Keine Stille Nacht

Deutschland, ein Weihnachtsmärchen: Die Arbeitslosigkeit sinkt, Lohnsteigerungen werden vorgezogen, und für den Dax ist ein Kursniveau von weit über 8000 erreichbar. Zuversicht hat die Einkaufstüten so prall gefüllt wie die Auftragsbücher in fast allen Branchen – selbst die Autoindustrie, die mit ihren schweren Kisten ja angeblich am globalen Markt vorbei produziert, schiebt Sonderschichten zwischen den Jahren, statt Stille Nacht am Fließband zu üben.

Es ist, als ob das Land nach Jahren der Trübsinnigkeit und Selbstzweifel neues Selbstbewusstsein gefunden, sich in der Krise des Jahres 2008 neu erfunden hätte – eine Art Wirtschaftswunder 2.0, pünktlich zum Fest geliefert. Vor einem Jahr hat sich zwar der Aufschwung schon gezeigt – aber „zittrig, schwungvoll geht anders“, stand damals an dieser Stelle. Doch spätestens seit Sommer ist er da, der Schwung; Wachstumsraten werden in 2010 monatlich nach oben auf bis zu 3,8 Prozent korrigiert. Wie aus einem Lehrbuch vergangener Wirtschaftswunderjahre war es zunächst der Export, der die deutsche Konjunktur angetrieben hat – doch mittlerweile steigt die Nachfrage nach Investitionsgütern, weil Fabrikationsanlagen erweitert werden. In den vollen Fußgängerzonen drängt sich das lange verpönte Wort vom Konsumrausch auf, und man gönnt es den Menschen nach zehn Jahren sinkender Reallöhne. Die Sprecher der Handelsverbände müssen sich sehr anstrengen, ihr freudiges Gesicht hinter der berufsüblichen Klagemiene des Kaufmanns zu verstecken. Der Aufschwung nährt sich selbst, er wird selbsttragend, wie es in den Sprachschablonen der Konjunkturforscher heißt.

Pflichtgemäß kritisch stellt sich da die Frage: Was ist da eigentlich passiert, wer hat den Schalter nicht nur gefunden, sondern auch noch gleich umgelegt in die Position „Wachstum“? War es Gerhard Schröder mit seiner im Ergebnis sehr erstaunlichen Flexibilisierung des Arbeitsmarkts oder Schwarz-Rot mit Abwrackprämie, Konjunkturprogramm und Kurzarbeitergeld oder doch die schwarz-gelbe Koalition der Zänkereien? Der Erfolg hat viele Väter, nur der Misserfolg ist ein Waisenkind. Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn arbeitet einen ungewollten Erfolgsfaktor heraus – mit der Einführung des Euro vor zehn Jahren begann für Deutschland eine Leidensgeschichte. Kapital floss ins europäische Ausland oder in den amerikanischen Häusermarkt. Neuerdings sucht ein Teil der Mittel wieder nach Investitionsmöglichkeiten in Deutschland. Das Land in der Mitte Europas hat die durch den Euro ausgelöste Anpassungskrise, hat lange Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikte nicht nur überstanden, sondern sogar produktiv zu nutzen gewusst. Wenn es so bliebe, könnte das alte Jahr eine Reihe wirtschaftlich guter Jahre einläuten.

Fragezeichen bleiben. Das Wirtschaftswunder einiger europäischer Partnerländer stellt sich als kreditfinanziert heraus. Der andauernde Konflikt um den Euro ist auch ein europäischer Verteilungs- und Machtkonflikt: Anfangs schien es aus europäischer Sicht gut zu laufen, weil Deutschland durch den Euro eingehegt, gezähmt schien. Jetzt erwachen wieder die Ängste vor diesem Riesen, der in der Vergangenheit meist ziemlich aggressiv geworden ist, wenn er sich aufgerappelt hat.

Hoppla, wir sind wieder wer! Die Selbstbescheidenheit der Nachkriegsgeneration passt nicht mehr zum Habitus einer wachsenden Geschichtsvergessenheit. Den Volksparteien läuft das Volk weg, das sich durch Verschwurbelung offenkundiger Missstände und Wegducken nicht mehr vertreten fühlt – die Sarrazin-Debatte, aber auch Stuttgart 21 und die Euro-Debatte zeigen den eklatanten Kontrast zwischen von Berlin verklärter und vor Ort erlebter Wirklichkeit. Die Modernisierungswoge erzeugt Gegenkräfte, weil das Gewohnte, Sichere abhandenkommt und eine mentale Unbehaustheit entsteht. Es wird ein spannendes Jahr – weil Brüche in der europäischen Währungs- und Stabilitätspolitik das gemeinsame Haus gefährden.

Machen wir das Beste daraus.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [591]

  1. Eysel 19:22
    Ich habe eine Bekannte, die eine Firma (neue Technologien) besitzt und leitet. Sie sucht seit Monaten einen geeigneten Ingenieur mit Berufserfahrung im betreffenden Spezialbereich. Sie wird ihn wohl importieren müssen, denn der ist hier nicht aufzutreiben.
    Das Problem: Es werden viel mehr Diplom-Inhaber als vor Jahrzehnten produziert, aber bei Ingenieuren gibt es viele Spezialisierungen; manche davon führen auch in die Arbeitslosigkeit. Unternehmen suchen nun einmal möglichst massgeschneiderte Profile, solche, die sie gerade jetzt für ein Projekt brauchen. Man sollte meinen, ein Ingenieur könne sich in alles und überall schnell einarbeiten. Aber anscheinend ist dies in der Regel nicht der Fall. Die Unis sind längst zur Massenproduktion übergegangen. Dei Ausfallquote ist entsprechend hoch.

    Die Ausbildung in Deutschland ist mittelprächtigen Niveaus. Ich bin immer wieder erstaunt über die fehlenden soft-skills der Diplom-Inhaber. Oft werden sie zu internationalen Kontakten geschickt, machen aber dort Kommunikationsfehler, benehmen sich unmöglich, haben keine profunde Allgemeinbildung. Wenn ich mit einem französischen oder asiatischen Partner verhandele, dann darf ich alles ausser ein Fachidiot sein, der sich dazu noch ein ungeschicktes Benehmen an den Tag legt. Fachliche Kompetenz ist wichtig, aber soft-skills sind das „Gleitmittel“, ohne das es nicht geht.

