind als früher, weil es mehr Abiturienten schaffen, die höheren Anforderungen in heutigen Studium zu meistern.

    Auch hier meine Frage: Wenn Sie den Eindruck haben, die Ausbildung der Ingenieure in Deutschland sei Qualitativ minderwertig und das Diplom somit kein Anzeichen, dass ein junger Ingenieur adäquat ausgebildet sei, würden mich dafür Belege interessieren.

    Lieber dtesch, Sie kommen nicht darum, irgendeine Ihrer Behauptungen mal mit irgendwelchen Fakten zu belegen. Begeistern Sie uns doch mal mit ihrer Intelligenz, indem Sie die Daten nennen, auf denen ihre Schlussfolgerung basiert.

    Sie können nicht ständig Belege verlangen und selbst keine liefern.

  42. ***Wird auch nicht anders wenn dir hier Karel und eysel ihre Solidarität ausdrücken. Die sind längst aus dem Rennen und schwelgen van gestern und van-Hören-Sagen. Bleib dran, Herr dtesch.***

    Vorurteile sind auch Urteile.

    Jan Fleischhauer, Autor des \“Unter Linken\“ meinte,
    daß Intellektuelle fälschlicherweise zur Ansicht neigen, dank ihrer erworbenen Wortgewandheit dichter an der Realität zu sein.

    karel