Bomben und Blasen

Nach dem Schock der Finanzkrise ist die Weltöffentlichkeit aufgerüttelt: Dem drohenden „Weltwährungskrieg“ widmen sogar die Wirtschaftsweisen ein ratloses Kapitel in ihrem jüngsten Jahresgutachten. Es ist ein apokalyptisches Sprachbild. Tatsächlich hat die Weltwirtschaftskrise der Dreißigerjahre auch zu währungspolitischen Auseinandersetzungen und zu Handelskriegen geführt. Die Welt wurde ärmer, und die sozialen Spannungen waren einer der Gründe, die ausgehend von Deutschland zum Zweiten Weltkrieg führten. Sind wir schon wieder so weit?

Wir sollten es gelassener angehen lassen. Diesmal wird die Welt nicht ärmer – sondern wohlhabender. Einer der Hauptgründe für die währungspolitischen Spannungen ist das starke Wirtschaftswachstum Chinas. Aber China hat die Bühne der Weltwirtschaft gerade vor kurzen zwei Jahrzehnten betreten. Der Aufstieg vom Habenichts zur größten Exportnation in dieser kurzen Zeitspanne kann nicht glatt und störungsfrei vor sich gehen. Dieses Wachstum ist erkauft durch niedrige Wechselkurse, die den Export begünstigen – ein Weg zum Wachstum, den bekanntlich auch Deutschland nach 1945 ähnliche lange 20 Jahre beschritten hat. Das als so übermächtig wahrgenommene China ist zu weiterem Wachstum geradezu verdammt: 200 Millionen Chinesen leben von rund einem Dollar am Tag. Von dieser Hungerbasis ausgehend, entsprechen zehn Prozent Wachstum dem Wert eines Extra-Keks zum Kaffee in den reichen Starbucks-Ländern. China ist, um seine Massen zufriedenzustellen, verdammt zum Wachstum und hat errechnen lassen, dass eine 20-prozentige Aufwertung des Yuan in Amerika kaum Arbeitsplätze schaffen würde – aber in China Beschäftigung und Wirtschaftsleistung um drei Prozent fielen. Es ist es ein gutes Zeichen, dass China trotzdem eine schrittweise Aufwertung zulässt und versucht, vom Exportwachstum auf Konsum umzuschalten. Etwas Verständnis für die Verwerfungen hilft bei der Bewertung.

Auch das Anwerfen der Notenpresse in den USA, worüber sich neuerdings deutsche Regierungsvertreter so erregen, ist aus amerikanischer Sicht so verkehrt nicht: Dort droht keine Inflation, nirgends. Im Gegenteil – dort taumelt die Wirtschaft eher in die gefährliche Abwärtsspirale einer Deflation. Der schwache Dollar ist kein unfairer Währungstrick – sondern eher ein Ausdruck für wirtschaftliche Schwäche, und die Geldpolitik so ziemlich das letzte zur Verfügung stehende Mittel, den wirklichen Absturz zu verhindern.

Deutschland ist in dieser globalen Lage eher ein Trittbrettfahrer. Chinas Exportartikel werden auf Maschinen „made in Germany“ gefertigt, und die neuen Superreichen in Shanghai lassen sich im BMW, Mercedes oder Audi chauffieren. Sollte in den USA die Wirtschaft und Nachfrage wieder anziehen, nun gut, dann müssen die Exportfrachter aus Hamburg und Bremerhaven auf den Weltmeeren statt linksrum wieder rechtsrum Kurs nehmen. Die Weltwirtschaft spaziert nicht auf einem gepflasterten Wachstumspfad, den Ökonomen so gerne zeichnen – sondern schaukelt sich mit regionalen Blasen und Verwerfungen hoch. Das führt zu schlaflosen Nächten – aber ist kaum vermeidbar. Es mag erschreckend sein, wie abhängig die großen Wirtschaftsregionen der Welt voneinander sind. Und es ist schwer zu entscheiden, wer stärker vom anderen abhängt: China von Amerika als Absatzmarkt oder Amerika von China als Kreditgeber.

Diese Abhängigkeit hat seit den Dreißigerjahren dramatisch zugenommen – und das Verständnis dafür ebenso, wie das G20-Treffen in Seoul zeigt. Auch globale Instrumente und Abstimmungsmechanismen gibt es ausreichend. Letztlich kann kein Land mehr ohne katastrophale Folgen aus diesem globalen Gleichgewicht der Blasen ausbrechen und ist auf Kooperation und Kompromisse angewiesen.

Im Kalten Krieg hat die Angst vor der Bombe zum Frieden gezwungen. Heute ist es die Angst vor dem Platzen einer Blase am anderen Ende der Welt.

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Alle Kommentare [241]

  1. Zeugnis des darlehens empfangen ohne protokoll
    Für mich ist das darlehen zwischen insbesondere hat es nie gegeben. Aber durch hören und sprechen über einige kreditgeber, die schienen mir ernsthafte auf foren und blogs meine wahl ging an eine agentur bereit ist, hat mir ohne sorgen einen kredit 6.870.000€ ( euro ) , ohne irgendwelche schwierigkeiten . Sie können, ohne angst haben schriftlich zu kontaktieren auf [email protected]
    Herzlich

  2. http://liberalesinstitut.wordpress.com/2010/11/20/liberalismus-als-buhmann/#more-9517
    Auf liberale Argumente wurde auch immer dann verwiesen, wenn die staatliche Ausgabenpolitik an eine haushaltspolische Grenze gestoßen war und die Politik eine Rechtfertigung für schmerzhafte und damit natürlich unpopuläre Sparmaßnahmen brauchte. Liberalismus wurde auf diese Weise zum Buhmann für gravierende Fehlentwicklungen aufgebaut, die nicht auf liberale Politik zurückzuführen waren.

