Keine Stille Nacht

Deutschland, ein Weihnachtsmärchen: Die Arbeitslosigkeit sinkt, Lohnsteigerungen werden vorgezogen, und für den Dax ist ein Kursniveau von weit über 8000 erreichbar. Zuversicht hat die Einkaufstüten so prall gefüllt wie die Auftragsbücher in fast allen Branchen – selbst die Autoindustrie, die mit ihren schweren Kisten ja angeblich am globalen Markt vorbei produziert, schiebt Sonderschichten zwischen den Jahren, statt Stille Nacht am Fließband zu üben.

Es ist, als ob das Land nach Jahren der Trübsinnigkeit und Selbstzweifel neues Selbstbewusstsein gefunden, sich in der Krise des Jahres 2008 neu erfunden hätte – eine Art Wirtschaftswunder 2.0, pünktlich zum Fest geliefert. Vor einem Jahr hat sich zwar der Aufschwung schon gezeigt – aber „zittrig, schwungvoll geht anders“, stand damals an dieser Stelle. Doch spätestens seit Sommer ist er da, der Schwung; Wachstumsraten werden in 2010 monatlich nach oben auf bis zu 3,8 Prozent korrigiert. Wie aus einem Lehrbuch vergangener Wirtschaftswunderjahre war es zunächst der Export, der die deutsche Konjunktur angetrieben hat – doch mittlerweile steigt die Nachfrage nach Investitionsgütern, weil Fabrikationsanlagen erweitert werden. In den vollen Fußgängerzonen drängt sich das lange verpönte Wort vom Konsumrausch auf, und man gönnt es den Menschen nach zehn Jahren sinkender Reallöhne. Die Sprecher der Handelsverbände müssen sich sehr anstrengen, ihr freudiges Gesicht hinter der berufsüblichen Klagemiene des Kaufmanns zu verstecken. Der Aufschwung nährt sich selbst, er wird selbsttragend, wie es in den Sprachschablonen der Konjunkturforscher heißt.

Pflichtgemäß kritisch stellt sich da die Frage: Was ist da eigentlich passiert, wer hat den Schalter nicht nur gefunden, sondern auch noch gleich umgelegt in die Position „Wachstum“? War es Gerhard Schröder mit seiner im Ergebnis sehr erstaunlichen Flexibilisierung des Arbeitsmarkts oder Schwarz-Rot mit Abwrackprämie, Konjunkturprogramm und Kurzarbeitergeld oder doch die schwarz-gelbe Koalition der Zänkereien? Der Erfolg hat viele Väter, nur der Misserfolg ist ein Waisenkind. Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn arbeitet einen ungewollten Erfolgsfaktor heraus – mit der Einführung des Euro vor zehn Jahren begann für Deutschland eine Leidensgeschichte. Kapital floss ins europäische Ausland oder in den amerikanischen Häusermarkt. Neuerdings sucht ein Teil der Mittel wieder nach Investitionsmöglichkeiten in Deutschland. Das Land in der Mitte Europas hat die durch den Euro ausgelöste Anpassungskrise, hat lange Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikte nicht nur überstanden, sondern sogar produktiv zu nutzen gewusst. Wenn es so bliebe, könnte das alte Jahr eine Reihe wirtschaftlich guter Jahre einläuten.

Fragezeichen bleiben. Das Wirtschaftswunder einiger europäischer Partnerländer stellt sich als kreditfinanziert heraus. Der andauernde Konflikt um den Euro ist auch ein europäischer Verteilungs- und Machtkonflikt: Anfangs schien es aus europäischer Sicht gut zu laufen, weil Deutschland durch den Euro eingehegt, gezähmt schien. Jetzt erwachen wieder die Ängste vor diesem Riesen, der in der Vergangenheit meist ziemlich aggressiv geworden ist, wenn er sich aufgerappelt hat.

Hoppla, wir sind wieder wer! Die Selbstbescheidenheit der Nachkriegsgeneration passt nicht mehr zum Habitus einer wachsenden Geschichtsvergessenheit. Den Volksparteien läuft das Volk weg, das sich durch Verschwurbelung offenkundiger Missstände und Wegducken nicht mehr vertreten fühlt – die Sarrazin-Debatte, aber auch Stuttgart 21 und die Euro-Debatte zeigen den eklatanten Kontrast zwischen von Berlin verklärter und vor Ort erlebter Wirklichkeit. Die Modernisierungswoge erzeugt Gegenkräfte, weil das Gewohnte, Sichere abhandenkommt und eine mentale Unbehaustheit entsteht. Es wird ein spannendes Jahr – weil Brüche in der europäischen Währungs- und Stabilitätspolitik das gemeinsame Haus gefährden.