  2. ***Es ist wahr,
    daß wir nicht schätzen,
    was wir haben.
    Aber es ist auch wahr,
    daß wir nicht wissen,
    was wir vermissen….

    bis es uns begegnet.. ***

    Eine nette Grußbotschaft vom Pleitegeier….

    karel

  3. Verehrter Praktiker dtesch, wie oft auch immer du in deinem reichen Arbeitsleben anderen bei Durschwursteln gute Ratschläge gegeben hast, alles Geschichte. Unsere Zukunft in Deutschland sichern nicht die Praktiker von gestern, sondern die intelligenten polyglotten methodischen-sicheren und mit dem Blick für globale Chancen und Risiken ausgestatteten Power-Bauern. Ältere Herren können dann am Stammtisch ein wenig klug daherreden…;-)
    Auf die \\\“Unternehmer\\\“ und \\\“Leitenden\\\“, deren Kunst vor allem lautstark darin vernehmbar ist, mal wieder auf die Politik zu schimpfen, aber hinter dem nächsten Hügel vermehrt öffentlich finanzierte Bildungsanstrengungen einzufordern, kann das Land verzichten. Die Zeit, in der Zeit für solche Kabinettsstückchen war, ist vorbei. Butter bei die Fische, heisst die Parole, anders: Der Duft der großen weiten Welt und zwar aus der eigenen Tasche nicht aus der Tasche \\\“van anderen\\\“, Blauer Dunst mit großen Tönen. *#*
    Wird auch nicht anders wenn dir hier Karel und eysel ihre Solidarität ausdrücken. Die sind längst aus dem Rennen und schwelgen van gestern und van-Hören-Sagen. Bleib dran, Herr dtesch. (drei Wochen statt meiner in der \\\“Amtsstube\\\“ und zwischen \“den Bruchbuden\“ und du gehst auf dem Zahnfleisch, wetten dass?)
    Innocenz, du redest mal wieder quer, kann ja ganz erfrischend sein. Mit Wertungen des Geschehens wäre ich an deiner Stelle erstmal vorsichtig, es sei denn du hast die letzten 2,5 Jahre nachgelesen. \“Gefühlswelt der Lehrenden auf wollen programmieren\“ klingt wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Wenn du mich fragst: Illusionen. Gedankenspiele in Elfenbeintürmen
    sind chancenlos angesichts der normativen Kraft des faktischen. Da braucht es einen sehr viel praktischeren Ansatz.
    Schau dir an, wie die Wirtschaft in Deutschland zur Zeit brummt. Erinnere dich, wie noch im Sommer von unseren Blog-Senioren jeglicher Funke positive Wahrnehmung ausgetreten wurde, ins Reich der Fabel verwiesen wurde, noch bevor dies Stöhnen verhallt war, belegten die nackten Zahlen Woche für Woche das Gegenteil.
    Auf solchen Praktiker-Urks kann man getrost verzichten.
    Vielleicht aber wird auch nur zuviel nachgeschwätzt und nachgeäfft. Fehlt noch die Beschwörung der nächsten Swineflu-Welle…ey,ey,ey
    Was eigentlich, verehrter Innocenz, willst du uns hier sagen, bist du langsam so weit, oder nimmst du immer noch Anlauf, take your time;-) be the ball;-) slowly getting faster;-))
    Mutti richtet das Ding schon, jetzt muss sie erstmal ihrem Lieblings-Guido-Preppy die Bügelfalten stärken. Bleibe dabei: libaral-sozial, wäredoch langsam mal wieder dran, Wie geht das?
    Is it time for Genschmans magic…;-)

  4. Die US-Staatsverschuldung hat die 14.000.000.000.000 (14 Billionen) soeben geknackt.
    http://www.usdebtclock.org/

    Nachfolgend eine Grafik die die Entwicklung der US-Staatsverschuldung von 1940 bis 2007 verdeutlicht. Die letzten drei roten Balken(2008/2009/2010) bis aktuell 14.0 T (Billionen) einfach bildlich hineinprojizieren. Und wie nennt man solch einen Verlauf? Na? Richtig! Dieser Verlauf entspricht einer Exponentialfunktion.

    http://www.brillig.com/debt_clock/history.gif

  5. @Karel

    Meine Eindrücke, dem Bildungsstandard entsprechend, habe ich durch eigene Jahrzehntelange Erfahrungen und der meiner Kollegen, Geschäftsführen und Vorständen gesammelt, oft konträr zur allgemein verbreiteten Meinung durch Statistiken und sonstigen Zahlenmaterial.

    „Es herrscht auch ein eklatanter Notstand bei den ”Machern”…“

    Genau, das ist oft das viel berichtete Problem, ich bezeichne es gerne als Qualitätsmerkmal.
    In Statistiken geht dieses Tatsache leider nicht ein, denn Leute, die Statistiken produzieren, sind nicht selten ebenfalls nur Theoretiker.
    Damit möchte ich Theoretiker nicht generell abqualifizieren, nur wir haben im Verhältnis zu den „Machern“ zu viele davon.

    Gruß
    dtesch

  6. Der Brückenbauer baut nur wacklige Brücken, dem Berater wird Beratung zuteil und den rechten Proll, den hauen wir zum Deibel – Body count am unteren Nil. Es wird doch nicht die Angst vor Veränderungen sein, die das Spiel im neuen Jahr so nervös beginnen lassen?

    Herr Neumann, was nutzen Statistiken, wissenschaftliche Erkenntnisse, wenn Entscheidungsträger nicht nach den Ergebnissen entscheiden, sondern danach, wie sie am meisten Stimmen bei der nächsten Wahl bekommen? Wikipedia in Ehren, aber auch das bringt uns in der Sache keinen Millimeter weiter. Warum? Weil dort nicht die Gefühlswelt des Menschen beschrieben werden kann, nach der sich aber letztlich alles richtet.

    Beispiel: Bildungssystem

    „Du kannst niemand etwas lehren, Du kannst ihm nur helfen es in sich selbst zu finden“ sagt Galilei. Das bedeutet, wir können in den Nürnberger Trichter noch so viel Geld hineinstecken, wie wir wollen. – Alles hängt davon ab, ob die Gefühlwelt des Lehrenden auf „Wollen“ programmiert ist. Hat dies unsere Gesellschaft in ausreichdendem Maße berücksichtigt? Spielt es in der öffentlichen Diskussion eine Rolle? Oder herrscht das Gefühl vor: Ich lerne für die Parkposition im oberen Segment, die anderen im unteren für eine „Hartz IV – Karriere“.

    Beispiel: Arbeitsplätze

    „Wir müssen Menschen in Arbeit bringen“…ein geflügelt Wort. Wer kann Menschen in Arbeit bringen, ohne, daß die es wollen? Das gelingt mir nicht mal zuhause, mit den meinigen…Die Frage nach der Gefühlswelt, nach der Motivation stellt sich auch auf der anderen Seite, beim Arbeitgeber. Warum sollte er Arbeitsplätze schaffen? Wer Muße hat, um Langspielplatten anzuhören, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. …ob das in Wiki zu finden ist…?

    Es gilt, Grenzen zu überwinden, auch die, in unseren Köpfen – selbst, wenn auch als Frechheit wahrgenommen. …dies läßt nur auf eine andere Grenzziehung schließen.

    Ein Leserartikel über „Die Macht der Zäune“

    http://community.zeit.de/user/wahrsprecher/beitrag/2011/01/05/die-macht-der-z%C3%A4une

    Neue bauen, oder alte abreissen? Diese Frage ist zu beantworten.