  3. nu mal langsam, ghost, brrrr;-)
    zu dem Thema, wann wer in welcher Bundestagsfraktion und mit welchem Begehr aus der Spitzenbankerwelt vorgetragen hatte, lang lang ist\’s her, haben wir hier schon verschiedenen Durchgänge ausgestanden, ich selbst habe mal eine Agitationsrede von Big Joe Victory eingestellt, die er teilen der Politik hielt als der \“Himmel über dem rainbow\“ noch blau schien.
    Heute so zu tun als wolle die Politik sich aus der Verantwortung rausmogeln und dies ausgerechnet \“zu Lasten\“ der Banken, ist schon etwas dreist. Zu jenen Zeiten waren es die Bonibürscherl in Gierhälse, die denselben nicht voll bekommen konnten, und ein ums andere mal auf politischem Parkett \“for the sake of the Finanzplatz Germany\“ die Nägel schmiedeten, die heute manche Särge zieren. Und \“mitgefangen/mitgehangen\“ ist ja nun oberdreist.
    Die ganze Fifi-Gilde wäre in the ghetto wenn nicht Mutti und Steini sich vors Volk gestellt hätten und die Torpfosten stabilisiert hätten. Wohl vergessen, wie es im Oktober 2008 umeinand ging?!
    Wenn sich heute Politiker auf Distanz begeben, kann ich das sehr gut verstehen, denn schon wieder tanzen die Vampire, der Sorte \“krieg-den-Hals-nicht-voll\“ als wäre nichts gewesen. Du scheinst ja einen tiefen Glauben ans politische Regulieren zu haben. unverständlich. In den ersten 8 Jahren dieses Jahrhunderts haben sich Teile der Gotteskrieger in den Finanzmärkten mehr und mehr entfesselt und ihre Bonitürme auf babylonische Maß hochgesteigert.
    Der Schweizer weg ist der einzig richtige, imho, die Eigenkapitalien sollten verdoppelt, ja verdreifacht werden und besonders hybride Instrumente an den Kapitalmärkten schlichtweg verboten werden und basta. Das Gedächtnis ist aber kollektiv und indivielle – wie dein Beispiel zeigt – oft so kurz, das sehr rasch wieder so getan werden kann, als wären alle Opfer gewesen, insbesondere die wirklichen Täter. Die Stellvertreter Gottes in ihren Goldmann-Wahn-vorstellungen gehören stillgelegt, ein paar Kernkraftwerke die länger laufen sind nichts dagegen in ihrer potentiellen Schädlichkeit.
    Und wen hier schon von Ablenkungsmanüvern im Stile dtesch und Esyselíx schwadroniert wird, dann sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, welche gigantischer Ablenkungszauber durch die Debatte über einen bedeutungslosen Kopfbahnhof oder zum „Hobby“ eines vertrottelt wirkenden ehemaligen Bundesbankvorstand aufgezogen wurde und von wem!!!

  4. Gregor Neumann 13:41
    Eine Bitte:
    Könnte man nicht ein paar Sätze zu der Rolle der Politik/Regierungen sagen, die das Spielen à la Las Vegas erst ermöglicht hat? Ich habe nicht mehr alle Details präsent, aber mir scheint, dass die Finanzlobby da sehr fleissig war und die Regierungen veranlasst hat, peu à peu Gesetze und Dekrete zu erlassen, die das jetzige Destaster erst ermöglicht haben, und zwar nicht erst in den letzten Jahren (so als würde man verbotene Wetten und Glücksspiele in den Hinterzimmern von Spelunken legalisieren).
    Die Politik versucht jetzt, sich von der Finanzwelt zu distanzieren, aber „mitgefangen, mitgehangen“.

  5. @
    Warum Irland helfen?

    1) Die Probleme die Irland hat, sind nicht nur durch die allgemeine Finanzkrise bedingt. Irlands Probleme gehen auch auf rücksichtsloses Handeln zum eigenen Vorteil zurück.

    (i) Da Steuerwettbewerb oberstes Ziel in der EU war, bot Irland multinationalen Firmen die niedrigsten Steuersätze in der EU. Jetzt fehlen im Haushalt die Einnahmen. Und es zeichnet sich derzeit auch nicht ab, dass Irland in diesem Punkte einzulenken bereit ist.

    (ii) Der Finanzindustrie schenkte Irland die laxesten Regeln und lockte die fast die gesamte europäische Fondsindustrie nach Dublin. Gleichzeitig hat de facto der irische Staat die Banken von allen Risiken im Zusammenhang mit der (eigenen) Immobilienkrise freigestellt.

    2) Seit Griechenland hat sich ein Trend breit gemacht, der nach Irland nicht mehr aufzuhalten sein wird. Lässt man mal die Thematik von Steuereffekten außen vor, so war es in der Vergangenheit stets so, dass Kreditrisiken, die Risken des Finanzsektors alleine waren und nicht Risiken des Staates. Die Rettungsschirme haben die Verhältnisse umgekehrt: das Kreditrisiko (Haushaltsrisiko) der Staaten ist gestiegen, das der Banken gesunken. Den Banken ist es kurzerhand gelungen, ihr Kreditrisiko auf den Staat abzuwälzen. Sie können sich darauf verlassen, dass, wenn das sie illiquide werden, die Notenbanken die benötigte Liquidität schaffen und die Zinsen senken sowie der Staat notfalls mit Hilfen einspringen würden.