Machen wir das Beste daraus.

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Alle Kommentare [591]

  1. Hallo,

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  3. @ 13:14 Uhr,

    da ist es mit doch tatsächlich gelungen jemand mächtig zu beeindrucken, wo auch immer und wannn auch immer, wenn dann solche niederträchtigen
    rachegelüste, sich freie wildbahn brechen müssen. Arme verirrungen und wirrungen. Man lernt wirklich nie aus.

  4. EIne solche magische schlaubergeristis, die hat hier um 13:14 Uhr gerade noch gefehlt; welch` prächtige charaktereigenschaft, wenn jemand versucht sich auf kosten anderer, einen prächtigen lenz zu schaffen. A‘ propos schaffen, die einen könnes’s und die anderen sollten es lieber beim reden/schreiben belassen, WOLL.

  5. Wer ist die geheimnisvolle Fee,
    namens Penelope?
    Etwas Konfetti,
    schon fällt die Maske
    der Arroganz
    hinter der Taste.

  6. @ Pampa, @Eyss,

    Jungs versteht mich nicht falsch, aber nach so einer depesche, muss ich erstmal richitg verschnaufen und dass Ihr nun zu meinen psychiatern erkoren worden seid, dass habt Ihr Euch selbst zuzschreiben. Vielleicht wirds ja bald wieder etwas und so machner nasenstüber hat schon des öfteren ganz verbo(r)gene qualitäten hervorgezaubert. In diesem sinne, bleibt so wie ihr es Euch immer erträumt habt und schützt eure lieben.

    Gruß Zamir

  7. @ Pampa nochmal 1:49 Uhr,

    „der ursprung und die reaktionen darauf“. Alles weg ohh schreck.
    Dann lass uns doch gleich doktor alzheimer spielen, ein spiel, das bestimmt den meisten von uns sehr locker von der taste geht.
    Was kümmert mich mein „adenauerchen“ von gestern, wann hast Du zum letzten mal die chaossturmtrupen der ANARCHO-FIFFIS eigentlich zu gesicht bekommen, HHÄÄHH ?

    Schöne Grüsse vom Pfarrer-Kneipp-Kino, Zamir

  8. @ Eyss,

    aber nur weil Du es bist erkläre ich es Dir gaaaanz ausführlich. Nach den ereignissen, der vortage, war ich mir sicher, dass es sich nicht um einen technischen defekt sondern um einen ausschluss handelte. Dann fiel mir das name game spielchen wieder ein und ich habe mich zuwort gemeldet; es funktionierte. Das ist doch nicht sooo
    schwer zu verstehen. Alles eine experimente, WOLL. Ausserdem habe ich mit Zamir unterzeichnet, wilst Du noch mehr wissen, bitte melde Dich.

  9. @ Zamir
    „gestern war es vermurlich ein techn. defekt, der mich zum namegamer
    gezwungen hatte, sehen wir mal wie es weitergeht, ansonsten lass Deinem ärger ruhig freien lauf.“
    Ich versteh kein Wort.
    Wieso kann „technischer Defekt“ zum name game zwingen?
    Und Ärger hab ich mit dir auch nicht.

  10. Einen kann ich mir gewiss noch aus den rippen leiern: Ist der ruf erst ´
    uriniert, lebt sichs völlig unrasiert, GELLE.

  11. @ Pampa,

    trotz aller schönen, netten, manchmal zerfetzenden dialoge, das leben besteht auch noch aus anderen geschichten und dumm auf der nervenbahn daher muss ich mir auch nicht herumtanzen lassen.
    DA sollte man sich auch die mühe machen, die ereignisse ´genauer unter die lupe zu nehmen, ehe eine öffentliche zurechtweisung der besonderen art erfolgt. Wen habe ich eigentlich beleidigt, nachdem wir beide uns wieder vertragen ?

  12. @ Pampa um 1:49 Uhr,

    sobald ich mich neu geordnet habe und feststelle worum es hier überhaupt noch, geht treffe ich meine entscheidung. Es wär soschön gewesen, es hätt …
    Gefällt Dir etwa der so zurechtgestutzte ZAMIRLIGHT, ODDA ?

  13. @ Eyss,

    gestern war es vermurlich ein techn. defekt, der mich zum namegamer
    gezwungen hatte, sehen wir mal wie es weitergeht, ansonsten lass Deinem ärger ruhig freien lauf.