  7. @ Pampa

    „Und bist du Arroganz versichert,
    dann hast du völlig ausgekichert,
    du schließt vom ersten Augenblick,
    ein festes Bündnis mit dem Strick.“

    Nimm es mal wörtlich….
    steckt da nicht viel Lebensweisheit drin….?

    Gruß
    karel

  8. @ Greg u dtesch
    „These von dtesch:
Es gibt zu wenig qualifizierten Ingenieursnachwuchs, weil die Qualität des Bildungssystems zu schlecht ist.

    Es gibt nachweisbar mehr Absolventen, die in den Ingenieurswissenschaften die Diplomprüfung bestehen als früher. Ein Mangel an Quantität kann nicht nach gewiesen werden. Da es mehr Personen mit Hochschulreife und mehr Absolventen gibt, kann ein Mangel an Quantität nicht nachgewiesen werden.

    Schlussfolgerung:
Die These konnte nicht verifiziert werden. Die Daten zeigen ein anderes Bild.“

    Auf diese Logik kannst du nicht stolz sein Greg. –
    Du hast lediglich gezeigt, dass nicht BEIDE zugleich (QuaL+QuaN) nachgelassen haben. – Selbst wenn man unterstellt, dass es im 2.Abs, 2.Satz Qualität statt Quantität heissen soll. –

    Ich denke, man hat in der Bildung fast nur BREITE gefördert. –
    In der – ach so korrekten politischen – Denkweise, jeder „könne“ Abi, Uni usw. – Wenn ihm das nicht gelänge, dann läge das ausschließlich an den „sozialen Verhältnissen“. – Die schlichte Tatsache, dass es nicht jedem „gegeben“ ist,
    … zu machen wurde als politisch in-korrekt bezeichnet. –
    Um das Ziel höherer Abgängerzahlen ( = angeblicher Erfolg der Bemühungen) zu erreichen wurden lange Zeit schlicht die Anforderungen gesenkt. – Auch wenn sie zweifellos in den letzten Jahren gestiegen sein mögen. –
    Die Ausbildung aber auch wie überall in zig Zweige aufgespalten wurde. –
    (Ingenieurwissenschaften? Ich keine Ahnung haben!)
    Ich jedenfalls habe mich (als ich Appretur machte) sehr gewundert,
    auf welchem guten Stand mein Vater damals nach mindestens 3 Halbwertszeiten noch immer war. – Und der hatte nur Kriegsabi. –

  9. @Greg
    „Überprüfung der These:
    Es gibt nachweisbar mehr Absolventen, die in den Ingenieurswissenschaften die Diplomprüfung bestehen als früher. Ein Mangel an Quantität kann nicht nach gewiesen werden. „

    Qualität, genau darauf kommt es an! Quantität ist dann nur wichtig, wenn die Qualität stimmt.
    Wie wurde die Qualität in der Statistik, im Angesicht der steigenden Anforderungen, berücksichtigt? Mit solchen und ähnlich Faktoren, kann man eine Statistik stark beeinflussen.
    So ist diese These noch lange nicht widerlegt, wie Du es so gerne glauben möchtest.

    „Ich glaube nicht an Daten, sondern nur an das, was ich sehe. „
    Das habe ich so nicht gesagt und auch nicht so gemeint, lieber Greg.
    Ich habe nur Zweifel an Statistiken angemerkt, die meiner und anderer Leute Beobachtungen widersprechen. So erlöse ich Dich von Deinem Seufzer. 😉

    „Um 18:23 Uhr ist in Deutschland die Sonne untergegangen. Nur weil jemand in Kalifornien sagt, nach seiner Beobachtung sei die Sonne doch ganz klar am Himmel zu sehen, entwertet nicht den Datensatz, auf dem die ursprüngliche Schlussfolgerung fußt. „

    Eines Deiner typischen Beispiele. Greg, Du beleidigst meine Intelligenz.

    Gruß
    dtesch

  10. @ dtesch
    Laß Dich nicht beirren.
    Die Statistik-Quelle, von Greg dankenswerterweise genannt,
    läßt auch Rückschlüsse auf die Qualität zu.

    In den tragenden Studiengängen, der Elektrotechnik sowie dem Maschinenbau und der Verfahrenstechnik ist eher Stagnation.
    Hinzu kommen die Klagen der Industrie, die weniger die Bacherlor- und Masterabschlüsse, eher den klassischen Dipl-Ing. bevorzugen.

    Es ist schon eigentümlich, daß mein Schwager, als Dipl.-Ing. in einem Weltkonzern in leitender Stellung tätig, auch im Hinblick auf den Bildungsstand in Gesprächen viele Deiner Ansichten teilt.
    Es herrscht auch ein eklatanter Notstand bei den \“Machern\“,
    die den notwendigen betrieblichen Anforderungen genügen, weniger bei den hervorragend ausgebildeten \“Theoretikern\“.

    Gruß
    karel

  11. @Magic
    „dtesch, dein Kommentar in Richtung Greg von 16:17 ist eine ziemliche Frechheit. Merkst du das?“
    Für den Rat eines solchen ”Praktikers” würde ich keinen Penny ausgeben. „

    Deine Wahrnehmungen hast Du hier ja auch schon mehrfach kundgetan und wirst es, so wie vermute, auch weiterhin tun. Ich will Dich auch nicht davon abhalten.
    Nach Deinem Kommentar scheint mir, dass die Wahrnehmung der Wirklichkeit eines Hüters der Amtsstube doch recht getrübt zu sein scheint.

    Gruß
    dtesch

  12. Wieder eine Sternstunde der Politik in D.
    Ozdemir auf Traumpfaden, ich sage, typisch Politiker, alles versprechen, auch wenn die Aussagen nicht stimmig sind.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article12008837/Westerwelle-lebt-auf-einem-anderen-Planeten.html

    Beispiel:

    Frage: „Muss man nicht überlegen, wie sie wieder mehr Geld ins Portemonnaie kriegen? „
    Ö: „Das Geld wird ihnen von Schwarz-Gelb abgeknöpft, nicht von den Grünen. „
    Grüne scheinen an Amnesie zu leiden: Erhöhung der Verbrauchssteuer, wie z.B. Ökosteuer, längst vergessen.

    Ö: „Deshalb haben wir im Gesundheitssystem, an dem Union und FDP mit immer neuen Beitragserhöhungen herumdoktern, unser Reformkonzept vorgelegt, in dem wir alle Einkommensarten zu Beitragszahlung heranziehen, nicht nur die Lohneinkommen der Mittelschicht. Zudem wollen wir im Gesundheitssystem die Privilegierung von Pharmaindustrie und Privatversicherten beenden. Dadurch sinkt der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung und es gibt auch keine Kopfpauschalen. „

    Mathe und logisches Denken ist auch nicht unbedingt die Stärke der Grünen. Wenn es mehr Beitragzahler gibt, gibt es naturgemäß auch mehr Leistungsbezieher.
    Wenn man alle Einkommensarten heranzieht, soll das keine Beitragserhöhung sein??????