    Über Kurz oder lang wird eine Fortsetzung der Praxis der Rettungsschirme zur Zerrüttung der öffentlichen Haushalte vieler Länder in der EU führen.

    3) Man sollte den Wunsch eines souveränen Staates respektieren, der meint – aus welchen Gründen auch immer (und sei es Stoismus) – alleine aus der Krise herauszukommen, auch entsprechend so verfahren zu können.

    Aus Sicht der Mittelgeber (EU, IWF) haben aufgezwungene Hilfen den Nachteil, damit notwendig verbundene Auflagen kaum durchsetzen zu können. Die harten Auflagen gegenüber Griechenland (mehrfache Erhöhungen der Mehrwertsteuersätze, Einfrieren der Gehälter und Pensionen im öffentlichen Dienst) werden sich im Falle Irlands nicht durchsetzen lassen und schon gar nicht die harten Auflagen des IWF in der Asienkrise.

    Irland wird die Hilfen wohl im Wesentlichen „for free“ bekommen!

    Ich halte es nicht nur für Wahlkampf als Finanzminister Lehinan sich dahingehend äußerte, dass es bei den ganzen EU – Hilfen immer das primäre Ziel der Regierung sein müsse, den (irischen) Steuerzahler zu schützen.

    4) Und in der deutschen Politik wäre es angebracht, mal etwas mehr nüchternen Realismus walten zu lassen. Es war kein Segen, dass Irland dem Euro beitrat und es wird kein Weltuntergang sein, wenn Irland (zwangsweise) aus dem Euro austritt. Äußerungen von Fr. Merkel dahingehend, dass mit Irland die gesamte EU steht und fällt, sehen die Realität nicht mehr in den richtigen Relationen.

    Irland ist ein kleiner Staat mit ca. 4,5 Mio. Einwohnern – das ist etwas mehr als Berlin Einwohner hat.

    Salve

  6. @ Eyss und Magier,

    zum meinem thema von heute morgen, noch das buch zum film nachgereicht:

    Seichtgebiete, Untertitel: Warum wir hemmungslos verblöden von
    Michael Jürgs. Kennt das denn wirklich keiner von den hier anwesenden, wesen ?

    Schönen Gruss von der Schalotte, Zamir

  7. @ Liaba Magia,

    isch bin jetzt gansz traurisch, weil isch weiss, dass meine beiden reizenden und entzückenden enkelinnen, eines tages auch einmal gross werden und die weite welt wird dann über sie herfallen wollen, ohne dass der opa, sie nocheinmal in schutz nehmen kann/darf.

    Grüss mir Deinen Großen, Zamir

  8. Israel Brudda Iz Kamakawiwo’ole – the gentle giant hat in den letzten Wochen Platin-Status i D ersungen, der Medley Over the rainow/What a wonderful world räumte alles ab, selbst Eysels Kreissägen-Cover von Janis Joplins freedom-song war chancenlos.
    Übrigens Kamakawiwo’ole und Warren Buffet hatten eines gemeinsam: neeein, nicht ihr Liebe zur fast ausgestorbenen Sprache der Ureinwohner Hawais, nein, beide zeichnen sich durch ein hohe Kunstfertigkeit auf der Ukulele aus. Als Kamakawiwp’ole 1997 starb, wurde er auf dem Hawai State Capitol Building aufgebahrt, über 10.000 Trauernde gaben ihm die letzte Ehre, er war der erste Nicht-Politiker Hawais dem dies zuteil wurde. Sein bestes Album heisst: FACING FUTURE! Der Mann wurde zur Legende, obwohl er wohl nicht einmal wusste, dass er in Irland hätte mit Euro bezahlen müssen. „Somewhere over the rainbaow, way up high……..“

  9. @ Magier,

    gib DEinem grossen alle unterstützung die ein vater nur geben kann und mach ihm klar, dass er die sache bringen muss, wenn nicht ?!, aber das wird er schon meistern, bei dem VADDER, ODDA ?

    Schöne Grütze aus dem Maggi-Ton & Kochstudio, Zamir

  10. Nicht so hastig, Z-amoro, erst wird gemeinsam ein Lied gesungen, aber hallo: wer die Töne nicht trifft, der macht Liegestütz
    also, gemeinsam statt einsam mit Israel Ramabzambawiwo Ole:

    °°°somewhere over the the rainbow way up high°°°

    Mein Großer hat bis Heilig Abend Zeit den Song einzuüben, er hat die Stimme, er spielt guitar, und er hat Gefühl für des Textes Botschaft: ganz anders als mancher Hartgesottene Geldverdiener auf hirschpirsch jenseits der Amtsstube, far away…;-)

  11. @ Eyss,

    saach mal, ist das nicht gömisch, dass man sich so fetzen kann und hinterher ist alles wieder in allerbösester ordnung )?
    Ist das nun darwinismus, freudianismus oder christliche näxxtenliebe in ihren schlimmsten auswüxxen ? Heidernai, wo und wann ist eigentlich die näxxte 21er DEMO ? Schau doch bitte mal naach.