  14. diese GNÄÄDIK hast du dir hart erkäämpft, wer sich Freunde so wie du macht, der braucht keine 5.Frau im 6.Büdchen, der kühlt tagtäglich hier sein Mütchen, sag artig „Tag“ und zieh dein Hütchen, und merke: Immer ruhig Blütchen, wenn’s gar nicht mehr hält, nimm’s gelbe Tütchen;-))))))))))))))))

  15. Danke,
    dasss du so GNÄÄDIK mit meinem Tippppfeeeler umgeest.
    Nicht gleich wieder meine Unterhose hervor zerrst.
    Fortschritte sind offenbar möglich.

  16. 😉 und nichts wäre schlimmer für dich in deinem Zustand…Eysel-Lemmy, gib die Eierschalenfarbene mal neben dem Kiosk hinter der Eckkneipe an der Waschanlage ab…°;°
    und was dtesch-mode betrifft: so dumm wie manche aus frein Stücken geblieben sind, ohne darunter zu leiden;-), können sich diese „Praktiker“ gar nie stellen.

  17. Pampa hat recht Zamir,
    komm aus deinem Ärger-Loch und lass dich von mir ärgern 😉
    sonst fehlt hier was über das ICH mich ärgern könnte
    Ganz B I G 😉

  18. Da habe ich doch ein Interview mit einem typischen Vertreter der Generation 60+ zufällig gelesen. Eysel, ist Lemmy mit Dir verwandt? Gitarre spielen hätte ich lernen sollen …

    Have fun
    http://frankfurt.prinz.de/musik/report/sprechen-wir-mit-lemmy-kilmister,1021790,1,Article.html

    Hoffentlich ist die heutige Jugend nicht genau so verdorben, wie Ihr damals. Zamir, Du wirst mich noch anbetteln, dass ich Deine Töchter nehme, wenn so ein Exemplar vor der Tür steht. ;-))))

    Die heutige Generation der Pensionäre und Rentner ist verlogen, versoffen, hat keinerlei Charakter und einen beispielslosen Schuldenberg aufgetürmt! Solche Rentner hatte die Jugend in ihrer ewigen Geschichte noch nie.

    Lemmy hat ein Arzt sogar mal eine Bluttransfusion verwehrt, weil er sich nicht sicher war, ob ihn reines Blut umbringen würde. Sex, Drugs & Rock n‘ Roll, was, vor Typen wie Euch hat mich meine Oma immer gewarnt. ;-)))

    Was haben wir jetzt, 1,4 Kinder pro Rentner oder so? Nun gut, ich erkläre mich solidarisch und nehme einen ganzen. Hm, Magic, kannst Du kochen, Schnee schippen, Kinderbücher vorlesen, den Müll rausbringen, redest nur, wenn Du gefragt wirst, machst, was Dir gesagt wird? Fein, ich freue mich schon auf Deinen Pensionsantritt, wird ja auch Zeit, dass Du mal was arbeitest, morgens um 6 ist die FAZ gebügelt, hamma uns?

    Ein Onkel von mir war Leiter einer Oberfinanzdirektion. Es ist eine Mär, dass alle Staatsdiener nichts leisten würden. Es gibt gute und schlechte, wie überall. Guttenberg und de Maiziere führen übrigens die Beliebtheitswerte in unserem Staat an, beides Freistaatler. Was ist nur aus der Hanse geworden?

    Think different
    Pampa

    P.S.: Zamir, ich glaube das war schlicht ein Versehen. Nun reg Dich nicht auf, dass kann jedem mal passieren. Es ist nicht nur Dein Beitrag weg, der Ursprung und die Reaktionen darauf auch. Lasse es auf sich bewenden, würde ich vorschlagen und bleib bei Zamir, den Nick haben wir zusammen doch so mühevoll gelernt. ;-)))

    Tja, das mit den Säbelzahntigern, denke es weiter. Diejenigen unserer Vorfahren, welche so streng logisch denken können, wurden alle vom Tiger gefressen. Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern die Nachfahren der rennenden Feiglinge. Schon Sokrates wusste, dass er nichts weiß und doch wusste, dass er mehr wusste, als die alten Griechen, die glaubten etwas zu wissen. Der Knabe hat Eysels Platon und Deinen Anthisthenes ausgebildet. Was ist die Zukunft Zamir? 😉