    Gruß
    dtesch

  13. @dtesch:
    \“Deinen Glauben an die Statistiken sei Dir gegönnt. Dieser Glaube verlässt mich aber dann, wenn ich andere Realitäten wahrnehme, ohne mich in Anekdoten zu verlieren.\“

    Glaube an Statistiken? Da muss ich schon grinsen. Wir sprechen hier von Belegen. Das ist ein wissenschaftlicher Vorgang:

    These von dtesch:
    Es gibt zu wenig qualifizierten Ingenieursnachwuchs, weil die Qualität des Bildungssystems zu schlecht ist.

    Überprüfung der These:
    Es gibt nachweisbar mehr Absolventen, die in den Ingenieurswissenschaften die Diplomprüfung bestehen als früher. Ein Mangel an Quantität kann nicht nach gewiesen werden. Da es mehr Personen mit Hochschulreife und mehr Absolventen gibt, kann ein Mangel an Quantität nicht nachgewiesen werden.

    Schlussfolgerung:
    Die These konnte nicht verifiziert werden. Die Daten zeigen ein anderes Bild.

    Antwort von dtesch:
    Ich glaube nicht an Daten, sondern nur an das, was ich sehe.

    Seufz.

    Um 18:23 Uhr ist in Deutschland die Sonne untergegangen. Nur weil jemand in Kalifornien sagt, nach seiner Beobachtung sei die Sonne doch ganz klar am Himmel zu sehen, entwertet nicht den Datensatz, auf dem die ursprüngliche Schlussfolgerung fußt.

    \“Das Bildungssystem produziert jede Menge, nur von welcher Qualität?\“
    Die Qualität der Studienanfänger scheint gut genug zu sein, dass diese in größerer Zahl als früher die Diplomprüfung bestehen können als früher.

    Da helfen keine persönlichen Ansichten, sondern eine nachprüfbare Messung. Wie belegen Sie die Meinung, dass die Qualität der Absolventen schlechter geworden ist. Das wissenschaftliche Verfahren zur Verifikation oder Falsifikation von Thesen ist oben skizziert.

  14. dtesch, noch einen: deine mail an Greg von 17:47 lässt für den Fachmann sehr leicht erkennen, was bei dir als Praktiker alles innedrin so passiert. Vielen Dank für die EInblicke. Nötigt mir wiederum Zurückhaltung ab. Bei jemand, bei dem im Kopf und in seiner Praxis so viel durcheinander geht un der sich gleichzeitig dennoch in seinem Metier über Wasser halten kann: nicht schlecht Herr Specht. Nur, lieber Berater, das sind solitäre Vorkommnisse und im Einzelfall immer mal drin. Aber daraus Orientierungshilfen für allgemeines – gar gesellschaftliches Verhalten – abzuleiten, dafür ist das Hemd dieses Solitär-Modellchen zu verworren bedruckt und erheblich zu kurz. Was nicht heisst, dass man daraus nicht etwas machen könnte, bleib also dran…an Greg, da kannst du mächtig was lernen, was deine Kunden zugute kommen könnte, wenn du es nicht selbst verhinderst.;-)
    Pampa, alter Gierhals, there are often two hips between cup and lips oder so ähnlich. Dafür, dass sich ein neunzigjähriger, der in seinem Leben nicht viel hat anbrennen lassen, aus dem aktiven Geschäft zurück zieht, kann es allerlei Gründe geben, wenn es nicht um Volcker ginge, sondern um Zsa Zsa Gabor, hätte man Obama nur abraten können. Das Mädel hatte schon vor seiner Unterschenkelampuation Schwierigkeiten beim Laufen. Wie muss das im liegen sein?;-)))
    Wer von uns beiden neugieriger ist, old Uruguay, dass müsste imho noch durch eine ungefälschte Statistik unterlegt werden, ein feiner Job für dtesch, wenn greg dessen Heimwerker-Statistik freigegeben hat und du dabei besser wegkommst als ich, dann bekommst du von mir eine kostenlose Einführung ins südwestsächsische Bruchbudentum. Nu schaun wir mal, was uns Kindern Cheffe als nächstes hier auflegt. Wie wär\’s denn mal zur Abwechslung mit etws liberaler Sozialpolitik. Lang, lang ist’s her :-))

  15. @ Pampa,

    muss ich noch unbedingt hinterherschieben, damit ja kein falscher verdacht aufkeimt, war natürlich meine situations-phobie damit gemeint, mit meimer umschreibung von soeben, Klaro.

  16. @ Pampa 17:44 Uhr,

    irgendwann sieht man den balken im eigenen auge nicht mehr, so doof das auch klingt und hinterher staunt man über seine eigene unberechenbarkeit. Die sache hat auch mit überdehnbarkeit zu tun usw., ich weiss es nicht aber es esit schon ein seltsames syndrom, das da plötzlich „dich“ erfasst und schon gibt es kein halten mehr, wie sage ich immer, ruff uffs schlimme. Aber, wenn hinterher eine ausweichvariante in sicht ist, dann …
    Ich hoffe es geht Dir gut und bis zum näxxten offenen kamingespräch,
    in alter frische,

    Dein Zamir, alles andere hat der boss ja untersagt, ist vielleicht auch gut so, oder ?

  17. dtesch, dein Kommentar in Richtung Greg von 16:17 ist eine ziemliche Frechheit. Merkst du das?
    Du schwatzt dir deine Wirklichkeit so zusammen, wie es dir gefällt, andere reden entweder \“Theorie\“ oder \“träumen\“ und werden von dir pauschal entwertet mit der nicht nachvollziehbaren Behauptung sie diskreditierten dich. Ehrlich gesagt, so spielt sich ein blinder Vogel auf. Für den Rat eines solchen \“Praktikers\“ würde ich keinen Penny ausgeben.
    Allerdings und das ist meine Hoffnung, hättest du es mit dir selbst zu tun, würde dir das vielleicht auch negativ aufstoßen. Insofern, denk mal nach. Die Einstellung \“nur mein bißchen Wirklichkeit ist DIE Wirklichkeit\“ bringt selbst in der Provinz niemand wirklich weiter. Dass dir das ereichen mag, was du so um dich rum zur Kenntnis bekommst oder anders durch deine Wahrnehmungsfilter bis auf deine Speicherplatte durchdringt, will ich nicht bezweifeln, selbst das man damit sein Dasein als Berater bestreiten kann, mag angehen, in jedem Zug sitzt ein Dummer, in vielen Firmen tummelt sich die Sorte auch, nur, um mal wieder den Begriff \“Niveau\“ zu strapazieren: gehobenen Ansprüchen genügt das nicht. Es wirkt eher wie das geräuschvolle Taumeln des Knopf in der Trocknertrommel.
    P.S.: Ich sage das jetzt nicht um dich vorzuführen, nur – sagen wir’s mal so, Berater müssen bis zu einem gewissen Grad an ihgre eigene Unfehlbarkeit glauben, und von diesem Hügel aus das Feld bearbeiten. TiTo ist u.a. eine Art Mechanismus zur Überprüfung des eigenen Hügel, nutze sie, es gibt nicht nur ökonomische Idioten und Alias-Idioten, es gibt auch Idiotenhügel….;-)))
    Zur acje selbst noch eine Nachbemerkung: alle – vor allem die mittelständischen Unternehmer dieser Republik blöcken diese Oldi-Langspielplatte, was ihnen die „Bildungspolitik“ liefern sollte und was sie ihrer Wahrnehmung nach tatsächlich bekommen, auf dieses Ritual aufzusteigen und den Song hier nachzusingen, ist mindere Kunst. Reiss dich mal zusammen und überprüf die SPrüche und ausgetretenen Latschen anderer erst mal auf Inhalt. bevor damit hier im Forum andere kritiserst.;-)