  12. Ach Zamirlein,
    ich geh doch mir Dir und gaaaaanz vielen Anderen
    gaaaaaaaaaanz pfleglich Nivea salbend um.
    Du weisst doch:
    So wie du mir,
    so ich deiner kleinen Schwester 😉

  13. @ Greg
    Gut, dass du mal erklärst,
    warum IR so zögerlich ist.

    Kommentar zu Merkels Härte aus der heutigen Zeit, S.1:
    Merkel hat mehrfach einen Wandel von integrativ zu konfrontativ und zurück gemacht. Ihre nun Umkehr ins Konfrontative ist die riskanteste der bisherigen Amtsjahre.

    Ich denke, AM erkennt zweierlei:
    1.) Der EU Karren droht gewaltig in den Dreck zu rutschen
    2.) Es bahnt sich in D seit Sar eine gewisse Tendenz zu ein klein wenig mehr Realitätssinn in vielerlei Bereichen an. Dem Trend will sie folgen.

  14. @ dtesch um 15:33 uhr,

    „Wozu braucht die Politik soviele Landesbanken ?“
    Warum ist mir diese frage nicht in den sinn gekommen ?
    Ich glaube, dass Dir diese frage selbst die verantwortlichen nicht ausreichend beantworten können. Du siehst aber wieder einmal aufs neue, welche ungeahnten möglichkeiten wir noch offen haben könnten, ODDA ? Diese stillen reserven, man mag es garnicht glauben, wie reich wir alle, tatsächlich einmal waren, seufzzz.

  15. @ Eyss um 17:18 Uhr,

    man kann sich nicht mal umdrehen und schon giesst Du wieder öl in die wunde. Beinahe hätte ich geschrieben, „alter banause“, aber die erziehung verbietet es mir. Ihr seid wirklich beide unverbezzerlich, WOLL.

  16. @ Eyss, eyss, Eysel,

    es ist mitte november, trübste herbststimmungén und hier geht im blog, der bock ab. Magier um 12:13 Uhr, so liebevoll ist er noch nie zu mir gewesen, halt ich werde gleich eiferzüchdisch. Wer soll denn das auf dauer aushalten. Wie nennt sich dieser entzug eigentlich ?
    Wenn ich da was hören sollte !?!?!?($(!(%!!/$(§!“/$!

  17. @ Zamir
    deine „Dröhnung“ für heute
    •••••••••••••••••••••••••••••••••••••
    Sei braaaaf, sonst gibt morgen nix! 😉

    @ dtesch
    falls es noch eines Beweises bedurft hätte:
    „Diese Amtsstube“ zeichnet sich offensichtlich durch Poesie
    – auf welchem „Niwoo“ auch immer –
    durch unbedingte Unfehlbarkeit,
    UNBEIRRBARES Beharrungsvermögen
    und GRANDIOSE Arroganz aus.
    PS:
    Ich vergaß ganz:
    Die grandiose Fähigkeit des nicht verstehen Wollens oder Könnens.
    PS2:
    Die grandiose Fähigkeit des Verdrehens.
    PS3:
    Unendliche Toleranz gegenüber „andersarigen“ Menschen
    die scheinbar als – in „noch freier Wirtschaft Tätige –
    per Definitionem für unfähig gehalten werden
    sich eine Meinung zu bilden
    die für vernünftig auch nur gehalten werden KÖNNTE.

  18. @ Eyss,

    ich bin süschdisch nach Deinen kleinen, schwarzen pünktchen, kann das sein ? Hssllssdd, hssslldd, zum aufsaugen. Wie werde ich diese sucht wieder looos ?

  19. @ Werter Magier,

    wie konnte ich es nur jahrzehntelang aushalten ohne Deinen lyrisch-tierischen sachverstand und seelischen beistand ? Das kannste nich‘
    erklären, sie ärlisch. Jetzt ist die gelegenheit gross.

    Schönen Gruß vom fröhlichen Weinberg, Zamir

  20. naja, so unentspannt wie manchem Lautstarken geht mir nicht, da bist du auf der richtigen Fährte:
    Zeitung wird gebracht, Kaffee wird gemacht,
    Wochenmarkt macht mein Gespusi,
    gefühlsecht ihre Freundin Susi.
    Hinterm Schirm ist\’s wunderbar
    durchkreuzten nicht von Jahr zu Jahr
    die Kontostände ein paar Brisen
    Ausläufer von Finanzmarktkrisen
    grundrauschend uns sehr monoton
    laut meckernd, nein nicht Kammerton
    die vielen klugen Besserwisser
    und hartgesotten StehendPisser
    wo wr\’n sie nur vor vielen jahren
    als Chancen boten sich in Scharen
    man hätte richtig ran hätt klotzen
    statt permanent nur Kluges….
    die hätte, wenn, und immerschon
    verbal domptierend Bomben, Blasen
    in Wirklichkeit ein Chor der Hasen.
    Geschwört soll’s sein bei Emir Blutes
    nichts wird nie, außer Menschlein tut es.

  21. @Magic
    Ich weiß Magic, die Wirklichkeit spielt sich bei Dir in den Amtsstuben ab, abgeschirmt von der realen Welt.
    Ich habe auch nicht erwartet, das jemand in den Amtsstuben etwas von Wirtschaft, geschweige denn von Märkten etwas verstehen. Wohlgemerkt mit „Märkten“ ist nicht der Wochenmarkt gemeint. 😉
    Dann die Frage: Wer hat denn diese „unfähigen“ Vorstände bestellt und warum sind diese von einer Privatbank zur Landesbank gegangen?
    Weitere Fragen: Was war und was ist die Aufgabe der Landesbanken und sind sie diesen Aufgaben auch nachgekommen oder haben sie am „großen Rad“ ebenfalls drehen wollen?
    Wozu braucht Politik so viele Landesbanken?