  19. @Magic
    Ja, vieles von dem, was Du beschreibst, kommt mir als Außenstehender auch so vor. Das Elend ist, dass keinerlei Ruhe einkehrt, alle möglichen Leute reinreden, die offenbar nichts anderes zu tun haben und sich ihren „Job“ quasi suchen, alle möglichen Ideologien verwurstet werden, ein einziges Chaos. Das nennen sie dann Bildungspolitik. Man muss sich das nur mal überlegen, Rechtschreibreform (Ergebnis, jeder schreibt mehr oder weniger, wie er will), G12, Bologna, PISA-Hype etc.. Hat sich am Thema Bildung denn so schrecklich viel die letzten Jahrzehnte verändert, dass da andauernd wild und wüst an den strukturellen Rahmenbedingungen geändert hat? Rein empirisch auf mich bezogen kann ich Dir heute ungefähr sagen, welche Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, Mitschüler, Lehrer, Professoren und auch welche Themen mich weiter gebracht haben und welche eher nicht. Da bin ich vielen zu Dank verpflichtet, nicht allen. Aber zu meiner Zeit waren Strukturen relativ konstant, die Themen wurden sukzessive an neue Erkenntnisse angepasst, es gab zentrale Prüfungen und in Bayern keine großartigen Experimente.

    @Karel
    Hm, was Geithner sagt, ist im Prinzip nicht so wichtig für die Marktteilnehmer. Die Mädels und Jungs wissen schon, wie die Lage aussieht, dazu brauchen sie Geithner nicht. Ich halte einen Haircut der USA für vollkommen undenkbar. Überlege es weiter, die T-Bills stecken als Aktiva ja überall drin, das würde weltweit eine Kettenreaktion auslösen, die vollkommen unprognostizierbar wäre. Am USD kommt auch kein großer Anleger vorbei, das geht nur bei kleineren, unbedeutenden Staaten wir GR.

    Was Schäuble oder Merkel sagen, ist eigentlich auch egal, das sind Worte fürs Volk, der international globalisierte, extrem vernetzte Markt kontrolliert die Politik, nicht umgekehrt. Vor Ort, also hier in D, können sie ein bisschen was ausrichten, vor allem auf der Ausgabenseite, an den Strukturen, aber doch nicht am Kapitalmarkt, das ist Augenwischerei. Basel II dauerte alleine von der internationalen Abstimmung schon 12 Jahre und das wollten alle einigermaßen.

    So etwas wie die G20-Gipfel sind doch Witzveranstaltungen. Liechtenstein, Luxemburg oder sowas können sie über politischen Druck vielleicht etwas zu Zugeständnissen bewegen, aber die USA, GB, Australien, Kanada, Japan, China oder Indien? Lächerlich.

    Mal wieder etwas zu lachen, kennst Du Lemmy Kilmister? Zumal das im Gegensatz zu obigem nicht ganz ernst gemeint ist, fange ich einen neuen Post an.

    Gruß
    Pampa

  20. @ Tragier
    das waren 431 gefällige Worte zwischen 8 und 9. –
    Ich lese, dass du Schweiß vergossen hast, nebenbei mal das Thema beobachtet hast, reichlich Studien, diese je nach Auftraggeber ausfallen, es Fortschritte gibt, aber nichts Eindeutiges, Vieles probiert wurde, es reichlich Verwaltung und Versuche gibt die erstens behindern, zweitens nix bringen, Säue durch Gassen getrieben werden, viel Energie vieler Beteiligter für Unnützes verbraucht wird und dtesch deiner Meinung nach zu blöd ist was zu kapieren. –
    Was steht da in deinen gedrechselten Worten eigentlich ERHELLENDES? –
    Neues oder bisher Unerwähntes vielleicht,
    das sich von „Thekenweisheiten“ durch MEHR unterscheidet
    als die wohl gesetzten mit SCHEINBARER Bedeutung nur belegten Worte. –
    – Scharlatan! –

    Ich geh jetzt noch ein Bier trinken, oder zwei …

    @Karel
    Ich frag mal in der Kneipe nach, wer dort weiß was AAA bedutet 😉

  21. @ Pampa 15:53

    Die Definition zu AAA ist ja auch o.k.
    Die Frage für mich ist ja: wie geht man damit um.
    Und das ist Menschenwerk.

    Wenn Schäuble sich zur eigenen Bonität so äußern würde
    wie Geithner es tat, wäre da auch die Reaktion \“Null\“???

    Meinte nicht schon Erhard,
    daß Wirtschaft zu 50 % Psychologie ist…….?

    Gruß
    karel

  22. @ karel,

    halt durch, der winter ist bald zu ende und dann legen wir erst so richtig los. Das freie leben unter der EU-SONNE ist doch herrlich.