  18. @Greg
    „Beim Argumentieren hilft es, sich nicht nur auf Gefühle zu verlassen, sondern ab und zu auch mal einen Blick in die Statistiken zu werfen. „

    Ich habe dabei überhaupt keine Gefühle, weder für die eine Seite, noch für eine Andere – behindern das klare Denkvermögen.
    Deinen Glauben an die Statistiken sei Dir gegönnt. Dieser Glaube verlässt mich aber dann, wenn ich andere Realitäten wahrnehme, ohne mich in Anekdoten zu verlieren.
    Wie ich schon bereits ausführte, suche ich auch nicht nach Statistiken, die meine Beobachtungen bestätigen – müßiges Unterfangen, denn es gibt bestimmt einige davon, nur ich hätte dann das gleiche Problem, nur umgekehrt, dass Andere dieser Statistik nicht glauben würden. Außerdem würde es an den Realitäten nichts ändern.

    Das Bildungssystem produziert jede Menge, nur von welcher Qualität?
    „Seit Einführung der Fachhochschulen kann man die Abschlüsse in den Ingenieurswissenschaften vergleichen. „

    Kann man das wirklich vergleichen, bei gestiegen Anforderungen? Wie hoch der Erkenntnisgewinn solcher Statistiken?
    Glaub mir Greg, ich habe schon bei meinen Kunden manche Statistiken zerlegt…

    Gruß
    dtesch

  19. Sorry Eysel,

    war im Dezember ja nicht regelmäßig on air hier, lief mit zufällig über den Weg, weil ein Schreiberling das bei der FTD verwurstet hat. Immer gar wundersam, was einer sagt und wie das dann verpackt und verkauft wird. Wichtig ist ja eigentlich nicht, was er sagt, sondern wir er positioniert ist, was er vorhat zu tun und was er wollen könnte. Wäre ja auch mal eine Variante von Junta die Wahrheit zu sagen, was man wirklich vorhat, um die schreibende Zunft überraschend mal von vorne zu nehmen. 😉

    Wie sagte ich mal, man muss einen Eysel auch lesen können. Nun, hier ist das ja noch einfach, zumal Du eigentlich keine Incentives hast, das Volk großartig zu verarschen, Entschuldigung, wie heißt das politisch korrekt nochmal, an der Nase herumführen? Könnte uns Papachef wohl auch ein Lied von singen, aber er darf oder kann hier ja nicht, aus nachvollziehbaren Gründen. ;-)))

    Eines der schönsten Dinge überhaupt hier, mal frei seine Meinung äußern zu können, ohne dass die Horde am Markt sofort reagiert. Es wird ja scherzhaft kolportiert, dass das Mädchen von Alan Greenspan bei seinem Heiratsantrag erst beim dritten Mal verstanden hat, als er sie fragte, was er überhaupt von ihr will. 😉 Übrigens ist Paul Volcker von irgendwelchen Gremien aus Obama yes we can zurückgetreten, scheinbar reichte es ihm. Das Amt determiniert die Person! Oder?

    Ach wie gut dass niemand weiß, dass ich Pampa heiß, oder auch nicht. Magic hat gar die Phantasieperson rausgekriegt, die unter PCIIA bei ebay gespeichert ist. Alle Achtung, ich hatte ganz vergessen wo der wohnt. Aber neugieriger Magier, damit Du nicht dumm stirbst, südöstlich vom Henniger Turm wohnt eine Postfiliale, bei der ich ab und an vorbei sehe. Hast Du schon gelesen, mittlerweile gibt es schon 33 Länder, die uns als postgraduierte Drecksäcke anerkennen?

    Tja, die FDP, was ich überhaupt nicht verstehe ist, wie man sich als überzeugter Liberaler in einer Partei organisieren kann. Nun ja. Aber ich muss ob meiner Wortwahl selbst hier vorsichtiger werden, mir fällt gerade Otto ein:

    Und bist du Arroganz versichert,
    dann hast du völlig ausgekichert,
    du schließt vom ersten Augenblick,
    ein festes Bündnis mit dem Strick.

    Aus dem Land der Dichter und Denker, der Versicherten und Steuersparer, fiese Typen behaupten gar, der ökonomischen Idioten. Wehe, würden ein paar mal aufwachen und plötzlich bemerken, dass AM gar nicht mit ihrer Kohle haftet, sondern mit ihrer, der ihrer Kinder und generell ihrer Zukunft. Was dein ist ist auch mein, was mein ist ist dir noch lange nicht, höre ich ausnahmsweise mal meine Oma sagen.

    Eier, Cojones, sind als Skandal zu billig, BSE war toll, so günstig habe ich lange nicht Rinderfilet gefuttert. Als Hühnchen würde ich auch gerne Spazierengehen, hätte keine Angst vor Füchsen und würde im Gegensatz zu meinen Artgenossen in Bodenhaltung auch keine stressfreien Eier legen, könnte man an der Oberfläche meiner Brut sehen. Ironie wäre mir vollkommen fremd.

    Damals gehörte Pimco noch nicht mal zu den Münchnern aus der Königinnenstraße.

    Gruß
    Pampa

    P.S.: Zamir, wenn Du mir etwas zu sagen hast, sag es. Wenn es nicht hier hin gehört, PCIIA@web.de . ICH habe kein Problem damit, es muss und kann nicht alles öffentlich sein, aber wir sind doch Männer oder, also raus damit. Ich würde Dich nicht fragen, würde mich Deine Einschätzung nicht interessieren, bei allen Meinungsverschiedenheiten, okay? Wir haben viel zu viele, die z7u allem Ja und Amen sagen, denke ich. Lassen wir uns nichts gefallen, auch voneinander gegenseitig nicht. Ac, kam noch was, habe ich gerade gelesen. Weißt Du Zamir, ein Mann zeichnet sich auch dadurch aus, eigene Fehler einzugestehen. Das nötigt mir jedenfalls Respekt ab. Kein Thema, für mich ad acta, wenn Du auch damit gut leben kannst.