    Gruß
    dtesch

  22. dtesch, immer wieder derselbe Sermon: „Was Politik von Bankgeschäften verstand und versteht haben sie ja anschaulich an den von ihnen kontrollierten landesbanken bewiesen“ Sermon deswegen, weil von keiner Kenntnis der Wirklichkeiten geprägt. Wenn du dir die Mühe machen würdest einmal nachzuvollziehen, wo die landesbankvorstände herkommen (von Privatbanken überwiegend) und wo sich manche von diesen Sorten z.B. aus dem Vorstand der West-LB blitzschnell hin abgeseilt haben, als die karren ins Wanken gerieten, der redet nicht. Das Politiker dort in Aufsichtsgremien herumsaßen, oft nicht da, immer mit wichterem entschudldigt und falls dann doch da zu nicht mehr als einem „keep smiling“ bereit, dies kommt noch erschwerend hinzu. Aber erzähl doch mal aus deiner reichhaltigen Praxis wo es Aufsichtsräte gibt, wo dies grundstürzend anders ist! Meines erachtens gehören Politiker grundsätzlich in keinen(!) Aufsichtsrat hinein.
    Zu deinen Träumereien von „freien Märkten“ kann ich nur sagen: weltfremd! theoretisch! puristisch! Glaubensbekenntnisse fern jeder Lebenswirklichkeit

  23. @Greg
    „Geschrieben habe ich es hier schon ein paar Mal, aber es lohnt sich, diesen Punkt im Augen zu haben, wenn man über die Effizienz von Märkten spricht.“

    Es ist nicht den Märkten geschuldet, dass es zu diesem Ungleichgewicht kommt. Wer die Geschichte der letzten 20 Jahre der USA beobachtet hat, wird feststellen, dass nicht die Märkte dieses Ungleichgewicht herbeigeführt haben, sondern die Politik. Die Märkte sind nur den Vorgaben der Politik gefolgt

    Beispiel: Clintons Gesetzgebung, dass Hypotheken auch an finanziell minderbemittelten Haushalten gegeben werden, die es sich nie leisten konnten diese zu bedienen. So kann ein effizienter Markt niemals funktionieren, ist zum Scheitern verurteilt.

    Aktuell: Entwurf des COICA „Combating Online Infringement and Counterfeits Act“, d.h. Errichtung von Internetsperren zum Schutz von Urheberrechten. Wenn man das Gesetz und die entsprechenden Ausführungen liest, erkennt man, das es sich hauptsächlich um einen Einschnitt in den Wettbewerb handelt, d.h. den freuen Markt behindert. Der berechtigte Schutz der Urheberrechte ist nur das Vehikel.

    Beispiel hierzulande: Das EEG: Begünstigung und aktive Förderung von Technologien, die ohne Subventionen nie überlebensfähig wären. Ein Eingriff in den freien Wettbewerb. Andere Technologien werden ausgegrenzt, können sich nicht mehr entfalten. Politik bestimmt welche Energie die „Richtige“ ist.
    Der freie Wettbewerb ist ausgehebelt.

    Das viele Unternehmen diese „Einladung“ der Politik aufgreifen ist nur natürlich hat aber mit “ Effizienz von Märkten“ nichts zu tun. Es ist immer das gleiche Spiel, wenn es schief geht, ist der Markt schuld.
    Politik versteht es immer wieder diese Nebelkerzen zu zünden, um vom eignen Versagen und Defiziten abzulenken.
    Die Finanz- und Bankenkrise ist nur ein Beispiel davon: Politik verschuldet das Land und bezahlt alte Schulden mit immer hören neuen Schulden und wenn es knallt, wird dem Banken die Schuld angelastet. Würden dagegen die Banken keine weiteren Staatsanleihen ankaufen wäre das Geschrei der Politiker nicht weniger groß. Was Politik von Bankgeschäften verstand und versteht haben sie ja anschaulich an den von ihnen kontrollierten Landesbanken demonstriert.

    Mir fällt kein effizienteres System ein, wie das von Angebot und Nachfrage, sprich dem Markt. Sobald dort eingegriffen wird zum Vorteil des Einen und gleichzeitig zum Nachteil des Anderen, kann man nicht mehr vom FREIEN Markt sprechen. Die Verantwortung für Fehlentwicklungen geht auf den Eingreifenden über. Diese Tatsache wird aber von der breiten Masse und leider auch von den meisten Medien nicht erkannt.

    Gruß
    dtesch

  24. Geschrieben habe ich es hier schon ein paar Mal, aber es lohnt sich, diesen Punkt im Augen zu haben, wenn man über die Effizienz von Märkten spricht. Aus der NY Times:

    \“Earlier this month, I offended a number of readers with a column suggesting that if you want to see rapacious income inequality, you no longer need to visit a banana republic. You can just look around.

    My point was that the wealthiest plutocrats now actually control a greater share of the pie in the United States than in historically unstable countries like Nicaragua, Venezuela and Guyana. But readers protested that this was glib and unfair, and after reviewing the evidence I regretfully confess that they have a point.

    That’s right: I may have wronged the banana republics.