  23. Die \“Belehrungen\“ von 20.43 und der \“Tatsachenbericht\“ von 20:33.
    Doch, hat was.

    karel

  24. @ Pampa 15:26 Uhr,

    wenn Du dich da mal nicht in der landschaft vertan hast, mit den lieben, kleinen miezékatzen,

    Gruß Zamir

  25. @ Pampa um 15:26 Uhr,

    wie gerne würde ich Dir antworten mit aller gegebenen höflichkeit, aber man hat mich einfach vor die tür gesetzt; so leicht geht das.

  26. ..ach ja, die Lehrergewerkschaften hätte ich fast vergessen;-)
    dtesch, bis zu deinem Punkt von 20:19 pflichte ich dir bei, leider bleibst dann auf halber Höhe stecken. Für dein Leben mag es bisher gereicht haben, so zu argumentieren und dann die „Mühen der Ebene“ einer differenzierten Betrachtung der Zusammenhänge mithilde quantiativer und qualitativer Methoden auf wissenschaftlichem Niveau zu quittieren. Unfähigkeit, Faulheit oder Ignoranz aus vorgeblicher Effizienz stossen heutzutage immer häufiger an Grenzen. Das nützen alle Ehrenkäserein und Spieß-Umdreherein nichts. Wer wider das Licht predigt, darf sich nicht wundert, wenn es um ihn herum dunkel bleibt. 😉

  27. Pampa, zum Thema empirische Bildungsforschung zum Zwecke der evaluation unterschiedlicher Inputs und unterschiedlicher System der Bildung habe ich vor einigen Jahren mal einigen Schweiss vergossen. Fazit: Es gibt genausoviel Studien wie Thesen wie Auftraggeber, was erstaunlicherweise variiert, sind die Evaluationsergebnisse und ihre Evidenzniveaus. Anders gesagt: die Forschungsergebnisse aus Mitte der 90er Jahre zeigten keine eindeutiges Bild, empirische Bildungsforschung konnte deswegen seinerzeit kein schlüssiges und ausreichend signifikantes Erkenntnisbild liefern, aus dem man hätte seriöse Handlungsempfehlungen ableiten können. Nachdem was ich in den letzten Jahre (mehr oder weniger mit einem Auge nebenbei beobachtbar, ist man da inzwischen weiter, national wie international. „Weiter“ heisst aber gleichzeitig längst weg vom „dumpfen“ Bauchgefühl und vom Meinungslärm diverser „Praktiker“ basierend auf der höchsteigenen Storchenfluganalysegeschmacksnoten mit Nischenniveau.
    Aber lassen wir das.
    Meine Beobachtung der bildungspolitischen Praxis der letzten 15 Jahre lässt sich so zusammenfassen: ein Experiment jagt das nächste, die Last der Verwaltetheit erreicht jährlich neue Höchststände, zuviel Ministeriale denken üebr zuvieles zu detaillert nach und verwandeln jeden noch so abwegigen Teilschritt auf dem Weg zum Abitur zu einem Gestrüüß von Fußfesseln in Form von Verwaltungsvorschriften. Deswegen vordet der Schriftkram jährluch zum Schuljahresbeginn regelmäßig über. Deswegen steigt die Anzahl der legitimen „Ruhezonen“ für Lehrer mit Motivationsmängel im Quadrat und was auf diesem Weg nicht geerdet wird, erledigt sich über das Arbeitsrecht. Alles zusammen eine Unmenge von Bremsklötzen, ein Wunder das noch immer viele Schüler da durch kommen ohne Schaden an Leib und Seele zu nehmen.
    Und: jedes jahr werden neue Säue durch die Gassen getrieben, kaum ist das eine verdaut, wird das nächste Reförmchen mit den besten Absichten insziniert. Ruhe kehrt da nicht ein. Stattdessen werden Energien aller Beteiligten für jede Menge Kleinkrieg absorbiert: Lehrer. Eltern, Schüler. zunehmend Unternehmen, Arbeitsagenturen, im privaten Bereich hauotsächlich die Kirchen, aber auch die anderen Freien, ein Wespennest ist ein Raum der Stille im Vergleich. Jede menge Potential zur Leistungssteigerung allenthalben, wenn mal nur zwei Jahre am Stück ungehindert arbeiten könnte.