  20. @ karel,

    das system an sich hat eigentlich keine schwächen, es sind immer nur die oder der einzelne mensch, die/der schwächelt/schwächeln.

  21. @ Eysel
    Sicherlich offenbart der Finanzmarkt politische Schwächen.

    Aber weniger eigene Vorteilsnahmen.

    Das \“Kapital\“ \“erkannte\“ nicht die Risiken der Subprime-Papiere.
    Aber nun offenbart es die Risiken von Staatspapieren????

    Cui bono…….

    Der Finanzmarkt honoriert unternehmerische Sanierungsbemühungen.
    Warum dann nicht politische Sanierungsbemühungen?
    Jedenfalls ist der EURO-Raum da innovativer als die USA.

    Gruß
    karel

  22. @dtesch:
    \“Du malst ein völlig verzerrtes Bild, das in den Wunschträumen der Bildungspolitiker entspricht, aber nicht de Realität.
    Dein Vergleich 1960/2007 kann nur als Beispiel dienen, wie man Statistiken für jede noch so windige Behauptung manipulieren kann.\“

    Beim Argumentieren hilft es, sich nicht nur auf Gefühle zu verlassen, sondern ab und zu auch mal einen Blick in die Statistiken zu werfen. Wenn Sie meinen, die zitierten Zahlen seien verzerrt, wäre es besser, die Zahlen samt Quelle zu nennen, die Sie für korrekt halten. Aber immer nur \“Alles falsch\“ zu rufen, bringt uns keinen Schritt weiter.

    \“Was heißt den hier „qualifizierte Abgänger“? Warum sucht Industrie Ingenieure und ähnlich qualifiziertes Personal und findet wenig, wenn es denn so viele gibt?\“

    Der VDI veröffentlicht eine sehr gute Datenbank zum Thema. Seit Einführung der Fachhochschulen kann man die Abschlüsse in den Ingenieurswissenschaften vergleichen. Für die Zeit vor 1970 habe ich keine gute Quelle gefunden.
    http://www.vdi-monitoring.de/index4.php

    1973 haben 23.867 Absolventen in Westdeutschland ihre Diplomprüfung in den Ingenieurswissenschaften bestanden.

    1980 waren es 24.442

    1990 waren 37.193

    1993 waren es 47.411 (erste gesamtdeutsche Zählung)

    2000 waren es 39.270

    2009 waren es 52.968

    Das Bildungssystem \“produziert\“ offenbar nicht nur mehr Schüler mit Hochschulreife, es befähigt offenbar auch mehr Studierende, die Diplomprüfungen in den Ingenieurswissenschaften zu bestehen.

    Obwohl es mehr Angebot gibt, hat die Nachfrage offenbar noch stärker zugenommen. Es liegt jedenfalls nicht daran, dass es weniger oder schlechter qualifizierte Abgänger an den Hochschulen gibt.

    Das ist kein Wunschtraum und kein \“politisch korrekten Einheitsbrei\“. Das sind nachprüfbare Zahlen, die zur Beurteilung geeigneter sind als ein Gefühlsbrei.

  23. @ Pampa 13:33 Uhr,

    was soll ich Dir „sagen“ ? Manchmal verrennt man sich dermassen, dass erst eine bestimmte geschichte, die augen und den verstand, nach langer überlegung wieder verändern, bzw. erweiter. Ich hatte mich tatsächlich hineingesteigert und Dein kommentar von 13:33 Uhr
    bestätigt ja auch die wahre absicht und das dahinter. Das wollt‘ ich nur noch dazu erwähnen.

    Gruss Zamir

  24. @dtesch
    Ich teile die Einschätzung, ohne Gregs Argumente zu werten…..

    **Ich nenne es eher:
    Erkennen der Wirklichkeit mit all seinen Facetten, ohne Denkverbote und ohne politisch korrekten Einheitsbrei.“***

    Gruß
    karel

  25. @ Karel 16:08 – Keine Frage. –
    Glaubst du, dass „Das Kapital“ ein Untergangsszenario der Gewinnmöglichkeiten wegen an die Wand malt? – So hab ich dich oben wenigstens verstanden. –
    Ich würde sagen,
    da wird die schlechte Qualität einer Produktes (vergangenen Politik)
    im harten Praxisalltag deutlich. –
    Und Presse macht auf die Mängel mehr oder weniger sachlich/sachkundig aufmerksam.- Und die Hersteller der Politik reparieren nun notdürftig mit viel Spucke und teurem Klebstoff an ihrem Produkt herum, um wenigstens über die nächste „Runde“ zu kommen, ihr Gesicht vor den „Zwangskäufern“ ihres Produktes (uns) zu wahren, ohne bisher recht zu begreifen, dass sie eher verbösern als zu verbessern. –

  26. Es waren sogar drei kommentare, absolut keimfrei und supersachlich und sehr kurz, die einfach in nichts verschwanden.
    Kein kommentar dazu.

  27. @Greg
    „Ich glaube weiterhin, dass das eine verzerrte Wahrnehmung ist, weil sich die Anforderungen an die Arbeitnehmer stark erhöht haben. „

    Was ist daran verzerrt? Natürlich sind die Anforderungen gestiegen und werden vermutlich weiter steigen.
    Das es immer weniger gering qualifizierten Jobs in D gibt ist doch nicht neu. Nur Bildungspolitik hat darauf nicht angemessen reagiert.

    „Die Ausbildung hat in der Breite gewonnen und dadurch in der Spitze verloren. In Summe haben wir am oberen Ende mehr und besser qualifizierte Abgänger als früher und am unteren Ende weniger ”hoffnungslose Fälle”. „

    Was heißt den hier „qualifizierte Abgänger“? Warum sucht Industrie Ingenieure und ähnlich qualifiziertes Personal und findet wenig, wenn es denn so viele gibt?
    Du malst ein völlig verzerrtes Bild, das in den Wunschträumen der Bildungspolitiker entspricht, aber nicht de Realität.
    Dein Vergleich 1960/2007 kann nur als Beispiel dienen, wie man Statistiken für jede noch so windige Behauptung manipulieren kann.

    „Und weil früher alles besser war …“

    Habe ich niemals behauptet. Du versuchst leider immer wieder mit solchen Unterstellungen andere Ansichten zu diskreditieren.

    Das Menschen schnell adaptieren ist in diesem Zusammenhang wenig aussagekräftig. Wichtig ist eher, was sie adaptieren bereits sind und welche Konsequenzen darauf wie schnell gezogen werden,

    Kulturpessimismus??? – Habe ich nichts mit am Hut, so hoch hänge ich das Thema gar nicht auf.
    Ich nenne es eher: erkennen der Wirklichkeit mit all seinen Facetten, ohne Denkverbote und ohne politisch korrekten Einheitsbrei.