    You see, some Latin Americans were indignant at what they saw as an invidious and hurtful comparison. The truth is that Latin America has matured and become more equal in recent decades, even as the distribution in the United States has become steadily more unequal.

    The best data series I could find is for Argentina. In the 1940s, the top 1 percent there controlled more than 20 percent of incomes. That was roughly double the share at that time in the United States.

    Since then, we’ve reversed places. The share controlled by the top 1 percent in Argentina has fallen to a bit more than 15 percent. Meanwhile, inequality in the United States has soared to levels comparable to those in Argentina six decades ago — with 1 percent controlling 24 percent of American income in 2007. \“
    http://www.nytimes.com/2010/11/18/opinion/18kristof.html?_r=3&hp=&adxnnl=1&adxnnlx=1290107395-oNZL/mcSVlLLH7qI28AVdg

  25. Wer ist stärker von wem abhängig? FT Alphavilel hat eine extrem spannende Grafik dazu. Welche Banken haben die größten Risiken in Portugal, Irland und Griechenland?

    Das könnte die harte Haltung der Bundesregierung erklären.
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2010/11/18/409191/whos-bailing-out-whom/

    Allerdings vermisse ich in der Liste die HRE und die Landesbanken. Denn laut Wall Street Journal sind deutsche Banken mit über 200 Mrd. Euro in Irland engagiert. Da klafft eine ziemliche Lücke zur Tabelle der FT.

    Wobei ich weder die einen, noch die anderen Daten bei der BIS verifizieren konnte.
    http://bis.org/statistics/provbstats.pdf

  26. Das ist der beste Beitrag zum Thema Irland, den ich seit einiger Zeit gelesen haben. Er zeigt, warum Irland und Griechenland nicht vergleichbar sind, und worum es im politischen Streit geht:

    Irland hat vor allem eine Bankenkrise, die zur Staatsfinanzenkrise wurde, weil der Staat seine Banken stützt. Irland möchte am liebsten kein Geld von der EU, weil die Geberländer daran Bedingungen knüpfen werden, etwa Änderungen der irischen Steuerpolitik. (siehe Kommentar oben \““Irland lebte in der Union wie ein Gast, der den Gastgeber beständig bestiehlt.\“)

    Die Frage im Pokerspiel lautet, wer von wem stärker abhängig ist. Müssen die starken Länder Irland retten, weil ein Zusammenbruch der irischen Banken automatisch auch die anderen Institute treffen würde? Dann gewinnt Irland, weil die Bailout-Kosten geringer sind.

    Leidet Irland mehr als Deutschland und Frankreich? Dann wird es Konzessionen geben.

    Dass die EU dabei so stark jammert, weil sich die Mitglieder untereinander beharken, zeigt übrigens, wie schwach die Zentrale in Wirklichkeit ist.

    \“Note that the Irish government is still holding out for a banking-system-only bailout, even if the funds are channeled through the government. Since I am not aware of any IMF bailout being done on this format, it’s likely to be a sticking point if the Irish refuse to back down (recall that the government itself is under no immediate funding pressure; they have six months before they need to go to market, which is an eternity in crisis-land).

    The other major bone of contention is Ireland’s super-low corporation tax, which served as a significant incentive for multinationals to set up shop in Ireland. The Germans and French are insistent that it be increased to balance the budget. The Irish objections here are plausible, particularly since the low rates are a cornerstone of their national strategy (do you want 12.5%, the current corporate tax rate, of a decent sized number or 25% of a vastly smaller number?). The Irish have made it clear that they are non-negotiable on this point, and as keenly as the rest of the eurozone would like to beat Ireland back into line, I doubt they’d be willing to risk negotiations failing over this issue.

    What has been remarkable about this whole saga is that these rescues continue to be presented as sovereign bailouts, when in fact the real objective is to keep the European financial system from imploding.\“
    http://www.nakedcapitalism.com/2010/11/noose-closing-on-ireland.html

  27. Eysel, in deinem Beitrag von 11:52 geht (aml wieder) alles wild durcheinander, ohne das du es merkst: „Hoffnung auf Besserung der großen Balance durch Lernen und Aufklärung“ – würde ich hier so etwas schreiben, es könnte keiner hier mehr sein eigenes Wort verstehen, ob großbuchstabigen Lamentos eines eyseligen Sehers.

    Hast du auf deiner Tastatur auch unter dem „F“ und dem „J“ diesen kleinen Querstrich? Rate mal was diese zu bedeuten haben?;-)))))))))))))))))))))

  28. @ dtesch
    es ist doch ein alter Hut, mit äusserer Bedrohung
    ein wenig die Aufmerksamkeit von anderen Problemen ab zu lenken.

    Und dabei unterstelle ich ThodeMai
    AUSDRÜCKLICH NICHT unlautere Absichten.