  28. @Pampa
    Das ist ja das Elend mit den Statistiken!
    Suche die 2 oder mehr Meinungen aus und bestimmt finden sich Statistiken, die beide Seiten bestätigen.
    Löst das irgend eines der Probleme?
    Statistiken und Umfragen und deren Deutung bedienen meist Interessen.
    Also, glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

    Gruß
    dtesch

  29. Malen nach Zahlen

    http://www.faz.net/s/Rub31A20177863E45B189A541403543256D/Doc~EF897E027BC584342B0613A4AF4D3D64C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Und Sarrazins Antwort von morgen, hm:

    Erklärungen für erhebliche Integrationsdefizite

    Den Artikel „Malen nach Zahlen“ im Feuilleton der F.A.Z. vom 7. Januar habe ich mit Interesse gelesen. Die dort zitierten „Gegenrechnungen“ von Forschern der Humboldt-Universität kenne ich noch nicht. Ich werde mir die Studie besorgen und in Ruhe auswerten. Es ist ja immerhin ein Fortschritt, dass sich jemand mit den von mir zitierten Statistiken und meiner Interpretation derselben überhaupt inhaltlich auseinandersetzt. Die von Jürgen Kaube an den „Gegenrechnungen“ geübte Kritik scheint schlüssig. Allerdings weise ich seine implizierte Behauptung zurück, auch ich verstünde wenig von Soziologie und folgte „einem unverstandenen Zahlengestöber“, mit anderen Worten, ich sei auch nicht besser als die „Gegenrechner“. Dafür bleibt er jeden Beleg schuldig. Mir ging es auch gar nicht darum, irgendetwas zu „beweisen“. Vielmehr suchte ich nach Erklärungen für die erheblichen Integrationsdefizite muslimischer Einwanderer, die sich aus der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Transferstatistik eindeutig ergeben. Mir wäre es ja lieber, die Ergebnisse wären günstiger, dann müsste man nämlich weniger besorgt sein. Die „Gegenrechner“ dagegen haben anscheinend, folgt man Kaube, das Ziel, die von mir diskutierten empirischen Befunde zu verharmlosen beziehungsweise zu relativieren. Damit relativieren sie auch die Notwendigkeit zu politischem Handeln.

    Hätte ich, wie mir Jürgen Kaube unterstellt, das Ziel gehabt, durch selektive Statistik eine „These“ zu beweisen, statt schlicht die Wahrheit zu finden, dann wäre ich als erfahrener Statistiker ganz anders vorgegangen. Manipulation sieht wie folgt aus: Aus der Nachricht, dass 10 Prozent der Erwerbspersonen arbeitslos sind, wird bei einem erfahrenen Manipulator die Aussage „90 Prozent haben Arbeit“. Aus der Nachricht, dass vom Sommer auf den Winter die Arbeitslosigkeit von 1 Prozent auf 2 Prozent ansteigt, macht ein erfahrener Manipulator die Aussage „Arbeitslosigkeit gegenüber dem Sommer um 100 Prozent gestiegen“. Im ersten Falle wird aus der schlechten eine gute und im zweiten Falle aus der guten eine schlechte Nachricht. Das vermag manipulative Verwendung von Statistiken. Mir zu unterstellen, ich hätte solch Manipulationen getrieben oder sie wären mir im „unverstandenen Zahlengestöber“ quasi unterlaufen, empfinde ich als kränkend. Dies entspricht nicht dem geistigen Niveau, das Kaubes Artikel sonst auszeichnet. Oder wurde diese Sottise als „captatio benevolentiae“ gegenüber den gezausten Humboldt-Forschern und deren Freunden geäußert, mit denen man es sich für die Zukunft nicht ganz verderben will?
    Thilo Sarrazin, Berlin

    Text: F.A.Z., 08.01.2011, Nr. 6 / Seite 34

  30. @@Magic
    Aha, nun kenne mich im sächsischen HH natürlich nicht aus. Generell wohl sinnvoll möglichst viele Staatsangestellte im Angestellten-Verhältnis zu beschäftigen, sofern es sich nicht um hoheitliche Aufgaben handelt. Bei Beamten ist eigentlich nicht ganz einzusehen, warum die ihr eigenes System zur Altersvorsorge haben, auch nicht unbedingt eine gesonderte Behandlung in der Gesundheitsversorgung. Hat sich ja über die Jahrzehnte so entwickelt und das werden sie wohl auch nicht aufzugeben bereit sein. Wer sollte das auch im Bundestag durchbringen? 😉