    Gruß
    dtesch

  28. Recht herzlichen dank für die löschung meiner letzten beiden sehr harmlosen kommentare.

  29. @ Eysel
    Sicherlich ein Mißverständnis:
    Es ist keine Verschwörung, es ist Wirklichkeit:
    Wenn Politik das Wort Haushaltsdisziplin nicht schätzt,
    also die Kassen öffnet für alle,
    Schulden macht für alle,
    dann sind sie es doch, die die Profiteure aller Coleur ermuntern,
    dann sind sie es doch, die in der selbstverschuldeten Abhängigkeit landen.

    Nur: Haushaltsdisziplin….. das hat eher was mit Haltung zu tun.

    karel

  30. Also Pampa,
    du bist doch sonst immer auf der Höhe der Zeit!
    Aporopos Bosom-Worth:
    Hast du dich da gerade versonnen in die Bikinis von Bob Marleys Töchtern versenkt? –
    Die Sache – ich meine mit Pimco – ist alt, von mir hier schon verlinkt,
    längst nicht überall angekommen,
    und ich fand sie so sensationell wie du. –

    Dass so Manches mehr als crowding out bezeichnet werden müsste,
    was so „übereinstimmend“ und „mehrheitlich“ und im Brustton von Überzeugung womöglich sogar als „objektiv“ bezeichnet wird … sonnenklar. – Um mir gleich Widerspruch ein zu handeln: AUCH 70% der FDP-WW-Schelte gehört in diese Schublade. –
    @ Karel 13:07
    da kann ich dir nicht folgen. – Hab die Tage nen guten Artikel über Verschwörungstheorien in der Hand gehabt. Find ihn leider nicht mehr. –
    @ Greg
    immunologische Verfahren sind (in Abwandlung) in vielerlei Hinsicht selbst z.B. gegen Bluthochdruck in Entwicklung.
    In diesem Zusammenhang eine neue Sichtweise aufs Immunsystem: http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E497D9D4D558844779D84FCCDEBF2486F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  31. Hier im Forum wird immer wieder als Beispiel die Investition in einen Apfelbaum beschrieben.
    Über die Frucht dieses Baumes hierzu ein Gedicht.:

    DAS APFELGEDICHT

    Eines musst du stets dir merken:
    Wenn du schwach bist – Äpfel stärken.

    Äpfel sind die beste Speise
    für zu Hause, für die Reise,
    für die Alten, für die Kinder,
    für den Sommer, für den Winter,
    für den Morgen, für den Abend.
    Äpfel essen ist stets labend.

    Äpfel glätten deine Stirn,
    bringen Phosphor ins Gehirn.
    Äpfel geben Kraft und Mut
    und erneuern dir das Blut.

    Darum Freund, so lass dir raten:
    Esse frisch,gekocht, gebraten
    täglich ihrer fünf bis zehn.
    Wirst nicht dick, doch jung und schön
    und kriegst Nerven wie ein Strick.
    Mensch – Im Apfel liegt das Glück !

    (Verfasser unbekannt)

    Gruß Pedro

  32. Lieber Zamir, böser RTY ((-;),

    mich hat es auch etwas gewundert, zumal ich mir einbilde mittlerweile die länger teilnehmenden Pappenheimer hier auch ohne Namensnennung zu erkennen. Bemerkenswert fand ich ja des Magiers Wort von Alias-Idioten, da sage noch einer, wir würden hier nichts lernen.

    Dennoch finde ich das Thema nach wie vor aktuell, auch wenn es anders funktioniert, als mit Regeln. Als bekennender Regel-Fanatiker würde ich wirklich für eine Kennung hier plädieren. Muss ja nicht viel sein, ein Nick, eine E-Mail-Adresse, ein kurzes Profil vielleicht und fertig ist. Einmal ein bisschen Arbeit ist ja nicht zu viel verlangt. Ein kurzer Blog-Dekalog a la Du solltest Dich an die Gesetze halten (insbesondere CR), Deine Mitdiskutanten nicht allzu wüst beschimpfen etc., was man halt so ungefährt von mehr oder weniger zivilisierten Zeitgenossen so erwartet.

    Im Ernst, auch wenn RTY hier Verantwortlicher im Sinne des Presserechts ist, für das, was wir schreiben, sind wir schon selber verantwortlich. Auch wenn uns im Prinzip keiner kriegen kann, wo nur eine IP-Adresse, eventuell gar gespiegelt, was die Techies halt so können, da kein Ankläger und kein Richter kann es ja wohl nicht sein.

    Sehen wir uns die Klagen auf ebay an. Irgendwo ein Bildchen oder sowas geklaut (für diejenigen unter uns Zamir, welche nicht verlinken können, Rechtsklick mit der Maus, STRG + C, STRG + V und schon haben wir ein Bildchen im Besitz, dessen rechtlicher Eigentümer aber ein anderer ist), schon ernährt sich wieder ein spezialisierter Berufsjurist an den armen Ahnungslosen, welche dort gespeichert sind.

    Keine Ahnung, wie manche Dinge rechtlich zu bewerten sind, aber ich würde das Risk nicht unbedingt ohne jede Rückversicherung zeichnen. Ich weiß es nicht, aber so manches hier könnte gar schlimmere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, als Diebstahl geistigen Eigentums. Das Löschen Kreuzritter könnte man auch als Schutz vor der Verfolgung wegen Volksverhetzung deuten, was auch immer es es da gibt.

    Nun gut Kinderchen, wie wir alle wissen, muss Satz „Vorsicht diese Herdplatte ist heiß!“ zu Beginn des Lebens auf seinen Wahrheitsgehalt getestet werden. Was heiß konkret bedeutet, ist schließlich Auslegungssache. Nach einer schmerzhaften Erfahrung weiß man das dann und merkt es sich meistens. Mal sehen, wie weit ich gehen kann, ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, wofür die Justiz aber in den seltensten Fällen Verständnis hat.

    Ich glaube ja, dass die WiWo das selber gerne einführen würde, aber keinen mehr findet, der das ALICE beibringen könnte. Vielleicht eine Aufgabe für einen historisch interessierten, sagen wir russischen Hacker, der sich ihr mal annehmen könnte.

    Gruß
    Pampa

    P.S.: Zamir, was stört Dich, dass ich Klaus irgendwie angegangen bin? Ja, ich habe mich über haltlose Zusammenhänge und darauf aufbauende Schlussfolgerungen geärgert, darf ich dazu nicht Stellung beziehen? Nenne es meinetwegen arrogant, wenn ich auf Zusammenhänge hinweise, die man eigentlich im zweiten Lehrjahr einer kaufmännischen Ausbildung kennen sollte.