  29. @ T.
    Skeptizismus sollte man BITTE nicht
    mit chronischem Pessimismus durcheinander werfen. –

    Ist es nicht ein Vorrecht der Jugend tendenziell ungestüm zu sein,
    wie ein Vorrecht der Älteren ein Stück nachdenklicher, skeptisch? –
    Gehört das nicht zur „großen Balance“ dazu?
    Ist es weniger dumm klischeehaft auf „die Gruftis“ zu schimpfen,
    als auf „die Jugend“ zu schimpfen? –
    Hätte ich ( oder Zamir) JEMALS so einen dummen Spruch gebracht wie „gestern war alles besser“? –
    GANZ IM GEGENTEIL! –

    Aufklärung ist Hoffnung auf ein besser durch LERNEN! –
    Durch unterscheiden lernen von geeignet und ungeeignet. –
    Wächst diese Fähigeit etwa NICHT mit dem Alter (hoffentlich)? –
    War ich nicht immer deutlich den „Why-Notern“ zugeneigt,
    hab GEGEN die Reichs-Bedenkenträger geshrieben? –

    Hat nicht sehr lange
    trotz vieler recht leicht ERKENNBARER Probleme –
    (z.B. Demografie, Verschuldung, Bildung, der Staat wirds schon richten)
    eine Politik des übertriebenen Optimismus
    des „es wird schon gut gehen“ R E G I E R T? –
    Probleme sich accumuliert?
    War das nicht ein LANGES „rat race“?
    Hat sich nicht Barnanke (samt Vorgängern)
    – GENAU auf diese Art – in die Ecke der Alternativlosigkeit hinein manövriert?
    Hat sich nicht deutsche Politik mit dem gleichen Verhaltensmuster
    in die Ecke einer gewissen Alternativlosigkeit des Tuns hinein manövriert?
    Ist es K L U G E Politik das „es wird schon gut gehen“ fort zu setzen,
    wenn offensichtlich ist, dass sie einen „in die Ecke“ getrieben hat?

    Dient dein Beitrag wirklich dem gemeinsamen Lernprozess,
    oder ist er WIEDER nur ein (diffamierender) Versuch der VERDREHUNG ( Jugendklischee unterstellend) mit einem BILLIGEN Altersklischee? – Ein Ventil deiner Aversion im dünnen Mantel scheinbarer Sachlichkeit ?

  30. ..die Terrorgefahr in Ravensburg bewertet Radio Eriwan in etwa so gewaltig, wie die Terrorgefahr aus der Sperlingsgasse Richtung Amtsstuben einzuschätzen ist: also vernachlässigbar.

    Im Ernst: ThodeMai ist nach miener Erinnerung weder schreckhaft, noch hychondrisch veranlagt, eher nüchtern, wohlerzogen, wehrhaft, bienenfleissig und klarsichtig. Ich halte es für ausgeschlossen, dass ein solcher Mann im deutschen Fernsehn so auftritt, wie gestern abend, „um von Zahlungsproblemen europäischer Jungdemokratien abzulenken“. Wer so etwas unterstellt, verkennt völlig wie Politik funktioniert. Kinderglaube imho, lieber dtesch.
    Für sehr viel wahrscheinlicher halte ich die Annahme, dass tatsächlich „etwas in der Luft liegen könnte“. Wie wäre es mit einem AKW oder einem Fußballstadion?…would be a kinda very tragic *#*

  31. – Ist es reiner Zufall oder inszeniert, dass ausgerechnet jetzt die große Terrorgefahr heraufbeschworen wird, im Angesicht drohender Insolvenz einiger Staaten im Euroraum?
    Die Zeitungen und Medien sind voll von Terrorgefahr hier Terrorgefahr dort. Der Staat versucht Stärke zu demonstrieren.
    Tatsächliche neue Erkenntnisse oder nur neu Aufgewärmtes?
    Magic, wie hoch wird dieser Tage die Terrorgefahr in den Amtsstuben bewertet?

    Gruß
    dtesch

  32. Vorsicht, vor uns eine Welle, sagte der Putzerfisch zum Hammerhai.
    Der Hammerhau grummelte: Beiß dich fest, Putzerle. Ich schwimme seit Jahren in diesem meer, Wellen sind hier, wie STrömungen, wie Neigungen, wie Bewegungen Bestandteil der Kultur der Weltmeere. Putz weiter, Putzerle.
    Auf hoher See
    trink Früchtetee
    stärkt Blasenrand
    hält klar Verstand
    bau Masdar Citiy
    grüß meine Kitty
    go offshore go
    mankind wants show
    viel Nörgelei
    macht uns unfrei
    schaut stracks beyond
    am Horizont
    wallt trüb im Licht
    Ungleichgewicht
    Wunsch nach Balance
    versetzt in Trance
    nackt Blasendaten
    Ansporn zu Taten.
    Nur dieses Dürsten
    gebiert neu Fürsten.
    Denn kommen gehen
    im Weltgeschehen
    ist Wesenskern
    im Weltkonzert;-)

  33. @ Magier,

    kennst Du den (bestimmt) ?

    „Wir beide, wir sprechen, ähem schreiben, uns noch, ODDA ?

  34. @ Magier,

    Deinen optimismus möchte ich Dir keinesfalls nehmen, kann ihn aber leider nicht mit Dir teilen. Auch ich bin, Du kannst es Dir kaum vorstellen, seit meiner geburt ein opimist und lebensbejahender mensch. Nur, Du solltest auch Deine fähigkeiten ausbauen, gewisse strömungen, verhaltensweisen, bewegungen in der gesellschaft und auftretende kulturelle, sowei politische neigungen zu erkennen.
    Das grosse gesamtbild, wie hier schon des öfteren erwähnt, mach auch den gesamten eindruck. Nichts, desto-trotz:
    DAS motto lautet: Abwarten und früchtetee trinken. Also, mein kleines briiderchen, worauf warten wir noch ?