    Dafür kann der Freistaat Sachsen ja nichts. Aber wichtig wäre das mal generell auszuweisen und auch finanziell zu bedienen. Wenn ich Dich kurz ermahnen darf, es handelt sich dabei nicht um Rücklagen, sondern Rückstellungen. Die Pensionsverpflichtungen des Freistaats sind ja Verbindlichkeiten, kein EK (Rücklagen). Wie man es nennt, jedenfalls fließt so das Kapital zahlungswirksam und wird periodisch gemäß der Entstehung richtig zugeordnet. Dann rechnet sich ein Beamter plötzlich auch ganz anders, als dies wohl in vielen Ländern der Fall ist. Habt Ihr die Rückstellungen in einem Sondervermögen kapitalisiert, oder sollen sie aus den künftigen Haushalten bedient werden? Wenn letzteres der Fall ist, kannst Du sie trotzdem auf die Verschuldung addieren, sind ja Verbindlichkeiten, die irgendwann bedient werden müssen. Du weißt ja, ich traue keinem Kämmerer. ;-)))

    Übrigens hat Moody’s glaube ich Thyssen mal abgestuft, weil sie im Gegensatz zu Thyssen selbst offenbar sehr wohl Pensionsverpflichtungen an die AN als FK einstufen. Mords Geschrei, aber bitte als was denn sonst? Personalaufwand an Rückstellungen, nicht an Rücklagen, wegen der Kinder aus dem Grundstudium hier.

    Satistiken im Zusammenhang mit Bildung würde ich übrigens mit großer Vorsicht bewerten, allenfalls als Anhaltspunkte. Sagt Greg im Prinzip ja auch, was besseres als Absolventenquoten und Noten haben wir halt nicht. Was aber wirklich ein Absolvent der TU Chemnitz im Vergleich zu einem Absolventen der RTWH Aachen zum Beispiel „wert“ ist? Nun ja. Um das (statistisch) besser zu machen, bräuchte man wenigstens Zentralprüfungen, sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen. Qualität über quantitivative Methoden zu messen ist generell schwierig. Wie Du oben siehst, ist es schon schwierig die Haushalte von Hessen und Sachsen zu vergleichen. Bevor wir also die Verschuldung unterschiedlicher Länder und Staaten vergleichen, bräuchten wir als Basis homogenisierte Zahlen. Verschuldung ist nur ein einheitliches Wort, was dahinter steckt können ganz unterschiedliche Ermittlungsverfahren sein, Vorsicht bitte allerseits, Garbage in, garbage out.

    Gruß
    Pampa

  31. So muss GENIE sein!
    Von Omas Weihnachtsbaum nach Nordkorea, zu meiner nicht vorhandenen Ausbildung, Gold, der intersubjektven Situationserörterung deiner nichtpersönlichen Ansprache und auch wieder zurück, wie es beliebt.
    Das hat was magisches.
    Ich frage mich nur was soll es bedeuten, das ich so ratlos bin. –
    Aber DAS ist dir hyperschall Magier ja längst klar …
    dass du hier – speziell mir – nur deine Perlen vor die Säue wirfst, gelle?
    Warum tust du es nur?
    Fragen über Fragen!

  32. dtesch, du hast leider nicht begriffen, es geht nicht um mich, um deine Vereinahmung, das kannst du auf deinem oberschwäbischen Klein-kaffe-nachmittag gerne die dort Anwesenden glauben mach. Ist aber typisch für Leute deiner Denkungsart und genau deswegen halte ich hier mit Vorliebe gegen solche Unart. Davon gibt es nämlich zuviele in diesem unserem Land. Unbelehrbare Ehrenkäser, die mit dem kleinen bisschen Luftpistole, das sie sich in ihrem Leben ergattern konnen und nun dem ganzen Laden Schlitten fahren wollen.
    Das ist dein Problem, das du aus dem Gehäuse deiner nichtvorhandenen Ausbildung nicht herauskommst und immer dann, wenn mal jemadn auf dich eingeht und dir entgegentritt, du auf die persönliche Ebene ausweicht. Solchen Charakterdarstellern im dtesch-mode ohne fundierte Befähigung zur intersubjektiven Situationserörterung ist eben kaum zu helfen. Gleichwohl, bleib uns hier weiter erhalten, auch Kontrasmittel haben ihren Nutzn für die Allgemeinheit.
    P.S. Eysel, schwatzel, Oma-Check, räum den Weihnachtsbaum mal weck, denn bevor wir wieder hutzen, heisst’s erstmal die Platte putzen. °;°