    Was Du in den links liest und welche Schlüsse Du ziehst, musst Du selber beurteilen. Was ich hier sage, spielt doch keine Rolle. Was der Knabe von PIMCO SAGT, auch nicht, was er macht hingegen schon. Dass er sich derart deutlich äußert und das in seiner Funktion, Position und im Namen seines AG, grenzt für mich an eine kleine Sensation. Aber das ist nur meine Interpretation. Er gehört zu den Typen, welche die Politik in ihrer Ahnungslosigkeit bändigen will. Nun ja, wer meint, dass er das gesundbeten könne, viel Spaß dabei.

  33. @ karel,

    Sicher ist nur, dass die Schuldenmengen -auch in Deutschland- in den nächsten Jahren weiter wachsen werden, nicht nur absolut, sondern auch relativ zum Bruttoinlandsprodukt. Die Eurozone steckt in der Schuldenfalle, die Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen bleibt daher ein Wunschtraum.

  34. OT aber sehr spannend:

    Man kann Mäuse gegen Kokain und andere Drogen unempfindlich machen. Die Methode ist ziemlich clever und könnte auch bei Menschen funktionieren. Man hat die Moleküle, die vom Immunsystem unerkannt bleiben, auf der Oberfläche von Adenoviren (die normalerweise eine Erkältung verursachen) als Rezeptor sichtbar gemacht.

    Das Immunsystem lernt so, Antikörper gegen C17 H21 NO4 zu bilden. Bevor das Kokain das Gehirn erreichen kann, ist es von Antikörpern ummantelt und kann im Gehirn nicht mehr andocken. Wer Kokain schnupft, bemerkt also keine Wirkung mehr.

    Die Methode ist noch nicht an Menschen erprobt und wirft wegen der Gefahr des Missbrauchs auch zahlreiche ethische Fragen auf. Interessant ist es trotzdem:
    http://www.sciencedaily.com/releases/2011/01/110104134034.htm

  35. Für mich ist die ganze Euro-Situation bewußt \“auf Krise\“ gesteuert.
    \“Motor\“ dürften die mit den Untergangsszenarien verbundenen hohen Zins- und Spekulations-Gewinnmöglichkeiten sein.

    Hierzu ein interessanter Beitrag:
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E590EC41983954809BC056A038E4E0D37~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Wenn schon die politische Vernunft zu Beginn dieses Jahrtausends versagte, und dies besseren Wissens, nun, dann greift eben dieses traurige Spiel, daß Verantwortung folgenlos so einfach weitergereicht werden kann.
    Noch trauriger ist dann das weitverbreitete mediale Versagen.

    karel

  36. @ Pampa 12:01,

    übrigens Sie irren sich, es war keine KLV, sondern eine KUV, ein nicht unwesentlicher Unterschied, aber ist ja nicht weiter schlimm, was kann schon passieren; wir sind doch alle in besten Händen.

  37. @ Pampa 12:01 Uhr,

    tut mir leid, es kommt alles etwas tröpfchenweise. Ihre Umschreibungen lesen sich ja ganz nett, aber was Sie mit den bösen Kapitalisten und den politischen Wunschvorstellungen meinen, das könnten Sie mir schon etwas näher erläutern, natürlich nur wenn Sie Lust und Zeit dafür erübrigen können, versteht sich.

  38. @ Pampa,

    dass der EURO im Höchstfalle noch 1-3 Jahre überleben kann und dann in eine Art Übergangswährung verfällt, daran können Sie sich gewiss noch erinnern; an irgendeinem Novembertag des Jahres 2010, von meiner Wenigkeit, hier so, rein beiläufig erwähnt. Kann man ja heutzutage alles googeln. War auch gar nicht böse gemeint.

  39. Oh, Pardon, ich wollte natürlich den Buchstaben d) noch erwähnen, es ist mir äusserst peinlich, dieses Missgeschick, entschuldigen Sie bitte. Mein Versehen, dass der Buchstabe c) zweimal genannt wurde.

  40. @ Pampa um 12:01 Uhr,

    was möchten Sie denn lesen, so auf die Schnelle, dass alles so kam wie vorhergesagt, oder möchten Sie lieber die freie Auswahl, dann doch:
    a), B),c) oder möchten Sie lieber den Buchstaben c).
    Bitte bedienen Sie sich doch, es liegt frei in der Gegend rum, einfach so.

  41. @ R.Tichy,

    kann natürlich auch sein, dass Sie etwas grundsätzlich anderes meinen.
    Dann, ja dann fühle ich mich dazu genötigt ganz untertänig mein haupt zu neigen, mich in aller form und vor allen anwesenden recht artig zu entschuldigen und verspreche künftig nur noch sittsam und den regeln entsprechende, konformabgestufte, geordnete kommentare, hier einzustellen. Dies verspreche ich hiermit und möchte mich auch untertänigst daran immer halten wollen. Vielen Dank für das grosse verständnis, das mir bisher entgegengebracht worden ist und die grosse geduld, in all den monaten und jahren.

    Zamir Z.

  42. @ Sehr geehrter Herr Tichy,

    „Bitte erlösen Sie uns von diesen vielfältigen usw.“.
    Herr Tichy, allen ernstes, seit unserer namegame-aktion vor einigen monaten, habe ich mich an keinem pseudonym-spielerchen mehr bereiligt. Das können Sie doch am schnellsten und besten nachprüfen.
    Daher fühle ich mich hier und in diesem augenblick zu unrecht so behandelt. Im gegenteil, ich habe gestern darauf reagiert, dass wir keinen spass haben an solchen sprüchen, wie „bomb‘ dich weg Eysel“, oder solchen wirklich blöden dingen und habe auch die uhrzeiten dieser dummen sprüche genannt. Also, können Sie das wieder bitteschön geradebiegen, es wäre mir sehr darangelegen. Wie geschrieben, seit der sommergeschichte gab es von meiner seite keine namegamer mehr. Das ist doch rein technsich nach weisbar.

    Ihr Zamir Zebulovic

  43. Was unsere beiden Oberschwaben noch lernen müssen. So ein böser Spekulant aber auch, rückt Zamirs KLV-Euros nicht raus. Tja Zamir, das mit der Mitgift hättest Du mir nicht sagen sollen, jetzt gehen Irland, Griechenland und Portugal den Bach runter:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article11726349/Maechtiger-Investor-warnt-vor-Kollaps-der-Euro-Zone.html

    Die SNB nimmt bei Repos keine Iren mehr:

    http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:euro-krise-iren-anleihen-sind-schweiz-zu-schlecht/50211799.html

    Und der Journalismus hat crowding out entdeckt. Nur so als Info, der Bondmarkt preist das Pleiterisiko für die Bundesrepublik übrigens höher, als das von z.B. Wal-Mart oder Nestle.

    Keine stille Nacht, es ist aber auch ein Elend mit den bösen Kapitalisten und den politischen Wunschvorstellungen:

    Nicht allzu gut geschrieben, aber immerhin, die Rechnung für die Konjunkturpakete:
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:euro-krise-anleihen-nur-vorlaeufige-entwarnung/50211755.html

    Gruß
    Pampa