    Gruß aus der BAR jeder UNvernunft, Zamir

  35. Lieber Zamir,
    Sätze wie „ansonsten gebiert diese Verhalten die Anarchie aus der Mitte der Gesellschaft heraus“ osder „somit entgleitet das grosse ganze, die moral und alles was uns etwas bedeutet“ zeugen von einem grufti-artigem Skeptizismus, der ersten jungen Menschen kaum vermittelbar ist, zweitens einer Grundhaltung „Angst essen Seele auf“ entspringt und drittens typisch altersarm zu sein scheint. neben der materiellen Armut gibt es m.E. auch noch einen lebenstyklusorientierten Verlust an Geistes(gegenwart), der mit herannahen der Renteneintrittsgrenze nicht selten in einen weltschmerzartigen Skeptizismus auswuchert. Wird natrülich immerzu euphemistisch umgedeutet (siehe Eysel, dtesch &co) , heisst aber im Klartext nichts anderes: früher war alles anders, heute ist vieles schlechter! Solche Grundhaltung ist untauglich, untauglich für Wirtschaft, untauglich für junge Menschen, die das leben vor sich haben und untauglich kulturkreisübergreifend, also international unverbildet zu agieren (Euopa&Euro-Skeptizismus)..gestrig, rückwärtsgewand, einzelgängerisch, ….zum heulen, wenn’s nicht so komisch anmuten täte ;-)))))

  36. @ Magier,

    damit nicht wieder missverständliche missverständnisse auftreten.
    Mir geht es darum, aufzuzeigen, wie im grossen, in der hohen politik und in höchsten gremien, so wird auch weiter unten, in den familien, den schulen, den kindergärten, den vereinen, den ämtern, in der arbeitswelt, vor den gerichten, überall die sprache des grossen unverständnisses, ob der gewalt, der vergehen und allen kriminellen vergehen, entgegengebracht und somit entgleitet das grosse ganze, die moral und alles was uns etwas bedeutet.

    Gruss Zamir

  37. @ Magier,

    Du nixx verschäähn, iss auch nich schlimm. Ich habe nur drei beispiele genannt um es zu verdeutlichen. Eine zivilisation, die immer und alles geschehen nur verniedlicht und beschönigen möchte, dreht sich den eigenen strick, der immer wieder kanonartig lautet: „Aach, es ist doch nicht soo schlimm. Es sind doch noch kinder, aach wo lauert das nächste vergnügen. Party, event- und erlebnisgesellschaft geben sich die hände.
    Der moralische anspruch und hintergrund ist bereits jetzt schon verlorengegangen. Vergehen jeglicher art müssen bestraft werden, ansonsten gebiert dieses verhalten, die anarchie aus der mitte der bürgerlichen gesellschaft heraus. Aber, nein, wir verharmlosen aus angst und bequemlichkeit und schaden den nachfolgenden generationen, ganz
    gewaltig.

  38. Mein Gott. Zamir, wenn du mal so alt wirst, wie du um 8:46 klingst, alle diese tiefsinnigen Fragen wurden hier seit über zwei Jahren in x Varianten durchmoduliert und dekliniert.
    Reduzieren wir mal deinen o.g. Tonsatz auf den Grundton: Warum verhalten sich Menschen in Märkten, in Ländern und in anderen Zirkeln und Agllomerationen wie Menschen und nicht wie Tiere: rational-irrational, vernünftig-unvernünftig, nützlich-schädlich, gierig-maßvoll, konsequent-inkonsequent…über solche Fragen haben schon ganz andere Geister als wir seit mehr als 3000 Jahren sinniert, und immer dann, wenn sie glaubten eine gültige, wahre, akzeptable Antwort gefunden zu haben, wurden ihre Sinnsätze von der Wirklichkeit, von anderen Erkenntnissen oder von einer Katastrophe überrollt, noch ehe sie den Meißel, Feder und Tintenfass uder frisch gedruckte Fibeln aus der Hand legen konnten.
    Von Vorteil und fortschrittsförderlich war es immer, wenn Mensch sich mal nicht immer in den selben Windungen verlor, sondern offen für Neues, ideenreich und experimentierfreudig auf die Pirsch ging, da ereigneten sich mitunter Quantensprünge- wider alle bisher gültige „Vernunft“ und alle gestrige Weisheiten. Also: Open up your mind and let it be;-) insbesondere „when you find yourself in times of troubles…°;°
    Wie sagte doch gestern abend unser InnenMi ThodeMai auf die Frage con Frau Schausten, wie er rangehe, wenn am Himmel über Berlin ein Terrofliger gesichtet würde: nachdenken, beten, entscheiden! ..und die Feuerwehr zum Trümmersammeln alarmieren, n’est pas?!

  39. Die grösste sünde unserer zeit; es wird nicht mehr bestraft:

    1. Das spielchen des fiffinanzmarkt-kapitalismus, der versuch ohne geld, werte zu schaffen und diese existenz ebenso künstlich nachzuweisen. Kann auf dauer nur schiefgehen. Strafe wurde bisher nicht veranlasst. Warum ?

    2. Die lobbygedpote politk der schwarz-gelben bundesregierung, die nur den pahramkonzernen, den energiekonzernen und den fiffinanz-instituten etwas nützt und dem steuerzahler schadet. Eine strafe wurde dafür bisher nicht ausgesprochen, Weshalb ?

    3. Die sinnlose rettung von EU-migliedern, die durch ihr unsinniges verhalten, das komplette europäische währungssystem in verruf bringen. Eine bestrafung gibt es dafür nicht, eher noch eine unterstützung. Wieso ?