  33. Eyselchen um 18:15 bist du sicher, dass di nicht mal wieder vom Storchenfluge auf die Beschäftigungslage bei den Geburtshelferinnen zurückschließt. Eben noch kluge Sprüche in Richtung Greg gestreut und nun solches Gerede?!
    Vielleicht hat auch in Nordkorea mal wieder ein Flotillengeneral gehustet, und schwups, hupst der Goldpreis. uswunsf. naturalistisch-mechanistisch-eindimensional nach Privatgusto ist pimco-out. Zu unflexibel, ungewandt, unkomplex, unvernetzt und selbtbezogen leichtgläubig. Und du willst einem Magier reinreden, huch, da fällt mir glatt der Zauberstab durch den Ärmel;-)) Heute mittag las ich zufällig was ein EMIR alles ein kann, ich hab sofort mal eine Anfrage gestartet ob es in deren Stäben auch Lehrstellen für ü-60-jährige Denker gibt…;-) ….und wenn die dich nehmen, hälst du mir bitte ein Plätzchen frei. sei so gut, Oma würde das gefallen, oder? °;°

  34. @Magic
    „Das hat hier jeder mitgelesen, auf was du nicht alles einen Brass hast. Genau in diesem Moment wird es aber für dich verpflichtend …“

    Es ist immer wieder erstaunlich, in welchen Namen Du hier Deine Meinungen immer wieder vorträgst. Meinst Du dass, wenn Du im Namen aller sprichst, es Deinen Argumente mehr Gewicht gibt.
    Politiker, Funktionäre und anscheinend auch Angestellte aus den Amtsstuben vereinnahmen oft die Mehrheit, ohne ein Mandat von ihnen erhalten zu haben, um ihren Argumenten eine gewisse Legitimität zu verleihen.

    Gruß
    dtesch

  35. Verehrter Eysel, du kasperst rum, wie ein Kleinkind, Inhalt deines Gelöffels null, wundert mich mich, auch deine final Erheiterung, zeugt eingentlich nur davon, das du keine Ahnung hast, stört dich sicher weiter nicht. Andere, die den Verstand nicht zwischen den Sägezähnen jonlieren, wohl schon eher, aber was sollS# ich will dich nicht weiter stören. Eine Bitte noch. Sag mir doch einfach mal im Klartext zu welchen Inhalten, die dich interessieren, könnte ich mal hier eine öffentliche Sprechstunde einrichte`? Für dich mach ich das, bisher dachte ich aber immer du zählst dich hier zu den Lehrenden, allenfalls zu den Leerenden, was kann so einer wie du noch lernen? Und dann von so einem wie mir?
    „10 jahre“, uff, schön wär’s, Alterchen;-) Auch ich muss mich beim raffen ranhalten, verstoaschst !;!

  36. US bereitet höhere Verschuldung vor
    und Gold springt innerhalb ner guten Stunde prompt um 20$ hoch.
    Scheine doch nicht ganz alleine zu sein mit meinen Vermutungen.

  37. ..“wer will schon den ersten Stein werfen“…klingt leider schon wieder wie der Blinde zur Farbenlehre: begreife, alles Börsengeschehen und da auch die klassische Geld-und Kapitalanlage, ist relativ. Und relativ gesehen gilt für die USA. imho, nicht das Faröer-Insel-Stigma im dtesch-mode, sondern da heisst die Parole, warum eine Kuh schlachten, die man wunderschön noch jahrelang melken kann. Das ist ein signifikanter Unterschied. Dazwischen liegen Welten, Praktiker dtesch.
    „Das Rad wird so lange gedreht“ usw. ist die Nischenbinse aus der Hasuapotheke, des praktizierenden Kräuterliesls:-)

  38. @ Hat wenig Zweck
    Hab ich was gegen Steckenpferde gesagt? –
    Ist Steckenpferd-Reiten denn einen Vorwurf wert? –
    Wer in aller Welt könnte davon frei gesprochen werden? –
    Warum setzt du nicht wenigstens dem (M)Einen nicht ganz inhaltsleeren nicht endlich eines/deines gegenüber das WENIGSTENS deinem gewaltigen Anspruch an A N D E R E auch nur HALBWEGS gerecht wird. –
    Das wär mal was! –
    Oft gefordert, nie mehr als eine Glitzer-Hülle geliefert die den paradoxen Anspruch erhebt Neu zu sein indem sie Bisheriges fortsezt. –
    Zu diesem Salto rückwärts mit in sich selbst eingedrehter Schraube
    – im selbstilluminierenden Glitzergewand des Magiers – bist wohl einzig du fähig. –
    Nachtrag 😉
    „ … denn es gab schon Jahre, in denen der junge Freistaat hierzu Rücklagen gebildet hat.“
    Na wenn DIE Formulierung kein Brüller ist!!!